Ducato Bj 2020 / EURO 6, AU durchgefallen
Hallo zusammen,
wie geht das denn. Bei der ersten HU nach drei Jahren kommt der Ducato MJ 2,3 160 PS nicht durch die
AU????
Partikelausstoß im Mittelwert 356.433 cm-3, erlaubt: 250.000 cm-3
und das trotz warm Fahrens. Wie geht das???
Es soll seit 1.7.2023 eine neue Richtlinie geben, nach der im Leerlauf gemessen wird.
Messgerät (neu): Brain Bee Workshop Solution.
Hat jemand zeitnah eine Erfahrung mit der neuen AU-Abnahme gemacht, evt. mit ähnlichen Werten?
Oder kann der Motor die Anforderung erfüllen, wenn man ihn vorher warm fährt? Ich hatte es mit ca. 10 km
versucht, das scheint nicht zu reichen.
Wenn jemand ähnliche oder bessere Erfahrung gemacht hat, bitte melden.
Vielen Dank und
liebe Grüße
324 Antworten
Zitat:
@Hobby_Camper schrieb am 9. März 2025 um 13:56:22 Uhr
…. der neue DPF hatte bei der ersten Messung 9.000 Partikel - somit AU bestanden.
Ich möchte dir keine Angst machen, aber 9.000 Partikel sind für einen neuen DPF auch kein Ruhmesblatt nach Aussage des Prüfers zu unserem Mokka, der die gleichen Anzahl Partikel bei der HU ausspuckte.
Unser Mokka war jetzt zur 1. HU. 90.000 km gelaufen. Hab schon öfters Ruß aus dem Endrohr gewischt. Hatte ich bei keinem anderen DPF-Fahrzeug. Hatte den Prüfer darauf angesprochen und er meinte, dass das ein Anzeichen für nen sterbenden Filter ist. Er hätte schon mehrere dieser Motoren bei der HU gehabt und idR liegen die bei dreistelligen Werten. Allerdings haben die weniger gelaufen gehabt. Unser Mokka sieht nur Langstrecke und selten bekommt er auf den Kopf. Was man feststellen kann: zu Beginn lagen die Verbräuche bei knapp über 4 l/100 km, jetzt bewegen wir uns bei knapp vor 5, wahrscheinlich weil Ansaugtrakt und EGR gut zugesetzt sind, dank Eco-Motorsteuerung.
Es kann natürlich sein, dass er zuvor regeneriert hat oder oder oder…..ich bin gespannt. Ist ja auch ein Stellantis-Fahrzeug. Zum Glück haben wir 6 Jahre Garantie bis 240.000 km bei Anschaffung mitgekauft.
Unser WoMo ist zurück und es gab keine Auffälligkeiten beim DPF.
EZ 03/2023 mit jetzt gut 24 TKM auf der Uhr.
Garantieverlängerung hab ich trotzdem gemacht, schläft man besser 😁
Grüße,
Markus
Hi,
mein Duc 7, 3/2020, 160 PS, ZF-Automatik, 2,3l geht nächste Woche zum TÜV.
Der Wagen geht ohne Bewegung in den letzten 5 Monaten direkt zur Werkstatt.
Ich bin sehr gespannt und werde berichten.
Schönen Gruß
Jürgen
Danke für eure Hinweise. Wir sind gespannt, wie's bei dem Thema weitergeht.
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Erzähle mal bitte im April von deinem TÜV- Besuch.
Gruß Andreas
Zitat:
@Schwobaseggel schrieb am 10. März 2025 um 18:00:32 Uhr:
Hallo Leidensgenossen,
Ich halte die Antwort im Poessl-Forum für sehr wahrscheinlich. (Serienproblem bei Herstellung)
https://poesslforum.de/.../...20-mj-2-3-160-ps-in-au-durchgefallen?...
Bei mir war DPF/SCR Einheit locker und durch Vibration dann der Flansch zum Turbolader beschädigt. Allerdings war der DPF auch nachweisbar nicht dicht (Rußspuren an AdBlue- Dosierflansch)
4500€ für Einbau eines neuen DPF und dann 2 Millionen Partikel!
