Gangsteller Lupo 3l
Hallo Zusammen
nach nun etwa 50000 selbst gefahrenen km mit meinem Lupo 3l musste ich leider feststellen, dass mein Gangsteller undicht wurde, also habe ich mir bei ebay den Dichtungssatz für 45euro gekauft. Bei dem Set ist sogar eine Anleitung für den Ausbau dabei, jedoch sollte man schon etwas technisches Verständnis mitbringen.
Meiner Meinung nach ist die Schwachstelle des Gangstellers der Wellendichtring, an der Unterseite, der zeigte bei mir schon deutliche Verschleißerscheinungen. Der WDR lässt sich mit etwas Geschick in relativ kurzer Zeit selbst wechseln und es tritt anschließend kein öl mehr aus also an und für sich einen super Sache, ein neuer Gangsteller kam für mich nicht in Frage.
Naja leider musste ich im Nachhinein feststellen, dass nicht der verschlissene WDR mein Problem ist, sondern der Deckel des Gangstellers. Der besagte Deckel weist einen Haarriss auf, der nur sichtbar wird wenn der Gangsteller betätigt wird.
Ich habe mir heute einen undichten Gangsteller auf dem Schrottplatz gekauft und werde am Wochenende den Deckel tauschen.
MFG
Tommy
Anhang: Bild des offenen Gangstellers mit der Problemzone
Beste Antwort im Thema
Hallo Zusammen
nach nun etwa 50000 selbst gefahrenen km mit meinem Lupo 3l musste ich leider feststellen, dass mein Gangsteller undicht wurde, also habe ich mir bei ebay den Dichtungssatz für 45euro gekauft. Bei dem Set ist sogar eine Anleitung für den Ausbau dabei, jedoch sollte man schon etwas technisches Verständnis mitbringen.
Meiner Meinung nach ist die Schwachstelle des Gangstellers der Wellendichtring, an der Unterseite, der zeigte bei mir schon deutliche Verschleißerscheinungen. Der WDR lässt sich mit etwas Geschick in relativ kurzer Zeit selbst wechseln und es tritt anschließend kein öl mehr aus also an und für sich einen super Sache, ein neuer Gangsteller kam für mich nicht in Frage.
Naja leider musste ich im Nachhinein feststellen, dass nicht der verschlissene WDR mein Problem ist, sondern der Deckel des Gangstellers. Der besagte Deckel weist einen Haarriss auf, der nur sichtbar wird wenn der Gangsteller betätigt wird.
Ich habe mir heute einen undichten Gangsteller auf dem Schrottplatz gekauft und werde am Wochenende den Deckel tauschen.
MFG
Tommy
Anhang: Bild des offenen Gangstellers mit der Problemzone
81 Antworten
So, hat etwas gedauert, aber jetzt melde ich mich wieder:
Die Stecker von den beiden unteren Ventilen (N284, N285) waren doch vertauscht - ich hatte die Kabelwege in der Dunkelheit nicht richtig erkannt. Ich fand es dann sehr mühsam, die Stecker abzubekommen, deshalb auch erst jetzt eine neuere Nachricht. Ich habe mir am Ende noch ein kleines "Hilfswerkzeug" zum Drücken der Entriegelungstaste gebastelt, damit ging's dann.
Nach richtigem Anschluss der Kabel haben dann auch die Rückfahrscheinwerfer an den Schaltschritten geleuchtet, an denen sie das tun sollen - oh Wunder. Trotzdem noch RTFM! 12 bei der Grundeinstellung.
Dann noch die spannungsfreie Stangenverbindung bei ADJUST, und bei der Gelegenheit gemerkt, dass die Justierschraube, mit der Schaltfinger und Schaltstange verbunden sind, nur lose angedreht war -> Spiel.
Na ja, und dann lief die Grundeinstellung ohne Fehler durch!! Etwas vor und zurück rangieren in der Garage ging auch.
Jetzt ist also der Moment, mich noch mal ganz herzlich bei diesem Forum zu bedanken. Allen voran natürlich Talker1111, der mich umgehend mit genau der Information versorgt hat, die ich gebraucht habe. Aber eben auch allen möglichen anderen, die hier Beiträge eingestellt haben - ohne die wäre ich nie an die notwendigem Informationen gekommen, um überhgaupt zu wissen, was man machen muss und auf was man achten muss.
