BMW 128ti - Höchstgeschwindigkeit lt. GPS nur knapp 240 km/h

BMW 1er F40

Hallo,

bei Youtube sieht man in unterschiedlichen Videos, dass der 128ti lediglich 253 km/h lt. Tacho fährt, was knapp 240km /h sein dürften. Er bleibt dann im 6. Gang, schaltet nicht mehr automatisch weiter und fährt in den Bregenzer. Sicherlich kann man sich drüber streiten, ob 240 oder 250 sehr entscheidend sind, wo ja sowieso irgendwann Tempo 130 km/h auf der Autobahn kommt, aber wenn der Hersteller als Höchstgeschwindigkeit 250 km/h ausweist, dann sollte das Fahrzeug diese doch auch tatsächlich (nach GPS) erreichen können oder bin ich da auf dem Holzweg?
Soweit ich weiß, erreicht der M135i F40 lt. Tacho 261 km/h, was dann ca. die 250 km/h sein dürften. Allerdings bleibt der M135i im Gegensatz zum 128ti nicht im 6. Gang "hängen", sondern schaltet automatisch in den 7. Gang. Ich rede dabei jeweils vom S-Modus.

Hat jemand vielleicht genauere Infos oder Erfahrungswerte zum Thema Höchstgeschwindigkeit beim 128ti?

Ich bin nämlich am überlegen, mir entweder einen 128ti oder einen M135i F40 zuzulegen.

Liebe Grüße

62 Antworten

Wie ich geschrieben habe:
Wiegen könnte man während das Fahrzeug auf der Grube beim Spureinstellen steht.
Zeitverlust in der Produktion = 0

Aber egal, wir wissen ja alle dass das Leergewicht im Fahrzeugschein nicht stimmt und manchmal bis zu 140 Kg abweicht. Was will man da mit dem exakten Wert ?. Braucht der Deutsche nicht. 🙂

Gruß
Franzose

Ja ich bin auch der Meinung von Franzose. Aber zurück zum Thema. Ich finde es nach wie vor unwichtig ob das Auto lt. Tacho 250 oder 260 läuft. Ich wohne an der A9 und da ist eh immer extrem viel Verkehr. Aber jeder hat eben seine eigene Meinung und das ist OK. Das hat auch nix mit Stammtischparolen zu tun

Zitat:

@franzose schrieb am 06. Juli 2021 um 18:38:26 Uhr:


Wie ich geschrieben habe:
Wiegen könnte man während das Fahrzeug auf der Grube beim Spureinstellen steht.
Zeitverlust in der Produktion = 0

Du bist der erste Mensch, der mir erklären will, dass ein Prozess trotz Aufwand 0 Zeit verursacht. Schon mal daran gedacht, dass man in der Zeit, die das Wiegen und Dokumentieren sowie die begleitenden Prozesse beansprucht, auch sogenannte "wertschöpfende" Tätigkeiten ausführen kann, die der Kunde am Ende tatsächlich wertschätzt und gerne bezahlt? Diese Diskrepanz wollte ich in meiner kleinen Rechnung nur verdeutlichen.
Das Prozess- und Qualitätsmanagement im Automobilwerk ist nämlich etwas komplexer als bei der Werkstatt mit "Grube" beim Fähnchenhändler nebenan. Es ist ökonomischer Blödsinn neben den behördlich geforderten Werten wie Leergewicht nach DIN (und EG) noch weitere Gewichte zu ermitteln, die nicht essentiell für die Kunden sind und daher nicht als Value Proposition erachtet werden! Eine nach Produktion ermittelte Gewichtsangabe hat ja schon aufgrund der Tatsache, dass der Kunde das Wiegen selbst vornehmen kann, keinen Mehrwert. Soll diese Zahl zur Kaufentscheidung genutzt werden können, muss sich auch entsprechend aufbereitet und in Produktkataloge bzw in Datenbanken gepflegt werden, was eben den enormen Aufwand IM VORFELD der Produktion verursacht. Das Wiegen ist hier das geringste Problem.
PS: Auch der Verbrauch hängt streng genommen mit der verbauten Ausstattung zusammen. Glaubt hier jemand ernsthaft der OEM würde den Verbrauch nach WLTP mit allen möglichen Ausstattungskombinationen ermitteln? Was kommt als nächstes? Dass die Metallic Partikel in der Lackierung gezählt werden sollen pro Fahrzeug?

