Muster-Zeitungsartikel, wie man E-Autos schlecht redet : Was mich bewegt
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26.11.2022 19:48    |    notting    |    Kommentare (37)    |   Stichworte: Artikel, E-Auto, Smart, Smart #1, Smart EQ, Zeitung

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Hallo!

 

Hab diese Woche bei uns in der Zeitung einen Artikel entdeckt, der sich auf den Smart #1 bzw. den Smart EQ bezieht. Finde der ist ein Muster-Beispiel dafür, wie man E-Autos schlecht reden kann ohne das Thema CO2 bei der Produktion oder Rohstoffe anzusprechen, und das in diesem Fall noch IMHO besonders perfide. Dieser Blog-Artikel wendet sich direkt an den angesprochenen Autor.

 

Sehr geehrter Herr Matthias Schmidt,

 

ich habe diese Woche einen Artikel von Ihnen in einer Zeitung gelesen, in dem es um den Smart #1 bzw. den Smart EQ ging. Offenbar wurde der selbe Artikel unter leicht anderer Überschrift auch z. B. unter https://www.stuttgarter-nachrichten.de/...-48f6-91bb-f99f92cd0a7d.html (Paywall) veröffentlicht.

Schon das Artikel-Bild z. B. in o.g. Link (aber auch auf Webseiten ganz anderer Zeitungen) hat ein ordentliches G’schmäckle. Es wird dort in der Bildunterschrift behauptet, dass der Smart #1 4,72m lang wäre, also etwa wie ein VW Passat. In Wahrheit ist er lt. Hersteller nur 4,27m lang. Ok, könnte ein Zahlendreher sein und evtl. nicht mal von Ihnen stammen. Trotzdem macht es schon einen schlechten Eindruck bevor man überhaupt angefangen hat, den Artikel zu lesen.

In Ihrem Artikel ist die Fahrzeuglänge aber gleich zu Beginn ein wichtiges Thema, was in Kombination das G’schmäckle weiter verstärkt. Die Größe wird einerseits mit dem Mini Countryman verglichen, was durchaus nicht falsch ist. Zudem werden die Einstiegspreise des Smart EQ forfour (lt. Artikel 22.600EUR) und Smart #1 (lt. Artikel 41.490EUR) miteinander verglichen. Hier beginnt offensichtlich ein Äpfel-Birnen-Vergleich.

Wie im Artikel auch geschrieben wurde, ist der Smart EQ forfour nicht mehr verfügbar. Deswegen habe ich auch keine Preisliste für dieses Modell gefunden. In der Preisliste die ich für die anderen Varianten gefunden habe (lt. PDF-Metadaten vom 6.4.2022) kostete die Varianten fortwo inkl. Kaufakku 21.940EUR. Denke die Angabe im Artikel ist plausibel. Der Preis für den Smart #1 Pro+ der auf der Webseite aktuell das kleinste Modell ist, stimmt auch. In beiden Fällen sind offenbar die Überführungskosten nicht enthalten. Sollte aber keinen so großen Unterschied machen.

Aber: bzgl. des Smart #1 wird auf der Webseite groß mit folgendem geworben (https://de.smart.com/de/service/integrated-service-packages/):

Zitat:

Integriertes Servicepaket

 

Unser integriertes Servicepaket ist im Lieferumfang jedes Fahrzeugs enthalten. Es umfasst eine Wartung inkl. Verschleißteile für 3 Jahre oder 45.000 KM und [...]. Zusätzlich zu unserer Standardgarantie von 2 Jahren erhältst du eine Garantieverlängerung um 1 Jahr (insgesamt 3 Jahre) mit unbegrenzter Kilometerleistung.

In der Preisliste und dem Wartungsflyer vom EQ fortwo habe ich nichts derartiges finden können, nur gegen Aufpreis. Was kann man dafür veranschlagen? 1.000EUR? Hab leider keine genauen Preise, aber auf jeden Fall dürfte es ein nennenswerter Betrag sein.

Im Artikel wird praktisch nicht auf die Ausstattungsunterschiede zwischen Smart EQ und #1 im Bereich Sicherheit eingegangen, ein totaler Äpfel-Birnen-Vergleich. Beim Smart #1 wurde zwar die AC-Ladeleistung erwähnt (die man wie beim EQ auf 22kW erhöhen kann), aber mit keinem Wort die DC-Ladeleistungen der Fahrzeuge erwähnt (beim EQ nicht vorhanden, beim #1 serienmäßig „<30 min 10-80% (150 kW)“).

Bei den Motorleistungen wird kein Wort zu den Dauerleistungen gesagt (EQ lt. der Preisliste die ich habe 41kW, #1 102PS -> 75kW), sondern nur die nur eher kurzzeitig nutzbaren Marketing-Gag-Motorleistungen. Den Unterschied zwischen Verbrenner und E-Auto an dieser Stelle wird man spätestens auf längeren/größeren Steigungen auf der Autobahn bemerken. Da wird man nicht diese Spitzenleistung die ganze Strecke voll ausnutzen können.

Diese Spitzenwerte sind allerdings z. B. auch beim Rekuperieren nützlich, also Energie sparen. Es betrifft aber auch Situationen, die im Artikel bzgl. des #1 Brabus so beschrieben wurden: „... dass Stadtfahrten mit 40km/h vom Hersteller nicht als einziger Anwendungsfall gesehen werden“. Nicht erwähnt wird aber der EQ Brabus, der auch etwas „frisiert“ war.

Vor allen Dingen wird nicht erwähnt, dass der WLTP-Verbrauch des #1 ungefähr dem des EQ entspricht, obwohl er größer ist. Wenn man nicht die unterste Variante (Pro+) des #1 nimmt, sondern eine Stufe darüber, bekommt man neben dem 22kW-AC-Lader auch mehr Effizienz, woraus 440 statt 420km WLTP-Reichweite resultieren. Dass die Verbrauchsunterschiede von Klein(st)wagen zu etwas größeren BEV recht gering sind, habe ich schon in https://www.motor-talk.de/.../...sind-bev-klein-st-wagen-t7369934.html geschrieben.