Ich würde mich nach einem ausführlicheren Straßentest in vielleicht so zwei Wochen noch mal melden und über die "Langzeitstabilität" berichten. So ganz sicher bin ich noch nicht, ob das jetzt wirklich schon alles war. Z.B. ist für mich nicht recht erkennbar, ob das vorhandene Ölgesabber einfach von den Monatgearbeiten noch übrig ist, oder ob es doch eine Undichtugkeit gibt. Man wird sehen.
Wäre schön, wenn ich mit dem Erfahrungsbericht dazu beitragen könnte, dass auch andere Fahrer dieses besonderen Autos nicht zu schnell aufgeben, bloß weil eine Werkstatt sagt, sie wisse nicht mehr weiter...
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
Moin
Ja der Talker kann schon ein ganz Fixer sein. 🙄😁😎
Merkwürdig, eine Ähnliche Aussage von "meiner Werkstatt" damals hatte mich 2008 auch dazu bewegt, die Sache lieber selber selber in die Hand zunehmen, und habe meinen 3L allerdings auf Handschaltung umgebaut und im weitesten Sinne "er läuft und läuft und läuft". Bei mir Sagte die Werkstatt, "es deutet alles daraufhin" und sie lagen im Endeffekt daneben. Fast lustig, wenn es damals nicht so traurig war.
Gut er hat jetzt nur rund 280tkm.
Aber GW das er erstmal wieder läuft. 😎😉
Mfg
Frank
Zitat:
@Lupo_3l_Fahrer schrieb am 4. Dezember 2020 um 22:55:38 Uhr:
....
Dann noch die spannungsfreie Stangenverbindung bei ADJUST, und bei der Gelegenheit gemerkt, dass die Justierschraube, mit der Schaltfinger und Schaltstange verbunden sind, nur lose angedreht war -> Spiel.
.....
Mit Justierschraube ist sicher die Mutter #11 in der folgenden Zeichnung gemeint, die mit 12 Nm anzuziehen ist.
https://volkswagen.7zap.com/.../Aber auch das Anzugsdrehmoment und das Überstandsmaß (9 - 10mm) der Klemmschraube #14 muss stimmen. Sie ist in eine Justierbohrung der Schaltwelle eingeschraubt und mit 20 Nm anzuziehen. Ist das Maß größer oder lag das Anzugsdrehmoment unter 20 Nm ist die Positionierung des Schaltfingers zur Schaltwelle zu überprüfen, d.h. ausschrauben, die Justierbohrung lokalisieren und eine neue Klemmschraube einschrauben.
Hallo zusammen,
zu den konkreten Punkten der letzten Kommunikation melde ich mich noch mal gesondert.
Jetzt aber leider erst mal ein weiterer Problembericht, vielleicht kann jemand was dazu sagen/schreiben:
Der Lupo startet nicht mehr.
Am Freitag (dem Tag der erfolgreichen Getriebe-Grundeinstellung) hat er mehrere Starts völlig normal gemacht. Am Samstag wollte er dann nicht mehr. Ich dachte an die Batterie, die ohnehin nicht mehr neu ist und am Freitag schon einiges leisten musste. Nach Anschluss des Ladegerätes ging es einige Zeit später dann auch wieder, aber nur ein Mal. Also weiter geladen, er startete aber nicht mehr. Auch nicht nach Tausch der Batterie und auch nicht mit Starthilfe vom Zweitfahrzeug.
Weiteres Phänomen: Die Batteriekontrollleuchte flackert oder geht manchmal gar nicht an, wenn die "Zündung" eingeschaltet wird. Das war auch am Freitag schon so (allerdings nicht so ausgeprägt wie jetrzt); ich habe es zunächst ignoriert bzw. auf den Ladezustand der Batterie geschoben.
Das Diagnosegerät erkennt in allen Steuergeräten keine Fehler, bis auf einen aus dem Bremsen-Steuergerät "ABS-Sensor vorn links" oder so ähnlich. Was der Auslöser ist, weiß ich nicht. Das war aber schon so ab der Abholung des Fahrzeuges aus der Werkstatt und hat den Lupo bisher nicht am Start gehindert. War wohl auch schon in der Werkstatt aufgetreten, es lag jedenfalls ein entsprechender Protokollausdruck im Auto.
Eigentlich wollte ich morgen mit einer "Erfolgsmeldung" in der Werkstatt vorfahren, so wird das aber nix.
