C200K neu vs. C200K alt (Erfahrungsbericht)

Mercedes C-Klasse W204

Hallo allerseits,

fahre momentan einen C200K (W203) mit der 2L 163 Ps Maschine (Bj. 2002) mit Automatik, Avantgarde und Sportfahrwerk.

Hatte nun die neue C-Klasse das ganze letzte Wochenenden zum ausgiebigen Probefahren. (C-200 K Elegance Auromatik)

Motor: Der neue Motor ist meinem Empfinden nach etwas leiser bzw. laufruhiger als der alte. Er hat einen guten Durchzug und ist deutlich drehwilliger als der alte Motor, der bei höheren Drehzahlen ziemlich angestrengt klingt. Auch der Motorensound hat sich verbessert und klingt nun etwas kerniger.

Es ist zwar kein Sportwagentriebwerk, kommt aber mit dem Gewicht des Fahrzeugs gut zurecht und bietet gute Fahrleistungen, die im Alltagsbetrieb voll ausreichen sollten. Auch beim Überholrelevanten Tempobereich 70 - 130 kmh bietet er einen guten Durchzug und läßt durchaus zügiges Landstraßenspringen zu. Auf der Autobahn läuft der Wagen laut Tacho recht mühelos ca. 240 Sachen.

Automatik: Die 5 Gang Automatik wurde leider nicht verbessert. Die Schaltzeiten sind nach wie vor viel zu lang und auch der Handschaltmodus bringt hier keine wahre Freude. Warum hier nicht ebenfalls die deutlich bessere 7 Gang Automatik verbaut wird ist mir ein Rätsel.

Benzinverbrauch: Habe bei forcierter Gangart einen Durchschnittsverbrauch von ca. 12 Litern gehabt. In der Stadt ist das Auto ebenfalls nicht unter 11-12 Litern Verbrauch zu bewegen. Geruhsamste Landstraßenetappen mit Bummeltempo benötigen ca. 8 Liter, Autobahnetappen mit Vollast auch gerne 14+ Liter. Imo für ein Auto Bj. 2007 mit einem kleinen1,8 L Motor deutlich zu viel.

Innenraum: Ich find ihn gelungen. Cockpit gefällt mir sehr gut. Ausfahrbarer Monitor ist unnötige Spielerei. Amaturenbrett hat einen etwas zu starken Plastiklook. Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Kein Klappern, exakte Spaltmaße und gute Haptik.

Fahrwerk: Das Serienfahrwerk ist recht komfortabel und wirkt dennoch straff. Bis Tempo 180 war ich damit sehr zufrieden. Bei höheren Tempi ist es aber zu weich. Bei Tempo 240 (Laut Tacho) wird die Fuhre recht instabil und jede Windböe sorgt für feuchte Hände. Ich würde auf jeden Fall eine sportlichere Fahrwerksvariante ordern.

Kofferraum: Der Kofferraum sieht schon auf den ersten Blick größer aus als beim Vorgänger und läßt sich gut beladen.

Fazit: Gelungenes Auto, das sich mit optionalem Zubehör noch verbessern läßt. Der Motor bietet brauchbare Fahrleistungen säuft aber zu viel. Wünschen würde ich mir den 2 Liter TFSI mit 200 PS aus dem Audi A4 kombiniert mit der 7 Gang Automatik und das Auto wäre nahezu perfekt.

Gruß
cessi

33 Antworten

@EatonKompressor:
Wenn schon Vergleich, dann den W202 C200K mit 2,0L und 163PS gegen den W203 C200K mit 1,8L und 163PS.
Ein Vergleich 193PS aus echten 2,3L Hubraum gegen 163PS aus 1,8L echten Hubraum ist unfair.

Ich hatte mal beim W202 den C200K mit 2,0L für einen Tag als Leihwagen wegen Werkstatt-Aufenthalt meines Wagens. Der zog DEUTLICH besser als der C240, brüllte aber wie ein waidwunder Hirsch in der Brunftzeit. Diesen Motor hätte ich mir NIE und NIMMER im W203 geholt, weil dann doch zu laut und röhrend.

