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rpalmers Blog

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05.03.2018 16:02    |    rpalmer    |    Kommentare (140)

Der 5. März 2018 – ein ganz normaler Montag hierzulande. Auffallend das warme Wetter, nachdem am Montag die Woche zuvor zweistellige Minusgrade, selbst am Tage, hier hatte.

 

Der 5. März 1993 war ebenso ein ganz normaler Tag. Außer, dass mittlerweile 25 Jahre seitdem her sind. An dem Tag hatte ich aber mein neu gekauftes und bar bezahltes :) Fahrzeug abgeholt. Direkt in Wolfsburg, damit ist der Hersteller des Autos wohl nicht mehr schwer zu erraten.

Solch einen Ruf wie heute hatte VW da noch nicht: Abgasreinigungen die nur auf dem Prüfstand funktionierten, Affen im NOx-Dunst oder andere aktuelle Debatten waren da noch in weiter Ferne. Verändert hatte sich aber einiges: Der Chemnitzer Carl Hahn jun. war nicht mehr Vorstand, seit dem 1. Januar saß Ferdinand Piëch auf diesem Posten. Der jahrzehntelange Chefdesigner, der Schlesier Herbert Schäfer, ging in diesem Jahr in den Ruhestand. Die letzten Fahrzeuge mit seiner "Designsprache" waren somit der Golf III (September '91), der Vento (Januar '92), der erste Golf-Kombi, der 3er Variant (Herbst '93) und vermutlich noch das Facelift des Passat III (Herbst '93). Wenig später geriet VW mit dem neuen Boss und seinem "Sparkönig Lopez" in die mediale Aufmerksamkeit… Stichwort "Opel-Kartons".

 

So sah der Wagen 2017 aus.So sah der Wagen 2017 aus.Aber zurück zu mir. Ich stand damals vor dem neuen Auto, meinem neuen Auto. Nichts besonderes erstmal, kommt ja tagtäglich vor. Vor mir stand ein unischwarzer (Aufpreisfrei bei der Version :D) Vento, ein neues Modell welches im Januar '92 erschienen war. "Neues Modell" ist eigentlich das, was das VW-Marketing erzielen wollte, ebenso die "zentrale Mittelklasse". Faktisch war es einfach die dritte Generation Jetta, nur unter anderem Namen.

Versehen war meiner mit dem 1,8l Benziner welcher 90PS leistet. Das war damals ein ziemlicher "Standardmotor", man traf den in ähnlicher oder gleicher Form in Passat, Golf/Jetta II, Toledo, Audi 80 B3, Seat Ibiza etc. an Auch bei der Konkurrenz gab es viele Aggregate in diesem Leistungsbereich, bpsw. der 1,8l 90PS von Opel oder der 1,5l 90PS bei Honda, in den Autogazetten hieß es oft "Die 90PS-Klasse".

Im Vento stellte dies die zweite Leistungsstufe dar, der Basisbenziner wartete mit 75PS aus 1,8l auf, es folgten der 2,0l 116PS und der Sechszylinder in VR-Bauweise mit 174PS aus 2,8l Hubraum. Im Vergleich zu heute sind es geradezu absurd niedrige Literleistungen.

 

Absurd wirkt auch die damalige Aufpreispolitik. Damals wie heute waren die deutschen Fahrzeuge eher mau ausgestattet, verglichen mit der ausländischen Konkurrenz, vor allem der japanischen. Dinge wie elektrische Fensterheber, ABS, Airbag, Tempomat oder Nebelscheinwerfer kosteten Aufpreis. Ich hatte die "GT"-Ausstattung, das war die Topversion damals, vergleichbar heute mit dem Sportline bzw. Highline. Aufpreis gegenüber dem 90PS "CL"-Basismodell waren 2.340DM, somit 29.730 DM empfohlener Grundpreis, inkl. 14% Umsatzsteuer, nicht 19% :) (1993 waren es dann schon 15%). Mit dabei ggü. dem CL waren damit Zentralverriegelung, elektr. verstellbare Außenspiegel, die Multifunktionsanzeige, ein kleineres Lenkrad, mehr Leuchten im Innenraum (Unter anderem auch beleuchtete Ausströmerrädchen), Wärmeschutzverglasung, Sportsitze statt der Sofas, eine größere Bremsanlage an der Vorderachse, Scheiben an der Hinterachse, ein strafferes Fahrwerk inkl. dickerer Stabilisatoren und anderer Krimskrams, wie bspw. die optischen Retuschen (Schweller- und Radlaufverbreiterungen z.B.). Ziemlich mau könnte man heute sagen, aber so war das damals.

