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Bremsprobleme nach Wechsel Bremsscheiben/Bremsbeläge (hinten) bei MB Niederlassung. Habe SBC.

Mercedes E-Klasse W211
Themenstarteram 27. Juni 2015 um 15:20

(M)eine Horror-Story begann im Juni 2015:

Letzte Woche brachte ich mein Fahrzeug (ein W211/E320 Limousine aus BJ 2002 mit SBC, nicht belüftet) wegen TÜV/ASU und Ölwechsel zur MB Niederlassung. Mein Wagen war ansonsten vollkommen in Ordnung. Der TÜV hatte bis auf eine Zugstrebe nichts zu bemängeln. Die wurde sofort von MB geweschselt und am nächsten Tag gab der TÜV die neue Plakette.

Der Meister prüfte nach nunmehr 105.000 km Laufleistung die Bremsen und stellte fest, das die hinteren Bremsscheiben UND Bremsklötze noch für max. 2.000 km reichen würde und empfahl, diese am besten sofort zu wechseln. Dem stimmte ich natürlich zu.

Zur Info: Vorne wurden Bremsscheiben + Klötze bei 90.000 km gewechselt - auch bei MB.

Als ich den Wagen frisch gewaschen abholte und nach Hause fuhr, hörte ich (ohne zu Bremsen) ein Schleifgeräusch hinten, teilweise extrem und zeitweise quietschend, das Bremsen funktionierte soweit. Als ich dann nach nur 20 km zu Hause ankam und ausstieg, roch ich sofort, das es verbrannt riecht und sah, das meine hinteren beiden Felgen komplett von Unmengen Bremsstaub umgeben waren..., so viel, was ich sonst erst nach ca. 500 km Fahrt habe...

Auch beim Treten auf die Bremse hörte man im Stand bei laufendem Motor hinten ein Knartsch/Quietschgeräusch.


Die Bremsscheiben waren auch leicht bläulich
... nach wohlgemerkt erst 20 gefahrenen Kilometern mit dem neuen Satz.

Also sofort zurück in die MB Niederlassung und den Wagen zurückgebracht, der Meister staunte, als er das sah und auch roch, behielt den Wagen dort, ich bekam einen Leihwagen.

Am nächsten Tag wurden dann von MB alle Möglichkeiten für die Ursache geprüft:

** Die richtigen Bremsscheiben/Bremsbelege wurden nach Fahrgestellnummer eingebaut

** Führungen der Bremsbeläge wurden korrekt gereinigt

** Feststellbremse war richtig eingestellt, Spreizschlößer waren OK und nicht wie oft der Fall verrostet.

** Bremssattel beide OK (wurden ja zunächst komplett zurück gedrückt)

Dann baute MB wieder einen kompletten neuen Satz Bremsscheiben und Bremsklötze ein, aber das Problem bestand immer noch, Fahrzeug blieb in der Werkstatt.

Nun steht der Wagen bereits 6 Werktage (!) dort, weil man bei MB mit dem Latein am Ende ist und eine Anfrage ins Werk geschickt hat, ob es so einen Fall - zwecks Lösungsansatzes - schonmal gab.

Letzte Vermutung des Meisters, das evtl. die SBS Steuereinheit defekt ist und falsche Daten übermittelt, es somit zu einer falschen Bremswirkung kommt. Aber da dass mit sehr hohen Kosten (ca. 1.500,- + Einbau) verbunden wäre, will man das als allerletzten Schritt in Betracht ziehen, soweit keine Lösungstipps vom Werk kommen sollten.

Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. vielleicht sogar hilfreiche Tipps oder Lösungsansätze... ?

Bin für jeden Hinweis/Tipp dankbar.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 27. Juni 2015 um 15:20

...der "Alptraum" ist (endlich) zu Ende!
Aber auch Zeit, DANKE zu sagen

Wie schon geschrieben, hat das Mercedes Werk der NDL Köln am Montag mitgeteilt, das aufgrund der beschriebenen auftretenden Fehler (auch nach Einbau eines zweiten neuen Satzes Bremsscheiben/Bremsbelege) und deren Aufzeichnungen ähnlicher Probleme der letzten Jahre die beiden Bremssattel getauscht werden müssen, da hier die Ursache liegen wird.