Nach 100km Einfahren immer noch um die 300000 Partikel.
Mal schauen, was der zweite neue DPF bringt...
AU wird es bei mir jetzt jedes Jahr geben, damit Gewährleistung des DPF- Ersatzteils noch läuft.
In dieser Menge und vor allem mit den niedrigen Laufleistungen scheint es ja nur Euro6d-temp Modelljahr 2020 zu betreffen.
2023 war ich 6 Wochen vor Einführung der Partikelprüfung beim TÜV, deshalb erst jetzt nach 5 Jahren aufgefallen.
Manche schreiben in den Foren auch von abgebrochen Regenerationen oder Überladung des Filters als mögliche Ursache.
Kann ich für mich ausschließen. Fahre von Beginn an mit ObdLink+DPFMonitor App.
Mehr als eine handvoll abgebrochene Regenerationen hat es nicht gegeben. Überfüllung gab es definitiv nicht und Filtertemperatur war nie auffällig zu hoch (immer 610-62X°C)
Weder AlfaOBD App, noch die Werkstatt konnte kritische Log-Einträge im Steuergerät finden.
Also keine Märchen von der Werkstatt akzeptieren, wenn es denn defekt ist.
Zweiter neu eingebauter Filter: immer noch 1.7Mill. Partikel.
Ist vielleicht eine Lotterie, ob man einen funktionierenden Filter bekommt?
Zitat:
@WomoAGN schrieb am 16. März 2025 um 10:50:56 Uhr:
In dieser Menge und vor allem mit den niedrigen Laufleistungen scheint es ja nur Euro6d-temp Modelljahr 2020 zu betreffen.
Hallo zusammen und @WomoAGN,
bei deinem Fahrzeug handelt es sich um welche Ausführung ganz genau?
Fahrzeug-Schein
2.1. HSN
2.2. TSN
Hubraum
Leistung in kw
Gesamtgewicht
14.1. Emissionscode
AdBlue JA oder Nein
2.1. HSN 1727
2.2. TSN 0 (ausgenullt, da Knauss die aus dem Werk in Ungarn reimportiert)
Hubraum 2287
Leistung 103kw
Gesamtgewicht 3.5t
14.1. Emissionscode 36CI (Euro6d-temp, WLTP)
AdBlue JA
Update:
aktuelle Theorie von Werkstatt und TÜV: zweites KAT-Modul zwischen DPF/SCR Modul und Endschalldämpfer mit Ruß kontaminiert.
Wir versuchen es jetzt mit einer Spülung (Wasser+Universalreiniger).
Mal schauen, ob der KAT hinterher noch effizient genug ist. Ein Versuch ist es wert, bevor noch einmal rund 1500€ oben drauf kommen.
Ersatzteildistributor hat zurückgemeldet, dass es 2024 und 2025 noch keine nennenswerte Reklamationen des DPF Moduls gegeben hat.
Vielleicht waren es doch nur die ersten Chargen des Euro6d-temp DPF Moduls, die undicht sind?
Kundenfreundlich ist es nicht, das Fiat die Problematik so auf die Kunden abwälzt.
Hallo zusammen und @WomoAGN,
der Betriebsablauf im DPF umfasst 3 Phasen.
.
Phase 1: Beladung
In Phase 1 erfolgt die Beladung des DPF während der normalen Straßenfahrt.
PN-Emissionen am Beispiel meines Fahrzeugs: 400 PN
Phase 2: Regeneration
In Phase 2 beginnt die Einleitung der Regeneration. Beschleunigungen während der normalen Straßenfahrt erfüllen die Anforderungen für das Auslösen einer Regeneration.
PN-Emissionen Bandbreite 3,8 Mio. bis 96 Mrd. PN
Phase 3: Filterkuchenaufbau
In Phase 3 beginnt wieder der Aufbau der Filterkuchen-Rußschicht und endet erst bei einer Filterbeladung von ca. 2 % des DPF-Rußpartikelvolumens.
PN-Emissionen Bandbreite 1,4 Mio. bis 11 Mrd. PN
.
Ein DPF wird außer in der Phasen 2 und 3, also unmittelbar nach einer aktiven Regeneration immer mit Filterkuchen betrieben.
