28i Leistungsdiagramme (Reale)
Hallo Liebe Fangemeinde der 4 Zylinder Turbomotren von BMW. Wollte hier mal nen Thread zu Leistungsdiagramme vom 28i eröffnen. Hier soll eigentlich alles Rein was man so über den 28i über die Leistung höhrt und sieht. Ob getunet oder nicht.
Hier ist mal das Theoretische Diagramm von BMW verlinkt von Motortalk:
http://data.motor-talk.de/.../n20-8304433176705343920.jpg
und hier eins von automobilemag:
http://www.automobilemag.com/.../photo_05.html
das ist der ganze Bericht:
http://www.automobilemag.com/.../index.html
Ich muß sagen wenn ich das so sehe Real gegen Theorie ist BMW weit weg davon was sie versprechen.
Keine 350Nm nur 335 und die liegen auch erst bei ca 1800 Umdrehungen an nicht bei 1250.
Hinzu kommt das er bei 1500 min^-1 gerade mal 240 Nm zu verfügung hat und die Kurve fällt Steil ab so das ich denke das bei 1000 Umdrehungen gerade mal 150Nm anliegen anstatt der versprochenen 220Nm im Theoriediagramm
Zur Hilfe Nm=1,3636*lb-Ft
Edit: Nur mal so am Randebemerkt sieht das auch nicht viel anderster aus als das Diagramm vom Audi 2.0 TFSI
http://data.motor-talk.de/.../ea888-a4-2-0tfsi-211psv2-11171.jpg
Beste Antwort im Thema
Ich bin kein Motorenspezialist und das praktische Er"fahren" ziehe ich dem theoretischen Fachsimpeln schon immer vor. Denn Arschgefühl sagt mir immer noch viel mehr als datenblätter oder Hörensagen von irgendwelchen Ingenieuren.
Ich bin bis vor 5 Jahren 2,5Liter- und 3-Liter-R6 von BMW gefahren und bekennender R6-Fan.
Seit etwa 5 Jahren fahre ich nun 2-Liter-4-Zylinder-Turbos (erst 2,0 TFSi von Audi und nun 328i).
Bei allen guten und von mir geschätzten Seiten der "alten" BMW-R6-Motoren haben diese aber sowas von null Chance beim Durchfahren und Herausbeschleunigen aus Kurven.
Die brachiale Gewalt, die diese 4-Zylinder-Luftpumpen schon im Drehzahlkeller besitzen, ist für mich immer noch erstaunlich und lässt die Freudentränen nicht nach unten sondern zum Ohr wandern...
Da kann Freund Ompre noch weiter auf Artikeln oder Zitatfetzen rumreiten, ich sag nur: Fahren und staunen!
323 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von zerschmetterling81
Du kannst im Alltag ganz normal mit dem N20 fahren und wirst keinen Leistungsmangel erleiden. Im Gegenteil. Die Diskussion hier ist akademischer Natur.
genau, bmw will uns doch nur was gutes tun. ohne die 0815 charakteristik eines aufgeladenen 4 zylinders würden viele leute einschlafen bei den lahmen saugern ohne bums zwischen 2000 - 3000 u/min und so viele unfälle verursachen 😉 wie die neue bmw werbung schon richtig sagt "dynamik beginnt im kopf" und menschen sind zum glück so leicht zu täuschen...
Ja, die 4-Zylinder-Benzinsauger im E90 waren schon geile Motoren, Fahrspaß ohne Ende und Verbrauch fast Null. Perfekte Motoren für einen sportlichen Mittelklassewagen am Puls der Zeit, sportlich-dynamisch und effizient. Diese Motoren haben die Konkurrenz in ihrer Leistungsklasse in Grund und Boden gefahren.
Zitat:
Original geschrieben von Rambello
Und stimmt das: Ab "normalen Fahr-Drehzahlen", also ab ca. 2000 U/min und plötzlichem Gasgeben, ist
keine Verzögerung mehr spürbar ?
Zitat:
Original geschrieben von zerschmetterling81
Du kannst im Alltag ganz normal mit dem N20 fahren und wirst keinen Leistungsmangel erleiden. Im Gegenteil. Die Diskussion hier ist akademischer Natur.
Habt Ihr meine beiden Beiträge mit Diagrammen zum N54 und 1.8 TFSI nicht gelesen?
Oder nicht verstanden??
Ich habe sie schon verstanden, danke! Und ich glaube ich weiß auch ziemlich gut über die Praxis Bescheid.
Der Punkt ist einfach, dass schon z. B. wie bei den drei Audi-Motoren 60% des Maximal-Drehmoments innerhalb von <200 ms saugmotorisch quasi sofort anliegen. Dadurch erleidet man keinen Leistungsmangel. Und danach gehts dann innerhalb von Sekunden mit dem Ladedruckaufbau weiter vorwärts, dann mit mehr Leistung und Drehmoment als beim Sauger.
Ähnliche Themen
Zusätzlich sollte man beachten dass es sich bei den dargestellten Leistungskurven (vielen Dank!) um Messungen auf dem Motorprüfstand handelt.
