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30.09.2021 13:56    |    SerialChilla    |    Kommentare (15)

Audis erstes rein elektrisches RS-Modell: Der RS E-Tron GT mit der polarisierenden Farbe TaktikgrünAudis erstes rein elektrisches RS-Modell: Der RS E-Tron GT mit der polarisierenden Farbe TaktikgrünVon Tradition kann man bei Audis RS-Reihe eigentlich noch nicht sprechen. Großen Sport gibt es dort erst seit 1995, als in Zusammenarbeit mit Porsche der RS2 die Biederkeit in nogaroblaue Fetzen zerlegte. Mercedes-Tuner AMG war zu diesem Zeitpunkt schon seit 28 Jahren im Geschäft. Dennoch wirkt der neue Audi RS GT auf den ersten Blick wie ein Traditionsbruch: Er ist das erste rein elektrische RS-Modell.

 

Er kommt (natürlich) ohne ovale Endrohre, ohne breitere Backen, ohne pompösen Sound, ohne Fünf-, Sechs-, Acht- oder sogar Zehnzylinder. Also ohne alles, was bisher Audis Sportmodelle auszeichnet. Aber was in der Theorie gar nicht zu passen scheint, funktioniert im echten Leben wirklich gut. Denn der RS E-Tron GT will keine Fortsetzung dessen sein, was längst vorhanden ist. Sondern ein völlig neuer Ansatz.

 

Der stärkste Audi fährt elektrisch

 

Sinnvolle Investition: Keramikbremse mit Zehn-Kolben-SättelnSinnvolle Investition: Keramikbremse mit Zehn-Kolben-SättelnAudi entwickelt die Basis des E-Tron GT gemeinsam mit Porsche. Er teilt sich Akku, Motoren, Fahrwerk, Bremse – also die komplette Bodenplatte – mit dem Taycan. Aber der Hersteller beplankt nicht einfach ein vorhandenes Chassis neu, sondern programmiert einen eigenen Charakter in die Hardware. Der RS E-Tron GT fährt weniger spitz als der Taycan, eine Spur komfortabler und insgesamt gefälliger. Dass es im Porsche mehr Leistung gibt? Geschenkt.

 

Denn der RS E-Tron GT schafft es aus dem Stand auf die Spitzenposition bei Audi. 648 PS Höchstleistung überbieten sogar den Sportwagen R8. Kleine Einschränkungen: Das Elektroauto wiegt 2,4 Tonnen und hält die Maximalpower nur für zwei Sekunden (um dann auf 598 PS abzufallen). Trotzdem reißt sich der Audi derart brutal aus der Statik, dass selbst standhafte Benzinblüter mit dem Magen kämpfen. Ein Gefühl, dass sich nicht in Nummern ausdrücken lässt. Für das Protokoll haben wir trotzdem Zahlen: Im Test rennt der RS E-Tron GT in glatt drei Sekunden auf Tempo 100.

 

Besonders wird der RS E-Tron GT aber, weil er viel mehr als die Angeber-Disziplin beherrscht. Er lädt so schnell, wie er fährt (8 bis 80 Prozent SOC in 19 Minuten, maximal 270 kW), zieht in rasanten Kurven gewaltig den Bauch ein und schafft es, ohne Einschränkungen im Alltag zu funktionieren.

 

Den vollständigen Test, viele Bilder und weitere Eindrücke zum Audi RS E-Tron GT findet Ihr hier.

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30.09.2021 17:36    |    Sp3kul4tiuS

man erinnert sich an die Overboost Werbungen mit xy ps für 10~15 Sekunden die dann aber nicht im Schein standen.

Jetzt ist es schon auf 2 Sekunden abgefallen.

 

Nicht das man nachher 50ps Panzer haben die ein paar Sekunden 1000ps machen :D

30.09.2021 17:57    |    Goify

Die Schreibweise in dem Artikel ist ja schaudererregend - fast so schlimm wie in der AMS. Vor einigen Jahren beschleunigte ein RS-Modell mit 300 PS bereits brutalst und in weiteren Jahren werden 1.000 kW für gute Sportwagen normal sein. Wie beschleunigen diese dann, auch nur brutal? Sollte man das Adjektiv an die gesteigerte Beschleunigungskraft nicht anpassen?

 

Ansonsten: Das Auto ist ganz nett - mehr nicht. Und es ist etwas merkwürdig proportioniert. Da musste es wohl mal wieder schnell gehen in der Designabteilung. Lasst euch Zeit! Ein guter Entwurf muss sich entwickeln und entfalten. Ich kann auch nichts in wenigen Wochen entwerfen, insbesondere wenn man es danach jahrelang anschauen will.

01.10.2021 12:48    |    Lewellyn

Letztens parkte auf dem Supermarktparkplatz so ein Dingen direkt neben meinem BMW i3s.

Sah wirklich schick aus. Gehörte wohl noch einem Autohaus, auf dem Beifahrersitz lag das Preisschild,

aus dem hervorging, dass es sich um einen Vorführer handelt für nur 173k€.

 

Nicht gerade geschenkt...

01.10.2021 16:03    |    wpp07

Ich fahre selbst einen E Golf weil ich günstig, flott und umweltgerecht von A nach B kommen will. Welchen Punkt erfüllt hier der RS ( das Wort Audi erwähne ich als Audi Fan absichtlich nicht)? Vermutlich nicht mal „flott“ weil 2,4Tonnen müssen erst mal um die Kurve geworfen werden.