Gestern wurden die bestellten Bremssattel und 4 neue Lagerbolzen dann eingebaut.

Aufgrund meiner SBC Bremsanlage mußte dann noch die hydraulische Bremsanlage entlüftet werden.

Danach wurden vom Meister der MB NDL Köln zwei ausgiebige Probefahrten von insgesamt 15 km durchgeführt und es kam der ersehnte Anruf, ich könnte meinen "Silberpfeil" abholen und war natürlich bei der Rückfahrt extrem aufgeregt...


Und es klingt nach 16 Tagen fast unglaublich..., der Wagen bremst wieder einwandfrei...!!

Kein heiß werden der Bremsscheiben mehr, kein blau anlaufen der Bremsscheiben mehr und auch kein "Knartschen", wenn man im Stand bei lfd. Motor auf die Bremse trat.

Fazit: Die MB NDL Köln (insbesondere die beiden Meister Herr S. und Herr M.) waren die ganze Zeit IMMER sehr bemüht um die Lösung des Problems zu finden und haben sehr viel Zeit und Arbeit investiert, bis schlussendlich nur eine Anfrage ans Werk half.

Es wurde auch immer Kontakt zu mir gehalten, selbst wenn es "nur" hieß, wir kommen noch nicht weiter. Das gab mir als langjährigem (!) MB Kunden ein verdammt gutes Gefühl! Danke daher an das ganze Team der Mercedes Benz Niederlassung in Köln (einer sehr großen...;)).

Nicht unerwähnt möchte ich lassen, das ich während der 16 Tage IMMER einen Leihwagen (nagelneuen ML und restliche Zeit einen ebenso fast neuen CLA) zur Verfügung gestellt bekam, ohne wenn und aber.

Das mir selbst die lange Zeit, die mein Wagen in der MB Werkstatt war, nicht leicht fiel, steht außer Frage..., denn 16 Tage ohne "ihn" sind lang. Preislich war alles OK und im Rahmen wie vereinbart. Auch da kam mir die Niederlassung sehr entgegen.

DANKE AUCH AN ALLE HIER IM FORUM, DIE SO HILFREICHE TIPPS GEGEBEN HABEN, DIE ICH TEILWEISE AUCH MIT DEM MEISTER VON MB IN KÖLN BESPRACH UND DIE AUCH SEHR ERNST GENOMMEN WURDEN !!!

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Freut mich für dich das alles gut verlaufen ist. Jeder hat natürlich seine eigene Meinung hier darf er ja. Wichtig ist das du zufrieden bist und ein gutes Gefühl mit deiner Werkstatt hast. Viele werden dank deinem Beitrag so ein Problem ja jetzt nicht mehr haben bzw dieses schnell und kostengünstig lösen können.

Sonnige Grüße aus Nürnberg

Zitat:

Jetzt strahlt mein (frisch gewaschener) "Silberpfeil" wieder und bremst wie eine 1 :-)

na dann sind ja nun alle zufrieden! Ich behaupte aber trotzdem, daß die Reparatur in dem Umfang unnötig war. Das wirst Du aber nie herausfinden, weil Du ja stolz darauf bist, daß Dir die MB-NL auch noch preislich entgegen gekommen ist! Und Du bedankst Dich für diese Abzocke auch noch mit geschwollenen Worten in einem öffentlichen Forum? ;-))) Dietrich Heßling läßt grüßen!

Aber... jeder so wie er es gerne hat!

MfG Thomas

Zitat:

@tt-maus schrieb am 3. Juli 2015 um 21:14:29 Uhr:

Zitat:

@saverserver schrieb am 3. Juli 2015 um 00:14:06 Uhr:

Du siehst das Falsch, warum soll man die Lagerbolzen reinigen, wenn es Kunden gibt, die neue Bremssattel, Bremsfüssigkeit, entlüften usw., bezahlen und dann noch zufrieden sind, dass sie einen Preisrabatt bekommen haben!

