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01.04.2009 23:08    |    MOTOR-TALK    |    Kommentare (89)    |   Stichworte: Alle Marken, Nützliches, Reifenwechsel, Sommerreifen, Tipps

Endlich ist es soweit, die ersten konkreten Anzeichen für einen Frühling sind da. Spätestens jetzt flattern einem die Angebote der Autohändler zum Thema Sommerreifen ins Haus.

 

Also Grund genug, hier einmal ein Thema dazu aufzumachen. Was es so zu beachten gibt und wie man am besten wechselt, dass haben wir hier mal zusammengestellt. Wenn etwas fehlen sollte oder Du noch weitere Tipps für andere Mitglieder hast, dann immer her damit.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Per Gesetz gibt es hierzu keine Vorgabe. Eine alte Regel besagt, dass Winterreifen nur von O bis O, also von Oktober bis Ostern, gefahren werden sollten. Aber auch nach Ostern hat es oftmals in der Vergangenheit Schnee und Eis gegeben. Andererseits tut es den Winterreifen nicht gut, wenn sie bei warmem Wetter über längere Zeit gefahren werden. Grund hierfür ist, dass sie schneller verschleißen und längere Bremswege haben, als Sommerreifen.

 

Es gibt also nicht wirklich den richtigen festen Zeitpunkt. Deshalb mit den jeweiligen Reifen immer entsprechend den Wetterbedingungen fahren bzw. das Auto stehen lassen.

 

Profil prüfen

Als erstes sollte man vor dem Wechsel einen Blick auf das Profil werfen. Aus Sicherheitsgründen wird eine Profiltiefe von mindestens 2,5 Millimetern, bei Breitreifen sogar mindestens 3 Millimeter empfohlen. Dadurch reduziert sich das Risiko von Aquaplaning. Gesetzlich zulässig ist aber ein Profil von minimal 1.6 Millimeter. Spätestens dann sollte man auf jeden Fall wechseln. Gemessen wird am Hauptprofil, das sind die beiden mittleren Rillen der Lauffläche.

 

Zudem sollte man prüfen, ob Schäden (Risse oder Beulen) zu sehen sind. Auch ein Blick auf das Alter des Reifens ist sinnvoll, denn irgendwann wird jeder Reifen mal porös, spätestens nach 6 Jahren sollte er dann ausgewechselt werden. Mit der Zeit verliert halt jeder Reifen an Elastizität, und damit an Haftung, völlig unabhängig von der Profiltiefe. Das Produktionsdatum eines Reifens "verrät" übrigens die in die Seitenwand des Reifens eingeprägte vierstellige DOT-Nummer. Steht hier hinter "DOT" und den zwei darauf folgenden vierstelligen Buchstabenkombinationen zum Beispiel eine "2209", dann bedeutet dies, dass der Reifen in der 22. Kalenderwoche des Jahres 2009 gefertigt wurde.

 

Luftdruck messen

Ein weiterer Schritt beim Reifen-Check sollte das Luftdruck messen sein. Der richtige Luftdruck ist je nach Fahrzeugtyp und Belastung unterschiedlich. Welcher Wert für Deine Reifen der richtige ist, kannst Du im Betriebshandbuch, auf dem Tankdeckel oder Türholm finden. Bei Motorrädern findet man diesen meist an der hinteren Schwinge.

 

Wichtig ist, den Luftdruck immer an kalten Reifen einzustellen. Bei warmen Reifen dehnt sich die Luft aus und verfälscht damit das Ergebnis.

 

Zu niedriger oder zu hoher Luftdruck verursacht Reifenschäden, eine schlechte Fahrstabilität und einen höheren Kraftstoffverbrauch.

 

Auswuchten notwendig?

Das Auswuchten der Reifen ist bei gebrauchten Reifen eigentlich nicht notwendig. Dennoch sollte man das Fahrverhalten prüfen und wenn das Fahrzeug bei hoher Geschwindigkeit zu „ruckeln“ beginnt, den Fachmann aufsuchen. Wenn Du die Sommerreifen von einer Werkstatt aufziehen lässt, dann prüfe doch einfach, ob das Auswuchten nicht bereits im Preis inbegriffen ist. Meist bieten die Werkstätten dies in einem Komplett-Paket mit an.

 

Selber Wechseln oder Werkstatt?

