Blitzer/Radaranlage gerecht oder Abzocke.
Dieses Thema ist für alle, die darüber diskutieren möchten und vorher im Navi-/Blitzerintegrationsthread darüber diskutiert haben.
Beste Antwort im Thema
Ich finde es schreiend ungerecht, wenn man sich nicht nur an geltende Gesetze halten muss, sondern das auch noch kontrolliert wird!
Wo kämen wir denn da hin, wenn ich nicht mehr überall rasen dürfte, wie ich das für richtig halte - ich kann ja schliesslich nichts dafür, dass andere Autofahrer zu unfähig sind, um mit 130km/h noch sicher durch eine 30er-Zone zu kommen.
Ich sage: Wehret den Anfängen! Wenn das so weiter geht, wie derzeit in Deutschland, wird man am Ende noch Opfer willkürlicher Verfolgung mit Polizeistaatlichen Mitteln, nur, weil man an der Tankstelle weggefahren ist, ohne zu zahlen - und dass nur weil sich irgendwelche Bürokraten mit ihren popligen Kleinwagen nicht vorstellen können, welche Unmengen von Kohle so ein getunter Supersportwagen wie meiner verschlingen würde, wenn ich jedes mal bezahlen müsste...
Gruss,
Chip
P.S.: Wer Ironie findet darf sie behalten
108 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von RearSeat
Alleine die Tatsache, dass es Blitzer gibt beeinflusst schon Dein Handeln. Meist unbewusst. Oft anerzogen. Möglicherweise aber auch, weil man das Gefühl hat in dieser Gesellschaft funktionieren zu müssen.Zitat:
Original geschrieben von Bracksdome
Ein Blitzer beeinflusst aber doch nicht dein Handeln! Du kannst so schnell fahren, wie du willst.
Sicher ist dieses Verhalten schon anerzogen. Allerdings auch zu Recht.
Denn der Mensch tut ja von sich aus Dinge, die ihm persönlich bevorteilen oder im Alltag unterstützen. Angeborene Egoisten sozusagen. Ohne entsprechende Gesetze, würde Chaos herrschen, wie man ja gerne mal in anderen Ländern erleben kann. Wenn aber wissentlich bekannt wäre, dass die Gesetze niemand kontrolliert, würde sich der Mensch auch nicht daran halten! Also muss es in diesem Zusammenhang einfach Kontrollen geben. Und Trotzdem kann man in Freiheit leben.
Im Moment aber soweit, dass die Freiheit mit Füßen getreten wird, würde ich nicht gehen. Denn solange Millionen Leute ihre privatesten Sachen in Communitys veröffentlichen, braucht man sich nicht beschweren, wenn auch ELENA zentral Daten über Personen speichert.
Zitat:
Original geschrieben von Held der Landstrasse
Muhahaha......😁😰Zitat:
Original geschrieben von Bracksdome
Zumal aus der Ordnungswidrigkeit, ab 21km/h Geschwindigkeitsübertritt, ebenfalls eine Straftat wird.Hab ich das jetzt richtig gelesen!!!??? Bitte berichtigt mich wenn ich es falsch widergeben soll...............du glaubst ernsthaft, dass es in Deutschland möglich ist wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung eine Straftat begangen zu haben????????????😕😕
Das ist das blödeste, was ich seit Jahren gehört habe!🙄 Wenn wir in D mal so weit sind, dann wandere ich sofort aus..versprochen!
Zitat:
Original geschrieben von Held der Landstrasse
Du meinst den Straftatbestand der Gefährlichen Straßengefährdung. Da hast du wohl recht, aber nur in Verbindung mit einem Unfall!
Jetzt beruhing euch mal alle wieder. Was sollen denn die ganzen Beleidigungen? Offensichtlich ist selbst in diesem Forum das Wissen über verkehrsrechtliche Folgen von Geschwindigkeitsüberschreitungen noch lückenhaft. Also der Reihe nach:
- Es stimmt natürlich nicht, dass ab 21km/h eine Geschwindigkeitsüberschreitung zur Straftat wird - hier ist Bracksdome etwas übers Ziekl hinaus geschossen.
