BMW E90 320d Turbolader Leistungsverlust bei längeren Bergauffahrten
Hallo, ich bin neu hier und hoffe, mir kann irgendjemand helfen. Ich bin nicht besonders fit was Handwerk und Autos generell betrifft. Aber ich versuch's mal zu erklären:
Ich habe mir einen gebrauchten E90 320d gekauft. Er hat 200.000km gelaufen, TÜV bis 02/24, optisch in einem super gepflegten Zustand und auch der Motor scheint in Ordnung zu sein. Er wurde gekauft von einem Schüler, der jeden Tag mit dem Auto zur Ausbildungsstelle und zurück gefahren ist (25km je Strecke).
Ich habe ihn nach dem Kauf in eine Werkstatt zum Checkup gebracht. Diagnose: Bremsen vorne und hinten müssen bald erneuert werden, sowie Stoßdämpfer vorne. Alles in allem für mich vertretbar, das sind ja "normale" Verschleißteile. Der Turbolader wurde vor ca. 3 Monaten erneuert ,er hat bei einer langen Strecke lt. Vorbesitzer, auf dem Weg nach Spanien, den Geist aufgegeben. Es wurde ein neuer, generalüberholter Turbo verbaut. Der Verkäufer hat mir, was für mich sehr positiv zu sein schien, in den Kaufvertrag eine Gewährleistung/Garantie auf den Turbo gegeben (er hat wohl 2 Jahre Herstellergarantie, die er mir "schenken" wollte". Sehr in Ordnung. Bezahlt hab' ich für das Auto 3.500€. Ein für mich als Laie sehr solider Preis.
Nun zum eigentlichen Problem. Das Auto läuft wirklich rund, macht spaß, der Motor klingt sehr ruhig und schnurrt wie eine Katze.
Er Macht nie Probleme, AUSSER folgendes: Wenn ich auf der Autobahn eine längere Strecke bergauf fahre, so nach 4-5km (wohne in der Eifel, dort sind die Autobahnen schonmal etwas stärker nach oben oder unten geneigt), hört der Turbo auf einmal auf, Leistung zu produzieren und entfaltet die Kraft nur noch ab 3.800-4000upm. Darunter passiert nicht mehr viel. Das passiert urplötzlich und sporadisch. Mache ich das Auto aus- und wieder an, bleibt das probem bestehen. Steht er jedoch ca. 5-10 Minuten, ist wieder alles "normal". Wie gesagt, das Problem tritt ausschließlich auf der Autobahn auf, wenn ich länger bergauf fahre. Sehr kurios. Dachte zuerst an ein "Notlaufprogramm" vom motor, aber es geht weder eine MKL, noch fährt er sonderlich langsam oder auf wirklicher Sparflamme, denn er zieht oberhalb 3.800upm weiterhin gut durch, nur darunter halt nicht.
Hoffe auf eure Hilfe, weil ich mir teure Werkstattbesuche nicht wirklich leisten kann. Es scheint mir mit meinem laienhaften Auge kein größeres Problem zu sein, weil ja sonst alles super funktioniert. Auch die Eltern des Vorbesitzers, alle mit denen ich gesprochen hatte, versicherten mir, dass es ein super Auto ist. Sie waren schon förmlich sauer, dass ihr Sohn das Auto zu dem Preis abgeben will, nur um auf die schnelle Bargeld zu haben für ein anderes Auto. Sie wollten eigentlich dass der junge das Auto weiter fährt, weil sie auch immer jede Reparatur, Dinge die in hohen Laufleistungen auftreten, bereits erledigt haben wie Federwechsel, Radlager, all diese Kleinigkeiten. Sie haben wohl ne Menge dort hineininvestiert damit der junge gut fahren kann.
So, das war's für meinen ersten Post. 🙂 Ich hoffe, der Text ist halbwegs leserlich und verständlich.
Liebe Grüße
481 Antworten
Klar will ixh das. Ich sollte besser nur nicht gleich bei diesem Problem anfangen zu Schrauben. Lieber später mal, wenn kleinere Sachen anfallen. Auch wenn das hier für viele evtl. schon relativ klein zu sein scheint 🙂
Zitat:
@Hannes99 schrieb am 28. August 2023 um 00:29:09 Uhr:
....
Ich habe keine Angst vor Glühkerzen, da muß man mit Ruhe und Geduld drangehen, dann klappt das.
Das Schlimme beim BMW ist das ganze Plastik-Geraffel an Verkleidungen und die Domstreben demontieren
Das hält mehr auf als die eigentliche Reparatur! ........