Falls jemand zu diesem Phänomen was weiß oder vermutet, freue ich mich über eine Nachricht.
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
Ähnliche Themen
Was heißt startet nicht mehr ?
Der Startvorgang besteht aus diversen Schritten, vom Zündschlüssel drehen bis zum Anspringen des Motors.
Also bitte genau beschreiben, was geht noch wie immer und ab welchem Schritt geht nichts mehr und durch welche optischen und akustischen Signale werden sie begleitet.
ok, stimmt, war nicht wirklich präzise. Versuche es jetzt besser:
Ich drehe den Zündschlüssel bis zum Aufleuchten der Kontrolllampen. In dieser Stellung flackert das Batteriesymbol dann (blinkt unregelmäßig), oder es leuchtet zunächst gar nicht, um dann nach wenigen Sekunden mit dem Flackern anzufangen. Ich drehe den Zündschlüssel weiter in die "Motor anlassen" - Position (in der normalerweise der Anlasser losläuft). Das Batteriesymbol erlischt ganz, die anderen Kontrolleuchten bleiben unverändert hell, der Anlasser läuft nicht an. Manchmal gibt es ein "Klack"-Geräusch, das ich dem Magnetschalter am Anlasser zuordnen würde. Ich lasse den Zünschlüssel wieder los, die Batteriekontrollleuchte geht wieder an und flackert etwa wie zuvor. Das Flackern kann mal für einige Sekunden aufhören, kommt dann aber wieder, ohne dass ich irgendwas gemacht (geschaltet oder so) habe. Das Flackern wird nicht durch das Einschalten von Verbrauchern (Licht) verändert (flackert nicht mehr / nicht weniger). Beim Flackern sind die Leuchtzeiten länger, als die Dunkelzeiten. Im Laufe der vergangenen wenigen Tage hat es sich aber in der Weise verändert, dass aus zunächst einzelnen Leucht-Aussetzern jetzt viele geworden sind.
So. Hoffe, jetzt ist mehr anzufangen mit meiner Beschreibung.
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
Ja, ich hatte tatsächlich auch schon an den Zündanlassschalter gedacht. Aber: Kann der die Batteriekontrollleuchte zum flackern bringen? Habe vorhin noch im Getriebesteuergerät MWB 004, Feld 1, Bit 5 (Startvorgang durch Zündschloss) angeschaut. Das reagiert so, wie es soll: Konstant 1, so lange ich den Zündschlüssel in die Startposition drehe.
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
So, trotz dem neuen Ärger mit dem Nicht-Starten-wollen jetzt auch noch was zu den bisherigen Anmerkungen - vielen Dank dafür!
@M.Hunter: richtig, bei mir war das Erlebnis auch ein "Déjà-vu" zu Deinen und etlichen anderen Forenbeiträgen. Auch wenn das Aufgeben der Werkstatt einigermaßen frustrierend war, will ich doch eine Lanze für die brechen: Es ist eine kleine/mittelgroße freie Werkstatt, zu der ich alle meine / unsere Fahrzeuge (5-köpfige Familie mit inzwischen erwachsenen / selbst motorisierten Kindern) seit Jahrzehnten (kein Witz!) hinbringe und mit der ich immer gute Erfahrungen gemacht habe. Der Werkstattmeister hat mir nicht erst jetzt klar kommuniziert, dass er mit der 3l-Technik nicht viel Erfahrung hat - außer meinem Lupo hatte er mal einen A2 im Kundenkreis, das war's. Auch beim jetzigen Problem hat er seine Sorgen bezüglich Machbarkeit schon vor Beginn der Arbeiten zum Ausdruck gebracht. Es war letztlich meine Entscheidung, ihn zu bitten, den Reparaturversuch trotzdem zu unternehmen. Der eigentliche Fehler (gebrochene Führungshülse vom Ausrückhebel der Kupplung) war auch bald von ihm gefunden und samt Kupplungsscheibe und Druckplatte (leider von der gebrochenen Hülse beschädigt) repariert. Dass er nicht stundenlang in Foren suchen kann, wie man die unklaren RTFM-Meldungen und andere Indizien (gemessene Spannungen usw.) werten muss, um der Sache auf die Spur zu kommen, kann ich verstehen. Eher blamabel für VW: Er ist dorthin gut vernetzt und hat einen Mitarbeiter zu Rate gezogen, der sich mit den 3l-Lupos gut auskennt. Dem hätte schon was auffallen können, denke ich.