 

Fürs ABS, das elektrische Glas-Schiebe-/Hebedach, Nebelscheinwerfer und Kopfstützen auf den hinteren Sitzplätzen (!) wurde ein Mehrpreis von insgesamt 3.606 Mark fällig, der dickste Posten mit 1.895 Mark war das ABS. Schaue ich heute in Mobile haben nur wenige aus diesen Baujahren das ABS bestellt. Bei diversen Modellen war es in Serie verbaut - und das wurde auch gerne medienwirksam kundgetan ;). Airbags (1.200 DM) und Klimaanlage (2.375 Mark, bzw. 3.440 DM für die Klimaaautomatik) fehlen, braucht doch kein Mensch, so die Devise anno 1993.

 

Die Jahre kamen und gingen, geplant war es nie, dass der Wagen so lange gefahren/gehalten wird. Das Auto war von Anfang an unauffällig, nur zwei Dinge trübten das Bild: Zum einen das quietschende Kupplungspedal und zum anderen war das Ablagefach auf der Beifahrerseite irgendwie verkantet montiert. Beides wurde zeitnah und ohne Kosten in der Vertragswerkstatt behoben. Die erste Inspektion wurde ebenso noch vom Vertragspartner erledigt, danach wurden die Services stets selber erledigt. Ohnehin repariere ich bis heute fast alles selber an diesem Fahrzeug.

 

Was das Auto nicht schaffte, das schafften andere Verkehrsteilnehmer. Bereits wenige Monate später verirrte sich bei einer Rechts vor Links Kreuzung mein Hintermann im Heck, eine umfangreiche Karosseriereparatur in der Vertragswerkstatt wurde fällig. Die Seitenwand, das Abschlussblech und der Kofferraumdeckel wichen Neueilen. 2000 verirrte sich erneut ein Auto im Heck, diesmal in einer Autobahnausfahrt. Nach einem Schleudertrauma, ein paar Tagen in Halskrause und einer erneuten, teuren, Reparatur stand das Fahrzeug wieder "repariert" da. Es war allerdings ein Fehler, die Reparatur in einer freien Werkstatt durchführen zu lassen. Es fing schon an mit einem falschen Schließzylinder in der Heckklappe, man bräuchte dazu einen anderen Schlüssel. 1 Jahr später wurde ins geparkte Auto gefahren, eine große Delle im Stoßfänger und ein "Spinnennetzeffekt" verzierten die Stoßstange.

 

Der Unterboden wurde im Laufe der Zeit komplett neu versiegelt.Der Unterboden wurde im Laufe der Zeit komplett neu versiegelt.Die "Reparatur" in der freien Werke setzte sich nach einigen Jahren mit heftigen Rostschäden entlang der Naht zwischen Abschlussblech und Seitenwand bemerkbar fort, ebenso zeigte die unzureichend lackierte neue Heckklappe massiven Rostfrass. Zu dem Zeitpunkt war das Auto bereits 13 Jahre alt, ich wollte es eigentlich nicht mehr halten.

 

Allerdings habe ich es dennoch reparieren lassen, nur damit 2005 im Rechts vor Links-Bereich ein unaufmerksamer Verkehrsteilnehmer mir die Vorfahrt nimmt. Nun war mal die vordere Seite lädiert, den Schaden reparierte ich allerdings selbst, die Teile wurden vom Lackierer abgeholt und selbst ausgetauscht.

 

Im Winter 2008 war ich etwas unaufmerksam und rutschte mit dem Auto im Winter gegen eine Leitplanke. Zum Glück war ich nicht besonders schnell, aber ein neuer Kotflügel war dennoch fällig und wieder mal Farbe an Stoßfänger und Kotflügel.

 

Seitdem passierte allerdings keine Kaltverformung mehr – und ich hoffe, dass das so bleibt!

