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rpalmers Blog

Uninteressantes für Interessierte

08.10.2019 22:52    |    rpalmer    |    Kommentare (29)    |   Stichworte: 309, alt, Peugeot, selten, Straßenexoten, Youngtimer

Selten anzutreffende Autos wurden nun einige Male hier in der Blog-Ecke präsentiert. Und jetzt, wo die News seit gut einem dreiviertel Jahr passé sind… kann es nicht schaden, mal wieder über paar Fundstücke Worte zu verlieren.

 

309309Und da bietet sich das hier thematisierte Fahrzeug an. Gesehen und fotografiert habe ich den Wagen bereits ein Jahr zuvor, im Sommer ’18. Seitdem habe ich aber keinen weiteren mehr gesehen und das obwohl dieser Wagen damals recht passable Verkaufszahlen hatte. Die Rede ist vom Peugeot 309. Es fällt bereits die Nummerierung auf, die passt einfach nicht ins Schema. Beziehungsweise doch, sie würde, könnte für den aktuellen „308 II“ stehen. Aber als das Modell 1985 erschien, da hießen die Peugeots noch 205, 305 oder 505. Die „9“ passt also nicht so recht ins Schema.

Aber auch sonst passt er nicht so recht ins Bild. Als Nachfolger des 305 geriet er kleiner und steht vielmehr zwischen diesem und dem Kleinwagen 205. Und für einige wirkte das Auto mehr nach einem Talbot: Als das Projekt des 309 im Jahr 1980 startete vermutete die Presse noch einen Nachfolger des Talbot Horizon und taufte es auf „Talbot Arizona“. Doch mit Erscheinen des 309 war aber auch das Ende von Talbot besiegelt, denn die Marke wurde eingestellt. Damit bestand PSA zu dem Zeitpunkt aus den Marken Citroen und Peugeot.

 

309309Der 309 ist somit ein Kompaktwagen und reihte sich damit in ein breites Konkurrenzangebot ein, es reichte seinerzeit von A, wie Alfa Romeo 33 bis V, wie VW Golf II. Heute muten die Abmaße von 4,05 m Länge, 1,63 m Höhe (Höhe 1,38 m) und ein Leergewicht von um die 900 kg für einen Kompaktwagen geradezu unglaublich (Der 308 II misst bspw. 4,25 x 1,82 x 1,45 m bei um die 1,3 t). Die Basis bildete die 205er Bodengruppe, während die Antriebe anfangs von Simca übernommen wurden. Sie reichte von einem 1,1 Liter 60 PS Vergasermotor (Basis), über einen 1,6 Liter mit 89 PS und führte bis hin zu einem GTI, welcher aus 1,9 l Hubraum 120 PS (abgasgereinigt) bzw. + 7PS, dann aber ohne Kat, herausholte. Selbiger Motor war auch als Vierventiler erhältlich, dann als GTI 16V und mit einer Leistung 147 PS (Mit Kat). Dies reichte für 214 km/h Höchstgeschwindigkeit und 8,2 s für den bekannten Sprint. Für die alltäglichere 89 PS Version lauten die Angaben bspw. 175 km/h und 11 s. Auch Selbstzünder waren erhältlich, bspw. ein 1,9l 64 PS Sauger oder ein 1,8l 78 PS Turbo.

Anfangs stand nur der Fünftürer zur Verfügung in verschiedenen Ausstattungsvarianten. Der Dreitürer folgte 1987, aber war nicht mit allen Motoren od. Ausstattungen kombinierbar. Nach vier Jahren erfolgte im Sommer 1989 ein Facelift. Für meinen Geschmack modernisierte es das Aussehen des Wagens erheblich, was nicht nur an einer anderen Frontgestaltung (Kühlergrill, Scheinwerfer) lag, sondern auch daran, dass z.B. die Kofferraumklappe bis zum Stoßfänger heruntergezogen wurde. Auch im Innenraum gab es Änderungen, ebenso wurde das Motorenprogramm überarbeitet.