Beides ist möglich und beides hat seine Vor- und Nachteile. Wer seine Reifen selbst wechselt, kann dies am besten mit einem Drehmomentschlüssel und über Kreuz. Die alten Vorderreifen solltest Du jetzt hinten montieren und die bisher hinten gefahren Reifen auf die Vorderachse anbringen. Achtung aber bei laufrichtungsgebunden Reifen. Hier musst Du auf die Kennzeichnungen (Pfeile oder das Wort „Outside“) achten.

 

Wenn man den Wechsel bei einer Werkstatt vornimmt, ist es häufig so, dass diese neben der Überprüfung auch die Lagerung der Reifen übernimmt. Zudem erinnert die Werkstatt freundlicherweise an den Termin des Wechsels. Leider kommt es aber auch hier immer wieder zum Terminstau, da man wahrscheinlich nicht der Einzige ist, der neue Reifen aufziehen möchte. Die Wartezeiten während des Wechsels werden dafür häufig mit Kaffee und Brötchen belohnt.

 

Wichtig: beim Gang in die Werkstatt lohnt auf jeden Fall ein Vergleich der Preise. Der Reifenwechsel muss nicht von der Vertragswerkstatt vorgenommen werden und kann daher oft große Preisunterschiede ausmachen. Vorher nachfragen kann also Geld sparen.

 

Neue Sommerreifen

Auch beim Kauf von neuen Sommerreifen gilt das gleiche, wie bei den Werkstätten: Preisvergleich! Diese können stark variieren, sowohl beim eigentlichen Preis der Reifen, wie auch beim Service.

 

Beim Kauf der neuen Reifen solltest Du darauf achten, dass im Angebot „Reifen fertig montiert“ inbegriffen ist. Darin enthalten sein sollte: Auswuchten, Montage, Ventile, Altreifenentsorgung und die Mehrwertsteuer. Ansonsten sind die Preise eines Händlers oft netto, was als Zahl schön aussieht, sich dann aber bei der Anbringung der Reifen als teuer entpuppen kann. Beim Angebot sollte neben dem Preis auch die Marke des Reifens aufgeführt sein, damit Du später bei der Montage Dich auf das Angebot berufen kannst.

 

Wird Dir ein Schnäppchen angeboten, dann solltest Du dieses auf jeden Fall prüfen. Zum einen kannst Du das wieder über die DOT-Nummer machen, die Dir zeigt, wann der Reifen produziert wurde und ob es sich dabei um einen Ladenhüter handelt. Zudem gibt es Testberichte und Fachhändler, über die Du Dir nochmal Gewissheit holen kannst.

 

Was passiert mit den Winterreifen?

Bevor Du die Winterreifen wegpackst, solltest Du diese auf Beschädigungen untersuchen und gründlich reinigen. Bewehrt haben sich klares Wasser mit Seife oder Spülmittel. Reinigungsmittel die Öle oder Lösungsmittel enthalten sind dagegen schädlich für den Gummi. Ebenfalls nicht zu empfehlen sind Rundstrahldüsen von Hochdruckreinigungsgeräte. Womit Du es wiederum probieren kannst ist eine Flachstrahldüse oder einem Dreckfräser, bei dem Du aber einen Abstand von mindestens 20 Zentimetern einhalten solltest.

 

Nachdem alles sauber ist, einfach noch mit Kreide auf den Reifen drauf schreiben, an welcher Position am Fahrzeug dieser angebracht war.

Der Beste Platz zum einlagern ist ein dunkler kühler Ort. Reifen mit Felgen können an die Wand gehangen oder gestapelt werden. Bei unmontierten Reifen solltest Du zum Schutz vor einer Verformung darauf achten, dass Du diese senkrecht an die Wand lehnst und regelmäßig drehst.

