Abzocke beim Ölwechsel wenn man Öl mitbringt ?

VW Golf 4 (1J)

Ich war gestern bei unserem VW Händler zum normalen Ölwechselservice für unseren Golf IV 1,4 75PS.

Wie immer bringe ich dazu das Öl selber mit da ich nicht die Mondpreise (23 Euro der Liter) des Händlers bezahlen möchte. Ich bat des weiteren einmal die Rückfahrlkeuchte zu kontrollieren, weil ich den Verdacht hatte das diese Defekt ist (beim Rückwätsfahrten ist alles dunkel hinter mir). Natürlich bin ich bei der Rückleuchte als Stammkunde (naiv?) davon ausgegagen das mir diese bei einem Defekt ohne Berechnung ausgetauscht wird, d.H. nur die Birne berechnet wird.

Dann die Überraschung als ich die Rechnung erhielt. Ganze 91,62 Euro waren für die simpelen Arbeiten fällig die sich wie folgt aufschlüsseln:
46 der Ölservice
7,70 Ölfilter
2,41 Schraube
15, 20 Austausch der Rückfahrleuchte
5,00 Entsorgung (wohl des Öls)
0,68 Birne
Macht zusammen mit der Mehrwertsteuer 91,62 Euro

Was mich besonders ärgert sind die über 15 Euro für den Austausch einer Glühbirne hinten, die in wenigen Sekunden erledigt sein sollte. Bei Austausch der Halogenlampen Vorne würde ich das ja noch einsehen da das wirklich fummelig und mühsam ist, aber für ein Birnchen hinten halte ich das doch für eine Frechheit.

Was meint ihr zu dieser Abrechnung, hat die Werkstadt nun versucht den entgagenen Gewinn aus den Mondpreisen die sie für ihr Öl verlangen so wieder reinzuholen ? Was sind eure Erfahrungen mit eurem VW Händler ?

Erwähnen möchte ich das wir bis her alle Wartungen und Reparaturen haben dort machen lassen, wir also alles andere als nur Durchgangskunden sind. Umso endtäuschter bin ich doch angesichts solcher Rechnungen. Ich überlege nun, angesichts des Alters unseres Golfs (Bj 2001, 150 000 km) in Zukunft zu freien Werkstädten zu wechseln, da eh weder Garantie noch Kulanz bei unserem Fahrzeug zu erwarten ist.

65 Antworten

@pinguino:
Das mit dem Billigst-15W-40 in modernen Motoren ist hoffentlich nicht wirklich ernst gemeint????????

€ 23-28 sind die Kurse bei VW für LL-Öl. Das stimmt schon, wurde hier auch schon x-fach diskutiert. Hatte ich auch selber mal erlebt.

@extasy:
1. Vorher immer KV einholen.
2. Bringe mein Öl zu meiner VW-Werkstatt auf dem Lande auch mit. Keine Probleme, Entsorgung kostenlos.

Bin schon der Meinung, daß man treue (Vertrags-) Werkstatt Kunden fair behandeln sollte, da das Geld schon lange nicht mehr mit dem Verkauf von Autos, sondern im after sales verdient wird. 

@golfgtspecial
Na ja, ich wollte weniger "jammern" als vielmer die Erfahrungen von anderen hierzu erfahren ;-)

Was haben sie dir eigentlich ins Serviceheft eingetragen ?

Muss natürlich auch noch meinen Senf dazugeben.

Einerseits stimmt, dass die Händler wirklich arm dran sind, denn sie sollen auf der einen Seite allerlei Vorgaben der Vertriebsorganisation erfüllen (getrennte Schauräume für die vertretenen Marken, hast Du keinen Platz für 2 Schauräume je für VW und Audi, verlierst Du deinen Audi-Neuwagenhändler-Vertrag..., insgesamt strenge Vorgaben zur Gestaltung der Schauräume, Stichwort: CI), denn haben die Hersteller die Neuwagenmargen für den Händler massiv gesenkt mit der Ansage, der Händler müsse künftig seinen Gewinn eben in den Werkstatt- (!) und sonstigen Dienstleistungen (Finanzierung, Garantieverlängerung etc.) erwirtschaften, dann verkaufen sie manchmal mit null Gewinn einen Neuwagen, weil sie darauf hoffen, dass der Eigner dann wenigstens die ersten 4-6 Jahre zur Vertragswerkstatt kommt, bevor er zu ATU etc. fährt (meist fahren sie früher dorthin...) und dann zermanscht einem der Hersteller selbst noch das Geschäft mit massenweise gehübschten Leasingverträgen, deren Rückläufer in Form von Gebrauchtwagen dem Händler dann - neben den Neuwagen - auch noch auf den Hof gestellt werden, mit Tagesstandpreisen von EUR 15,- aufwärts JE FAHRZEUG, die der Händler aufbringen muss, nicht der Hersteller!
Ergo: Es macht schon lange keinen Spaß mehr!
BMW bietet den 7er zu 5er Konditionen im Leasing an und im hochgerubelten Russland wurde 7er Käufern schon mal ein 1er oben drauf gegeben (wie ich schon öfter gehört und jüngst im Spiegel zur Bestätigung dessen gelesen habe...).