 

Interior eines solch alten Wagens.Interior eines solch alten Wagens.Mit den Jahren blieb das Auto allerdings nicht original, manch einer wird sagen verbastelt. Ja stimmt, nur ist mir das egal. Umrüsten auf den Originalzustand ist zwar recht einfach möglich, aber das will ich nicht. Ist eben meine Note an meinem Wagen – und das Ganze geht noch dezent zu. Die Stahlfelgen wichen beispielsweise den BBS-Felgen des Vorgängers (Golf/Jetta II), mehrteilig und voll poliert. Auch wurde später das verbrauchte Serienfahrwerk gegen ein Sportfahrwerk aus dem Hause KW ausgetauscht. Die kompletten Leuchten außen wurden abgedunkelt - und da 2009 der Abwrackwahn losging, war ich häufig beim Verwerter.

Elektrische Fensterheber, Tempomat, Sitzheizung, der Heckspoiler des 2,0l Modells und die Höhenverstellung für den Beifahrersitz, wie auch die beidseitige Lordose zogen, dank der abgewrackten Fahrzeuge, ein.

 

Nun haben wir 2018, das Auto habe ich noch, bewege es allerdings nur noch im Sommer und mit einer Youngtimerversicherung :eek:. Verkaufen hatte sich irgendwie nie "gelohnt", die paar gebotenen Märker oder Euros hatten mich nicht "weich" werden lassen. Heute bewegt sich der Wert irgendwo im € 1.000er Bereich (Mit Glück) herum, doch was kümmert mich das.

Ich sehe dieses Modell kaum noch, sind wohl allesamt weggerostet und aufgrund des Alters zu Grunde runtergeritten.

 

Da freut es mich umso mehr, dass meiner das Gegenteil darstellt, immer noch im Erstbesitz ist, trotz der 25 Jahre. Bis auf so Dinge wie die bei Kälte knackende Hutablage oder C-Säulenverkleidung (Bin mir noch nicht sicher) und dem minimalen Rost an der Heckklappenkante funktioniert und fährt das Teil auch noch verdammt gut :)

 

Das Ziel lautet daher: Weiterfahren bis zum Oldtimerstatus und darüber hinaus… ;)

 

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05.03.2018 16:31    |    Goify

Feine Sache und weiterhin viel Spaß mit dem Wagen.

Was hat er denn an Kilometern runter?


05.03.2018 18:46    |    berndczech

Ja Kilometer würden mich auch interessieren. Geil auch die Pulle Öl in der Beifahrertür ^^ - Braucht der 1L/1.000km Öl oder so?


05.03.2018 18:46    |    PIPD black

Schön, dass du durchgehalten hast. Und noch viele weitere Jahre mit dem inzwischen tatsächlich seltenen Rucksackgolf.


05.03.2018 18:59    |    rpalmer

1L verballert der mittlerweile auf so 4.000-5.000km, da sind die Schaftabdichtungen wohl völlig verhärtet. Da das aber mittlerweile die Jahresfahrleistung darstellt, ist das noch vertretbar. Früher musste man zwischen den Intervallen nie nachkippen, aber das war eben früher.

 

Km-Stand will man besser nicht wissen :D Die 4 kannste jedenfalls davorsetzen :D


05.03.2018 19:40    |    HerrLehmann

Zitat:

Die Jahre kamen und gingen, geplant war es nie, dass der Wagen so lange gefahren/gehalten wird

Vor allem vom Hersteller war es nicht angedacht.

Die arme Autoindustrie... :)

 

Ich bin immer neidisch auf die User, welche so viel selber machen können.

Das macht den langfristigen Fahrzeugbesitz natürlich preiswerter.

 

Bei mir um die Ecke steht ein goldener VW Bora, denke mal Baujahr um 2000. Also auch schon 18 Jahre alt.

Gefahren wird der von einer jungen Dame mit zwei Kindern, also sicher nicht mehr im Erstbesitz.

 

Kann mich noch gut an die Zeit erinnern als der Vento raus kam.

Damals war VW aber DAS Hassobjekt für mich.:D

In der Autobild wurde der VR6 Vento mit einem BMW 325 E36 verglichen, für mich ein Skandal... :D

 

Gute Fahrt noch.


