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BMW TEILE-KATALOG E39 530d Federbein vorn/Schwenklager/Radlager

BMW 5er E39
Themenstarteram 2. April 2019 um 11:58

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Hallo Freunde,

in der oben genannten Teileliste fehlt ein Teil, nämlich die Metallhülse welche die Lenkstange mit dem Schwenklager verbindet. Um genauer zu sein: Die Bohrung im Schwenklager ist recht groß. Die kräftige "Hülse" verringert die Bohrung auf das für die Schraubverbindung der Lenkstange passende Maß.

Auch hier ist sie nicht zu finden?!?

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Hat da jemand eine Teilenummer in der Schublade, oder muss man sich das Ding selbst gießen?

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19 Antworten
Themenstarteram 8. Mai 2019 um 12:24

Ich will euch hier mal etwas berichten, bei dem ist mir schon wieder der Kitt aus der Brille geflogen!

Ich war ja dabei, dem nervigen Geklopfe an meiner Vorderachse während der Fahrt auf Schotterstraßen Einhalt zu gebieten. TÜV Ende letzten Jahres mit dem Ergebnis -Koppelstangen und ein Querlenker-. Nunja.., da sind wir mal nicht kleinlich. Vorher nochmals Kontrolle durch rütteln, zerren, schieben, ziehen, bis der Speichel spritzte. Die Nachbarn dachten schon ich leide an epileptischen Anfällen. Bombenfest das alles. Nun..., das Fahrwerk klopfte ja auch nur auf den Schlagloch übersähen Feldwegen. Also zur Sicherheit eben beide Querlenker. Aber wenn das..., dann sind die Zugstreben auch bald dran. Ach scheiß drauf, die mache ich gleich mit. In Richtung Vorderachse will ich hier mal gar nicht so weit ausholen. Das war ja eine Geschichte für sich.

Als das Klopfen nach vielem Herumgewürge noch immer nicht abgestellt war, fuhr ich nochmals zum TÜV auf die Prüfeinrichtung, ließ vorne und hinten alles nochmals checken.

"Vorn und hinten alles ok." so der Prüfer.

"Nichts ist da ok! Komm mal raus da aus der Kuhle, lass mich mal Gucken, oder geh zur Seite!"

Aha, die Stabilager.

Gemeinsam checkten wir gleichfalls die Hinterachse. Da habe ich auch nichts erkennen können. Suspekt eigentlich. Während vorn schon einige Male gewurschtelt wurde, wurde hinten noch nie etwas gemacht. In einer Werkstatt vor vielen Jahren wies mich einer mal auf die Gummilager am Achsträger hin. Die seien nicht so gut eingepresst und der Wagen würde aus diesem Grund schwammig auf der Straße liegen. Ich erkannte aber die Dollarzeichen in seinen Augen. Sein Japsen und Hecheln hielt ich noch für eine Systemstörung und ignorierte es freundlich. Das hatte er immer wenn ich um die Ecke kam.

Jetzt ist der Wagen tatsächlich hinten schwammig auf der Bahn. Ok sagte ich mir. Fliegen die Gummilager auch bald raus, 10 Jahre noch oder 20, wenn ich mit allem Anderen fertig bin. Ich Konzentriere ich mich erst einmal weiter auf das neuerdings aufgetretene Flattern in der Vorderachse, mein Getriebe, den eben aufgetretenen Kabelbrüchen in der Heckklappe, den Schwellern, dem Öl im Motorraum, der Sitzheizung, der Lenkung, die Heckscheibenheizung, den Blechschaden an der rechten Seite, den Pixelfehlern und den Rostanfällen.

Als ich nun von Sommer auf Winterreifen wechselte, bemerkte ich eine Unwucht in den Reifen. Eigentlich suchte ich einen Blechschlosser und Lackierer für die Reparatur am Schweller und der Stempel den mir meine Frau in die Seite drückte, der sollte auch endlich mal weg. Als er mir den Preis dafür nannte, trommelte ich, den Unterarm vor den Augen und an der Türzarge halt suchend, lachend und nach Luft ringen auf's Holz.

"Junge..., die Nullen gehören hinter das Komma!"

Er bestand aber auf seine Rechnung. Ich merkte, das meinte der tatsächlich ernst. Nur interessehalber fragte ich, was er mir denn für das Wuchten der reifen abknöpfen würde.

???Bahnbrechend günstig???