Zum Thema C350: nicht jeder kann oder will so viel Kohle locker machen für eine C-Klasse !

@ boofoode

Schon klar, dass die individuellen Fahrgewohnheiten hier Einfluß haben. Es ist aber trotzdem traurig, wenn 10 Jahre Motorenentwicklung nichts bringen.

@ matthiask

Zitat:

Also ich finde es schon einen technischen Fortschritt, wenn man bei in etwa gleichem Fahrzeuggewicht von ca. 1450-1500kg etwa 2L weniger Treibstoff verbraucht.

Bitte was???

Nochmal zur Erinnerung:

C240 T, S202, BJ 98, 1570 kg Leergewicht
2.4 V6, 170 PS: ~ 10,5 bis 11l/100km

C200 K, W204, BJ 07, 1578 kg Leergewicht
1.8 Reihenvierzylinder mit Luftpumpe, 184 PS: 11,4l/100km

Wo bitte liegt da der Fortschritt??? Der 2.4 V6 wurde 1997 eingeführt und demnach vermutlich Anfang/Mitte der 90er Jahre entwickelt. Wie kann es sein, dass ein 1.8l Vierzylinder modernster Bauart mehr Sprit verbrennt, als ein "alter" V6? Ist das MBs Beitrag zum Thema CO²-Ausstoß und steigenden Spritpreisen?

Grüßle
Frank

Ist schon schwierig den Testverbrauch der AMS mit einem Praxisverbrauch zu vergleichen. Bei deren Testverbrächen wird auch immer die Beschleunigungsmessung mit eingerechnet samt dem Bremstest. Ich kann bisher bei den von mir gefahrenen Fahrzeugen sagen, dass ich auch trotz manchmal dynamischer Fahrweise, die auch hohe Geschwindigkeiten mit einschließt immer 20% unter den Testverbräuchen der AMS geblieben bin.

Zitat:

Original geschrieben von NOMDMA


Es ist aber trotzdem traurig, wenn 10 Jahre Motorenentwicklung nichts bringen.

Und aus welcher großen Erfahrung hast du das jetzt abgeleitet? Nun sag nicht aus einer Autozeitung 🙄

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@ boofoode & Audi2010

Grundsätzlich stehe ich den Testverbräuchen von AMS auch skeptisch gegenüber.
Aber...wenn MB einen kombinierten Verbrauch von 7,9-8,1l angibt und die AMS einen Testverbrauch von 11,4l erzielt, dann sollte selbst dem optimistischten MB-Fan klar sein, dass der Hersteller hier offensichtlich Phantasiewerte postet. Gleiches gilt für den CO²-Ausstoß, der ja direkt vom Benzinverbrauch abhängig ist.

Meine grundsätzliche Erfahrung sieht so aus, dass ich in der Praxis bislang jede Herstellerangabe (zum Teil deutlich) überboten haben.

Grüßle
Frank

Zitat:

Original geschrieben von NOMDMA


dann sollte selbst dem optimistischten MB-Fan klar sein, dass der Hersteller hier offensichtlich Phantasiewerte postet.

Ja, genau wie jeder andere Hersteller 😉 Es ist und bleibt ein Witz, den Realverbrauch des 200 K am Testverbrauch festzumachen. In der AMS steht ja auch, dass der Motor im Teillastbereich durchaus sparsam läuft. IMO ist die AMS gerast wie ein Berserker, um auf den Verbrauch zu kommen, völlig praxisfremd.

Sicher ist der der C 200 K nicht unbedingt ein Muster an Sparsamkeit und auch nicht der modernste Vierzylinder am Markt, so schlecht wie er hier gemacht wird, ist er aber auch nicht. Mir fallen nicht viele bessere Vierzylinder ein, eigentlich nur einer...

@Nomdma

Zitat:

C240 T, S202, BJ 98, 1570 kg Leergewicht
2.4 V6, 170 PS: ~ 10,5 bis 11l/100km

C200 K, W204, BJ 07, 1578 kg Leergewicht
1.8 Reihenvierzylinder mit Luftpumpe, 184 PS: 11,4l/100km
dd

==> Bitte nicht einen Handschalter W202 C240 mit einem W204 C200K Automatik vergleichen.