Die Abscheideeffizienz von Ruß im Partikelfilter steigt erst mit dem Aufbau einer Filterkuchen-Rußschicht an.
Wenn bei einer Regeneration 16 Mio. PN gemessen werden, weil auch ich während der Regeneration vorfällig zur Messstelle gefahren bin und einige Tage vorher bei der AU nur 400 PN gemessen wurden, dann wird deutlich, dass der übliche Abbruch der Funktion "Rußabscheidung" während einer Regeneration, der einer Leckage gleichkommt, mit der Einleitung der Regeneration beginnt.
.
Und was ist damit verbunden?
- Eine Antwort lautet: Eine erhöhte Abgastemperatur
.
Die für die Einleitung der Regeneration erforderliche Erhöhung der Abgastemperatur, realisiert durch die Maßnahmen
- frühe und späte Nacheinspritzung und
- Spätverschiebung der Haupteinspritzung
sind vermutlich auch nach einem vermeintlichen Ende der Regeneration noch aktiv und bewirken im DPF Temperaturverhältnisse wie während einer Regeneration und verhindern auch im weiteren Verlauf der Phase 3 den Aufbau eines effizienzsteigernden Rußfilterkuchens.
@Hulper (Test)
.
Grundsätzlich sollte eine Werkstatt solche möglichen Fehlfunktionen prüfen und ausschließen.
Hallo,
tatsächlich habe ich 12 Jahre in der Entwicklung von Abgasnachbehandlunganlagen (allerdings für Geräuschabsenkung und nicht für Partikelemission gearbeitet)
Filterkuchen: ja ist richtig. Allerdings hat auch das Einfahren die Partikelemission nicht unter den Grenzwert gebracht.
Im zweiten KAT Modul nach DPF finden sich tatsächlich auch Rußspuren in den Sensorstutzen.
Abgastemperatur: überwache ich wie bereits geschrieben mit dem DPF Monitor. Die geht runter, wenn die Regeneration beendet ist.
Nacheinspritzung könnte ich nochmal überprüfen, aber halte ich für eher unwahrscheinlich, da Temperatur absinkt.
Über das Rußbeladungsmodell im Motorsteuergerät wird die Regeneration normalerweise gestoppt, bevor die Rußbeladung komplett abgebrannt ist. (I.d.r 15-25% Restbeladung) Eben damit noch Filterkuchen vorhanden ist. Müsste der Differenzdrucksensor schon defekt sein, damit dass nicht funktioniert.
Natürlich gibt es eine Abhängigkeit vom Filterkuchen, aber wenn man grundsätzlich eine hohe Rußbeladung benötigen würde, um durch die Prüfung zu kommen, würden Euro6 Fahrzeuge doch zu Zehntausenden durch die AU fallen.
Da nur ein Bruchteil der Fahrer sich mit OBD da überhaupt Informationen holt.
Die Frage ist doch, warum das Fiat System hier so immens empfindlich ist. Um es mal relativ neutral zu formulieren: Eine gute Engineering-Leistung ist das definitiv nicht.
Ich möchte das nicht zur Nachahmung empfehlen, da ich erst in einigen Wochen weiß, ob die KAT-Beschichtung dabei Schaden genommen hat.
Aber hier Eindrücke der KAT-Spülung (des zweiten Katalysators nach DPF-Modul und vor Endschalldämpfer)
Augenmerk auf die Farbe der Spüllösung vor dem Einfüllen und wie die wieder unten rausgekommen ist.
Zitat: @gseum schrieb am 11. März 2025 um 09:04:16 Uhr:
Hi,
mein Duc 7, 3/2020, 160 PS, ZF-Automatik, 2,3l geht nächste Woche zum TÜV.
Der Wagen geht ohne Bewegung in den letzten 5 Monaten direkt zur Werkstatt.
Ich bin sehr gespannt und werde berichten.
Schönen Gruß
Zitat:
Jürgen
Bei mir ist der TÜV problemlos durchgegangen, die Partikelzahl lag bei 5000. Das erscheint mir völlig okay zu sein.
Das ist übrigens auch der Euro6d-temp Motor.
Schönen Gruß
Jürgen