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Benziner - Verbrauchbei höherer Geschwindigkeit

Themenstarteram 14. Juli 2017 um 11:11

Guten Tag,

gibt es einen Benziner der auch bei höheren Geschwindigkeiten (160-180 km/h) nicht einen sehr starken Anstieg im Benzinverbrauch verzeichnet? Wenn ich z.B. den A1 in der 125 PS Variante fahre, liegt der Verbrauch ab 160 km/h locker bei 8l/100km und mehr. Beim Diesel ist dies hingegen deutlich weniger.

Da ich in nicht all zu langer Zukunft ein neues Auto kaufen möchte (junger Gebrauchter 1-2 Jahre alt), frage ich mich, ob es Benziner gibt, deren Verbrauch nicht durch die Decke geht. Momentan denke ich an einen BMW 118i, Audi A3 oder Q2 jeweils in der 150 PS Variante. Wie sieht hier der Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten aus? Gäbe es sinnvolle Alternativen oder sind nur Diesel Autos eine Alternative?

Beste Antwort im Thema
am 16. Juli 2017 um 20:45

1 Stunde für 100 km bei 160 km/h Minimalgeschwindigkeit :D

So ein Diesel hat schon einen miserablen Wirkungsgrad, ein Benziner schafft die Strecke in der Zeit mit nur 100 km/h ;)

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Bei höherer Geschwindigkeit fangen alle Benziner wie auch Diesel an zu saufen. Nicht von den Verbrauchsversprechen der Hersteller ausgehen, die testen unter Laborbedingungen, keine Klima an, Lichtmaschine ausgebaut, alles was Windwiderstand erzeugen könnte, wird abgebaut. Wenn du wirklich Treibstoff sparen möchtest: einfach nicht so schnell fahren. Ist jedenfalls mein Tip, andere könnten da anderer Meinung sein! Erfahrung bei MT :D

Theoretisch gesehen, um so grösser der Motor und so später setzt diese etxreme Verbauchsanstieg ein.

Da Diesel meist weniger Drehzahl fahren kommt bei diesen erst der Anstieg später-

Wenn man schnell fahren möchte bzahlt man das aber mit einem grössen Verbrauch beim langsamen fahren.

Das erinnert mit an den Verbrauchsttest von Top Gear.

Toyota Prius auf der Rennstrecke mit Vollgas, dahinter ein M3 der nicht überholen durfte. Bei gleicher Strecke hatte der Prius einen grösseren Verbrauch als der M3. Fazit war damale wenn man Sprit sparen möchte braucht man einen M3.

Als eierlegende Vollmilchsau kann hier nur eine Diesel herhalten durch seinen geringeren Verbrauch. Allerdings gilt auch hier das man beides nicht bekommt.

MfG

Mike

Zitat:

@e30lion schrieb am 14. Juli 2017 um 12:19:54 Uhr:

Theoretisch gesehen, um so grösser der Motor und so später setzt diese etxreme Verbauchsanstieg ein.

Da Diesel meist weniger Drehzahl fahren kommt bei diesen erst der Anstieg später-

Das ist ja nun so, wie es da steht, Unsinn und hat ja bekanntlich auch nix mit der etwas niedrigeren Drehzahl beim Diesel zu tun, sondern im Vergleich Benzin/Diesel mit der höheren Energiedichte im Diesel-Öl und mit dem bauartbedingt besseren Wirkungsgrad beim Diesel.

Ansonsten ist und bleibt es so, dass der Verbrauch mit zunehmender Geschwindigkeit bei allen Antriebsarten (Otto, Diesel, Elektro, kombinierte Antriebe usw.) stark überproportional ansteigt. Das hängt oberhalb gewisser Geschwindigkeiten vor allem mit dem überproportional ansteigenden Luftwiderstand zusammen.

Bei Fahrzeugen mit sehr guter Aerodynamik (niedriger cw-Wert UND kleine Stirnfläche) setzt der Effekt später ein als sagen wir mal bei einem altmodischen eckigen 1970er-Jahre-PKW, aber er setzt ein. Ein herkömmlicher Benziner kann darum bei fiktiv angenommenen 160 km/h Dauertempo ganz sicher nicht mit 8 LHK bewegt werden.

das ist auch der Grund dafür, warum man ein Vielfaches an Motorleistung benötigt, um die Höchstgeschwindigkeit zu verdoppeln. Beispiel aus alter Zeit: der allererste VW Käfer mit 25PS erreichte um die 100 km/h. Der VW Käfer 1302 S von 1971 mit seinen 50 PS war mit 130 oder 135 angegeben. Doppelte Leistung, 30% mehr Geschwindigkeit...