Dann hat der Händler enorme Kosten durch Personal und u.a. auch Betriebskosten der hübschen Schauräume und Werkstatt und für die div. Versicherungen, techn. Überprüfungen, Zertifizierungen, Weiterbildungen und und und - und natürlich auch kräftig Forderungsausfälle, die er gänzlich als Verluste abschreiben darf, aber was hilfts, wenn dem keine Gewinne gegenüberstehen?

Daraus ergeben sich dann die Apotheken-Preise für den kleinen (Nicht-Flotten-Besitzer)-Endkunden, am wenigsten davon hat der Schrauber selbst - das ist, fast, so schlimm wie beim Friseur!

Was man der besagten Werkstatt also allenfalls vorwerfen kann, ist, dass offenbar niemand beim Einbuchen über die Rg. gesehen und die Pos. mit dem Lampenwechsel entweder minimiert (pauschal und nicht gg. AW) gebucht oder ganz rausgelassen hat, weil es sich beim Kunden um einen Stammkunden mit regelmäßigen Besuchen (und Umsätzen...) gehandelt hat.

Allerdings muss man auch hier realistisch sein! Ist man wirklich ein "top account"?
In meiner Firma drohen Kunden, bei nicht sofortigem Rückruf aus der Fachabteilung ihre 5000L Heizöl anderswo kaufen zu wollen, in der (irrigen) aber tatsächlich ehrlich empfundenen Annahme, diese 5000L HEL wären sozusagen ein "Drohpotential", na ja...😁

Wobei: Nachfrage in 2007 nach Kosten Bremse komplett (vo+hi, Schreiben + Beläge) war in einer freien, guten Fachwerkstatt in LG ein paar Euro teurer als bei meinem kleinen VW-Händler in HH - die Vertragswerkstätten versuchen über gesenkte Pauschalpreise die "Alt"-Fahrzeugbesitzer wieder heimzuholen...

Und:
Ölwechselkosten sehen bei mir etwas anders aus:
Ölfilter = EUR 5,99 (ahw zzgl. Versand, ATU=8,60)
Öl LM 5W40 gem. VW 505.01, 5L=EUR 37,95 bei Real
Ablassschraube = EUR 1,- (ahw zzgl. Verand, ATU=1,37)
Entsorgungskosten= Keine (Altöl bei Real, Ölfilter auf dem Recyclinghof)

Also auch nicht ganz geschenkt, in 2007 hab ich´s 1x bei ATU in LG machen lassen, das ganze komplett für EUR 47,42...

Man braucht zwar keine Hebebühne, aber ich meinen wechselseitig vorn angehoben, um die untere Motorverkleidung demontieren und soviel Kraft aufwenden zu können, dass ich die Schraube losbekam.
Kostet zumindest etwas Zeit, Platz vorausgesetzt!

Und feste Intervalle kann man natürlich selbst zurückstellen, bei WIV/LL sieht´s etwas anders aus, oder?

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Mußte auch mal die Erfahrung machen, daß ein VW-Betrieb für einen neuen Gebläsemotor mit Einbau € 500 haben wollte. Nach dem Schock (und anderen Blödheiten) habe ich mir einen anderen Vw-Betrieb gesucht, bin sehr zufrieden und: Der Gebläsemotor hat € 247 all inklusive gekostet.

Dann muß man da einfach wegbleiben. Angerufen werde ich immer noch, ob ich einen Golf VI kaufen will. Nicht im Leben und bei denen schon überhaupt nicht mehr.

Zitat:

Original geschrieben von extasy


Habe ich ja auch jetzt vor. Zumal die Zeit der Kulanz und Garantie eh abgelaufen ist. Und für die blöde VAG Mobilitätsgarantie lohnt der Aufpreis bei VW kaum. Jeder Schutzbrief für 50 Euro im Jahr bietet da sicherlich mehr.