 

Zusammenfassung

 

  • Reifen nicht bis auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 mm abfahren!
  • Empfohlene Mindestprofiltiefe (Sommerreifen 2,5 mm; Breitreifen 3 mm; Winterreifen 4 mm)

  • Reifen regelmäßig auf Stiche, Schnitte, Risse und Beulen untersuchen!
  • Reifen auf sein „Alter“ mit Hilfe der DOT-Nummer prüfen. Reifen die älter als 6 Jahre sind, sollten gewechselt werden.
  • Die Luftdruckmessung und -füllung immer an kalten Reifen.
  • Luftdruck an die jeweilige Beladung anpassen. Informationen hierüber stehen in der Bedienungsanleitung, am Türholm oder Tankdeckel.
  • Preisvergleich lohnt immer: egal ob bei der Wahl der Werkstatt oder beim Kauf von neuen Reifen.
  • Das Angebot für neue Reifen sollte enthalten: Reifen, Auswuchten, Montage, Ventile, Altreifenentsorgung und die Mehrwertsteuer.
  • Auch Preisschnäppchen sollten geprüft werden.
  • Reifen vor dem Einlagern immer säubern.
  • Reifen sollten kühl und trocken lagern.
  • Alte Reifen müssen fachgerecht entsorgt werden.

 

Du hast noch weitere Fragen oder Tipps? Dann immer her damit.


02.04.2009 07:42    |    Pyro-Bass

Also die alten gebrauchten von der VA auf die HA zu packen, davon rate ich ab.

Wenn man mit einem ziemlich untersteuernden Auto vorne die Außenschultern abgefahren hat und die nach hinten macht, dann kann es einen schnell in den Drift bringen.

Die bessere Seitenführung ist hinten viel wichtiger.


02.04.2009 07:51    |    S-Trading

Die Empfehlung Reifen mit einem Alter von 6 Jahren zu wechseln trifft nur auf Importreifen zu.

 

Bitte klicken Sie für Informationen zum Thema Reifenalter auf die folgenden Links, hier wird ein möglicher Nutzungszeitraum bei Markenherstellern von 10 Jahren bestätigt:

 

http://...desverband-reifenhandel.de/.../reifen_a_z.html?...

 

http://www.kfztech.de/kfztechnik/technikprofi/reifenalter.htm


02.04.2009 07:53    |    uaecruoBHK

Aus Gründen der besseren Seitenführung gehören die besseren

Reifen immer nach hinten.Dabei ist es egal ob Front- oder Heckantrieb.


02.04.2009 08:16    |    Der_Schust

schließe mich, dass die besseren nach hinten gehören.

und für alle, die erst de nächste saison neue reifen brauchen, frühzeitig kaufen! habe im februar zugeschlagen und für brigstone tourenza er300 195/50R15 inkl montage auf alu, wuchten und montage am fahrzeug 39 euro bezahlt. dieser tip is auch für winterreifen sicherlich anwendbar.

 

mfg


02.04.2009 08:18    |    fatbobknacki

Die Theorie:

Aus Gründen der besseren Seitenführung gehören die besseren

Reifen immer nach hinten. Dabei ist es egal ob Front- oder Heckantrieb.

 

Die Praxis:

Tausche ich einen Reifen, der schon längere Zeit hinten gelaufen ist , nach vorne, so werden die meisten Autos unfahrbar wegen hoher Geräuschbildung ( Auswaschungen der Profile).

Wenn also die vorderen Reifen bei einem Fronttriebler abgefahren sind- hinten aber noch 60 % Profiltiefe vorhanden sind, so müssten nach der Theorie immer alle 4 Reifen erneuert werden.

Wer macht das schon ?


02.04.2009 08:24    |    marc-o

Vorsicht ist auch bei Billig-Reifen aus Fernost geboten!

Bei trockenem Wetter können die noch halbwegs gute

Eigenschaften haben, was sich bei nasser Fahrbahn aber

schlagartig ändert. Fernost-Reifen haben hier teilweise

einen bis zu 40% (!!!) längeren Bremsweg.

 

Hier auch ein Test von AutoStrassenverkehr:

http://www.autostrassenverkehr.de/.../...shw_show_501503_14969.hbs?...

 

gruß

marco


02.04.2009 08:29    |    BWaldraff

Zu: Der_Schust:

 

Jaja- 39.- Euro komplett- vielleicht für einen tourenza- mag sein, für einen Touranza sicherlich nicht- aber viel Spass mit den PN und den daraus resultierenden intelligenten Fragen wo's die denn gibt...


02.04.2009 08:33    |    ckcorsa

ich würd sagen es ist sinnvoll sommerreifen von hause aus mit 0,1 - 0,2 bar mehr zu fahren um rollwiderstand und spritverbrauch zu senken.


