Wie sinnvoll sind BEV-Klein(st)wagen? : Was mich bewegt
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12.11.2022 15:47    |    notting    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: BEV, E-Auto, Kleinstwagen, Kleinwagen, sinnvoll

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Logo Wie sinnvoll sind BEV-Klein(st)wagen?Logo Wie sinnvoll sind BEV-Klein(st)wagen?

Hallo!

 

Diese Woche hat mich ein Heise-Artikel mit einem Kommentar eines Redakteurs nachdenklich gemacht. Er wünscht sich dort mehr BEV-Klein(st)wagen. Schauen wir uns das an.

 

Hier der Link: https://www.heise.de/.../Kommentar-Mehr-Kleinwagen-wagen-7333340.html

 

Um was geht’s in dem o.g. Kommentar?

Versuche den Kommentar an dieser Stelle zusammenzufassen. Vorweg: Er hat den Begriff Kleinstwagen oder eine Mischform aus diesem Wort und Kleinwagen an keiner Stelle verwendet. Aufgrund der von ihm genannten Modelle halte ich aber den Begriff „Klein(st)wagen“ der (e-)Up & Co. und auch z. B. den dort ebenfalls genannten BMW i3 einschließt für passender.

Er beklagt sich im Wesentlichen über die dt. Automobil-Industrie, die Klein(st)wagen nicht mehr anbietet, sondern auf „höher, schneller, weiter“ setzt und sich dadurch u.a. von China stärker abhängig macht. Vom Ressourcen-Verbrauch bei Herstellung und Fahrenergie (größeres Auto = mehr Luftwiderstand -> größerer Akku nötig -> mehr Gewicht usw.) ganz abgesehen. Auch wurde am Rand das Thema Reifenabrieb erwähnt, wo große und starke E-SUV besonders schlecht sind.

Kurz: Der dt. Automobil-Industrie wäre die Welt egal.

 

Leider hat er zu kurz gedacht

Die Argumente an sich sind nicht so falsch. Allerdings hat er IMHO zu kurz gedacht.

 

Reichweite und Akku

Wenn ich z. B. einen heutigen Renault Twingo SCe 65 hernehme, stehen im Prospekt folgende Angaben:

Kraftstofftank (in Liter) 35

Verbrauch (l/100km) nach WLTP

- kombiniert 5,2–5,1

 

Daraus resultiert eine WLTP-Reichweite von ca. 570km bevor nichts mehr geht (normalerweise sind 5l vom Tank Reserve). 100% der Reichweite kann man an einer Tankstelle innerhalb von wenigen Minuten wiederherstellen.

Fazit: Es ist kein Problem, wenn man mal zügig Fernstrecke fahren will oder daheim sein E-Auto nicht vernünftig laden kann bzw. auch nicht wo das E-Auto öfters rumsteht.

 

Vergleichen wir ihn mit dem Twingo Electric:

Reichweite kombiniert nach WLTP (km) 190

 

Wenn man mit einem Fiat 500e vergleichen würde, hätte der ähnl. Werte wie der Twingo Electric, aber bei ungefähr gleicher Akkugröße gibt’s sogar serienmäßig 50kW CCS-Laden. Mit dem großen Akku gibt’s ca. 300km WLTP-Reichweite und sogar serienmäßig 85kW CCS-Laden.

 

Schon alleine die geringe WLTP-Reichweite sorgt dafür, dass man viel häufiger als erst nach 2-3h (wo man ohnehin Pausen machen sollte) ein Ladesäule anfahren muss. Das bedeutet selbst wenn man auf der Autobahn unterwegs ist oft einen Umweg, insb. weil man bei Autobahn-Tempo wie beim Verbrenner auch die Reichweite deutlich abnimmt und eben die Lademöglichkeiten direkt an der Autobahn oft ein ganzes Stück auseinander sind im Verhältnis zur elektr. Autobahn-Reichweite.

Kurz: Langstrecke macht mit sowas keinen Spaß. Selbst mit einem größeren Akku mit ca. 300km WLTP-Reichweite und den 85kW CCS aus dem Fiat 500e, ist man viel langsamer im Verhältnis zum Verbrenner unterwegs. Vor allem wenn man daheim nicht laden kann und deswegen immer nur bis 80% öffentlich lädt, weil’s sonst das Laden zu lange dauert.

Bei größeren Fahrzeugen ist der Unterschied BEV vs. Verbrenner nicht ganz so krass bzw. man ist mit der Reichweite bei Autobahn-Tempo deutlich näher an den 2-3h wo man eh Pause machen sollte.