Grüße

SpyderRyder

Ein Benziner muss schon mal, bei gleicher Leistungsabgabe, grundsätzlich so um die 20%, gerechnet in L/100km, mehr verbrauchen.

Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Leistungsbedarf überproportional und deswegen steigt auch der Verbrauch überproportional an und natürlich dann, bei höherer Geschwindigkeit, wird der absolute Unterschied zwischen Benziner und Diesel (angegeben in L/100km) eben besonders deutlich.

Zitat:

@Atlas561 schrieb am 14. Juli 2017 um 11:11:49 Uhr:

 

Wenn ich z.B. den A1 in der 125 PS Variante fahre, liegt der Verbrauch ab 160 km/h locker bei 8l/100km und mehr.

Und das soll jetzt viel sein??? :confused:

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 14. Juli 2017 um 13:26:46 Uhr:

[...]

das ist auch der Grund dafür, warum man ein Vielfaches an Motorleistung benötigt, um die Höchstgeschwindigkeit zu verdoppeln. Beispiel aus alter Zeit: der allererste VW Käfer mit 25PS erreichte um die 100 km/h. Der VW Käfer 1302 S von 1971 mit seinen 50 PS war mit 130 oder 135 angegeben. Doppelte Leistung, 30% mehr Geschwindigkeit...

Grüße

SpyderRyder

Deckt sich sogar halbwegs mit der bekannten, reduzierten Formel der Leistungsberechnung

V_neu = v_alt * cuberoot (P_neu / P_alt)

Doppelte Höchstgeschwindigkeit setzt nach dieser Formel also 8-fache Leistung voraus :eek:

Zitat:

@Atlas561 schrieb am 14. Juli 2017 um 11:11:49 Uhr:

.................

Wenn ich z.B. den A1 in der 125 PS Variante fahre, liegt der Verbrauch ab 160 km/h locker bei 8l/100km und mehr. Beim Diesel ist dies hingegen deutlich weniger.

Welcher Diesel verbraucht denn bei einem Tempo "ab 160 km/h" dennoch "deutlich weniger " als 8l/100 km:confused:?

Habe ich da eine Neuentwicklung im Dieselbereich verpasst? So etwas suche ich - gerne auch Klein-/Kompaktklasse - schon lange und wäre für einen Tip auf so ein Auto dankbar;)

Zitat:

@rpalmer schrieb am 14. Juli 2017 um 19:23:03 Uhr:

Zitat:

@SpyderRyder schrieb am 14. Juli 2017 um 13:26:46 Uhr:

[...]

das ist auch der Grund dafür, warum man ein Vielfaches an Motorleistung benötigt, um die Höchstgeschwindigkeit zu verdoppeln. Beispiel aus alter Zeit: der allererste VW Käfer mit 25PS erreichte um die 100 km/h. Der VW Käfer 1302 S von 1971 mit seinen 50 PS war mit 130 oder 135 angegeben. Doppelte Leistung, 30% mehr Geschwindigkeit...

Grüße

SpyderRyder

Deckt sich sogar halbwegs mit der bekannten, reduzierten Formel der Leistungsberechnung

V_neu = v_alt * cuberoot (P_neu / P_alt)

Doppelte Höchstgeschwindigkeit setzt nach dieser Formel also 8-fache Leistung voraus :eek:

Gibt auch ein Beispiel aus der Elektrotechnik....doppelte Leistung vierfacher Strom....

Zitat:

@Atlas561 schrieb am 14. Juli 2017 um 11:11:49 Uhr:

gibt es einen Benziner der auch bei höheren Geschwindigkeiten (160-180 km/h) nicht einen sehr starken Anstieg im Benzinverbrauch verzeichnet?

Nein. Und einen Diesel auch nicht.

