525d E61 gekauft und evtl. dabei getäuscht worden!!

BMW 5er E60

Hi zusammen,

habe für meinen Bruder einen 525D gekauft BJ 2008.
Stand super da, kaum Kratzer und echt gepflegt.
Preis passte auch und wir waren uns schnell einig.

So Problem war dann nun folgendes, was wir so nicht wirklich gesehen haben.
Ich hätte ja nie im Leben gedacht das jemand so gut Kratzer vertuschen kann und ein wahres Polierass sein eigen nennt.

Den BMW nun das 1. mal gewaschen und nach dem Waschen mit einem Hochdruckreiniger (Abstand 30 cm zum Lack) war es dann auf einmal ersichtlich.
Einige Kratzer verzierten die komplette Seite des Wagens. Wirklich von vorne bis hinten durchgehend mit ein paar kleinen Absetzern.
Das ist ein übler Schaden der durch den Verkäufer nicht angegeben wurde (Autokauf von Händler zu Selbständigen).
Das war so gut kaschiert man hat es echt nicht gesehen!
Nun nach der Wäsche sieht man teils die Kratzer welche noch teilweise so aussehen wie vorher (also wirklich nur bei ganz nahem hinsehen kann man etwas sehen das da ein Strich ist, aber eben lackiert - nicht so auffällig wie mit einem Lackstift!). Dieser geht nahtlos über in die sichtbaren Kratzer.
Sprich das kaschierte geht genau in die Kratzlinie über.
So was ist doch mal eindeutig Betrug oder was meint Ihr?
Kann man das dem Verkäufer so noch nachweisen nach 1 Woche?

Bin echt genervt von so einem Vorgehen.

Danke für eure Hilfe bzw. Tips

Tom

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Balou100


Ich empfehle den Gang zum Anwalt. Zwar wurde vermutlich die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen, was sich aus dem schriftlichen (?) Kaufvertrag ergeben kann. Die Ausschlussklausel vom Anwalt prüfen lassen, da passieren oft Fehler.

Wenn der Gewährleistungsausschluss wirksam ist, greifen Gewärleistungsrechte (zB Minderung) nur bei arglistigem Verschweigen des Mangels, was doch naheliegend ist.

Die mögliche Anfechtung wegen arglistiger Täuschung hat doch mit der (mglw. ausgeschlossenen) Gewährleistung nicht sehr viel gemein. Mal von den zu erwartenden Beweisschwierigkeiten für ein derartiges Anfechtungsverfahren gänzlich abgesehen.

Der Gang zum Anwalt kostet. Da sollte man bereits 200€ als Vorschuss einplanen, ohne das ein konkretes Ergebnis in Aussicht steht.*

Zitat:

Es sollte so schnell wie möglich ein Sachverständigengutachten zur Beweissicherung gemacht werden (kostet ca. 300 - 400 €), danach zügig den Anspruch durchsetzen. Ich halte es für durchaus möglich den Anspruch durchzusetzen, ein wenig Glück gehört dazu. Ich würde es mir nicht gefallen lassen.

Dazu kommen noch diese weiteren Kosten sowie die Gerichtskosten als Vorschuss. Das sind bereits gute 1000€ die man investieren muss um dann vor Gericht auf wahrscheinlich eher minimale Erfolgsaussicht zu hoffen.

Diese lassen sich in dem Fall sicherlich "erfolgreicher" investieren.

Insoweit kann man gerne ein persönliches Gespräch mit dem Händler und eine gemeinsame Lösung suchen. Dabei kann man gewiss auch sachlich begründet seinen Unmut kundtun. Aber das Prozessrisiko deswegen einzugehen, ist die Sache (höchst-) wahrscheinlich nicht wert.

Und nun zurück zum (*):
Ein, nicht nur für das eigene Vermögen guter Anwalt wird es sicherlich ähnlich darlegen. Ihm ist dann mehr an einem "zufriedenen" als an einen geschröpften Mandanten gelegen.

Das ist zwar insgesamt nicht wirklich das, was sich der Themenersteller vermutlich erhofft hat, und bietet auch keinen echten Trost, vermeidet aber, dass ein noch größerer "Schaden" entsteht.
Insoweit nicht weiter großartig darüber grämen, sondern stattdessen vorwärts blicken und das beste daraus machen. Letztlich kauft man sich ein Auto auch in aller Regel um darin zu sitzen und zu fahren und nicht um es dauerhaft nur von außen zu betrachten. Und ein BMW 525d sollte doch genug Fahrfreude als Trost spenden. 😉

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Zitat:

Original geschrieben von schike61



Zitat:

Original geschrieben von Tom2110pa


Das stimmt, da haste wirklich viel Pech gehabt!
Meinst aber der Verkäufer hat dieses Ausmaß an bald kommenden Defekten gewusst?

