Fragen zum Drive Pilot

Mercedes E-Klasse W213

Hallo liebes Forum,

Nach ein paar ersten eindrucksvollen Videos und Presseberichten zum Thema Assistenzsysteme in der neuen E-Klasse wollte ich nun in Erfahrung bringen was genau denn der Drive Pilot besser kann als die existierende Kombination Distronic Plus mit Lenkassistent in der C/GLC Klasse (zwischen genau diesen Fahrzeugklassen schwanke ich momentan bzgl. einer Neuanschaffung).

Leider konnte bei einigen Fragen auch die lokale Mercedesniederlassung nicht helfen, so dass ich es einmal hier versuche. Falls schon jemand Erfahrungen mit dem Drive Pilot gemacht hat, wären auch Erfahrungsberichte sehr hilfreich. Die ersten Autos werden ja bald ausgeliefert, daher hoffe ich auf viele Kommentare.

Offene Fragen:
- Bis zu welchem Kurvenradius fährt denn die E-Klasse auf der Autobahn oder Bundesstrasse "autonom". In der offiziellen Kommunikation ist von "moderaten Kurven" die Rede, im Gegensatz zu "leichten Kurven" in der C Klasse. Was heisst denn das nun konkret? Kann die E-Klasse zumindest auf der Autobahn sämtliche Kurven abbilden? Bis zu welchen Radius/Winkel funktioniert das System?

- Was passiert wenn es weder Fahrbahnmarkierungen noch andere Autos gibt, denen das System folgen kann, zum Beispiel auf Baustellen? Gibt es hier einen Warnton oder schaltet das System "unbemerkt" auf manuelles Steuern und die Unterstützung fällt weg.

- Wie lange kann man auf der Autobahn bei normalen Bedingungen (140-150km/h) die Hände vom Steuer lassen?

- Das Frontradar scheint nun beheizt zu sein um Problemen im Winter vorzubeugen. Wie sieht denn die Zuverlässigkeit bei Starkregen aus? Gab es hier Verbesserungen?

- Zumindest einige Verbesserungen scheinen rein Software-basiert zu sein (z.Bsp automatische Anpassung des eingestellten Tempos an aktuelle Geschwindigkeitslimits mittels Verkehrszeichenerkennung & Daten aus dem Command, Erhöhung der Stop & Go Zeit von 2 auf 30 Sekunden, etc). Gibt es eine Möglichkeit solche Software-Updates auch für C/GLC zu erhalten? Sollte ja eigentlich relativ einfach machbar sein....

- Erkennt die Distronic nun auch stehende Hindernisse in einer Stadt?

- Das Command Online updated Karten nun scheinbar over-the-air. Gibt es bereits Details wie oft hier neue Daten zur Verfügung gestellt werden? Kann das System nun mit Google Maps gleichziehen was Aktualität und Verkehrsflussdichte angeht?

- Wie hat sich generell die Bedienbarkeit des Command verbessert? Ist es nun schneller/einfacher? Was sind eure Erfahrungen? Auch hier wäre es schön wenn bestehende Systeme in den Genuss eines Updates kommen würden...

- Hat sich beim Head-Up-Display etwas verändert? Gibt es mehr/andere Informationen? Wurde das Problem der Spiegelung des Rahmens behoben?

- Der Spurwechselassistent ist momentan in der Schweiz scheinbar deaktiviert (via GPS). Ab wann ist hier mit einer Zulassung seitens der Behörden zu rechnen?

Vielen Dank für die Hilfe. Hoffen wir dass der Drive Pilot so gut ist wie erhofft, das wäre dann doch nochmal eine ordentliche Entlastung auf langen Autobahnfahrten.

Viele Grüße

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@swissdriver123 schrieb am 2. April 2016 um 11:42:23 Uhr:



Zitat:

@Fanes schrieb am 1. April 2016 um 19:19:47 Uhr:


Puhh, was willst du wegen Comand genau wissen.
Kann ich nicht alles schreiben, das ist recht umfangreich.

