ForumTouareg 1
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Touareg
  6. Touareg 1
  7. "antiblitz frontscheibe"

"antiblitz frontscheibe"

Themenstarteram 10. Juni 2005 um 10:01

hellau tugedör.

nach 2 steinschlägen habe ich eine neue frontscheibe bekommen. der scheibenmann hat mir die frontscheibe vom cayenne (gleiche scheibe) eingebaut und sagte diese würde beim blitzen so reflektieren, dass man aufm bild nix mehr erkennt.

keine mehrkosten.

weiss da jemand etwas genaueres???

g.g.

Beste Antwort im Thema

Irgendwie ist meine Erklärung nicht richtig rüber gekommen, daher versuche ich es noch mal etwas ausführlicher:

Blitzen, ausgelöst durch die Radargeschwindigkeitsmessung wird mit "normaler" Fototechnik erledigt. Da jedoch die Fahrzeuge in der Regel nicht stehen, sondern mitunter mit überhöhter :) Geschwindigkeit an der Kamera vorbeifahren, kann ein scharfes Foto nur durch eine sehr kurze Verschlusszeit erzielt werden. Sonst sähe es aus wie "verwackelt". Bei sehr kurzen Verschlusszeiten brauch man jedoch relativ viel Licht. Deshalb muss auch am Tage, selbst bei strahlendem Sonnenschein, zusätzlich zum Tageslicht geblitzt werden. Da ein normaler Blitz den Fahrer stark blenden würde, wird mit einem Infrarotblitz gearbeitet, der irgendwo über 800 nm (nm=NanoMeter und das ist eine Wellenlänge) liegt und den für das menschliche Auge nutzbaren Bereich gerade noch anschneidet. Deshalb sieht man einen tiefroten Lichtblitz. Das ist im übrigen auch die Erklärung dafür, das diese Blitzerfotos immer nur schwarz/weiss sind: ist keine Sparmaßnahme (Im Gegenteil, es wird sogar mit teurerem infrarotempfindlichen Filmmaterial gearbeitet) sondern kommt daher, das in dem genutzten Frequenzbereich eben nur noch Grautöne vorkommen - die einzelnen Farben haben eben, je nach Farbe andere tiefere Frequenzen.

Um aufs Thema zurückzukommen, der Infrarotblitz blitzt seine Energie Richtung Fahrer, der Fahrer reflektiert die Energie teilweise zurück, Richtung Kamera - und so entsteht ein Bild. Wenn nun eine Infrarotreflektierende Frontscheibe die Energie des Blitzes Richtung Himmel (Danke, Durchzug) reflektiert, kommt kaum was vom Fahrer zur Kamera zurück. Und somit ist es durchaus möglich, dass diese IR-Scheiben die Auswertung des Bildes erschweren oder sogar verhindern. Ich sage ausdrücklich MÖGLICH, weil verschiedene Faktoren Einfluss nehmen, z.B. IR-Reflektonsgrad der Scheibe (es gibt keine 100%,), Winkel, vorhandenes Tageslicht (enthält auch viel IR Strahlung) usw.

Also besser die Geschwindinkeit einhalten und es nicht darauf ankommen lassen. Die Lesbarkeit des Kennzeichens auf dem Bild wird hiervon aber so und so nicht betroffen, die bleibt gut wie immer :( !

IR-Reflektierende Scheiben gibt es überings bei verschiedenen Wagen, häufig bei Fahrzeugen mit grossen schrägen Frontscheiben, um ein Aufheitzen des Innenraums (sowas böses macht die IR-Strahlung) zu verringern. Erkennbar sind diese Scheiben am rötlichen Schimmer.

Ich hoffe etwas geholfen zu haben, oder habe ich nun für die absolute Verwirrung gesorgt :) ?

Gruss an alle Oliver

30 weitere Antworten
Ähnliche Themen
30 Antworten
am 10. Juni 2005 um 12:05

Kann ich mir nicht vorstellen!

Dann hätte die Scheibe mit Sicherheit erst gar keine Zulassung durch TÜV etc. erhalten!

Kannst es ja mal aus probieren und uns dann auf dem laufenden halten!

am 10. Juni 2005 um 12:26

Ich glaube das das nicht machbar ist ,das geht nie und nimmer durch den TUV.

Und die Polizei hat so eine Technik das sie jede reflektion wieder neutralisieren kann.

Vermutlich ist damit eine IR-reflektierende Beschichtung gemeint, die auch Volvo anbietet. Das damit allerdings ein Radarblitz reflektiert werden soll, ist wohl ein fommer Wunsch.

Grüße

bkpaul

am 10. Juni 2005 um 13:01

es ist doch gar nicht April ....

am 10. Juni 2005 um 18:51

Verkaufsfördernde Maßnahme :D

ganz so würde ich das nicht sehen,

bei meinem bmw hatt ich damals eine infrarot reflektierende frotscheibe mitbestellt. ich wurde 2 mal geblitzt und auf anfrage vom foto, wurde mir mitgeteilt das ich glück hatte weil es nichts geworden ist. theoretisch ist es möglich, aber nur wenn infrarotgeblitzt wird.

....

Einfallwinkel = Ausfallwinkel. Die Reflektion geht gen Himmel. Amen.

hallo Durchzug,

das mit der Winkelberechnung stimmt, nur die Wirkung hast Du trotzdem nicht verstanden : die Infrarotleistung des Blitzes geht (wie von Dir beschrieben) gegen Himmel. Und nicht Richtung Fahrer und dann zurück zur Kamera (Amen!).

Gruss Oliver

Themenstarteram 11. Juni 2005 um 11:24

..also muss dann doch immer lächeln...:-)))

abr wie gsagt, hat nix kost.

g.g.