Beim Lastsprung bei 1500U/min wird da der Motor auf dieser Drehzahl sozusagen festgehalten und es wird gemessen wie sich der Drehmomentverlauf entwickelt.
In der Praxis wird aber kein vernünftigter Fahrer, wenn er zum Beschleunigen Leistung braucht z.B. im 6.Gang bleiben. Wer mit einem Schaltgetriebe nicht umgehen kann muss sich halt eine Automatik zulegen.
Die wird in diesem Fall augenblicklich um mindestens 3 Gänge zurückschalten und die Drehzahl dadurch auf z.B. 4500U/min erhöhen. Damit erhöht sich bei gleichem Motordrehmoment das für die Beschleunigung ausschlaggebende Drehmoment an den Antriebsrädern praktisch schlagartig um den Faktor 3.
Zitat:
Original geschrieben von zerschmetterling81
Der Punkt ist einfach, dass schon z. B. wie bei den drei Audi-Motoren 60% des Maximal-Drehmoments innerhalb von <200 ms saugmotorisch quasi sofort anliegen. Dadurch erleidet man keinen Leistungsmangel. Und danach gehts dann innerhalb von Sekunden mit dem Ladedruckaufbau weiter vorwärts, dann mit mehr Leistung und Drehmoment als beim Sauger.
Okay, das stand aber auch nicht in Frage. Es ging darum, ob das volle Moment sofort zur Verfügung steht oder mit einer spürbaren Verzögerung. Letzteres ist der Fall.
Die Frage war doch, ob man gegenüber dem Sauger spürbare Nachteile hat. Das ist einfach nicht der Fall. Natürlich kann man auch theoretische Fälle konstruieren, wo es sich so verhält. In der Praxis ist das alles irrelevant.
Beispiel:
328i E90: 233 PS, 6,7 s 0-100 km/h
330i E90: 258 PS, 6,3 s 0-100 km/h
328i F30: 245 PS Turbo, 5,9 [6,1] s 0-100 km/h
Weniger PS, mehr Gewicht und trotzdem schneller als der Sauger.
Theoretisch ist es denkbar, dass in den ersten 200 ms des Ampelrennens 😮 der alte Sauger mit 50% mehr Hubraum vorne liegt, nach dem Aufbau des Ladedrucks nach max. 3 Sekunden schiebt der sich jedoch vorbei. Wenn beide Fahrer den Nachnamen Schumacher tragen.
Zitat:
Original geschrieben von zerschmetterling81
Wenn beide Fahrer den Nachnamen Schumacher tragen.
Der Schmacher würde, wie jeder andere Rennfahrer, vor dem Start den Motor ordentlich auf Drehzahl bringen. Und dann ist nicht mehr viel vom "Turboloch" zu spüren.
Interessant ist übrigens dass die Dieselfahrer immer von ihrem sagenhaften Drehmoment schwärmen und den "Turbobumms" als großen Vorteil ("Fahrspaß"😉 gegenüber den Saugbenzinern hinstellen.
Nachdem der Benziner jetzt nachgezogen hat passt es wieder nicht.🙄
Was mir zum Glück fehlt, wäre noch ein Beschleunigungs/Wegdiagramm:
Damit sieht man doch erst, wer wirklich die Nase vorn hat!
Die Werte 0-100 mit einigen Zehntelsekunden Unterschied sagen nämlich nicht viel aus!
Ein Turbo "beißt" doch bei niedrigen Drehzahlen besser zu, als ein Sauger mit harmonischer, gleichmäßiger Kraftentfaltung...
Extrembeispiel zur Veranschaulichung:
2 Autos brauchen zwar gleiche 10 sec auf 100, aber eines liegt nach diesen 10 sec trotzdem weit vorne,
weil
Nr.1 beschleunigt superschnell auf 90, liegt vorne, genehmigt sich dann laaange Zeit für die restlichen 10 km/h auf 100.
Nr.2 beschleunigt erst laaangsam, bleibt so weit zurück, beschleunigt erst am Schluß plötzlich ganz stark auch auf 100.
Es kommt also zusätzlich zu den üblichen 0 auf 100-Werten auch noch auf die "Kurvenform" der Kraftenfaltung an ...!!!
Hast also jemand auch eine Beschleunigungs/Weg-Kurve dieser Modelle?
Zitat:
Original geschrieben von zerschmetterling81
330i E90: 258 PS, 6,3 s 0-100 km/h
328i F30: 245 PS Turbo, 5,9 [6,1] s 0-100 km/hWeniger PS, mehr Gewicht und trotzdem schneller als der Sauger.
Schön. Trotzdem würde ich auf die 0.4 s pfeifen und mir den Motor holen, der seine Kraft souverän und wohltönend aus dem Hubraum und einer angemessenen Zahl an Brennräumen holt.
Wenn ich einen R4 Turbo fahren wollen würde, würde ich mir spaßeshalber einen alten Opel Kadett holen. Dort passt der 2.0 R4 - Opel - Turbo perfekt, lässt sich dank Graugußblock relativ haltbar auf 300 bis 400 PS tunen und damit kann man es dann auch mit einem Lamborghini Gallardo aufnehmen. Klick
Für ein seriöses, gepflegtes Fahren aber nicht wirklich tauglich.