- Allerdings kann eine Geschwindgkeitsüberschreitung sehr wohl eine Straftat sein. Bye bye Held! Lass uns doch wissen, wohin Du ausgewandert bist und wie es sich da so fährt!
- Und das gilt natürlich nicht nur, wenn ein Unfall passiert ist, sondern ganz allgemein, wenn man grob verkehrswidrig und rücksichtslos an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt, und und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet.
Der Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung manchmal schon ungemein!
Chip
Zitat:
Original geschrieben von Bracksdome
Also gibt es nun einen Straftatbestand für Geschwindigkeitübetretung oder nicht, ..?
Ganz klar nein. Geschwindigkeitsüberschreitungen sind Ordnungswidrigkeiten und werden nach dem Bußgeldkatalog und mit dem Punktesystem in Flensburg geandet.
Wenn du den Bußgeldbescheid nicht akzeptierst und der Fall wird vor Gericht geklärt, wird daraus immer noch nicht ein Strafverfahren.
Zitat:
Original geschrieben von chipart
Zitat:
Original geschrieben von Held der Landstrasse
Muhahaha......😁😰
Hab ich das jetzt richtig gelesen!!!??? Bitte berichtigt mich wenn ich es falsch widergeben soll...............du glaubst ernsthaft, dass es in Deutschland möglich ist wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung eine Straftat begangen zu haben????????????😕😕
Das ist das blödeste, was ich seit Jahren gehört habe!🙄 Wenn wir in D mal so weit sind, dann wandere ich sofort aus..versprochen!
Zitat:
Original geschrieben von chipart
Jetzt beruhing euch mal alle wieder. Was sollen denn die ganzen Beleidigungen? Offensichtlich ist selbst in diesem Forum das Wissen über verkehrsrechtliche Folgen von Geschwindigkeitsüberschreitungen noch lückenhaft. Also der Reihe nach:Zitat:
Original geschrieben von Held der Landstrasse
Du meinst den Straftatbestand der Gefährlichen Straßengefährdung. Da hast du wohl recht, aber nur in Verbindung mit einem Unfall!- Es stimmt natürlich nicht, dass ab 21km/h eine Geschwindigkeitsüberschreitung zur Straftat wird - hier ist Bracksdome etwas übers Ziekl hinaus geschossen.
- Allerdings kann eine Geschwindgkeitsüberschreitung sehr wohl eine Straftat sein. Bye bye Held! Lass uns doch wissen, wohin Du ausgewandert bist und wie es sich da so fährt!
- Und das gilt natürlich nicht nur, wenn ein Unfall passiert ist, sondern ganz allgemein, wenn man grob verkehrswidrig und rücksichtslos an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt, und und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet.Der Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung manchmal schon ungemein!
Chip
Mamamia............ist das soooo schwer zu kapieren!!!! Es geht um die reine Geschwindigkeitsüberschreitung und nicht daraum was passiert WENN du zu schnell fährst.
Du begehst ja auch keine Straftat, weil du Arschloch oder sonstige Beleidigungen von dir gibst! Dazu brauchst du jemanden den du beleidigen kannst..........Comprende. Wenn sich niemand beleidigt fühlt, ist es auch keine Straftat.
Und nochmal. Du kannst in Deutschland keine Straftat begehen, wenn du nur zu schnell fährst und dabei gemessen wirst.
Das was du beschreibst, wird nachträglich festgestellt und nicht direkt vor Ort wie bei einer Messung! Ausserdem ist die Geschwindigkeit in deinem beschriebenen Fall relativ.
Beispiel: Wenn du mit 30 durch eine Spielstrasse fährst und Kinder müssen auf die Seite springen, dann hast du wohl recht. Es muss aber Ursache - Wirkung heißen! Und nicht eine bloße Geschwinigkeitsüberschreitung ohne sonstige Ursachen.
