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Batterie von außen manipulieren?

Opel Astra F
Themenstarteram 23. Juli 2020 um 21:27

Hi ihr Sachkundigen,

bisher kamt ihr erst einmal in Berührung mit meinem rollenden Feuchtbiotop - das momentan staubtrocken ist. Meine neue Frage könnte möglicherweise noch vertrackter sein, als einen Astra FF-C trocken zu legen.

Nach vorsorglich 4 Tagen in der Werkstatt oder auf dessen Hof, damit auch wirklich alles incl. TÜV gemacht wird, konnte ich meinen 24jährigen ohne jegliche Beanstandung im Protokoll abholen. Das Auspuff-Löchlein wurde geschweißt und ein irgendwo in den Innereien durchgeschmortes Kabel für den Gebläse-Regler erneuert. Dessen Ersatz Anfang des Jahres deswegen nicht lange hielt. Mehr nicht.

„Aber die Lichtmaschine ist doch kaputt, sollte ausgetauscht werden!“ - „Nö, sie hat volle Spannung. Und die Batterie ist relativ neu, keineswegs hinüber.“ Erklärung, ich würde zu selten und zu kurze Strecken fahren.

Sie überzeugte mich nicht!! Denn seit letzten Winter habe ich quasi einen Fulltime-Nebenjob als Batterie-Wart. Keine Woche, kein Termin ohne Laden. Das Gerät mit Verlängerungskabel und Zehner-Schlüssel bleibt im Wagen, um die Prozedur routinemäßig absolvieren zu können.

… Frage 1: Kann ich etwas total falsch machen beim Wieder-Anschließen der Pole oder überhaupt?

Frage 2: Könnte irgendetwas dafür sorgen, dass bei Stillstand des Wagens weiter Strom abfließt?

Frage 3: Wäre es möglich, so etwas von außen zu manipulieren?

Ja, mag abenteuerlich klingen, aber hier ist definitiv ein Saboteur unterwegs - keine weibliche Hysterie -, der enorm viel Phantasie entwickelt, um mir zu schaden. Sich evtl. mit seinem alten Astra-Schlüssel, er fährt nun eine große Opel-Limousine, Zugang verschaffen kann? Fakt ist, dass der Wagen nun vier Tage stand, höchstens vom Hof in die Werkstatt und wieder raus gefahren wurde, die Batterieladung dabei null nachließ. Gleiche Situation hier vor der Haustür: sie würde auf dem letzten Loch pfeifen.

Hoffentlich fällt euch zu diesem Krimi etwas ein? Bitte.

Eure dankbare Bernardine

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10 Antworten

Hallo, bei mir war einmal der Schalter der Handschuhfaches defekt, die Lampe brannt immer,desweiteren die Kofferraumlampe überprüfen, ob sie aus geht,das schlimmste,Du hast irgendwo ein Kabel angescheuert wo nach dem Ausschalten der Zündung noch Strom fließt. Mir fällt da gleich die Zentralverriegelung ein, die Kabel haben eine schlechte Isolierung, habe ich schon selbst erlebt. Dort,wo die Kabel aus der Tür kommen. Gummihülle beiseite schieben und dann siehst Du die Drähte, in den vielen Kabeln ist meist nur 1 oder 2 Drähte die Isolierung gebröckelt.

Trotzdem kontrolliere die Batterie,mit ner Leistungskontrolle siehst Du wie voll sie geladen ist bzw ob Sieüber einen innerer Kurzschluß entladen wird.

MFG

Hast du eine Hängerkupplung?

 

Den Ruhestrom des Wagens bei abgeschalteter Zündung und geschlossenen Türen messen. Mehr als 10mA wären zumindest ungewöhnlich.

Themenstarteram 24. Juli 2020 um 20:28

Sehr verehrte Heinrichmann und Mozartschwarz,

eure Antworten überwältigen mich - und machen mich gleichzeitig ratlos, bin doch kein Mechaniker.

Fakt ist, da seid ihr euch einig, dass Strom fließen kann, auch wenn der Wagen steht, abgeschlossen ist, die Batterie sich also entladen. Derweil einen kleinen Teil eurer Hausaufgaben geschafft: Handschuhfach-Licht ist okay, im (!) Kofferraum keines gefunden. Oder ist’s einfach die Leuchte für’s Nummernschild auf der Stoßstange?