Zitat:
Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb
Für ein seriöses, gepflegtes Fahren aber nicht wirklich tauglich.
Ich frage mich wie all die 4Zyl Fahrer dieser Welt überhaupt noch leben können ? 😕
Kaum vorstellbar dass deren Leben in normalen Bahnen verläuft mit ihren schnöden Vierzylindern. 😁
Euch kann mans auch nicht recht machen oder ? Wäre er langsamer regt sich jeder auf, selbst wenns nur 0,2 Sekunden sind. Das ist dann ein eindeutiges Indiz für die geballte Schlechtigkeit des R4T. Wenn er aber 0.4 Sekunden schneller ist als der gottesgleiche R6, dann, ja dann ist dieser Vorsprung völlig egal und unwichtig und es werden wieder andere "Argumente" an den Haaren herbeigezogen. Es werden Turbo-Lags der Grösse vom Grand Canyon prophezeit, der Klang ist dann auf einmal wichtiger als Leistung und was man sich sonst noch alles aus den Fingern saugen kann.
Ihr dreht euch die Welt auch grad so hin wie es eben zur Situation passt. Mit einem gut gedämmten F30 328i fährt man mit SICHERHEIT besser und "gepflegter" als in einem 523er R6 der mal eben einen Kleinwagen weniger Leistung übrig hat. Was ist denn hier "gepflegt" ? Lahm und laut ? Hauptsache tönt nach viel und kann wenig ?
Schau bbbbbbbbbbbbbbb!
Jetzt lässt Du das einfach mal mit den unpassenden Interjektionen zum Thema Vierzylinder und verwendest die dadurch gesparte Zeit für eine Probefahrt mit dem neuen 328i.
Danach besprechen wir dann nochmal alles ganz gemütlich im F30 Forum.
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von Third Life
Ich frage mich wie all die 4Zyl Fahrer dieser Welt überhaupt noch leben können ? 😕
Kaum vorstellbar dass deren Leben in normalen Bahnen verläuft mit ihren schnöden Vierzylindern. 😁
Das frag ich mich allerdings auch ;-)
Aber es gibt halt unterschiedliche Ansprüche, zum Glück.
Zitat:
Euch kann mans auch nicht recht machen oder ? Wäre er langsamer regt sich jeder auf, selbst wenns nur 0,2 Sekunden sind. Das ist dann ein eindeutiges Indiz für die geballte Schlechtigkeit des R4T. Wenn er aber 0.4 Sekunden schneller ist als der gottesgleiche R6, dann, ja dann ist dieser Vorsprung völlig egal und unwichtig und es werden wieder andere "Argumente" an den Haaren herbeigezogen. Es werden Turbo-Lags der Grösse vom Grand Canyon prophezeit, der Klang ist dann auf einmal wichtiger als Leistung und was man sich sonst noch alles aus den Fingern saugen kann.
Also mein Eindruck ist eher, dass kaum noch jemand die Leistungsdaten der Luftpumpen bis zu einer gewissen Geschwindigkeit anzweifelt. Die sprechen doch deutlich für die R4T. Nur kann man halt Kultur und Charakter auch nicht herbeireden.
Zitat:
Ihr dreht euch die Welt auch grad so hin wie es eben zur Situation passt. Mit einem gut gedämmten F30 328i fährt man mit SICHERHEIT besser und "gepflegter" als in einem 523er R6 der mal eben einen Kleinwagen weniger Leistung übrig hat. Was ist denn hier "gepflegt" ? Lahm und laut ? Hauptsache tönt nach viel und kann wenig ?
Nunja, ist "kann viel und tönt nach garnix" besser?
Zitat:
Original geschrieben von Noris123
Der Schmacher würde, wie jeder andere Rennfahrer, vor dem Start den Motor ordentlich auf Drehzahl bringen. Und dann ist nicht mehr viel vom "Turboloch" zu spüren.
Und genau so kommen die Katalogwerte zustande.
Gilt übrigens auch für die Elastizitätsmessung. Da wird nicht etwa (wie im normalen Straßenverkehr - z.B. Überholvorgang auf der Landstraße) bei 80 km/h kräftig Gas gegeben, sondern es wird bei viel niedrigeren Geschwindigkeiten beschleunigt und dann nur die Zeit von 80 auf 120 km/h ausgewertet. Quasi mit "fliegendem Start". Und anschließend wundern sich die Turbo-Jünger wieder, wieso ihnen der nominell schwächere Sauger (zunächst) davon fährt.
Zitat:
Original geschrieben von gogobln
Nunja, ist "kann viel und tönt nach garnix" besser?
In einer "Vernunftlösung" wie dem 328i ja. Wer kann viel und klingt gut will für den gibts den 335i.
Es ist für jeden was dabei ausser der "ich brauch unbedingt einen 6Zyl auch wenn der nur die Leistung eines 2.0D liefert"-Fraktion.