 

Mittlerweile hatte das Fahrzeug aber auch neue „starke“ Konkurrenz bekommen, denn ab 1989 startete der Renault 19. Der letzte Renault mit „Nummer“ und zugleich ein großer Erfolg, gerade auch in Deutschland. Die Produktion des 309 endete erst im Dezember 1993, gefertigt wurden 1,6 Millionen Stück. Zum Zeitpunkt der Einstellung war bereits der Nachfolger, der 306, erhältlich. Er fiel etwas kleiner aus als der 309 und wurde eifrig mit dem Slogan „Der Rivale“ beworben, was als Anspielung auf den damaligen aktuellen Golf III gemünzt war.

 

309309Heute ist der Bestand an 309er ziemlich klein. Ich konnte keine aktuellen Zulassungszahlen finden, aber im Straßenverkehr habe ich einen 309 schon lange nicht mehr bewusst wahrgenommen. Daher war ich auch verwundert, als ich den abgebildeten sah. Er präsentierte sich in einem optisch sehr guten Zustand, wenngleich auch leicht verändert, so fällt die Tieferlegung auf. Aber sei es darum, ich finde sie steht dem Wagen. Ein kurzer Blick in Mobile und Autoscout ergab ein relativ kleines Angebot von um die 10 Fahrzeuge, die offeriert werden. Ich habe mich jedenfalls gefreut den Wagen zu sehen, weckt er doch auch Erinnerungen an vergangene Zeiten. Umso schöner, wenn man einen nicht runtergerockten sieht.

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09.10.2019 07:40    |    ttru74

Wir hatten auch so einen in der Familie, gekauft 1990, mit dem 1,4l Motor mit 75 PS, auch als elektronisch geregelte Vergaservariante. Vom Platz angenehm, von der Motorisierung auch ausreichend. Kurz vor 2000 trennten wir uns dann von diesem Peugeot.


09.10.2019 08:09    |    Goify

Das könnte ja fast ein Artikel von "Hans" sein. ;)

Das war irgendwie früher ein recht unscheinbares Fahrzeug, sodass niemandem auffiel, dass sie weniger wurden. Jetzt sind sie weg (10 Autos auf mobile.de ist quasi nicht existent) in Deutschland und man findet allerdings noch eine Hand voll in Frankreich in meist typischem Zustand für alte Franzosen.

Es grüßt euch... :D


09.10.2019 12:44    |    Basti32

Das war mein erstes Auto was ich nach dem Führerschein bekommen habe. Das war noch Autofahren ohne jede Technik.

Der hatte noch nicht mal einen drehzahlmesser und beim Scheibenwischer gab es nur an oder aus.


09.10.2019 15:06    |    Dynamix

Ja, die Dinger sieht man mittlerweile tatsächlich relativ selten. Glaube bei uns in der Stadt sieht man ab und an mal einen. Mir schwirrt da gerade so ein ranziges Exemplar in ausgeblichenem rot durch den Kopf. Das mit der Nomenklatur hab ich mich auch schon gefragt. Wenn man sich mal ein bisschen in den Wagen einliest wird man in der Hinsicht auch nicht schlauer.

 

Ansonsten danke für den herzlichen Artikel.

 

Es grüßt,

 

:D :D :D :D :D :D: D :D


09.10.2019 19:33    |    dodo32

Guter Artikel! Gefällt mir damals wie heute gut, das Auto. Würde ich auch sofort fahren wenngleich ein stiller Traum der 205 GTI ist. Wenn man sich allerdings die Preise anschaut weiß man, warum ich (noch) keinen habe :D


09.10.2019 19:49    |    ttru74

Zitat:

@Basti32 schrieb am 9. Oktober 2019 um 12:44:42 Uhr:

...

Der hatte noch nicht mal einen drehzahlmesser und beim Scheibenwischer gab es nur an oder aus.

Das war bestimmt auch ein 309 Grafic, da war nur alles notwendige an Bord, mehr nicht. Nix eFH oder ZV, nicht mal ein serienmäßiges Radio.


09.10.2019 22:09    |    omi_caravan

Mein erstes Auto war auch ein 309 :D.

Aber ein XR.

Der hatte dann sogar einen Drehzahlmesser.

Und eine Digitaluhr (die aber kaputt war und nur eine Zeit, wie für Außerirdische anzeigte).