Das sagen nur Leute denen noch nie eine abgerissen ist, man bekommt einige raus, aber nicht alle. Man muss keine Angst davor haben, aber ab und zu reisst eben eine ab, bzw. geht nicht raus. Dann heisst es entweder ausbohren und im schlimmsten Fall Kopf runter.
Deine Aussage bzgl. N47/57 kann ich allerdings nicht teilen, das ist ein solider Motor, der abgesehen von der Kettenproblematik kaum Schwächen hat.
Ob's hier nicht jemandem im Forum gibt, der aus der Eifel kommt oder +-100km Umkreis und sich ein wenig Taschengeld verdienen will? Sorry für das viele gequatsche, aber ich würde wirklich verbiegen nur umndas Auto wieder hinzubekommen. Falls soetwas hier verboten ist, Lösch ich den Kommentar wieder.
Lg und schönen Feierabend euch allen
@weirdoz
Ich habe schon sehr viele Glühkerzen ausgebaut und noch keine abgerissen.
Ich habe auch Ausbohrwerkzeug, mußte es aber noch nie nutzen!
Geduld ist gefragt, am besten eine Woche vorher einweichen mit normalem Synthetik Motoröl.
Motor richtig warmfahren und dann muß es schnell gehen bevor er wieder abkühlt. Das Plastik Verkleidungs Geraffel sollte vorher schon abgebaut sein, damit man keine Zeit verliert.
Ganz wichtig: Drehmomentschlüssel für Linksanzug verwenden und aufhören bevor das Abreißmoment erreicht ist!
Dann lieber wieder einsprühen und noch eine Woche weiterfahren.
Grobmotorik nach "Gefühl" wie bei den AUTODOKTOREN ohne Drehmomentschlüssel ist fehl am Platz.
Wer nicht hören will, muß Bohren.
Die BMW Glühkerzen mit M10 sind im Vergleich zu den "Salzstangen" wie Mercedes OM 642 oder Audi noch robust und stabil.
Trotzdem: wenn "Sparfüchse" jahrelang mit defekten Glühkerzen rumfahren, verkoken die und gehen kaum noch raus.
Ich empfehle alle 100.000 neue GK, mit Beru Glühkerzenfett eingesetzt, gehen die später ganz easy raus.
Zum N47/N57
- Die haben nicht nur Steuerkettenprobleme, der N47 mehr als der N57,
- es gibt stark verrußte Ansaugbrücken und Einlaßventile. Damit nicht genug-
- beim N57 gibt es mit höherer Laufleistung vermehrt richtig kapitale Lagerschäden ab 180.000 km wegen defekten Ölpumpen.
Kannst du alles googeln!
Ich suche bei Mobile und autoscout schon seit längerem einen Nachfolger für meinen. Die hohe Anzahl der kapitalen Motorschäden schreckt mich jedoch ab und ich fahre meinen alten M57 weiter
Die Robustheit des legendären M57 hat der N57 lange nicht mehr
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Was sagst du zum Rest @Hannes99 ? 🙂
Sicher ist es dein gutes Recht, in der Eifel jemand zu suchen der dir hilft.
Ich würde aber an deiner Stelle die Eifel etwas eingrenzen und den groben Wohnort beschreiben, denn die Eifel ist groß!
Vielleicht würde ich noch den Köln/Bonner Raum dazu nehmen, denn die sind schneller bei dir als jemand von Mayen oder der Luxemburger Grenze.
@Hannes99
Nein ich meinte, was du zu dem Bmw-Mann sagst. Hatte dir auch eine pn geschickt 🙂
Was der BMW Mann sagt?
Eigentlich müsste er von seiner Ausbildung mehr Ahnung als ich haben, und er war vor Ort und hat deinen Wagen ausgelesen.
Ich hingegen nicht und kann mir eigentlich auch kein Urteil erlauben.
Jedoch:
Das Pop off gehört da raus, es gehört da nicht hin und stört den ganzen Regelkreis da die Dieselelektonik (DDE) nichts von dem Ventil weiss - woher auch - und deshalb vieles falsch interpretiert.
Allgemein zu den Diagnosen der BMW Leute:
Bei mir wurde vor Jahren schon von BMW ein verstopfter DPF festgestellt und ein Austausch von über 2.000€ veranschlagt. Die beiden defekten Thermostate, die eine Regeneration verhindern, hatte der Blindfisch Meister von BMW aber nicht auf dem Schirm, da die, rein mechanisch keine Fehler werfen. Habe Thermostate von weit unter 100€ selbst gewechselt und mein erster DPF ist immer noch drin!
