1,5 Jahre Haft für DC-Testfahrer

Audi A4 B5/8D

Hallo !

Ich habe folgenden Beitrag im E36 - Forum, dass ich spasseshalber ab und zu besuche, gefunden:

Zitat:

Nun ja...was macht die Tante mit Ihrem Luftfilterfutter KIA auf der Überholspur? Die Mittelleitplanke putzen?

Um sechs Uhr morgens kann man wohl mal den HAHN aufreißen und GUMMI geben.....

Ist schon tragisch, daß die Dame direkt im Baum geparkt hat, aber wer nicht richtig nach rechts lenken kann, der hat auch so nix im Verkehr verloren...

Und der Rückspiegel ist nicht nur dazu da, abgefahren zu werden.......

( der Innenspiegel ist auch nicht nur zum Schminken oder Kopf-dran-stoßen wenn man während der Fahrt den Schnuller vom Balg sucht )

Was denkt Ihr über eine solche Aussage, und was denkt Ihr über das Urteil an sich ?

Gruss

...

96 Antworten

Die Frage ist ja immer die Kausalität.
Inwiefern hat der Fahrer den Unfall verursacht, und inwiefern hat die Fahrerin den Unfall verursacht?
(Durch den Tod eines Menschen erlischt zwar seine Schuldfähigkeit, aber nicht seine eventuell vorhandene Schuld. Das klingt hart, aber vor Gericht sollte man das emotionslos sehen.)
Inwiefern hätte der eine oder die andere den Unfall verhindern können? Und letztendlich, was wiegt schwerer?
Die Mißachtung des Rechsfahrgebotes und die Fehlreaktion einer Fahranfängerin oder die unangepasste Fahrweise eines Testfahrers?
Ich möchte nicht der verantwortliche Richter sein.

Davon ganz abgesehen:
Wer hier sagt "wir alle waren schon in einer solchen Situation" sollte sein Fahrverhalten überdenken.
Wer aufmerksam ist und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs ist, hat immer genug Zeit, auf einen vernünftigen Sicherheitsabstand herunterzubremsen (Ich rede hier nicht davon, dass jemand unvermittelt von einer rechten Spur auf meine wechselt! Solche Gefahrensituationen hat sicher schon jeder erlebt, aber aktives Drängeln?).

Bummler können nerven, rechtfertigen aber keine Nötigung. Wenn im Kaufhaus der Hauptgang verstopft ist, obwohl die Leute sich auf die Seitengänge verteilen könnten, packt man doch auch keine Kalaschnikow aus... Ein Scheissbeispiel; was ich sagen will: Zusammenleben klappt eben nur, wenn man aufeinander Rücksicht nimmt und auch die Fehler anderer akzeptiert.

Eine entsprechende Gelassenheit und Grosszügigkeit sind tolle Charakterzüge, die auch abseits der Strasse gut ankommen. Probiert es aus. 🙂

-Ebe

Edit: Rechtsfahrgebot, nicht -Verbot. Danke woofer. Schön, dass manche Leute noch aufmerksam lesen. 😉

welcher Paragraph?

Zitat:

Original geschrieben von Ebe



... Die Mißachtung des Rechsfahrverbotes
-Ebe

..........................................

???

@ woofer
(Welcher Paragraph?)

StVO

§2 Straßenbenutzung durch Fahrzeuge

(1) Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte. Seitenstreifen sind nicht Bestandteil der Fahrbahn.

(2) Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.

Sorry für meinen "Ausfall", aber der achso niveuvolle Threaderöffner hat mich quasi dazu ermutigt. Wer sowas nur aus dem Sinn raus kopiert, gibt jede und keine Informationen zu meinen Ansichten weiter...

Wie man doch jemanden bezeichnet, hat nicht immer was mit der pers. Wertigkeit zu tun. Da ich niemanden von den 3 Beteiligten kenne, muß ich wohl auch keine Emotionen für Opfer oder Täter zeigen.

Wohin ist der gute Juristen Grundsatz?

