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Scion's Blog

für Freunde von Stufenhecks, Benzinmotoren und Hinterradantrieb

03.08.2013 16:23    |    scion    |    Kommentare (39)    |   Stichworte: Japan, Nikkei, Nippon

Liebe Leser,

die älteren unter euch, werden sich bestimmt noch erinnern. So von Mitte 1970er bis in die 1990er Jahre, war Japan das Land, was in Sachen Technologie immer die Nase weit vorn hatte.

Erinnern wir uns an die superschnellen Shinkansen-Züge, die schon mit Tempo 300 durchs Land eilten, als hier noch kein Mensch an einen ICE dachte. Schwermaschinen, Industrieroboter, Supertanker, Computer... in allem war Japan Weltspitze.

Auch bei Baumaschinen waren z.B. die großen Bagger von Kobelco oder die Planierraupen von Komatsu, das Maß der Dinge.

 

In der Unterhaltungselektonik beherrschten japanische Erzeugnisse den Weltmarkt. Fernseher wie die Trinitron-Reihe von Sony, das Video-VHS System von JVC, die Hightech-Kassettendecks von Nakamichi, Spielekonsolen von Nintendo und SEGA, Sony's Walkman, Kameras von Nikon, Canon, Minolta; Musikinstrumente von Ibanez oder Yamaha usw. überall waren Produkte aus Japan vorn.

 

Selbst in der DDR, gab es Radiorecorder von Sanyo und Aiwa, sowie TVs von Sanyo und VCR von JVC... natürlich zu horrenden Preisen. Auch wurden 10.000 Mazda 323 BD importiert und an erlesene Kunden verteilt.

 

Die Automobile aus dem Land, der aufgehenden Sonne, waren bei uns und auch in den USA, sehr beliebt. Sie waren gut ausgestattet und sehr zuverlässig und langlebig. Modelle von Mazda und Toyota glänzten jahrelang in den Pannenstatistiken ohne nennenswerte Mängel. Motoren von Honda waren jahrelang in der Formel 1 erfolgreich.

Autos wie die Sportwagen der 90er sind heute noch faszinierend, der Suzuki Vitara und der Mazda Miata waren Trendsetter und wurden den Händlern aus der Hand gerissen.

Auch die Motorräder von Yamaha, Suzuki, Honda oder Kawasaki, waren beliebt, weil leistungsstark, zuverlässig und preiswert.

 

Zitat:

Doch in den 90ern kommt der Zusammenbruch.

Anfang der 1990er Jahre platzte dann die Blase. Die Immobilienpreise fielen um drei Viertel, die Aktienmärkte stürzten ab, und Banken saßen auf ihren faulen Krediten („bad loans“), deren Höhe die des Wertes der hinterlegten Grundstücke und Gebäude überstieg. Faktisch waren viele Banken und Unternehmen durch Insolvenz bedroht, diese wurde jedoch oft nicht vollzogen beziehungsweise durch künstliche Überbewertung von Vermögenswerten über Jahre verschleppt.

In den 1990ern befand sich Japan in einer Deflationsspirale, wodurch einerseits die Binnennachfrage schwach blieb, andererseits der relativ stabile Yenkurs eine Erholung über den Export verhinderte. Die Zentralbank Japans versuchte vergeblich, durch ihre jahrelange Nullzinspolitik Investitionsanreize zu setzen. Auch die Asienkrise 1997/98 erschwerte eine Gesundung, und einige große Banken und Versicherer gingen in Konkurs. Aufgrund der langanhaltenden Wachstumsschwäche der japanischen Wirtschaft in den 1990er-Jahren wird in diesem Zusammenhang oft vom „verlorenen Jahrzehnt“ gesprochen

 

Und es wird auch nicht besser, denn Länder wie China, Südkorea oder Malysia streben auf und glänzen durch effiziente Produktion, Niedriglöhne und niedrige Produktionskosten. Während die Bevölkerung in Japan seit Jahren schrumpft, sind in China Arbeitskräfte nahezu unbegrenzt verfügbar.

 

Japan ist auch heute noch eine starke Industrienation und liegt derzeit im Export auf Rang 4, hinter China, USA und Deutschland. Auch die Autoindustrie ist immer noch sehr stark, Toyota peilt dieses Jahr über 10 Millionen verkaufte Fahrzeuge an. Nur ist der europäische Markt, mit seiner starken Diesel-Subventionspolitik nicht mehr interessant und wird nur mit halherzig entwickelten Modellen beliefert. Die Hightech-Produkte mit Hybridtechnik, der Technologie der Zukunft, gehen nach USA und Asien. Marken wie Infiniti, Lexus und Acura sind da längst etabliert.

 

Nur Supertanker kommen heute aus China, die Produkte aus Heimelektronik und Computer werden fast vollständig in Südkorea, China, Malaysia oder Indien gefertigt. Während der einstige Gigant Sony kurz vor der Zerschlagung steht, wächst Konkurrent Samsung im letzten Jahr um 50%.

