Bremsflüssigkeit nach 5 Jahren immer noch einen Siedepunkt von 230 Grad.

Ford Focus Mk3

Hallo Gemeinde,
als ich kürzlich beim TÜV war, hatte ich den Verdacht, dass meine Bremsflüssigkeit mit 5 Jahren zu alt wäre und ein Wechsel anstehen würde. Zu meiner Verwunderung wurde aber immer noch ein Nasssiedepunkt von 230 Grad gemessen. Ich weiß jetzt nicht wie oft Ford den Bremsflüssigkeitswechsel vorschreibt, ich denke alle zwei Jahre. Wenn aber selbst nach 5 Jahren noch immer kein Wechsel erforderlich ist, empfinde ich dies, wie auch diverse sinnlose und überteuerte Servicearbeiten als Geldschneiderei.

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Hallo zusammen,

also beim FORD Service wird die Bremsflüssigkeit alle 2 Jahre gewechselt.
Ich glaube nicht, dass sich der TÜV für den Siedepunkt der Bremsflüssigkeit interessiert, solange die Werte der Bremskraft im Toleranzbereich liegen

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Es wahrscheinlich auch genug Leute deren Bremsen nie in den Grenzbereich kommen und die somit auch keine Verschlechterung merken.

Zitat:

@volvo 2000 schrieb am 24. September 2019 um 18:11:39 Uhr:


Technisch ist es ja einfach gesagt so... Bremsflüssigkeit nimmt Feuchtigkeit auf, diese hat einen niedrigen Siedepunkt. Am Sattel dann durch Sieden Luft in der Leitung, dadurch verschlechterte Bremsleistung, da sich Luft komprimieren lässt und somit der Bremsdruck sinkt bzw ungleichmäßig.
Ich lasse bei meinem Nissan nur an den Sätteln etwas ab und oben neue rein. Im Auto hier in dtl. Alle 4 Jahre wegen Haftungsfrage. Heute drehen die Versicherungen aus allem ein Stolperseil.

Zitat:

Ich lasse bei meinem Nissan nur an den Sätteln etwas ab und oben neue rein.

Das ist eine interessante Überlegung.

Moin,
früher.... ich meine damit so Ende der 80er Jahre bin ich mit unserem 12 Jahre alten Zweitauto beim TÜV gewesen.... Alles tutti, Plakette..! 😁 Dann fragte der TÜV-Mann, ob er mal ein gaanz neues Gerät testen könne... kostenlos für mich. OK, gesagt, getan. Er hat den Siedepunkt der Bremsflüssigkesigkeit gemessen..!! WOW, so ein tolles Gerät. Er meinte dann nur, ich würde da "eigentlich fast mit Wasser fahren". Nunja, so nach 12 Jahren.....🙄 Aber die werksmäßige Füllung ist "offiziell" 3 Jahre OK...., 5 Jahre (4 Jahres in den Bergen) sollten also nun wirklich OK sein.

PS.: Ich bin auch mal mit abgerissener Bremsleitung und Spax-Schraube am abgerissenen Ende... mit WASSER ca. 50 Kilometer gefahren. OK, alle 10 Kilometer Wasser nachkippen war angesagt...🙂😛 OK, im Gebirge hätte ich DAS natürlich nicht gemacht.....

ich hab mal einen Fordhändler gefragt, der war natürlich dafür :-) und hatte auch eine Begründung: Wasser kommt immer rein, kann sein, dass damit der Siedepunkt noch gut ist, aber das bereits vorhandene Wasser führt über die Zeit zu Korrision im Bremszylinder und im ABS-Block. Das ist dann teurer als regelmäßig Bremsflüssigkeit wechseln.

Auch hier würde ich sagen, liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen

Der Blinkernutzer

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Zitat:

@seppl34 schrieb am 24. September 2019 um 17:13:02 Uhr:


Hallo Gemeinde,
als ich kürzlich beim TÜV war, hatte ich den Verdacht, dass meine Bremsflüssigkeit mit 5 Jahren zu alt wäre und ein Wechsel anstehen würde. Zu meiner Verwunderung wurde aber immer noch ein Nasssiedepunkt von 230 Grad gemessen. Ich weiß jetzt nicht wie oft Ford den Bremsflüssigkeitswechsel vorschreibt, ich denke alle zwei Jahre. Wenn aber selbst nach 5 Jahren noch immer kein Wechsel erforderlich ist, empfinde ich dies, wie auch diverse sinnlose und überteuerte Servicearbeiten als Geldschneiderei.

Du hast ja auch die Bremsflüssigkeit im Ausgleichbehaälter gemessen.
Pump mal am bressattel etwas ab und miss da mal. Da wird das Ergebnis anders ausfallen.

Man muss sich ja bei dieser Diskussion zum Bremsflüssigkeitswechsel mal überlegen, über was (Betrag Euro) wird hier eigentlich diskutiert?

Völlig losgelöst davon, ob ein Bremsflüssigkeitswechsel nach zwei, drei, fünf oder zehn Jahren sinnvoll ist, es geht um ein sicherheitsrelevantes System (für einen selbst und auch für andere), die Bremse - und um +/- 50 Euro für solch einen Bremsflüssigkeitswechsel, in einer Ford-Vertragswerkstatt!

Manche schrauben sich einen Spoiler hin, oder eine Unterbodenbeleuchtung, bauen Subwoofer ein, investieren in Tieferlegungen, in 21 Zoll glanzgedrehte Felgen, samt passender Bereifung, montieren irgendwelche grellen Lichtbänder oder was es sonst noch so gibt (es gibt vieles), mit und auch ohne ABE, völlig egal. Alles kostet ein Vielfaches eines Bremsflüssigkeitswechsels!

Und dann stört man sich an den Kosten eines oder auch mehrerer Bremsflüssigkeitswechsel im Laufe der Jahre…?🙄🙄🙄

Also ökologisch isses ja nicht gerade das Zeug nach 2 Jahren zu entsorgen. Ich hatte das bei meinem ST erst nach 6 Jahren gemacht und der hat gebremst wie am ersten Tag. Auch hatte ich da vorher den Test mit so einem Teststift am Ausgleichsbehälter gemacht. Der sagte alles ok.
Wenn ich jedoch hin und wieder mal über die Nordschleife brettere, dann werden wohl nichtmal die 2 Jahre reichen. Aber da werden dann auch andere Teile frühzeitig fertig werden.

Ich sehe das ähnlich. Beim Motorrad mache ich doch ab und an etwas rasantere Passabfahrten wo das System auf ernsthafte Temperaturen kommt. Beim Motorrad merkt man schon recht deutlich wenn die Bremsflüssigkeit älter ist, und ggf. mit alten Belägen kombiniert wird. Aber das tritt auch bei vollstem Alpengeballer erst nach der fünften oder sechsten Spitzkehre auf. Vorher ist alles super.
Bremsungen am Auto auf diesem Niveau habe ich (in meiner Gegend) nicht. Wenn ich also weder Autobahnheizer noch rasanter Passfahrer bin, traue ich meinem Auto zu jeder Zeit 100% Bremsleistung für eine Bremsung zu, auch wenn die Bremsflüssigkeit älter als 2 Jahre ist. Wenn ich allerdings mit viel Ladung unterwegs bin oder nach Italien möchte, schaue ich schon dass alles geprüft oder frisch ist.

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