"In dubio pro reo"

("Im Zweifel für den Angeklagten"😉

MFG

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Also meine Meinung:

Wir waren nicht dabei und gibt mehr als zu viele unterschiedliche Artikel und Berichte darüber. Was ich herauslesen konnte, ist:

-Man hat den Täter lange gesucht, es blieb nur dieses eine Fahrzeug als "Tatfahrzeug" übrig...der Wagen wurde eindeutig identifiziert. Der Wagen fiel einigen Autofahrern schon vorher auf.
-Der Vorgesätze hätte war um diese Zeit nicht am Unfallort und hatte ein anderes Fahrzeug (ein Zeuge hat aber genau den CL gesehen).
-Rolf war an dem Tag nicht als Testfahrer unterwegs, sondern war auf dem Weg zur Arbeit, zur DC-Teststrecke in Papenburg.
-Er war als relativ schneller und aggressiver Fahrer bekannt, "Turbo Rolf" sagt alles, so einen Namen hat man nicht einfach so.
-Es gab Zeugen, die den Vorfall gesehen haben, zwar nicht neben dran, aber auch nicht so weit dahinter, dass sie es nicht (richtig) gesehen haben könnten.
-Die "Zeugen", die ihren Kollegen scheinbar schützen wollten, haben extrem widersprüchliche Dinge von sich gegeben.

Also gehe ich davon aus, dass er der "Täter" war, was dazu kommt: 190 km/h Durchschnitssgeschwindigkeit ist dort absolut kein Problemm (mit nem CL eh), wenn es um 6h morgens ist. Ich kenne die Autobahn, selbst ich war da schon so schnell und schneller unterwegs (aber selten bin ich so aufgefahren)...

Noch ein paar Dinge:
-Wie schon gesagt wurde, hat man grundsätzlich eine Teilschuld, wenn man mehr als 130 km/h fährt. Ich bin mir relativ sicher, dass er weit mehr als 200 km/h hatte. Viele ahnen gar nicht, wie schnell man in einem solchen Luxuswagen an den 250 und mehr kratzt...
-Die Frau hat überholt, blieb dann aber noch links (was jedem mal passiert), trotzdem ist sie nicht dauernd links gefahren.
-Sie war keine lahme Schnecke, ist normales Tempo gefahren. Sonst hätte sie ja wohl auch nicht überholen können.

Jetzt stellt euch vor, ihr fahrt da. Ihr habt überholt und vergessen, nach rechts zu wechseln. Die meisten schauen auch nicht alle paar Sekunden in den Spiegel, schon gar nicht, wenn die Autobahn so frei ist, wie sie gegen 6h meist ist. Dann schaut ihr in den Rückspiegel und seht ein Auto mit ziemlichem Speed auf euch zukommen und erschreckt (Frauen sind meist eh noch schreckhafter). Im Rückspiegel kann die Geschwindigkeit ziemlich schnell wirken, auch wenn der MB Fahrer ohne Probleme hätte bremsen können. Selbst wenn er schon mit der gleicher Geschwindigkeit wie sie gefahren ist, aber sehr nah dran war, kann man sehr erschrecken. So oder so. Und es ist gut möglich, dass er duch die Lichthupe zusätzlich für einen zusätzlichen "Schock" verantwortlich ist.

Nun hat sie schnell nach rechts gelenkt, wollte ja einen vermeindlichen Crahs verhindern, das war dann wohl zu stark und sie hat gegengelenkt und kam dabei ins Schleudern. Das die Aktion nicht unbedingt von Rennfahrerqualitäten spricht, ist schon klar. Aber bei einem normalen Verkehrsteilnehmer (und bei einer jungen Frau sowieso) kann sowas schon passieren. Das hat doch nix mit "die hat den Führerschein nicht verdient" zu tun. Mr. "MirgehörtdieAutobahnweilicheinenfettenCLhabe" hat den Führerschein viel weniger verdient,
Eine Teilschuld hat sie wohl schon, aber der Unfall ist von ihm ausgegangen und ist nunmal tödlich verlaufen. Das ist halt das Risiko, wenn man so fährt, als wäre die Straße ein Spiel (und so fahren viele, selbst ich war teilweise so)...das sollte eben jedem bewusst sein. Wenn du einen scharfen Gegenstand mit dir rumträgst, und jemand rutscht aus (vielleicht weil er erschrickt) und du bringst ihn ausversehen damit um, hast du nunmal auch die größte Schuld daran...so ähnlich ist es eben im Straßenverkehr. Autos können auch zu Waffen werden, wenn man nicht vorsichtig damit umgeht und den Spaß am Fahren übertreibt. Ein besseres Bsp ist aber vielleicht: Wenn du über Rot fährst, kriegste normalerweise höchstens Punkte und ne Geldstrafe dafür. Wenn dabei aber ein Fussgänger umkommt, haste ein größeres Problem (egal, ob der Fussgänger vielleicht selbst auch rot hat)