Das Problem liegt aber nicht alleine am schlechten Personal, die BMW Leute arbeiten trotz der guten Diagnose Software nicht korrekt den gesamten Prüfplan ab, da es für die Diagnose keine Zeit und Geld gibt.
Also flüchtige Diagnose und dann beginnt das Teiletauschen auf Verdacht!
Das der BMW Mann den das Pop off nicht beanstandet und den Race Chip noch nicht mal gesehen hat wirft ein ganz schlechtes Licht auf ihn
Ich würde keineswegs den Ratschlag des BMW Mitarbeiters befolgen und sofort Turbo mit Leitungen tauschen!
Zuerst muß das Pop off raus und die Peripherie des Motors wie Glühanlage, Luftfilter, KGE und DPF stimmen und 100% in Ordnung sein. Sonst stirbt der neue Turbo in kurzer Zeit.
nicht umsonst verlangen seriöse Turboladerhersteller das abhaken einer Checkliste bevor der Turbolader ersetzt wird, denn der Turbo stirbt nicht ohne Grund. O.K, in deinem Fall hat dein Vorgänger vielleicht ein Schrottexemplar verbaut. Trotzdem alles in Ordnung bringen bevor ein neuer hochwertiger Turbo verbaut wird.
Man geht immer zuerst an die preisgünstigeren Reparaturen bevor man einen teuren Turbo ersetzt
Tatsächlich habe ich eben mal auf die Rechnung geschaut @Hannes99 und der vorbesitzer hat mir was vom Pferd erzählt. Es ist kein Generalüberholter Turbo. Es ist eine Rechnung auf der steht "Instandsetzung Turbolader"
Es scheint also noch der alte turbo zu sein, nur halt wieder instandgesetzt. Ist das nun gut/schlecht?
Das kommt ganz darauf an wer den instandgesetzt hat, ein Bastler oder eine Profiwerkstatt.
Nach der Instandsetzung muß der Turbo auf einer teuren Wuchtmaschine neu gewuchtet werden. Viele haben so eine Maschine nicht und das Wuchten fällt flach.
Ich bin aber im Glauben, das die meist aus größere Zahl an Turboladern kaputt geht, weil sonst was am Motor nicht stimmt (Chiptuning)!!!oder der Turbo vom Fahrer falsch behandelt wird
@Hannes99 Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass der Turboschaden vorher dadurch verursacht wurde, dass der Kerl 1000km am stück fuhr, mehrmals die heiße Maschine n rastplötzen direkt ausgeamcht hat und den ganzen Spaß mit dem billigen RaceChip hinter sich gebracht hat.
Und die Aussage von dem bmw Mann stelle ich ebenfalls stark in Frage, er sagte, der steller wäre nicht ansteuerbar wenn die Karre heiß ist. arum sollte der Wagen dann mit 230 über die Autobahn schießen , 40 min am Stück? Das Problem tritt willkürlich auf. Und deshalb wird das scheiss popoff am Mittwoch rausgebaut. Man kostet mich das ein Geld, wenn der Schrauber vom votbesitzer das ansaugrohr aufgebohrt hat, kostet mich der Spaß direkt mal 175€ mehr. Achso, und die Firma, die Das Teil instand gesetzt haben soll, heißt "Profiparts Wachtberg" bzw "Carparts Pro" in Bonn. Haben laut Google gute Bewertungen..
Aber ich finde es schön, wie viel ich n kürzester Zeit dank euch hier lernen durfte🙂 finde die ganze Thematik sehr interessant
Zitat:
@Hannes99 schrieb am 28. August 2023 um 21:40:16 Uhr:
@weirdoz
Ich habe schon sehr viele Glühkerzen ausgebaut und noch keine abgerissen.
Ich habe auch Ausbohrwerkzeug, mußte es aber noch nie nutzen!Geduld ist gefragt, am besten eine Woche vorher einweichen mit normalem Synthetik Motoröl.
Motor richtig warmfahren und dann muß es schnell gehen bevor er wieder abkühlt. Das Plastik Verkleidungs Geraffel sollte vorher schon abgebaut sein, damit man keine Zeit verliert.
Ganz wichtig: Drehmomentschlüssel für Linksanzug verwenden und aufhören bevor das Abreißmoment erreicht ist!
Dann lieber wieder einsprühen und noch eine Woche weiterfahren.
