Den Volvo auf die nächsten 800t km vorbereiten

Volvo V70 1 (L)

Hallo Volvofans,

ich lese schon einige Zeit in diesem Forum und habe mich nun angemeldet. Vielen Dank für die vielen nützlichen Tipps!

Unser Volvo V70 TDI (MJ97, D5252T MSA15.7) hat in der letzten Woche die 800.000 km Marke (siehe Bild) überschritten. Es stehen ein paar Reparaturen an, die ich im Sommer, wenn ich Zeit habe, durchführen werde. Vorab benötige ich Informationen und hoffe auf eure Hilfe.

1) Motoraufhängungen / Motorkissen

Die Motoraufhängungen bzw. Motorkissen sind verschlissen und müssen getauscht werden. Folgende Teile werden/sollen gewechselt werden:

  • Obere Drehmomentsütze Spritzwand 8631159
  • Obere Drehmomentsütze Motor 9434263
  • Vorderes Motorlager am Motorträger 1236222
  • Hinteres Motorlager am Motorträger 9434254
  • Seitliches Motorlager (rechter Radlauf) 9161900
  • Vordere untere Drehmomentstüzte beim Getriebe 9434252
  • Getriebegummiauflage 9161897

Ich möchte die originalen Teile bzw. Teile des Herstellers verwenden, der diese Lager/Kissen für Volvo hergestellt hat. Da die Erstatzteile beim Zulieferer von Volvo wahrscheinlich günstiger sind, die Frage: Wer hat die Lager/Kissen für Volvo produziert?

2) Wärmetauscher wechseln
Der Wärmetauscher für den Innenraum muss getauscht werden. Welches Ersatzteil ist zu empfehlen? Der original Wärmetauscher wird über die Zeit undicht aufgrund der unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten zwischen dem Lamellenträger und dem Kunststoff oben und unten. Gibt es einen besseren Wärmetauscher, der dieses Problem nicht mehr hat?

3) Da der Wasserkühler mittlerweile undicht ist, möchte ich diesen auswechseln. Zum Tausch habe ich folgende Teile herausgesucht (Anzahl habe ich jetzt mal nicht aufgeführt):

  • Kühler 8603770
  • Buchse 9180544
  • Semsschraube 976743
  • Kühlerschlauch 9161827
  • Kühlerschlauch 9161826
  • Ablasshahn 3547266
  • Schlauchklemme 988030

Da ich die Ersatzteile vorher kaufen möchte, die Frage: Habe ich etwas vergessen?

4) Welche Teilenummer haben die Schutzklebestreifen für die vorderen Schmutzfänger?

Ich bedanke mich vorab für eure Hilfe!

Viele Grüße

Beste Antwort im Thema

Ich glaube nicht an die Unsterblichkeit von Fahrzeugen. Sicherlich leben einige länger als andere. Um die Sache sachlich zu halten, wie teste ich denn richtig, ob die Stoßdämpfer noch in Ordnung sind?

Ich kann nur schwer, bei dem vorliegenden Fahrverhalten (habe einen anderen V70 als Referenz), davon ausgehen, dass die Stoßdämpfer gewechselt werden müssen. Es gibt immer bei Bauteilen einige Außreißer in der Lebensdauer, sowohl positiv als auch negativ. Warum wird eine derartige Lebensdauer meiner Stoßdämpfer ausgeschlossen? Beim Freundlichen wird immer eine Probefahrt durchgeführt und es sind keine Auffälligkeiten festgestellt worden.

Ich finde es interessant, wie hier die ordnungsgemäße Funktion der Stoßdämpfer meines Fahrzeuges in Frage gestellt wird, obwohl niemand mein Fahrzeug und mich kennt. Gebt mir eine statistisch relevante Aussage, dass die Dämpfer bei 200.000km oder weniger kaputt sein müssen (nicht können). Ich gehe kaum das Risiko ein, mich oder andere wegen eines nicht gewarteten Fahrzeuges zu gefährden.
Ihr tauscht doch auch nicht die Bremsbeläge weil sie "nach Erfahrung" nur 80.000km halten und noch ordentlich Belag vorhanden ist, oder? Ich fasse das Thema Stoßdämpfer ab jetzt als guten Rat auf, die ordnungsgemäße Funktion dieser sicher zustellen und diese vorsichtshalber mal zu wechseln. Ich habe den Stoßdämpfertausch schon in meine Wartungsliste geschrieben.

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Wieso ist ein Rütteltest mit Resonanzmessung nicht aussagekräftig?
Wie kann ich die Funktionsweise denn dann überprüfen?

So sieht es momentan aus:
- der Wagen wippt/schwingt sich nicht auf
- die Domlager sind in Ordnung
- Reifen sind gleichmäßig abgelaufen
- stabiles Fahrverhalten bei Seitenwind
- Fahrwerk klappert nicht
- beim Überfahren von großen Bodenwellen taucht der Wagen nicht großartig ab und schwingt nicht auf
- Stoßdämpfer sind trocken
- Stoßdämpfer geben keine hörbaren Geräusche von sich beim Überfahren großer Unebenheiten

Ich lasse die Stoßdämpfer gerne austauschen, wenn sie zu sehr verschlissen oder defekt sind. Die Lebensdauer von Stoßdämpfern ist nicht an die Kilometerleistung gebunden, sondern an die Anzahl der gedämpften Schwingungen.

