e-tron: Eindrücke, Erfahrungen und Probefahrten
Einige von euch konnten durch die „Escape-Room“ Aktion das Fahrzeug schon kennenlernen.
Wie sind eure Eindrücke?
Bilder sind ausdrücklich erwünscht!
Beste Antwort im Thema
Mit dem Etron 55 durch den Balkan nach Griechenland, 2300 km
Übernommen habe ich mein Fahrzeug am 25.März und am 28.April sollte die Reise beginnen.
In diesen ersten 4 Wochen habe ich 3 Mal kleinere Ausflüge gemacht, um das Auto und das Laden kennenzulernen.
Probleme gab es in dieser Zeit nur insofern, als sich der Stecker 2 Mal nur über die Notentriegelung lösen ließ.
Ein weiteres Mal ließ sich der Stecker erst garnicht einführen, weil sich das Plastikteil, welches den Stecker während des Ladens verriegelt, nach vornr geschoben hatte, und dadurch den Stecker blockierte.
Diese Problem ist bei Audi allerdings seit Ende Februar bekann, und man sucht nach einer Lösung.
1. Vorstellung des Fahrzeugs: etron 55, Edition One,bei Übernahme 17 km alt, praktisch ohne Einführung übernommen,
da ich mehr vom Fahrzeug wusste als mein Händler.
Änderungen, die ich am Fahrzeug vornehmen ließ: Die 21-Zoll Reifen wurden ersetzt durch 19-Zoll Winterreifen.
Da ich die Sommerreifen nur bis zum Reifenhändler fuhr, kann ich keine Aussagen machen, inwiefern sich der Ver-
brauch änderte.
2. Vorstellung des Fahrers und des Beifahrers: Ich habe das Auto blind bestellt und musste zur Edition One greifen, weil
ich vor dem 28 April keinen Etron 55 bekommen hätte.
Ich bin kein Beschleunigungsfetischist und auch der Verbrauch ist mir relativ gleichgültig, obwohl im weitern Bericht
doch sehr viel zum Verbrauch und zum Auto selbst zu sagen ist.
Die Beifahrerin: Meine Ehefrau, die sich gottergeben auf dieses Abenteuer mit mir einließ.
Es sollte sich jedoch bald herausstellen, daß sie zur wichtigsten Person wurde, da sie mit einem Smartphone um-
gehen kann, und ohne solch ein Gerät ist solch eine Reise praktisch unmöglich.
3, Vorarbeiten:
a Ladekarten
New Motion
Telekom
Plugsurfing
Audikarte
Chargemap
New Motion wurde von mir bewusst an die erste Stelle gesetzt, weil sie mir am meisten Freude bereitete.
Wenn ich sie einsetzte, hat sie funktioniert, zumindest in Deutschland und in Österreich.
Fazit zu den Ladekarten: Hätte ich nur diese eine dabeigehabt,wäre ich genausoweit gekommen, nämlich bis an die
Grenze zwischen Österreich und Ungarn, da war dann nämlich Schluß mit Lustig.
4. Apps: Von jeder Ladekarte die entsprechende App dazu und noch einige andere mehr. Hätte ich mir aber alles
schenken können, denn nur eine einzige App, nämlich Plugshare, hat uns nie im Stich gelassen und wusste immer
noch eine Ladestelle, die man anfahren konnte.
5. Der Reiseweg: Es gab 3 Möglichkeiten
a Ancona und die Fähre nach Griechenland
Diese Strecke wurde gestrichen, weil in Italien die Schnellladesäulen dünn gesät sind.
b Über Serbien und Mazedonien
Diese Strecke wurde auch gestrichen. Zwar gibt es in Serbien 3 Schnellladestellen (50), aberich konnte nicht
herausbekommen wie sie freigeschaltet werden.
c Es blieb also nur eine Strecke übrig: Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
Bevorzugt wurde diese Strecke auch, weil es in Informationen immer wieder hieß, daß man dort bei Kaufland
und Lidl laden könnte.