@saverserver:

Wieso...? Bekommst Du die ganzen Dinge wie Bremssattel, Bremsflüssigkeit, entlüften in deiner MB Niederlassung etwa umsonst...? ;)

Ich war zumindest zufrieden, auch aufgrund der langen Rep.-Dauer die Rechnung einen angenehmen Rabatt bekommen zu haben und schlußendlich auch während der ganzen Zeit über von MB gestellte Mietwagen (ML + CLA) verfügen durfte..., das kostet MB auch (ein bisschen) Geld... ;-)

Nein, ich bekomme nichts umsonst bei MB, aber ich kann eben nicht verstehen, dass man sich freut, wenn man sinnlose Dinge ins sein Fahrzeug eingebaut bekommt, und sich dann darüber freut!

An einem Bremssattel kann einfach nichts kaputt gehen, außer es ist was undicht (Bremsflüssigkeit läuft raus) oder es ist was fest (verdreckt) ... dann muss man es eben sauber machen.

Und zum Thema Leihauto, MB hatte ja dein Auto auch unentgeltlich zur Verfügung. Wenn MB gleich richtig gearbeitet hätte, dann hätte sich MB viel Geld gespart und Du dir noch mehr Aufwand und Geld!

Aber egal, wenn Du zufrieden bist und MB zufrieden ist, ist doch alles SUPER.

Hatte ich auch schon mal.

http://www.motor-talk.de/.../...ird-immer-noch-heiss-t2941473.html?...

Scheint ein Problem der ersten Baujahre zu sein. Wenn die hinteren Bremsen erst nach über zehn Jahren neu gemacht werden, sind gegebenenfalls neue Bremssättel fällig.

Da hat die Werkstatt nichts falsch gemacht.

Somit erklärt sich der Tausch der bremssättel.

Zitat:

@warnkb schrieb am 3. Juli 2015 um 22:35:17 Uhr:

Hatte ich auch schon mal.

http://www.motor-talk.de/.../...ird-immer-noch-heiss-t2941473.html?...

Scheint ein Problem der ersten Baujahre zu sein. Wenn die hinteren Bremsen erst nach über zehn Jahren neu gemacht werden, sind gegebenenfalls neue Bremssättel fällig.

Da hat die Werkstatt nichts falsch gemacht.

Interessanter Link!

Die Thematik dekt sich fast mit der von tt-maus!

Und der User aus dem Link hat ALLES penibel gesäubert u. sogar den Bremskolben ausgebaut, alles ohne direkten befund! Soviel zu dem Thema: "MB würde ja nur gerne Ersatzteile verkaufen"!

Die problematik, scheint da deutlich tiefer verankert zu sein!

Interssant ist das (Zitat aus dem Link):

"Also alles wieder runter, Bremssattel abgenommen und Bremskolben rausgeholt: sieht aus wie neu (Wußte übrigens nicht, dass der aus Plastik ist). Leicht eingefettet und wieder rein in den Bremssattel, ging auch leicht (nur wenn er ganz drinnen ist gehts etwas schwerer), alles wieder zusammengebaut, entlüftet: rechte Bremse wird immer noch heiß (wenn auch nicht ganz so schlimm wie vorher, nach 3KM handwarm, nach 6Km schon ordentlich heiß, linke Seite kalt)"

Im Bremskolben aus Plastik, könnte vielleicht die Ursache liegen!?? Kunststoffe sind hinsichtlich ihrer Form & Maßhaltigkeit schon einmal leichten Schwankungen unterlegen, eventuell hat der Bremskolben sich minimal so verformt, das er etwas zuschwergängig ist (siehe auch das Zitat: "nur wenn er ganz drinnen ist gehts etwas schwerer") u. das reicht dann das die bremse/n hinten im fahrbetrieb heiß werden!

MfG Günter

 

P.S. Ich denke, das sollte man unter einer "Aussagekräftigen Überschrift" in die FAQ aufnehmen?

Habe gerade einmal diesbezüglich angefragt :)

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