Irgendwann wurden in Japan, Weichen falsch gestellt, Entwicklungen verschlafen und die Zukunft, falsch gedeutet. Mit Südkorea und China in direkter Nachbarschaft, wird es auch in Zukunft für Japan schwer, sich zu behaupten.

Bleibt zu hoffen, das Premier Shinzo Abe und sein "Abenomics" genanntes Konjunkturprogramm, die nötigen Akzente zur Belebung der Wirtschaft, setzt.

 

Zitat:

Abenomics fasst somit Abes derzeitigen Versuch zusammen, mit allumfassenden Konjunkturprogrammen, einer enormen Geldschwemme und Deregulierung insbesondere im Finanzsektor, die mehr als zwei Jahrzehnten andauernde Wirtschaftskrise sowie die Deflationsspirale, in der sich Japan befindet, zu durchbrechen.

Das Programm führte schnell zu mehr Zuversicht in Japan und zog mit steigender Produktivität im Industriebereich, ausländische Investoren an. Nach anfänglichen Höchstkursen des Nikkei 225 werden nun jedoch, mit den jüngsten dramatischen Kursverlusten, die Risiken des Wirtschaftsprogrammes kontrovers diskutiert.

 

Was meint ihr, ist Japan für die Zukunft gut aufgestellt oder wird es im Schatten Chinas und Südkoreas, weiter kriseln?

 

 

Danke fürs lesen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen: Blog: Andi2011 Mein C MAX MK2,Wikipedia, gallagher.com, wordpress.com, cassette-to-cd.baktrack.com, oobject.com, arnold-team.de, rhinobuggies.com.au, motorcylclespecs.co.za, carsablanca.de, karrazz.de, retrothing.com, allmysterie.de, getauto.com, forums.audioreview.com, troeszter.net, camera-wiki,org. klavierhalle.de, ibanezjem.org, aggman.com, papierfischer.de, de.academia.ru, ricardostatic.ch, bp.blogspot.com


03.08.2013 16:41    |    Bert Benz

Japan ist schon eigenartig: ein staatlich zentral gelenkter Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg durch das allmächtige Wirtschaftsministerium MITI, dazu ein politisches System mit nur einer Regierungspartei aber vielen kurzlebigen Regierungen über Jahrzehnte.

 

Geringes Wirtschaftswachstum ebenfalls seit Jahrzehnten und dazu seit 1990 die Herausforderungen der Globalisierung durch die harte regionale Konkurrenz in Südkorea und China. Mittlerweile ist "made in Japan" zu teuer und die Japaner lassen ebendort bzw. in Malaysia, Indonesien usw. produzieren.

Die seit langem überbewertete Yen Währung macht Exporte insbesondere ins ferne Europa unrentabel.

 

Insbesondere die Südkoreaner sind m.E. schneller lernfähig und passen ihre Produkte viel flexibler den regionalen Märkten an. Japaner sind dafür wohl zu überheblich. Die internationale Konkurrenz hat viel von japanischen Produktionsmethoden gelernt. Dabei hat die junge Generation in Japan ihre Liebe für den US amerikanischen Lifestyle entdeckt, auch dass es ein Leben nach der Arbeit gibt...

 

Die Fotosammlung weckt Erinnerungen: Sanyo, Akai, Aiwa, Konica-Minolta, Nakamichi usw. ebenso verschwunden wie viel früher die westdeutschen Elektronik-Marken Nordmende, Telefunken, Saba, Grundig...


03.08.2013 17:20    |    Goify

Wenigstens läuft der Foto-Sektor noch gut. Allein wenn ich an Canon, Nikon und Sony denke, habe ich die größten drei aufgezählt, die zugleich Japaner sind. Produziert wird allerdings nicht mehr alles in Japan.

 

Daher habe ich ein kleines Wirtschaftsförderprogramm aufgelegt und mir dieses Jahr einen Subaru, eine Panasonic-Kamera und zwei Objektive gekauft. (OK, war alles gebraucht und hat den Japanern null eingebracht). ;)


03.08.2013 17:40    |    emil2267

einer unsrer ungarischen nachbarn in karl marx stadt hatte einen mazda 323 in hellblaumetallic

 

echt nen schönes thema,irgendwie musste ich beim lesen auch grad an opas neuen japaner anno 1991 denken :D

 

die japanischen sportwagen der 90er finde ich auch absolut klasse,nissan 200SX,300ZX,honda NSX oder toyota MR2 oder supra sind schon klassiker,die celica dank damaliger rallyeerfolge ja auch legendär :)


03.08.2013 17:59    |    Dortmunder 65

Japan ist immernoch stark genug um vorn mitzumischen, nur mit dem wirtschaftlichen Aufschwung haben sie ein heute nicht mehr finanzierbares Volksabsicherungs - System eingeführt.

Habe da mal vor einigen Monaten einen Bericht gesehen, Gesundheits und Rentenwesen sind drastisch aus dem Ruder gelaufen! Der Staat kann das nicht mehr finanzieren.