6. Der Streckenverlauf also: Startpunkt war Weinsberg, dann in Richtung Nürnberg, weiter über Passau, Wien,
Budapest,Timisoara, Sofia.
Endpunkt: Thessalien/Volos/Afissos
Länge: 2300 km
7. Abrp (Abetterrouteplanner)
Vorbereitet hatte ich mich mit diesem Programm, da es mir am Genauesten die einzelnen Ladestellen bis zum Ende
angab. Sauber aufgelistet wurden weiterhin Ladezeit Verbrauch (wahrscheinlich), usw.
Garnichts anfangen konnte ich mit meiner Audinavigation. Die Strecke wurde mir zwar angezeigt, hörte dann aber
in Ungarn auf. In Deutschland wurden mir wahllos viele Stationen angezeigt, in Ungarn nichts mehr.
8. Fahrt
Abfahrt in Weinsberg am 28.April 2019, 14.00 Uhr, Wetter: sonnig, 18 Grad
1. Station: Berg in der Oberpfalz (Vorschlag abrp)
182 km, Tempomat 130, Verbrauch 24,9, Ionitysäule, Standdauer ca, 20 Min, New Motion.
2,Station. Sankt VAlentin in Österreich
Abrp hatte zwar Straubing als nächstes Ziel angegeben, weil das Auto aber so wenig verbrauchte,
wagte ich es die 305 km Nach Sankt Valentin.
305 km, Tempomat 110, Verbrauch 22,1, 4 Ionitysäulen alleine für mich, während alle 8 Teslasäulen belegt
waren.
Mein Audi macht seltsame Dinge. Bei Tempomat 110 fährt er solange ruhig,bis ein schnelleres Auto
an uns vorbeifahren will. Dann aber, wie von einer Tarantel gestochen,beschleunigt es ohne mein
Zutun auf 130. Dann beruhigt es sich wieder,
3.Station Göttelsbrunn
250 km, kein Tempomat, da Wien, Verbrauch 21,9, wieder funktioniert New Motion und das jeweils für
5.86 Euro.
4.Station Abrp schlägt Budapest vor, da man mir aber vorher gesagt hatte,daß die dortigen Taxifahrer die Säulen
blockieren, will ich ausweichen auf Szambek, etwa 20 km vor Budapest.
Dann setzt peitschender Regen ein, die Autobahn steht unter Wasser und mein Verbrauch geht hoch auf
28. Urplötzlich hört der Regen auf, mein Verbrauch sinkt und mich sticht der Hafer. Warum nicht
die 4.Station umgehen und auf Nr. 5 zusteuern, nämlich Kecskemet. Sind ja nur 310 km.
5.Staion Komme mit einer Restreichweite von 45 km an und finde vor dem Hotel Four Points Sheraton eine tolle
schnelle Säule vor. inzwischen ist es 3.30 Uhr.
Nachdem ich mich an der Rezeption angemeldet habe, bezahlt und meinen Pass abgeliefert habe, voller
Freude zurück zum Auto und zum Laden mit einer Freischaltkarte des Hotels. Als ich die Karte vorhalte,
entdecke ich ein Blatt Papier "Out of Order". 3 Stunden lang bleibt mir nur ein Stecker 2 übrig um mich
nach Station 6 zu schleppen, nämlich Szeged: Dort warten 3 Schnelllader auf mich.
6.Station. Szeged
Ankunft 7.30, Verbrauch auf der letzen Strecke 18,7, aber nur weil ich mein Auto "getragen" habe, zwischen
70 und 80km. Ich glaube nicht, daß man den etron mit weniger fahren kann, es sei denn bergab und dann
auch noch hinter einem Bus.
Die erste Säule, die wir ins Navi eingeben, erweist sich als freies Feld, das uns trotz mehrmaligem Anfahren
immer wieder als Ziel angegeben wird. Die Einheimischen wissen nichts.