05.03.2018 20:55    |    passiontodrive

Der Vento ist Im Straßenbild schon selten geworden. Dein Vento ist nicht verbastelt, nur leicht zeitgenössisch getunt. Bei den meisten Erstbesitzern blieben die Autos original. Rost scheint bei Dir nicht das große Thema zu sein. Wirklich schön, dass du trotz einiger Kaltverformungen durchgehalten hast. Viel Spaß weiterhin!


05.03.2018 21:41    |    JCzopik

Was wollte ich damals in die Hose machen, um 195/50R15 zu fahren...

Heute schaut kaum jemand unter 17 Zoll.

Tolles Auto und ein sehenswerter Zustand. Wirklich top.


05.03.2018 21:47    |    Sunlion

Also für 25 Jahre und fünf Unfälle sieht er doch wirklich topp aus! Da kann man nicht meckern. Herzlichen Glückwunsch zur Silberhochzeit!


05.03.2018 23:00    |    h0rnet

WOW, wirklich schöner Wagen.

Weiterhin viel Spaß mit dem Vento.


05.03.2018 23:22    |    motorina

Glückwunsch zu einem so gut erhaltenen "Rucksack";)!

Für sein Alter und für die hohe km-Leistung trotz der diversen Kaltverformungen noch sehr gut in Schuss!

Und das "bisschen" Öl bei diesem km-Stand ist bei VAG nicht tragisch; da hatte ich höhere Verbräuche...:rolleyes:

 

Weiterhin gute Fahrt ... und in Zukunft ohne Blech- und Plastikschäden!


06.03.2018 08:10    |    rpalmer

@HerrLehmann : Ich muss aber auch sagen, dass ich mit dem Auto die Technik "gelernt" habe. Es gibt vom Dieter Korp noch ein sehr brauchbares "Jetzt helfe ich mir selbst", darin sind so die meisten Sachen beschrieben und bebildert. Und der Rest ergab sich mit dem Internet, Motor-Talk und anderen Foren, vwts.ru via Google-Translator usw.. Mit dem Rest wächst man hinein, durch die Übung und Erfahrung. Im Winter bin ich halt auf eine Mietwerkstatt angewiesen, weil meine ist viel zu klein und vor allem schmal. Und draußen werkeln bei Frost oder Schnee...

 

Ironischerweise geht es mir genau umgekehrt. VW interessiert mich seit langem irgendwie gar nicht. Da gibt es kein Modell, dass ich mir näher ansehen will. Und zudem ist das äußere Auftreten ein wenig überheblich, während die Qualität oft auf der Strecke blieb... ich bin mit dem Alltagsfahrzeug inzwischen bei Saab seit 2012. Was danach kommt, da es die ja nicht mehr gibt...? Die Astra J Limo ist interessant oder der Subaru Levorg.

 

Ich habe hier zwei Presseartikel, einmal aus der AMS, Fahrbericht Vento VR6 (auch da wird Bezug zum 325i genommen :D) und einmal aus der AutoBild, Vergleich Vento 1.8 gegen Vectra 1.8 und Civic Sedan 1.5.

 

 

@passiontodrive : Leider neigen die Autos zu heftigen Rostauswüchsen. Die Schweller und der Unterboden sind wirklich neuralgisch, ebenso die Kotflügelecken und damit der Schwellerkopf. Wenn man sich da nicht selber helfen kann, wird es sehr schnell teuer und dann wandern sie in den Schrott. Ich bin bei dem thema aber "sehr hinterher", wird regelmäßig mit FluidFilm konserviert und kontrolliert, was ich aber bei allen Autos so handhabe.

Der Hersteller macht nicht unbedingt mehr als nötig.

 

@JCzopik : Da sprichst was an. Zu der Zeit wurden selbst 185er Reifen als "Breitreifen" verkauft, wie bspw. in dieser Fernsehwerbung. Wie sich das alles geändert hat...

https://www.youtube.com/watch?v=0LKVD7rAG3Q

 

Ansonsten freue ich mich über die durchweg positiven Kommentare.