03.08.2013 18:08    |    scion

Meine Cybershot DSC-W15 aus 2005 ist schon Made in China, aber die Mikrowelle von Panasonic, welche jetzt nach ca. 20 Jahren den Geist aufgibt, ist noch Made in Japan :)

Der Panasonic Plasma-TV aus 2011 kommt aus Tschechien, der Yamaha-Receiver aus ca. 1995 kommt noch aus Japan... interessant


03.08.2013 19:28    |    andyrx

Bin aktuell gerade mit dem Wankelmotor Madza RX-7 Turbo Cabrio auf Sylt unterwegs... Der schicke rote Flitzer kann sich auch nach 24 Jahren (BJ 1989) noch dort sehen lassen inmitten der ganzen Nobelflitzer die in Kampen und Keitum umherfahren....heute sind Sportwagen aus Japan kaum noch im Angebot....wenn aber doch,blitzt schnell auf das die japanischen ingenieure was drauf haben und das Können der Japaner auf wie der Nissan GTR eindrucksvoll bewiesen hat ;)


03.08.2013 22:06    |    salieridai

Möchte gerne auf den passenden Artikel vom Italieri hinweisen - die Koreaner werden wahrscheinlich auch früher oder später auf die Nase fallen, bzw. versuchen von der gestiegenen Qualität wieder runterzukommen um die gewachsenen Arbeitslöhne auszugleichen, dann geht das gleiche Spiel wieder mit den Chinesen los. In 20 Jahren ist es evtl. nicht mehr so abwegig, ein Chinesisches Auto, bzw eins aus Chinesischer Produktion zu fahren.

 

Finde aber generell schade dass die Japaner immer weniger machen - die Produkte die ich hatte waren immer Top...auch schade um Daihatsu, ich würde meine Kinder auch noch gerne in einem Nachfolger vom Materia transportieren (wenn ich denn mal welche habe :D)


04.08.2013 09:57    |    kev300

Ich find es auch schade, dass immer weniger tolle neue Sachen aus Japan kommen. Zumindest gehört die Qualität der Produkte immer noch zu den besten. Wenn ich mir mal was gönne, kaufe ich fast nur japanische Produkte, wie Canon, Panasonic und Honda. ;-)


04.08.2013 10:58    |    V70_D5

Ich war jahrelang grosser Hondafan und in unserer Famile liefen immer ein oder sogar 2 Hondas gleichzeitig. Heute ist es vorbei die beiden letzten Modelle waren solche Möhren, dass ich keinen mehr haben will.

Natürlich ist es nur ein Einzelbeobachtung, aber ich kenne viele ehemalige Hondafahrer, die sich mit Grausen von den Honda made in GB abgewendet haben.

 

Toyota hat ebenfall den Nimbus des Unzerstörbaren verloren, Mitsubishi spielt am Deutschen und Österreichischen Markt keine Rolle mehr. Subaru war immer ein Nischenanbieter.

Mazda ist nach meinen Beobachtungen eine Proletenmarke geworden. Warum? Schlechtes Styling mit billiger Effekthascherei.

 

Nein, "Japaner" reizen mich und viele andere wirklich nicht mehr.


04.08.2013 12:51    |    Airway

mhh...ich denke nicht,das Japan überhaupt jemals so führend war,wie in dem Blog beschrieben...ich kann mich noch sehr gut an die ersten japanischen Autos in Deutschland erinnern,ich bin damit gefahren,nicht mit allen aber schon mit einigen,das waren alles furchtbar primitive Starrachsen Kisten,mit abenteuerlichem Fahrverhalten,knautschigen Sitzen und innen einer fürchterlichen "Plastikwüste"....solche Autos kaufte man nicht,weil sie gut waren oder gut aussahen,sondern nur weil sie Billig waren....die wenigen guten,hübschen Japaner sind heute Klassiker,die waren aber damals auch nicht Billig,und viel davon gibt(gab) es auch nicht....

 

Und was das Beispiel mit dem Zug und den Baggern soll,versteh ich nicht....nur weil der Zug schnell war und die Bagger groß,waren sie deswegen führend:confused::confused:

 

Elektronik...Ok,das war(ist?) japans Domäne...fortschrittliche Technologie günstig auf den Markt geworfen,daß ging auf....

 

Tja und Motorräder...das war mal...BMW,kam,sah und siegte...mit der S 1000 RR...dem meistgekauften Supersportler am Markt (und der GS,der meistgekauften Reiseenduro)...überlegen in Motor und Fahrwerk....auch KTM,macht immer mehr Boden gut...

Und in Sachen Design und Fahrwerkstechnik war Ducati den Japanern sowieso immer voraus....

In den 70ern und 80ern,waren die japanischen Motorräder auch nicht besser,als deren Autos...nur waren sie halt Billig und hatten (mehr) Leistung....in den 90ern,wurde es dann besser...mit der Technik,stieg aber auch der Preis,also gleich ein paar € draufgelegt,dann kann man auch BMW,KTM oder Ducati fahren....oder Triumph,Aprillia,MV,Benelli.....