Hi,

um defekte Dämpfer festzustellen, reichen die Rüttelprüfstände allemal.

Was war eigentlich die Ursache für den Lagerschaden an der Kurbelwelle? Hatte sich ein Lagerbock gelöst?

Grüße

Das Kurbelwellenlager im Motorblock dort wo der Riementrieb abgeht hatte sich aufgrund normaler Verschleißerscheinungen zu einem plötzlichem Versagen entschlossen. Es war günstiger eine Austauschmaschine einzubauen als den Motor zu überholen.

Bzgl. der Stoßdämpfer bin ich ein wenig beruhigt. Bremsweg und Kontrollierbarkeit des Wagens in extremen Situationen hängen auch maßgeblich von den Stoßdämpfern ab. Das Stoßdämpfer nicht ewig halten ist mir bewusst.

Meine Dämpfer hatten beim Rütteltest noch fast 80%, obwohl die Dämpfer bei jedem Schlagloch auf den Begrenzer schlugen. Das war für den Meister kein Argument. Die Dämpfer war laut seiner Aussage OK. Die Niveaumaten gingen beim Beladen von 2 Kisten Bier in die Knie. Laut Rütteltest waren auch diese OK, obwohl diese Funktion beim Rütteltest überhaupt nicht zu testen ist.
Nach dem Tausch aller Dämpfer hatte sich das Fahrverhalten komplett zum positiven verändert.
Wer glaubt, dass Dämpfer nach 500.000 km oder sogar 800.000 km noch OK sind, sollte auch auch an die Unsterblichkeit aller anderen Fahrzeugkomponente glauben und sich auf den Selbstheilungsfähigkeiten des Fahrzeuges verlassen.
PS: Die Motorlager werden u.a. von Febi produziert. Selbst mein Freundlicher greift auf diese Teile zurück.

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Ich glaube nicht an die Unsterblichkeit von Fahrzeugen. Sicherlich leben einige länger als andere. Um die Sache sachlich zu halten, wie teste ich denn richtig, ob die Stoßdämpfer noch in Ordnung sind?

Ich kann nur schwer, bei dem vorliegenden Fahrverhalten (habe einen anderen V70 als Referenz), davon ausgehen, dass die Stoßdämpfer gewechselt werden müssen. Es gibt immer bei Bauteilen einige Außreißer in der Lebensdauer, sowohl positiv als auch negativ. Warum wird eine derartige Lebensdauer meiner Stoßdämpfer ausgeschlossen? Beim Freundlichen wird immer eine Probefahrt durchgeführt und es sind keine Auffälligkeiten festgestellt worden.

Ich finde es interessant, wie hier die ordnungsgemäße Funktion der Stoßdämpfer meines Fahrzeuges in Frage gestellt wird, obwohl niemand mein Fahrzeug und mich kennt. Gebt mir eine statistisch relevante Aussage, dass die Dämpfer bei 200.000km oder weniger kaputt sein müssen (nicht können). Ich gehe kaum das Risiko ein, mich oder andere wegen eines nicht gewarteten Fahrzeuges zu gefährden.
Ihr tauscht doch auch nicht die Bremsbeläge weil sie "nach Erfahrung" nur 80.000km halten und noch ordentlich Belag vorhanden ist, oder? Ich fasse das Thema Stoßdämpfer ab jetzt als guten Rat auf, die ordnungsgemäße Funktion dieser sicher zustellen und diese vorsichtshalber mal zu wechseln. Ich habe den Stoßdämpfertausch schon in meine Wartungsliste geschrieben.

Zitat:

Original geschrieben von Holger-TDI


Meine Dämpfer hatten beim Rütteltest noch fast 80%, obwohl die Dämpfer bei jedem Schlagloch auf den Begrenzer schlugen. Das war für den Meister kein Argument. Die Dämpfer war laut seiner Aussage OK.

Gemessen wird bei dem Test nur die Abweichung der Dämpfer zueinander und das im Vergleich zu einem angenommen Normwert. Das erklärt deinen guten Wert. Hätte bspw. der linke Dämpfer zum rechten eine größere Abweichung gehabt, hätte er dir den Austausch empfohlen. Da aber beide Stoßdämpfer gleich schlecht waren, war das wiederum ok.

Perfekt wäre es, wenn der Hersteller einen Serienwert vorgäbe und dann die Abweichung zu diesen vom TÜV ermittelt wird. Also eine modellspezifische Messung vorgenommen würde - praktisch sicher nicht umsetzbar.

Ich rechne immer mit einem Austausch der Dämpfer bei etwa 150 Tkm. Bei meinem S70 habe ich diesmal auch die hinteren Federn gewechselt. Die vorderen werden in Kürze getauscht, sie sind weich und "haben ihr Ziel erreicht".