Die im Artikel indirekt erwähnten Stadtbewohner dürften oft auch keine eigene Lademöglichkeit haben. Je größer der Akku ist, desto weniger macht es aus, dass meistens ab 80% Akkuladestand nur noch recht langsam geladen wird im Verhältnis zu 10-80%, wenn man mal längere Zeit nicht oft bzw. lange genug dort parken konnte, wo man preislich akzeptabel laden kann. Das spart div. Umwege zum Laden bzw. zu Car-Sharing-Stationen. Fahrzeug-Sharing ist ohnehin nicht so gut für das Klima (siehe z. B. https://www.motor-talk.de/.../...alternativer-mobilitaet-t7367207.html wo allerdings Car-Sharing nicht explizit in der Studie erwähnt wurde, um die es dort ging, sondern nur z. B. (E-)Bike-Sharing).

Man muss sich auch deswegen gerade bei Fahrzeugen der Größe eines Smart EQ fragen, ob sie gerade in der Stadt noch Sinn machen (vor allem als Erstfahrzeug), insb. wenn’s z. B. auch Ride-Sharing gibt und vielerorts die Situation für Radfahrer verbessert wurde. Soviel mehr Transportkapazität wie man auch als Ride-Sharing-Passagier hat, haben die IMHO nicht. Bzw. man könnte durchaus schon in dem Bereich sein, wo mit einem etwas größeren Auto dafür seltener größere Sachen wie Getränkekisten kaufen fahren mehr Sinn macht.

Beim Thema Preis wurden die direkten Konkurrenz-Produkte garnicht angesprochen. Der VW ID.3 zu halbwegs diesem Preis und mit ähnlicher Reichweite lädt in der Praxis in Deutschland wohl schnell (auch AC). Zudem ist er gegen Aufpreis mit noch mehr Reichweiten zu bekommen, die es bei Smart (noch?) nicht gibt. Zudem hat er 0kg offizielle Anhängelast. Also beim größeren Baumarkt- bzw. Möbeleinkauf im Laden günstig einen Anhänger auszuleihen bringt nix.

Aber der ID.3 ist dagegen nicht mit 22kW AC zu bekommen, was von großem Vorteil in Gegenden ohne DC-Lader ist, z. B. im ländlichen Bereich ohne eigene Lademöglichkeit.

Der Smart #1 bietet für den höheren Preis neben dem Wartungspaket bzw. längerer Garantie (s.o.) und 1,6t Anhängelast wohl auch z. B. eine 360°-Kamera. Beim ID.3 gibt’s aktuell bestenfalls gegen Aufpreis nur eine reine Rückfahrkamera.

Beim Renault Megane E-Tech Electric sieht’s ähnlich aus, nur dass es die Kombination 7,2kW AC und ca. 66kWh-Akku in Deutschland nicht gibt. Vergleicht man den #1 Premium, dürfte der Preis des Renault ausstattungsbereinigt trotz etwas Rabatt und ohne integriertes Wartungspaket eher höher liegen, bei immerhin 0,9t offizieller Anhängelast.

D.h. der Smart ist aktuell ausstattungsbereinigt preislich definitiv nicht weit von seiner direkten Konkurenz weg, selbst wenn die Android Auto bzw. Apple Carplay bietet, was beim #1 noch kommen soll.

 

Meiner Ansicht nach wurden gezielt Informationen weggelassen, die bei einem durchschnittlichen Leser (der sich eben nicht mit den Feinheiten der E-Mobilität und dieses E-Auto-Marktsegments auskennt) dafür sorgen, dass bei ihm nun den Smart #1 ungerechtfertigt in einen besonders schlechten Licht steht, wie z. B. hinsichtlich praktischer Bedeutung der Antriebsdaten, Fahrzeugnutzung eines üblichen Stadtbewohners in der Praxis und Preis-Leistungsverhältnis auch im Verhältnis zur direkten Konkurrenz.

Falls diese niedrige Artikelqualität nicht beabsichtigt war, wünsche ich mir, dass Sie sich wirklich mit dem Thema E-Mobilität befassen, um solche Artikel zukünftig zu vermeiden.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

notting

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27.11.2022 10:52    |    Superbernie1966

als nicht subventionierter Verbrenner Fahrer kotzt es mich an, dass ich aufgrund von Strom-Mehrverbrauch durch E-mobility sogar zu Hause auf einmal doppelt so viel bezahlen soll.

 

Es wurden die falschen Entscheidungen getroffen ( Planwirtschaft ) und von mir bezahlten Steuergelder verprasst ! Ob Smart, Tesla oder Porsche - diese Autos machen mein Leben teuer !

 

dass Dir kritische Stimmen nicht gefallen, verstehe ich.

 

Leute, die E-mobility als Rettung der Welt propagieren, -gelinde gesagt- mag ich nicht !

 

mag sein, dass der E-Smart nicht zutreffend beschrieben wird ist mir egal und dich regt es auf. Was erwartest Du ? Dass alle den E-Smart, den E-Porsche toll finden ?

27.11.2022 11:11    |    notting

Zitat:

@Superbernie1966 schrieb am 27. November 2022 um 10:52:23 Uhr:

als nicht subventionierter Verbrenner Fahrer kotzt es mich an, dass ich aufgrund von Strom-Mehrverbrauch durch E-mobility sogar zu Hause auf einmal doppelt so viel bezahlen soll.