04.08.2013 13:48    |    84PS

Volker Pispers hat die Problematik mal in seine Bühnenshow aufgenommen. Ab 0:55 wird's interessant! :)

 

Volker Pispers zum Thema 'Japan'


04.08.2013 14:42    |    Mike_083

Wie schon im Artikel erwähnt, hat das Platzen der großen Immobilienblase in Japan Anfang der 1990er Jahre dazu geführt, dass viele japanische Autobauer heute nicht mehr aus dem Heimatland exportieren, sondern woanders (USA, Europa, China, ...) Werke unterhalten.

Japan hat sich bis heute nicht von diesem Wirtschaftskrach erholt. Unter der neuen Regierung scheint es zumindest kurzfristig etwas bergauf zu gehen. Die Frage ist nur, wie lange es noch gut geht, mit einer weiterhin sehr lockeren Geldpolitik gegen die Wand zu fahren.

Die goldenen Zeiten Japan's sind längst vorbei. Wer über die EU und den Euro jammert, der hat keine Ahnung davon, wie es um Japan's Wirtschaft bestellt ist... Deren großer Vorteil in der jetzigen Situation ist immerhin, dass sie kaum Schulden außerhalb des Landes haben, weil Japaner ein von Natur aus sehr stolzes Volk sind. Ansonsten hätte es vermutlich schon viel ärger im Gebälke gekracht.


04.08.2013 15:49    |    gilu4

Die japanische Bevölkerung ist xenophob und demographisch total überaltert. Mit der Staatsverschuldungsquote kann man ein Gruselkabinett veranstalten. Interessante Rahmenbedingungen für einen Sanierungsfall. Japan konnte sich bis jetzt mit einem florierenden Asiengeschäft über Wasser halten. Eine abflachende Konjunktur in China, eine verfehlte Energiepolitik und politische Instabilität sind Risikofaktoren. Was mich wundert ist, dass es so lange dauert bis der Karren an die Wand fährt.


04.08.2013 15:52    |    84PS

Das japanische Volk ist xenophob? :confused:

 

Woher nimmst Du dir das Recht, Millionen von Menschen zu beleidigen?


04.08.2013 16:18    |    Goify

Danke für die Erläuterungen hier. Mir war das mit der Immobilienblase in Japan gänzlich unbekannt.

 

Ich war zwar selbst noch nie in Japan (passiert die nächsten Jahre ganz sicher), aber einige meiner Freunde waren dort und sie konnten nichts von Xenophobie der Japaner erkennen.

Da sieht es in Frankreich ganz anders aus. Die nehmen heute noch allen Fremden krumm, dass Englisch die Weltsprache wurde und sind daher völlig taub, wenn man sie nicht auf Deutsch oder Französisch anspricht - selbst junge Leute. Das ärgert mich immer wieder.


04.08.2013 17:11    |    84PS

Und wo ist jetzt genau die Xenophobie, die Du dem japanischen Volk vorwirfst? Fallst Du - wie ich vermute - nicht weißt, was Xenophobie bedeutet, darfst Du das Wort gern nachschlagen. :)


04.08.2013 18:15    |    Airway

:D:D...ich hab´s gerade nachgeschlagen...kannte ich wirklich noch nicht....aber egal...für mich,waren die Japaner eh noch nie "die Technologieführer"(wie oben schon geschrieben)....ausser vielleicht in der Elektronik....ansonsten nur Billig-Artikel ...die Wende,war daher, wie ich finde absehbar....


04.08.2013 18:21    |    Goify

Wenigstens haben sie einen Fahrzeughersteller, der weltweit führend ist und das seit Jahrzehnten. Ernsthafte Konkurrenz ist allerdings kaum zu erwarten.


04.08.2013 18:49    |    scion

Was ist jetzt an einem Subaru so führend? Langweiliges Design und Allrad können andere auch, Audi z.B.

Da finde ich Toyota um Welten innovativer.


04.08.2013 18:55    |    Goify

Führend im Hinblick auf die Menge der abgesetzten Fahrzeuge mit Allrad und dem Allradkonzept. Das hat in der Form nur Porsche, dort aber rückwärts.


05.08.2013 11:21    |    DerMatze

warum sehe nur ich die parallelen in der dt. und der japanischen entwicklung ;)


05.08.2013 14:22    |    204er

Ich habe in den späten 1990ern angefangen, Japaner zu fahren. Zunächst einen Mazda Xedos 9 zu dem ich kam wie die Jungfrau zum Kinde. Ein seidenweicher V6 Vierventiler, CD Radio, kuschelige Alcantara Sitze (el. verstellbar), Doppelairbag, eSchiebedach und Klimaautomatik. Damals vergleichsweise Vollausstattung zum kleinen Preis. Nie Probleme gehabt, dann fing er massiv an zu rosten. Radläufe vor allem.