Säulen Nr. 2 und 3 liegen mitten in der Stadt,teilweise muß man gegen den Verkehr anfahren, und
entpuppen sich als Metallkästen, die keinen Laut von sich geben, geschweige denn Strom. Ein Anruf bei der
Hotline bringt uns zu einem Anrufbeantworter und zum bekannten "Sprechen Sie..."
Hat hier jemand Gelder von Brüssel bekommen und leere Kästen hingesetzt?
meine Restreichweite reicht nicht bis Timisoara, wo das "Paradies" beginnt, weil es dort Kaufland und Lidl
gibt und das auch noch kostenlos. Aber wie dorthin kommen. War der etron ein Fehlkauf und ich hätte bei
meinem Q7 mit einer Reichweite von fast 1200 km bleiben sollen. Erste ernsthafte Zweifel
Aber wozu hat man eine Frau. Sie entdeckt eine Boschwerkstatt und dort schnorren wir in 3 Stunden
soviel Strom, daßß es reicht bis Timisoara. Mein allerherzlichster Dank an diese Werkstatt.
8.Station. Timisoara/Rumänien
Ankunft dort nach 24 Stunden ca. 14.00Uhr und sofort den ersten angegebenen Kaufland angefahren, es
ist zwar Ostermontag, aber die großen Kaufhäuser sind offen. Trotz mehrmaligem Umfahren des Park-
platzes ist kein Säule zu finden. Auch die Dame am Informationsschalter weiß von nichts. Plugshare
und meine Frau "mischen" sich wieder ein: ganz kurz um die Ecke sei eine Tritiumsäule und zwar eine
schnelle. Es ist wirklich nur um die Ecke und ein wahres Paradies: eine schnelle und 4!!! langsamere.
Angesteckt - und nichts rührt sich. Also an eine lagsame. Nach 3Stunden und einem Marsch durch
die Stadt -wirklich sehenswert -wieder zurück zum Auto, wo uns eine nette Rumänin anbietet, mi
ihrer Karte die Schnellladesäule freizuschalten. Diesmal reagiert die Säule und teilt uns mit,daß sie
kaputt sei. Die Rumänin sagt uns, daß es in 5 km Entfernung ein Lidlsäule gebe, natürlich schnell, aber
ich traue der Sache nicht und ziehe mich wieder zurück auf den Schnarcher. Um 18.00 habe ich zu 70%
voll, wir fahren weiter und da der angesprochene lidl an unserem Weg liegt, wollen wir schauen, ob es
ihn gibt. 5 km weiter stehen wir vor einem funktioneirenden!!! Triplecharger und laden auf auf 100%
auf.
9.Station😁robeda Turnu Severin/Eisernes Tor
Hier soll es vor einem Lokal an der Donau einen langsamen Lader geben, aber wir brauchen ihn, um bis
Sofia zu kommen. Inzwischen sind wir 26 Stunden unterwegs, keine Stunde Schlaf und es geht in die
Karpaten bei Nacht.
Ankunft um 21.00 Uhr vor dem Lokal.Verbrauch durch die Karpaten 25. Ermöglicht wird dieser Wert
auch durch eine unheimlich starke Rückgewinng an Strom wenn es aus dem Gebirge herausgeht.
Ansonsten schnurrt der Audi klaglos dahin bis auf ein paar Fehlermeldungen, die immer für Entsetzen
sorgen. Aber alles Lügen -ja der Audi lügt wie gedruckt - keine einzige Fehlermeldung hat gestimmt
und nach kurzer Zeit verschwanden alle wieder.
Und man mag es kaum glauben -fast am Ende der Welt - nicht nur eine,nein gleich 2 Säulen.
Einmal für Tesla und einmal den Rest der Welt, allerdings ohne chademo. Der Audi meint in 6 Stunden sei er
wieder voll. 21.00 Uhr plus 6 Stunden ergibt 3.00 morgens. Ich rufe im Hotel an, um uns anzumelden,
aber wir werden nicht akzeptiert, also die 2. Nacht im Auto.