Ist schon ne Weile her und andere Marken gewesen, aber hatte auch mit manipuliertem Tacho und verschwiegenen Unfallschäden zu tun.
Man kann halt schon auch gut verarscht werden beim Autokauf.

Das weiss ich leider nicht ob man da schon was gewust hat es ist ein Autohaus in Achen gewesen wo ich den Wagen gekauft habe er ist Lückenlos scheckheft gepflegt da hab ich mich beim 🙂 informiert wo er immer zur inspektion war die sagten Datum und Kilometer stimmen.Ich würde mal sagen das das Autohaus das den Wagen angekauft hat beim ankauf nicht richtig geprüft hat anders kann ichs mir nicht erklären😕

Ich muss dazu noch sagen das der Wagen erst 91000 gelaufen hatte als ich ihn gekauft habe und das ist glaube ich für so ein Auto noch nicht wirklich viel oder 😕

Moin TE,

hast du das Auto noch?
In deinem Prof. sehe ich nur einen E60 520d und A..i A6?
Glaube nicht das du da was machen kannst. 🙁
Kommst aus Norddeutschland dann kann ich kurz die Stellen polieren und gucken wie schlimm es ist.

Gruß Schnacky

Vergiss es, kannst vergessen, keine Chance. Hatte mal einen ähnlichen Fall bei meinem Cabrio...

Nur mal so am Rande (vielleicht wurde das schon erwähnt - ich habe jetzt nicht alle 4 Seiten durchgelesen):

Wurde schon mal in Betracht gezogen, dass die Kratzer nicht vom Händler stammen, sondern von der Waschanlage?
EDIT: Sorry, hab nochmal nachgelesen: Er hat ja keine "Waschanlage" erwähnt, sondern nur "Waschen mit Hochdruckreiniger". Also fällt das weg. Dann Tippe ich auf einen netten Nachbarn, der den Wagen zwischen Kauf und Waschen, mal "bearbeitet" hat.

Der Tom2110pa schreibt ja, dass diese Kratzer erst aufgefallen sind, nachdem er den Wagen durch die Waschanlage gefahren hatte. Und er beharrt darauf, dass er und sein Bruder, zuvor absolut nichts gesehen haben wollen. Da würde ich mich doch fragen, ob da nicht vielleicht das Gestell der seitlichen Waschbürsten am Fahrzeug entlang gekratzt haben.

Jedenfalls sehe ich ebenfalls keine Chance, etwas vom Verkäufer geltend zu machen.

Ich habe schon einige "Blender" bei meiner Fahrzeugsuche, gesehen. Der Wagen ist poliert, es sind schicke Alufelgen mit neuen Reifen drauf, die Innenausstattung sieht auch Top aus... und was sieht man dann bei genauem Hinsehen? Die kleine, gelbe Airbagleuchte (die man bei Tageslicht kaum wahr nimmt) leuchtet auf der Mittelkonsole (Mercedes). Das bedeutet für mich: Unfallfahrzeug. Zumindest hat der Querbeschleunigungssensor ausgelöst. Alarmglocken an. Wenn dann der Händler nicht garantieren kann, dass der Wagen unfallfrei ist: Finger weg. So bin ich auch schonmal mit dem Zug nachhause gefahren.

Was ich sagen will: Entweder ist Tom2110pa auf einen Blender reingefallen (was man nicht beweisen kann), oder es war tatsächlich die Waschanlage, oder die Kratzer kamen von einem Neider, der den Wagen zwischen Kauf und Wasch, "bearbeitet" hat und dem Besitzer erst nach der Wäsche aufgefallen ist, weil er erst dann das Fahrzeug beim trockenwischen, näher betrachtet hat. Denn mal ehrlich: Ich laufe ja auch nicht jeden morgen einmal ums Auto und suche nach Kratzern (obwohl mir das schon zweimal passiert ist). Was solls? Ich erwische den Täter eh nicht und die Kratzer verschwinden nicht von alleine.

In diesem Sinne: Nach vorne schaun und sich damit abfinden. 😉

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