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Zitat:
Original geschrieben von Bracksdome
Im Moment aber soweit, dass die Freiheit mit Füßen getreten wird, würde ich nicht gehen. Denn solange Millionen Leute ihre privatesten Sachen in Communitys veröffentlichen, braucht man sich nicht beschweren, wenn auch ELENA zentral Daten über Personen speichert.
Dass manche (meist jungen) Leute privateste Sachen in Communities veröffentlichen, ist deren Sache. Dass der Staat aber meine sensibelsten (!) Daten ohne meine Zustimmung (!) an einem "zentralen sicheren Ort" *) auf den Verdacht hin speichert, diese Daten würden irgendwann einmal vielleicht von einer Arbeitsagentur gebraucht, das ist in meinen Augen die Freiheit mit den Füssen getreten. Und wenn die Freiheit dann am Boden liegt wird mit e-Perso, Gesundheitskarte, ... noch kräftig nachgetreten. Aber wir schweifen immer mehr vom eigentlichen Thema ab 😉
*) Den "zentralen sicheren Ort" wird es nie geben, siehe z.B. Steuersünder-CD oder Hacker-Einbruch bei Einwohnermeldeämtern. Fehler passieren überall.
Kommen wir doch zurück zur inhaltlichen Diskussion über dieses zugegeben Emotionale Thema!
Zitat:
Original geschrieben von RearSeat
Alleine die Tatsache, dass es Blitzer gibt beeinflusst schon Dein Handeln. Meist unbewusst. Oft anerzogen. Möglicherweise aber auch, weil man das Gefühl hat in dieser Gesellschaft funktionieren zu müssen.Zitat:
Original geschrieben von Bracksdome
Ein Blitzer beeinflusst aber doch nicht dein Handeln! Du kannst so schnell fahren, wie du willst.
Ob werden wir nie wissen, hängt aber im wesentlichen von Deinem Menschenbild ab. Halten wir uns nur deshalb an Gesetze, weil es die Polizei und Strafverfolgung gibt? Oder halten wir uns dran, weil es
richtigist, uns dran zu halten.
Ich würde gerne glauben, dass Letzteres zutrifft und deswegen der Einfluss von Blitzern auf das Verhalten minimal ist, ich befürchte aber, dass auch bei mir Ersteres überwiegt...
Zitat:
Das soll jetzt aber nicht heissen, dass ich persönlich Blitzer für überflüssig halte. Es war die Methode des "Section Control", die mir negativ aufgestossen ist. Mein Kommentar bezog sich darauf, dass die Politik/der Staat die Grenzen zwischen Überwachung und Kontrolle auf der einen und Freiheit auf der anderen Seite sehr feinfühlig ziehen muss.
Das ist in der Tat eine wichtige Diskussion. Tatsächlich sammelt eine Section Control Anlage - anders als ein konventioneller Blitzer - auch dann für einen Übergangszeitraum Daten von Dir, wenn Du Dich gar nicht verkehrswidrig verhält. Hier muss man natürlich abwägen - und das sehen die deutschen Gesetze auch verpflichten vor - ob eine solche Datenspeicherung für den verfolgtren Zweck verhältnismäßig ist. Ich denke, diese Abwägung muss relativ klar zu einem positiven Ergebnis kommen:
- Durch dieses Verfahren (Section control) wird ein anders Kontrollverfahren abgelöst (Einzelblitzer), das aus vielen Gründen deutlich unterlegen ist
- Es handelt sich lediglich um eine technische, temporäre Datenspeicherung, die automatisiert gelöscht wird, wenn das Fahrzeug ohne Geschwindigkeitsübertretung die Sektion verlassen hat. Damit ist es - um den Vergleich zur Telekommunikation zu ziehen - eben keine Vorratsdatenspeicherung, sondern eine technische Zwischenspeicherung von Daten. Ein Telekommunikationsunternehmen muss ja auch die gerade von Dir gewählte Nummer zumindest so lange speichern, bis die Verbindung zu stande gekommen ist, ohne dass dies ein unzulässiger Eingriff in die informationelle Selbstbestimmung ist.