@Talker1111: Nein, nicht die Mutter #11, die war fest und wurde von mir während "ADJUST" vorübergehend gelöst. Nur lose (leicht von Hand angedreht) war die Klemmschraube #14. Die stellt doch die formschlüssige Verbindung zwischen Schaltfinger und Schaltstange her. Ich habe die in die richtige Position gebracht (deren Eingreifen in die Justierbohrung ertastet) und dann festgezogen. Das allerdings erst mal nur nach Gefühl, da sollte ich mich vielleicht wirklich noch um einen Drehmomentenschlüssel kümmern und entsprechend kontrollieren. Ebenso das Überstandsmaß (bisher nicht nachgemessen). Für's Erste war und bin ich froh und zufrieden, an der richtigen Stelle angefasst zu haben, wenn man mal etwas simpel den Erfolg der Maßnahme als Kriterium für "richtig" hernimmt.
Mein Fazit: Wäre das Fahrzeug nicht nur von mehr oder weniger idealistisch Angehauchten (die sich jetzt in solchen Foren sammeln) gekauft worden, hätte es also größere Verbreitung gefunden, würde es heute noch gebaut werden und VW / Audi hätten irgendwann auch mal die Service-Mitarbeiter vernünftig geschult. Das ist aber nicht so gekommen, und deshalb ist dieses Forum so hochgradig wertvoll: Nur mit intensiver eigener Beschäftigung mit der Sache; dem Mut (oder in meinem Fall eigentlich der Überheblichkeit), als Laie zu glauben, dass man noch was hinbekommen kann, auch wenn die Fachwerkstatt aufgegeben hat und (in meinem Fall) dem schon ausgegebeben Geld noch mal welches hinterherzuwerfen (für das Zurückschleppen von der Werkstatt und das Diagnosegerät) hat man eine Chance, dieses konzeptionell hervorragende Fahrzeug zu erhalten. Gerade aus Sicht des Klimaschutzes: Ich sehe kein E-Fahrzeug, das bei derzeitigem Strommix dem 3l-Lupo (dem "Zukunftsauto der Vergangenheit", diese Formulierung gefällt mir sehr, M.Hunter) das Wasser reichen könnte. Dabei muss man noch nicht mal die eingesparte Energie für die Herstellung in die Bilanz einbeziehen.
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
Zitat:
@Lupo_3l_Fahrer schrieb am 6. Dezember 2020 um 22:24:12 Uhr:
Ja, ich hatte tatsächlich auch schon an den Zündanlassschalter gedacht. Aber: Kann der die Batteriekontrollleuchte zum flackern bringen? Habe vorhin noch im Getriebesteuergerät MWB 004, Feld 1, Bit 5 (Startvorgang durch Zündschloss) angeschaut. Das reagiert so, wie es soll: Konstant 1, so lange ich den Zündschlüssel in die Startposition drehe.Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
Die unruhige Ladekontrollleuchte würde ich erstmal außen vor lassen.
Das Bit 5 in MWB 004/3 quittiert vermutlich ein Signal vom ZAS (Kl. 50) an Pin 18 des GSTG, dass dann ggf. als OK über Pin 12 Masse ans Relais für Anlasser (126) leitet, welches dann den Magnetschalter des Anlassers mit Spannung versorgt.
Der Steuerstromkreis des Relais ist über Sicherung 33 abgesichert.
Also wenn es der ZAS nicht sein sollte, dann evtl. die Sicherung oder das Relais, welches Du vermutlich nur manchmal Klacken hörst.
Ok, vielen Dank.
Ja, wenn flackernde Batteriekontrollleuchte (eigentlich Ladekontrollleuchte) und Startproblem inhaltlich unabhängig voneinander sind (nur eben zufällig fast gleichzeitig aufgetreten sind), ist es schon sinnvoll, erst mal das Eine anzugehen, und wenn's bloß ist, um was ausschließen zukönnen. Ich suche mich da mal durch. Die ganz einfache Version (Sicherung) ist's nicht, die habe ich schon geprüft. An das Relais komme ich bestenfalls heute Abend - Corona lässt mich zwar viel zu Hause sein, aber die beruflichen (jetzt Online-) Termine sind nicht weniger und der Arbeitsumfang deutlich größer.