 

Wenn man daheim nicht laden kann oder daheim Überschussladung machen will auch auch um das Stromnetz zu entlasten, braucht man ohnehin Akkukapazität um nicht jeden Tag komplett laden zu müssen. Das wurde in dem Kommentar auch komplett unberücksichtigt zu lassen. Die meisten Pendler fahren mind.(!) 40km am Tag wegen der Arbeit zzgl.(!) Umwege zum Einkaufen etc. siehe https://de.statista.com/.../

Von den 190km WLTP muss man nämlich noch 10% Reserve und wenn man daheim nicht laden kann noch 20% für den Bereich abziehen, wo der Akku für öffentliches Laden zu lahm lädt. Über Nacht die Ladesäule mit einem vollen Akku zu blockieren ist mind. unfreundlich, wenn nicht sogar aus gutem Grund illegal, weil andere an der Nutzung dieser Ladesäule unnötig gehindert werden.

190km minus 30% gäbe 133km. D.h. man ist mit so einem Akku schnell in dem Bereich, wo der Akku nur für 2 Tage bzw. nur sehr knapp für 3 Tage reicht, wenn man öffentlich laden muss. Überschussladung daheim im Winter klappt in der Praxis bei Pendler-Fahrzeugen meist nur am Wochenende vernünftig. D.h. es kann durchaus Vorteile haben, wenn man nach Meinung des Heise-Kommentar-Autors einen seiner Meinung nach „zu großen“ Akku hat.

 

Zwischen-Fazit

BEV-Klein(st)wagen sind im Verhältnis deutlich schlechter Langstrecken-geeignet als wenn man größere BEV mit Verbrennern vergleicht. Auch wenn man daheim nicht laden kann oder eigentlich in der Hauptsache Überschussladung nutzen will, braucht man einen viel größeren Akku als man eigentlich im Optimalfall für z. B. einen Tag Pendelei bräuchte.

 

Wenn zeitweise mehr Transport-Kapazität nötig ist

Man findet bei BEV-Klein(st)wagen praktisch keine mit offizieller Anhängelast, wenn man mal mehr Transport-Kapazität braucht. Bei Verbrennern bzw. (P)HEV ist das nicht so das Problem, siehe z. B. Renault Clio.

 

Dann nimm doch einen Mietwagen

Car-Sharing und Mietwagen bedeutet i.d.R. zusätzliche Umwege und vor allem zusätzliche Kosten. Car-Sharing ist z. B. für Pendelei oder Urlaubsreisen oft recht teuer, weil es immer wieder länger rumsteht und man dafür bezahlen muss. Selbst Car-Sharing gibt’s nicht überall. Die nächste brauchbare Mietwagenfirma die tendenziell günstiger ist, ist bei uns ca. 20km entfernt. Heißt wenn z. B. nicht das komplette Gepäck ins eigene Auto passt 20km hin, 20km zurück um das Gepäck einzuladen und dann geht’s erst wirklich los. Und auf dem Heimweg das selbe Spiel, also insg. 80km Umweg. Eigenes vs. geteiltes Auto wurde in der Studie die ich in https://www.motor-talk.de/.../...alternativer-mobilitaet-t7367207.html behandelt habe nicht erwähnt, aber die großen CO2-Unterschiede zwischen eigenen vs. geteiltem E-Bike bzw. E-Tretroller verheißt nichts gutes. Ein eigenes BEV kann sogar durchaus besser sein als ein geteiltes E-Bike.

Mal ganz davon abgesehen, dass man kaum Car-Sharing-/Mietauto mit Anhängerkupplung findet. Vor allem wenn am Wochenende weil gutes Wetter ist relativ spontan „alle“ z. B. Grünzeug wegfahren wollen. Das geliehene Auto wieder vom Grünzeug-Dreck bzw. ausgetretenen Pflanzensäften zu säubern ist auch ein großer Aufwand. Beim Anhänger wird das bei weitem nicht so kritisch gesehen.

 

Sind BEV-Klein(st)wagen wirklich soviel sparsamer bei der Fahrenergie?

Hab mal ein paar ADAC-Ecotest-Werte in kWh/100km zusammengestellt. Sollten alles 2WD-Fahrzeuge sein. Bei den „größeren“ Autos Netto-Akkukapazität in kWh und Motorleistung in kW, keine Ladeleistung.