Was mich an diesen Diskussionen immer wieder fasziniert ist, dass wir selbst im 21.Jahrhundert immer noch sehr viel mehr Angst vor Einschränkung unserer virtuellen Freiheit, als vor Einschränkung unser physischen Freiheit haben.
Beispiel: Vor etwa 20 Jahren wurden bei vielen Banken Doppeltüren eingeführt, also zwei Türen hintereinander, bei denen die äußere sich technisch erst dann öffnen lässt, wenn die innere geschlossen ist und umgekehrt. Sinn dieser vorrichtung ist, dass ein Bankräuber spätestens wenn er die Bank verlassen will zwischen den beiden Türen eingesperrt werden kann.
Was hat das mit unserem Fall zu tun? Damals wäre kein Mensch auf die Idee gekommen, es als Einschränkung seiner fundamentalen Freiheitsrechte zu sehen, dass damit ja jeder Bankkunde wenn er sich im Korrdor zwischen den beiden Türen befindet "vorsorglich gefangengenommen" und er diesem Zustand nur dann entrinnen kann, wenn er den Bankangestellten beweist, dass er kein Bankräuber ist - die Unschuldsvermutung also quasi auf den Kopf gestellt wird...
Gruss,
Chip
Zitat:
Original geschrieben von chipart
Was mich an diesen Diskussionen immer wieder fasziniert ist, dass wir selbst im 21.Jahrhundert immer noch sehr viel mehr Angst vor Einschränkung unserer virtuellen Freiheit, als vor Einschränkung unser physischen Freiheit haben.
Beispiel: Vor etwa 20 Jahren wurden bei vielen Banken Doppeltüren eingeführt, also zwei Türen hintereinander, bei denen die äußere sich technisch erst dann öffnen lässt, wenn die innere geschlossen ist und umgekehrt. Sinn dieser vorrichtung ist, dass ein Bankräuber spätestens wenn er die Bank verlassen will zwischen den beiden Türen eingesperrt werden kann.
Was hat das mit unserem Fall zu tun? Damals wäre kein Mensch auf die Idee gekommen, es als Einschränkung seiner fundamentalen Freiheitsrechte zu sehen, dass damit ja jeder Bankkunde wenn er sich im Korrdor zwischen den beiden Türen befindet "vorsorglich gefangengenommen" und er diesem Zustand nur dann entrinnen kann, wenn er den Bankangestellten beweist, dass er kein Bankräuber ist - die Unschuldsvermutung also quasi auf den Kopf gestellt wird...
Hmm, ja das stimmt. Aber in diesem Beispiel kann ich:
1. ... die Bank wechseln, sofern mich das stört und eine andere Bank herkömmliche Eingänge verwendet
2. ... mit eigenen Augen sehen, was mit meinen "Daten" (in diesem Fall mit mir) passiert. Ich kann mich dann selbst vertreten und wehren.
Wenn meine Daten missbraucht werden, muss ich das nicht einmal merken. Es passieren vielleicht Dinge, über die ich mich wundere, aber ich werde vielleicht nie dahinter kommen, dass das mit meinem digitalen Profil zu tun hat. Ich bin ausgeliefert, am Ende vielleicht sogar steuerbar, ohne es zu bemerken.
Will ich keinen digitalen Stempel von mir auf "zentralen sicheren Servern" hinterlassen, hilft wohl nur das Hab und Gut zu packen und auszuwandern. Im Gegensatz zum Wechsel der Bank ein riesiger Schritt.
Danke für die sachliche "Neben-Diskussion" in diesem aufgeheizten Thread.
Grüße
Rearseat
Zitat:
Original geschrieben von Held der Landstrasse
Mamamia............ist das soooo schwer zu kapieren!!!! Es geht um die reine Geschwindigkeitsüberschreitung und nicht daraum was passiert WENN du zu schnell fährst.