02.04.2009 08:53    |    Tobi_10

ich schliesse mich dem marc-o an und empfehle euch was gescheites zu kaufen und keinen billigen mist.

Merkt euch immer: auf den Reifen steht das ganze auto....


02.04.2009 08:58    |    Vaterx25xe

Die Druckangaben am/im Fahrzeug sind nur sogenannte Komfortluftdruckangaben.

Ich selber fahre seit Jahren mit 3 - 3,5 Bar in den Reifen.

 

Ergebnis. Gleichmäßiges Ablaufen, Höhere Fahrstbilität, Kürzere Bremswege.

Negativ: Härteres Abfedern.


02.04.2009 09:03    |    autodruli

Ich habe immer ein Problem mit dem Stickstoff als Füllung. Das erscheint mir nur sinnvoll, wenn man im gleichen Lastzustand fährt. Die modernen Autos verlangen ja ein ständiges Ablassen und Auffüllen der Luft wenn man mit oder ohne Gepäck fährt. Leider habe ich an den Tankstellen noch keine Stickstoffnachfüllsäule gefunden. Sicher wäre das auch eine teure Angelegenheit. Oder hat jemand einen tip bezüglich dieser Problematik.


02.04.2009 09:06    |    MikelMik

Die besseren gehören nach hinten. Die Seitenführung ist wichtig....aber bitte auch an Aquaplaning denken.

Werden die Guten vorne montiert und schwimmen auf, schaffen die Schlechteren hinten das Wasser erst recht nicht weg. Somit haben wir 4 Reifen ohne Bodenkontakt. Wir sind Airborne. Ohne Seitenleitwerk ein schlechter Flugzustand.


02.04.2009 09:08    |    herbertbersch

Habe Montag neue Reifen bestellt bei reifen-vor-Ort.de für den Corsa 195/50/15 82H

Fulda Progresso für 48,-Euro plus Montage mit Alu 12,-Euro


02.04.2009 09:10    |    CountCount

. . . ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.

 

Bessere Reifen nach Hinten !!!.

 

Damit der Wagen bei Bremsmanövern nicht aus der Spur schleudert!

 

Sehr wichtig, und eigentlich ja auch bekannt. Sonderbar, dass hier noch das Gegenteil behauptet wird. . .


02.04.2009 09:12    |    Stephan16

Ich würde die besseren Reifen immer vorne aufziehen, wegen der besseren Bremswirkung, z.B. bei Nässe. Ich bin noch nie zur Seite ausgebrochen, aber schon oft wünschte ich mir einen kürzeren Bremsweg!


02.04.2009 09:13    |    autodruli

Gibt es eigentlich Untersuchungen zum Gebrauch von Marken-Winterreifen mit unter4 mm als Sommerreifen. Im Winter nicht mehr zugelassen, würde die Profiltiefe für den Sommerbetrieb ja ausreichen. Wenn der Reifen dann 4-6 Jahre alt ist und damit vielleich auch etwas härter als neu, könnte er bei sommerlichen Temperaturen doch dann wieder genau richtig sein in der Elastizität. Da bräuchte man bei langjähriger Nutzung eines Autos eigentlich nur noch Winterreifen neu kaufen???

Braucht man eigentlich für einen Kleinwagen der im Jahr nicht mehr als 6000 km rollt überhaupt noch Sommerreifen?


02.04.2009 09:14    |    herbertbersch

Ja, das ist richtig, die besseren Reifen sollten immer hinten sein.

Ich wechsele immer alle 10.000km von vorne nach hinten bzw. umgekehrt.

Mit dem Luftdruck im Reifen ist das so eine Sache, ich fahre 1,9vo; 1,8hi; und der Verschleiß ist gleichmäßig.


02.04.2009 09:17    |    Stephan16

02.04.2009 09:21    |    Libi64

Als Wenigfahrer (ca. 8.000 km) habe ich mich im Herbst das erster Mal für Ganzjahresreifen entschieden. Meine beiden Sätze Sommer- und Winterreifen waren 10 Jahre alt und komplett ausgehärtet. Von der Profiltiefe aber noch dick im Plus (wahrscheinlich durch das Aushärten).

 

Für mich steht also dieses Jahr zum ersten Mal kein Reifewechsel an. Bin mal gespannt wie die Fahreigenschaften der Ganzjahresreifen im Sommer sind. Im Winter war ich zufrieden.

