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Bremsleitung flicken

Themenstarteram 18. Januar 2021 um 15:16

Hallo,

ich wechsel gerade die Achse an meinem A3 8P und dabei ist mir aufgefallen, dass Teilstücke der beiden Bremsleitungen die nach vorne gehen, rostig sind.

Diese Stelle würde ich gerne Flicken. Soll heißen ich forme diese Stelle mit neuer Bremsleitung nach, bördel diese und setz Die mit Verbindern wieder ein.

Ich stell mir nur die Frage, wie halt ich in der Zwischenzeit die Bremsflüssigkeit davon ab, aus dem abgetrennten Rohrende zu laufen?

Ich will verhindern, dass ich das Bördelgerät total besudel oder die ABS-Einheit leer läuft.

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62 Antworten

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 19. Januar 2021 um 11:08:22 Uhr:

..da gibt es nichts zu diskutieren, weil die schlichtweg verboten sind und das schon seit Ende 2017..

Das neuste was ich höre. Hast du dazu eine Quelle? Aber seltsamerweise wird sowas heutzutage immer noch serienmäßig verbaut, weil es halt reparaturfreundlich ist.

Zitat:

@schreyhalz schrieb am 19. Januar 2021 um 11:08:22 Uhr:

..Kurioserweise dürfen vorher verbaute aber drin bleiben..

Was ist denn daran kurios? Als die verbaut wurden, waren die ja noch gar nicht verboten und dann gilt der Bestandsschutz.

am 19. Januar 2021 um 11:57

...gibt ja meist nur den Originalweg... wenn’s keinen wirklich idiotensicher offensichtlichen Grund gibt ne Bremsleitung anders zu verlegen würde ich tunlichst bei der originalen Verlegung bleiben.

Beim Frontera gab es z.B. vermutlich produktionsbedingt einen zentralen Punkt wo die Bremsleitung bei der Hochzeit von Häuschen und Leiterrahmen verbunden wurden... den hab ich weg gelassen, weil machte keinen Sinn die Leitung an der Stelle durch zu schneiden um se dann wieder zu verbinden.

Zitat:

@gast356 schrieb am 19. Januar 2021 um 11:57:15 Uhr:

...gibt ja meist nur den Originalweg... wenn’s keinen wirklich idiotensicher offensichtlichen Grund gibt ne Bremsleitung anders zu verlegen würde ich tunlichst bei der originalen Verlegung bleiben.

Tank wäre für mich ein Grund, würde die neue einfach darüber verlegen um das Ding nicht ausbauen zu müssen.

Gruß Metalhead

am 19. Januar 2021 um 12:49

...wie drüber verlegen... ich hoffe du meinst nicht einfach unterhalb am Tank entlang, bzw. unten hängend am Tank, so dass die Leitungen bei einem evtl. Aufsetzen des Fahrzeugs abgerissen werden.

Es ist ein hier schwierig zu diskutierendes Thema, weil man den (neuen) Verlegeweg um ihn überhaupt richtig beurteilen zu können am Fahrzeug sehen müßte... insgesamt bin ich für mich dabei sehr kritisch, weil es dabei etliche Faktoren gibt, die Einfluß auf die Sicherheit haben können... z.B. die Leitung so zu verlegen, dass sie mechanisch mit beschädigt werden können... Aufsetzen, drehende Teile, wie Kardanwellen, sich bewegende Fahrwerksteile (Ein-/Ausfedern), Vibrationen, Schäden durch das Überfahren von Gegenständen, Ästen, Wiese, hohes Gras, Steinschlag... usw. usw.

Dazu kommen noch so Sachen, wie Hitze... Motor, evtl. Getriebe, Auspuffanlage,...

Wobei ich mir denke, der Fahrzeughersteller hat sich dazu bestimmt Gedanken gemacht und die Bremsleitungen / allgemein Leitungen entsprechend verlegt, ggf. entsprechende Abweiser / BLeche, etc. angebracht und das am Ende auch im Test erprobt.

Wenn der Grund üfr die Verlegung nur die Montageabfolge, etc. ist und es einen wirklich besseren Weg gibt, der auch obige Gesichtspunkte erfüllt dann kann man da mit Sicherheit auch mal ein wenig vom Originalweg abweichen... aber das zu beurteilen, da hab ich bedenken... so im Kopf, was so mancher unter - ja das kann man so machen, das ist sicher versteht.

Wenn ich z.B. bei so manchem Auto, die von Laien reparierten / ersetzten Abgasanlagen sehe... der typische Bogen der eigentlich über der Hinterachse durch soll, aber weil man nicht wußte, wie man da den Auspuff über die Achse bekommen sollte unter der Achse verlegt wurde -ist zwar weniger geworden, seit die Auspuffanlage richtig lange halten, aber hier und da sieht man noch immer mal solche rumfahren-... dann hab ich echt ernste Bedenken bzw. wird mir ganz übel, wenn irgendwelche Leute... Bremleitungen am Unterboden womöglich, wie auch immer kreuz und quer verlegen.

Wie genau müsste man am Fahrzeug beurteilen.

Bremsleitungen sind ja normalerweise auch einfach am Unterboden verlegt und wenn du da blöd aufsitzt reißt du die auch ab.

Gruß Metalhead

Zitat:

@gast356 schrieb am 19. Januar 2021 um 12:49:45 Uhr:

..Wenn ich z.B. bei so manchem Auto, die von Laien reparierten / ersetzten Abgasanlagen sehe..

..dann hab ich echt ernste Bedenken..