Ob du von S nach Singen ohne Lenkeingriff kommst wage ich zu bezweifeln.
Theorethisch schon.
Kommt auf die V- max an.

Ein paar Fragen zum Command:
- Wie oft wird das Kartenmaterial via Internet bereitgestellt?
- Wie lange dauert ein Download? Geht das automatisch im Hintergrund während der Fahrt oder muss ich das Auto hierfür abstellen, bzw. kann Command währenddessen nicht nutzen
- Ist die Live Traffic Information nun ähnlich akkurat und granular wie die bei Google Maps? Google Maps zeigt ja teilweise schon Warteschlangen bei Ampeln an, ich hatte den Eindruck dass Command bisher weniger granular war.
- Gibt es nun wieder mehr verfügbare Apps?
- Wurde bei der eigentlichen Navigation- und Routenfindung etwas verbessert?
- Gibt es eine Auflistung mit allen Changes und Innovationen?

Noch einmal zum Drive Pilot:
- Hast Du Erfahrungen bzgl. des maximalen Lenkausschlags? Bist Du schon einmal eine Strecke gefahren wo der alte Lenkassistent ausgestiegen ist und der neue Drive Pilot noch Assistenz geleistet hat?
- Gibt es seitens Mercedes irgendeine Konkretisierung bzgl. Lenkung auf Autobahnen und ob das bei nahezu 100% aller Kurven nun abgedeckt ist?

Bitte entschuldige die Nachfragerei was diesen Lenkassistenten angeht, der Grund hierfür ist aber relativ einfach: Den Lenkassistenten im GLC finde ich grundsätzlich klasse. Leider ist mir im Testfahren aufgefallen, dass er bei normalen Autobahnkurven nur "meistens" funktioniert und eben nicht "immer". Gerade bei Assistenzsystemen ist ein "meistens" für meinen persönlichen Geschmack leider nahe an der Grenze zu "nutzlos", denn wenn ich permanent Angst haben muss dass er die nächste Kurve doch nicht schafft, muss ich genauso konzentriert fahren als ob ich selbst lenken würde. Von daher wäre der Drive Pilot eine wirklich tolle Erweiterung, wenn er dem "immer" zumindest sehr viel näher käme als die bisherige Lösung. Alternativ wäre eine klare Aussage welche Kurven welcher Assistent noch schafft auch bereits hilfreich, dann kann ich mir eine Meinung bilden ob mir das nun reicht oder nicht.

Vielen Dank, das ist wirklich sehr hilfreich!

PS: Woher bekommst Du eigentlich deine Informationen? Gibt es irgendwo im Internet technische Spezifikationen, die ich nicht gefunden habe oder arbeitest Du beim Daimler?

----------

Zum Lenkassistent kann ich dir lediglich meine persönliche Erfahrung mit dem 213 weitergeben.
Jeder Fahrer hat ja andere Wünsche und Vorlieben.
Autonomes Fahren ist speziell hier wieder ein Stück näher gerückt, im Vergleich zu deinem getesteten X253 auf jeden Fall mit spürbarer Verbesserung.
Die Frage...geht's oder geht's nicht stellt sich nicht.
Die Verfügbarkeit und die Effektivität bei Autobahnkurven- Radien wurde optimiert.
Ob die Möglichkeit einer komplett autonomen Fahrt von Stuttgart nach Singen im Sinne der Entwickler ist, verneine ich mal.
Zumindest aus heutiger gesetzlicher Sicht ist das nicht gewünscht aber aus technischer Sicht wäre/ist es möglich.
Du wirst mit der Performance zufrieden sein, das behaupte ich einfach mal.

Die Kritik am Spurwechselassistent kann ich erst mal nachvollziehen, ging mir am Anfang auch so.
Das hat sich aber schnell geändert.
Da dieses System eigentlich "erfahren" werden muss, ist eine theorethische Beschreibung schwierig... :-)
Die Vorteile liegen nicht in der profanen Ausführung des Überholvorganges, sondern in der Berücksichtigung der Umgebungsumständen.
Das Fahrzeug überholt nur, oder wechselt die Spur, wenn dies sicher möglich ist.
Da werden alle Umstände beachtet, nicht nur Fahrzeuge im toten Winkel.
Eine weitere Entlastung wenn man das will. Das System hat keinen negativen Einfluss auf manuelles Spurwechseln/Überholen.
Technisch wäre auch hier mehr möglich.
Die Anforderung der Blinkdauer von 2 sec. hat auch hier gute Gründe, der Fahrerwunsch muss eindeutig sein.