Nicht alle möglichen Ausstattungen, aber viele relevante müssen berücksichtigt werden. Deshalb kam es bei der Einführung von WLTP ja auch zu massiven Engpässen bei den Prüfstandskapazitäten.

Dabei unterschätzten sowohl die Behörden als auch die Autohersteller die Auswirkungen: Die Messungen dauern wesentlich länger – rund 48 Stunden. Zudem reicht es nicht mehr aus, nur ein einzelnes Auto zu prüfen. Die Hersteller müssen den EU-Normverbrauch nun für viele Ausstattungen wie etwa Felgen oder ein Schiebedach separat ausweisen und messen.

aus:

https://www.autozeitung.de/...opp-fuer-neuwagen-wltp-tests-194479.html

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Zitat:

@halifax schrieb am 06. Juli 2021 um 20:56:08 Uhr:


Nicht alle möglichen Ausstattungen, aber viele relevante müssen berücksichtigt werden.

Das ist korrekt, mit meinem Vergleich wollte ich nur aufzeigen wo man seine Erwartungen aus nachvollziehbaren Gründen anpassen sollte. Bei manchen Erwartungshaltungen kann man als OEM ja nur enttäuschen.

Das mit den eingebremsten Fahrzeugen ist wohl auch den Emissionsbeschränkungen geschuldet.
Mein 120xd ist auch bei 237 GPS abgeriegelt, egal wie steil es nach unten geht. Tacho 246 und Ende.
Kollege sein 220d GC genau identisch, gleiche Zahlen. 246 Tacho und Ende.

Je nachdem wie heiss man gerade gefahren ist, kann auch mal sein, daß man diesen recht hohen Wert nicht mal erreicht. Das lag bei mir teils am Reifenluftdruck, oder deren Temperatur. Ich kanns erst genau sagen, wenn ich die Werte dann sehe, was er wann reduziert.
Das wird beim Benziner nicht anderst sein, auch hier will man gewissen Werte nicht überschreiten und es sind sicher auch noch andere Parameter im Spiel, die einen Einfluss haben.
Ich gehe davon aus, daß die Emissionen den stärksten Einfluss auf Beschleunigung >200 und auf die Endgeschwindigkeit haben.
Die wenigstens werden es bemerken und in dem Bereich fährt man auch nicht alle Tage, also kann man hier schon mal beschneiden.

Emissione sollten doch keine rolle spielen bei der geschwindigkeit.
Beim prüfzyklus wird doch bei max 130 kmh die emissionen und CO2 ermittelt die für den Hersteller und EU relevant sind, es gibt kein vollgas und höchsgeschwindigkeitsmessung für emissionen

Dann noch einmal die Infos zur neuesten Norm Euro 6d-ISC-FCM lesen: http:// https://www.adac.de/.../

„Das Kürzel ISC steht für In-Service-Conformity-Tests. Das heißt: Der Fahrzeughersteller muss anhand von Stichproben nachweisen, dass auch bereits im Betrieb befindliche Pkw die gesetzlichen Vorgaben einhalten.“

„Der Zusatz FCM markiert eine weitere Vorschrift: Pkw mit Euro 6d müssen mit einem Fuel Consumption Monitoring System (FCM) ausgestattet sein, das den realen Kraftstoff-/Energieverbrauch über den gesamten Fahrbetrieb im Pkw speichert.“

Also der reale Verbrauch spielt doch eine Rolle und der Hersteller kann ihn durch eine Höchstgeschwindigkeitsabregelung beeinflussen.