 

Libi


02.04.2009 09:37    |    fatbobknacki

Ich arbeite in einer Kfz.-Werkstatt.

90 % der Kunden lassen bei verschlissenen Vorderreifen ( mit 60 % Hinterreifenprofil ) 2 neue Reifen aufziehen.

 

Wenn wir nun die 60 % hinteren nach vorne tauschen und hinten die Neuen aufziehen, haben wir ein Riesenproblem: der Kunde reklamiert sofort Riesengeräusche ! Er akzeptiert in keinem Fall diese Geräusche !

 

Also gebt mir einen Tipp: was sollen wir machen - den Kunden dazu erziehen, regelmäßig die Reifen durchzutauschen- das ist aussichtslos !


02.04.2009 09:38    |    klafert

als fahrer eines frontrieblers wechsel ich bei jeder saison von vorne nahc hinten so wird der ungleichmäßige abrieb ausgeglichen und ich kann meine reifen alle 4 gleichzeitig wechseln

 

 

naja hinten und vorne ist nur dann wichtig wenn man jetzt vorne fast neue reifen hat und hinten abgelatschte reifen mit 2mm profil....


02.04.2009 09:49    |    Twinni

Ein höherer Luftdruck als vorgeschrieben bringt tatsächlich Einspareffekte. Im Bereich von 0,1 bis 0,2 bar sind die aber noch nicht einmal messtechnisch nachweisbar. Da muss schon viel mehr rein. Und das sollte man auf gar keinen Fall machen! Es handelt sich bei den Werksangaben minichten um Komfortwerdte, die man mehr oder weniger beliebig überschreiten darf. 3.5 bar ist bei den meisten Reifen schon mehr, als der maximal erlaubte Fülldruck (50 psi). Zudem wölbt sich der Reifen und die Aufstandfläche wird geringer, wodurch sich ein längerer und kein kürzerer Bremsweg ergibt. Wer es sportlich hart will, sollte das auf keinen Fall durch Erhöhen des Reifendruckes realisieren. Die Reifen werden dadurch auch in der Mitte stärker abgefahren und die Aquaplaning-Eigenschaften verschlechtern sich. Zum Sparen und sicher Fahren ist zu beachten, dass der Druck nicht unter die Werksangaben sinkt.

 

Andreas


02.04.2009 10:49    |    rudifr

Wer neue Reifen braucht, sollte sich auf jeden fall mal bei www.reifentest.com umsehen. Da gibt es jede Menge Reifenbewertungen von wirklich unabhängigen Autofahrern. Für mich wird das beim nächsten Kauf wieder die erste Anlaufstelle sein.


02.04.2009 10:49    |    pragan

Was ist mit Auswuchten? Bringt das was, wenn man nach jedem Wechsel in der Werkstatt die Reifen wuchten lässt?


02.04.2009 10:50    |    blauzone

Moin, Moin,

 

noch ein Tipp anderer Art: verzichtet auf Ventilkappen aus "ALU". Die rosten und lassen sich nicht mehr von den Ventilen abdrehen.

 

Hatte 3 Gummie- Ventil- Dichtkappen verloren, fand in einem Baumarkt "ALU"- Ventil- Dichtkappen und habe sie aufgedreht. Wollte 2 Wochen später Luftdruck an der Tanke kontrollieren, die Kappen ließen sich nicht bewegen. Dachte sie waren angefroren (waren kalte Tage).

 

2 Wochen später wollte ich wieder Luftdruck kontrollieren, nichts ging. Habe jetzt drei Reifendienste angesprochen. Die Alu- Kappen sind großer Mist! Haben mit Rostlöser und Zangen probiert, klappt alles nicht.

 

Beim nächsten Wechsel auf Winterreifen muss ich neue Ventile einsetzen lassen...

 

Finger weg von den Teilen!!!!


02.04.2009 11:04    |    Eclipsed

Zum Thema Stickstoff als Reifengas: In Anbetracht der Tatsache, dass die normale Luft aus dem Kompressor zu 78% aus Stickstoff besteht ist es m.E. absoluter Blödsinn, mir die restlichen 12 Prozent für 3 Euronen pro Reifen zu erkaufen, zumal ich dann immer noch keine 100% Stickstoff im Reifen habe...