Nein, das Kernproblem ist, dass die teuerste gerade benötigte Stromerzeugungsart auch den Strom teurer macht, der aus billigeren Quellen kommt. Und natürlich die div. "Ökoaufschläge", wodurch D schon länger an der Spitze der europäischen Länder beim Strompreis ist. Selbst die als teuer verschriene Schweiz (weil man dort im Schnitt grob 1,6x soviel verdient wie in D) ist beim Strom deutl. billiger.

Dadurch dass es immer öfters eine PV-Anlage gibt (geben muss, siehe z. B. https://www.motor-talk.de/.../...ganz-baden-wuerttemberg-t7215218.html) kann ggf. auch das Netz entlastet werden, gerade für Leute die tagsüber daheim sind.

Und gerade bei E-Mobility besteht die Möglichkeit Anreize zu schaffen den Stromverbrauch in Zeiten zu legen, wo bisher das Netz eher schwach ausgelastet ist, z. B. durch Zweitarif-Zähler mit festen Uhrzeiten, wann es deutl. billiger ist. Oder eben wenn die eigene PV-Anlage viel Strom liefern, der aber gerade kaum gebraucht wird. Bzgl. Wärmestrom ist es übrigens ähnl., der sorgt an sich auch für mehr Stromverbrauch.

 

Zitat:

Es wurden die falschen Entscheidungen getroffen ( Planwirtschaft ) und von mir bezahlten Steuergelder verprasst ! Ob Smart, Tesla oder Porsche - diese Autos machen mein Leben teuer !

Als ich meinen Verbrenner gekauft habe (der immernoch mein einziges Auto ist), gab's auch eine Kaufförderung.

BTW: Jedes E-Auto was einen Verbrenner ersetzt a) sorgt für weniger Nachfrage an der Tankstelle -> geringere Spritpreise und b) sorgt tendenziell für weniger CO2-Aufschlag auf Sprit (THG-Quoten-Verkauf).

 

Zitat:

dass Dir kritische Stimmen nicht gefallen, verstehe ich.

 

Leute, die E-mobility als Rettung der Welt propagieren, -gelinde gesagt- mag ich nicht !

 

mag sein, dass der E-Smart nicht zutreffend beschrieben wird ist mir egal und dich regt es auf. Was erwartest Du ? Dass alle den E-Smart, den E-Porsche toll finden ?

Du hast offensichtlich überhaupt nicht verstanden, was ich geschrieben bzw. kritisiert habe. Es wurde bei den BEV-Modellen (nicht Verbrenner!) von Smart völlig/zieml. blödsinnig Dinge kritisiert!

Lies auch mal andere Artikel von mir wie https://www.motor-talk.de/.../...enner-phev-und-bev-2022-t7338105.html

Zitat:

Gerade für Wenigfahrer lohnt sich ein BEV oder PHEV kaum. Am ehesten noch, wenn man viel mit eigenem Solarstrom fahren kann.

Ich sehe BEV definitiv nicht als die Rettung der Welt. Ich sage auch allen (insb. Wenigfahrern), dass sie ihren vorhandenen Verbrenner noch bis zum wirtschaftl. Totalschaden fahren sollen und dann erst konkret über die Anschaffung eines BEV oder so nachdenken sollen.

 

notting

 

PS: Du plenkst, bitte nicht mehr machen.

27.11.2022 12:50    |    rotestrike

Ich fahre aktuell einen Verbrenner, der auf Autogas umgerüstet ist. Wenn der ein wirtschaftlicher Totalschaden werden sollte, werde ich mich wieder nach einem solchen Wagen umschauen. Als Wenigfahrer sind Hybrid oder echte Elektrofahrzeuge im Moment wirklich (noch) keine Alternative für mich. Und das, obwohl ich eine Dach-Solaranlge habe, die im Sommer locker den Strom für ein BEV liefern könnte. Die Anschaffung eines BEV ist einfach viel zu teuer. Vielleicht kommt mal eine kleiner Hybrid in Frage, da ich eh meistens Stadtverkehr fahre.

27.11.2022 12:54    |    notting

Zitat:

@rotestrike schrieb am 27. November 2022 um 12:50:44 Uhr:

Ich fahre aktuell einen Verbrenner, der auf Autogas umgerüstet ist. Wenn der ein wirtschaftlicher Totalschaden werden sollte, werde ich mich wieder nach einem solchen Wagen umschauen. Als Wenigfahrer sind Hybrid oder echte Elektrofahrzeuge im Moment wirklich (noch) keine Alternative für mich. Und das, obwohl ich eine Dach-Solaranlge habe, die im Sommer locker den Strom für ein BEV liefern könnte. Die Anschaffung eines BEV ist einfach viel zu teuer. Vielleicht kommt mal eine kleiner Hybrid in Frage, da ich eh meistens Stadtverkehr fahre.

PHEV brauchen mehr Strom, die Verbrenner-Wartungskosten kommen dazu bzw. anders ausgedrückt: Wenn man nicht gerade ein Premium-BEV nimmt, kann man vermutl. auch bei den Wartungskosten sparen und bei der Steuer sowieso. Dazu die THG-Quote, die's nur für BEV gibt (wobei die langfristig eher runtergehen dürfte).

Wie ich hier in den Kommentaren auch schon geschrieben habe: Tendediere für Wenigfahrer zum Verbrenner (dann macht aber eine Gasanlage auch wenig Sinn) und wenn genug gefahren wird (und die Ladeinfrastruktur da wo derjenige ist brauchbar ist) zum BEV. PHEV macht finanziell unterm Strich nicht viel Sinn.

 

notting

27.11.2022 17:07    |    PIPD black

Zitat:

BTW: Jedes E-Auto was einen Verbrenner ersetzt a) sorgt für weniger Nachfrage an der Tankstelle -> geringere Spritpreise und b) sorgt tendenziell für weniger CO2-Aufschlag auf Sprit (THG-Quoten-Verkauf).