Demnach dürfte man überhaupt nix mehr reparieren, weil es immer pfuschende Deppen gibt.

am 19. Januar 2021 um 14:34

...genau das wollte ich damit nicht sagen, sondern dass sich beim originalen Verlegeweg i.d. Regel jemand Gedanken gemacht hat, man daher möglichst dabei bleiben sollte... bzw. man zumindest hier dazu raten sollte so lange man die individuelle Situation vor Ort am Auto und die Beurteilungfähigkeiten / Fähigkeiten des Ausfürhrenden nicht kennt - statt sozusagen einen generellen Freibrief ala "kannste verlegen wie du willst" zu erteilen.

Zitat:

@gast356 schrieb am 19. Januar 2021 um 14:34:55 Uhr:

... bzw. man zumindest hier dazu raten sollte so lange man die individuelle Situation vor Ort am Auto und die Beurteilungfähigkeiten / Fähigkeiten des Ausfürhrenden nicht kennt - statt sozusagen einen generellen Freibrief ala "kannste verlegen wie du willst" zu erteilen.

Stimmt, normalerweise wird das ja aufgrund eines TÜV-Mangels gemacht und dann schaut da ja noch jemand fähiges drüber. Am besten mit diesem vorher absprechen. ;)

Gruß Metalhead

Also ich würde sagen. Wenn man sowas noch nie gemacht hat sollte man sich jemanden dazu holen der weis wie das geht. Weil tickende Zeitbomben haben wir schon genug auf der Straße. Das Thema mit den schnellverbindern ja die sind nicht erlaubt aber werden doch vom tüv durchgelassen, die sind aber auch nicht ganz ohne, sagen will ich damit, das soll jetzt nicht heißen das der TE das nicht kann deswegen mach es mit jemanden der das schon öfter gemacht hat. Das Thema mit den bremsleitungen unter dem Tank haben wir mit Absprache mit dem tüv zusammen schon sehr häufig gemacht. Die müssen halt ordentlich befestigt sein.

Zitat:

@gast356 schrieb am 19. Januar 2021 um 14:34:55 Uhr:

...genau das wollte ich damit nicht sagen, sondern dass sich beim originalen Verlegeweg i.d. Regel jemand Gedanken gemacht hat, man daher möglichst dabei bleiben sollte...

Dazu kommt dann noch das Argument, dass derjenige ja hier gefragt hat. Dieses Indiz allein disqualifiziert den Fragenden von solch eigenmächtigen Änderungen an sicherheits-entscheidenden Teilen.

Zitat:

@kraeMit schrieb am 18. Januar 2021 um 18:37:57 Uhr:

Sorry, aber das ist Quatsch!

Was meinst Du, was eine Werkstatt macht? Andere Stellen an den Bremsleitungen sind doch auch geschraubt. Es geht hier um eine Reparatur, dafür gibt es Standard Kupplungen.

Diskutieren kann man noch, ob der TÜV Kupplungen mit Schneidringen abnimmt war bei mir der Fall. Aber Kupplungen, die gebördelte Enden verbinden sind doch total in Ordnung!!

Hast Du mal Beispielbilder ?

https://i.ebayimg.com/images/g/HOcAAOSwll1Wufjz/s-l500.jpg

So sieht gebördelt aus, da wird die Muffe drüber gesteckt und mit einem Gerät die Leitung gebördelt, so daß diese vorne breiter wird und es umöglich wird daß die Muffe wieder drüber rutscht.

Bei Schneidverbindern wird ein Ring (rotes Teil) beim verschrauben in die Leitung geschnitten und "verkrallt" sich dann (gibt's auch im Sanitärbereich). Da kommts darauf an ob die ordentlich angezogen und weit genug aufgesteckt sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schneidringverschraubung

Beim Schneidring kannst Mist bauen, bördeln kannst eigentlich nix falsch machen (bzw. du siehst es am Endergebnis ob es passt oder nicht, bevor du es zusammenschraubst).

Gruß Metalhead

Lt. einer kleinen Stichprobe unter TÜV-Prüfern war der Konsens: Was eingebaut wird, aber nicht original schon drin ist, braucht ne ABE o.ä.

Haben mal versucht für die Schnellverbinder eine solche zu bekommen, gab es aber nichtmal vom Hersteller. Damit wird es offiziell als Notlösung zur Reparatur für den KURZFRISTIGEN Einsatz eingestuft.

 

Klar, so ein Ding zu übersehen geht schnell, wenn's gut gemacht ist. Hab aber auch schon nen Prüfer erlebt, der verdächtig dick aufgetragenen Unterboden-Schutz hat wegkratzen lassen, um genau hinzuschauen.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 20. Januar 2021 um 06:35:43 Uhr:

https://i.ebayimg.com/images/g/HOcAAOSwll1Wufjz/s-l500.jpg

Bei Schneidverbindern wird ein Ring (rotes Teil) beim verschrauben in die Leitung geschnitten und "verkrallt" sich dann (gibt's auch im Sanitärbereich). Da kommts darauf an ob die ordentlich angezogen und weit genug aufgesteckt sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schneidringverschraubung

Beim Schneidring kannst Mist bauen, bördeln kannst eigentlich nix falsch machen (bzw. du siehst es am Endergebnis ob es passt oder nicht, bevor du es zusammenschraubst).

Ich habe bisher nur Klemmverbinder in diesem Bereich gesehen und habe einmal eine Notreparatur damit durchgeführt. Eine Schneidringverbindung sieht anders aus. Da ich das Ding eh wieder entfernen wollte, habe ich es einem Test unterzogen und hat versagt. Für mich persönlich keine Dauerhafte Reparaturmöglichkeit.

Wenn ich dann die Überschrift schon lese, rollen sich die Zehnnägel. Flicken hat was Vermurkstes an sich.

Beim Tank gibt's bei einigen Fahrzeugen die Möglichkeit die Leitung vorher passend zu biegen und durchzuschieben. Das einclipsen wird eventuell noch spektakulär, aber machbar.

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