Leider ist es aber auch so das man einen Ölwechsel nur schlecht selber machen kann ,wenn man keinen Zugang zu einer Hebebühne hat. Außerdem muss man das Öl auch noch entsorgen. Und wie stelle ich die Intervallanzeige zurück ?

Kauf Dir eine schöne runde Ölwechselwanne (ca. 7l unter 10 Euro bei OBI) mit Ausgieser im Baumarkt.

Das Altöl im Ölkanister wird kostenlos dort zurückgenommen wo Du Dein neues gekauft hast. Das überflüssige neue Öl (ca. 1,5l) würde ich in einen kleinen Kanister umfüllen.

Intervallanzeige stellst Du über die Tasten im Kombiinstrument zurück (bei festem Wechselintervall, was zu empfehlen ist - selbst bei longlifeöl würde ich dann einfach etwa 30.000 km fahren). Steht in der Bedienungsanleitung.

Wenn du Knie hast und Arme, die länger als 50cm sind kannst Du ohne Hebebühne Öl wechseln.

Ölfilterschlüssel ist empfehlenswert. Drehmoment bei der Ablassschraube beachten, lieber zu wenig anziehen und bei Undichtigkeit nachziehen als zu fest.

Zitat:

Original geschrieben von Wendtland


@pinguino:
Das mit dem Billigst-15W-40 in modernen Motoren ist hoffentlich nicht wirklich ernst gemeint????????

Doch. Willst Du wissen als was ich arbeite? 😁

15W40 ist für die "topmodernen" Golf IV Motoren in unseren Breiten mehr als ausreichend.

Das Ölgeschäft ist ein Milliardengeschäft. (Zumindest in Deutschland - wir fallen leicht auf so etwas herein)

Also ich würde kein 15W40 fahren. Da kannst du ja fast auch in die Ölwanne reinpinkeln. Ich weiß, ist ein dummer vergleich, weil kaltes 15W40 zäh ist und kalte Pisse entweder gefrohren oder immer noch dünnflüssig. Nein, mal im Ernst: Was schreibt denn VW vor? Mindestens 5W40 ... . Im Golf IV 1.9 TDI hatten wir 0W30 und im Polo 9N läuft gerade 5W30. Longlife rulez. 😁

MfG

T.

@pinguino:
Ja klar möchte ich wissen, als was Du arbeitest!

Ist es nicht so, daß 15W-40 Öle längere Durchölungszeiten haben und somit den Motorverschleiß fördern? Besonders im Winter bei vielen Kurzstrecken und Kaltstarts?

Ich habe festes Intervall mit LM Synthoil 5W-40. Ölverbrauch ging etwas zurück und der 5 l Kanister kostet mich ca. € 48.

Zitat:

Original geschrieben von Master of Desaster


Also ich würde kein 15W40 fahren. Da kannst du ja fast auch in die Ölwanne reinpinkeln. Ich weiß, ist ein dummer vergleich, weil kaltes 15W40 zäh ist und kalte Pisse entweder gefrohren oder immer noch dünnflüssig. Nein, mal im Ernst: Was schreibt denn VW vor? Mindestens 5W40 ... . Im Golf IV 1.9 TDI hatten wir 0W30 und im Polo 9N läuft gerade 5W30. Longlife rulez. 😁

MfG

T.

Bei meinem TDI schreibt VW 15W40 vor.

Jedoch fahre ich ihn mit 5W40.

Teilweiße ist es für den Motor sogar besser, wenn er bei hoher Laufleistung dickflüssigeres Öl fährt.

Zitat:

Original geschrieben von VW_Golf3GTI



Wenn ein Motor 150tkm mit einem 15W40 Öl gefahren wurde, und dann auf 0W40 umgestellt wurde, draf man sich nicht wundern über ein Ölverbrauch, denn das 0W40 ist beim kaltstart wesentlich dünner wie das 15W40. Somit kann bei einem Kaltstart Öl durch z.b kleine Undichtigkeiten der Schaftdichtungen in der Brennraum gelangen, woraufhin ein Ölverbrauch entsteht. Diese Probleme hast du mit dickflüssigerem wie es das 15W40 ist nicht. Im warmen Zustand haben beide Öle die gleiche Viskosität.

Zitat:

Original geschrieben von Wendtland


@pinguino:
Ja klar möchte ich wissen, als was Du arbeitest!

