2.0TDI - Raucht stark aus dem Auspuff
Hallo liebe Motor-Talk - Gemeinde 🙂
Ich brauche dringend Hilfe 🙁
Also, erstmal zu meinem Auto:
Ich fahren einen Audi A4 B7, BJ 2005 mit nem 2.0 TDI mit 140 PS. Der Wagen hat eine Laufleistung von bereits 250000 KM, also is schon einiges gelaufen 🙂
Jetzt zu meinem Problem:
Vor vergangenen Mittwoch Abend, als ich von der Arbeit nach hause gefahren bin (80 KM) und im stau stand bemerkte ich, dass mein Audi hinten aus dem Auspuff Raucht. Und das nicht zu wenig.
Ich dachte erst: "Okay ist jetzt vielleicht n bissl kalt draußen und er verbrennt n bissl Kondenzwasser" aber irgendwie wollte der rauch nicht weniger werden. im Gegenteil, je länger ich stand umso schlimmer wurde es, bis ich den fahrer im auto hinter mir schon nicht mehr erkennen konnte. Als es wieder los ging fuhr ich zügig weiter, und nach ca 5 - 10 min volle Fahrt vorraus nahm ich keinen Rauch mehr wahr. Bis ich dann an der nächsten Ampel beim Autobahn abfahren wieder stand. Genau das gleiche Spiel wieder von vorne.
Die Rauchfarbe konnte ich nicht ganz definieren, da es weder eindeutig blau war, noch eindeutig weiß. es war eher etwas dunkeres weiß.
Ich beschloss dann am Samstag zum freundlichen zu fahren und dort mal um rat zu fragen. nach kurzem draufschauen, fehler auslesen und einer spritzigen Probefahrt kam dann folgendes herraus:
Ihm kommt das alles sehr komisch vor: Im kühlwasserbehälter sei kein Druck und er hatte auch kein wasser verloren, daher schießt er die ZKD aus. Der Motor meldet auch keinen Fehler, und mein A4 hat wie gewohnt Leistung. Der Turbo zieht also sauber durch.
Beim Durchschauen, montierte er einen schlauch ab, der sich unterhalb vom kühler befand und meinte, wenn der Turbo Öl ansaugen würde, dann käme dort Öl raus. das war allerdings nicht der Fall. Der Schlauch war trocken, bis auf einen ganz leichten Ölfilm. (ich kenn mich leider nicht so gut aus, dass ich sagen kann was das für ein schlauch war, aber ich denke mal er kam vom Turbo. ca 60mm Durchmesser hatte der Schlauch). Was im auch aufgefallen war, mir jedoch nicht, dass der wagen etwas unruhiger lief als normal. Da meinte er aber dass es auch einfach von der langen laufleistung kommen kann und das mal nicht so schlimm wäre.
Er meinte dann jetzt zu mir, ich solle mal noch 500KM fahren und meine Flüssigkeiten überprüfen ob er wasser verliere oder ob sich was am Ölstand tut und mich dann nochmal bei ihm melden.
Jetzt wollte ich ma vorab einige andere Meinungen einholen und wende mich deshalb an die Motor-Talk Community 🙂
Was meint ihr dazu? Habt ihr diesbezüglich schon Erfahrungen gemacht?
Was soll ich nur tun?...
PS: Ich wusste nicht wo ich diesen Beitrag reinpacken sollte, also kann gut sein dass er hier falsch ist 🙂
MFG [Name von MT auf Wunsch des Nutzers entfernt] und danke im Vorraus 🙂
Beste Antwort im Thema
Soooo das Geheimnis ist gelüftet 🙂
Danke an alle beteiligten 🙂
--> Es war der Ventildeckel!
Er hatte überdruck im kurbelgehäuse, ich hab die Entlüftung gewechselt, welche im Ventildeckel eingelassen ist, also den ganzen Ventildeckel und schon raucht er nicht mehr, und riecht wunderbar nach feinsten Dieselabgasen 🙂 Der überdruck ist auch hinfort 🙂
In diesem Sinne, verabschiede ich mich aus diesem Thread, und ich hoffe es konnte einem anderen, dem es genauso ergeht, weiterhelfen.
MFG
PS: lieber gleich in ne vernünftige Audiwerkstatt und n bissl mehr zahlen 🙂
451 Antworten
180 000km , DPF ist draußen und auscodiert. Wenn ihr den Chat von Anfang an schaut , dann seht ihr was schon alles gemacht wurde
Ich weiß, ich hab dich und dein Problem noch im Hinterkopf, war aber zu faul zum Suchen 😛. Verzeih...
Hat der Motor Überdruck wenn er läuft ?
