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07.04.2009 12:15    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (4)

Carticipate - Würdest Du diese Funktion nutzen?

Früher war es Gang und Gebe, dass die Leute mit dem ausgestreckten Daumen am Straßenrand standen und auf eine Mitfahrgelegenheit gewartet haben. Dieses Bild ist immer mehr von unseren Straßen verschwunden. Aber wie heißt es so schön: alles kommt mal wieder!

 

Das iPhone macht es möglich und natürlich eine dafür eigens entwickelte Anwendung. Die wirklich spannende Idee von Steffen Frost heißt Carticipate und befindet sich eigentlich noch im Entwicklungs-Stadium, was auch die Bewertungen auf iTunes zeigen.

 

Über das GPS-Module im iPhone wird der persönliche Standort und die eines möglichen Fahrers ermittelt. Danach setzt man sich entweder per SMS oder per Telefon mit der Mitfahrgelegenheit in Verbindung.

 

Vorteil ist, dass man den Fahrer vorab prüfen kann, bevor man in das Auto einsteigt, denn bereits mitgenommene Passagiere können Bewertungen abgeben. Weiterer Pluspunkt der Idee ist, dass man sich das entmutigende „Anwinken“ der Fahrzeuge sparen kann, die einen sowieso nicht mitnehmen wollen. Abgesehen davon, ist es natürlich auch umweltfreundlich!

 

Wichtig für den Erfolg der Anwendung ist aber ein Netzwerk an Nutzern, welches groß genug ist, um auch erfolgreich zwischen Mitfahrer und Fahrer vermitteln zu können. Die Anwendung ist bereits in mehreren Sprachen verfügbar, unter anderem auch in Deutsch.

 

Leute ohne iPhone können jetzt auch per Facebook an dieser hoffentlich stetig wachsenden Gemeinschaft teilhaben: http://apps.facebook.com/carticipate

 

Nun die Frage an Dich. Wäre das eine Anwendung, die Du auch nutzen würdest? Was wäre für Dich wichtig, um daran als Fahrer oder Mitfahrer teilnehmen zu wollen? Und welcher Typ bist Du eher: die Mitfahrgelegenheit oder der Tramper?


01.04.2009 23:08    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (89)    |   Stichworte: Alle Marken, Nützliches, Reifenwechsel, Sommerreifen, Tipps

Endlich ist es soweit, die ersten konkreten Anzeichen für einen Frühling sind da. Spätestens jetzt flattern einem die Angebote der Autohändler zum Thema Sommerreifen ins Haus.

 

Also Grund genug, hier einmal ein Thema dazu aufzumachen. Was es so zu beachten gibt und wie man am besten wechselt, dass haben wir hier mal zusammengestellt. Wenn etwas fehlen sollte oder Du noch weitere Tipps für andere Mitglieder hast, dann immer her damit.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Per Gesetz gibt es hierzu keine Vorgabe. Eine alte Regel besagt, dass Winterreifen nur von O bis O, also von Oktober bis Ostern, gefahren werden sollten. Aber auch nach Ostern hat es oftmals in der Vergangenheit Schnee und Eis gegeben. Andererseits tut es den Winterreifen nicht gut, wenn sie bei warmem Wetter über längere Zeit gefahren werden. Grund hierfür ist, dass sie schneller verschleißen und längere Bremswege haben, als Sommerreifen.

 

Es gibt also nicht wirklich den richtigen festen Zeitpunkt. Deshalb mit den jeweiligen Reifen immer entsprechend den Wetterbedingungen fahren bzw. das Auto stehen lassen.

 

Profil prüfen

Als erstes sollte man vor dem Wechsel einen Blick auf das Profil werfen. Aus Sicherheitsgründen wird eine Profiltiefe von mindestens 2,5 Millimetern, bei Breitreifen sogar mindestens 3 Millimeter empfohlen. Dadurch reduziert sich das Risiko von Aquaplaning. Gesetzlich zulässig ist aber ein Profil von minimal 1.6 Millimeter. Spätestens dann sollte man auf jeden Fall wechseln. Gemessen wird am Hauptprofil, das sind die beiden mittleren Rillen der Lauffläche.

 

Zudem sollte man prüfen, ob Schäden (Risse oder Beulen) zu sehen sind. Auch ein Blick auf das Alter des Reifens ist sinnvoll, denn irgendwann wird jeder Reifen mal porös, spätestens nach 6 Jahren sollte er dann ausgewechselt werden. Mit der Zeit verliert halt jeder Reifen an Elastizität, und damit an Haftung, völlig unabhängig von der Profiltiefe. Das Produktionsdatum eines Reifens "verrät" übrigens die in die Seitenwand des Reifens eingeprägte vierstellige DOT-Nummer. Steht hier hinter "DOT" und den zwei darauf folgenden vierstelligen Buchstabenkombinationen zum Beispiel eine "2209", dann bedeutet dies, dass der Reifen in der 22. Kalenderwoche des Jahres 2009 gefertigt wurde.

 

Luftdruck messen

Ein weiterer Schritt beim Reifen-Check sollte das Luftdruck messen sein. Der richtige Luftdruck ist je nach Fahrzeugtyp und Belastung unterschiedlich. Welcher Wert für Deine Reifen der richtige ist, kannst Du im Betriebshandbuch, auf dem Tankdeckel oder Türholm finden. Bei Motorrädern findet man diesen meist an der hinteren Schwinge.

 

Wichtig ist, den Luftdruck immer an kalten Reifen einzustellen. Bei warmen Reifen dehnt sich die Luft aus und verfälscht damit das Ergebnis.

 

Zu niedriger oder zu hoher Luftdruck verursacht Reifenschäden, eine schlechte Fahrstabilität und einen höheren Kraftstoffverbrauch.