Hätte ich nicht gedacht, dass der Wagen eine solche Resonanz erfährt, zeitlebens waren sie ja als Rentnerfahrzeuge verschmäht.


06.03.2018 08:14    |    Goify

Der Sierra LX ist ja wirklich eine Sensation. :D

VW war da meist etwas knauseriger.


06.03.2018 11:03    |    VentusGL

Ein schöner Wagen der Vento und deinen habe ich in BB mal live gesehen ;).

Sehr praktisch mit gignatischem Kofferraum und überschaubarer Technik. Meine Eltern hatten den GL mit 75 PS auch in unischwarz. Gerne hätte ich einen als Hobby, nur der Rost bereitet da etwas Kopfschmerzen.

Weiterhin gute Fahrt!


06.03.2018 14:35    |    MITSUBISHI_FREAK

Nun weiß ich auch welcher Chefdesigner bei VW verantwortlich ist, das mir die Modelle aus den Baujahren echt gut gefallen, obwohl ich mit der Marke normalerweise nichts am Hut habe. :D

 

Du hast aber ganz schön was durchgemacht in den letzten Jahren und das Pech fuhr leider oft mit, aber wer kann schon was für die anderen Verkehrsteilnehmer? Man selbst kann ja nur noch schlimmeres verhindern.

 

Verbastelt finde ich ihn übrigens nicht. Wir wissen ja alle was sonst aus den Kisten gemacht wird, daher ist es wirklich schickes Retrotuning. :cool:


06.03.2018 14:45    |    PIPD black

"Retrotuning":D

Könnte das Unwort des Jahres 2018 werden.:p

 

Es ist ja nicht sonderlich übertrieben, aber es gibt schon Dinge, die man anders machen bzw. gar nicht machen könnte. Aber heh.....es ist nicht mein Auto und es muss mir auch nicht gefallen, es muss nur dem Besitzer gefallen.;)

 

Ich finde es toll, dass er den Wagen immer wieder aufgebaut bzw. repariert hat, obwohl der Zeitwert das nicht mehr hergab. Hut ab für dieses Durchhalten. Und optisch steht der Wagen im Grunde wirklich gut da.....wenn man mal von den Tuningsünden absieht.:D


06.03.2018 18:51    |    rpalmer

Naja, so ganz Serie hat auch was, weil eben originaler Zustand. Aber eben auch ein wenig fürchterlich, wie bspw. die orange/roten Rückleuchten oder die weissen Scheinwerfer. Das beisst sich extrem mit dem schwarzen Lack.

 

Arg viel ist da nicht verändert, vieles ist sogar aus dem damaligen Zubehörprogramm, wie der Endtopf, die Blinker oder auch original, wie die Nebellichter für F oder der Spoiler der "starken" Versionen. Man bekommts, wenn man das will, wieder auf Werkszustand.


06.03.2018 20:01    |    PIPD black

Werkszustand muss mMn gar nicht sein. Ein wenig pimpen ist OK. Vieles ergibt sich meistens ja auch erst im Laufe der Zeit z. B. durch Facelift, Sondermodelle oder anderen Ausstattungslinien. Wie beim H ist zeitgenössisches Tuning völlig OK, aber eben auch subjektiv. Jeder findet etwas anderes gut und passend.


06.03.2018 20:14    |    rpalmer

@Goify Ich habe nun eine Preisliste des Golf II gefunden. Die C Modelle hatten weder eine Uhr, noch einen Tageskilometerzähler, geschweige denn eine Mittelkonsole. Selbst den Spiegel verstellte man von außen. ?? Die des Passat findet sich sicherlich auch in den WWW-Weiten, ist ja der Sierra Konkurrent gewesen.


06.03.2018 20:42    |    Goify

Genau so ein C war mein allererstes Auto. Der hatte als Extras ein nachgerüstetes Radio, eine Wischwasch-Anlage für die Heckklappe, 4 Türen und Metalliclack.

Einen rechten Außenspiegel haben wir selbst nachgerüstet und beide waren tatsächlich nur von außen verstellbar.