Bei hohen Geschwindigkeiten brauchst du den Sprit zum überwiegenden Teil nicht mehr, um sinnlos Wärme zu erzeugen, wie es z.B. im Stadtverkehr die Regel ist, sondern vor allem dazu, Luft zur Seite zu schieben. Dieser Verbrauch steigt, wenn man ihn in Energieeinsatz pro Strecke, also z.B. l/100 km, angibt, quadratisch mit der gefahrenen Geschwindigkeit. Oberhalb von ca. 150 km/h hängt daher der Spritverbrauch fast nur noch von Geschwindigkeit, Form und Größe des Autos ab.

Die relative Änderung durch diesen Effekt ist bei heute üblichen Downsizer-Motoren ausgeprägter als früher, aber nicht etwa deshalb, weil sie bei hohem Tempo übermäßig viel mehr verbrauchen würden, sondern weil sie darauf getrimmt sind, bei geringen Geschwindigkeiten weniger zu verbrauchen.

Die einzige Methode, diesen Effekt zu vermeiden, (neben der offensichtlich:cool: inakzeptablen :cool:, einfach nicht so schnell zu fahren), wäre die, schon bei geringeren Geschwindigkeiten in richtig großem Stil absichtlich den Spritverbrauch hochzutreiben, und so den Unterschied kleiner zu machen. Aber das will dann doch wieder niemand. :D

am 14. Juli 2017 um 21:00

Zitat:

@Atlas561 schrieb am 14. Juli 2017 um 11:11:49 Uhr:

Gibt es einen Benziner der auch bei höheren Geschwindigkeiten (160-180 km/h) nicht einen sehr starken Anstieg im Benzinverbrauch verzeichnet?

Bei allen Motoren, egal ob Benzin oder Diesel, steigt der Verbrauch bei höheren Geschwindigkeiten überproportional an. Grund: Zum einen der Luftwiderstand, der proportional zur Geschwindigkeit im Quadrat ansteigt, was den Leistungsbedarf stark erhöht, zum anderen die ungünstigen Betriebsbereiche (hohe Drehzahl und viel Motorlast). Spezielles Benzinerproblem: Bei Volllast wird das Gemisch fast immer angefettet, um den Motor zu kühlen und die Leistung etwas zu erhöhen. Wer einen (bezogen auf niedrigere Geschwindigkeitsbereiche) vergleichsweise marginalen Anstieg des Verbrauchs haben möchte, sollte daher ein möglichst großvolumiges Aggregat mit langsamdrehender Getriebeausführung (wenig Drehzahl, viel Last, späte Gemischanfettung) wählen. Außerdem sollte die Karosse möglichst windschlüpfrig sein, also kein SUV oder Van.

Zitat:

@Timmerings Jan schrieb am 14. Juli 2017 um 20:52:28 Uhr:

Die relative Änderung durch diesen Effekt ist bei heute üblichen Downsizer-Motoren ausgeprägter als früher, aber nicht etwa deshalb, weil sie bei hohem Tempo übermäßig viel mehr verbrauchen würden, sondern weil sie darauf getrimmt sind, bei geringen Geschwindigkeiten weniger zu verbrauchen.

Beides. Einerseits verringert die bei Downsizingmotoren übliche Aufladung den Wirkungsgrad im Hochlastbereich (der Turbolader wirkt irgendwann, bildlich gesprochen, wie ein Korken), andererseits steigt die Wahrscheinlichkeit, eine verbrauchserhöhende Gemischanfettung vorzufinden, mit steigender Literleistung an.

Zitat:

@GD_Fahrer schrieb am 14. Juli 2017 um 20:44:11 Uhr:

 

Gibt auch ein Beispiel aus der Elektrotechnik....doppelte Leistung vierfacher Strom....

Lösch' bloß diesen Post, sonst glaubt das noch jemand.....:D

Die Leistung ist das Produkt aus Spannung x Strom. Somit ergibt eine Verdopplung des Stroms ganz einfach eine Verdopplung der Leistung.;)

Beispiel: eine 60W-Lampe an 12 Volt hat eine Stromaufnahme von 5 A. 2 Lampen zu 60W (also doppelte Leistung = 120W) nehmen demnach 10 A auf. Und keine 40 A......

Was du meinst, das ist die Vervierfachung der Leistungsaufnahme eines Verbrauchers, wenn man die Spannung verdoppelt. Die 60W-Lampe aus dem Beispiel nimmt bei 24 Volt 240 Watt auf. Spannungswert quadriert, geteilt durch den Widerstandswert des Verbrauchers, ergibt die Leistung.