Ich habe das schon lange kapier, aber Du scheinst einiges durcheinander zu bringen.
Zitat:
Du begehst ja auch keine Straftat, weil du Arschloch oder sonstige Beleidigungen von dir gibst! Dazu brauchst du jemanden den du beleidigen kannst..........Comprende. Wenn sich niemand beleidigt fühlt, ist es auch keine Straftat.
Hat nicht nur nichts mit der Sache zu tun, sondern ist auch noch absolut falsch: Im Gegensatz zu vielen anderen Rechtssystemen ist es in Deutschland völlig egal, ob der Beleidigte sich beleidigt fühlt. Er braucht nicht mal etwas von der Beleidigung wissen!
Und Dich bitte ich inständig, solche sachen nicht zu behaupten, wenn Du sie nicht weisst!
Zitat:
Und nochmal. Du kannst in Deutschland keine Straftat begehen, wenn du nur zu schnell fährst und dabei gemessen wirst.
Das was du beschreibst, wird nachträglich festgestellt und nicht direkt vor Ort wie bei einer Messung! Ausserdem ist die Geschwindigkeit in deinem beschriebenen Fall relativ.
Beispiel: Wenn du mit 30 durch eine Spielstrasse fährst und Kinder müssen auf die Seite springen, dann hast du wohl recht. Es muss aber Ursache - Wirkung heißen! Und nicht eine bloße Geschwinigkeitsüberschreitung ohne sonstige Ursachen.
Das ist nicht nur eine ziemliche Spitzfindigkeit, sondern auch noch falsch! Die Rechtliche Bewertung erfolgt immer erst nachträglich unabhängig von der Messung. Ein Blitzer stellt immer nur die objektive Geschwindigkeit fest und sicher diese als Beweis. Ob es sich bei der gemessenen Geschwindigkeit um eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit handelt stellt danach die Ordnungsbehörde bzw. letzendlich ein Gericht fest. Und das es absolute Geschwindigkeitsgrenzen für eine Verkehrsgefährdung gäbe habe ich nie behauptet.
Gruss,
Chip
Hi Rearseat,
Zitat:
Original geschrieben von RearSeat
Wenn meine Daten missbraucht werden, muss ich das nicht einmal merken. Es passieren vielleicht Dinge, über die ich mich wundere, aber ich werde vielleicht nie dahinter kommen, dass das mit meinem digitalen Profil zu tun hat. Ich bin ausgeliefert, am Ende vielleicht sogar steuerbar, ohne es zu bemerken.
Den Punkt finde ich bemerkenswert: Es scheint mir in der Tat so, dass viele solche Diskussionen im Kern nicht davon geprägt sind, dass die Speicherung und Verwendung der Daten für den eigentlichen Zweck abzulehnen ist, wie hier die Speicherung Deines Nummernschildes und der Einfahrtzeit während Du Dich in der Überwachten Sektion aufhälst. Vielmehr geht es um eine "diffuse Sorge" davor, dass die Daten ohne unser wissen doch länger gespeichert und dann noch für andere Zwecke gebraucht werden.
Hierzu kann ich, was das konkrete Thema angeht, nur sagen, den Kampf haben wir verloren! Wenn "der böse Staat" (an den ich nicht glauben will) ein Bewegungsprofil von uns erstellen wollte, dann könnte er es viel einfacher und praktischer über die TollCollect-Mautbrücken-Infrastruktur. Im Vergleich dazu bringen Section Control Abschnitte keine nennenswerten Zusatzerkenntnisse.
Zitat:
Will ich keinen digitalen Stempel von mir auf "zentralen sicheren Servern" hinterlassen, hilft wohl nur das Hab und Gut zu packen und auszuwandern. Im Gegensatz zum Wechsel der Bank ein riesiger Schritt.
ACK. Aber andererseits: Es gibt praktisch kein Land auf der Erde mehr - und sicher keines in dem ich leben wollte - in dem ein relativ lückenloses Tracking Deines Bewegungsprofiles über das Handy Netz nicht möglich wäre. Und im Vergleich zu fast allen anderen Ländern der Welt ist mein Vertrauen in Deutschland, dass sio etwas nicht gemacht wird, doch noch relativ hoch!