Auch bin ich mir fast sicher, dass es bei meinem eine Intervallschaltung für die vorderen Wischer gab :).

 

Da bei meinem die Fahrersitzlehne begann öfters und unerwartet wärend der Fahrt nach hinten in die Liegeposition zu klappen, was mir auch mit 18 Jahren ein wenig gefährlich schien, hatte ich später Recarositze aus einem alten Opel Kadett D GTE verbaut.

 

Natürlich hat das überhaupt nicht mit den Gestellen des Peugeot gepaßt. Ich hatte einfach ein paar Torbänder im Baumarkt gekauft, da sie mir stabil genug erschienen, Löcher rein gebohrt, auf das originale Gestell geschraubt und oben die Recaros drauf gescharubt. Dann die Verkleidungskonsolen der originalen Sitze zurecht geschnitten, mit Kunstleder beklebt und wieder angepappt.

 

Das Ergebnis war fantastisch.

 

Man saß nun leicht nach hinten geneigt und konnte sich wegen der engen Polster überhaupt nicht mehr zur Seite drehen.

 

Eine andere minimale Einschränkung war, dass ich für andere fortan, optisch, wie Stephen Hawking in seinem Rollstuhl damit herum gefahren bin.

 

Die Pedale konnte ich nur noch mit der Fußspitze drücken. Mit etwas Gewöhnung ging es aber und irgendwie war der Peugeot im kalten Zustand auch immer etwas hoppelig bei Anfahren...

 

Ansonsten eben die 75PS bei 1.4 Litern und von innen verstellbare Vorderräder :p.

 

Knapp 3 Jahre hat der mich überall hingetragen. Dann brauchte ich etwas größeres, für Kinderwagen, Familie & Co, vor allem mit 4 Türen (meiner hatte nur 2) und der Peugeot fand einen neuen Besitzer.

 

Inzwischen ist das Kind, für das der Kinderwagen angeschafft werden sollte, bereits erwachsen... oh man, ist das lange her :D


10.10.2019 09:59    |    mooscht

Das beste Auto das ich je hatte. War ein GRD 1,9 SDI mit 64 PS. und jetzt kommts 4,7 Liter verbrauch. Baujahr 1988. Also Verbrauchsarm gabs damals schon. Wobei bei einem Leergewicht von 900 kg wunderts auch keinen. Ja el. Helferlein gabs nicht (außer eine el. Heckscheibenheizung). Aber gut, kann auch weniger kaputt gehen. Das geilste war die Spritzwasserdüse am Heck. um 360° drehbar bei verdunkelten Scheiben und vorwärts eingeparktem Auto konnte man so die Fußgänger hinterm Auto nass machen und keiner hat je gecheckt das es ein Auto ist das sie nass gespritzt hat. Die haben immer ein Kind mit Wasserpistole o.Ä. vermutet. Ach wie schön die Erinnerung.

 

 

Nach 3 Jahren hab ich ihn dann abgestoßen. Die anstehenden Reparaturen waren mir zu teuer (ich Idiot) Bremsleitungen waren fällig. in den 3 Jahren und ca. 60tkm musste ich machen: Traggelenk vo. li., Haupzbremszylinder und Heckscheibe. Jedes Jahr natürlich Öl und Filter Wechsel. Gekauft 2001 und ATS 3.000,-- (ca. € 220,--) und 2004 um € 60,-- nach Polen verkauft. Wenn an die Reparaturen denke die bei heutigen Autos so anfallen wären die Bremsleitung doch ein Witz gewesen.


10.10.2019 14:30    |    Weilheimer

Auf einem 309 GRD hat meine Frau nach dem Führerschein einige tausend Kilometer abgerissen. Ihr Vater hatte den Wagen damals neu gekauft. Das Ding war ausgestattet mit ZV, EFH vorne und elektrisch verstellbaren Spiegeln. Diese Technik streikte immer wieder mal. Korrosion war der nächste Feind. Rundum sah die Kiste im Jahr 2009 nicht mehr ganz so fit aus. Der Motor lief nach über 300 tkm (so genau kann man das nicht sagen, weil der Tacho irgendwann defekt war und getauscht wurde) immer noch einwandfrei. Ein Verbrauch von unter 5 Liter Diesel pro 100 km war toll, die 64 PS aus 1,9 Liter Hubraum eher nicht.