Renault Zoe R135 Z.E. 50 (52 kWh, 100kW): 19,0

Renault Mégane E-TECH Electric EV60 220hp (160kW): 19,2

Polestar 2 Long Range Single Motor (78 kWh, 170kW): 18,5

Dacia Spring: 17,9

VW e-up!: 16,7

VW ID.4 (77kWh, 150kW): 22,8

Mercedes-Benz EQS 450+ (107,8kWh, 245kW): 21,5

 

Außer Konkurrenz möchte ich noch folgende Fahrzeuge erwähnen:

 

Mercedes-Benz EQA 250 (67kWh, 140kW) bis Mai 2022: 21,6

Im Mai 2022 ist nämlich wegen einer Änderung der WLTP-Verbrauch um gute 2kWh/100km gesunken: https://insideevs.de/.../

Somit dürfte der Verbrauch der ab Mai 2022 bestellten EQA inzw. auch recht nahe bei den Renaults sein. Desweiteren wurden viele EQA-250-Bestellungen (meines Wissens auch aus der Zeit vor Mai 2022) von Mercedes in EQA-250+-Bestellungen ohne Aufpreis umgewandelt. Der EQA 250+ hat schon länger einen effizienteren Antriebsstrang als der EQA 250 und auch einen etwas größeren Akku.

 

BMW iX xDrive50 (73,8kWh, 210kW AWD): 21,2

 

Was sagen uns diese Zahlen?

Generell muss man sich vor Augen halten, dass bei geringeren Geschwindigkeiten der Luftwiderstand keine so große Rolle spielt. Außerdem fällt bei BEV der Faktor weg, dass Verbrennungsmotoren erst unter höherer Last effizienter werden, also eher nicht schon bei geringen Geschwindigkeiten. Heißt der Großteil der u.g. Verbrauchsunterschiede dürfte bei höheren Geschwindigkeiten oder durch das fehlen einer Wärmepumpe Zustande gekommen sein.

Auch kann z. B. 11kW Typ2 zu laden effizienter sein, weil dadurch die Steuergeräte im Verhältnis zur geladenen Energie schneller abgeschaltet werden können. Klein(st)wägen haben oft nicht >=11kW Typ2, sondern weniger.

 

Auch sind bei größeren Fahrzeugen die Käufer weniger preissensibel, heißt es können eher teurere Komponenten verbaut werden, die dann für mehr Effizienz sorgen. Das betrifft nicht nur die Wärmepumpe, sondern auch Motoren- und Halbleiter-Arten, wie man z. B. bei der trotz selbem Akku niedrigeren Reichweite der billigeren 2WD-Modelle des Smart #1 sehen kann.

 

Zurück zur o.g. Aufstellung. Ein Polestar 2 der deutlich länger ist, nur optional eine Wärmepumpe hat (teures großes Paket!), einen größeren Akku und viel mehr Leistung hat als z. B. die hier genannten Fahrzeuge aus dem Renault-/Dacia-Konzern (bis auf den Megane) braucht trotzdem weniger als die beiden kleineren Renaults (die vom ADAC offensichtlich beide in Varianten mit Wärmepumpe getestet wurden) und auch kaum mehr als der Dacia Spring. Zum e-Up! ist der Abstand beim Verbrauch auch nicht so riesig.

Den EQS gibt’s überhaupt nicht mit Wärmepumpe. Bei ähnl. Konkurrenz-Fahrzeugen wo’s eine Wärmepumpe gibt (bzw. wenn sie irgendwann doch für den EQS verfügbar ist), sollte ein noch etwas geringerer Verbrauch möglich sein.

Bei ähnl. Verbrauch bedeutet ein deutlich kleinerer Akku

- wie bereits angesprochen mehr Umwege wenn man öffentlich laden muss bzw. man kann Überschussladung weniger gut nutzen.

- der Akku ist nach einer deutlich geringeren Fahrleistung „durch“, auch wenn man nur „sanft“ lädt. Ob man dann passenden (Teil-)Ersatz bekommt, ist fraglich, insb. wenn man anstrebt das Auto 20 Jahre zu fahren.

- Schnellladen z. B. auf der Landstrecke dauert im Verhältnis zum Verbrauch länger bzw. ein höherer C-Faktor um dem entgegenzuwirken stresst den Akku mehr, er ist also schneller „durch“.

