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Fahrradfahrer Vorfahrt genommen ... ANZEIGE !?!?!

Audi A3 8VS Limousine/Cabrio
Themenstarteram 19. Mai 2020 um 15:25

Hallo liebe Community,

Ich hatte heute morgen eine etwas unangenehme Situation. Ich war auf dem Weg zur Schule um meine EnglischLK Klausur zu schreiben.

Auf dem kurz vor der Schule fuhr ich in eine 30er Zone rein. ( Ich fuhr laut Tacho 33 km/h ) Vor mir fuhr ein Radfahrer mit einem E-Bike zurecht auf der Straße, dieser fuhr allerdings nach rechts auf den Radweg als er merkte das jemand hinter ihm fuhr. Ich überholte ich daraufhin mit großem Abstand und laut Tacho 33 km/h als ich etwas später nach rechts abbiegen wollte guckte ich logischer Weise in meinem Spiegel machte Schulterblick und alles. Ich konnte dementsprechend sehen, dass der Radfahrer relativ weit weg war. In meinen Gedanken versunken fuhr ich also in die Straße rechts rein. Nachdem ich ca 1 min später an meiner Schule geparkt hatte sah ich schon wie der Radfahrer kam und ein Bild von meinem Auto und mir machte. Als ich ihn dann fragt was los ist erklärte er mir er habe ein Bremsen müssen um nicht in mein Auto zu fahren. ( er sagte auch er habe keine Vollbremsung gemacht sondern lediglich ein bisschen gebremst ) Desweiter sagte er, dass wir Autofahrer wohl die Geschwindigkeit von E-Bikes immens unterschätzen würden und das ich viel zu schnell unterwegs gewesen sei. Ich versucht ihm dann zu erklären, dass ich lediglich 3 km/h über der vorgegebenen Geschwindigkeit gewesen sei und das ich wahrscheinlich wirklich unterschätzt habe wie schnell sein Fahrrad doch war. Desweitern versicherte ich mich , dass es ihm gut geht und entschuldigte mich für mein Fehlverhalten. ( erklärte nochmal, dass ich die Situation anders wahrgenommen habe da ich logischerweise dachte es wäre deutlich genug Platz gewesen ) Er ist dann weggefahren nachdem er erneut ein Foto von meinem Kennzeichen machte und sagte:" Mal sehen was die Polizei davon hält". Jetzt meine Fragen :

Muss ich mit einer Anzeige rechnen?

Muss ich mit einer Verlängerung meiner Probzeit rechnen? ( habe seit 1 Jahr den Führerschein)

Wenn es eine Anzeige gibt, was wäre die Konsequenz für mich ?

 

P.S. an alle Radfahrer hier ich habe mich mehrmals entschuldigt und versichert ob es ihm gut geht und nein eine Anzeige ist nicht meine einzige Sorge ich muss die ganze Zeit daran denken was hätte passieren können wenn der Radfahrer mein Auto getroffen hätte UND ich habe ein extrem schlechtes Gewissen !!!

 

Vielen Dank für die Antworten im vorhinein

Alex

Beste Antwort im Thema

Zur Not steht Aussage gegen Aussage, wenn keiner zeugen hat und dann passiert eh nichts.

Sagste halt du hast geguckt und er war weit genug weg. Du hast ihn nicht ausgebremst.

 

Wenn ich jeden anzeigen würde, wenn ich Mal leicht bremsen muss, dann würde ich garnicht mehr nachkommen mit anzeigen. Egal ob auf dem Rad oder mit dem Auto.

 

Vielleicht sollte gerade er mit seinem E-Bike auch etwas darauf achten, dass andere Verkehrsteilnehmer seine Geschwindigkeit falsch einschätzen könnten. Wenn es Mal richtig knallt, hat er auch nichts mehr von seinem Recht.

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Zitat:

@puls130 schrieb am 20. Mai 2020 um 07:10:13 Uhr:

Wie schnell dürfen E-Bikes nochmal fahren, bzw. wo hört deren motorische Unterstützung auf? Ist doch 25 km/h, oder etwa nicht.

