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12.07.2020 15:39    |    Dynamix    |    Kommentare (0)

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Im letzen Artikel unserer Reihe knöpfen wir uns die Königsklasse der Poliermaschinen vor, die Rotationspolierer. Auch hier gibt es im Prinzip eine unüberschaubare Auswahl an Modellen, allerdings gibt es gerade hier wirklich viel Schrott bzw. Maschinen die für alles mögliche geeignet sind, nur eben nicht zum polieren von Kraftfahrzeugen geeignet sind. Deshalb werde ich hier nur auf Modelle eingehen die ich persönlich für brauchbar erachte. Da natürlich nicht jeder gleich eine Rupes oder Flex kaufen kann oder möchte habe ich hier auch ein paar günstigere Alternativen gelistet die durchaus mal einen Blick wert sind. Besonders wichtig ist es bei diesen Maschinen das man auf die Eckdaten achtet. Es bringt nicht viel wenn die Maschine 6000 u/min packt wenn die meisten Polituren maximal bei 2000 u/min gefahren werden sollten. Hier sollte man wirklich auf den passenden Drehzahlbereich achten. Je enger, desto feinfühliger lässt sich die Maschine auch einstellen. Wie gesagt, die meisten professionellen Polituren sollten maximal im Bereich zwischen 1500 und 2000 u/min ausgefahren werden. Dies steht aber bei guten Polituren für gewöhnlich auf der Flasche und bei guten Rotationspolierern auch auf der Maschine ;)

 

Im Bereich Rotationspolierer ist Flex definitiv der König was die Auswahl anbelangt. Natürlich lässt auch Rupes sich hier nicht lumpen und hat eine Rotationsmaschine im Angebot. Im günstigen Segment halten Krauss und Dino Kraftpaket die Fahne hoch. Auch hier gibt es ein bisschen Auswahl, so dass hier jeder die für sich passende Maschine finden sollte. In letzter Zeit erfreuen sich in diesem Bereich auch Akkugeräte einiger Beliebtheit, allerdings sollte an dieser Stelle erwähnt werden das die Akkus nicht sonderlich lange halten und die Aufbereitung eines kompletten Autos so schon einmal eine langwierige Angelegenheit werden kann, sollte man keine Armada an Ersatzakkus haben. Diese Maschinen eignen sich meiner Meinung nach eher für Spotrepair geschichten oder kleinere Bauteile.

 

Wer nicht viel Zeit hat und/oder ein komplettes Fahrzeug aufzubereiten hat ist meiner Meinung nach mit einer kabelgebundenen Maschine definitiv besser beraten.

 

Flex

 

Die Flex Rotationspolierer gehören zu den besten auf dem Markt und erfreuen sich bei Profis und Enthusiasten gleichermaßen großer Beliebtheit. Flex bietet eine breite Auswahl an Rotationspolierern in mehreren Größen und für alle möglichen Einsatzbereiche. Hier ist wirklich für so gut wie jeden Einsatzbereich etwas dabei.

 

 

 

 

 

 

 

 

PE 8 4 80

 

Die PE 8 4 80 ist das rotative Gegenstück zur 7 12 80. Auch Sie ist, wie der Name schon sagt, für Pads bis maximal 80mm Durchmesser gedacht. Ideal also für kleine und enge Stellen! Die Maschine ist mit gerade mal 1,8 kg besonders leicht und handlich. Der integrierte Sanftanlauf sorgt dafür das die Maschine nicht sprunghaft Ihre gesamte Kraft freigibt sondern erst langsam loslegt.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 800W

Drehzahl: 1300-3900 u/min

Stütztellergröße: 75 mm

Preis: Ca. 240 €

Besonderheiten: Sanftanlauf

 

 

PE 14 1 180

 

