Eco Pro vs Comfort
Hallo Gemeinde,
eine kurze Frage.
Fahre seit 1 Jahr einen G31 Touring.
Ich bin eher der bewusste Fahrer und fahre somit viel im EcoPro Modus, hab mich auch an das Ansprechverhalten und Segeln so gewöhnt, dass der Wechsel in Comfort immer richtig bemerkbar ist 😁
Jetzt zur Frage: war heut bei der Inspektion und fragte nur, ob man EcoPro als Standard einstellen kann (damit ich nicht jedesmal die Taste drücken muss), dann kam folgende Aussage vom Freundlichen:
- bitte fahren Sie nicht im EcoPro
- nur Comfort oder Sport
- sonst hat der Motor weniger Leistung, kommt nicht auf Drehzahlen, verbrennt schlecht, -> Motorlebensdauer schwindet.
- Gleichzeitig geht Heizung und Klima sehr herabgesetzt im EcoPro.
- Spritverbrauch im Comfort/Sport Modus gleich wie im EcoMode.
Meine Ansicht:
BMW installiert doch keinen EcoMode wenn er schädlich für den Motor ist?
Wenn ich EcoPro Indiv. so konfiguriere, dass Klima volle Leistung hat, läuft die dann trotzdem noch auf Sparflamme?
Danke für eure Meinung 🙂
97 Antworten
Ich widerspreche Dir nicht, wenn Du bremsen (also nicht zu bremsen) als eines der wichtigsten Kriterien beim Sprit sparen bezeichnest. Und mit schleichen meine ich, so wenig wie möglich zu bremsen und das Auto so oft wie möglich laufen zu lassen. Aber der eine kann es gut und der andere wohl deutlich besser.
Zitat:
@KaiMüller schrieb am 16. April 2024 um 21:07:36 Uhr:
Ich kanns nur wiederholen:
Wirklich niedriger Verbrauch kommt nicht wenn man schleicht, segelt oder sonstwie schnell oder langsam beschleunigt und fährt.
Damit gehts nur an einen bestimmten Punkt. Egal ob in Eco oder Comfort.
Darüber hinaus geht der Verbrauch nur runter, wenn man nicht bremst.
Entweder weil man sich entsprechenden Stil angeeignet hat oder weil Verkehr und Strecke das zufällig ermöglichen.
Also sich einfach fragen: hat man gebremst, obwohl man nicht zum vollständigen Stillstand kommen musste? (Z.B. plötzlich Ampel rot)
Wenn ja, gehts noch sparsamer.Auf der AB (wenn man nicht im Stau zum stehen kommt) muss man überhaupt nie nicht bremsen mit der richtigen Vorausschau. 😉
PS: bei den 4,9l die ich gepostet habe, habe ich auf den gesamten 118km nur zwei mal gebremst. Einmal kurz nach dem Start an der Schranke vom Gelände runter und einmal ganz zum Schluss als ich in meine Garage gefahren bin (hatte Glück und die Ampel an der Autobahnausfahrt war grün, sonst wärs ggf. drei Mal gewesen). Ansonsten das Bremspedal nicht berührt. Ausgerollt, runtergeschaltet/Motorbremse und halt die Kurven zügig genommen (es gibt immernoch Menschen, die meinen, man müsste für Kreisverkehre bremsen. Ein Kreisverkehr ist kein Stopschild und wozu hab ich ein sauteures Fahrwerk wenn nicht um da mit 70 durch zu fahren 😁. Schon wieder Sprit gespart, weil ich hinterher nicht beschleunigen muss.)
Bin 100% dabei mit dieser Einschätzung.
Also vorausschauend fahren ist das Gebot der Stunde, Fuss vom Gas wenn irgendwer am Horizont auftaucht und ausrollen lassen statt bremsen, mässig beschleunigen beim losfahren.
Exakt und sowas von exakt genauso bin ich gefahren in Eco Pro und auf 6,6 Liter je 100 km gekommen (der reine Streckenteil Autobahn lag bei 6,3 Liter, ging dann aber bei geringem Anteil Landstrasse, übrigens auch ohne Bremsen im Kreisel, und im Dorf auf erwähnte 6,6 hoch).
Mit etwas weniger konsequenter Fahrweise auf diese Weise lande ich bei 7,3 stabil sowohl in Comfort als auch Sport Plus. Modell 2019.
Wenn dem so ist, dann ist was kaputt.
Weil wie man sieht, müsste es deutlich weniger sein.
Unter 6 sollte kein Problem sein, mit der Fahrweise.
Wie hoch lässt Du den Motor drehen, wenn Du ihn zum Bremsen einsetzt?
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Was das Getriebe zulässt. Ich kann z.B. bei höchstens ca. 72 (Tachoanzeige) in den 2.Gang runterschalten.
Da dreht er dann ca. 5000/min. Aber nicht lange.
Und ohne Last ist das sowieso halb so wild.