 

Im Rahmen der Abwrackprämie im Jahr 2009 wurde der Zweitwagen der Familie, ein 1994er Renault Chamade, gegen einen aktuellen Skoda Fabia Kombi eingetauscht. Weil man festgestellt hat, daß ein Auto reicht, ging der 309er für 180 Euro ohne TÜV mit reichlich Rost und kaputten Stoßdämpfern an einen älteren Serben. Der hat sich richtig über das Auto gefreut. Mich sollte nicht wundern, wenn die Kiste dort zusammengeschustert wurde und immer noch läuft.


10.10.2019 21:08    |    schipplock

Ich kenne das Auto noch gut. Von der Seite wirkt es minimal wie ein Saab :). Oder auch etwas wie die Holland-Volvo 360 GL (?) (Bitte nicht schlagen!) :).

 

Verrückt, dass so wenig überlebt haben :). Aber ja, das Interesse ist vermutlich unterhalb von "gering" :).

 

@Goify, @Hans? Ja, stimme dir zu :). Schade, dass der Geschichten-Erzähler nicht mehr aktiv ist. Mir war es egal, ob das alles stimmte. Die Geschichten waren super und sehr gut zu lesen :).

 

Hans, wenn du das liest...mach einen neuen Account und bespaße uns! :)

 

Gruß,

Andreas


11.10.2019 11:20    |    sPeterle

Zitat:

@Goify schrieb am 9. Oktober 2019 um 08:09:56 Uhr:

Das könnte ja fast ein Artikel von "Hans" sein. ;)

Das war irgendwie früher ein recht unscheinbares Fahrzeug, sodass niemandem auffiel, dass sie weniger wurden. Jetzt sind sie weg (10 Autos auf mobile.de ist quasi nicht existent) in Deutschland und man findet allerdings noch eine Hand voll in Frankreich in meist typischem Zustand für alte Franzosen.

Es grüßt euch... :D

Hatten aber einen super Rostschutz, wenn man heute einen sieht der nicht auf Grund von Wartungsstau ein wirtschaftlicher Totalschaden ist sieht der Rosttechnisch immer noch sehr gut aus. Ich hatte selbst zwei Stück, einen vor und einen nach Facelift. Der abgebildete ist facelift. Das waren sehr schöne Autos die es für die damalige Zeit auch schön ausgestattet gab.


11.10.2019 12:05    |    H-E

Ich hatte von ca. 1992 bis 2005 drei 309er GTi. Der erste war Bj. 88, dann 91er und der letzte ein 93er oder 92er. Die beiden letztgenannten waren gefaceliftet und 120 PS. Ich bin die Autos sehr gerne gefahren. Nur was mich gestört hat, waren die kurzen Wartungsintervalle.

Meine Mutter hatte einen 309 Vital mit 60 PS. Wenn es ging wollte sie immer mit meinem fahren.

Der 309 Vital von ihr wurde später dann durch ein 206er CC ersetzt.

Glücklicherweise war bei mir Ort auch eine Peugeot-Werkstatt, die dem Vater meines besten Kumpels gehörte. Wahrscheinlich deswegen waren wir eine "Peugeot-Famile, da mein Stiefvater einen 405er hatte.

 

Beste Grüße

H-E


12.10.2019 00:01    |    British_Engineering

Selbst gefahren bin ich den 309er leider nie, aber im Straßenverkehr war er für mich immer eine der netteren Erscheinungen, auch wenn ich bei den französischen Autos eigentlich eher auf Renault abfahre. Neben der Optik gefiel mir vor allem die umfangreiche Ausstattung der SX, XS und SR-Modelle, wobei auch die GTIs besser ausgestattet waren als viele deutsche Konkurrenten.

 

Als ich 1998 Ersatz für meinen am Ende seines (rostigen) Lebensweg angekommenen Toyota Tercel suchte, hatte ich auch kurzfristig den 309 im Visier, doch störten mich damals die teilweise teuren Ersatzsteile, so dass ich mich letzten Endes für einen Kadett E entschied. Der hatte zwar viele gute Seiten, rostete aber wahrscheinlich viel krasser als der Peugeot.