 

Absolute Geldschneiderei, es sei denn, du fährst nen Gefahrgut-LKW oder nen Formel 1-Wagen...

 

 

MfG

 

Lars


02.04.2009 11:13    |    mth79

Ich habe noch ein Argument dafür die schlechteren Reifen vorne draufzumachen):

 

Ich wechsle meine Reifen immer Paarweise also immer nur 2 Stück. Die neuen Reifen kommen dann IMMER hinten drauf und die alten nach vorne. Zum einen wegen den bereits genannten Punkten der Stabilität (da gibt es keine Diskussion : Wichtigstes Argument) aber das hat auch den Vorteil, dass die eh schon schlechteren Reifen schneller abgefahren werden als die guten (habe nen Fronttriebler, da ist es sehr deutlich bemerkbar).

 

Damit werden die Reifen automatisch nie zu alt (O.K. bei 40.000km im Jahr ist das sowieso klar) und man hat immer die optimale Balance auch wenn kurz bevor einem Reifenwechsel die Vorderreifen dann immer deutlich schlechter sind als die hinteren.


02.04.2009 11:48    |    meehster

Es ist nicht fest, daß bei Fronttrieblern die Vorderreifen schneller abnutzen. Meistens ist das so, aber nicht immer. Bei meinem Daihatsu war das so, daß nach 50tkm immer alle vier abgefahren waren und nach Erneuerung schrien.

 

Grundsätzlich schließe ich mich der Mehrheit an: Bessere Reifen nach hinten.


02.04.2009 11:54    |    pedilo-benz

Der Tip, die Reifen von vorn nach hinten und von hinten nach vorn, stammt aus Urgroßvaters Zeiten!

Richtig ist, die Reifen mit dem besten Profil auf der Hinterachse zu montieren, um die beste Seitenstabilität des Wagens zu erhalten! Dabei ist es unerheblich, ob der Wagen Front- oder Heckantrieb besitzt. Euer pedilo-benz


02.04.2009 12:32    |    schipplock

60tkm Autobahn und die Reifen hatten noch gutes Profil, aber leider danach knochenhart und unbrauchbar. Danach nur noch Landstrasse und die Reifen hielten länger als 60tkm :>...danach ging schon bei Nässe und normaler Bremse das ABS an...jetzt fahr ich nur noch Stadtverkehr und die Reifen gehen weg wie geschnitten Brot :p...die halten hier kaum 10.000km mehr...

 

Also immer schoen neue Reifen kaufen. Profil heisst nicht "gut" :)...


02.04.2009 13:28    |    SunshineLive

Wie eclipsed schon schrieb....

 

Stickstoff als Reifenfüllung ist völliger Mumpitz...

 

Der Vorteil einer einer Stickstofffüllung SOLL sein, dass sich Dieses aufgrund seiner größeren molekularen Bestandteile angeblich nicht durch die Reifenwände/das Ventil verflüchtigt...

 

Gehen wir wirklich mal davon aus, dass dem so ist...

 

Mit normaler Luft (78% Stickstoffanteil) füllen wir den Reifen auf.

Die restlichen 22% der normalen Luft verflüchtigen sich mit der Zeit.

Wir füllen wieder mit normaler Luft (welche wiederrum 78% Stickstoffanteil hat) auf...

Somit haben wir dann schon ca. 95% Stickstoff in unseren Reifen. (78% + 78% von 22%)

 

Entweichen nun die restlichen 5% nicht Stickstoff und wir füllen Diese wieder auf, so haben wir wir theoretisch schon 98,9% Stickstoff in unseren Reifen...

 

Dies kann man jetzt ewig so weiterführen, die 100% werden wir zwar nie erreichen, aber bei einer "Stickstofffüllung" sind es ja auch keine 100%.

 

Fazit?

 

Reine Geldmacherei...


02.04.2009 13:28    |    boernie2

@vaterx25xe

 

3,5 bar ???? unfassbar !!!

 

Zitat aus Fachpresse :

 

Zu hoher Reifenfülldruck

Der Reifen berührt nur mit der Mitte der Lauffläche die Fahrbahn und fährt sich dort stärker ab.