Die Performance im Stau/ Stop and Go und in der Stadt ist nahe der Perfektion.
Ein Update der erweiterten Wiederanfahrlogik in den X253 wage ich zu bezweifeln.
Hier wird mehr als nur das Fahrzeug voraus sensiert.
Es werden viele zusätzliche Umgebungsdaten erfasst und Voraussetzungen gefordert um nach 30 sec. automatisch anzufahren.
Dies wird auch im 213 nur nach Erfüllung aller Kriterien erfolgen.

Deine speziellen Fragen zum Comand, im Vergleich zu Google Maps und der Vorgehensweise bei Updates muss ich erst einmal zurückstellen, werde mich aber erkundigen.

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Zitat:

@Samsonz schrieb am 8. September 2018 um 19:18:43 Uhr:


Bei welcher vergleichbaren Marke gibt’s denn den Tempomathebel sonst? Nach meinem Wissen stand MB da alleine, nur deshalb also zu einer anderen Marke zu wechseln, ist nicht wirklich hilfreich.

Zumindest im A6 4G war er auch am Stöckchen.

Beim 4H bin ich überfragt.

Aber ich fand das auch recht gut, kleine Knöpfe sind immer schlechter zu bedienen (zumindest für mich), sie führen gerne dazu den Blick von deer Fahrbahn zu nehmen und zu schauen, ob man auch den richtigen Knopf korrekt gedrückt hat.

Zitat:

@DeBabbe schrieb am 8. September 2018 um 21:00:30 Uhr:



Zitat:

@Samsonz schrieb am 8. September 2018 um 19:18:43 Uhr:


Bei welcher vergleichbaren Marke gibt’s denn den Tempomathebel sonst? Nach meinem Wissen stand MB da alleine, nur deshalb also zu einer anderen Marke zu wechseln, ist nicht wirklich hilfreich.

Zumindest im A6 4G war er auch am Stöckchen.
Beim 4H bin ich überfragt.
Aber ich fand das auch recht gut, kleine Knöpfe sind immer schlechter zu bedienen (zumindest für mich), sie führen gerne dazu den Blick von deer Fahrbahn zu nehmen und zu schauen, ob man auch den richtigen Knopf korrekt gedrückt hat.

Nach einigen Wochen geht das quasi „blind“ bzw. intuitiv mit dem linken Daumen. Da muss man nicht
mehr hinschauen. Ging zumindest mir so.

Zitat:

@A5-Fan schrieb am 8. September 2018 um 16:38:32 Uhr:


Du hast das neue MJ809 bekommen, da wurden einige Dinge verbessert, z.B. vor Kreisverkehren etc., andere Dinge wurden, u.a. durch rechtliche Auflagen, „verschlechtert“.

Nach einer Woche mit dem gerade zugelassenen E220d lässt sich dieses Fazit ziehen: In der Tat ist eine Verbesserung darin zu erkennen das der Drive Pilot etwas agiler ist (zieht besser in Kurven nach) und sich nicht so leicht ablenken lässt. Bei den beiden vorherigen E Klassen war es der Fall das der Drive Pilot gerne mal eine weitere Linie etc. rechts von einem sah und versuchte dahin zu steuern. Im Laufe der Fahrten zur
Arbeitsstelle kannte ich schnell diese zwei,drei Bereiche und war natürlich darauf vorbereitet. Beim jetzigen
Fahrzeug fährt er wie er fahren soll. Bleibt nur noch die kleine Unzulänglichkeit das die eine Minute
nicht mehr gegeben ist. Das lag ja dann nicht an Daimler, sondern den Gesetzgeber verließ die Courage.
Sehr bedauerlich und hoffentlich geht es bald auch wieder in die andere Richtung.
Bei dem entfallenen Lenkstockhebel bin ich mir nicht ganz sicher was besser ist. Man gewöhnt sich schnell
an die Tasten im Lenkrad, sehe jedoch leichte Vorteil beim alten System. Den bediente ich blind indem
ich kurz einmal von unten eine Bewegung nach oben oder unten etc. machte. Jetzt ist etwas mehr
Einsatz und Konzentration erforderlich und: Beim Drehen des Lenkrades geht`s ungleich schlechter.
Da kommt z.B. einer der leichten Vorteile des Lenkstockhebels zum Tragen, da er fest positioniert war.