12.10.2019 01:54    |    mirabeau

Das sind unkomplizierte, geräumige, haltbare, wirtschaftliche und komfortable Autos - also das, was viele Menschen brauchen. Den eher geringen Markterfolg verstehe ich aber auch sehr gut, Peugeot hat da Vieles falsch gemacht.

Zuerst einmal das Design, irgendwie stimmen die Proportionen nicht so ganz. Dann das Cockpit, etwas grobschlächtig und überall nur Hartplastik. Die hohe Ladekante der ersten Baujahre half ebenso wenig wie die nicht mehr ganz taufrischen Motoren aus dem Simca/Talbot - Regal. Richtig gut wurde der 309 erst ab dem Facelift und da war die Konkurrenz schon viel härter.

Der größte Fehler war aber wohl, keine Kombi-Version (Break) nachzuschieben. Obwohl fertige Prototypen existierten:

https://www.carjager.com/.../...a-vendre-sur-leboncoin-a-vos-chequiers

Der wäre gefälliger gewesen als das Ausgangsprodukt und kompakte Kombis waren damals sehr gefragt, aber es gab wenig Auswahl.


12.10.2019 10:51    |    KJ121

... und es gibt immernoch welche auf deutschen Straßen zu sehen!

Sogar aus der ersten Serie und sogar mit dem 1.9 Liter Einspritzer und serienmäßigen geregeltem Katalysator.

Und ja - er wird regelmäßig bewegt sofern kein Salz auf den Straßen liegt.

Allerdings waren kürzlich nach 32,5 Jahren beide äußeren Manschetten der Antriebswellen eingerissen, was mich doch sehr an der Qualität dieses Autos zweifeln lässt.??

Wer mag, kann ja Mal in mein Profil schauen ...


12.10.2019 17:12    |    ttru74

Zitat:

@KJ121 schrieb am 12. Oktober 2019 um 10:51:04 Uhr:

... und es gibt immernoch welche auf deutschen Straßen zu sehen!

Sogar aus der ersten Serie und sogar mit dem 1.9 Liter Einspritzer und serienmäßigen geregeltem Katalysator.

Und ja - er wird regelmäßig bewegt sofern kein Salz auf den Straßen liegt.

Allerdings waren kürzlich nach 32,5 Jahren beide äußeren Manschetten der Antriebswellen eingerissen, was mich doch sehr an der Qualität dieses Autos zweifeln lässt.??

Wer mag, kann ja Mal in mein Profil schauen ...

Respekt, 32,5 Jahre. Ob heutige Neuwagen solange halten? Wohl eher nicht.


12.10.2019 21:46    |    schipplock

Zitat:

Ob heutige Neuwagen solange halten?

ja.


13.10.2019 05:57    |    Basti32

Persönlich habe ich auch schon lange keinen mehr gesehen ich weiß nur noch wo ein Citroën bx steht den hatte mein Vater mal und den bin auch ab und zu mal gefahren.


13.10.2019 12:21    |    GustavGungstol

Mein Vater hatte damals so einen. Das muss Ende der 80er gewesen sein, ich erinnere mich daran, dass der Peugeot noch nicht alt ( 2 Jahre, also fast neu) war als er ihn kaufte und damit einen ziemlich ranzigen Fiat Ritmo ersetzte - was meinen Vater nach seiner Scheidung und den damit verbunden Kosten neben dem Unterhalt für mich ziemlich stolz machte. Rot, 4-Türer. Ausstattung weiß ich nicht mehr, ich war noch Kind.

 

Er hat den Wagen lange gefahren und ist irgendwann zu Mazda gewechselt und dabei bis heute geblieben.


13.10.2019 20:07    |    mirabeau

Zitat:

@GustavGungstol schrieb am 13. Oktober 2019 um 12:21:00 Uhr:

ist irgendwann zu Mazda gewechselt und dabei bis heute geblieben.

LOL. Beim 309 bleibt man dem Auto treu, bei Mazda der Marke. Wieviele hat er davon gebraucht?