 

Fazit

Ein VW e-Up! braucht durchaus fast 2kWh/100km im ADAC-Ecotest weniger als ein Polestar 2 LRSM. Allerdings dürfte dieser Verbrauchsunterschied zum größten Teil bei höheren Geschwindigkeiten entstanden sein. Heißt wenn z. B. nicht über die Autobahn gependelt wird, sondern die Autobahn nur selten genutzt wird, dürfte der reale Verbrauchsunterschied noch geringer sein. Und wie gesagt haben größere/teurere Fahrzeuge oft auch effizientere Komponenten, was u.a. für diesen Verbrauchsunterschied sorgt.

Desweiteren sieht man, dass z. B. Renault Zoe noch mehr braucht als die beiden erstgenannten. Zudem verbraucht selbst ein großes SUV wie der BMW iX sogar eher weniger als der EQS 450+ (Limousine) oder ein deutlich kleinerer ID.4.

D.h. kleines Fahrzeug und kleinerer Akku heißt nicht zwangsläufig nennenswert effizienter, selbst wenn es höher ist, weil es z. B. ein SUV ist. Dazu kommt eben auch noch was beim Ecotest nicht berücksichtigt wurde, nämlich dass kleinerer Akku tendenziell mehr Umwege wenn man öffentlich laden muss bedeutet bzw. dass gerade BEV-Kleinstwagen auch für gelegentliche Langstrecke nicht wirklich taugen, anders als Verbrenner-Kleinstwagen oder etwas größere BEV.

Ich denke folglich, dass wenn man sein Auto fahren will solange es geht und beim Kauf eines größeren Autos nicht das ineffizienteste seiner Klasse genommen wird, dürfte in der Praxis der Unterschied bei BEV aufgrund der div. Vorteile bei den „Neben-Skills“ nicht so riesig sein, dass es einen BEV-Klein(st)wagen (inkl. seiner div. Lade-Umwege, etc.) plus gelegentlich ein größeres geliehenes Fahrzeug inkl. der dadurch verursachten Hol-/Bring-Umwege usw. rechtfertigt.

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Ergänzung von notting am 12.11.2022 22:44

Es gab einen Einwand, dass sich evtl. die Ecotest-Kritieren geändert haben.

Übersicht der Versionen: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/ecotest/

Version ab 02/2019: https://www.adac.de/.../ecotest-methodik-ab-02-2019.pdf

Die nächste Version ist ab 04/2021: https://www.adac.de/.../...test-und-bewertungskriterien-ab-04_2021.pdf

Einziger Unterschied:

Zitat:

Neu seit April 2021

Mit dem Ecotest 5.0 wurden zum April 2021 die Well-to-Tank-Werte für die Kraftstoffe sowie der Strommix an den aktuellen Stand angepasst.

Betrifft also nur CO2-Werte, die hier komplett irrelevant sind.

 

notting

12.11.2022 18:36    |    pcAndre

Morgen...!

Wenn du kein Platz hast, haste kein Platz...für ein größeres Auto! ;)

Wer nun mal aufgrund seiner persönlichen Präferenzen (z.B. Parkplatznot, Stadtverkehr) ein möglichst kleines Fahrzeug will/braucht, der wird sich dafür entscheiden! ;)

 

Die WLTP Verbräuche sind eh nur Schall und Rauch und individuell sehr unterschiedlich. Ich komme mit dem Citigo (e-up) im Sommer rund 320 km und im Winter um die 200 km weit. Manch ein e-Up Fahrer fährt damit auch quer durch die Republik. Das geht schon, würde ich aber auch nicht machen wollen. ;)

 

Thema Transportkapazität. In den Up bekommste Billyregale mit einer Länge von 2.30 m hinein (Frontscheibe bis zu Heckscheibe). Genauso wie eine Waschmaschine, Wäschetrockner oder nen Einbaukühlschrank...natürlich nicht gleichzeitig!. Mit Dachgepäckträger kriegst du damit auch nen 75" Fernseher nach Hause...

Dank Viertürer holen wir mit ihm auch mal die Schwiegereltern ab und fahren zur Verwandtschaft im Umkreis von 80 km. Alternativ verfügt der Kleine über ISOFIX. Neben mir an der Ladesäule stand mal einer mit zwei montierten Kindersitzen...Geht alles...irgendwie...;) Für den ein oder anderen ist ein Kleinstwagen ein ideales Gefährt für die täglichen Bedürfnisse. ;)

 

Hier wurde und wird der VW e-up im ADAC einem Dauertest unterzogen. Aktuell rund 35.000 km. Durchschnittsverbrauch rund 14,7 kWh/100 km. :)

 

https://www.adac.de/.../

 

Du hast auch den großen Vorteil beim Elektroauto angesprochen. Im Schnitt brauchen die alle nicht viel! ;)

 

MfG André

12.11.2022 19:09    |    notting

Zitat:

@pcAndre schrieb am 12. November 2022 um 18:36:38 Uhr:

Morgen...!