Um 5.00 Uhr geht es weiter: 320 km nach Sofia ohne Zwischenladung. Auf zum nächsten Kaufland.
Inzwischen scheint das Auto gelernt zu haben, daß wir in einer Gegend sind, wo der Strom rar ist, das
Navi sucht die seltsamste Strecke, aber es sind immer die kürzesten.
Ankunft in Sofia, Kaufland sofort gefunden, Frau findet Ladesäule in entfernter Ecke, Säule funktioniert,
währenddessen unterhalten wir uns mit 2 bulgarischen Stromern. Einziges Zugeständnis vom Staat an die
Stromer: Ein Pickerl für freies Parken in Sofia. Nach eineinhalb Stunden geht es weiter an die vorletzte
Säule vor der griechischen Grenze. Und dann ab ins Niemandland, denn in Griechenland kann man die
Säulen praktisch an einer Hand abzählen.
30 km vor der Grenze landen wir bei einem Kia-Händler, dem man durch die neue Autobahn das
Wasser abgegraben hat, und was hat er im Garten an der Strasse stehen? Eine Schnelle.
Vor lauter Freude vergreife ich mich und habe chademo in der Hand bis mich meine Frau darauf hinweist,
daß es auch CCS gibt. Mein Dank diesem Mann, der uns Stromern einfach einen Lader zur Verfügung
stellt.
20 km weiter dann die Grenze und irgendwo hatte ich gelesen, daß vor einem Finix Casino nochmals
eine Säule stehen sollte. Vor der Grenze dann tatsächlch einFinix, aber keine Ladesäule. Bei mehr-
maligem Rumfahren entdeckten wir, daß wir vor dem Hotel suchten, während wir vor dem Casino
suchen sollten. Dort fanden wir dann auch 2 langsame Säulen, die wir ebenfalls nochmals nutzten, um
ganz voll zu haben.
Danach ab nach Griechenland zum Haus - 395 km -allerdings nur machbar, weil wir von einer Höhe
von ca 600 Metern nach unten rollten bis zum Meer.
Am Haus eingesteckt lud das Auto dann ca 38 Stunden bis zu 422 km.
Fazit: Vor Antritt der Reise wurden wir häufig als blauäugige Abenteurer belächelt. die Fahrt hat jedoch gezeigt
daß sogar der Balkan mit einem Etron zu bewältigen ist.
Allerdings ist eine sehr genaue Planung nötig und bei all den Überraschungen eine gehörige Portion
von Gelassenheit und Flexibilität.
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Ich möchte hier auch meine Eindrücke/Erfahrungen teilen:
Ich hatte jetzt am Wochenende einen e-tron 55 zur Probe und bin mit meiner Frau und meinem Sohn damit über 1000 km gefahren (aus Raum Detmold runter in die Pfalz und zurück dann über Köln). Habe schon einen 55'er Sprotback bestellt, der (hoffentlich) im Januar kommt und fahre momentan einen RS6.
Nach vier Jahren V8 mit 560PS habe ich mich also von Sport in Richtung Komfort bewegt. Sowohl meiner Frau als auch mir hat das Fahren viel Spaß gemacht, auch wenn man es natürlich nicht mit meinem aktuellen Fahrzeug vergleichen kann - macht auch keinen Sinn. Die hier öfter mal kritisierte Geräuschkulisse finde ich phänomenal. Ja, eventuell ist ein Mercedes EQC noch leiser, aber für uns als bisherige Verbrenner-Fahrer ist der e-tron ein Meilenstein und flüsterleise.
Auch die Reichweite, die ja vielfach als der Hauptkritikpunkt angeführt wird, ist für uns völlig OK. Wir haben ca. alle 200km einen Schnellader angefahren, vor allem weil wir noch keinerlei Erfahrung haben. Im Nachhinein kann man sagen, dass das nicht notwendig war. Aber das schnelle Nachladen macht diese Ladestopps auch denkbar angenehm. Nach dem Besuch der Sanifair Abteilung und einem kurzen Check der Auslagen im Rasthof-Shop war das Auto meist schon wieder mehr als 80% voll wenn wir nachgeschaut haben.