Da wird aber nicht unter volllast und höchstgeschwindigkeit geprüft es geht ja nur um den realistische verbrauch im Fahrbetrieb zu ermitteln, und andere Hersteller erreichen immer noch angegebene 250 kmh mit Gps Messung nur BMW geht wohl ein Sonderweg

Zitat:

Die wenigstens werden es bemerken und in dem Bereich fährt man auch nicht alle Tage, also kann man hier schon mal beschneiden.

Die Maßgabe kann aber nicht sein wie viel Beschiss ist möglich ohne dass es dem Kunden auffällt. Wenn das Fahrzeug seine Werksangabe erreicht, muss man zumindest das Datenblatt korrigieren. So viel Ehrlichkeit kann man erwarten.

Gerade da sowieso fast niemand in relevanten Umfang 230-250 kmh fährt und dies zudem ja auch nur in Deutschland überhaupt möglich ist, glaube ich nicht dass dies im ermittelten Realverbrauch einen nennenswerten Unterschied macht.

So sehe ich das auch wltp und emissionen werden auf dem Rollenprüfstsand ermittelt
https://www.adac.de/.../
Die neue isc norm hat nichts mit volllast höchstgeschwindigkeit zu tun es wird an fahrzeugen stichprobenweise der realverbrauch ausgelesen
Wenn bei der stichprobe ein Fahrzeug von einem Rentet der immer nur auf Ab 90 kmh fährt kommt ein anderer verbrauch raus
Das BMW die Höchsgeschwindigkeit unter zb gps 250 kmh drosselt hat andere Gründe.
Die werden sicher bald reagieren und wieder anpassen wenn mehr Kundenbeschwerden kommen.
Vielleicht hängt es mit dem opf zusammen das er zu heiß wird bei vollast aber K.A.

Ja, sie werden (für die Homologierung) auf dem Rollenprüfstand ermittelt.
ISC sorgt dafür, daß sie auch im Fahrzeug eingehalten werden müssen (über die gesamte Serienstreuung und Lebensdauer).
FCM sorgt dafür, daß dies protokolliert wird.
Die früheren Tricksereien durch einen Rollenmodus u.s.w. wurden dadurch wirksam unterbunden.

Dieses Thema taucht auch regelmäßig im G20/21 Forum auf.
Beispielsweise hier:
https://www.motor-talk.de/.../...hstgeschwindigkeit-330d-t7065321.html

Ab Baumonat 11/2020 (mit Ende der Euro 6d-TEMP) scheint sich dies verändert zu haben.
Ab da waren die Fahrzeuge 10 km/h langsamer.
Die Fahrzeuge regeln seither bei vielen BMW Modellen bei Tacho 253 ab, was per GPS knapp über 240 km/h entspricht.
Den 128ti gibt es erst seit 11/2020, vermutlich fällt er also unters gleiche Raster.

Auch einer der mit der Norm einhergehenden Effekte ist die reduzierte Angabe der Nennleistung.
Früher wurden beispielsweise 192 PS angegeben.
Seit Euro 6d-ISC-FCM 178 bzw. 184 PS +x PS für eine Zeitdauer von y Sekunden.
Die allgemeine Vermutung ist, daß die volle Leistung, da sie ja nur für wenige Sekunden anliegt somit nicht zum "normalen Betriebszustand" gehört und somit nicht unter die Norm fällt.

Das Problem ist doch aber nur das BMW in den Technischen Daten nicht die Richtige Höchstgeschwindigkeit schreibt wenn 250 kmh dann muss so sein,sie könnten dem Problem aus dem Weg gehen und 243 kmh reinschreiben,aber dann würden sie wohl viele Kunden verlieren die Wert darauf legen auch die 250 kmh zu bekommen die im Datenblatt stehen, ansonsten würden sie zu andere Hersteller wechseln die echte 250 kmh bieten.

Klar, hast ja recht. Ich schreib ja nur wie es ist, nicht wie es sein sollte 😉
Andere können's ja auch. Trotz Euro 6

BMW äußert sich dazu leider bisher nicht. Die Kundenbetreuung verweist an das Autohaus. Na ob die das wissen? Hängt wahrscheinlich vom Händler ab, wie weit die Connections zu BMW da gehen.

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