Warum gibt es auf der ganzen Welt kein E Auto wie den Golf allerdings mit einer Batterie welche 500km sorgloses Fahren am Stück verspricht ( natürlich bei gleichem Gewicht und Platz wie beim jetzigen Golf)? Richtig, die Akkutechnik ist noch nicht so weit. Da kann ich endlos E Motoren verbauen um die Leistung zu erhöhen (E Motor ist ja ein „Pfennigartikel“ im Vergleich zum Hubkolbenmotor), ändert nichts am Damoklesschwert Batterie.

 

Gruß

01.10.2021 17:10    |    onzlaught

3sec von 0 auf 100 halte ich doch für recht flott und wer sich nen RS E-Tron GT hinstellt will bestimmt einiges, aber gewiß nicht kostensparend und umweltbewußt Auto fahren.

01.10.2021 20:38    |    bronx.1965

Zitat:

Den vollständigen Test, viele Bilder und weitere Eindrücke zum Audi RS E-Tron GT findet Ihr hier.

Kleiner Tipp an die / den Autor(en):

Zitat aus dem vollständigen Testbericht:

"(...)Was all diese Zahlen in der Praxis bedeuten: Die Strecke von Frankfurt nach Berlin lässt sich bei ruhiger Fahrt mit einem kurzen Ladestopp (10 bis 15 Minuten) bewältigen. Wer schnell reist, pausiert zweimal, hat zwischen den Stopps aber viel Spaß. Und dabei genug Zeit, den Puls zu beruhigen. Zu Hause oder an Wechselstrom-Ladesäulen lädt der RS E-Tron GT serienmäßig mit 11 kW, optional mit 22 kW. Nach spätestens acht bzw. vier Stunden ist der Akku also wieder voll.(...)

 

Nach über 30 Jahren deutscher Einheit sollte es sich herumgesprochen haben das es in D die Stadtbezeichnung 'Frankfurt' 2 mal gibt. FF/Main, FF/Oder.

10 bis 15 min Ladestop (ich bleibe bei einem "P", gemäß dem Zeichen 206/ StVZO) wären für eine Tour von FF/O nach Berlin mehr als dürftig.

 

Das es bei einem Einstandspreis von 140.000 € überhaupt noch eine Option gibt finde ich geradezu skandalös.

Ein Endpreis von 180.000 € schlägt dem Faß den Boden aus.

01.10.2021 21:26    |    kappa9

Ich find's prima, dass das nicht so eine Brüllkiste mit Proll-Klappenauspuff, oder noch peinlicher so ein Ding mit Lautsprecher im Auspuff ist. Die Nachbarn danken es nachts um zwei.

02.10.2021 06:54    |    a4martin.

@bronx.1965

Dann ist das für dich die komplett falsche Preisklasse. Denn wer bei 180k€ schon von allen Wolken fällt, was würde dieser bei 500k oder gar 1,2 Millionen machen? Diese Preise sind heutzutage nichts ungewöhnliches mehr.

 

Zugegeben ich kaufe diese Fahrzeugkategorie auch nicht, zu schmales Konto. Aber jeder soll das machen was er kann.

 

Gekauft wird ein ü100k Auto sowieso eher selten! Leasing heißt das Zauberwort, macht aber keinen Unterschied zu den Anforderungen des Kontostandes, monatlich kommt da ein großer Haufen Geld weg.

02.10.2021 16:38    |    Ie1234

Jetzt haben (alle) grossen und kleinen, alt eingesessene Hersteller und Start Up's bewiesen, dass es moeglich ist fuer viel Geld EV's zu bauen die beschleunigen wie die vielzitierte gehetzte Wildsau.

Langsam wird es mal Zeit, das Ganze in praxistaugliche, erschwingliche Autos fuer den taeglichen normalen Gebrauch umzusetzen.

Frank

02.10.2021 17:55    |    Goify

Für mich ist ein Auto erst dann wirklich schnell, wenn ich bei Tempo 200 noch Schlupf an allen vier Rädern generieren kann. Alles darunter sind für mich Gehhilfen.

02.10.2021 21:43    |    Swissbob

@Goify

 

Ein AMG V8 Bi-Turbo ohne 4matic sollte dies mit einer dezenten Leistungssteigerung locker schaffen.

03.10.2021 16:30    |    Sp3kul4tiuS

Reifen mit extremen niederquerschnitt und Nässe dazu. Auch absolut Käse für (bestmögliche) Traktion.

04.10.2021 22:47    |    twindance

Zitat:

Für mich ist ein Auto erst dann wirklich schnell, wenn ich bei Tempo 200 noch Schlupf an allen vier Rädern generieren kann. Alles darunter sind für mich Gehhilfen.

Ich kann Dich beruhigen - er kann das. Vor 3 Wochen hatte ich das Vergnügen, den RS5, den R8 und den GT auf dem Red-Bull-Ring Gassi führen zu dürfen. Wenn der R8 beim Hochschalten von 7.000 auf 5.500 abfällt und sich an der Steigung die Drehzahlleiter wieder "raufquält", qualmt der GT einfach weiter. Motorenmäßig geht das Teil brutal. Das Mehrgewicht macht sich im Handling aber doch bemerkbar. Für so Luschen wie mich war der GT in der Endkonsequenz zumindest schneller und entspannter über den Kurs zu jagen.


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