Diese "Im Zweifel für den Angeklagten"-Sätze sind völliger Blödsinn und hier absolut unangebracht. Die meisten Indizien sprechen eindeutig dafür, dass er der "Täter" war. Klar war der Richter nicht dabei, aber bei welcher Tat ist das denn der Fall. Und meist können nicht alle Zweifel beseitigt werden, aber wenn die Indizien so erdrückend sind, wie sie es in diesem Fall zu sein scheien, finde ich die Strafe schon ok. Eigentlich sollte sie noch höher liegen, da er jede Schuld von sich weist. OK, es gibt Fälle, in denen der Falsche verurteil wird und es ist auch hier nicht zu 100% ausschliessbar, doch dann kannste fast jeden Mörder laufen lassen, denn selten sind wirklich 0 Zweifel da.

Es stimmt schon, der Fall wurde von den Medien aufgebauscht, das ändert aber nix daran, dass die Strafe wohl absolut richtig ist. Ist doch völlig egal, ob er Testfahrer ist oder ob er für DC arbeitet.

Trotzdem denke ich, dass wir am wenigsten entscheiden können, ob es wirklich richtig war. Denn wir haben keine Zeugenaussagen gehört und waren nicht dabei. Und dass richten ein sehr schwerer Job sein kann, glaub ich sowieso.

Grüße
__________________
Ich bin für einen Führerschein ab 30 (nicht ganz ernst gemeint), nachdem EQ und IQ intensiv getestet werden (das schon eher). Es fahren zu viele Trottel (nicht persönlich nehmen) auf unseren Straßen - die wohl noch nie jemand bei einem Verkehrsunfall verloren haben und die Straßen mit einem Rennspiel verwechseln...

Zitat:

Original geschrieben von z-k-y


Trotzdem denke ich, dass wir am wenigsten entscheiden können, ob es wirklich richtig war. Denn wir haben keine Zeugenaussagen gehört und waren nicht dabei. Und dass richten ein sehr schwerer Job sein kann, glaub ich sowieso.

Dies spiegelt auch meine Meinung zum Thema.

Wohl niemand von uns weis genaueres zu dem bestimmten Tat-hergang. Und wenn wir uns zum Thema äußern, kommen oft persönliche Erfahrungen mit alltäglichen brenzlichen Situationen in Erinnerung, die wir dann hier mit einbringen und bewerten.

Zitat:

Da ich niemanden von den 3 Beteiligten kenne, muß ich wohl auch keine Emotionen für Opfer oder Täter zeigen.

Ich teile zwar diese Meinung nicht, glaube aber das es viele gibt, die genau diese Meinung haben, sie aber andes als der Zitierte, nicht öffentlich vetreten.

Q

PS

Fazit und hoffentlich mal erreichbares Ziel:

miteinander statt gegeneinander auf unseren Strassen

Negation der Negationen

Zitat:

Original geschrieben von ToS4


@ woofer
(Welcher Paragraph?)

Na dann meint er vielleicht, dass das

Rechtsfahrgebot

missachtet worden sei, liebert T0S4.

Was allerdings genau das Gegenteil vom Geschriebenen wäre.

Geht es doch hier um diffizile rechtliche Aspekte, da darf man nicht so einfach dahinschlampen, sonst gibts gleich ein paar Monate mehr!

Oder bin ich wieder mal im falschen Film?

Mein Schreibfehler

Schön, dass menschliche Kommunikation nicht auf redundanzfreier Quellkodierung basiert. (Wem das nichts sagt: andernfalls würde jeder Rechtschreibfehler zum vollständigen Unverständnis aller Teilnehmer führen.)