Ich kann selbst derzeit nur einen W202 C240 Handschalter mit W203 C200K Handschalter vergleichen.

Im Bordcomputer beim W203 C200K habe ich im Display über 55.000km einen Durchschnittsverbrauch von 9,5L erzielt, was sich auch mit meinen Erfahrungen an der Zapfsäule deckt.

Über den realen Verbrauch im normalen Alltag beim W204 C200K als Handschalter kann ich nur spekulieren.
In ca. 2 Wochen kann ich Euch mehr berichten in Form erster Erlebnisse an der Zapfsäule.

Ein eingeschwungener Sprit-Verbrauchs-Zustand wird aber erst nach Ende der Einfahrzeit ca. Ende Juni erreicht werden. Da ich jeden Tag dieselbe Strecke und Uhrzeit zur Arbeit fahre, habe ich da eine schöne Vergleichsmöglichkeit.

"Mein (z.B.)Skoda verbraucht aber nur 6l, wie sie auf einen testverbrauch von 9l kommen ist mir unklar.
usw. usw.

Das waren schon früher die lustigsten Zuschrifen in den Autozeitungen. Inzwischen werde diese aber nicht mehr abgedruckt.

Bei mir pesönlich (viel Kurzstrecke) kommt der Testverbrauch immer gut hin.

Aber bitte Testverbrauch mit Testverbrauch und ECE mit ECE vergleichen.

Zitat:

Original geschrieben von Zahn


Aber bitte Testverbrauch mit Testverbrauch und ECE mit ECE vergleichen.

Selbst das geht nicht. Vor ein paar Wochen waren in einer AMS-Ausgabe zwei Vergleichtests, in denen Kompaktklasse-Fahrzeuge von einem 2.0 TDI mit 140 PS angetrieben wurden. In einem ist der VW Golf 2.0 TDI gegen den BMW 118d angetreten, im anderen hat sich der Seat Leon mit seiner Konkurrenz auseinander gesetzt. Trotz identischer Motoren und identischer Fahrzeugklasse soll der Golf in seinem Test einen Verbrauch von 6,9l und der Seat im anderen Test einen Verbrauch von 8,4l gehabt haben. Da kann mir keiner erzählen, dass da unter den gleichen Bedingungen getestet worden ist. Und deshalb kann man auch die Verbräuche (abgesehen von der Normrunde) aus unterschiedlichen Tests der AMS nicht vergleichen.

Zitat:

Original geschrieben von matthiask


@EatonKompressor:
Wenn schon Vergleich, dann den W202 C200K mit 2,0L und 163PS gegen den W203 C200K mit 1,8L und 163PS.
Ein Vergleich 193PS aus echten 2,3L Hubraum gegen 163PS aus 1,8L echten Hubraum ist unfair.

Zum Thema C350: nicht jeder kann oder will so viel Kohle locker machen für eine C-Klasse !

Der aktuelle 200K hat aber 184ps und der 230K 193ps. Ich vergleich ja den aktuellen 200K mit dem 230K.

Also ein 350er würde doch geil abgehen...😁

@ matthiask

Also ich bin schon mehr als genug MB mit Automatik gefahren und konnte bislang keine übermässigen Verbrauchsunterschiede zu den Handschaltern entdecken.

Ähnliches Spiel bei den 5ern von BMW (E39, E60) - die Art des Getriebes hat so gut wie keinen Einfluß auf den Verbrauch.

Wieso sollte das jetzt also ausgerechnet beim neuen W204 anders sein?

Und Punkt ist nun mal, dass 11,4l/100km für einen 1.8-Vierzylinder erheblich zuviel sind. Ob da jetzt auf dem Motor MB oder ein anderer Markenname steht, ist mir persönlich ziemlich egal.