06.03.2018 22:43    |    GoLf 3 Bastler

Golf 2 C war dann wirklich ein Auto mit 4 Rädern, Motor, Lenkrad und man saß im Trockenen, und wusste wie schnell man war :D

Mein Golf 3 ( daher mein Nick) hat dann auch von mir so alles erhalten was es damals gab bis auf Climatronik. Als CL war das einzig Elektrisch Komfortfeature das Schiebedach und die Unterdruck ZV OHNE Fernbedienung. Da folgten dann auch EFH / E-Spiegel / Musik / Sitzheizung / FUNK ZV Upgrade


06.03.2018 23:41    |    Provaider

Mein Opa hatte einen golden Vento. Rentnerauto mit Rentner Farbe. Dann einen hellblauen Vento und dann dunkel blauen Passat mit Automatik. Das war sein letztes Auto. Ja Vento war in Deutschland nicht beliebt nur bei den Rentnern ;)

Solange du mit deinem Spaß hast.


07.03.2018 06:21    |    rpalmer

Gold? Die Farbe gabs aber nicht im Standard-Lackprogramm für das Auto.

Wars wohl nicht eher ein Jetta II? Die gabs in Gold.


07.03.2018 07:43    |    dk_1102

Glückwunsch! Schöner Wagen.


07.03.2018 08:48    |    Pilot188

Glückwunsch

wir haben 1995 ein vier Jahr altes BMW E30 Cabrio, also BJ 1991, gekauft und es ist seitdem in unserem Besitz.

Der Wagen ist unverbastelt. Steht meistens in der Garage.

Allerdings muss man auch sagen, das es der Wagen ist welcher am trinkfreudigsten ist.

Ist ein 318i Cabrio in Diamantschwarz Metallic mit den Mahle / BBS Felgen (ab Werk).


07.03.2018 09:43    |    Käfer1500

Der "RP" Motor ist bis heute einer der besten, die VW je gebaut hat! Also unbedingt weiter pflegen und so zeitgenössisch erhalten!


07.03.2018 10:40    |    knolfi

Schöner Bericht und erinnert mich an meinen ersten Neuwagen, den ich im September '92 nach dem Abi abholen durfte...die Kohle hatte ich mir selbst zusammengespart. Das war ein Golf III GT Special mit der gleichen Maschine, allerdings in Dunkelblau metallic. Und ebenfalls mit dem sündhaft teuren ABS, war eben immer schon ein Technikfan. :D

 

Da nach dem Abi nunmal Wehr- oder Zivildienst anstand und ich mich als Zivi beim Rettungsdienst des DRK beworben hatte, kam auch wieder Kohle zum "verbasteln" rein...mit 20 will man sein Gefährt nunmal aufhübschen. Also ging's los: el. Fensterheber, Fahrerairbag und manuelle Klimaanlage nachgerüstet. Das Beta Radio gegen ein Gamma getauscht. Diestahlwarnanlage; lackierte Front und Heckschürze vom GTI nachgerüstet, aber ohne roten Streifen. Und schließlich, weil die Klima zu viel Leistung zog (:D), bei Oettinger noch den Motor von 90 auf 110 PS hochrüsten lassen, durch eine schärfere Nockenwelle, größeren Endschall Dämpfer mit Edelstahl-Doppelendrohr und geänderte Motorelektronik. Insgesamt sind da gut 7.000 DM versenkt worden, aber Dank Schichtzulagen und Wochenenddiensten war das Geld ja da. :D

 

Leider erwies sich der Golf III als qualitativ mangelhaft, so dass ich ihn im Mai '94 bereits wieder verkauft habe. Aber irgendwie trauere ich heute noch meinem "GTI-light" hinterher...war eben mein erstes Auto, das vergisst man nicht.


07.03.2018 15:51    |    rarlt

@knolfi: im Vento war es aber schon der ABS-, spaeter dann der ADZ-Motor. Hatte den RP im Jetta II - in der tat unverwuestlich.

 

rainer


07.03.2018 22:10    |    Zetapot

1 L Öl auf 4-5000km ist doch super bei der Laufleistung und dem Alter. Mein 2013er Peugeot nimmt mit etwas über 100.000km genau so viel.