Geringe Haftfläche

= längere Bremswege

= verringerte Kurvenstabilität

= der Reifen wird hart und fährt sich unkomfortabel

verringerte Lebensdauer der Reifen

 

Es sollte bemerkt werden dass die Regeln für wechseln und umlegen nicht unbedingt für Allradfahrzeuge gelten.


02.04.2009 13:33    |    schipplock

ich hatte mir mal eine Fußpumpe gekauft und die Anzeige zeigte immer 1 Bar zu wenig an. Ich hatte also auf 2.2 Bar aufgepumpt und auf der Straße war das unfahrbar...das hoerte man schon...jedes Loch ging fast direkt ins Lager...

 

Bin dann zur Tanke und dort zeigte es 3.1 Bar an. Deutlich zu viel.


02.04.2009 13:36    |    Eclipsed

Zumal ich gerade überlege, ob ein Stickstoffmolekül wirklich größer als ein Sauerstoffmolekül ist... Ich glaub da werden nanometer Unterschied völlig überbewertet...

 

MfG

 

Lars


02.04.2009 13:48    |    MichaelK.

Bessere Reifen nach vorne oder hinten??

Ich habe immer die besseren vorne drauf gemacht. Wesentlich besserer Grip beim wegfahren und bremsen - dass das Heck asubricht ist recht unwahrscheinlich, außer man meint einen Kreisverkehr o.ä. in einen Driftstrecke umwandlen zu müssen. Auf normalen Straßen mit normaler Geschwindigkeit ist es völlig egal.

Gut aber dass mich das nicht mehr interessiert, dank Audi Quattro hab ich nahezu 100%ig gleiche Abnutzung, vorne wie hinten. Somit fällt es für mich sowieso weg hier noch einen Gedanken zu verschwenden.

 

Grüße

Michael


02.04.2009 15:17    |    der_hessebub

Zum Thema Lagerung:

 

Schon seit bald 8 Jahren hab ich der Methode, am besten 3 Sätze Reifen in einer Ecke der Garage gestapelt zu lagern, abgeschworen. Damals war ich bestimmt bei jedem zweiten Wechseln nachträglich nochmal zum Wuchten in der Werkstatt.

 

Seit ich meine Reifen auf einem Felgenbaum lagere, habe ich nie wieder wuchten lassen müssen.


02.04.2009 16:06    |    xequtor

Zitat:

Zum Thema Lagerung:

 

 

 

Schon seit bald 8 Jahren hab ich der Methode, am besten 3 Sätze Reifen in einer Ecke der Garage gestapelt zu lagern, abgeschworen. Damals war ich bestimmt bei jedem zweiten Wechseln nachträglich nochmal zum Wuchten in der Werkstatt.

 

 

 

Seit ich meine Reifen auf einem Felgenbaum lagere, habe ich nie wieder wuchten lassen müssen.

danke für den Tipp, ich bin gerade am überlegen was für neue Reifen+Alufelgen ich kaufen soll da ich nur Winterreifen hab aber ich glaub die Rial Como 17 Zoll + Brigestone Potenza 050A 225/45/17 für 941 EUR.


02.04.2009 16:08    |    schipplock

Potenz..a :)...netter Name.


02.04.2009 16:10    |    snooopy365

Ich stapel meine Reifen seit jahren und hatte noch nie probleme mit unwucht?

 

zum thema wo welche reifen draufgehören: ich wechsel eh jährlich von winter auf sommerreifen und die mit mehr profil kommen nach vorne.

 

Falls jetzt jemand aufschreit wegen "Fahrstabilität" wenn man ~15tkm (durchschnitt) mit einem durchschnittlich hartem reifen mit durchschnittlicher fahrweise fährt.

Dann sind die Profil unterschiede innerhalb eines jahres KAUM sichtbar.

also der unterschied vorder-hinterachse minimal.

 

Was spricht für bessere Reifen auf der Vorderachse?

Bremswirkung!

Was passiert öfter? Das man das fahrzeug quer stellt oder mal eine Notbremsung einleitet (angenommen reifen sind innerhalb der gesetzlichen limits!)

Mir ist in dem Fall wichtiger das ich bei einer Notbremsung direkt zum stehen komme.

Ein ausbrechendes Heck ist bei den meisten Fahrzeugen quasi nicht möglich (mit serienfahrwerk)


Deine Antwort auf "Winter ade – die Sommerreifen können kommen!"