Somit, alleine schon der Hinweis des Radfahrers bezüglich Unterschätzung "wie schnell E-Bikes sind", hätte mich hellhörig werden lassen und mich mal nachfragen lassen ob sein Bike technisch im zulässigen Bereich wäre und keine Manipulation gegeben wäre :). Da wäre er wahrscheinlich dann schon etwas ruhiger geworden. Wenn Du, wie Du schreibst, 33 km/h gefahren bist, sollte dann ja eigentlich weniger wahrscheinlich eine solche Konfrontation/Behinderung entstanden sein, wenn Du nicht unmittelbar nach dem Überholvorgang vor ihm rechts abgebogen bist.

Jeder der Fahrrad fährt ist sich vermutlich auch der Realität bewußt das er seine Haut zu Markte trägt, wenn er ohne Hirn im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs ist. Dazu gehört eben auch das man mit "Fehlverhalten" oder auch leichten Beeinträchtigungen durch andere Verkehrsteilnehmer rechnen muss. Nur so komme auch ich selbst mit dem Rad entspannt durch den Straßenverkehr.

Hakt die Sache ab, da bist Du wohl einem kleinen Wichtigtuer, oder einer Person deren Synapsen noch nicht richtig verkabelt sind, begegnet. Selbst wenn er leicht bremsen musste, das ist im Verkehrsgeschehen ein normaler Vorgang, der auch dann legitim und nicht ungewöhnlich ist, wenn man eigentlich Vorfahrt hat.

Hallo,

mit jedem Fahrrad (auch Pedelecs) darf man so schnell fahren, was die Pedale hergeben, bzw. hier in der 30er-Zone nur 30 km/h.

Eine Ausnahme stellen nur E-Bikes dar, die ja rechtlich wie ein Mofa gehandelt werden. Hier ist die Höchstgeschwindigkeit auf 45 km/h beschränkt.

Laut der Beschreibung des TE ist der Radler ja E-Bike und nicht Pedelec gefahren.

 

Grüße,

diezge

Zitat:

@pivili schrieb am 19. Mai 2020 um 23:09:12 Uhr:

Vergiss es einfach. Er kann nichts nachweisen und du hast nicht wirklich was Großartiges falsch gemacht.

Wenn ich jeden Fotografieren würde, wegen dem ich mal (auch durchaus voll) bremsen musste....

Das gehört einfach dazu im Verkehr, das man aufeinander aufpasst und nicht auf seinem Recht besteht.

Gerade die Corona Zeit hat viele Zeitgenossen zu selbst ernannten Hilfssherriffs gemacht, die brauchen dann eine Betsätigung für das eigene Ego. Wenn jeder gleich zur Polizei rennen würde, haben die dann nix anderes mehr zu tun, als wie Anzeigen von empörten Bürgern aufzunehmen und diesen erstmal nach zu gehen. Selbst, wenn was kommen sollte, der Staatsanwalt, der dann als letzter die Akte sich nochmal durchlesen muss, hat oft schon Lachkrämpfe vom Durchlesen. Wie sagt man da, solange wie keine öffentlichen Interressen im Spiel sind, wird die Akte geschlossen. Mit einer gewissen Einspruchsfrist des dann erfolglosen Hilfssherriffs.

Ein Tip an den TE, es empfielt sich immer, eine Rechtsschutzversicherung für solche Fälle zuhaben, es sei denn, man bekommt, heißt das "vorsetzlichen", Vorwurf vorgeworfen. Da weisen die Versicherungen grundsätzlich ab.

Themenstarteram 20. Mai 2020 um 8:04

Okay vielen Dank für den Tipp !

Ja, Verkekehrsrechtschutz ist super wichtig und kostet auch nicht die Welt. Kann die von den "gelben Engeln" sehr empfehlen. Ist auch ohne Selbstbeteiligung. Da fährt es sich gleich viel entspannter. ;)

Zitat:

@13inch schrieb am 20. Mai 2020 um 07:00:24 Uhr:

Zitat:

@Diedicke1300 schrieb am 20. Mai 2020 um 06:02:31 Uhr:

Eine Anzeige wird es nicht geben, warum auch, ist ja nix passiert.

Der Radfahrer brauchte halt nur ein Ventil für das täglich erlebte, Frust ablassen, da er bestimmt oft von den Autofahrern nicht regelgerecht behandelt wird.