„Dort, wo die Kabel aus der Tür kommen. Gummihülle beiseite schieben und dann siehst Du die Drähte, in den vielen Kabeln ist meist nur 1 oder 2 Drähte die Isolierung gebröckelt.“ Super-Idee. Als ich’s Gemeinte fand, zu drehen wagte, kam eine Scheibe mit vielen kleinen Löchern zum Vorschein. Die Kabel versteckten sich wohl auf der gegenüberliegenden Seite im „Loch“? Mein Kopf ist zu groß, kriegte ihn nicht dazwischen, um reinzuschauen. Oder ich hätte gar nichts abschrauben dürfen? Frau fürchtet sich sehr davor, etwas kaputt zu machen.

Ja, mein Astra-Held hat eine Anhängerkupplung. Wäre die auch ein Strom-Leck-Tatort? Lichtmaschine und Batterie wurden am Dienstag in der Werkstatt durchgemessen. Beides in dem Moment okay. Die Anzeige meines Ladegeräts sagt, dass die Batterie nicht mehr ganz voll wird. … Aber gerade woanders im Forum gelesen, dass die Zeiger auch gar nicht unbedingt auf Null stehen müssen. Verwirrend.

Jungs und Mädels - darf eine „Oma“ ja sagen? -, gestern total vergessen, wie oft die Kühlerhaube nicht geschlossen war, weil das Ladegerät dazwischen klemmte. Könnte der bewusste Saboteur direkt im (!) Motorraum dafür gesorgt haben, dass die Batterie sich so schnell entleert? Falls ja, eine Idee wo, wie?

Letzte Frage: Wie kann ich denn den Ruhestrom messen? Spezielles Gerät, das evtl. die Werkstatt hat?

Für den Moment mille grazie, und ich wünsche euch einen schönen Abend mit einigen Wolken, weil dann der Sonnenuntergang so toll ist

Bernardine

Über die AHK könnte man evtl. die Batterie manipulieren. Entladen über die Steckdose. Ich meine Dauerplus ist da immer drauf. Über den Motorraum sowieso. Prinzipiell reicht da ein kleiner Verbraucher der viele Stunden Strom zieht . Eine Lampe oder ein Widerstand z.B.

Den Ruhestrom kann man mit einem Multimeter messen. Kann die Werkstatt in wenigen Minuten erledigen.

Themenstarteram 25. Juli 2020 um 16:03

Hi Mozartschwarz,

dass es solche Möglichkeiten gibt, obwohl’s für mich die einzige, naheliegende Erklärung war, hätte ich nicht gedacht. Und ich wäre ja auch nie drauf gekommen ohne 4 Tage Werkstatt, in denen die Batterie nicht nachließ.

Offener Motorraum fällt vielleicht doch aus, weil ich nach Batterieladen ja den Status auf dem Gerät sehen kann? Aber die Anhängerkupplung wäre der Knackpunkt. Keine zwei Meter von der Außensteckdose des Hauses entfernt. Und der Saboteur kann zwischen abends und früh morgens „schalten“ wie er will. Außerdem hat er als Landwirt im Nebenberuf einen riesigen Maschinenpark, „kuppelt“ ohne Ende, kennt sich technisch bestens aus. Und seine Phantasie beim Schaden-Zufügen ist erwiesenermaßen grenzenlos.

Zur Sicherheit suche ich nächste Woche noch einmal die Werkstatt auf wegen der Messung des Ruhestroms. Aber dazu auch die Frage: Könnte man dort die Leitung zur Kupplung kappen bzw. vorübergehend außer Gefecht setzen? Ich habe keinen Anhänger, wäre auch gar nicht mehr in der Lage, damit zu rangieren, weil es so „seitenverkehrt“ ist.

Ehrlich gesagt stehe ich noch ziemlich unter Schock. 9 Monate - davor war alles okay - laufe ich förmlich mit dem Ladegerät unter’m Arm rum. Heute voll, zwei Tage später leer. Immer wieder musste ich dringende Termine absagen, weil die Batterie nur noch „würgte“. … Aber es gäbe ja eine Möglichkeit, dem Kerl das nachzuweisen? Muss nur jeden Abend spät raus bzw. direkt neben meiner Wohnung im Zählerkasten schauen, ob die Außensteckdose aktiviert ist?