Tach Leute

ich gebe die volle schuld der Mutter. Der Benzfaherer hat sie im endeffekt gar nicht berührt und wenn die dann so unfähig ist und so das Lenkrad verreist, was bitte kann der Benz faherer dafür. Aber ich gláube viele lassen sich von der Tatsache beeinflussen das, das ein Mutter und ihr Kind dabei gestorben sind. Das ist Tragisch keine Frage, aber man sollte sich davon keine Fehlurteile leisten. Und 1,5 Jahre sind schon eine sehr übertriebe strafe vor allem auch noch ohne Richtige Beweise. Kein Wunder bei einer Frau als Richterin die wahrscheinlich selbst noch Kinder hat.
Ich drängele selber sehr stark. Ich meine was hat einer der 100 Km/H auf der linken Spur verloren. Das regt dann schon auf wenn man schneller fahren will.
Die Frau war einfach unfähig ein Auto zu führen und ist selbst verantwortlich für ihren Tod und dem Tod ihrerer Tochter. Der Mercedes Faherer ist freizu sprechen.
Und Kinderschänder kriegen ein Jahr auf Bewährung, das ist doch schon ein Perverses Rechtssystem.....

Aber seit mal ehrlich wenn ihr so eine Rakete unterm Arsch hättet würde ihr nicht auch Rasen ?

Aha, die Beweise reichen nicht, ne?!
Erst sagst du, er hat sie nicht berührt, also denkst du, dass er dort war und sie bedrängt hat...dann sagst du, dass gar nicht genug Beweise da sind (was ich bezweifel, den ich hab mir den Bericht zur Verhandlung angehört, und es scheinen genug "Beweise" gefunden worden zu sein)...Also gehen wir mal davon aus, dass er dort war und sehr nah aufgefahren ist...(was das Gericht sicher besser beurteilen kann als wir Außenstehende)

Dann kommen wir zu deiner anderen Aussage, dass er sie ja gar nicht berührt hätte (die ist nämlich im Gegensatz dazu diskutierbar)...Wow, das ist natürlich ein tolles Argument...wenn ich dich mit nem Messer bedrohe und du hinfliegst und dir den Kopf brichst, bin ich auch freizusprechen, oder?! Hab dich ja auch nicht berührt...
Ich frag mich, ob du wirklich einen Führerschein hast, und falls ja, ob du ihn verdient hast...Denn man braucht jemanden nicht berühren oder anfahren, um sich (z.B.) im Straßenverkehr schuldig zu machen...Es reicht, wenn du jemanden durch aggressive Fahrweise bedrängst und nötigst...wenn ein Unfall resultiert sowieso...
Die meisten von uns haben das sicher auch schon...und meist geht es wohl auch gut aus, indem der Vordermann z.B. normal auf die andere Spur wechselt...da kann dir dann im schlimmsten Fall verkehrsrechtlich was passieren...Also Punkte und Geldstrafe und vielleicht Fahrverbot.
Doch wenn es eben schief läuft und dein Vordermann WEGEN DEINER DRÄNGLEREI die Kontrolle verliert, kann es schlimmere Folgen haben. Das sollte dir klar sein. Es könnte dir auch passieren. Und es könnte dir auch passieren, dass du mal der Vordermann bist und -vielleicht ein bisschen müde- vom Drängler hinter dir zu einem solchen Fahrmanöver "gezwungen" wirst...
Denk mal drüber nach, bevor du hier einen vermeindlichen Raser und Drängler (wie gesagt, ich gehe grad mal davon aus, dass er der "Täter" war...) in Schutz nimmst, nur damit du morgen wieder mit gutem Gewissen Dampf geben und die Leute von der linken Spur drängen kannst...

Grüße
Kay

PS: Der jetzt Verurteilte tut mir so oder so Leid, wenn ich ehrlich bin. War er es nicht (was wohl aber unwahrscheinlich ist), sowieso. Und auch, wenn er es war, tut er mir irgendwie Leid. War halt dumm, so zu fahren, aber hätte vielen hier passieren können, mich eingeschlossen. Wir sollten nächstes Mal (und die "Male" danach), wenn wir ins Auto steigen und dem Motorsound und der Geschwindigkeit nicht mehr widerstehen können, nochmal drüber nachdenken, ob es nicht ab und zu besser ist, sich nicht über alle Regeln und Vorschriften hinwegzusetzen. Obwohl dafür eigentlich keine Regeln notwendig sein sollten, der normale Menschenverstand (der beim Gasgeben leider oft abgeschaltet wird) sollte eigentlich reichen...Morgen hab ich wieder ein stärkeres Auto unterm Arsch...auch wenn ich sicher nicht immer genau das Limit einhalte, werde ich dran denken und doch anders fahren - ich gebe zu, ist nicht leicht...