"Jo..., dann krempel mal die Ärmel hoch"

Das leise Quitschen welches man über die ganze Zeit der Konversation latent im Ohr hatte, musste von dem Gehwagen des Mitarbeiters kommen, den er mit dem Wuchten beauftragte. Ok sagte ich mir, Erfahrungswerte spielen auch eine Rolle. Noch während der Demontage des ersten Reifens, setzte mein Verwesungsprozess ein und ich verlor zwei Zähne. Ich ließ ihn nicht aus den Augen. Ich wollte seine nächste Bewegung unbedingt mitbekommen. Zwischenzeitlich erkundigte ich mich telefonisch bei der Behörde nach den Öffnungszeiten. Ich dachte, wenn der endlich fertig ist, dann kann ich gleich hin und meine Kiste steuerbegünstigt als Oldtimer melden. Als er den Wagenheber an meinen eingedrückten Schweller ansetzten wollte, schälte ich mich aus den Spinnenweben und erklärte ihm die alternativen an diesen "neumodischen" Kisten. Ich wunderte mich, dass er zum montieren der Reifen ein Drehkreuz und keinen Drehmomentschlüssel nutzte. Bei genauen hinhören stellte ich fest, das dritte Knacken in seinen Gelenken musste schätzungsweise umbei 100Nm liegen. Als er den letzten Reifen, hinten rechts, montierte, da viel mir auf, dass dieser brutal wackelte?!? "Was ist das denn? Da stimmt doch etwas nicht." Fragend blickte er mich an. "Gut Vatti, geh mal 'n Stück zur Seite. Gib dem Nachwuchs mal 'ne Chance"

Ich konnte den Montierten Reifen geschätzte drei Grad nach links und Rechts bewegen. "Weia..!?!"

Dem Service frohlockend machte sich der Alte auf und schwang sich unter das Auto, um zu sehen, wieso das Rad so wackelt. Während ich frontseitig den Reifen hin und her bewegte und mir dabei so langsam die Arme erlahmten, schaute ich nach, ob er da unten noch atmete.

"Radlager!" lautete seine Diagnose.

"Ja.., das Radlager ist jetzt wohl auch hin. Der Wagen wurde ja auch schon lange nicht mehr bewegt. Aber zu Beginn der Reifenmotage war das noch nicht der Fall!" Freundlichst begann er den Reifen nochmals zu demontieren während dessen ich den dritten Zahn verlor und meine Kleidung sich langsam ebenfalls zu zersetzen begann. Er untersuchte nochmals die Sachlage.

"Radlager! Sehr gefährlich jetzt noch damit zu fahren!"

"Janee... is klar. Schraub mal wieder drauf den Reifen. Ich habe das Gefühl, meine Kinder haben bald Silberhochzeit."

Kontrollierend zählte ich das Knacken seiner Gelenke beim Anzug der Schrauben, zahlte den Schnäpchenpreis und spendierte dem Alten noch eine kleine Dose WD-40 für seinen Gehwagen. Die Reifen aber, dass muss ich zugeben, die hat er bestens gewuchtet.

Ohne Umwege direkt zum TÜV auf den Prüfstand. Die Prüfplatten, auf denen der Wagen stand, rockten im Samba-Rhythmus hin und her. Nichts zu sehen. Erst als wir den Wagen anhoben und ich wieder frenetisch am Reifen zerrte war ein defekter Führungslenker auszumachen.

Also, wenn man mir an meiner Kiste ein "alles ok" meldet, dann gehen bei mir sämtliche Alarmglocken an. Schlimmer noch wenn die vor mir stehend auf den Vorderfüßen wippend ihre Analyse präsentieren.

(Ich weiß nicht.., manchmal habe ich etwas Schwierigkeiten auf den Punkt zu kommen. Habt Nachsicht)

Trotzdem verstehe ich nicht, wie du durch bloßes Aushaken der Spurstange die Spur verstellt hast. Die Spur wird verstellt, indem man das Gewinde der Spurstange verdreht, um sie länger oder kürzer zu machen. Wenn man die Spurstange aus dem Achsschenkel nur aushakt, um die Buchse zu wechseln, dann muss man aber an dieses Gewinde überhaupt nicht dran. Demzufolge bleibt die Spurstange genauso eingestellt wie vorher und wenn man sie wieder in den Achsschenkel einhakt, dann muss die Spur demzufolge auch wieder passen. Eben weil die Spur ja durch die Einstellung der Spurstange vorgegeben wird und die sich nicht von selbst verstellt.

Themenstarteram 9. Mai 2019 um 6:30

Ich kann dir auch nicht sagen wie das angehen kann. Als ich die Stange löste, kam sie natürlich relativ leicht und samt Buchse aus dem Schwenklager. Im abgekoppelten zustand war es nicht ganz einfach den Konus aus der Buchse zu ziehen. Der Ausdrücker passte super drauf. Da aber die Buchse nicht mehr vom Schwenklager gehalten wurde, drehte sich diese beim Anziehen immer weg. Dadurch löste sich die Konterung und die Stange drehte noch leichter. Ich war aber nicht so erpicht darauf den Ausdrücker in den Händen zu halten während ich da richtig Puste drauf gebe. Ich musste also einen Maulschlüssel in den Ausdrücker einhaken um ihn beim Schrauben zu kontern, gleichfalls sein wegdrehen verhindern und mit dem anderen Maulschlüssel den Druck aufbauen. Peinlichst genau achtete ich darauf, dass sich die Spurstange dabei nicht verdreht. Einmal angenommen, der Kopf hätte sich bei dieser Aktion einmal um 360 Grad verdreht, würde ich nicht annehmen, dass du das beim Fahren merken würdest.