Zitat:

@jacek1980 schrieb am 10. November 2017 um 11:30:47 Uhr:


Die Bewegung sind zwar nur minimal aber so richtig gerade aus ist es nicht und auf dauer stört es mich. Je breiter die Spur desto mehr tut er das, Landstraße wiederum kommt er meines Empfindens nach, manchmal der Gegenspur zu nah.

ich habe die neue b klasse und beobachte auch das schlingern. leider ärgert es ich auch, dass man wirklich nah auf die gegenspur kommt. habt ihr ein update bekommen oder wurde die software/hw kombination nochmal neu kalibriert?

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Ich habe mir etwas Zeit für ausgiebige Tests genommen, bevor ich hier noch einmal etwas schreibe.
Fazit nach 3 Wochen:
MEIN S213 ist vielleicht minimal besser, als mein S212 anno 2013 es war. Der hochtrabende Titel "Drive Pilot" ist ausser Marketinggequatsche gar nichts.
Er eiert unter allen (!) Bedingungen zwischen den Fahrspuren herum, egal, ob 120 oder 180kkm/h, Tag, Nacht, Beton, Asphalt. Der Lenkassi ist unreproduzierbar der Meinung, mich mal in die Leitplanke oder mal in den Gegenverkehr zu steuern - oder sich kommentarlos zu deaktivieren.
Dabei ist es vollkommen absurd, dass der Spurhalteassi protestiert, dass eine durchgezogene Linie ohne Blinken überquert wird - während der Lenkassi aus unerfindlichen Gründen diesen Weg wählt. Vollkommen unplausibel, von Zusammenspiel der Systeme keine Spur.

Auch habe ich den Test gemacht, was passiert, wenn ich seine Aufforderung ignoriere, die Hände ans Lenkrad zu nehmen:
Er hält mitten auf der Autobahn an. Also nix mit "Standspur" (woher soll der auch wissen, was eine Standspur ist?)

Das macht wie gesagt aus meinem Auto kein Schlechteres, ich vermisse keinen Autopiloten, diese Funktion ist mir vollkommen wumpe! Es sollte aber beim Namen genannt werden dürfen, dass sich MB hier deutlich hinter Mitbewerbern verstecken muss.

Und für alle die, die nicht wissen, wovon sie reden, wenn sie Tesla unterstellen, auch nichts besser zu können, weil sie einfach noch nie einen gefahren sind, mal ein Beispiel, was so in einem Serienfahrzeug geht.

https://twitter.com/i/status/1120784406031921152

Und es komme bitte niemand mehr im Cord-Sacko daher und lamentiere: "das ist aber nicht erlaubt in D." - darum geht es nicht. Es geht nur darum, die Mercedes-Brille mal abzunehmen. 😉

Zitat:

@manatee schrieb am 25. April 2019 um 10:01:07 Uhr:


[...]
Dabei ist es vollkommen absurd, dass der Spurhalteassi protestiert, dass eine durchgezogene Linie ohne Blinken überquert wird - während der Lenkassi aus unerfindlichen Gründen diesen Weg wählt. Vollkommen unplausibel, von Zusammenspiel der Systeme keine Spur.
[...]

Das habe ich mich auch schon gefragt, warum die beiden Systeme hier offenbar nicht zusammenarbeiten oder sich die Daten teilen...