Die Sitze (Individual Komfortsitze mit Massagefunktion) waren erste Sahne und das Platzangebot enorm. Die Außenmaße des Fahrzeugs waren selbst für mich mit meinem nicht gerade kleinen Wagen riesig, Parken in der Stadt wird damit definitiv eine Challenge (wenn man nicht an einem Lader stehen kann). Aber dafür ist der Komfort fantastisch und für uns, die wir selten in der Stadt fahren und noch seltener auf Autobahnen, sind diese beiden Punkte (Dimension und Reichweite) nicht allererste Priorität. Auch das "Mitschwimmen" im Verkehr fällt damit leicht und ein kurzer Zwischenspurt in eine Lücke kein Problem.
Wir freuen uns schon auf unseren e-tron und sind sicher, keinen Fehlkauf gemacht zu haben. Die Probefahrt war für uns noch mal eine Möglichkeit, das Thema Langstrecke ausführlich zu testen und nach diesem Roadtrip kann ich schon sagen, dass für mich so die Zukunft des Autofahrens ausschaut.
Wenn Du Dich bei der Größe mal nicht vertust :-)))
Der 4G meiner Frau ist 6cm länger und (über die Spiegel) mehr als 10cm breiter
Zitat:
@stelen schrieb am 22. September 2020 um 12:44:44 Uhr:
Wenn Du Dich bei der Größe mal nicht vertust :-)))Der 4G meiner Frau ist 6cm länger und (über die Spiegel) mehr als 10cm breiter
Zugegeben: Kommt einem vielleicht auch nur so vor. "Gefühlte" Größe ;-)
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Zitat:
@xpla schrieb am 20. September 2020 um 13:44:19 Uhr:
Bin jetzt nochmal eTron 55 mit 21“ Somerreifen und 20“ Winterreifen gefahren:21“ dröhnt die Karosserie ab 100km/h und Unebenheiten, gerade bei Asphaltplatten-Autobahn
Bei 50km/h jault der E-Motor (ist ja ne sehr seltene Geschwindigkeit), mit 20“ Winterreifen weniger Neigung zum Dröhnen aber man hört jede UnebenheitDann einen 50er Sportback mit 20“:
Karosserie dröhnt deutlich weniger, Abrollgeräusche laut - Bridgestone (die sind ja bekannt dafür), jaulen bei 50km/h deutlich leiser als im normalen eTron (beide bereits aus neuerer Produktion.Irre wie unterschiedlich die sich anhören.
Schlussendlich weiß ich jetzt nicht ob EQC oder SB.
Manche müssen echt gute Straßen haben, dass sie beim 21“ eTron kein Dröhnen hören.
bei mir dröhnt nix - trotz 21" Zöller - mach einfach das Radio an, dann hört man nix mehr
Bei mir dröhnt garnichts - mit 21‘ - nur das Summen der Motoren und Abroll - Geräusche ab ca 50 kmh...
Das Summen fällt wohl bei einer Probefahrt auf, ist also vor der Unterschrift bekannt!
Wer das nicht aushält, sollte wohl Radfahren
Zitat:
@Joe 99 schrieb am 22. September 2020 um 14:49:07 Uhr:
bei mir dröhnt nix - trotz 21" Zöller - mach einfach das Radio an, dann hört man nix mehr
Wenn das Dröhnen den Subwoofer übertönt hilft der Ratschlag nicht. Ist eh egal, Verkäufer hat es selbst miterlebt und bestätigt. Freut euch, dass die Straßen in Deutschland so gut sind.
Ok, zugegeben Österreichische Straße....
Möglicherweise gibts da Qualitätsmängel?
( am Auto mein ich??)
Zitat:
@oliver1867 schrieb am 22. September 2020 um 17:24:13 Uhr:
Ok, zugegeben Österreichische Straße....
