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19.11.2010 19:31    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (8)    |   Stichworte: KFZ-Versicherung, Tarifrechner, Vergleichsrechner, Versicherungsrechner, Versicherungswechsel

Der 30. November naht, und damit der Stichtag, zu dem der Großteil der Autofahrer seine alte Kfz-Versicherungen kündigen muss, wenn er die Versicherung wechseln will. Ob sich das lohnt oder nicht, erfahrt Ihr am besten bei einem Vergleichsportal. Worauf Ihr dabei achten müsst, erfahrt Ihr hier.

 

Kfz-VersicherungKfz-VersicherungWarum die Tarife checken?

 

Es mag lästig sein, wie auch das ewige Preise Vergleichen bei Telefon oder Strom. Aber: Sich zumindest einmal im Jahr mit seiner Kfz-Versicherung zu beschäftigen, kann sich lohnen. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern sind teilweise enorm. Gerade wenn Ihr bisher noch nicht in einer günstigen Schadenfreiheitsklasse angekommen seid, sind sie auch gerne mal vierstellig. Man kann aber nicht nur bei einem Wechsel richtig Geld sparen. Vielleicht hat sich ja Euer Fahrverhalten oder Eure Risiko (Wohnort, üblicher Parkplatz) geändert, oder Euer Auto ist einfach jetzt so alt, dass sich eine teure Versicherung nicht mehr lohnt. Dann könnt Ihr auch bei Eurer bisherigen Gesellschaft in einen günstigeren Tarif wechseln – oder vielleicht woanders in einen noch Günstigeren.

 

Warum jetzt Tarife checken?

 

Der Stichtag, zu dem Ihr Eure Versicherung wechseln könnt, ist in der Regel der 01.01. jeden Jahres. Die alte Versicherung muss einen Monat vorher, also zum 30. November, gekündigt sein – wenn Ihr Euch für einen Wechsel entscheidet. Höchste Zeit also, sich mal wieder über seinen Versicherungstarif zu orientieren.

 

Daneben gibt es auch Sonderkündigungsrechte. Z.B. könnt Ihr binnen 4 Wochen kündigen, wenn Euer Versicherer die Preise erhöht oder seine Tarifstruktur ändert. Nach einer Schadensregulierung können beide Seiten (also auch die Versicherung) kündigen. Hinfällig ist die Versicherung, wenn Ihr Euer Auto stilllegt oder verkauft. Dann könnt Ihr zu viel bezahlte Beiträge zurückverlangen.

 

Wissenswerte Grundlagen zur Kfz-Versicherung

 

Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung, ohne die ein Auto gar nicht angemeldet werden kann. Die Haftpflicht soll die Opfer von Unfällen schützen und sichert Sach- und Personenschäden ab, die ein Fahrer im Straßenverkehr verursacht hat. Damit schützt sie vor dem wirtschaftlichen Totalschaden, als Verursacher u.U. einen Schaden von mehreren Millionen Euro begleichen zu müssen.

 

Die gesetzliche Mindestvoraussetzung für die Kfz-Haftpflicht ist eine Deckungssumme von 7,5 Mio. Euro für Personenschäden, eine Mio. Sachschäden und 50.000 Euro für Personenschäden. Die meisten Tarife überbieten das aber locker. Deckungssummen von 100 Mio. Euro pauschal sind nicht unüblich, manche Versicherer bieten in ihren Spartarifen aber auch geringere Deckungssummen.

 

Über die Haftpflicht ist nur der Schaden versichert, den Ihr als Versicherter Anderen verursacht. Ihr selber und Euer Eigentum, also auch Euer Auto, seid damit nicht versichert.

 

Die freiwillige Kaskoversicherung

 

Um dem abzuhelfen, gibt es Kaskoversicherungen. Kaskoversicherungen sind freiwillig, Ihr könnt also auch darauf verzichten. Man unterscheidet dabei zwischen Teilkasko und Vollkasko.

 

Eine Teilkaskoversicherung versichert das Auto beispielsweise gegen Diebstahl, Brand, Sturm, Wildunfälle und Kabelschäden und sorgt dafür, dass Ihr nicht auf den Reparaturkosten sitzenbleibt. Bei einem Totalschaden kann auch der Wiederbeschaffungswert erstattet werden. Teilkaskoversicherungen werden normalerweise beim Abschluss der Haftpflicht „zugebucht“. Über eine Eigenbeteiligung kann man die Prämien hier drastisch senken. Dann kommt man für Bagatellschäden selbst auf.