Ist es nicht so, daß 15W-40 Öle längere Durchölungszeiten haben und somit den Motorverschleiß fördern? Besonders im Winter bei vielen Kurzstrecken und Kaltstarts?

Ich habe festes Intervall mit LM Synthoil 5W-40. Ölverbrauch ging etwas zurück und der 5 l Kanister kostet mich ca. € 48.

Prinzipjell ja, deswegen wurden ja die Öl entwickelt. Um den Motor im kalt Zustand höher belasten zu können, ohne das dabei die Schmierung abreißt...

Jedoch kann diese bei hoher Laufleistung eine Rückschlag sein.

Begründung siehe meinen Beitrag drüber...

Zitat:

Original geschrieben von VW_Golf3GTI


Wenn ein Motor 150tkm mit einem 15W40 Öl gefahren wurde, und dann auf 0W40 umgestellt wurde, draf man sich nicht wundern über ein Ölverbrauch, denn das 0W40 ist beim kaltstart wesentlich dünner wie das 15W40. Somit kann bei einem Kaltstart Öl durch z.b kleine Undichtigkeiten der Schaftdichtungen in der Brennraum gelangen, woraufhin ein Ölverbrauch entsteht. Diese Probleme hast du mit dickflüssigerem wie es das 15W40 ist nicht. Im warmen Zustand haben beide Öle die gleiche Viskosität.

Heißt aber nicht, dass das 15W40 besser für die Maschine war. Vielleicht ist der Verschleiß der Kolbenringe/Laufbuchse erst durch das Fahren mit Öl mit bescheidenen Kaltstarteigenschaften (mangelnde Schmierung) aufgetreten. Wäre der Motor von anfang an mit "ordentlichem" Öl gefahren worden, würde er vielleicht auch weniger davon verbrauchen.

Na ja, hauptsache die Garantie- bzw. Kulanzbedingungen werden erfüllt. Der Rest ist dann Kür.

Hab mal im Baumarkt mit meinem Nachbarn Öl gekauft (5W40). Da stand Erstraffinat drauf und das Gelumpe war schon schwarz. Da kann doch was nicht stimmen ... . Seither weiß ich, dass billiges Baumarktöl nichts taugt. Nur wo Castrol draufsteht, ist auch Castrol drin. 😁

MfG

T.

So sieht es aus. Jedoch gab es damals ('93) nur das 15W40, womit sich der Motor ja eigelaufen hat.

Bei dem Motor aus meinem eigenen Zitat handelt es sich um einen 93er Golf 3 mit AAM Maschiene, was sich aber auch auf die 4er Golf Motoren übertragen lässt...

Zitat:

Original geschrieben von Wendtland


@pinguino:
Ja klar möchte ich wissen, als was Du arbeitest!

Ist es nicht so, daß 15W-40 Öle längere Durchölungszeiten haben und somit den Motorverschleiß fördern? Besonders im Winter bei vielen Kurzstrecken und Kaltstarts?

Ich habe festes Intervall mit LM Synthoil 5W-40. Ölverbrauch ging etwas zurück und der 5 l Kanister kostet mich ca. € 48.

Verrate ich aber nicht, um meine Anonymität nicht zu gefährden - ich wollte nur andeuten, dass ich ein wenig von der Preisgestaltung und Kosten/Nutzen verstehe (und als kleines Rädchen mitmischen darf).

Ich will aber niemanden überzeugen. Mir ist es prinzipiell egal, ob jemand teures oder günstiges Öl fährt.

Wenn ich allerdings teures Öl verkaufen will, mache ich Dir Angst mit:

Motorschäden und Unmengen an Verschleiß durch billiges 15W40.
Viel zu dickflüssig, gerade beim Kaltstart.
Altert viel zu schnell, da keine hochwertigen Additive.

Verdammt nochmal - das funktioniert sogar bei mir; so schnell bekommen die Bürger Angst um ihren hochmodernen Motor. 😁

Die empfindlichste und wertvollste Maschine ist der menschliche Körper. Wieso kümmern sich die Leute nicht dort um die richtigen (gesund und angemessener Füllstand) Betriebsstoffe?

15W40 ist ein für unsere Temperaturbereiche meist vollkommen ausreichender (sogar guter) Schmierstoff.

Seit wann ist ein 15-40 dickflüssiger als ein 5-40 ????
...im kalten Zustand mal abgesehen,
im betriebswarmen Zustand ist das vollsynth.-Öl sogar eher etwas dicker als das Mineralische...

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