Ich erinnere mich, dass es beim 3l-Lupo auch ein Anlasser-Steuergerät geben soll (das u.a. den Anlasserstrom bis zum Eingreifen von Anlasserritzel in die Schwungscheiben-Verzahnung zunächst klein hält). Kann das noch mit reinspielen? Wo ist das überhaupt (elektrisch / räumlich)? Für diese Sache jetzt fehlt mir auch ein Stromlaufplan vom Lupo. Hat da zufällig jemand was parat?
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
Der Anlasser des 3L wird im Stromlaufplan nicht abweichend beschrieben.
Näheres findet man dazu auf den Seiten 72-75 des Selbststudienprogramms 223
zum 1,2l TDI-Motor.
Alle Stromlaufpläne zum Lupo findest Du bei erWIn
https://erwin.volkswagen.de/erwin/showOrderFlatrateAssistant.do
(1 Std. Flatrate mit Downloadmöglichkeit u. Druckrecht 7 € netto)
Kurzer Zwischenbericht von mir. Es geht gerade nur sehr zäh voran.
Erneut vielen Dank! Die weiteren Beobachtungen sind im Moment noch recht verwirrend.
So gab es tatsächlich auch mal eine Fehlermeldung im Getriebesteuergerät "01070 Relais für Anlasser sporadisch". Im Getriebesteuergerät, MWB 004, Feld 3, Bit 7 ("Relais für Anlassersperre und Rückfahrlicht wird angesteuert"😉 sieht man den versuchten Startvorgang (vermutlich Pin 12 des Getriebesteuergerätes lt. Talker1111) aufgrund der Drehung des Zündschlüssels. Dem entnehme ich, dass das Getriebesteuergerät soweit korrekt arbeitet, wenngleich das gesetzte Bit natürlich noch keine Gewissheit gibt, dass das Signal auch elektrisch am betroffenen Anschluss anliegt.
Meine Folgerung (wenn ich falsch liege, bitte gerne widersprechen): Am Zündanlassschloss ist der Kontakt zum Start des Motors ok. Ob allerdings das Einschalten der "Zündung" (Freigabe von "Klemme 15"😉 durch das Zündanlassschloss auch korrekt funktioniert, ist damit noch nicht gesichert.
Andererseits gab es auch mal einen Totalaussetzer der Anzeigen einschl. Instrumentenbeleuchtung, den ich erst durch vorübergehendes Abklemmen der Batterie "zurücksetzen" konnte. Danach etliche Fehlermeldungen in verschiedenen Steuergeräten, wie keine Kommunikation untereinander und Unterspannung.
Insgesamt verschlimmert sich die Situation allmählich. Ziemlich systematisch erlischt die flackernde Batterie-Kontrollleuchte (Ladekontrollleuchte) vollständig, wenn man den Zündschlüssel in die Position zum Starten des Motors bringt. Andere Kontrollleuchten leuchten unverändert weiter.
Wie vorgenommen versuche ich gerade, das Anlasserrelais ausbauen um es prüfen zu können. Wer's schon mal gemacht hat, weiß schon (im Gegensatz zu mir), dass das nicht so ganz schnell geht - ist ziemlich "verbaut" / schwer zugänglich.
Möglicherweise liegen ja auch zwei (voneinander unabhängige) Fehler vor. Kann vorerst nur hoffen, dass nicht doch was Schwerwiegendes (wie ein defektes Steuergerät) dabei ist...
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
So, jetzt wird es etwas konkreter, allerdings weiterhin (noch) nicht ganz klar:
Das Anlasserrelais habe ich nach langer Fummelei rausbekommen, Befund: Es ist in Ordnung: Schaltet beim Anlegen von 12 V (auch schon bei 10 V) von externem Netzgerät. Übergangswiderstand der geschaltete Kontake ist klein (Multimeter Durchgansprüfer).
Bei ausgebautem Relais:
An Anschluss 85 liegt nach dem Einschalten der Zündung Bordspannung an. Die kommt von Sicherung 33. Also so, wie es sein soll.
An Anschluss 86 liegt ebenfalls (fast) Bordspannung an. Das bleibt so, auch wenn der Zündschlüssel auf Anlassposition gedreht wird OBWOHL dann im Getriebesteuergerät, MWB 004, Feld 3, Bit 7 ("Relais für Anlassersperre und Rückfahrlicht wird angesteuert"😉 auf "Null" gewechset wird. Eigentlich sollte jetzt ja vom Getriebesteuergerät Masse an den Anschluss 86 gebracht werden.