Die PE 14 1 180 ist eine Maschine die sich besonders im Bereich hitzeempfindlicher Oberflächen (Boote) anbietet. Durch Ihre hohe Durchzugskraft im unteren Drehzahlbereich bringt Sie schon dort eine starke Leistung wo andere noch nicht mal warmgelaufen sind Das die Maschine Kraft hat beweist Ihre Leistungsaufnahme von 1400W eindrucksvoll. Zusätzlich lassen sich auf der Maschine riesige Polierpads von bis zu 250mm Größe fahren. Damit ist Sie definitiv am besten in einem Bereich aufgehoben bei der man sehr große Flächen bearbeiten muss die hitzeempfindlich sind. Damit ist Sie allerdings nicht gerade die erste Wahl bei der Fahrzeugpolitur.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1400W

Drehzahl: 380-1380 u/min

Stütztellergröße: 125 mm

Preis: Ca. 450 €

Besonderheiten: Geeignet für sehr große Polierpads

 

PE 14 2 150

Die PE 14 2 150 ist für viele die erste Wahl wenn es um einen professionellen Rotationspolierer im Automobilbereich geht. Mit 1400W Leistungsaufnahme alles andere als untermotorisiert bietet die Polishflex einen Drehzahlbereich der perfekt für den Automobilbereich geeignet ist, da viele Polituren (zumindest im Rotationsbereich) im Bereich von 1500 – 2000 u/min ausgefahren werden wollen. Es lassen sich Polierpads von bis zu 200mm Durchmesser auf der Maschine montieren wodurch Sie auch für größere Fahrzeuge geeignet ist.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1400W

Drehzahl: 600-2100 u/min

Stütztellergröße: 150 mm

Preis: Ca. 400-450 €

Besonderheiten:

 

PE 14 3 125

 

Die PE 14 3 125 hat einen sehr breiten Drehzahlbereich, wodurch Sie sehr variabel ist. Allerdings ist Sie damit für den Automobilbereich auch schon fast wieder ein wenig zu kräftig. Auf niedriger Stufe durchaus für den Autobereich zu gebrauchen kann diese Maschine durch Ihre hohe Drehzahl für die Bearbeitung widerstandsfähiger Oberflächen genutzt werden. Auch Ihr Motor hat eine Leistungsaufnahme von 1400W. Sie kann Polierpads von maximal 160mm Durchmesser aufnehmen.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1400W

Drehzahl: 1100-3700 u/min

Stütztellergröße: 125 mm

Preis: Ca. 280-350 €

Besonderheiten:

 

L602VR

 

Die L602VR klotzt mit einer Leistungsaufnahme von 1500W und einem Drehzahlbereich von 400 – 2400 u/min richtig ran und ist damit der stärkste Polierer im ganzen Flex Programm. Durch das breite Drehzahlband und die hohe Kraft eignet Sie sich auch für empfindliche Oberflächen die nach einer niedrigen Drehzahl verlangen. Die Maschine hat neben einer ausgeklügelten Drehzahlkonstanthaltung auch einen Sanftanlauf um das Arbeiten so angenehm wie möglich zu gestalten.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1500W

Drehzahl: 400-2400 u/min

Stütztellergröße: 175 mm

Preis: Ca. 450 €

Besonderheiten:

 

Rupes

 

Auch Rupes hat einen Rotationspolierer im Programm die dem Profi Anspruch von Rupes gerecht wird. Dieser Polierer ist die LH19E, ein kräftiger Polierer der es durchaus mit der Konkurrenz von Flex aufnehmen kann.

 

 

 

 

 

 

 

LH19E

 

Die LH19E ist Rupes Beitrag zu den Rotationspolierern. Sie überzeugt mit Ihrer Leistungsaufnahme Leistungsaufnahme und einem guten Drehzahlband. Ein weiterer Vorteil sind die verschiedenen Stütztellergrößen die sich auf der LH19E montieren lassen. Genau das richtige für den Profi der große Flächen mit möglichst wenig Zeitaufwand bearbeiten muss. Die Maschine gibt es in verschiedenen Sets die je nach Zubehör und Umfang preislich variieren.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1200W

Drehzahl: 450-1700 u/min

Stütztellergröße: 125/150mm/165 mm

Preis: Ca. 400-550 €

Besonderheiten: In Sets mit verschiedenem Zubehör erhältlich

 

Krauss

 

Neben vielen Exzentermaschinen hat Krauss mit der P7 auch eine brauchbare Rotationsmaschine im Angebot. Diese richtet sich wie die anderen Krauss Maschinen an den preisbewussten Käufer.