Gruß

electroman

Wer sich 8 Liter nicht leisten kann, kommt mit einem Tramwaj Bilet billiger.

Im Stadtverkehr brauch mein Motor 18 Liter, auf der Autobahn 15, also je schneller - je weniger. :D

Zitat:

@electroman schrieb am 14. Juli 2017 um 22:11:19 Uhr:

Zitat:

@GD_Fahrer schrieb am 14. Juli 2017 um 20:44:11 Uhr:

 

Gibt auch ein Beispiel aus der Elektrotechnik....doppelte Leistung vierfacher Strom....

Lösch' bloß diesen Post, sonst glaubt das noch jemand.....:D

Die Leistung ist das Produkt aus Spannung x Strom. Somit ergibt eine Verdopplung des Stroms ganz einfach eine Verdopplung der Leistung.;)

Beispiel: eine 60W-Lampe an 12 Volt hat eine Stromaufnahme von 5 A. 2 Lampen zu 60W (also doppelte Leistung = 120W) nehmen demnach 10 A auf. Und keine 40 A......

Was du meinst, das ist die Vervierfachung der Leistungsaufnahme eines Verbrauchers, wenn man die Spannung verdoppelt. Die 60W-Lampe aus dem Beispiel nimmt bei 24 Volt 240 Watt auf. Spannungswert quadriert, geteilt durch den Widerstandswert des Verbrauchers, ergibt die Leistung.

Gruß

electroman

Moin, denke das war gemeint..:-) nicht korrekt ausgedrückt....

Zitat:

Wenn ich z.B. den A1 in der 125 PS Variante fahre, liegt der Verbrauch ab 160 km/h locker bei 8l/100km und mehr. Beim Diesel ist dies hingegen deutlich weniger.

Logisch, wenn du Liter vergleichst.

Benzin 8,9 kWh pro Liter

Diesel 9,8 kWh pro Liter

und dann noch: Ottomotor um 30-35%-40% im mechanischen Wirkungsgrad im sweet spot, bestimmte junge Diesel schon fast bis an 50% ran im sweet spot. Diesen gilt es halt zu treffen, aber gleichzeitig die Geschwindigkeit moderat zu halten, denn dort geht die Leistung und auch der zeitbezogene Verbrauch (Liter/Stunde) kubisch, der streckenbezogene Verbrauch hingegen quadratisch rauf (einmal v kürzt sich raus).

Und sonst lies dir das mal durch für die Physik und dann frag nochmal:

http://sk-8.de/energie/eneBenzinsparenPkw.php

Verbrauchs"arme", junge Benziner der Kompaktklasse für hohe Geschwindigkeiten: welche mit wenig cw*A und noch dem effektivsten, was die Otto-Verbrennerwelt zu bieten hat, z.B. in der jungen Kompaktklasse, die du da im Blick hast:

Mercedes CLA 180 Blue Efficiency cW 0,22 Frontfläche 2,22 macht 0,488 m^2

Zitat:

ob es Benziner gibt, deren Verbrauch nicht durch die Decke geht.

Natürlich. So ein junger Toyota Prius IV ist da ganz gut - einfach über den Motor, die Karosserieform und die Abregelung bei 180 km/h - kaum noch über die Hybridisierung, die kommt aber dazu, z.B. im Stau oder bei niedriger Geschwinigkeit.

Ein Toyota Prius IV PHEV ist sogar bei 162 km/h schon abgeregelt, dann schützt dich das Auto von selbst vor einem zu hohen Verbrauch durch Sinnlos-Raserei.

Auch ein Hyundai ioniq Hybrid.

Oder Peugeot 308 II mti dem 110 PS Benziner.

Naja und wer Verbrauch in Geld gerechnet: natürlich Gas-Fahrzeuge unter den Otto-Motoren. Die verbrauchen oben raus viel Gas, haben dann kurze Reichweiten mit den kleinen Tanks. Aber das Gas ist saubillig. In Deutschland noch lange extrem gefördert (über die Energiesteuer) wird der Betrieb mit CNG. Unter den von dir genannten 1er, A3, Q2 bietet sich dann der Audi A3 g-tron an.

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