So ein Quatsch. Egal was wir sparen, ob Wasser, Gas, Strom, Sprit…..nix davon wird dadurch billiger. Sämtliche Infrastruktur dafür wird weiterhin vorgehalten und kostet Geld. Bleib mal beim Thema Wasser. Weil wir heute weniger Wasser verbrauchen, müssen bspw. die Abwasserkanäle zusätzlich gespült werden. Was man früher gut über die Menge verteilen konnte und zu einem günstigeren Preis führte, muss heute auf weniger Menge verteilt werden und treibt die Preise in die Höhe.

27.11.2022 17:38    |    Superbernie1966

so ist es !

 

die Pointe meines Lieblingswitzes ist: " wir können es uns nicht leisten noch mehr zu sparen ! "

27.11.2022 17:43    |    notting

Zitat:

@PIPD black schrieb am 27. November 2022 um 17:07:47 Uhr:

Zitat:

BTW: Jedes E-Auto was einen Verbrenner ersetzt a) sorgt für weniger Nachfrage an der Tankstelle -> geringere Spritpreise und b) sorgt tendenziell für weniger CO2-Aufschlag auf Sprit (THG-Quoten-Verkauf).

So ein Quatsch. Egal was wir sparen, ob Wasser, Gas, Strom, Sprit…..nix davon wird dadurch billiger. Sämtliche Infrastruktur dafür wird weiterhin vorgehalten und kostet Geld. Bleib mal beim Thema Wasser. Weil wir heute weniger Wasser verbrauchen, müssen bspw. die Abwasserkanäle zusätzlich gespült werden. Was man früher gut über die Menge verteilen konnte und zu einem günstigeren Preis führte, muss heute auf weniger Menge verteilt werden und treibt die Preise in die Höhe.

Bzgl. a) kann ich deinen Gedankengang durchaus nachvollziehen, bzgl. b) aber nicht, weil dort gezielt was eingeführt wurde, wo die Firmen durch Ankauf von etwas was immer mehr wird tendenziell weniger an den Staat bezahlen müssen.

Bzgl. a) weiß man halt nie, ob nicht nachfragebedingt die Preise noch stärker steigen würden. Allerdings kann es auch sein, dass wenn nach vielen Jahren z. B. die Abwasser-Rohre eh erneuert werden müssen, weil gespart wird andere Abwasserrohre verwendet werden, z. B. mit V-förmigen Ausschnitt unten, der die Fließgeschwindigkeit bei kleinen Wassermengen erhöht, wodurch Feststoffe besser vom Wasser mitgenommen werden können. Aber wie angedeutet, geht so eine Umstellung nicht von heute auf morgen und vorzeitig rausreißen macht auch nicht viel Sinn, wäre sparen um jeden Preis.

 

notting

28.11.2022 16:32    |    tartra

Habe was gutes letztens gelesen ..

 

Das E-Auto ist die Lösung/Rettung der Automobilindustrie, aber keine Lösung für die Umwelt oder etliche andere Probleme die im Zusammenhang mit dem Auto / Individualverkehr per eigenem Auto stehen...

 

Die Plug-In Hybride waren der super fail ... Verbrennertechnik und E-Technik an Bord ...

28.11.2022 21:56    |    Andreas4

Zitat:

@tartra schrieb am 28. November 2022 um 16:32:01 Uhr:

 

Die Plug-In Hybride waren der super fail ... Verbrennertechnik und E-Technik an Bord ...

Warte mal ab was aus den Kisten im Alter wird, beim BEV hat man es irgendwo noch selber in der Hand in welchem Ladezustand man den Akku hält, im PHEV werden die Akkus regelmäßig bis ganz runtergenuckelt und notgedrungenermassen auf Anschlag vollgeladen.

 

Spätestens bei viel Langstrecke sind die Bedingungen so schlecht, dass die Dinger dann garantiert früh kaputt gehen.

 

Wird viel Kurzstrecke gefahren hätte man zwar eine Chance auf gute Akkupflege, dafür steht sich der Verbrenner kaputt, ständige Kaltstarts, kein Auto für Zweit- oder Drittkäufer, egal wie man es dreht und wendet.

28.11.2022 22:13    |    notting

Zitat:

@Andreas4 schrieb am 28. November 2022 um 21:56:39 Uhr:

Zitat:

@tartra schrieb am 28. November 2022 um 16:32:01 Uhr:

 

Die Plug-In Hybride waren der super fail ... Verbrennertechnik und E-Technik an Bord ...

Warte mal ab was aus den Kisten im Alter wird, beim BEV hat man es irgendwo noch selber in der Hand in welchem Ladezustand man den Akku hält, im PHEV werden die Akkus regelmäßig bis ganz runtergenuckelt und notgedrungenermassen auf Anschlag vollgeladen.

Normalerweise gibt's einen Knopf, um den Ladezustand zu halten bzw. zu erhöhen (rein elektr. fahren = verringern).

Aber eigentlich ist auch schon das Posting was zu zitiert hast recht OT...

 

notting

30.11.2022 20:07    |    Autonarr76

Gibt sicher Pro und Contra. Mein Autohändler in Wil ist sich da auch nicht ganz sicher. Fakt ist, berücksichtigt man die ganze Produktions- und Herstellungslinie eines E-Autos samt aller Lieferwege etc., könnte man vermutlich mit einem Benziner eine Million KM fahren ehe das E-Auto CO2 technisch umweltschonender wäre.

30.11.2022 20:25    |    wirme

Zitat:

@Autonarr76 schrieb am 30. November 2022 um 20:07:18 Uhr:

Gibt sicher Pro und Contra. Mein Autohändler in Wil ist sich da auch nicht ganz sicher. Fakt ist, berücksichtigt man die ganze Produktions- und Herstellungslinie eines E-Autos samt aller Lieferwege etc., könnte man vermutlich mit einem Benziner eine Million KM fahren ehe das E-Auto CO2 technisch umweltschonender wäre.