Mazdas sind beinahe das genaue Gegenteil eines 309, straff gefedert und mit die übelsten Rostlauben am Markt (MX-5 scheint teilweise eine Ausnahme zu sein). Die letzten 323 sind 10 Jahre jünger als die jüngsten 309 und die letzten sind gerade am Verschwinden. Wegwerfautos. Das Konzept habe ich nie verstanden, was nützt zuverlässige Technik, wenn einem das Drumrum zuverlässig nach 10 Jahren wegfault?

 

Gibt ein paar schöne Tests zum 309 auf englisch, zum Beispiel:

https://www.flickr.com/.../72157639481967845


13.10.2019 20:52    |    mind_explorer

.... Danke für den Artikel.... Weckt Erinnerung an einen roten 309 GRD in der Familie.

 

Recht groß Innen, Außen noch kompakt. Bequem und mit dem Diesel locker mit 5L zu bewegen und das auch mit der billigsten Brühe die auf dem Bauernhof zu finden war....

Drehzahlmesser, ZV, EFH... damals keine Selbstverständlichkeit. Dürfte damals mit frischem Lappen damit herumfahren, war einfach toll.

Damals fand ich dieses Kantige richtig schön, heute eher weniger bzw. die Proportionen sind nicht ganz stimmig.


14.10.2019 14:11    |    GustavGungstol

Zitat:

@mirabeau schrieb am 13. Oktober 2019 um 20:07:20 Uhr:

 

LOL. Beim 309 bleibt man dem Auto treu, bei Mazda der Marke. Wieviele hat er davon gebraucht?

Mazdas sind beinahe das genaue Gegenteil eines 309, straff gefedert und mit die übelsten Rostlauben am Markt (MX-5 scheint teilweise eine Ausnahme zu sein). Die letzten 323 sind 10 Jahre jünger als die jüngsten 309 und die letzten sind gerade am Verschwinden. Wegwerfautos. Das Konzept habe ich nie verstanden, was nützt zuverlässige Technik, wenn einem das Drumrum zuverlässig nach 10 Jahren wegfault?

Och, die haben recht gut durchgehalten, die 323F. Er fuhr die jeweils länger als den 309.

 

Das war irgendwie familiärer Einfluss, die fuhren auf einmal früher oder später alle Mazda, nachdem Opa um 1985 herum seinen damaligen Audi 100 C2 durch einen 323 ersetzte. Der ist dann von diesem 323 über 626, 929, Xedos 6, und "nur 6" bis zu seinem Tod nur noch Mazda gefahren. Alle 3 Jahre einen neuen halt.

 

Übrigens rostet der MX-5 auch gerne.


14.10.2019 23:08    |    mirabeau

Die letzten 323 und die Nacfolger waren Schnellroster.

Aber ich will hier Mazda nicht schlecht machen, Peugeot x07 sind jetzt auch nicht als Qualitäts-Legenden in die Automobilhistorie eingegangen.

 

Das geringe Gewicht beim 309 ist nicht überraschend - es ist im Grunde ein verlängerter 205. Die Türen sind identisch. Die Peugeot-Philosophie damals war, technisch überzeugende Fahrzeuge mit haltbarer Technik und haltbaren Karosserien zu noch erschwinglichen Preisen anzubieten. Dafür musste der Kunde Abstriche bei Materialien machen und lange Produktlaufzeiten tolerieren. Viele Modelle liefen 10 Jahre und länger vom Band - als japanische Hersteller noch alle 4 Jahre Neues in den Showroom schieben konnten. Das zeitlose Pininfarina-Design ließ das zu.


15.10.2019 19:46    |    HerrLehmann

"Die letzten 323 und die Nacfolger waren Schnellroster."

Blödsinn! Ein "Rost Problem" hatte der erste Mazda mx5, 3 und 6. Und die letzten beiden auch nur an den Radhauskanten.

Danach war das Problem Geschichte und auch der letzte 323 ist ein extrem zuverlässiges Kfz mit dem üblichen Rost bei 20 Jahre alten Autos.