Dankbar-betrübte Grüße

Bernardine

Ich meinte nicht die Aussensteckdose am Haus. Man könnte aber evtl über die Hängerdose am Auto entladen, so denn Dauerplus bei ausgeschalteter Zündung anliegt. Unabhängig vom Stromzähler.

Besagte Dose kann natürlich entfernt bzw stillgelegt werden.

Themenstarteram 26. Juli 2020 um 12:21

Hallo Mozartschwarz,

merci für die Aufklärung. Das Missverständnis bzw. meinen Fehler entdeckte ich schon gestern Abend, staunte nicht schlecht, als ich unter dem Wagen die Steckdose entdeckte. Könnte man ja in der Werkstatt gleich mit testen, ob sie bei ausgeschalteter Zündung funktioniert. Aber es ist wirklich die einzige Erklärung, und ich bin gerade unendlich froh, euch Profis diese verrückte Frage gestellt zu haben. Aber auch etwas stolz auf mich, die Behauptung des Werkstatt-Chefs, es sei doch alles okay, ich würde nur zu wenig fahren, nicht geschluckt zu haben. Technisch null Ahnung, aber ein gutes „Gefühl“ und „Gehör“ für meinen Wagen.

… Derweil klärte sich, dass der Bösewicht garantiert mit seinem Ex-Astra-Schlüssel reinkommt. Ich konnte das Auto gerade sogar mit dem Schlüssel meines Kadetts, Baujahr 1985, öffnen und starten.

Was nun? Kennt ihr eventuell eine Sicherungsmöglichkeit, die kein Vermögen kostet? Etwas für Arme? Freunde haben eine Minikamera im Wagen, die Bilder auf’s Smartphone sendet, wenn sie mich besuchen, ihre kleine Tochter auf der Fahrt eingeschlafen ist. Sobald sie aufwacht, wird sie geholt. Mein altes i-phone ist nicht App-tauglich, aber wenn die Bilder auf den Mac (allerneuestes System) gesendet würden - er deswegen nicht die ganze Nacht laufen müsste - könnte man’s vielleicht so bewerkstelligen?

Sorry, wenn ich euch so viel Arbeit mache

Bernardine

Wenn du den eh nicht laufend brauchst, klemme einfach die Batterie ab. Dann entlädt sie sich auch nicht, egal ob Fehlerstrom oder einfachere Manipulation. Nachteil ist eigentlich nur das die Uhr falsch geht und du halt immer erst den Pol anklemmen musst. Die anderen kleinen Nebeneffekte sind eher zu vernachlässigen.

Es gibt sicherlich die Möglichkeit, im Fahrzeuginnenraum einen Hauptschalter zur Trennung der Batterie vom Stromkreis zu montieren. Das muß aber mit äußerster Sorgfalt und mit dem nötigen Knowhow gemacht werden, sonst fackelst Du Dir die Karre ab.

Einen regelmäßig wiederkehrenden Saboteur zu enttarnen, ist mit den heute für relativ kleines Geld erhältlichen "Wildbeobeobachtungskameras" eigentlich kein großes Problem mehr. Aufpassen, wie das Ding ausgerichtet ist, da kann man sich ganz flott juristisch das Gesäß verbrennen. Datenschutz und so.

Ist der Täter, so er denn der Täter ist, zweifelsfrei ermittelt, ist das ein Fall für Polizei, Anwalt oder private "Mediatoren bzw. Problemlöser".

Was auch schon Abhilfe schaffen kann, ist eine Auto Alarmanlage. Meine Mutter hatte mal so eine am Auto, die trötete die ganze Siedlung zusammen, wenn man das Fahrzeug nur mit dem Jackenärmel gestreift hat. LED Beleuchtung am Haus mit Bewegungsmelder ist auch ne dolle Sache. Geht an bei jeder Katze und jedem herumfliegenden Blatt. Also, es gibt schon Möglichkeiten, sich so subversive Elemente vom Leib zu halten.

Zum Schluß noch der Hinweis, Vorsicht bei Beschuldigungen ohne Beweise, kann juristisch auch böse in die Hose gehen. Daher wäre für mich der erste Schritt, den Ruhestrom bei stehendem Fahrzeug zu prüfen.

 

M.f.G.: Burkhard C

Geeignete Hochleistungsschalter sind nicht günstig. Mal von den "Schaltern" direkt für den Batteriepol abgesehen.

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