Zitat:

[...]
Auch habe ich den Test gemacht, was passiert, wenn ich seine Aufforderung ignoriere, die Hände ans Lenkrad zu nehmen:
Er hält mitten auf der Autobahn an. Also nix mit "Standspur" (woher soll der auch wissen, was eine Standspur ist?)
[...]

Krass... da hatte ich auch der Anleitung und dem Video von MB vertraut. Ob das Auto eine Standspur erkennt ist mir dabei gar nicht sooo wichtig, aber möglichst weit rechts ran fahren und halten wäre schon gut. Hattest Du drei Spuren plus Standstreifen und bist in der mittleren Spur dann angehalten worden?

VG,
P.

Zitat:

@manatee schrieb am 25. April 2019 um 10:01:07 Uhr:


Auch habe ich den Test gemacht, was passiert, wenn ich seine Aufforderung ignoriere, die Hände ans Lenkrad zu nehmen:
Er hält mitten auf der Autobahn an. Also nix mit "Standspur" (woher soll der auch wissen, was eine Standspur ist?)

Damit verhält sich das Fahrzeug wie beschrieben.

Zitat:

Der aktive Nothalt-Assistent bremst das Fahrzeug in der eigenen Spur bis zum Stillstand ab, wenn er erkennt, dass der Fahrer während der Fahrt dauerhaft nicht mehr in das Fahrgeschehen eingreifen kann.

Quelle: ->

DRIVE PILOT bei der E-Klasse 2016

- Aktiver Nothalt-Assistent (ab 2:56 min)

Auch die BA verspricht nicht den Wechsel auf die Standspur.

-> Aktiver Nothalt-Assistent

Also: Alles realisiert, wie spezifiziert!

Lustig, hatte ich echt anders in Erinnerung und mich genau auf Dein Video, @termi0815, bezogen 😉
Ist ja auch schon 3 Jahre her, dass ich mir das angesehen habe 😉

Die Erwartungshaltung ist wohl sehr unterschiedlich oder vieleicht habt ihr teilweise Defekte am Auto. Man sollte bedenken, dass es nur ein Assistent ist, von autonomem Fahren ist keien Rede.

Ich bin diesen Monat 1800 Km nach Spanien gefahren und wieder zurück . Auf der Autobahn permanent mit aktiviertem Assistenten, meistens bei ca 150km/h.

Das System hat als Unterstützung absolut perfekt funktioniert. Sogar autonomes Überholen nur mit Blinkerhebel funktioniert prima. Temporäre Linien in Baustellenbereichen hat er erkannt und korrekt manövriert. Nur bei engeren Kurven muss man eingreifen, grössere Lenkradien macht er nicht mit. In Staus kann man bedenkenlos, mit einem Auge auf der Strasse aber ohne Hand am Lenkrad Emails lesen.

Das System im GLC eines Kollegen kann da definitv nicht mithalten. Also scheint es beim E doch einen deutlichen Entwicklungssprung gegeben zu haben.

Sehr interessant zu lesen die Erfahrung mit dem "Drive Pilot", der übrigens so schon lange nicht mehr heißt, um u.a. Kunden nicht auf falsche Gedanken zu bringen. Wenn man sich allerdings mit einem System auseinandersetzt und es drei Wochen auf Herz und Nieren testet, dann sollte man sich im Vorfeld auch zu 100% mit den Funktionen vertraut machen und vom Auto nichts verlangen, was ihm gar nicht "beigebracht" wurde, zum Beispiel das Ansteuern der Standspur.

Natürlich ist das System nur so gut, wie es programmiert wurde bzw. wie es die Hardware hergibt und natürlich ist es Mist, dass der Spurhalte- und Lenkassistent mit einem einfachen orangenen Lenkrad aussteigt, da wünschte ich mir als Fahrer auch defintiv ein akustisches Signal, so wie es ja teilweise auch ertönt, wenn andere Assistenten auf Störung schalten etc.