Wenn du kein Platz hast, haste kein Platz...für ein größeres Auto! ;)

Wer nun mal aufgrund seiner persönlichen Präferenzen (z.B. Parkplatznot, Stadtverkehr) ein möglichst kleines Fahrzeug will/braucht, der wird sich dafür entscheiden! ;)

Mein Megane III ist auch schon zieml. nahe an dem dran, was in meine Garage passt. Da der Megane E-Tech Electric die Ladebuchse bei der Beifahrer-A-Säule hat, ist der für mich leider unbrauchbar obwohl an sich kleiner, weil dann der Platz nicht reicht um vernünftig dranzukommen. Ich kenne das Problem was du ansprichst durchaus.

 

In dem Redakteur-Kommentar auf den ich mich beziehe ging's aber mehr um den Umweltfaktor.

 

Zitat:

Die WLTP Verbräuche sind eh nur Schall und Rauch und individuell sehr unterschiedlich.

Deswegen habe ich wann immer sinnvoll möglich ADAC-Ecotest-Verbräuche genommen.

 

Zitat:

Ich komme mit dem Citigo (e-up) im Sommer rund 320 km und im Winter um die 200 km weit. Manch ein e-Up Fahrer fährt damit auch quer durch die Republik. Das geht schon, würde ich aber auch nicht machen wollen. ;)

 

Thema Transportkapazität. In den Up bekommste Billyregale mit einer Länge von 2.30 m hinein (Frontscheibe bis zu Heckscheibe).

Und bei einer Vollbremsung geht die Windschutzscheibe kaputt? ;-)

 

Zitat:

Genauso wie eine Waschmaschine, Wäschetrockner oder nen Einbaukühlschrank...natürlich nicht gleichzeitig!. Mit Dachgepäckträger kriegst du damit auch nen 75" Fernseher nach Hause...

Bei Dachgepäckträger und Anhänger ohne Plane besser auf die angekündigten Wetterverhältnisse achten ;-)

 

Zitat:

Dank Viertürer holen wir mit ihm auch mal die Schwiegereltern ab und fahren zur Verwandtschaft im Umkreis von 80 km.

Kenne genügend (Schwieger-)Eltern anderer Leute, wo viele Nicht-SUV-(BEV-)Kleinwagen für die einfach zu niedrig sind um gut einsteigen zu können. Da dürfte dann z. B. der Dacia Spring eher was sein.

 

Zitat:

Alternativ verfügt der Kleine über ISOFIX. Neben mir an der Ladesäule stand mal einer mit zwei montierten Kindersitzen...Geht alles...irgendwie...;) Für den ein oder anderen ist ein Kleinstwagen ein ideales Gefährt für die täglichen Bedürfnisse. ;)

Wenn man daheim laden kann bzw. nicht wirklich Fernstrecke fährt (also keine/kaum Ladeumwege), nicht immer wieder Alternativ-Fahrzeuge braucht um gewisse Dinge machen zu können usw. kann das durchaus passen. Aber so pauschal wie in dem Kommentar auf den sich mein Artikel bezieht stimmt das halt sicher nicht.

 

Zitat:

Hier wurde und wird der VW e-up im ADAC einem Dauertest unterzogen. Aktuell rund 35.000 km. Durchschnittsverbrauch rund 14,7 kWh/100 km. :)

 

https://www.adac.de/.../

Beim ADAC Ecotest sind auch noch Ladeverluste etc. drin. In deinem Link offenbar nicht.

 

Zitat:

Du hast auch den großen Vorteil beim Elektroauto angesprochen. Im Schnitt brauchen die alle nicht viel! ;)

Hab als ich mich nach E-Autos umgeschaut habe auch schon gemerkt, dass ich selbst wenn ich was billigeres in der Größe meines Megane III aber mit halbwegs vernünftigter Reichweite nehme, man tendenziell mind. doppelt soviel Max-Leistung bekommt als ich aktuell habe :-)

 

notting

12.11.2022 20:32    |    pcAndre

Morgen...!