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Habe ich jetzt erst gelesen. DPF rauskodiert? Also wurde an der Software rumgefummelt. Wer kann jetzt schon sagen, dass das nicht damit zusammenhängt? War nicht sogar vom 2.0 TDI die Nockenwelle beim DPF-Motor anders, um Nacheinspritzungen für die Regenerationen möglich zu machen? Welchen Einfluss nimmt die jetzt? Vielleicht versucht der noch immer den nicht vorhandenen DPF freizubrennen? Nichts genaues weiß man nicht.... 🙄
Nö, wenn man richtig auscodiert hat, versucht er nichts zu verbrennen. Wenn DPF aber auscodiert ist, muß auch der Filter raus und wenn der draußen ist, wird er stark rauchen, da die Partikeln nicht mehr aufgehalten werden.
Zitat:
@Schokar schrieb am 21. März 2017 um 10:34:05 Uhr:
Öldeckel aufmachen während er läuft !
Funktioniert beim 2.0 TDI nicht, der hat immer Überdruck. Einzige Möglichkeit, das zu prüfen, ist durch Abziehen des schwarzen Schlauches der KGE um zu gucken, ob dort Abgase rauskommen.
Zitat:
@Andy B7 schrieb am 21. März 2017 um 11:04:41 Uhr:
Zitat:
@Schokar schrieb am 21. März 2017 um 10:34:05 Uhr:
Öldeckel aufmachen während er läuft !Funktioniert beim 2.0 TDI nicht, der hat immer Überdruck. Einzige Möglichkeit, das zu prüfen, ist durch Abziehen des schwarzen Schlauches der KGE um zu gucken, ob dort Abgase rauskommen.
Hm,okay, danke für den Hinweis !
Die Überlegung war wenn er zu hohen Druck bekommt könnte es die Kurbelgehäuseentlüftung sein,welches dann das Öl durch die Kge ansaugt und verbrennt.
Zitat:
@Evgenus schrieb am 21. März 2017 um 10:54:21 Uhr:
Nö, wenn man richtig auscodiert hat...
Ganz genau, aber woher weiß man das? Außerdem muss bei der Aktion natürlich der DPF entfernt worden sein, sonst würde der Ruß den verbliebenden Filter total verstopfen, da kein Freibrennen mehr stattfindet.
Aber im DPF befindet sich auch noch ein Kat, der wurde dann ebenfalls mit deaktiviert. Und wer weiß denn schon, ob nicht irgendein Temperaturfühler im Abgastrakt eine zu geringe Abgastemperatur feststellt, und dass Motorsteuergerät künstlich nachheizt, in dem es Nacheinspritzungen veranlasst. Schon vor Euro 4 wurde die aktive Aufheizung des Abgastrakts praktiziert, um die Schadstoffe zu reduzieren.
Daher meine Reden: Nichts genaues weiß man HIER nicht!
Ich finde den Einwand von @a3autofahrer bzgl. der Nockenwelle sehr interessant und würde das gerne etwas vertiefen.
Der 2.0 TDI mit DPF hat eine spezielle Nockenwelle, die die Nacheinspritzung des Diesels zum Regenerieren des DPF veranlasst. Ist diese Verbindung rein mechanischer Art, oder muss hier das MSG erst ein "OK" zur Regeneration des DPF geben, damit diese Nacheinspritzung abläuft? Denn die Verbindung zwischen Nockenwelle mit Ventil bzw. von Nockenwelle mit PDE ist ja rein mechanisch und lässt sich beim PD-Diesel nicht elektronisch steuern. Das heißt für mich, die Öffnungszeiten der Ventile und die Einspritzdüsen der PDEs sind immer gleich, egal ob Regeneration aktiv oder inaktiv.
Wie hängt das zusammen? Wie läuft diese Nacheinspritzung ab? Hab ich einen Knick in den Hirnwindungen? Wo liegt mein Denkfehler?
Das heißt nach meiner Logik, wenn man den DPF entfernt und aus dem MSG rauscodiert, muss auch die Nockenwelle gegen eine für TDI ohne DPF geändert werden.
Andy, meine Vermutung wäre: Der DPF-Nocken führt die notwendige mechanische Pumpbewegung aus, um Diesel spät einspritzen zu können. Wenn aber keine elektrische Freigabe erfolgt, dann wird nur Kleinst- oder Nullmenge (also nichts) spät eingespritzt. Ist nur eine Vermutung. Und vielleicht drückt diese zweite DPF-Nocke tatsächlich zwangsweise etwas Kraftstoff in den Brennraum...
Es sind eben viele Unsicherheiten.