Zitat:

Das erklärt deinen guten Wert. Hätte bspw. der linke Dämpfer zum rechten eine größere Abweichung gehabt, hätte er dir den Austausch empfohlen. Da aber beide Stoßdämpfer gleich schlecht waren, war das wiederum ok.

Welchen Sinn macht dann der Rütteltest? Außer dass die Kasse der Werkstatt gefüllt wird.

Zitat:

Original geschrieben von Holger-TDI


Meine Dämpfer hatten beim Rütteltest noch fast 80%, obwohl die Dämpfer bei jedem Schlagloch auf den Begrenzer schlugen. Das war für den Meister kein Argument. Die Dämpfer war laut seiner Aussage OK. Die Niveaumaten gingen beim Beladen von 2 Kisten Bier in die Knie. Laut Rütteltest waren auch diese OK, obwohl diese Funktion beim Rütteltest überhaupt nicht zu testen ist.
Nach dem Tausch aller Dämpfer hatte sich das Fahrverhalten komplett zum positiven verändert.
Wer glaubt, dass Dämpfer nach 500.000 km oder sogar 800.000 km noch OK sind, sollte auch auch an die Unsterblichkeit aller anderen Fahrzeugkomponente glauben und sich auf den Selbstheilungsfähigkeiten des Fahrzeuges verlassen.
PS: Die Motorlager werden u.a. von Febi produziert. Selbst mein Freundlicher greift auf diese Teile zurück.

Ich war mit meinem Elch letztes Jahr nach 270.000km auch auf der Rüttelstrecke. Das Messprotokoll war im Bereich eines Neuwagen - hatte ich hier auch verlinkt. Trotzdem gab man mir hier den Tipp die vorderen Dämpfer und die hinteren Nivomaten wechseln zu lassen, was ich dann auch tat. Eine Besserung ist eingetreten, weltbewegend ist die nicht. Jedenfalls fühle ich mich sicherer und lasse es ab und an auch in Kurven wieder krachen. 🙂

Es ist Quatsch, dass Dämpfer nach einer bestimmten Laufleistung im Eimer sein MÜSSEN (geht nicht gegen Dich persönlich, T5). Der Verschleiß wird AUSSCHLIESSLICH von der Belastungsart und -Intensität bestimmt, und ein klein wenig auch vom Alter in Jahren (Stichw. Dichtungen). Wenn Du nur afrikanische Wellblechpisten fährst, sind sie wahrscheinlich nach spätestens 10.000 in den Wicken. 800.000km deutsche Autobahn ohne ständige Beladung am Anschlag sind keine große Herausforderung, sofern nicht irgendein Materialdefekt vorliegt. Das ist der gleiche Blödsinn wie die pauschale Aussage, dass man Reifen nur max. 6 Jahre fahren sollte, weil sie einem sonst angeblich von der Felge bröseln. Habe einfach immer ein waches Auge auf Dein Auto - und ich gehe davon aus, das hast Du - und Du wirst schon bemerken, wenn was nicht stimmt. Und die Dämpfer kann man testen lassen. Aber es stimmt schon, solange sie nicht ölen, ist dem TÜV egal, ob sie funktionieren...

... sooo glatt sind die deutschen Autobahnen nun auch wieder nicht. Die Stoßdämpfer verschleißen auch im Microbewegungsbereich, nach 800000km können auch Volvodämpfer nicht mehr ohne zu "Trampeln" laufen. Mag sein, daß man beim Durchfedern dann noch eine vernünftige Wirkung verspürt. Um den Fahrbahnkontakt zu verlieren, reicht aber schon eine Dehnungsfuge völlig aus. Und die können funktionsfähige Dämpfer deutlich besser parieren.

Die Nivomaten kann man, meines Erachtens nach, auch auf einem normalen Stoßdämpferprüfstand garnicht testen, da die sich sofort aufpumpen und so der Maschine funktionsfähigkeit vorgaukeln.

Herzlichen Glückwunsch zu den 800000 Km 🙂

mich würde interessieren, was du in der Vergangenheit an dem Auto ausgetauscht hast bis auf den Austauschmotor

Grüße

Auch von mir Herzlichen Glückwunsch...

Bin jetzt total beruhigt. Wenn ich so sehe, was der Volvo abkann und so weitermache mit meinen Fahrleistungen, kann ich mein Auto noch fahren bis ich 60+ bin..... 😁

@Mike
Keine Ahnung, wieviel Du so fährst, aber bei meiner momentanen Fahrleistung würde ich das nich mehr erleben, und meiner hat fast 100.000 mehr drauf, als Deiner. 😁

Entspricht die Zahl in Deinem Nick eigentlich zufällig dem Hubzapfenversatz in ° beim Fünfzylinder, oder hat das einen anderen Grund?

Ich vermute ja eher, dass es die PS-Zahl ist 😁

LG, Tim

Nee, ist ja ein B5254S, der hat 170...

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