Vermutungen sind keine Fakten.

Der CO2 Ausstoß hängt hängt stark vom Strommix ab. Mein E-Bomber wird z.B. fast ausschließlich mit klimaneutralem Strom und Ökostrom geladen.

30.11.2022 20:32    |    notting

Zitat:

@wirme schrieb am 30. November 2022 um 20:25:18 Uhr:

Zitat:

@Autonarr76 schrieb am 30. November 2022 um 20:07:18 Uhr:

Gibt sicher Pro und Contra. Mein Autohändler in Wil ist sich da auch nicht ganz sicher. Fakt ist, berücksichtigt man die ganze Produktions- und Herstellungslinie eines E-Autos samt aller Lieferwege etc., könnte man vermutlich mit einem Benziner eine Million KM fahren ehe das E-Auto CO2 technisch umweltschonender wäre.

Vermutungen sind keine Fakten.

Der CO2 Ausstoß hängt hängt stark vom Strommix ab. Mein E-Bomber wird z.B. fast ausschließlich mit klimaneutralem Strom und Ökostrom geladen.

Man muss den gesamten Strommix betrachten bzw. in zuvielen Fällen wird nur Green-Washing betrieben.

Aber jetzt wird's hier definitiv zu OT.

 

notting

01.12.2022 19:00    |    DirkB

Zitat:

@wirme schrieb am 30. November 2022 um 20:25:18 Uhr:

Vermutungen sind keine Fakten.

Der CO2 Ausstoß hängt hängt stark vom Strommix ab. Mein E-Bomber wird z.B. fast ausschließlich mit klimaneutralem Strom und Ökostrom geladen.

Erstens: CO2 wird von Pflanzen dringend gebraucht (Photosynthese).

Zweitens: woher sollen die Elektronen aus der Leitung von der Windkraft- oder Photovoltaikanlage wissen, daß sie zu Dir wandern sollen, die Elektronen aus dem Kohlekraftwerk aber nicht?

 

MfG

DirkB

01.12.2022 20:28    |    wirme

Ich weiß woher der größte Teil meiner Ladeelektronen kommen. Wenn ich ausnahmsweise mal unterwegs lade, weiß ich das natürlich nicht. Dafür bekommtst du dann vielleicht die Elektronen vom meiner PV?

 

Und bei 200 kVA PV Leistung habe ich ganz viele Elektronen übrig :-)

 

MFG

DirkC

02.12.2022 16:17    |    DirkB

Zitat:

@wirme schrieb am 1. Dezember 2022 um 20:28:03 Uhr:

Dafür bekommtst du dann vielleicht die Elektronen vom meiner PV?

 

Und bei 200 kVA PV Leistung habe ich ganz viele Elektronen übrig :-)

Jetzt? Wohl eher nicht, außer Du hast ein paar Schaufeln Pechblende auf die PV-Panele geworfen.

02.12.2022 18:40    |    superlolle

Zitat:

@Autonarr76 schrieb am 30. November 2022 um 20:07:18 Uhr:

Gibt sicher Pro und Contra. Mein Autohändler in Wil ist sich da auch nicht ganz sicher. Fakt ist, berücksichtigt man die ganze Produktions- und Herstellungslinie eines E-Autos samt aller Lieferwege etc., könnte man vermutlich mit einem Benziner eine Million KM fahren ehe das E-Auto CO2 technisch umweltschonender wäre.

Fakt ist: Der Inhalt dieses Posts ist, gelinde gesagt, völliger Unfug und von keinerlei Sachkenntnis getrübt, herzlichen Glückwunsch!

02.12.2022 20:15    |    tartra

Schweiz plant aktuell bei Stromknappheit, E-Autos ein Fahrverbot zu erteilen, bzw. Ladeverbot ..

 

Individuelle Mobilität mit dem Auto kostet fies Energie, egal ob Verbrenner oder E

 

Wenn man mal rechnet .. mit dem was ein E-Auto auf 100km benötigt, könnte eine 4 köpfige Familie locker 1-3 Tage den Haushalt versorgen ...

02.12.2022 20:50    |    notting

Zitat:

@tartra schrieb am 2. Dezember 2022 um 20:15:11 Uhr:

Schweiz plant aktuell bei Stromknappheit, E-Autos ein Fahrverbot zu erteilen, bzw. Ladeverbot ..

Deutschland quasi auch: https://www.motor-talk.de/.../...-ladeloesungen-verboten-t7377457.html

 

Zitat:

Individuelle Mobilität mit dem Auto kostet fies Energie, egal ob Verbrenner oder E

Geteilte (insb. E-)Bikes sorgen oft für noch mehr CO2: https://www.motor-talk.de/.../...alternativer-mobilitaet-t7367207.html

 

Zitat:

Wenn man mal rechnet .. mit dem was ein E-Auto auf 100km benötigt, könnte eine 4 köpfige Familie locker 1-3 Tage den Haushalt versorgen ...

... ohne Wärme und Warmwasser. Und sie würde oft aber beim Einkaufen, Freizeit-Aktivitäten etc. einen Haufen Zeit verlieren etc. Dafür braucht die 4köpfige Familie daheim nicht wirklich Energie, wenn sie im Auto unterwegs ist ;-)

 

notting

02.12.2022 20:55    |    tartra

Alle zum Einkaufen radeln, dann ist der eigene Kreislauf in Schwung und die Heizung im sweet home kann niedriger gedreht werden winwin ...:D

 

E-Bikes.. wenn man jeden Tag den Steilhang hoch muss, oder körperlich eingeschränkt ist, ok...

 

Ansonsten ist das mehrheitlich ein Marketing Gag der Fahrradindustrie um mehr Kasse zu machen ... möchte auch nicht wissen wieviele E-Bikes für etliche 1000 EURO in Kellern und Garagen vergammeln ... Akku nach Jahren tot und evtl. nur ein paar 100km auf dem Tacho ...