Zitat:
Danke für die sachliche "Neben-Diskussion" in diesem aufgeheizten Thread.
Das kann ich nur voll und ganz zurück geben!
Gruss,
Chip
Zitat:
Original geschrieben von chipart
Ich habe das schon lange kapier, aber Du scheinst einiges durcheinander zu bringen.Zitat:
Original geschrieben von Held der Landstrasse
Mamamia............ist das soooo schwer zu kapieren!!!! Es geht um die reine Geschwindigkeitsüberschreitung und nicht daraum was passiert WENN du zu schnell fährst.
Zitat:
Original geschrieben von chipart
Hat nicht nur nichts mit der Sache zu tun, sondern ist auch noch absolut falsch: Im Gegensatz zu vielen anderen Rechtssystemen ist es in Deutschland völlig egal, ob der Beleidigte sich beleidigt fühlt. Er braucht nicht mal etwas von der Beleidigung wissen!Zitat:
Du begehst ja auch keine Straftat, weil du Arschloch oder sonstige Beleidigungen von dir gibst! Dazu brauchst du jemanden den du beleidigen kannst..........Comprende. Wenn sich niemand beleidigt fühlt, ist es auch keine Straftat.
Und Dich bitte ich inständig, solche sachen nicht zu behaupten, wenn Du sie nicht weisst!
Zitat:
Original geschrieben von chipart
Das ist nicht nur eine ziemliche Spitzfindigkeit, sondern auch noch falsch! Die Rechtliche Bewertung erfolgt immer erst nachträglich unabhängig von der Messung. Ein Blitzer stellt immer nur die objektive Geschwindigkeit fest und sicher diese als Beweis. Ob es sich bei der gemessenen Geschwindigkeit um eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit handelt stellt danach die Ordnungsbehörde bzw. letzendlich ein Gericht fest. Und das es absolute Geschwindigkeitsgrenzen für eine Verkehrsgefährdung gäbe habe ich nie behauptet.Zitat:
Und nochmal. Du kannst in Deutschland keine Straftat begehen, wenn du nur zu schnell fährst und dabei gemessen wirst.
Das was du beschreibst, wird nachträglich festgestellt und nicht direkt vor Ort wie bei einer Messung! Ausserdem ist die Geschwindigkeit in deinem beschriebenen Fall relativ.
Beispiel: Wenn du mit 30 durch eine Spielstrasse fährst und Kinder müssen auf die Seite springen, dann hast du wohl recht. Es muss aber Ursache - Wirkung heißen! Und nicht eine bloße Geschwinigkeitsüberschreitung ohne sonstige Ursachen.Gruss,
Chip
Eigentlich dachte ich, dass du es nun doch kapiert hättest, aber leider anscheinend nicht.
Ich mach dir mal nen Vorschlag.........denk einfacher.
Sollte ich nun vor mich hinsagen.........der Herr XY ist ein Arschloch, dann ist das wohl eine Beleidigung, es besteht aber kein öffentliches Interesse daran, weil ich es vor mich hingesagt habe.
Sollte jemand dabei sein, und das meinst du ganz sicher damit, dann liegt öffentliches Interesse vor, weil es jemand mitbekommen hat. Trotzdem, um die Straftat zu verfolgen, bedarf es eines Strafantrages durch den Beleidigten. Und diesen kann er nur stellen, wenn er davon Kenntnis hat.
Insofern behaupte ich nichts falsches, wie du es mir anhängst.
Was hab ich denn gesagt.........???.....du bestätigst gerade meine Aussage. Die Geschwindigkeit wird vor Ort festgestellt und nachtträglich die Ordnungwidrigkeit verfolgt (Nochmal....keine Straftat).
Aber ich hab nun keine Lust mehr auf das IchhabrechtunddunichtSpiel!