 

Die Vollkasko

 

Eine Vollkaskoversicherung bietet einen umfassenderen Schutz. Beispielsweise ist das Auto dann auch gegen Vandalismus, selbst verursachte Schäden oder wenn jemand Euer Auto anfährt und dann nicht auffindbar ist, versichert. Eine Vollkaskoversicherung orientiert sich übrigens an den gleichen Schadenfreiheitsklassen wie die Kfz-Haftpflicht. Wenn Ihr da günstig eingestuft seid, kann eine Vollkasko sogar billiger als eine Teilkasko sein. Das gilt insbesondere bei Fahrzeugen mit hohen Typklassen.

 

Bei grober Fahrlässigkeit, etwa wenn eine rote Ampel überfahren wird, greifen viele Kaskoversicherungen, gerade preiswertere, oft nicht. Auch wenn Alkohol oder Drogen im Spiel sind, gilt das als grobe Fahrlässigkeit.

 

Ist Dein Auto Dir Kasko wert?

 

Ob sich eine Kaskoversicherung überhaupt lohnt, ist im Endeffekt Ermessenssache und hängt vor allem vom Zeitwert des Autos ab. Gemeinhin gilt die Faustregel, dass für drei bis fünf Jahre alte Autos eine Vollkasko Sinn macht. Bei Finanzierung ist sie ohnehin oft Pflicht. Bei Autos, die 10 Jahre und mehr auf dem Buckel haben, entscheiden sich viele Autofahrer dafür, auf den Schutz einer Kaskoversicherung ganz zu verzichten. Bei Restwerten von vielleicht noch 1.000 Euro ist das auch absolut verständlich, dann sind kleine Beulen kein Problem und ein größerer Unfall meist ohnehin das logische Ende des Autolebens.

 

Klausel-Dschungel – Worauf sollte man achten?

 

Im Tarifdschungel der vielen angebotenen Versicherungen muss man sich erst mal zurechtfinden. Oft kann man mit relativ kleinen Veränderungen schon gutes Geld sparen. Ein Beispiel ist die Selbstbeteiligung bei der Teilkaskoversicherung. Auch wenn Ihr jährlich im Voraus Euren Beitrag zahlt, gibt es dafür Rabatt. Die Werkstattbindung ist ebenfalls ein Kostensenker. Wenn Ihr das akzeptiert, kann der Versicherer Euch zu einer bestimmten Werkstatt schicken. Ihr solltet vorher aber prüfen, ob die Versicherung in Eurer Gegend genug Werkstätten unter Vertrag hat, die sich auch mit Eurem Modell auskennen.

 

Kfz-VersicherungKfz-VersicherungTierunfälle

 

Ein immer wieder problematisches Thema ist die Versicherung gegen Tierunfälle. Viele günstige Versicherungen decken hier nur Unfälle mit sog. Haarwild (Rehe, Hasen, Wildschweine, Füchse) ab. Nun ist es aber je nach Region nicht immer vorherzusagen, was einem da genau vors Auto laufen könnte. Daher kann es gerade auf dem Land Sinn machen, hier nicht auf die billigste Tarifvariante aus zu sein. Wenn Ihr überwiegend in der Stadt oder auf vielbefahrenen Autobahnen unterwegs seid, kann das natürlich ganz anders aussehen. Wenn man in einer sog. „Marder-Region“ lebt, sollte man darauf achten, dass man auch gegen Marderschäden versichert ist.

 

Neupreisentschädigung, Schutzbrief, Mallorca-Police

 

Viele Versicherer bieten gegen Aufpreis eine sog. Neupreisentschädigung an. Bei einem Totalschaden wird nicht der Wiederbeschaffungswert, sondern der Neuwert des Autos erstattet. Bei einem Unfall, der den Zeitwert senkt, wird ein Ausgleich gezahlt. Das lohnt sich vor allem für Neuwagen in den ersten 1-2 Versicherungsjahren.

 

Ein Schutzbrief ist gerader für Vielfahrer, die weite Strecken zurücklegen, oft eine sinnvolle Sache. Damit könnt Ihr wenn nötig Dienste wie Pannenhilfe, Abschleppen, Mietwagen und Übernachtungskosten in Anspruch nehmen. Die meisten Schutzbriefe gelten Europa- oder weltweit.

 

Darüber hinaus gibt es noch viele Leistungen, die man bei den Versicherungen kaufen kann – ob sie finanziell sinnvoll sind, muss man individuell entscheiden. Rabattretter und Rabattschutz versichern beispielsweise gegen die Hochstufung nach einem Unfall. Mit einer Mallorca-Police kann man sich gegen Schäden mit Mietwagen im Ausland absichern. Eine Insassenunfallversicherung macht auch nur in wenigen Fällen Sinn, denn normalerweise seid Ihr ja über die Haftpflicht des Verursachers abgesichert – auch Eure Beifahrer, wenn Ihr selbst den Unfall verursacht habt.