04.12.2022 15:06    |    Andreas4

Der eigentliche Witz an der Sache ist, daß selbst ein sparsamer Diesel auf hundert Kilometern Energie für über zehn Tage genannten Vierpersonenhaushaltes benötigt, worüber sollte man sich jetzt mehr mokieren, so man unbedingt was zum meckern braucht? (Wobei ich einen solch sparsamen Haushalt mal erleben möchte...)

04.12.2022 17:51    |    tartra

logische Konsequenz ist halt, dass das auto an sich eine Ressorcenschleuder ist .. egal was nun die Räder antreibt ... >1t Metalle und Kunstoffe um oftmals nur 1 Person zu befördern ist einfach .... na ja, wir sind hier in einem Autoforum .. kann sich jeder selbst denken ...

 

Das E-Auto ist da auch nur eine Lösung für die Autoindustrie um weiter Umsatz/Gewinn zu machen, sonst nichts .. egal was Marketing oder E-Auto Guru´s (Brandenburg hat kein Wasserproblem, regnet doch ...:rolleyes:) behaupten ...

04.12.2022 18:23    |    notting

Zitat:

@tartra schrieb am 4. Dezember 2022 um 17:51:18 Uhr:

logische Konsequenz ist halt, dass das auto an sich eine Ressorcenschleuder ist .. egal was nun die Räder antreibt ... >1t Metalle und Kunstoffe um oftmals nur 1 Person zu befördern ist einfach ....

... Ignoranz ggü. Dingen wie dass öfters auch im Kofferraum soviel Zeug ist, was man nur schwer mit dem ÖPNV befördern kann (falls der der überhaupt hinfährt wo man hin will), mit dem man verglichen mit der Route wie man sie mit einem Auto gefahren wäre Umwege fährt. Musste selbst jahrlang mit dem ÖPNV zur Schule/Studium pendeln. Selbst in Städten wie Berlin wo der ÖPNV eher gut ausgelastet sein dürfte, werden inkl. Berücksichtigung der Auslastung 3,3l Diesel pro 100km und Person gebraucht -> https://www.tagesspiegel.de/.../...schonender-als-der-bus-4106881.html

In Gegenden wie bei uns (bin zwischen zwei Hochschul-Städten im selben Landkreis gependelt), dürfte wg. der geringen Auslastung abseits der Schülerzeiten der Verbrauch eher höher sein, da sehe ich ständig praktisch leere Busse.

Da bei E-Fahrzeugen dadurch dass der Antrieb effizienter ist die Klimatisierung einen größeren Anteil am Energieverbrauch des Fahrzeugs haben wird, dürften Fahrzeuge, die nicht erst am Ziel wieder die Türen öffnen sondern alle paar min, unterm Strich schlechter dastehen.

 

Genug OT.

 

notting

05.12.2022 15:49    |    Tom9973

Könnte es sein, dass der Autor auf die Grundproblematik hinaus will, dass halbwegs erschwingliche Mobilität mit dem Auto und auch der E-Mobilität zunehmend von der Bildfläche verschwindet? Denn das ist irgendwo schon zu erkennen. Dass er es nun am Beispiel Smart zu erläutern versucht, hat natürlich so seine Tücken, denn der Neue bietet auch gar klar mehr. Aber es ist auf der anderen Seite dann doch wieder ein Beispiel für diesen Trend. Denn irgendwo ist es rund eine Verdopplung des Preises, auch wenn der Neue mehr hat und kann. Aber was macht der Kunde, der gar nicht mehr will oder sich gar nicht mehr leisten kann?

05.12.2022 16:32    |    notting

Zitat:

@Tom9973 schrieb am 5. Dezember 2022 um 15:49:08 Uhr:

Könnte es sein, dass der Autor auf die Grundproblematik hinaus will, dass halbwegs erschwingliche Mobilität mit dem Auto und auch der E-Mobilität zunehmend von der Bildfläche verschwindet? Denn das ist irgendwo schon zu erkennen. Dass er es nun am Beispiel Smart zu erläutern versucht, hat natürlich so seine Tücken, denn der Neue bietet auch gar klar mehr. Aber es ist auf der anderen Seite dann doch wieder ein Beispiel für diesen Trend. Denn irgendwo ist es rund eine Verdopplung des Preises, auch wenn der Neue mehr hat und kann. Aber was macht der Kunde, der gar nicht mehr will oder sich gar nicht mehr leisten kann?

Smart fand ich noch nie günstig. Das ist auch so ein Problem von mir mit dem Artikel, um den sich dieser Blog-Artikel dreht.

 

notting

05.12.2022 16:54    |    Tom9973

Smart war nie die billigsten, so weit richtig. Aber darum geht es in der Grundproblematik der stark verteuerten Fahrzeugpreise gar nicht. Klar, auch Verbrenner sind teurer geworden, aber E-Autos noch mal in einer ganz anderen Dimension und da ist smart auch nicht allein. Der ID.3 war mal angetreten dort zu starten, wo der Golf startet. Inzwischen verkauft VW den ab guten 44.000€. Ein Megane Benziner startet bei 24.000€, der Elektrische bei 42.000€.

 

Ich kenne den Artikel ja nicht, aber für mich klingt es nach dieser Problematik und nicht danach, dass Smart schon immer ein oder zwei Tausend Euro teurer als die Konkurrenz aus Fernost war.

05.12.2022 17:56    |    notting

Zitat:

@Tom9973 schrieb am 5. Dezember 2022 um 16:54:43 Uhr:

Smart war nie die billigsten, so weit richtig. Aber darum geht es in der Grundproblematik der stark verteuerten Fahrzeugpreise gar nicht. Klar, auch Verbrenner sind teurer geworden, aber E-Autos noch mal in einer ganz anderen Dimension und da ist smart auch nicht allein. Der ID.3 war mal angetreten dort zu starten, wo der Golf startet. Inzwischen verkauft VW den ab guten 44.000€. Ein Megane Benziner startet bei 24.000€, der Elektrische bei 42.000€.