Grosses Kino hier! 😁
Also mal so ein paar Tropfen Oel ins Feuer - ähmm... ich meine natürlich ein paar Gedanken meinerseits:
1. hier in der Schweiz ist es kein Problem mit Geschwindigkeitsübertretungen eine Straftat zu begehen. Es wurden auch schon einige mit mehreren Monaten Gefängnis bestraft. Dies dann aber in Exzessiven Fällen und in der Regel im Wiederholungsfall.
2. (und das gilt jetzt auch für Deutschland) Nur weil man nicht erwischt wird, heisst das nicht, dass man keine Straftat begangen hat. Wenn ich Drogen konsumiere habe ich eine Straftat begangen. Punkt. Ob ich jetzt bei einem Drogentest hängen bleibe oder nicht, ändert an dieser Tatsache rein gar nichts.
Beim zu schnellen Fahren ist es aber so, dass (zumindest bei uns in der CH) ab einer bestimmten Limite erst im nachhinein beurteilt wird wie gravierend jetzt der Verstoss gegen die Gesetze war (objektive Geschwindigkeit, Strassenverhältnisse, Verkehrsaufkommen, Umgebung, etc etc)
3. Die Paranoia zu den SectionControl Messungen verstehe ich nicht so recht. Die Daten werden ja nicht gespeichert, wenn kein Verstoss gemessen wird. Ist ja nur eine andere Art zu messen. Nicht wie beim Mobilfunkbetreiber, der nicht nur die Gesprächsverläufe der letzten Monate speichert, sondern auch die Geographische Position nachvollziehen kann. Ich habe trotzdem ein Handy...
4. In einer Gesellschaft gibt es Gestze, damit die Gesellschaft funktioniert. Wenn wir alle perfekte Menschen wären bräuchten wir weder Polizei, noch sonstige Kontrolleure. Ob beim Ticket-kauf oder beim Blitzer. Gesetze sind manchmal nicht für jeden nachvollziehbar, aber dennoch für jeden bindend! Wenn Dir der Wagen vom Nachbar gefällt, spielt deine moralische Einstellung absolut keine Rolle. Du darfst den Wagen per Gesetz nicht klauen. Punkt. Und wenn jetzt die Geschwindigkeit bei Strasse a auf 100km/h limitiert ist, gilt das nun mal für Alle.
Und wenn dann mal ein Knöllchen vom Blitzer oder was auch immer rein flattert. Pech gehabt. Bezahlen und gut ist!
Gruss
Hobbes
Hallo
Fahrt mal an Werktagen von Norden her um 8 Uhr nach Stuttgart - 3spurige AB die ist voll und man fährt maximal 120 erstens gehts nicht schneller und zweitens ist 120 kmh Geschwindigkeitslimit. Alles OK und gut geregelt. Du siehst auf der Strecke keinen Blitzer, warum auch geht eh nicht schneller.
Die gleiche Strecke gleiche Zeit am Sonntag kein Verkehr und freie Bahn die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120kmh ist in diesem Moment Humbug. ABER da stehen sie auf den Verkehrsinseln bei den Auffahrten und wollen nur mein Besstes. Das hat mit Verkehrssicherheit nichts zu tun. Oder geht es hier tatsächlich um die sogenannten Sonntagsfahrer?🙂
Nennt es wie ihr wollt ich nenn`es Abzocke.
Grüße
Timmi
Wenn Blitzer wirklich an Stellen eingesetzt werden, wo sie zur Gefahrenminderung dienen, dann macht es Sinn. Die meiste Gefahr mindern sie aber dadurch, dass sie an solchen Stellen sichtbar sind und die Leute bremsen!
Ums kurz zu machen 99.9% aller Blitzer (inkl. mobiler Blitzer) halte ich für Abzocke. Und ganz ehrlich, wer die Strecken und Stellen kennt, der weiß, wo er aufpassen muss und wird nicht von Blitzern abgeschreckt.