 

Dann kam ein nigelnagelneuer Mazda 6 2,3 Sport Top, zu obigen kam dann noch Xenon, Leder, Bose. Auch zu einem erträglichen Preis. Nie ein Problem. Nicht mal das Geringste. Dann kamen drei Diesel hintereinander. Sparsam aber im Unterhalt (Versicherung!!!) sehr teuer und Reifenmörder. Zuletzt ein 2009er GH Top mit allen Schikanen.

 

Im Frühjahr saß ich dann beim FMH und sprach mit ihm über einen Nachfolger für meinen GH Kombi. Es sollte ein GJ sein. Preis? 30 Riesen für ne Tageszulassung. Für meinen: 1500 unter Schwacke. Ich: "Ihr spinnt. Dafür bekomm ich doch nen Mercedes...." Der Händler lachte (War also immerhin mein "Stammhändler", wo ich, neben den Käufen auch penibelst alle Inspektionen hab machen lassen).

 

Nun, ich hab wohl zuletzt gelacht. Bekam für meinen GH genau Schwacke und eine wohlausgestattete C Klasse (220 CDI) für 26 als Jahreswagen mit 13 tkm. Alleine wenn ich bedenke, daß ich mir bei diversen Besuchen von anderen Händlern (Opel, BMW) Absagen für die Inzahlungnahme eines scheckheftgepflegten GH mit allem Schnickschnack (Navi, Leder, eSitze, Bi-Xenon, SD) und gerade mal 108 tkm geholt habe....neee....keine Japaner mehr.


05.08.2013 14:58    |    Mike_083

Stand heute würde ich mir auch keinen Japaner mehr kaufen, zumal es momentan kein attraktives japanisches Modell für mich gibt. Am ehesten noch der Toyota GT86, jedoch ist der im Innenraum äußerst billig und nur eingeschränkt alltagstauglich.

Ich war als jemand, der mit japanischen Autos das Autofahren lernte, immer eher "pro Japan" und "contra Deutschland". Nachdem ich im März dieses Jahres meinen Honda Civic, BJ 2006, verkaufte und mir einen neuen BMW 1er bestellte, kann ich sagen, dass sich meine Sicht der Dinge sehr wohl geändert hat. Ausgerechnet jetzt erlebe ich die Zuverlässigkeit, Qualität und Unkompliziertheit, die ich vom Civic erwartet hatte, jedoch war dieser "made in GB", und so hatte ich mir schon nach relativ kurzer Zeit geschworen: Falls es jemals wieder ein Japaner werden sollte, dann ein echter.

Denn es stimmt, dass japanische Produkte - egal welcher Art - durchaus von hoher Qualität sind, aber der englische Japaner war für mich ein Reinfall.

Ich gehe soweit, dass ich mittlerweile lieber beim nächsten Autokauf einen BMW leasen würde als so ein Auto wie meinen vorherigen Civic bar zu bezahlen. Irgendwann sind die Nerven doch wichtiger als der Geldbeutel.

 

Ich würde den Japanern aber wünschen, dass sie mal ansatzweise wieder dorthin kommen, wo sie einmal waren. Jedoch müsste sich dafür einiges ändern...


05.08.2013 15:17    |    salieridai

Ich glaube auch dass die europäische Produktion den Japanern den Rücken zumindest teilweise bricht. So ist zwar der Transportweg kürzer aber die Qualität leidet darunter.

 

Bin ich froh dass mein Auto Handmade in Japan ist :D


05.08.2013 16:39    |    kev300

Es gibt genauso viele Stimmen die Gegenteiliges behaupten. Vom Jazz ab Bj. 2002 bis 2008 gab es Modelle made in Japan und China. Der Jazz made in japan hatte mehr Probleme.

 

Vom Civic 2006 gibt es wohl einige Montagsmodelle aber eher mehr zuverlässige.

 

@Mike: Du hast doch deinen 1er erst seit kurzem. Dann kannst du auch nicht beurteilen, ob der zuverlässiger ist. Mein 8er Civic (Bj.2011) ist jetzt knapp 2 Jahre alt und es ist noch absolut gar nichts kaputt gegangen.

2 Jahre ist aber auch keine lange Zeit.

 

Deswegen finde ich dein Lob über die Zuverlässigkeit deines BMW's etwas lächerlich. ;-)


05.08.2013 16:53    |    Mike_083

@kev300: Das Gegenargument kenne ich, und es ist teilweise auch berechtigt, da ich mit dem Civic immerhin fast 137tkm abspulte. Allerdings, wenn ich zurückdenke, als der Civic knapp über 7tkm auf dem Tacho hatte, war ich wesentlich unglücklicher mit dem Wagen als heute mit dem 1er nach dieser Laufleistung. Der 1er ist einfach von besserer Qualität, zumindest punkto Verarbeitung und Materialien, aber auch Fahrwerk. Den Rest wird man abwarten müssen, ich habe keine Glaskugel. Aber ich kann schon ein Zwischenfazit abgeben und muss nicht erst 137tkm damit warten. Dann hätte ich mit dem Civic auch so lange warten müssen um ihn mit anderen Autos zu vergleichen.