Es hat auch nichts mit Mercedes-Brille zu tun, wenn andere 213/238-Fahrer sagen, ich inklusive, dass das System zuverlässig funktioniert. Mein C238 pendelt nicht hin und her wie eine Kugel im Flipper und die E-Klasse muss sich, die identischen Funktionen verglichen, NICHT hinter anderen Hersteller verstecken!
Und sorry, der Vergleich mit dem oben genannten Tesla-Video ist doch totaler Mummpitz - wie kann man bitte ein autonomes Auto, mit der E-Klasse, die entwicklungstechnisch aus 2014/2015 kommt, vergleichen? Mit der Mopf werden wir kommendes Jahr das nächste Level erleben.

Am Ende bleibt bei mir nur die Frage, wieso man so viel Lebenszeit - Test, Forenbeitrag - aufwendet, wenn einem das System doch eh "wumpe" ist und diese Haltung auch in jeder Zeile zu lesen ist. Objektiv ist anders und wie war das noch gleich mit der Brille?!

Das krasse ist ja, dass die neue A-Klasse schon wieder mehr kann als die E-Klasse. Z.B. engere Kurvenradien etc.
https://www.youtube.com/watch?v=_mKGpJzzsmo
Die neue S-Klasse wird wieder Maßstäbe setzen und die E-Klasse Mopf natürlich auch wieder.

Zitat:

@A5-Fan schrieb am 25. April 2019 um 16:41:30 Uhr:



Natürlich ist das System nur so gut, wie es programmiert wurde bzw. wie es die Hardware hergibt und natürlich ist es Mist, dass der Spurhalte- und Lenkassistent mit einem einfachen orangenen Lenkrad aussteigt, da wünschte ich mir als Fahrer auch defintiv ein akustisches Signal, so wie es ja teilweise auch ertönt, wenn andere Assistenten auf Störung schalten etc.

Ob ich an dieser Stelle wirklich ein akustisches Signal gut finden würde? Wohl eher nicht weil es mir höchstwahrscheinlich nach kurzer Zeit tierisch auf den Senkel gehen würde wenn es immerzu akustische Hinweise deswegen geben würde.
Allerdings kann ich deine Haltung zu dem Thema gut verstehen.

Mercedes hätte da meiner Ansicht nach den Kunden selbst entscheiden lassen sollen.
Einfach ein entsprechendes Menü integrieren, so etwas wie: "Akustische Warnung bei ausschalten des Lenkassistenten"

Oder vielleicht hätte man auch dieses "Klopfen" am Lenkrad nehmen können.

Zitat:

@manatee schrieb am 25. Apr. 2019 um 10:1:07 Uhr:


Dabei ist es vollkommen absurd, dass der Spurhalteassi protestiert, dass eine durchgezogene Linie ohne Blinken überquert wird - während der Lenkassi aus unerfindlichen Gründen diesen Weg wählt. Vollkommen unplausibel, von Zusammenspiel der Systeme keine Spur.

Das Verhalten ist nicht absurd sondern absolut richtig, der Spurhalte-Assistent ist ein Sicherheitsfeature während der Lenkassistent eine Komfortfeature ist. Das Verlassen der Spur ohne Blinken ist ein Fehlverhalten welches vom Sicherheitsassistent korrigiert wird.

Gruß -Testdriver-

Ich denke, dass das Absurde daran ist, dass das Auto die Linie ja wahrnimmt/wahrnehmen kann, aber trotzdem bewusst drüber fährt.

Da muss der Daimler aber noch daran arbeiten.
Ich fuhr mal in einen Stau und vor mir schon sich einer von links, plötzlich zackig nach rechts. Ich hatte etwa 60 drauf, während der einfädelnde aus dem Stand reinschoss auf meine Fahrspur.
Um eine Kollision zu vermeiden, zog ich ohne blinken auf den standstreifen.

Das passte meinem Wagen nicht und er wollte mich mit starkem bremsen wieder zurück im die Spur drücken. Nur durch beherztes lenken gegen den Willen des Wagens, könnte eine Kollision vermieden werden.

In dem Moment als er mich schlagartig nach links „werfen“ wollte, bremste er zudem stark, was die guttstraffer an allen sitzen auslöste.
Der Schock saß tief, denn das Verhalten des Wagens hätte eine Kollision verursacht denke ich.

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