Noch kurz zu den Tests - in der aktuellen Ausgabe von Oldtimer Markt berichtet ein Redakteur von AMS, dass bei Testfahrten die Fahrzeuge auf der AB nur mit Richtgeschwindigkeit bewegt werden (und wurden), da bei höheren Geschwindigkeiten die unterschiedlichen Verkehrsverhältnisse das Testergebnis zu sehr beeinflussen würden. Also nichts mit Highspeed-Fahrten, um den Verbrauch hochzujagen!
Sogesehen ist der Testverbrauch von 11,4l also alles andere als ein Ruhmesblatt für so einen kleinen Vierzylinder "modernster" Bauart. Wie es besser geht, zeigt die Konkurrenz aus Bayern.

Übrigens...ein 20 Jahre alter 190E 2.6 mit der guten 4G-Automatik und nur 160 PS beschleunigt genauso schnell auf 100 wie der neue C200K. 😉

@ boofoode

Unterschiede bei identischem Motor und Gewicht können sich noch aus der Karosse oder z.B. dem Testzyklus ergeben. Immerhin werden die Fahrzeuge ja im realen Verkehr und nicht auf der Teststrecke getestet. Sprich habe ich Pech und lande mit den Testwagen im Berufsverkehr, erziele ich andere Ergebnisse wie z.B. bei flüssiger Überlandfahrt.

Grundsätzlich sind das aber immer reale Testergebnisse, da unsereiner ja auch nicht auf abgesperrten Strecken unterwegs ist und ebenfalls mit mal flüssigerem oder weniger flüssigem Verkehr konfrontiert wird.

Grüßle
Frank

Zitat:

Original geschrieben von NOMDMA


Grundsätzlich sind das aber immer reale Testergebnisse, da unsereiner ja auch nicht auf abgesperrten Strecken unterwegs ist und ebenfalls mit mal flüssigerem oder weniger flüssigem Verkehr konfrontiert wird.

Und welchen Wert haben dann die Zahlen? Gar keinen, weil es keine Vergleichbarkeit gibt.

@ boofoode

Im Einzeltest ist der Verbrauchswert sicherlich nur ein Anhaltspunkt, im Vergleichstest zeigt er, was 2 oder mehr Fahrzeuge unter identischen Bedingungen verbrauchen.

Aber egal...schau mal die AMS durch und suche mal einen Vierzylinder-Test, bei dem 11,4l/100km Testverbrauch angegeben wurde. Würde mich wundern, wenn Du auf die schnelle einen findest.

Grüßle
Frank

Zitat:

Original geschrieben von NOMDMA


Im Einzeltest ist der Verbrauchswert sicherlich nur ein Anhaltspunkt, im Vergleichstest zeigt er, was 2 oder mehr Fahrzeuge unter identischen Bedingungen verbrauchen.

Eben, und der Vergleichstest fehlt bisher.

Zitat:

Original geschrieben von NOMDMA


IAber egal...schau mal die AMS durch und suche mal einen Vierzylinder-Test, bei dem 11,4l/100km Testverbrauch angegeben wurde. Würde mich wundern, wenn Du auf die schnelle einen findest.

Man muss auch die Augen ein bißchen aufmachen, wenn man durch die Welt läuft und sinnvoll mitdiskutieren will 😉

AMS 18/2004: Test Audi A3 Sportback 2.0 TFSI
Testverbrauch: 10,9 l Super Plus. Wenn man den Motor dann in den schwereren A4 packt und eine Automatik dazu nimmt, dann dürfte die Kombination die Verbrauchwerte vom C 200 K wohl noch überbieten.

Der Testverbrauch erscheint mir auch ein wenig zu hoch.
Man sollte auch berücksichtigen welcher Fahrer sich gerade
hinter dem Steuer befindet. Bei Testfahrten wird das Gaspedal
auch mal voll durchgertreten um die Beschleunigung bzw. Höchsgeschwindigkeit zu testen.
Was der Wagen im Schnitt wirklich verbraucht, werden wir beim
späteren Alltagsbetrieb sehen.
Im allgemeinen läst sich so ein Testverbrauch locker bei einer
vernünftigen Fahrweise unterbieten.

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