Der Daihatsu Sirion, den ich vor dem Civic hatte, hatte beim Verkauf knapp 160tkm oben und war technisch in keinem schlechteren Zustand als der Civic bei 137tkm, auch was das Knarzen und Innenraumgeräusche anbelangt... Sprich, in manchen Dingen war der Preis des Civic nicht gerechtfertigt, z. B. so peinlich knarzende Türgriffe in der Sonne lasse ich mir noch bei einem Dacia einreden, aber nicht bei einem 23.000 EUR Auto.

 

BTW: Eigentlich sollte ich mich nicht für meine persönlichen Erfahrungen rechtfertigen müssen, aber ich tu's trotzdem.


05.08.2013 18:32    |    kev300

Ich sprach auch nur von der Zuverlässigkeit! Nicht von Verarbeitung und anderen Eigenschaften.

 

Dass die Türgriffe oder andere Sachen an dem BMW besser verarbeitet sind spreche ich dir in keinem Fall ab. Billiger wirkende Türgriffe als beim 8er sind auch schwer nachzumachen. :D

 

Gibt dafür vllt. irgendwo Nachbaublenden aus Metall? Das wäre doch mal etwas....*Google anschmeiß*


05.08.2013 18:46    |    Mike_083

Ich hatte 1 mal komplett festsitzende Hinterbremsen (Scheiben + Beläge), 1 mal defekten Stoßdämpfer, 1 mal defektes Domlager, 1 mal defekten Kupplungsgeberzylinder, 1 mal Software-Update. Anfangs Poltern von der Hinterachse - da kam man dann drauf, dass ab Werk eine Fahrwerksfeder verkehrt herum eingebaut war, falls das auch zählt.

Ja, ansonsten waren nur Verabeitungsmängel, denke ich. Hatten vorher einen Renault Clio im Haushalt (abgegeben mit knapp 180tkm) und aktuell eben den Jazz (aktuell rund 125tkm). Bei beiden war/ist auch nicht mehr als beim Civic.

 

Ich würde ihn mir heute trotzdem nicht mehr kaufen! Könnte ich das Rad der Zeit auf 2006 zurückdrehen, dann hätte ich den Daihatsu noch 1 Jahr länger gefahren und dafür einen 1er E87 gekauft.

 

Die miese Verarbeitung hat mir von Anfang an die Freude an dem Wagen vermiest. Da war das Mindeste, das ich erwartete, dass ich nicht auch noch liegen bleibe.

Liegen geblieben bin ich nie, aber das tun andere auch nicht so oft wie mancherorts geglaubt wird.


05.08.2013 20:39    |    Ascender

Geschichte wiederholt sich ständig. ;) In der Wirtschaft erst recht. Nur sind die Leute zu doof um es nicht zu bemerken. In den Kommentaren steht ja so einiges. Das möchte ich in meinem Beitrag nicht wiederholen. Allerdings möchte ich noch etwas einwerfen: Europa hat momentan eh keine große Marge. Das was hier am besten funktioniert (ich rede von Europa, nicht von Deutschland), sind Kleinwagen. Vor allem wenn ich nach Südeuropa schaue, sind dort günstige Kleinwagen enorm gefragt. Dieser Markt ist jedoch ebenfalls komplett weggebrochen.

Diesel werden eigentlich nur in der BRD so subventioniert (durch Treibstoffkosten) - im Rest der EU wird das sehr unterschiedlich gehandhabt. Hier steckt ja auch die Industrie dahinter, und man muss auch einfach sagen: Politisch gewollt war es ja eine große Zeit lang auch. Die Hersteller haben Milliarden in die Entwicklung von Diesel-Motoren gesteckt - jetzt kommt das böse Feinstaubpartikel ins Spiel, und die Politik will nix mehr davon wissen.

 

Soviel dazu. Entscheidungen der obersten Führungsriege werden auch immer ein Stück weit populistischer Natur sein, und passen sich dem Zeitgeist an. Nicht immer zugunsten des Landes. Genau das kann man in Japan sehen. ;)


05.08.2013 21:59    |    Bert Benz

Zitat:

Und was das Beispiel mit dem Zug und den Baggern soll,versteh ich nicht....nur weil der Zug schnell war und die Bagger groß,waren sie deswegen führend

Das gesamte Shinkansen Triebwagensystem war seinerzeit weltweit einzigartig und vorbildhaft (Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit) für alles folgende: TGV in Frankreich, ICE in Deutschland usw. Damals schipperten die IC und EC in vergleichweiser Steinzeittechnik E-Lok + Waggons durch die Gegend.

 

Japanische Kameratechnik/ Optik ist auch deswegen führend, weil es seit ca. 1980 keine europäische Konkurrenz mehr gibt. Leica (in Kooperation mit Panasonic) oder Hasselblad im Highendbereich mal ausgenommen.