 

Auswuchten notwendig?

Das Auswuchten der Reifen ist bei gebrauchten Reifen eigentlich nicht notwendig. Dennoch sollte man das Fahrverhalten prüfen und wenn das Fahrzeug bei hoher Geschwindigkeit zu „ruckeln“ beginnt, den Fachmann aufsuchen. Wenn Du die Sommerreifen von einer Werkstatt aufziehen lässt, dann prüfe doch einfach, ob das Auswuchten nicht bereits im Preis inbegriffen ist. Meist bieten die Werkstätten dies in einem Komplett-Paket mit an.

 

Selber Wechseln oder Werkstatt?

Beides ist möglich und beides hat seine Vor- und Nachteile. Wer seine Reifen selbst wechselt, kann dies am besten mit einem Drehmomentschlüssel und über Kreuz. Die alten Vorderreifen solltest Du jetzt hinten montieren und die bisher hinten gefahren Reifen auf die Vorderachse anbringen. Achtung aber bei laufrichtungsgebunden Reifen. Hier musst Du auf die Kennzeichnungen (Pfeile oder das Wort „Outside“) achten.

 

Wenn man den Wechsel bei einer Werkstatt vornimmt, ist es häufig so, dass diese neben der Überprüfung auch die Lagerung der Reifen übernimmt. Zudem erinnert die Werkstatt freundlicherweise an den Termin des Wechsels. Leider kommt es aber auch hier immer wieder zum Terminstau, da man wahrscheinlich nicht der Einzige ist, der neue Reifen aufziehen möchte. Die Wartezeiten während des Wechsels werden dafür häufig mit Kaffee und Brötchen belohnt.

 

Wichtig: beim Gang in die Werkstatt lohnt auf jeden Fall ein Vergleich der Preise. Der Reifenwechsel muss nicht von der Vertragswerkstatt vorgenommen werden und kann daher oft große Preisunterschiede ausmachen. Vorher nachfragen kann also Geld sparen.

 

Neue Sommerreifen

Auch beim Kauf von neuen Sommerreifen gilt das gleiche, wie bei den Werkstätten: Preisvergleich! Diese können stark variieren, sowohl beim eigentlichen Preis der Reifen, wie auch beim Service.

 

Beim Kauf der neuen Reifen solltest Du darauf achten, dass im Angebot „Reifen fertig montiert“ inbegriffen ist. Darin enthalten sein sollte: Auswuchten, Montage, Ventile, Altreifenentsorgung und die Mehrwertsteuer. Ansonsten sind die Preise eines Händlers oft netto, was als Zahl schön aussieht, sich dann aber bei der Anbringung der Reifen als teuer entpuppen kann. Beim Angebot sollte neben dem Preis auch die Marke des Reifens aufgeführt sein, damit Du später bei der Montage Dich auf das Angebot berufen kannst.

 

Wird Dir ein Schnäppchen angeboten, dann solltest Du dieses auf jeden Fall prüfen. Zum einen kannst Du das wieder über die DOT-Nummer machen, die Dir zeigt, wann der Reifen produziert wurde und ob es sich dabei um einen Ladenhüter handelt. Zudem gibt es Testberichte und Fachhändler, über die Du Dir nochmal Gewissheit holen kannst.

 

Was passiert mit den Winterreifen?

Bevor Du die Winterreifen wegpackst, solltest Du diese auf Beschädigungen untersuchen und gründlich reinigen. Bewehrt haben sich klares Wasser mit Seife oder Spülmittel. Reinigungsmittel die Öle oder Lösungsmittel enthalten sind dagegen schädlich für den Gummi. Ebenfalls nicht zu empfehlen sind Rundstrahldüsen von Hochdruckreinigungsgeräte. Womit Du es wiederum probieren kannst ist eine Flachstrahldüse oder einem Dreckfräser, bei dem Du aber einen Abstand von mindestens 20 Zentimetern einhalten solltest.

 

Nachdem alles sauber ist, einfach noch mit Kreide auf den Reifen drauf schreiben, an welcher Position am Fahrzeug dieser angebracht war.

Der Beste Platz zum einlagern ist ein dunkler kühler Ort. Reifen mit Felgen können an die Wand gehangen oder gestapelt werden. Bei unmontierten Reifen solltest Du zum Schutz vor einer Verformung darauf achten, dass Du diese senkrecht an die Wand lehnst und regelmäßig drehst.

 

Zusammenfassung

 

  • Reifen nicht bis auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm abfahren!
  • Empfohlene Mindestprofiltiefe (Sommerreifen 2,5 mm; Breitreifen 3 mm; Winterreifen 4 mm)

  • Reifen regelmäßig auf Stiche, Schnitte, Risse und Beulen untersuchen!
  • Reifen auf sein „Alter“ mit Hilfe der DOT-Nummer prüfen. Reifen die älter als 6 Jahre sind, sollten gewechselt werden.
  • Die Luftdruckmessung und -füllung immer an kalten Reifen.
  • Luftdruck an die jeweilige Beladung anpassen. Informationen hierüber stehen in der Bedienungsanleitung, am Türholm oder Tankdeckel.
  • Preisvergleich lohnt immer: egal ob bei der Wahl der Werkstatt oder beim Kauf von neuen Reifen.
  • Das Angebot für neue Reifen sollte enthalten: Reifen, Auswuchten, Montage, Ventile, Altreifenentsorgung und die Mehrwertsteuer.
  • Auch Preisschnäppchen sollten geprüft werden.
  • Reifen vor dem Einlagern immer säubern.
  • Reifen sollten kühl und trocken lagern.
  • Alte Reifen müssen fachgerecht entsorgt werden.

 

Du hast noch weitere Fragen oder Tipps? Dann immer her damit.