Die Kabelverbindung zwischen Pin 12 Getriebesteuergerät und Anschluss 86 Anlasserrelais ist in Ordnung (Multimeter Durchgangsprüfer vom Kontakt am abgezogenen Stecker des Getriebesteuergerätes zum Einsteckkontakt für das abgezogene Relais).
An Anschluss 86 liegt auch dann (fast) Bordspannung an, wenn der Stecker vom Getriebesteuergerät abgezogen ist. Diese Spannung kommt vom Spannungsstabilisator J532. Getestet durch Abziehen des Steckers vom Spannungsstabilisator; dann keine Spannung mehr an Anschluss 86 Anlasserrelais.
Es gibt ja eine Kabelverbindung zwischen Anlasserrrelais und Spannungsstabilisator. Nach meinem Verständnis wird dem Spannungsstabilisator darüber mitgeteilt, dass gerade ein Startvorgang (und dadurch ein Einbriuch der Bordspannung) stattfindet, was der Spannungsstabilisator für einige Verbraucher (Radio, Schalttafeleinsatz, Airbag-Steuergerät) ja ausgleichen soll. Nur: Soll / darf der Spannungsstabilisator über diese Steuersignal-EINgangsleitung eine Spannung AUSgeben??? Immerhin müsste das Getriebe-Steuergerät diese Spannung beim Startvorgnag auf Masse herunterziehen, was bei entsprechend vom Spannungsstabilisator begrenzten Strom schon denkbar wäre. Aber ist das wirklich die korrekte Funktion?
Soweit ich bis hierher keinen Denkfehler gemacht habe, bleibt nicht mehr viel übrig:
* Das Getriebesteuergerät hat einen Defekt, vermutlich in der Endstufe vom Ausgang Pin 12: Die logische Ansteuerung von Pin 12 erfolgt korrekt (erkennbar mit dem Diagnosegerät, MWB 004, Feld 3, Bit 7), die entsprechende Schalthandlung wird aber nicht vorgenommen.
* Der Spannungsstabilisator hat einen Fehler und liefert Spannung an einem Eingang.
* Oder auch in Kombination: Der beschriebene Fehler im Spannungsstabilisator hat zu dem beschriebenen Defekt im Getriebesteuergerät geführt (zu hoher Strom an Pin 12).
Vielleicht kann ein defekter Spannungsstabilisator ja auch in Verbindung mit der flackernden Ladekontrollleuchte gebracht werden - zugegebenermaßen kann ich einen solchen Zusammenhang aber bisher nicht konkret begründen oder durch Messungen belegen.
Kann man dieser Argumentation folgen? Sind meine Beobachtungen hinreichend, um die genannten Folgerungen zu treffen? Darf der Spannungsstabilisator eine Ausgangsspannung an Anschluss 86 des Anlasserrelais und damit an den Ausgang Pin 12 vom Getriebesteuergerät liefern? Gibt es Informationen (Schaltplan?) über den inneren Aufbau / die Schaltung von Getriebe-Steuergerät und Spannungsstabilisator? Ist eine Reparatur dieser Geräte überhaupt möglich (Innereien nicht vergossen, diskrete Bauteile statt hochintegriertem Komplettbaustein, ...)?
Eigentlich wollte ich ja "nur" die Getriebe-Grundeinstellung, bei der die Werksatt aufgegeben hatte, selber probieren. Das hat besser geklappt, als erwartet. Jetzt stecke ich aber viel tiefer in der Lupo-Elektr(on)ik, als geplant und gedacht. Wenn da noch jemand was dazu sagen kann, würde mir das sicher sehr helfen...
Viele Grüße
Lupo_3l_Fahrer
Ich denke, der Spannungsstabilisator dürfte an Pin 8 (Eingang Massesignal vom GSTG) keine Spannung ausgeben. (Braun/gelbes Kabel ist eigentlich auch nie spannungsführend)
Durchtrenn doch einfach mal testweise das braun/gelbe Kabel - die Verbindung Relais 126 Pin 6 (86) zum GSTG Pin 12 ist ja weiterhin über die Steckverbindung T10m/1 gegeben.
Die Funktion von Radio, Schalttafeleinsatz und Airbag-Steuergerät müsste natürlich zumindest temporär weiterhin erhalten bleiben.
Wenn es funktioniert, hilft evtl. eine Sperrdiode zwischen J532 Pin 8 und T10m/1