 

Ich habe japanische Ingenieurkunst/ Technik immer als beispielhaft und nur noch vergleichbar mit deutscher Qualität respektiert. Umso mehr hat mich das grauenvolle hilflose Wirrwarr bei der Fukushima Atomkatastrophe schwer enttäuscht, bei Russen/ Ukrainern wunderte mich sowas nicht. Aber Japan, da hätte ich viel mehr erwartet!


06.08.2013 08:35    |    Goify

Zitat:

Umso mehr hat mich das grauenvolle hilflose Wirrwarr bei der Fukushima Atomkatastrophe schwer enttäuscht, bei Russen/ Ukrainern wunderte mich sowas nicht. Aber Japan, da hätte ich viel mehr erwartet!

Das hat bei mir auch Bestürzen hervorgerufen. Man stelle sich vor, das passiert mal in China oder den USA. Wobei, die würden das Teil einfach mit 10.000 m³ Stahlbeton vollschütten. Die Japaner schauen nur einfach tatenlos zu, wie die Umwelt verendet.


06.08.2013 09:00    |    pirrax

Auch wenn die Wirtschaftsstärke von Japan abgenommen hat, muss man anerkennen, dass es bewundernswert ist, wie so ein Inselstaat wie Japan schafft, ganz vorne mitzuspielen. Japan hat bis auf vulkanische Schwefel praktisch keine Ressourcen und muss alles importieren. Trotzdem schaffen sie es immer wieder konkurrenzfähig zu bleiben. Wenn ich das ganze mit Großbritannien vergleiche, kann ich bis heute nicht begreifen, warum die Japaner schaffen, einen Lebenstandard preislich wie in Deutschland zu erreichen und gleichzeitig so viel zu exportieren, obwohl sie selbst sehr sehr viel importieren müssen.

 

Auch bewundernswert finde ich, dass die Tradition trotz des Fortschritts nicht auf der Strecke bleibt.

 

Und nicht zu vergessen, die Erde bebt dort hin und wieder. In vielen anderen Ländern der Welt wird diese Tatsache schon allein eine Wirtschaftsbremse.

 

Ich kann nur jedem empfehlen, einmal im Leben Japan zu besuchen. Dort kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus (schöne Landschaften und Bauwerke, die hohe Effizienz und gleichzeitig die sehr sehr höfliche Menschen).

 

Ich denke, Südkorea hat die Sättigungsgrenze noch nicht erreicht. Südkorea wird ein Globalplayer in der Weltwirtschaft sein. Im Moment wachsen sie noch, aber es wird auch ein Zeitpunkt kommen, indem die Gewinne und Umsätze der südkoreanischen Firmen nicht vom Jahr zu Jahr exorbitant ansteigen. Es wird auch einen Tag geben, wo Nordkorea aufhört zu existieren, dann muss Südkorea auch so einen Prozess wie Deutschland durchmachen.

 

Auch China wird früher oder später an ihre Grenze stoßen. Evtl. sogar bereits schon jetzt, wenn man sich die Wirtschaftszahlen anschaut. Bisher war die Entwicklung zu schnell und das frische Geld wurde nicht gleich bzw. fair verteilt. Es wird noch ein Tag kommen, wo sich die Armen das ganze nicht mehr gefallen lassen.


06.08.2013 09:01    |    Ascender

Naja, ich glaube da war die ganze Welt geschockt, oder?

 

Dass dies in der Ukraine passiert ist, okay. Von dem Schock hat man sich relativ schnell erholt. Aber das dies in einem solch führenden Industriestaat passiert, ausgelöst durch eine Naturkatastrophe, hat bei allen Bestürzung hervorgerufen. Und es zeigt eines ganz deutlich: Im Falle eines Falles ist auf die Behörden kein Verlass. Ich mache mir da auch nix vor. In Deutschland wäre das wohl ähnlich. Keine Infos an die Bürger, so tun als ob alles normal wäre und keine Bedrohung vorhanden ist.

 

Ich würde jetzt aber nicht so weit gehen zu sagen, dass die da nix gemacht haben.

Insbesondere die Männer, die versucht haben die Reaktoren zu sichern und dort Arbeiten durchgeführt haben, dabei offensichtlich in den Tod geschickt wurden - das hat meinen tiefsten Respekt. Wenn sie einfach Stahlbetton drüber gießen könnten, würden sie es machen. Problem ist nur, dass die Reaktoren direkt am Meer sind und die ganze Brühe durch den Betton trotzdem da reinlaufen würde. Glaube nicht, dass die das da so abgedichtet bekommen.