Das ich an die Opfern und den Hinterbliebenen (und die vielen anderen Verkehrstoten) denke, brauch ich ja wohl nicht zu erwähnen.

Fakt ist:
Zwei junge Menschen sind gestorben aufgrund eines Verkehrsunfalles.

Ich habe mittlerweile in einigen Foren die geposteten Links zu einer Unmenge von Zeitungsartikeln studiert, und wenn man nur die Hälfte davon glauben kann, gibt es kein "gerechtes Urteil".

- kein Mensch (Zeuge) kann aus hunderten Metern Entfernung den Abstand in Zentimetern beurteilen, den ein Auto auf das andere auffährt.

- die Zeugenaussagen der Verkehrsteilnehmer widersprechen sich massivst (da sagt einer aus, die mittlere Spur wäre neben und vor ihm frei gewesen, als er dem Mercedes Platz gemacht und dann gebremst hätte, er wäre selber an die 200 gefahren, die Frau wäre links geblieben )

- welcher der vielen angeblichen Zeugen ist stehengeblieben um erste Hilfe zu leisten

- ich weiss jetzt ehrlich nicht, wie sich in BRD "Grünstreifen definiert, bei uns in A gibt`s links neben der Spur noch etwa einen halben Meter Asphalt, dann beginnt der Grünstreifen (Gras, meist baulich etwas angehoben), auf dem kann kein Mensch mit über 200 fahren, wie es behauptet wurde

- auch die Arbeitskollegen widersprechen sich, was aber nicht anders zu erwarten war (Freunde werden immer versuchen Dich zu decken, da sie ihr eigenes Urteil im Kopf schon gefällt haben, genauso wie Feinde aus demselben Grund immer versuchen werden Dich zu belasten)

- Fakt ist, dass Männer emotionalere Autofahrer sind als Frauen, also kann man auch den Richterjob nicht richtig besetzen, es sei denn man findet eine(n) Richter(in) der/die keinen Führerschein besitzt, und sich noch NIEMALS im Leben über Raser/Drängler/Linksfahrer ärgern musste (aber eine Richterin, die laut eigener Aussage keine Erfahrung mit Geschwindigkeiten um die 200 km/h hat ist fehl am Platz, vor allem wenn eine junge Mutter um`s Leben kam, genauso wie ein Richter, der privat vielleicht wie ein Henker fährt)

- von einem Führerscheinbesitzer kann man erwarten, dass er das Rechtsfahrgebot kennt, mit voller Aufmerksamkeit am Verkehr teilnimmt, sich LKW überholen traut ohne dass eine "Sicherheitsspur" dazwischen sein muss, und auch sich auch sonst zu verhalten weiss

- von einem Führerscheinbesitzer kann man aber auch erwarten, dass er die Begriffe Sicherheitsabstand, Nötigung, und grobe Fahrlässigkeit sowie Gefährdung der Allgemeinheit kennt, und sich auch sonst zu verhalten weiss

D.h. meines Erachtens ist, ob schuldig oder nicht, nur der zu geringe Sicherheitsabstand zu bewerten, den man auch aus einiger Entfernung schon CIRCA einschätzen kann (bei über 200 km/h mind. 100 Meter) - und das Strafmass den geltenden Bestimmungen entsprechend anzusetzen.

Ganz abgesehen davon, dass die beiden Opfer durch kein Urteil mehr lebendig werden, darf die Justiz "dem Pöbel kein Opfer darbringen", sondern muss anhand von BEWEISEN ein Urteil fällen, nicht auf Basis von Spekulationen

Was für Folgen sind zu erwarten:
- wird Mercedes den Angeklagten wieder einstellen, sollte sich im Berufungsverfahren ein Freispruch ergeben ?
- wenn es keinen Freispruch gibt, kommt das Urteil zugleich einem Berufsverbot gleich, denn keine Firma wird ihn mehr als Fahrer anstellen.
- Linksfahrer sind von nun an "Opfer" die geschützt werden müssen, alle die schneller fahren als 130, oder aus Sicht des Vorfahrenden nicht genug Abstand einhalten können angezeigt und verurteilt werden.
- wenn es einen Freispruch gegeben hätte, wäre das der Freibrief für alle Raser und Drängler geworden (solange kein Kamerawagen hinter ihnen fährt) - solange man links fährt haben alle anderen auzustellen....