 

Vergleichen geht heute am besten Online

 

In jedem Fall empfiehlt es sich, einfach mal - rechtzeitig vor dem 30.11. - seinen Fall durchzuspielen, nachzurechnen und mit der aktuellen Versicherung zu vergleichen. Ältere werden sich erinnern, wie sie zu so einem Zweck früher stundenlang in teuren Hotlines gehangen haben. Im Internet geht das in einem der Vergleichsportale für Kfz-Versicherungen heute ganz einfach. Dabei solltet Ihr auch mit den Möglichkeiten etwas spielen, also austesten was mit den Tarifen passiert, wenn Ihr z.B. eine höhere Selbstbeteiligung wählt oder einen Schutzbrief dazu nehmt. Auch ein Blick in die MOTOR-TALK FAQ zum Thema Versicherungen kann sich auszahlen.

 

Bei MOTOR-TALK gibt es natürlich auch ein Vergleichsportal, mit FinanceScout24 habt Ihr hier Zugriff auf die Datenbank eines der besten unabhängigen Vergleichsportale im Netz und findet auch noch einen umfangreichen Ratgeber zum Thema.

 

Es empfiehlt sich, den Fahrzeugschein bereitzuhalten, dann könnt ihr viele Daten schneller und genauer eingeben. Notwendig ist das aber nicht, Ihr könnt Euer Auto auch mit einer Suchmaschine finden. Auch die Eingabe irgendwelcher personenbezogener Daten wie Nummernschild oder genaues Geburtsdatum ist nicht erforderlich, selbst wenn danach gefragt wird – außer natürlich bei einem Online-Vertragsabschluss.

 

Also, kommt gut versichert ins neue Jahr, und wenn Ihr dann ein bisschen mehr Geld für Essen gehen oder in Urlaub fahren übrig habt, hat sich der kleine Aufwand doch gelohnt.


19.11.2010 20:43    |    uwe1967

Hallo,

,

Zitat:

benutzt um meinen Verischerungsschutz und Prämie zu überprüfen,ob ich woanderst besser und günstiger versichert bin.

Ich habe meinen E-500 T 4 matic bei der ADAC-Versicherung Vollkasko versichert und zahle bei einer 30%igen Versicherung ab 01.01.2011 einen Versicherungsbeitrag von 1.012€.

Da für mein Modell keine Teilkasko ohne Vollkasko erst gar nicht angeboten wird,da die Teilkaskoprämie teuerer wäre,als das Auto Vollkasko zu versichern,wurde mir die Entscheidung von meiner Versicherung abgenommen.

Bisher habe ich mit der ADAC-Versicherung seit 2009 gute Erfahrungen gemacht,denn in dieser Zeit hat mir meine Ver´sicherung bereits 2 Frontscheiben und einen Unwetterschaden von 3.000€ reguliert hat,ohne Probleme zu machen,daher kann ich diese Versicherung grundsätzlich nur empfehlen.Von der Prämie ist die ADAC-Versicherung bei meinem Modell im Moment die günstige Versicherung,für dieses Modell.

Ich habe Versicherungsrabatte bekommen für alternative Antriebssysteme(Autogas) waren 5% von der Versicherungsprämie,Rabatt habe ich bekommen für meine lngjährige Mitgliedschaft beim ADAC von 10% und 5% Rabatt habe ich erhalten für das von meiner Versicherung bezahltes Sicherheitstraining,die man als Prämie für den Abschluss einer Vollkaskoversicherung hinzu bekommen hat.

Insgesamt bin ich mit meiner Versicherung sehr zufrieden,bisher habe ich nur gute Erfahrungen gemacht.

 

Gruss Uwe


19.11.2010 21:56    |    steel234

Meine Karre ist in Frankreich versichert, mir ist es alles voll Boogie, zudem die Versicherungsleitungen sind hier deutlich besser als in D, die Abwicklung von schäden kulanter und zügiger und zudem ist es auch noch günstiger.

 

Den ollen Stress jedes Jahr wegen 20 € mache ich mir nicht mehr. :)


19.11.2010 22:47    |    Jack GT

Antwort: Ja.


19.11.2010 22:54    |    refsada

schön für dich


20.11.2010 05:12    |    In-Stinkt

Zitat:

Den ollen Stress jedes Jahr wegen 20 € mache ich mir nicht mehr. :)

Bei manchem dreht es sich hier aber nicht nur um 20€^^


21.11.2010 23:08    |    UHU1979

Bei mir waren es 26 € ...


22.11.2010 21:11    |    RedFlyingAngel

Und bei mir fast 120€ vierteljährlich ;)


22.11.2010 21:38    |    steel234

Na dann warst du davor vielleicht gut, aber extrem teuer versichert. 480 € weniger im Jahr - für den Ford? ;) Oder hast du noch Ferrari oder sowas?


Deine Antwort auf "Ist Euer Auto noch gut versichert?"

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