Möglicherweise gibts da Qualitätsmängel?
( am Auto mein ich??)
Ich tippe inzwischen eher auf die Kombination von:
21“
Panoramadach
und „Belgian Block“ - das sind die Asphaltblock-Autobahnen mit Querfugen. Wenn dann auch noch Unebenheiten sind, dann dürfte es die Resonanzfrequenz der Karosserie treffen.
19“ konnte ich immer noch nicht fahren, aber was man sagen kann ist, dass der Sportback deutlich weniger jault.
Tja, was soll man sagen, Audi kennt wohl das Geräuschproblem auf unebenen Straßen:
Good to know, dann lässt sich das Problem bei den betroffenen ja lösen. Das viele Händler einfach immer behaupten, das ist normal, geht natürlich gar nicht.
Nachdem ich mich 1,5 Jahre mit einem Mercedes G500 rumgeärgert habe, konnte ich diesen vorzeitig an Mercedes zurückgeben.
Zu Elektroautos hatte ich eine negative Einstellung. Mich stört, dass unsere Regierenden das Thema unbedingt in den Markt drücken wollen und bereit sind, unsere Industrie dafür zu opfern. Die Vorzeichen standen daher nicht gerade auf e-tron.
Die Vorfahrzeuge 2 x Audi A8 4.2 Liter Benziner, ein Audi 4.2 Liter Diesel, ein Audi RS6 und am Schluss ein G 500, zeigen keine Affinität zum Elektroauto. Das hat sich geändert, als ich mal mit einem gefahren bin. Das war ein Polestar 2, den ich zunächst überzeugend fand. Diese Meinung habe ich dann aber geändert.
Die Beschleunigung, die Ruhe und das stimmige Fahrverhalten fand ich sehr überzeugend. Da wollte ich den Mercedes schnell loswerden. Also rief ich den Händler an, er verstand wohl gleich das es mir ernst war und eine Woche später waren wir uns einig, der Leasingvertrag für den G 500 wird vorzeitig beendet.
Nun fehlte nur noch das Auto. Flugs bei Mobile.de rumgesucht und schnell hatte ich tatsächlich einen gefunden, der ziemlich exakt meinen Vorstellungen entsprach. Da habe ich mich doch gleich mal beim Händler gemeldet, die freundliche Rückmeldung vom Autohaus Singer in Marktoberdorf erfolgte prompt. Das vertragliche war schnell geregelt, das Auto wurde vom Autohaus zugelassen, mir ausführlich erklärt und übergeben. Mit dem Autohaus war ich schon mal sehr zufrieden.
Die Fahrt von Marktoberdorf nach Hause war klasse, der Verbrauch je 100km lag bei 21,2 KW. Ich hatte ca. 250 Autobahn zu fahren. Unterwegs habe ich vorsichtshalber mal geladen, da ich keine Ahnung hatte, ob die Ladekarte von Audi funktioniert. Sie funktioniert immer problemlos. In zahlreichen Youtube Videos hatte ich im Vorfeld viele Horrorstorys über grausige Ladestationen angeschaut. Das hatte mich schon ein wenig irritiert.
Die erste Ladung des Fahrzeugs war völlig unproblematisch. Stecker ein, Karte rangehalten, 40 Sekunden später wurde mit 150 KW geladen. Ich habe den Akku nicht voll gemacht, denn eigentlich hätte ich gar nicht laden müssen.
Dann ging es weiter. Die virtuellen Außenspiegel waren am Anfang nicht einfach, daran musste ich mich gewöhnen. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, nur zum einparken in der Garage sind sie für mich bisher nicht geeignet. Das erledige ich mit den 360 Grad Kameras.
Mein Durchschnittsverbrauch liegt derzeit bei 24,6 KW. Hierzu muss man sagen, dass ich mich sehr oft von den Assistenzsystemen fahren lasse, auf Autobahnen funktioniert das perfekt. Auf Landstraßen ebenfalls, allerdings übernehme ich dort das Lenkrad lieber selbst. Manchmal erinnere ich mich auch an den RS6, dann zeigt der Tacho auch mal die 200 ;-).