Ich möchte jedenfalls nicht in der Haut des Richters stecken.

In Österreich ging heute der "Kaprun-Prozess" vorläufig (wegen Berufung) zu Ende.
Damals starben 155 Personen bei einer Brandkatasrtophe in einer Gletscherbahn.
Alle 16 angeklagten Mitarbeiter der Gletscherbahn wurden freigesprochen.
Auch hier ist sicher noch nicht das letzte Wort gesprochen, die Hinterbliebenen wollen einen Schuldigen (auch wenn es vielleicht gar keinen gibt)

LG

Noch kurz was zum Rechtsfahrgebot:

Ja stimmt, es gibt ein Rechtsfahrgebot...doch behaupte ich, dass viele hier nicht rechts fahren, sobald sie eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht haben..Sie überholen, sehen vorne irgendwo den nächsten und denken: Ach, ist doch unnötig...mich wird ja eh keiner überholen (da ich ja so schnell bin)...Das dieses Gebot auch bei höheren Geschwindigkeiten gilt, wird völlig ignoriert. Dabei muss jeder rechts fahren, sobald er überholt hat und der Mindestabstand erreicht ist, egal ob für 15 s oder für 2 min...denn wer schnell fährt, hat noch lange keine Sonderrechte - im Gegenteil!
Mich nerven notorische Linksfahrer auch - keine Frage. Ich kann es auch nicht leiden, minutenlang hinter einem herzufahren, der zu faul (oder zu stolz) dafür ist, kurz mal nach rechts zu gehen. Doch sollte man ab und zu versuchen, sich in andere hineinzuversetzen. Es gibt nämlich Fahrer und Fahrerinnen, die förmlich Angst haben, wieder auf die rechte Spur zu gehen, weil es oft genug Raudis (rücksichtslose Fahrer) gibt, die so wenig Platz zum Vordermann lassen, dass die andere, rechtsfahrende Person gar nicht mehr zum überholen kommt. Dabei verliert man nicht wirklich Zeit, wenn man den rechtsfahrenden (mit genügend Abstand vor einen lässt und erst nach dem Überholmanöver vorbeizieht - ich meine jetzt in Situationen, in denen man selbst keine freie Bahn hat und der Geschwindigkeitsunterschied nicht arg groß ist) Und es ist nicht gerade fair, dass diese rechtsfahrende Person andauern hinter LKWs abbremsen muss, nur damit Mr.ICHHABEINSUPERAUTO nicht langsamer machen muss. Wenn du erstmal rechts bist, kommste nämlich dank der ÜBERMÄßIGEN Toleranz auf unseren Straßen gar nicht mehr zum überholen, sondern musst erstmal alle vorbeilassen - was laaaange dauern kann.
Es gibt auch andere Fälle: Manchmal denkt man kurz nich dran, wieder einzuscherren (passiert selbst mir, auch wenn ich sogar bei höheren Geschwindigkeiten grundsätzlich wieder einscherre)...
Also erst in andere hineinversetzen - dann (oder besser gar nicht) schimpfen und nötigen.

Zitat:

Original geschrieben von pluto187


Aber seit mal ehrlich wenn ihr so eine Rakete unterm Arsch hättet würde ihr nicht auch Rasen ?

Solche Fahrzeuge sollten nur Fahrer bekommen, die für die Bedienung selbiger die nötige geistige, sittliche und moralische Reife besitzen....

Zur Eingangsfrage:
Egal ob Schuld oder Unschuld zur Frage steht .... ich kann solche Kommentare alsolut nicht begreifen. ich schwanke noch zwischen Führerscheinentzug auf Lebenszeit oder med. psychologischem Gutachten ....

Wer drängelt und satt auffährt, muss im Interesse der Allgemeinheit bestraft werden. Wer links fährt ohne Grund oder vergisst, wieder nach rechts zu fahren, nötigt und muß im Interesse der Allgemeinheit bestraft werden.
Dies beides wird im Gegensatz zu Geschwindigkeitsmessungen kaum von der Polizei gecheckt.

Gut, dann braucht´s mehr Kontrollen und höhere Sanktionen; Abstand unterschreiten mindestens 1 Monat Fahrverbot, links fahren ohne Not 3 Punkte.
Dann bitte aber wirklich nötigende Raser und Penner bestrafen.

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