 

Ich kenne den Artikel ja nicht, aber für mich klingt es nach dieser Problematik und nicht danach, dass Smart schon immer ein oder zwei Tausend Euro teurer als die Konkurrenz aus Fernost war.

- VWs in Grundausstattung wollte doch schon früher praktisch keiner. Als ich mein jetztiges Auto gekauft habe, hätte ich für 2 zusätzl. Türen und für die eFH dort drin extra zahlen müssen. VW hat IMHO ihr Serienausstattungsniveau an das der Konkurrenz angepasst.

- Der Smart #1 hat AFAIK immernoch ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als z. B. ein Renault Megane E-Tech Eletric. Hab damals meinen Megane III gekauft weil besseres Preis-Leistungsverhältnis als beim Golf...

 

notting

05.12.2022 19:36    |    notting

Zitat:

@tartra schrieb am 4. Dezember 2022 um 17:51:18 Uhr:

logische Konsequenz ist halt, dass das auto an sich eine Ressorcenschleuder ist .. egal was nun die Räder antreibt ... >1t Metalle und Kunstoffe um oftmals nur 1 Person zu befördern ist einfach .... na ja, wir sind hier in einem Autoforum .. kann sich jeder selbst denken ...

Gerade gesehen: https://www.deutschebahn.com/de/presse/suche_Medienpakete/Der-ICE-3neo

Zitat:

439 Sitzplätze hat der neue ICE 3neo

[...]

ca. 460t Leergewicht

Also wenn der ICE 3neo zu exakt 100% besetzt ist, kommen so wie ich das verstehe auf jeden Fahrgast ca. 1,05t Leergewicht *zzgl.* Anteil des Gewichts

- des Personals

- der Dinge die man unterwegs im Zug kaufen kann

- der Dinge die man kostenlos benutzen kann wie die Hefte und Zeitungen und die Gratis-Süßigkeiten, die z. T. verteilt werden

- evtl. noch Sand, Brauchwasser & Co.

 

Die Auslastung der Fernzüge (also wohl ICE und IC) betrug bisher in Spitzenjahren etwas mehr als 55-56% (konnte es nur grob aus dem Diagramm ablesen) -> https://de.statista.com/.../ (weitere Details sind dort hinter einer Paywall). Heißt wir sind hier bei ca. 1,87t/Passagier ohne die weiteren genannten Punkte. Ein nicht gerade kleiner VW ID.4 mit einem nicht gerade kleinen 77kWh-Akku hat 5 Sitzplätze und 2.120 kg Leergewicht, wo IIRC schon eine Nutzlast von 75kg für den Fahrer inkl. sein müsste.

 

BTW: Mit dem Auto fährt man auch meist deutl. weniger Umwege als mit dem ÖP(N)V...

 

notting

05.12.2022 21:34    |    Tom9973

Zitat:

@notting schrieb am 5. Dezember 2022 um 17:56:30 Uhr:

- VWs in Grundausstattung wollte doch schon früher praktisch keiner. Als ich mein jetztiges Auto gekauft habe, hätte ich für 2 zusätzl. Türen und für die eFH dort drin extra zahlen müssen. VW hat IMHO ihr Serienausstattungsniveau an das der Konkurrenz angepasst.

- Der Smart #1 hat AFAIK immernoch ein besseres Preis-Leistungsverhältnis als z. B. ein Renault Megane E-Tech Eletric. Hab damals meinen Megane III gekauft weil besseres Preis-Leistungsverhältnis als beim Golf...

Wir können jetzt drüber diskutieren, welches der drei Fahrzeuge das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet, aber Fakt ist, da ist kein riesen Unterschied. Die sind alle drei über 40.000€ Einstieg, jeder hat so seine Stärken und Schwächen, aber das sind eben nicht die guten 20.000€ die im Einstieg für den Smart der Vorgängergeneration aufgerufen wurden. Und das ist einfach fett.

 

Das ist das Geld, welches ich vor nicht mal 3 Jahren für meine E-Klasse auf den Tisch gelegt habe und die liegt nun wirklich auf einem anderen Niveau. Und dieses Auto ist klar das Schwerste und Sparsamste meiner Historie.

 

So wie man so schön sagt, dass man es sich leisten können muss zu sparen, so wiegt Spritspartechnik eben auch.

13.12.2022 15:48    |    Amen

Zitat:

@wirme schrieb am 1. Dezember 2022 um 20:28:03 Uhr:

Ich weiß woher der größte Teil meiner Ladeelektronen kommen. Wenn ich ausnahmsweise mal unterwegs lade, weiß ich das natürlich nicht. Dafür bekommtst du dann vielleicht die Elektronen vom meiner PV?

 

Und bei 200 kVA PV Leistung habe ich ganz viele Elektronen übrig :-)

 

MFG

DirkC

Du nutzt immer Strom, der mit dem CO2-Ausstoss des Strommix daherkommt. Wenn du nämlich deine "grünen" Elektronen vom Dach fürs Auto nutzt, statt sie einzuspeisen, bekommt jemand anders stattdessen "grauen" Strom.

 

Insgesamt gibt das den Mittelwert, welcher aktuell in D zwischen 550 - 600g/kWh beträgt. Das sind dann bei 20kWh/100km auch schlanke 110 - 120g CO2/km.

13.12.2022 18:39    |    wirme

Kann man so sehen - muss man aber nicht.

Der Andere muss ja keinen grauen Strom tanken. Er kann eine PV installieren und damit sein Auto laden. Ich hindere ihn nicht daran.