Ich habe genau gar nichts zu meckern. Das Auto ist fantastisch, ich genieße das ruhige Fahren und die funktionierenden Assistenzsysteme. Alles ist einfach zu bedienen, man braucht keine Schulung und alles funktioniert perfekt. Die Laderei ist absolut unkompliziert, es stört mich auch überhaupt nicht, ab und zu mal die Autobahn zu verlassen, um 20 Minuten Strom zu laden. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist doch super, alle 2 Stunden mal kurz Pause zu machen, die E-Mails zu checken, auf die Toilette zu gehen oder einfach ein paar Meter rumzulaufen. Für mich perfekt.
Mit keinem Auto habe ich jemals ein derart entspanntes Fahren erlebt. Hierbei muss ich sagen, dass die Messlatte hoch liegt. Speziell der Audi A8 4.2 Liter Diesel war ein super Auto, der RS6 eine sensationelle Spaßmaschine. Trotzdem habe ich mehr Freude am e-tron, weil ich merke, dass er mir guttut. Das ist ein sehr entscheidender Faktor.
Dass man nebenher noch was für die Umwelt tut und einige hundert Euro monatlich spart, wenn es ein Geschäftsauto ist, sind angenehme Nebeneffekte. Genauso wie die Verbrauchskosten, die in meinem Fall bei 5 Euro je 100 km liegen und beim G 500 bei 21 Euro lagen. In der Stadt darf ich umsonst parken, die Busspur benutzen und fühle mich moralisch auch besser.
Übrigens habe ich mir vor dem Kauf alles reingezogen, was es an Infomaterial gab. Ich habe unzählige Videos angeschaut und m.E. alle Fachzeitschriften gelesen. Mittlerweile habe ich auch verstanden, dass man sich das sparen kann. Wichtig ist zu überlegen, was an eigentlich braucht. Denn jeder tut so, als würde er ständig riesige Langstrecken fahren oder Pferdeanhänger hinter sich herziehen.
Wer oft einen Pferdeanhänger lange Strecken bewegt, wird kein Freund es E-Autos werden. Wer nur 4.000km pro Jahr fährt, braucht auch keinen riesigen Akku.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich mit dem e-tron extrem zufrieden bin. Nach der G Klasse hatte ich mir schon Sorgen um die deutsche Automobilindustrie gemacht, denn der war richtig schlecht. Nachdem ich auch Tesla angeschaut habe und nun den e-tron fahre weiß ich, dass zumindest Audi ganz weit vorne ist.
Glückwunsch auch an die Entwickler, das habt ihr richtig gut gemacht. Ihr habt ein wenig viel Geld bei der Entwicklung verballert, ich hoffe ihr könnte die Kosten bei anderen Fahrzeugen verwerten. Gruß auch an das Team vom Autohaus Singer in Marktoberdorf, ein toller Betrieb. Habt ihr gut gemacht :-).
Eine kleine Bitte hätte ich an Audi. Bietet doch Autos ohne dieses Hochglanzplastik an. Es gibt Menschen wie mich, die hassen das.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Meine Erfahrungen mit dem e-tron 55' überführt.]
Schöner, interessanter Bericht!
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Meine Erfahrungen mit dem e-tron 55' überführt.]
Ja kann ich nur bestätigen.....bin davor auch RS6 gefahren. Wir sind im Sommer mit dem Etron nach Spanien gefahren, es war mega entspannt.
Bis wir in Südfrankreich angekommen sind, da war die Ladeinfrastruktur sehr miserabel an der Autobahn.
Aber dafür kann ja der Etron nichts.
Ich bin auch sehr zufrieden damit.
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Meine Erfahrungen mit dem e-tron 55' überführt.]
Top und ich freue mich schon drauf, meiner kommt am 09. Oktober
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Meine Erfahrungen mit dem e-tron 55' überführt.]