Ganz besonders schlimm finde ich übrigens Abzocke in Fällen von 3-spurige Autobahn ohne Fahrzeuge und dann 80kmh, oder sowas wie auf Bremer Autobahnen, wo immer 100 oder 120 ist.
Auch immer wieder ein wunderbarer Abzockpunkt: 100m Begrenzung auf geraden Strecken. Ichw eiß gerade nicht mehr wo es letztens mal wieder war, aber da bin ich mit >200 auf relativ leerer Autobahn gefahren, musste runterbremsen wegen ganzen 100m, die da mit 80er Begrenzung waren, und das war's. Wofür? Das ist Abzocke wenn an solchen Stellen geblitzt wird. Abzocke und nichts anderes.
Gleiches gilt für Autobahnen, bei denen temporär 100 oder 120 ist. Dann, wenn hohe Geschwindigkeiten gefährlich werden könnten, kann man sie eh nicht fahren, weil zuviel los ist, und dann, wenn die Geschwindigkeiten kein Problem sind, helfen die Blitzer und Limits nicht um Gefahren zu reduzieren.
Zitat:
Original geschrieben von RearSeat
Dass manche (meist jungen) Leute privateste Sachen in Communities veröffentlichen, ist deren Sache. Dass der Staat aber meine sensibelsten (!) Daten ohne meine Zustimmung (!) an einem "zentralen sicheren Ort" *) auf den Verdacht hin speichert, diese Daten würden irgendwann einmal vielleicht von einer Arbeitsagentur gebraucht, das ist in meinen Augen die Freiheit mit den Füssen getreten. Und wenn die Freiheit dann am Boden liegt wird mit e-Perso, Gesundheitskarte, ... noch kräftig nachgetreten. Aber wir schweifen immer mehr vom eigentlichen Thema ab 😉Zitat:
Original geschrieben von Bracksdome
Im Moment aber soweit, dass die Freiheit mit Füßen getreten wird, würde ich nicht gehen. Denn solange Millionen Leute ihre privatesten Sachen in Communitys veröffentlichen, braucht man sich nicht beschweren, wenn auch ELENA zentral Daten über Personen speichert.*) Den "zentralen sicheren Ort" wird es nie geben, siehe z.B. Steuersünder-CD oder Hacker-Einbruch bei Einwohnermeldeämtern. Fehler passieren überall.
Ich sage nur Stasi 2.0
Zitat:
Original geschrieben von chipart
Den Punkt finde ich bemerkenswert: Es scheint mir in der Tat so, dass viele solche Diskussionen im Kern nicht davon geprägt sind, dass die Speicherung und Verwendung der Daten für den eigentlichen Zweck abzulehnen ist, wie hier die Speicherung Deines Nummernschildes und der Einfahrtzeit während Du Dich in der Überwachten Sektion aufhälst. Vielmehr geht es um eine "diffuse Sorge" davor, dass die Daten ohne unser wissen doch länger gespeichert und dann noch für andere Zwecke gebraucht werden.
Nun ja, bei der Einführung von neuen Systemen zur Überwachung und Kontrolle ist es wahrscheinlich schon so, dass die Daten anfangs ausschliesslich dem geplanten Zweck dienen. Aber es werden bei den Lobby-gesteuerten Politikern Begehrlichkeiten geweckt, wenn eine Infrastruktur vorhanden ist. Und wenn man nur "einen Klick" davon entfernt ist, aus dem Datenmüll einen Vorratsdatenspeicher zu machen, dann wird das auch früher oder später passieren.
Wie sagte schon unser Justizminister des Landes Baden-Württemberg, Prof. Ulrich Goll in einem Interview der Sendung Monitor: “… alle Daten, die erhoben werden, werden hinterher für andere Zwecke genutzt, als es ursprünglich im Gesetz drin steht …”.
Das gilt im übrigen ebenso für TollCollect. Auch diese Daten werden gesammelt und (da bin ich mir sicher) zu Fahndungszwecken herangezogen. AFAIK wurde das einmal sogar öffentlich gemacht.
Ciao
RearSeat