 

Es gibt eine Untersuchung vom Frauenhofer Institut im Auftrag des NABU. Dort wird untersucht wieviel C02 man durch das Ladeverhalten einsparen kann. Durch Laden am Arbeitsplatz zur Mittagszeit kann 50 % CO2 eingespart werden. Und deswegen ist der Mittelwert totaler Quatsch.

 

https://www.nabu.de/.../...elektromobilit__t_auf_dem_land_fit_nabu.pdf

13.12.2022 21:54    |    Superbernie1966

ach je

 

wenn ich eine "Studie" in Auftrag gebe, darf ich zumindest die Tendenz bestimmen ! Für die besser betuchten bieten sich die bekannten Institute an.

 

Im Winter ist der CO2 Anteil im Strom erhöht.

 

- man kann dann auch sagen: wir warten auf den Frühling/Sommer bis wir sauber laden

 

Ein Pendler fährt morgens mit dem Auto ins Geschäft und abends heim. In Süddeutschland und den üblichen Arbeitszeiten ist vorher und nachher dunkel - nix mit Solarladen zu hause !

 

also was ich von den Befürwortern ( wohlwollend formuliert ) an Argumenten kommt, sind Scheinargumente und Nebelkerzen.

 

In Summe macht ein benzinbetriebener Kleinwagen seine 95g CO2/km. Um das Klima oder die Welt zu retten ist E-mobility nicht die Antwort.

14.12.2022 05:15    |    wirme

Ich sehe an deinem Profilbild, dass du keinen Kleinwagen fährst.

Was ja auch auf die Mehrheit der Bevölkerung zutrifft.

Das die 95 g CO2/100 km Fake sind, weiß seit dem Abgasskandal jeder.

Dein Audi dürfte im realen Leben bei weit über 300 g CO2/100 km liegen.

Insofern ist deine Argumentation extrem scheinheilig.

 

Du mutmaßt, dass der NABU die Studie beeinflusst?

Hast du stichhaltige Beweise dafür oder ist das nur eine Nebelkerze?

 

Die Studie sagt nur aus, dass man möglichst laden soll, wenn viel erneuerbarer Strom zu Verfügung steht.

Das dieses nicht immer geht, sollte jedem klar sein.

 

 

Ich persönlich habe nichts gegen die Nutzung von Verbrennern.

Das soll jeder so machen wie er es will.

Du kannst also gerne weiter deinen Weg mit dem Verbrenner fliegen.

14.12.2022 11:22    |    Tagessuppe

Zitat:

@wirme schrieb am 14. Dezember 2022 um 05:15:49 Uhr:

Ich sehe an deinem Profilbild, dass du keinen Kleinwagen fährst.

Was ja auch auf die Mehrheit der Bevölkerung zutrifft.

Das die 95 g CO2/100 km Fake sind, weiß seit dem Abgasskandal jeder.

Dein Audi dürfte im realen Leben bei weit über 300 g CO2/100 km liegen.

Insofern ist deine Argumentation extrem scheinheilig.

Du weisst aber schon dass es im "Abgasskandal" garnicht um Co2 ging?

Und wie kommt man auf 300g Co2/100km? Das wäre ja ein Traum Wert! ;)

14.12.2022 15:31    |    wirme

OK - Tippfehler - 300 g Co2/km ;-)

 

Es gibt ja nicht nur einen Abgasskandal

Es ging am Anfang um zu hohe NOx-Emmisisonen.

Im Nachgang wurde festgestellt, dass vom Hersteller auch zu niedrige Co2 Werte angegeben wurden.

 

Quelle:

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Abgasskandal

14.12.2022 21:21    |    Tom9973

Da mein Auto beides kann, elektrisch wie auch Kraftstroff verbrennen, kann ich zumindest in meinem Fall sagen, dass 2021er Werte sich nicht viel nehmen. Bin bei ca. 40% elektrischer Primärenergie und 60% Kraftstoff (Primär = auf das Fahrzeug bezogen).

Die Verbräuche stellen sich ungefähr so dar (immer Jahresmittel, bei beidem ohne Vorkette, wobei diese fast gleich hoch ist):

Rein elektrisch 22-23 kWh = 98g/km in 2021, in 2020 sah es noch wesentlich besser aus mit ca. 87g/km.

Der Diesel gönnt sich ca. 4,8l/100km bei vergleichbarer Strecke. Macht ca. 126g/km.

Ja, das ist mehr als 2021, aber ich fürchte, dass 2022 von diesem kleinen Vorteil kaum mehr was übrig bleibt.

Und wenn man dann noch bedenkt, dass der 13,5kWh Akku positiv gerechnet nur zusätzliche 1350kg CO2 in der Produktion verursacht hat, dann wird die Nummer noch dünner.

 

Fazit: Ohne sauberen Strom bringt die E-Mobilität genau nichts. Aber seit die Grünen an der Macht sind, sehen wir ja einen klaren Aufschwung bei der Kohle. Die schalten lieber nahezu CO2-freie Energieformen ab und die Braunkohle an. Ergebnis wird es demnächst für 2022 geben.

15.12.2022 10:18    |    rotestrike

Zitat:

Du nutzt immer Strom, der mit dem CO2-Ausstoss des Strommix daherkommt. Wenn du nämlich deine "grünen" Elektronen vom Dach fürs Auto nutzt, statt sie einzuspeisen, bekommt jemand anders stattdessen "grauen" Strom.

 

 

 

Dieser Annahme liegt ein Denkfehler zugrunde.

Grüner Strom vom eigenen Dach, der NICHT eingespeist, sondern selbst verbraucht wird, taucht im Strommix auch NICHT auf, denn er wird von keinem Zähler erfasst.

Wenn dieser Strom ebenfalls erfasst würde, wäre der Strommix noch etwas besser, was die erneuerbaren Energien angeht.

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