Er verzögert da allerdings schon ordentlich, ist also der Grenzfall.
(Wenn das erforderlich wäre, hat man eigtl. eh schon gepennt oder ist überrascht worden. Immer noch besser als bremsen, weil volle Schubumkehr. Also Verbrauch = 0.)
Das Auto ist Vor-LCI, hat das was damit zu tun? Immerhin beschreibt @Wilhelm41 ähnliches.
Ich versuche überhaupt nicht zu bremsen, also ausrollen zu lassen. Und wenn doch gebremst werden muss, dann schon mit der Fussbremse, was ist da der Unterschied bei einem reinen Diesel? Also nur das reine Motordrehen sollte ja keine 1,5 Liter ausmachen.
Das Schalten überlasse ich dem Automatikgetriebe, wie gesagt, mit sanfter Anfahrweise.
Aber irgendwie sollte es doch der Beschreibung nach dann zumindest irgendwo zwischen 4,9 und 6,6 liegen, Sechszylinder sind ja beide, denke ich.
Zitat:
@Chicago124 schrieb am 17. April 2024 um 13:20:39 Uhr:
Aber irgendwie sollte es doch der Beschreibung nach dann zumindest irgendwo zwischen 4,9 und 6,6 liegen,
Grundsätzlich ja, mit vielen, vielen Variablen.
Ohne auf dem Beifahrersitz gesessen zu haben kann ich da jetzt aber auch keine weiterführenden Aussagen abgeben.
Zitat:
@Chicago124 schrieb am 17. April 2024 um 13:20:39 Uhr:
Und wenn doch gebremst werden muss, dann schon mit der Fussbremse,Das Schalten überlasse ich dem Automatikgetriebe, wie gesagt, mit sanfter Anfahrweise.
Das hat auf jeden Fall Auswirkungen.
Wie groß die wären, ist Kaffeesatz.
Ihr vergesst glaube ich etwas die Streckenlänge. Ich hatte noch nie ein Auto das so einen gravierenden Unterschied beim Verbrauch hatte wenn man "kurze" Strecken gefahren ist. Und "kurz" ist durchaus bis 20km, was sich eben auch noch auswirkt wenn ich den Verbrauch mit 50km gefahren anschaue.
Um wirklich auf einen Traumverbrauch zu kommen muss ich schon an die 100km fahren um den hohen Verbrauch nach dem Start aus der Statistik zu bekommen.
Naja...da geht er bei mir noch runter. Meine Arbeitsstrecke ist 75km, in Comfort geht mir der Verbrauch noch auf den letzten 10km Autobahn nochmal um 0.2l runter wenn ich gemütlich mit 135km/h fahre. Dann folgt die Landstraße mit Dörfern für 10km und da geht es nochmal runter, wobei man da den Effekt natürlich nicht so gut quantifizieren kann wegen der anderen Geschwindigkeit.
Ich habe heute mal versucht nicht zu bremsen und gezielt die Motorbremse eingesetzt. Auf einer Strecke von gut 150 km mit Anhänger ( ca. 400 kg, Max. 108 km/h auf der BAB) habe ich jetzt einen Verbrauch von 5,8 l. Wenn ich für den Anhänger 0,3 l Mehrverbrauch ansetze, dann bin ich also bei 5,5 l. Immerhin weniger als vorher.
Zitat:
@basti313 schrieb am 17. April 2024 um 13:48:02 Uhr:
an die 100km fahren um den hohen Verbrauch nach dem Start aus der Statistik zu bekommen.
Stimmt.
Ich würde auch sagen, alles unter 100km ist vom (Kalt-)Start verzerrt.
Heißt ja nicht umsonst Liter/100km. 😉
Zitat:
@Chicago124 schrieb am 17. April 2024 um 13:53:10 Uhr:
Streckenlänge einfach 50km, das sollte schon reichen für guten Verbrauch.
Ne, ist bissl wenig. Geht bei mir noch als "Kurzstrecke" durch.
Jedenfalls nicht unbedingt artgerechte Haltung fürn großen Diesel, m.M.n.
Zitat:
@Wilhelm41 schrieb am 17. April 2024 um 14:01:29 Uhr:
Ich habe heute mal versucht nicht zu bremsen und gezielt die Motorbremse eingesetzt. [...] einen Verbrauch von 5,8 l.
Na, das klingt doch schon eher nach was.
Eco oder nicht?
Auch bei Kurzstrecke (bei mir 30km einfache Strecke / Landstraße) läßt sich ein 530d problemlos unter 6 Litern / 100km fahren und man kann 1200 km Reichweite erzielen. Der errechnete Verbrauch war sogar noch 0,4 L weniger als angezeigt (also 5,6 L/100 km)
Alles im Comfort Modus und fast komplett ohne Tempomat. Und mit viel Aufmerksamkeit und Ehrgeiz zum Sparen gefahren.:-)