06.08.2013 09:46    |    pirrax

Zum Thema Reaktorunfall Fukushima:

ich finde es etwas ungerecht, Japaner vorzuwerfen, dass sie ein schlechtes Krisenmanagement hatten. Letztendlich sprechen wir von drei Katastrophen (Erdbeben in einer nie dagewesenen Stärke, Tsunami und auch noch Kernschmelze). Dass die ganze Infrastruktur zusammengebrochen ist (Telekommunikation, Straßen), war ja klar. Wenn ich damit vergleiche, wie ein Land wie die Türkei oder Thailand durch eine einzige Naturkatastrophe (Erdbeben in der Türkei 2011, Tsunami in Thailand 2004) schon massive Probleme hatten und viele Tote zu beklagen hatten; stellt Euch mal vor, es wären noch Kernreaktoren, die außer Kontrolle geraten. Dass man damit überfordert ist, ist es ja kein Wunder. Leider wurde die Berichterstattung der Medien zu sehr auf die politischen Züge und Sensationsmacherei (bad news are good news) getrimmt. Es wurde nicht oder nur wenig Aufmerksamkeit auf die tatsächlichen Opfer selbst geschenkt.

 

Ob man akzeptieren will oder nicht, es gibt kein Patentrezept für eine Reaktorkatastrophe. Genauso wenig für Unfälle durch Chemieanlagen. Hier wird aber "lustigerweise" wenig oder kaum davon berichtet, und obwohl die Chemikalien genauso giftig bzw. tödlich sind.

 

Sicherlich hätte man in Fukushima ein paar Sachen besser machen können. Angesicht der zwei anderen genannten Naturkatastrophen muss man jedoch Verständnis dafür haben, dass die Koordinierung und Informationsflüsse nicht optimal liefen.


06.08.2013 12:41    |    mat619

Zitat:

Sicherlich hätte man in Fukushima ein paar Sachen besser machen können. Angesicht der zwei anderen genannten Naturkatastrophen muss man jedoch Verständnis dafür haben, dass die Koordinierung und Informationsflüsse nicht optimal liefen.

Das kann man getrost so unterschreiben. Wird gern vergessen, ist aber ganz klar der Kern des Problems gewesen.

 

 

Was die hiesige Wahrnehmung der japanischen Automobilbranche betrifft:

 

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Produktion im UK ganz maßgeblich Schuld am Imageverlust japanischer Autos in Europa ist. Ich habe allein vier Personen im Bekanntenkreis, die ehemals treue Kunden japanischer Marken waren, sich aufgrund von Besitzerfahrungen mit im UK gebauten Autos (3x Toyota, 1x Honda) keinen mehr kaufen werden! Die Produktion im UK war eine schlechte Entscheidung.

 

Ein weiteres Problem war meines Erachtens nach, dass die Japaner in der Boomzeit der TDI-Kaufwut in Europa zulange geschlafen haben, bis sie konkurrenzfähige TDI Motoren entwickelt haben. Klar spielen Diesel außerhalb Europas kaum eine Rolle, aber innerhalb nun mal schon - und die Chance, auf diesem Markt hier zeitnah mitzuspielen, wurde weitgehend versäumt. Mittlerweile gäbe es die Motoren, aber die durch Tests und Erfahrungen nur als mittelprächtig in Erinnerung gebliebenen Zwischenprodukte haben den Ruf über die Jahre geschädigt.

 

Immerhin reissen Fahrzeuge wie der Nissan GT-R und Innovationen wie der Fortschritt im Bereich der Hybridtechnologie das Gesamtbild publikumswirksam heraus und verschaffen japanischen Autoherstellern wieder mehr Respekt auf dem Markt.


06.08.2013 15:21    |    Mike_083

Respekt auf dem Markt kann man sich nur mit Produkten verschaffen, die auch gekauft werden.

Und man darf nicht vergessen, dass es auch außerhalb Asiens Hersteller gibt, die in der Entwicklung und Produktion von Hybridfahrzeugen bereits sehr deutlich aufgeholt haben, z. B. der PSA-Konzern, aber auch einige dt. Hersteller bieten Hybride an.

Wobei der Hybridantrieb eine (mäßig erfolgreiche) Übergangslösung war/ist, der von der Elektro- und Wasserstoffmobilität abgelöst werden wird.

 

Das mit England sehe ich genauso. Das war einfach Murks, noch dazu stammten die allermeisten Zulieferteile bei meinem ehemaligen Civic aus Europa, und zwar nicht aus Hochlohnländern in Europa, sondern großteils aus dem ehemaligen Ostblock. Selbst der Motor wird komplett im Werk in England gefertigt.

Es ist daher Unsinn, hier noch von einem Japaner zu reden. Es ist vielmehr ein europäisches Auto eines Automobilherstellers, dessen Firmensitz sich in Japan befindet.


06.08.2013 15:32    |    Goify

Es gibt aber noch Hersteller, die zumindest einige Modelle komplett in Japan fertigen (natürlich gibt es einige Zulieferteile aus dem Rest der Welt).


08.08.2013 12:13    |    chris_h** B3

Hatte auch eine Sony Cybershot Kamera die ich für 350 € gekauft hatte und Made in Japan drauf stand.

Nach ungefähr einem Jahr lag die gleiche Kamera bei einem Elektronikriesen auf dem Wühltisch und kam plötzlich aus China für 160 € !


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