08.03.2018 07:55    |    carum

Ich habe es umgekehrt gemacht und einen 23 Jahre alten Audi Cabrio Diesel gekauft. Er war gepflegt - fast wie neu, Sommerfahrzeug und nur 115.000 km. Grund war der gute Motor (90 PS TDI) der in unserem Golf Cabrio 465.000 km ohne Reparaturen geschafft hat. Leider hat der Rost den Golf zerfressen, sonst hätte der evtl. 600.000 km oder mehr geschafft. Als wichtige Grundlage sehe ich dafür, dass er kein Kurzstreckenfahrzeug war und Ölwechsel alle 15.000 km mit einem einfachen HD 15W-40 gemacht wurde.


08.03.2018 09:37    |    rpalmer

Wow, hier gehts ja ab :D

 

@Käfer1500 : Ist quasi wie der RP, aber etwas weiterentwickelt. Im Vento kam der "ABS" zum Zuge. Höhere Verdichtung, Mono-Motronic statt Jetronic mit verbesserter, kennfeldgesteuerte Zündung - aber weiterhin ein ziemlich simples Einspritzsystem. Warum die das nicht gleich auf Digifant oder Motronic umgestellt haben (Gabs bspw. im Mexiko, hieß dann "ADD", 1,8l 90PS mit Digifant MPI). Aber ja: Der Motor mitsamt seinem Drumherum funktioniert reibungslos, zuverlässig und der Verbrauch ist i.O.. Ich fahre das Auto mit Verbräuchen zwischen 6,5-7,5l/100km.

 

@rarlt : Richtig, nur hast du den Bezug zum falschen User hergestellt ;)

 

@knolfi : Vielen Dank für deinen Kommentar, hat spass gemacht den zu lesen ;)

Die Nachrüstungen welche du erwähnst, hattest du die Teile neu beim VW-Händler gekauft :eek:? Das muss ja der Klima heftig gewesen sein, Kompressor, Verdampfer, anderer Schlossträger, anderer Kühler, anderer Gebläsekasten usw. Oder war das die Diavia-Nachrüstung?

Du hast ja sogar das Öttingerkit gehabt, hat sich das deutlich bemerkbar gemacht?

Bislang habe ich nur diesen mistigen 4:1 Krümme/Hosenrohr rausgerissen und gegen die Kombi vom 2,0l ersetzt, der geht wenigstens 4:2:1 und hat 55mm Durchmesser statt 50. Das verbesserte schon mal die Drehfreude. Schärfere Nocke kann man sich ebenso aus dem vW-Regal bedienen, bspw. AFT (1,6l 101PS) oder die G-Nocke aus einem Golf 2 Motor.

Ich meine auch, dass du mal irgendwo Bilder zu deinem ersten Wagen hochgeladen hattest, war der nicht dunkelblau? Und das war noch der GT, kein GT Special. also die grauen Stoßfänger und die Stahlfelgen ohne Radnabendeckel.

 

@Zetapot : Mhmm, ja kann man noch als i.O. bezeichnen. Aber früher war das nicht so. Beim Ölwechsel füllte ich immer bis Maximum auf. Nach 15.000km war der Stand dann noch immer im i.O.-Bereich, so zwischen Minimum und Hälfte, also ca. 0,7-0,8l auf 15.000km. Naja, der Motor ist ebennicht mehr neu und ich vermute mal ganz stark die Ventilschaftdichtungen, die sinds bei diesen alten VW-Bauernmotoren immer.

 

@carum : Umgekehrt kann ja jeder :D Aber dennoch schönes Fahrzeug, das Audi Cabriolet ist zeitlos. Und noch nicht so exorbitant gehandelt wie bspw. das Cabrio der Mercedes 124er-Baureihe. Beim e30 den @Pilot188 erwähnt sind die Preise inzwischen auch angezogen. Einen e30 hatte ich früher auch, aber die normale Limosine, Faceliftmodell ohne Chrom, in Zinnoberrot als 316i. War mit den ~100PS aber für die damalige Zeit sehr kräftig, auch wenn das heute unglaublich klingen mag.


08.03.2018 09:53    |    Pilot188

Ein E30 Cabrio in einem erstklassigen Zustand ist mittlerweile wieder deutlich über die 10k geklettert.