Der Wagen zieht ganz latent nach rechts. Kaum zu merken. So etwa, als wäre die Straße nach rechts ein tickchen zu abschüssig für den Ablauf des Regenwassers.

Genaues kann ich aber erst sagen, wenn das hintere Rad gemacht ist. Das ist echt locker. So etwas hab ich noch nicht erlebt. Das Fahrverhalten wird von dort kommen. Diesmal lasse ich das in der Werkstatt machen. Da ich hier an keine Grube und keine Bühne komme, mir die Schrauben aussehen als hätten sie Bock auf die Flex und ich die Flex beim Verrichten nicht so gern an der Wange habe, sollen sich Andere damit abquälen. Es sollte mich aber wundern, wenn da nur der Führungslenker hinüber ist. Die Teile dort sind so alt, dass ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass die Gummilager noch ok sind. Ich nehme an, der Führungslenker ist nur der Auftakt.

Danach wird die Spur erneut eingestellt und dann werden wir sehen. Dann gibt es nochmal eine Rückmeldung.

Zitat:

@substreem schrieb am 9. Mai 2019 um 06:30:26 Uhr:

Ich kann dir auch nicht sagen wie das angehen kann. Als ich die Stange löste, kam sie natürlich relativ leicht und samt Buchse aus dem Schwenklager. Im abgekoppelten zustand war es nicht ganz einfach den Konus aus der Buchse zu ziehen. Der Ausdrücker passte super drauf. Da aber die Buchse nicht mehr vom Schwenklager gehalten wurde, drehte sich diese beim Anziehen immer weg. Dadurch löste sich die Konterung und die Stange drehte noch leichter. Ich war aber nicht so erpicht darauf den Ausdrücker in den Händen zu halten während ich da richtig Puste drauf gebe. Ich musste also einen Maulschlüssel in den Ausdrücker einhaken um ihn beim Schrauben zu kontern, gleichfalls sein wegdrehen verhindern und mit dem anderen Maulschlüssel den Druck aufbauen. Peinlichst genau achtete ich darauf, dass sich die Spurstange dabei nicht verdreht. Einmal angenommen, der Kopf hätte sich bei dieser Aktion einmal um 360 Grad verdreht, würde ich nicht annehmen, dass du das beim Fahren merken würdest.

Der Wagen zieht ganz latent nach rechts. Kaum zu merken. So etwa, als wäre die Straße nach rechts ein tickchen zu abschüssig für den Ablauf des Regenwassers.

Genaues kann ich aber erst sagen, wenn das hintere Rad gemacht ist. Das ist echt locker. So etwas hab ich noch nicht erlebt. Das Fahrverhalten wird von dort kommen. Diesmal lasse ich das in der Werkstatt machen. Da ich hier an keine Grube und keine Bühne komme, mir die Schrauben aussehen als hätten sie Bock auf die Flex und ich die Flex beim Verrichten nicht so gern an der Wange habe, sollen sich Andere damit abquälen. Es sollte mich aber wundern, wenn da nur der Führungslenker hinüber ist. Die Teile dort sind so alt, dass ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass die Gummilager noch ok sind. Ich nehme an, der Führungslenker ist nur der Auftakt.

Danach wird die Spur erneut eingestellt und dann werden wir sehen. Dann gibt es nochmal eine Rückmeldung.

Wenn die Buchse "leicht" mit rausgekommen ist, dann wird sie schon die Ursache deines Problems sein. Denn das darf so eigentlich nicht sein, weil das ne Presspassung ist.

Themenstarteram 9. Mai 2019 um 9:24

Naja.., ausdrücken musste ich die schon, wohl aber dem geschuldet, dass ich durch anheben des Schenkels mittels Wagenheber kaum den optimalen Entspannungspunkt finden konnte. Ich schrieb ja vormals, dass die alte Buchse zum Wiedereinbau wieder freundlich nach hause ging. Ich zweifel daher etwas ob das tatsächlich eine Pressung ist. Stramm ja, aber gepresst? Geklebt würde ich eher vermuten. Auch die neue Buchse konnte ich per Hand einfach einschieben. Man spürt zwar die Passgenauigkeit, aber ein "Eindrücken" ist da nicht erforderlich. Schiebst du sie von unten rein, bleibt sie auch drin und fällt nicht wieder raus. Da ist kein Spiel. Zudem war auf der Buchse und im Schwenklager solch weißes Zeugs. Ich hielt es für Gammel, ließ sich aber einigermaßen leicht (1000er Schleifpapier) reinigen und die Auflagefläche der Buchse sah aus wie neu. Das war sicher Kleber. Ist aber nicht ausgeschlossen, dass da schon einmal jemand die Buchse gewechselt hat.

Ich bin überzeugt, dein Rat hier Kleber zu verwenden ist elementar und so werde ich es auch weitergeben.

Lass mal ruhig warten bis die Reparatur hinten erledigt ist. Dann wird nochmals vermessen. Wenn die Karre hinten nicht geradeaus läuft, musst du vorne eben gegenlenken.

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