2.0 TFSI extrem hoher Ölverbrauch - Gewährleistung?
Ich habe vor etwa einem Monat einen A5 2.0 TFSI von 2010 mit 90tkm gekauft, scheckheftgepflegt.
Mittlerweile habe ich nach etwa 700km 1,5l Öl nachfüllen müssen, was ja noch weit über der wahnwitzigen Angabe von Audi ist, dass 1l auf 1000km "normal" sein können. Außerdem qualmt er ordentlich (bläulich) wenn er noch nicht ganz heiß ist, bei warmem Öl qualmt's weniger.
Fällt sowas unter die gesetztliche Gewährleistung? Das ist ja wohl ein Mangel der schon zum Kaufzeitpunkt bestanden hat?! Wie kann ich das jetzt nachweisen, bzw. was macht die Werkstatt um das belegen zu können?
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Inzwischen hat der Händler zwei anwaltliche Fristen verstreichen lassen. Er hatte sich jeweils nach Ende der Fristen gemeldet und wollte es zunächst auf die zusätzliche Garantie abwälzen, die aber eine Beteiligung ausschließt. Dementsprechend lasse ich den Schaden nun von der örtlichen Werkstatt "offiziell" feststellen und reparieren. Die Kosten muss ich dann wohl einklagen... Bin auf die Ausreden des Händlers gespannt warum er zwei Monate nach Anzeige des Problems meinerseits und Bestätigung seinerseits immer noch nix getan hat.
Als erstes wird die TPI1 und dann eine Ölverbrauchsmessung gemacht, danach erst die TPI2. Ist die Reihenfolge so richtig? Ohne die TPI1 könne man angeblich keine Ölverbrauchsmessung nach Werksvorgabe durchführen?!
47 Antworten
Die Probleme die Audi, VW und Konsorten mit ihren Motoren (1.2, 1.4, 2.0 TFSI/TSI und 2.0 TDI) haben sind hinlänglich bekannt. Leider nimmt der VAG-Konzern lieber verprellte Kunden als Kollateralschaden hin, anstatt Nachbesserung für konstruktive Mängel anzubieten. Diese Erfahrung, dass man nach Ablauf der Garantie bei derartigen Problemen herstellerseitig die kalte Schulter zeigt habe ich mittlerweile zwei mal gemacht. Erneute Rekordabsatzzahlen scheinen dem Konzern mit seiner Strategie zunächst Recht zu geben und leisten der längst vorhandenen Arroganz erneuten Vorschub. Die Frage ist ob dem Höhenrausch nicht irgendwann ein Fall droht, der das Unternehmen langfristig schädigt. In internationalen Zufriedenheits- und Zuverlässigkeitsstudien geht die Tendenz bereits nach unten, wogegen japanische Fahrzeuge alte Tugenden entdecken und die Koreaner sich mit beispielhafter Qualitätsoffensive als neue Shooting Stars nach oben drängen. Die Führungsriege der VAG dagegen nutzt lieber die eigengenerierten Probleme des Dieselskandals um Personalabbau zu rechtfertigen damit auch der letzte Groschen dem Return on Investment der stets hungrigen Aktionäre zu Gute kommt. Früher sagte man dazu "Die schnelle Mark machen". Die Führungsebene die den "Mist" verzapft geht am Ende stets zufrieden mit exorbitanten Abfindungen nach Hause während die Belegschaft und Kunden die Zeche zahlen.
Auszug aus einem Report zur Ölverbrauchsthematik 2.0 TFSI aus "Down Under" (ohne Kommentar):
Anatomy of a Design Deficiency: The Audi 2.0 TFSI Oil Consumption Problem
Anything with the Audi 2.0 TFSI engine. This engine - the ‘T’ stands for ‘turbocharged’ and the ‘FSI’ stands for ‘fuel stratified injection’ - it’s a direct-injected turbo. Everything in engineering is a compromise. And in their zeal to achieve fuel efficiency through reducing internal resistance, the Vorsprung durch technophiles at Audi managed to compromise fundamental engine integrity.
See, the rings and the valve guides need to separate the lubricating oil and the combustion chamber. If you go nuts reducing friction inside an engine, it starts drinking oil like a sailor on shore leave, because it leaks past the rings and valve guides. That’s exactly what the 2.0 TFSI engine has a global reputation for doing. And the fix? Wait for the low engine oil warning light, and add a litre of engine oil. That’s a premium ownership experience right there, don’t you think? Now: rather than just say ‘hey, we got the balance wrong, and we’re gunna fix it, which you could absolutely respect, Audi says ‘move on, nothing for you to see here, this is just normal engine operation’. Really? Kia and Hyundai manage to build turbo, direct injection engines that don’t consume any oil. Go figure. This is a fascinating window into the mindset of a company that puts its reputation ahead of its integrity.
Der größte Teil wird als Leasing raus gehauen.
Da juckt es leider nicht was danach passiert.
Nach 4-5 Jahren gehen die an irgend welche Großhändler und der Kunde muss danach weiter blechen.