Bei dem fast schon rüpelhaften und aufdringlichen Verhalten des Radlers auch kein Wunder. Bin selber früher sehr viel Rad gefahren, da bremst man halt oder weicht kurz auf den Randstein aus und fertig. Da denk ich nichtmal über so ne Aktion nach. Ist halt so, wäre mir die Zeit und meine Laune zu schade um mich mit sowas auseinander zu setzen.

@TE halte uns bitte auf dem laufenden. Denke aber da kommt nichts. Dem hätte ich wie der Vorredner neben dem Einlauf auch noch die Polizei gerufen weil er Fotos von dir macht. Die Lektion hätte er verdient.

Auch ne Klasse Einstellung, wird dir die Vorfahrt genommen bleibst du cool, macht einer ein Foto von dir, was absolut legal ist, willst du die Polizei holen.

Verstehe einer die Menschen !

Ist nicht legal. Das Recht am eigenen Bild ist ne andere Geschichte. Und es kommt auch drauf an, wer das Bild macht und aus welchem Grund. Ich bin kein Jurist aber es gab schon Urteile dazu. Wenn jemand ankommt, sich vor Dich stellt und Dich vorsätzlich und ohne Deine Erlaubnis ablichtet, ist das nicht erlaubt.

Ein Foto mit einem parkenden Auto. Welche Beweiskraft hat das? Da könnte ja jeder kommen...

 

Davon ab hat der Fahrradfahrer sich nicht angemessen verhalten - Autofahrer können die Geschwindigkeit von Radlern heute oftmals nicht mehr korrekt einschätzen, weil viele mit ihren Hilfsrollatoren mit E-Motor deutlich schneller sind als es die eigene Physis eigentlich hergeben würde. Woher soll ich als Autofahrer also ahnen, das Opa plötzlich mit 30 kmh angeschossen kommt? Das ist schlichtweg nicht vorhersehbar und da verschiebt sich m.M.n. auch ein stückweit die Verantwortung in Richtung des Fahrradfahrers. Nur er weiß wie schnell er sein kann und muss eine entsprechende Verhaltensweise anwenden. Denn selbst wenn er im Recht ist/wäre - was bringt das wenn ich am Ende auf oder unter dem Auto liege? Von den ganzen Verkehrverstößen die ich täglich von Radfahrern beobachte (deutlich mehr als von Autofahrern) mal ganz zu schweigen.

Zitat:

@Hoaschter schrieb am 19. Mai 2020 um 15:49:55 Uhr:

Zur Not steht Aussage gegen Aussage, wenn keiner zeugen hat und dann passiert eh nichts.

Der Unfug ist wohl nicht auszurotten. Es gibt kein "Aussage gegen Aussage". Wenn es zwei Aussagen gibt, dann haben wir einen Zeugen, der zur Wahrheit verpflichtet ist und auch gar keinen Grund hat, zu lügen, und einen Betroffenen, der jedes Interesse hat zu lügen und das auch darf. Im Zweifel wird sich ein Richter ein Bild von der Glaubwürdigkeit der Aussagen machen.

@R2_D2

Zitat:

@R2_D2 schrieb am 20. Mai 2020 um 09:17:18 Uhr:

Ist nicht legal. Das Recht am eigenen Bild ist ne andere Geschichte. Und es kommt auch drauf an, wer das Bild macht und aus welchem Grund. Ich bin kein Jurist ...

Das ist kein Problem.

Zitat:

...aber es gab schon Urteile dazu. Wenn jemand ankommt, sich vor Dich stellt und Dich vorsätzlich und ohne Deine Erlaubnis ablichtet, ist das nicht erlaubt.

Kannst du diese Urteile verlinken? (Quelle)

Danke.

Zitat:

@R2_D2 schrieb am 20. Mai 2020 um 09:17:18 Uhr:

Ist nicht legal. Das Recht am eigenen Bild ist ne andere Geschichte. Und es kommt auch drauf an, wer das Bild macht und aus welchem Grund. Ich bin kein Jurist aber es gab schon Urteile dazu. Wenn jemand ankommt, sich vor Dich stellt und Dich vorsätzlich und ohne Deine Erlaubnis ablichtet, ist das nicht erlaubt.