Mich freut es :-)


08.03.2018 10:44    |    andyrx

Das war ein gute Karosseriequalität die VW seinerzeit gemacht hat....mich wundert der Zustand nicht wenn man mit Wartung +Pflege am Ball bleibt;)

 

Grüße Andy


08.03.2018 11:39    |    rpalmer

Naja da stimme ich nicht zu. Golf 3 & Vento waren ab Werk gering bzw. fehlerhaft konserviert. Zu den Schwachstellen gehören Kotflügel, Schwellerköpfe, Schwellerkanten, Unterboden um die Ausstanzungen, Dome, Seitenwand um den Tankstutzen und der Kofferraumdeckel.

Das ist doch eine sehr lange Liste. Obwohl der Unterboden unter Zentimeterdickem PVC verschwindet, aber die überstrichenen Gummistopfen altern und somit reisst die Beschichtung ein. Und der Schutz nützt ebenso nix, wenn das Hinterrad fleissig Dreck zwischen Seitenwand und Radhaus/Tankrohr schmeisst, weil man keine Schale verbaute.

 

Also da hätte man doch manche Dinge besser machen können.


08.03.2018 11:43    |    andyrx

ähm stimmt,Golf 3 war anders als Passat kein Highlight was die Rostvorsorge angeht;)

 

da war ich jetzt in der falschen Baureihe:p


08.03.2018 11:57    |    PIPD black

Zitat:

Zu den Schwachstellen gehören Kotflügel, Schwellerköpfe, Schwellerkanten, Unterboden um die Ausstanzungen, Dome, Seitenwand um den Tankstutzen und der Kofferraumdeckel.

Das meiste davon hat VW bis in die heutige Zeit transportiert.

Gerade den Modder vorne im Radhaus hinter der Schale. Wenn sich da genug sammelte, durch Aufwirbelung der Reifen und Dreck von oben über die Entwässerung des Wasserkastens, dann plätscherte das Wasser ordentlich im Schweller meines Caddys. Da half es nur, halbjährlich mit dem Radwechsel dort sauber zu machen oder die Stopfen aus dem Unterboden zu ziehen.

Beim Passat 3B gammelte es dann hinten hinter der Radhausschale schwellerseitig im Verborgenen.

Auch der Kofferaumdeckel gammelte beim Passat wie doof. Entweder rings ums Fenster am Rahmen, an Falzen oder auch mitten auf dem Blech (Zinkblasen).


08.03.2018 18:04    |    rpalmer

Ja die Sache mit dem Dreck hinter der Radhausschale und dem Kotflügel haben sie m.W.n. bis heute nicht gelöst.

Juckt die vermutlich auch nicht, wenns beim nicht verzinkten 1H so 12-15 Jahre bräuchte um aufzufallen, dann bei den verzinkten Modellen noch länger.


08.03.2018 18:20    |    Goify

Man sollte das als sich über die Jahre aufbauenden Schallschutz betrachten, denn eine mit Erde gefüllte Radhausschale schluckt die Abrollgeräusche.

Ich habe jedenfalls nicht schlecht geschaut, als ich dort ca. 30 cm Humus fand.

 

Jetzt beim W202 ist es beim Vormopf besser, weil die Öffnung unten relativ frei ist. Im Mopf sind die Schwellerverkleidungen so ungünstig, dass sie als zusätzlicher Verschluss wirken. Da war auch eines der Löcher im Schweller bei mir. Hat ja auch so ca. 18 Jahre lang gehalten, obwohl Mercedes so katastrophal beim Rostschutz sein soll.


08.03.2018 18:22    |    andyrx

Rostvorge beim Golf:

 

Golf 1 quasi nicht vorhanden

 

Golf 2 sehr gut mit reichlich Wachs

 

Golf 3 nicht viel aber etwas besser als beim Golf 1

 

Golf 4 sehr gut und verzinkt

 

Golf 5/6/7 anscheinend sehr gut denn eines dieser Modell mir sichtbaren Rost hab ich noch nicht gesehen;)


08.03.2018 18:39    |    rpalmer

Golf 5 ist nicht wirklich gut, habe schon einige mit Rost gesehen. Auch so Geschichten wie der Schweller.


Deine Antwort auf "Der Neuwagen der zum Youngtimer wurde: 25 Jahre mit einem Auto"

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