Zitat:

Original geschrieben von Oliver cologne

hallo Durchzug,

das mit der Winkelberechnung stimmt, nur die Wirkung hast Du trotzdem nicht verstanden : die Infrarotleistung des Blitzes geht (wie von Dir beschrieben) gegen Himmel. Und nicht Richtung Fahrer und dann zurück zur Kamera (Amen!).

Gruss Oliver

ja und da die strahlung gen himmel refelktiert wird ist der fahrer auch zu sehen...man wer so ein quatsch mit der scheibe glaubt ist selbst dran schuld und ihm gehört der füherschein entzogen.

Irgendwie ist meine Erklärung nicht richtig rüber gekommen, daher versuche ich es noch mal etwas ausführlicher:

Blitzen, ausgelöst durch die Radargeschwindigkeitsmessung wird mit "normaler" Fototechnik erledigt. Da jedoch die Fahrzeuge in der Regel nicht stehen, sondern mitunter mit überhöhter :) Geschwindigkeit an der Kamera vorbeifahren, kann ein scharfes Foto nur durch eine sehr kurze Verschlusszeit erzielt werden. Sonst sähe es aus wie "verwackelt". Bei sehr kurzen Verschlusszeiten brauch man jedoch relativ viel Licht. Deshalb muss auch am Tage, selbst bei strahlendem Sonnenschein, zusätzlich zum Tageslicht geblitzt werden. Da ein normaler Blitz den Fahrer stark blenden würde, wird mit einem Infrarotblitz gearbeitet, der irgendwo über 800 nm (nm=NanoMeter und das ist eine Wellenlänge) liegt und den für das menschliche Auge nutzbaren Bereich gerade noch anschneidet. Deshalb sieht man einen tiefroten Lichtblitz. Das ist im übrigen auch die Erklärung dafür, das diese Blitzerfotos immer nur schwarz/weiss sind: ist keine Sparmaßnahme (Im Gegenteil, es wird sogar mit teurerem infrarotempfindlichen Filmmaterial gearbeitet) sondern kommt daher, das in dem genutzten Frequenzbereich eben nur noch Grautöne vorkommen - die einzelnen Farben haben eben, je nach Farbe andere tiefere Frequenzen.

Um aufs Thema zurückzukommen, der Infrarotblitz blitzt seine Energie Richtung Fahrer, der Fahrer reflektiert die Energie teilweise zurück, Richtung Kamera - und so entsteht ein Bild. Wenn nun eine Infrarotreflektierende Frontscheibe die Energie des Blitzes Richtung Himmel (Danke, Durchzug) reflektiert, kommt kaum was vom Fahrer zur Kamera zurück. Und somit ist es durchaus möglich, dass diese IR-Scheiben die Auswertung des Bildes erschweren oder sogar verhindern. Ich sage ausdrücklich MÖGLICH, weil verschiedene Faktoren Einfluss nehmen, z.B. IR-Reflektonsgrad der Scheibe (es gibt keine 100%,), Winkel, vorhandenes Tageslicht (enthält auch viel IR Strahlung) usw.

Also besser die Geschwindinkeit einhalten und es nicht darauf ankommen lassen. Die Lesbarkeit des Kennzeichens auf dem Bild wird hiervon aber so und so nicht betroffen, die bleibt gut wie immer :( !

IR-Reflektierende Scheiben gibt es überings bei verschiedenen Wagen, häufig bei Fahrzeugen mit grossen schrägen Frontscheiben, um ein Aufheitzen des Innenraums (sowas böses macht die IR-Strahlung) zu verringern. Erkennbar sind diese Scheiben am rötlichen Schimmer.

Ich hoffe etwas geholfen zu haben, oder habe ich nun für die absolute Verwirrung gesorgt :) ?

Gruss an alle Oliver

Mein Job!

 

Hallo an alle,

kurz gesagt ist das der größte Blödsinn den ich je gehört habe. Dankbar bin ich jedoch, weil dieser Beitrag mich mal wieder hier zum Lachen gebracht hat!

Ich weiss das ganz genau, weil ich der bin, der diese Anlagen mitunter aufbaut!

Man sieht alle auf den Bildern und wenn mal nicht, dann nur weil die Anlage nicht korrekt aufgebaut wurde, oder eine Fehlmessung stattgefunden hat! Dies kann jedoch unterschiedliche Ursachen haben!

Hallo Ulli,

danke für Deinen netten Beitrag. Deine fachliche Kompetenz kommt sehr gut rüber. Und du gehörst auch sicher nicht zu denen, die die Anlagen nicht korrekt aufbauen, mitunter :) .

Wusstes Du überings, das die Mitarbeiter , die die Anlagen aufbauen und dann "blitzen", normalerweise die Bilder gar nicht zu sehen bekommen ? Die Filme werden später im Labor entwickelt und dann vom Innendienst am Computer ausgewertet und versandfertig gemacht.

Aber irgendwie habe ich den Eindruck, das Du mitunter meinen Beitrag auch gar nicht richtig verstanden hast.

Liebe Grüsse Oliver

Stimmt nciht!

 

Hallo Oliver,

leider bist Du es der nicht richtig verstanden hast! Stimmt wir werten die Bilder nicht aus, denn das machen im Normalfall die Landratsämter weil die Geräte mittlerweile zu teuer für die Polizeidienststellen sind! Nur zum Überprüfen, ob die Bilder einwandfrei geworden sind, müssen wir vorher mittels einer etwas weniger ausgefeilten Technik die Bilder durchsehen!

Wenn Du mir hier also etwas erzählen willst über das auswerten von Bildern , dann informiere Dich bitte vorher! So wie Du das beschrieben hast, läuft es nämlich sicherlich nicht ab!! ;-)

Deine Antwort
Ähnliche Themen