Positiv denken;)

Aber was haben Ladeverluste mit der Reichweite zu tun? Klar, am Ende bezahlt man das, was die Ladesäule abgibt. Um eine bessere Aussage darüber treffen zu können, wie wenig ein Auto wirklich benötigt, sollte man sich die reinen Verbrauchswerte anschauen. Eine sehr effiziente Ladetechnik im Auto kann somit die Verbrauchsdaten inkl. Ladeverluste verschwimmen lassen.

Was zählt ist doch, wie weit kommt man mit einem vollen Akku. ;)

Thema Reifenabrieb: Ein e-up fährt z.b. mit 165ziger Reifen. ;)

 

MfG André

12.11.2022 20:46    |    notting

Zitat:

@pcAndre schrieb am 12. November 2022 um 20:32:23 Uhr:

Aber was haben Ladeverluste mit der Reichweite zu tun?

Auf was beziehst du dich?!

 

Zitat:

Klar, am Ende bezahlt man das, was die Ladesäule abgibt. Um eine bessere Aussage darüber treffen zu können, wie wenig ein Auto wirklich benötigt, sollte man sich die reinen Verbrauchswerte anschauen. Eine sehr effiziente Ladetechnik im Auto kann somit die Verbrauchsdaten inkl. Ladeverluste verschwimmen lassen.

Was zählt ist doch, wie weit kommt man mit einem vollen Akku. ;)

Es bringt dir nix, wenn du den Strom nur unter hohen Verlusten in den Akku bekommst, da kann der Rest noch so effizient sein. Außerdem verlängert es ggf. die Ladezeit.

 

Zitat:

Thema Reifenabrieb: Ein e-up fährt z.b. mit 165ziger Reifen. ;)

Lt. https://www.adac.de/.../ sagt zwar, dass im Verhältnis schmälere Reifen diesbzgl. tendenziell besser sind. Aber hier ist die Streuung so groß, dass schlechte kleinere Reifen schlechter als gute deutl. breitere Reifen im Verhältnis sein können.

 

notting

12.11.2022 22:33    |    pcAndre

Morgen...!

Was sagen die 16,7 kWh/100 km vom ADAC Ecotest über die Reichweite des e-up aus? Wenig. Sie sagen dir nur, was das Auto insgesamt verbraucht bzw pro 100 km kostet.

Deine Frage "Sind BEV-Klein(st)wagen wirklich soviel sparsamer bei der Fahrenergie?" kannst du damit nicht eineindeutig beantworten. ;)

 

Der Polestar 2 Long Range Single Motor kommt im ADAC Ecotest auf rund 480 km (72,x kWh Akku netto). Sprich, die reine Fahrenergie liegt bei rund 15 kWh/100 km. Das ist schon richtig wenig. Der VW e-up kam beim Ecotest 220 km weit. Das sind dann rund 14,5 kWh/100 km.

 

Jedoch müsste man mal prüfen, ob der ADAC Ecotest angepasst worden ist. Da gibt's nämlich verschiedene Versionen. ;)

 

MfG André

12.11.2022 22:51    |    notting

Zitat:

@pcAndre schrieb am 12. November 2022 um 22:33:20 Uhr:

Was sagen die 16,7 kWh/100 km vom ADAC Ecotest über die Reichweite des e-up aus? Wenig. Sie sagen dir nur, was das Auto insgesamt verbraucht bzw pro 100 km kostet.

Nochmal: Es ist durchaus wichtig wieviel Strom "verbrannt" wird bevor die Energie bzw. Kraft am Rad ankommt.

 

Zitat:

Deine Frage "Sind BEV-Klein(st)wagen wirklich soviel sparsamer bei der Fahrenergie?" kannst du damit nicht eineindeutig beantworten. ;)

Wenn wie bei kleinerer Stirnfläche ähnl. viel verbrauchen wie größere Autos, stimmt offensichtlich was mit der Effizienz nicht.

Und alles was ich sage bezieht sich eben auf diese sehr pauschale Forderung nach mehr Klein(st)wagen aus dem genannten Kommentar eines Redakteurs.

 

Zitat:

Jedoch müsste man mal prüfen, ob der ADAC Ecotest angepasst worden ist. Da gibt's nämlich verschiedene Versionen. ;)

Hab oben eine Ergänzung dazu gepostet.

 

notting

13.11.2022 09:22    |    Her1bert

Ich stimme dir voll und ganz zu. Kleinstwagen kauft man nicht wegen der

(geringfügig) besseren Verbrauchswerte, sondern wegen der Vorteile bei

der Parkplatzsuche und auch beim Kaufpreis.

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