Naja, ich glaube auch nicht ganz richtig. Ich darf nicht gezielt andere Menschen ohne deren Einwilligung fotografieren, um sie mir an die Wand zu nageln, jedenfalls nicht wenn sie kein „Beiwerk“ des Bildes sind.

Im Falle der Beweissicherung bzw. zur Feststellung der Persönlichkeit, dürfte es schwer werden eine Sanktion gegen den Fotografen auszusprechen wenn er gezielt eine Person ablichtet die bekundet das sie dies nicht möchte.

"Wann ist das Fotografieren verboten?

Verboten ist das Fotografieren von Personen hingegen dann, wenn die Person sich im Moment des Ablichtens in einer Situation befindet, welche Sie in ihrer Menschenwürde verletzen könnte. Ebenso nicht erlaubt sind Fotoaufnahmen, die gemäß § 201a StGB die Intimsphäre der abgelichteten Person stören könnten. Zudem wäre eine Fotoaufnahme einer Person unzulässig, bei der bereits vorab ersichtlich ist, dass die Person die Einwilligung für ein Foto und dessen Veröffentlichung nicht gestatten würde."

https://www.rechtsanwalt.com/.../

Das Problem ist, dass wenn der Radfahrer den Verstoß eindeutig beweisen kann, das Foto zulässig wäre.

Da dies im vorliegenden Fall aber eher nicht der Fall sein dürfte, war das Bild illegal.

@20vw10

Zitat:

@20vw10 schrieb am 20. Mai 2020 um 09:22:21 Uhr:

...Woher soll ich als Autofahrer also ahnen, das Opa plötzlich mit 30 kmh angeschossen kommt? Das ist schlichtweg nicht vorhersehbar...

Gibt es immer noch Leute, die nicht mit bekommen haben, dass Opa statt mit ca. 15km/h jetzt mit ca. 20 -25km/h unterwegs ist. Wo hast du die letzten Jahre gewohnt oder verschlafen?

https://www.heise.de/.../...E-Bikes-boomen-in-Deutschland-3654989.html

Nicht vorhersehbar...????:confused:

Zitat:

...und da verschiebt sich m.M.n. auch ein stückweit die Verantwortung in Richtung des Fahrradfahrers. ...

Eine/deine Meinung.

Spielt aber letztlich für die Straf- u. Haftungsrechtliche Bewertung keine Rolle.

Zitat:

@R2_D2 schrieb am 20. Mai 2020 um 09:37:02 Uhr:

"Wann ist das Fotografieren verboten?

Verboten ist das Fotografieren von Personen hingegen dann, wenn die Person sich im Moment des Ablichtens in einer Situation befindet, welche Sie in ihrer Menschenwürde verletzen könnte. Ebenso nicht erlaubt sind Fotoaufnahmen, die gemäß § 201a StGB die Intimsphäre der abgelichteten Person stören könnten. Zudem wäre eine Fotoaufnahme einer Person unzulässig, bei der bereits vorab ersichtlich ist, dass die Person die Einwilligung für ein Foto und dessen Veröffentlichung nicht gestatten würde."

https://www.rechtsanwalt.com/.../

Fällt dir ein Unterschied zwischen:

Fotografieren einerseits und Fotografieren + Veröffentlichen andererseits

...auf?

Ich hoffe, jetzt ist es verständlich.

Zitat:

@R2_D2 schrieb am 20. Mai 2020 um 09:37:02 Uhr:

"Wann ist das Fotografieren verboten?

Verboten ist das Fotografieren von Personen hingegen dann, wenn die Person sich im Moment des Ablichtens in einer Situation befindet, welche Sie in ihrer Menschenwürde verletzen könnte. Ebenso nicht erlaubt sind Fotoaufnahmen, die gemäß § 201a StGB die Intimsphäre der abgelichteten Person stören könnten. Zudem wäre eine Fotoaufnahme einer Person unzulässig, bei der bereits vorab ersichtlich ist, dass die Person die Einwilligung für ein Foto und dessen Veröffentlichung nicht gestatten würde."

https://www.rechtsanwalt.com/.../

Sage ich ja, aber kein Mensch wird dir ans Bein pissen wollen, wenn du einen Ladendieb fotografierst, der will das nicht, der will auch nicht das du das Foto an den Ladendetektiv weiter gibst.

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