Grobmotorik nach "Gefühl" wie bei den AUTODOKTOREN ohne Drehmomentschlüssel ist fehl am Platz.
Wer nicht hören will, muß Bohren.
Die BMW Glühkerzen mit M10 sind im Vergleich zu den "Salzstangen" wie Mercedes OM 642 oder Audi noch robust und stabil.
Trotzdem: wenn "Sparfüchse" jahrelang mit defekten Glühkerzen rumfahren, verkoken die und gehen kaum noch raus.
Ich empfehle alle 100.000 neue GK, mit Beru Glühkerzenfett eingesetzt, gehen die später ganz easy raus.Zum N47/N57
- Die haben nicht nur Steuerkettenprobleme, der N47 mehr als der N57,
- es gibt stark verrußte Ansaugbrücken und Einlaßventile. Damit nicht genug-
- beim N57 gibt es mit höherer Laufleistung vermehrt richtig kapitale Lagerschäden ab 180.000 km wegen defekten Ölpumpen.
Kannst du alles googeln!
Ich suche bei Mobile und autoscout schon seit längerem einen Nachfolger für meinen. Die hohe Anzahl der kapitalen Motorschäden schreckt mich jedoch ab und ich fahre meinen alten M57 weiter
Die Robustheit des legendären M57 hat der N57 lange nicht mehr
Wie ist denn das Abreissmoment einer Glühkerze, würdem michinteressieren woher du solche Daten hast, das dürfte ziemlich individuell und abhängig cvom alter und Zustand der Glühkerze und des Kopfes sein. Das Arbeiten mit gefühl hier, halte ich für eine gute Methode, wenn man die Erfahrung dazu hat. Man kann das schon spüren, was das Material macht.
Zum N47/57 muss ich nicht googeln, kenne die Motoren und deren Probleme.
Das versotten der Ansaugbrücken hast du auch bei den M Versionen, wie bei fast allen Direkteinspritzer Diesel und Benzinmotoren mit Abgasrückführung, davon ist auch der M47 nicht verschont.
Die Lagerproblematik bei den 6 Zylindern ist allerdings nicht auf Ölpumpe zurückzuführen sondern auf einen schadhaften Schwingungsdämpfer, den sollte man tasächlich bei jedem Ölwechsel auf Risse kontrollieren/lassen und dann zeitnah tauschen.
@x323x du fährst nicht wirklich 40Min Maximaldrehzahl mit dem Bock? Dann wirst du nicht lange Freude dran haben, dafür ist dieser Motor absolut nicht gebaut, es fehlt ein grosser Ladeluftkühler. bei solchen Eskapaden bernnen dir dann die Kolben und die Ventile weg, ein Dieselmotor kann nicht wie ein Benzinmotor über den Kraftstoff gekühlt werden, mehr Kraftstoff heisst beim Diesel, mehr Leistung und somit mehr Temperatur. Die einzige Innenkühlung kommt durch die Ladeluft, heisse Ladeluft gepaart mit viel Sprit bei Vollast ist ein ganz üble Kombination. Deshalb ist auch dringend von solchen externen "Racechip" Boxen abzuraten, die sorgen einfach für mehr Kraftstoff im Brennraum, das funktioniert dadurch, dass dem Steuergerät falsche Kraftstoffdruckwerte vorgegaugelt werden und dadurch die Einspritzzeiten und dadurch die Menge erhöht wird. Wie sowas endet kann man sich an einem heissen Sommetag an 2 Fingern ausrechnen.
Aber andererseits halte ich es heutzutage unmöglich 40 Min mit 215 (mehr sind es lt. GPS sicher nicht) über die Autobahn zu fahren.
Hey, ich hab einfach nur zum testen, ob das Ding bei höherer Leistung auch bzw evtl sogar früher in den notlajf geht, mal kurz 240 drauf gehabt. Aber sonst so 170-190kmh. Oder ist das auch schon too much für das Auto? Hab öfter gelesen, dass es dem Auto gut tut, wenn man mal "drauftritt". Aber 170-180 mit 3-3.500upm dürften doch okay sein oder?
Meiner Erfahrung nach anhand von Ölanalysen entsteht ein Großteil der Lagerschäden durch Ölverdünnung durch Diesel.
Bei einigen Motoren ist man mit 5W30 bereits nach ca. 14.000 - 18.000 KM im SAE 20 Bereich und dann wird damit bei den Meisten dann noch das 30.000 KM Ölwechsel Intervall absolviert.