 

Zum Thema 309:

Kennt ihr George? :-)

 

 

https://m.youtube.com/watch?v=V1x8j-4gJvU


15.10.2019 20:18    |    Goify

Sollten die Mazda 323 so wenig rosten, müsste es noch welche geben, gibt es aber nicht. Entweder sie rosteten stark oder haben mechanische Probleme. Selten waren die ja früher nicht gerade. Es gibt auf mobile.de mehr Opel Kadett als Mazda 323 und die Opels waren ja nun wirklich nicht die rostresistentesten Fahrzeuge unter der Sonne. Außerdem lief der letzte Kadett 1993 vom Band, beim 323 war das erst exakt zehn Jahre später.


15.10.2019 21:16    |    andyrx

Während der kleinere 205 ein optisch tolles Auto war überraschte der brave 309 mit seiner biederen Optik ....aber gerade diese Unscheinbarkeit machte ihn mir irgendwie sympathisch;)


16.10.2019 05:37    |    HerrLehmann

Zitat:

@Goify schrieb am 15. Oktober 2019 um 20:18:40 Uhr:

Sollten die Mazda 323 so wenig rosten, müsste es noch welche geben, gibt es aber nicht. Entweder sie rosteten stark oder haben mechanische Probleme. Selten waren die ja früher nicht gerade. Es gibt auf mobile.de mehr Opel Kadett als Mazda 323 und die Opels waren ja nun wirklich nicht die rostresistentesten Fahrzeuge unter der Sonne. Außerdem lief der letzte Kadett 1993 vom Band, beim 323 war das erst exakt zehn Jahre später.

Liegt sicherlich daran dass deutlich mehr Opel verkauft wurden als Mazda 323.

Außerdem fahren noch reichlich Mazda 323 rum, Augen auf im Straßenverkehr!

Ich sprach außerdem nicht von wenig Rost, sondern vom normalen Maß bei diesen alten Autos.


16.10.2019 20:52    |    Folki

Mein Opa hatte den Fünftürer Automatik mit 98PS und als ich den Führerschein hatte bin ich damit auch ein paar Runden gedreht. 98PS waren damals ja schon ganz ordentlich und mit der Automatik ging der untenrum schon sehr flott...Ampelstart war man auf jeden Fall vorne dabei. Irgendwann fing er aber an extrem zu ruckeln und keiner hat den Fehler gefunden. Dann ging er nach Osteuropa.


14.12.2019 19:45    |    KJ121

Der 309 ist kein Pinin Farina Entwurf.

Von der Firma Talbot entworfen und entwickelt, als Peugeot auf den Markt gebracht. Das war Anno 1986 aber wohl nur wirklichen Insidern bekannt. Die Bezeichnung 309 ließ seinerzeit viele Peugeot-Kenner grübeln, passte sie so gar nicht in die chronologische Nummierung der Modelle. Logischerweise bediente man sich seinerzeit auch bei PSA des Baukastenprinzips

, somit sind viele Teile mit denen der Peugeot 205 & 305

und des Citroen BX identisch. Recht revolutionär war die Konstruktion der Heckklappe des 309 der Serie 1. Die Scharniere waren an der Glasscheibe oben befestigt, der untere Blechbürzel unten am Glas. Ein Blechrahmen dazwischen war nicht vorhanden. Das änderte sich erst bei der Serie 2, hier wurde auch die Ladekante tiefer und die Heckleuchten bekamen ein Design, welches sich besser in die Peugeot-Familie einfügte.

Die Drehstabgefederte Hinterachse mag keine extremen Tieferlegungen. Sowas wird bei mangelnder Wartung schnell mit extremen Verschleiß bestraft. Auch ansonsten verschleißen diese Achsen bei mangelhafter Pflege. Allerdings bei Laufleistungen, die so manche Produkte der Mitbewerber gar nicht erst erreichten, da sie vorher durch die braune Pest dahingerafft wurden.

Leider gibt es bei einigen 309- spezifischen Teilen inzwischen echte Beschaffungsprobleme. Oft hängt ein ganzes Schlachtfahrzeug an dem benötigten Teil. GTI-Teile sind entweder sündhaft teuer, oder gar nicht mehr aufzutreiben. Schon gar nicht als Neuteile. Als Beispiel nenne ich hier die vordere Stoßstange, die Nabenkappen der 15-Zoll Gti-Felgen. So ist das eben bei einem französischen Brot&Butterauto ... Leider!


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