 

 

 

 

Superpolish P7

 

Die Superpolish ist so etwas wie der Low Budget Einstieg in die Welt der Rotationsmaschinen. Aufgrund Ihres Preises von ca. 180€ ist Sie besonders für den preisbewussten Hobbyisten geeignet. Die Maschine bietet 1200W Leistungsaufnahme und damit ausreichend Kraft. Wie viele Maschinen in diesem Bereich kommt auch die Superpolish P7 mit einem M14 Gewinde wodurch sich zahlreiche Stützteller aus dem Zubehörprogramm der gängigen Padhersteller montieren lassen.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1200W

Drehzahl: 700-2500 u/min

Stütztellergröße: 125 mm

Preis: Ca. 180 €

Besonderheiten:

 

Dino Kraftpaket

 

 

Wie sollte es auch anders sein, so hat auch Dino Kraftpaket einige Maschinen in diesem Segment zu bieten. Neben den klassischen Rotationspolierern hat man auch ein paar Akkumaschinen im Angebot die sich immer stärkerer Beliebtheit erfreuen.

 

 

 

Rotationspoliermaschine 710 Watt

 

Die kleine 710er eignet sich besonders für enge Stellen und kommt ab Werk schon mit 3 verschiedenen Stütztellern die so ziemlich alle Bedürfnisse in dieser Größenklasse abdecken. Auch die Drehzahlspanne passt für einen Rotationspolierer. Angesichts des Preises und der Ausstattung eine solide Wahl!

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 710W

Drehzahl: 800-2700 u/min

Stütztellergröße: 30/50/74 mm

Preis: Ca. 170 €

Besonderheiten: Drei Stützteller im Lieferumfang enthalten, 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

Heavy Duty Rotationspoliermaschine 1400 Watt

 

Mit der Heavy Duty Rotationspoliermaschine schielt Dino Kraftpaket in den professionellen Bereich. Mit 170€ ist die Maschine für einen Rotationspolierer immer noch günstig. Die Ausstattung beinhaltet wie bei dem kleinen Rotationspolierer auch hier 3 verschiedene Stütztellergrößen. Mit dem breiten Drehzahlbereich und den großen Stütztellern sollte sich die Maschine auch für Einsätze außerhalb des Automobilbereiches eignen. Mit 6 Metern Kabellänge ist dieses auch angenehm lang dimensioniert.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1400W

Drehzahl: 600-3000 u/min

Stütztellergröße: 125/150/180 mm

Preis: Ca. 170 €

Besonderheiten: 6m Kabel, 3 verschiedene Stützteller im Lieferumfang enthalten, Drehzahlkonstanthaltung

 

Rotationspoliermaschine 1500 Watt

 

Die 1500er Maschine orieniert sich stark an Ihrer 1400er Schwester, richtet sich aber augenscheinlich eher an den Privatanwender. Der Stützteller ist mit 180mm vielleicht etwas zuviel des guten, dank der Standard M14 Aufnahme kann man aber auch problemlos die Stützteller anderer Hersteller anbringen was in dem Falle auch angeraten ist. Zu erwähnen ist das sich die Drehzahl in 12 Stufen verstellen lässt womit man die Drehzahl sehr feinfühlig einstellen kann. Wer in die Welt der Rotationspolierer einsteigen möchte kann sich die Maschine ruhig mal anschaffen. Dazu kommt einiges an Zubehör wie Polierpads, Tasche und so weiter.

 

Polierhub: -

Leistungsaufnahme: 1500W

Drehzahl: 400-3000 u/min

Stütztellergröße: 180 mm

Preis: Ca. 120 €

Besonderheiten: 6m Kabel, 2 Polierpads im Lieferumfang enthalten, 12 Drehzahlstufen.

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27.06.2020 22:27    |    Dynamix    |    Kommentare (8)

Endlich war es soweit, der Sheriff war technisch soweit fertig das man sich an das Thema Optik wagen konnte. Da der Wagen wohl lange nur sehr rudimentär gepflegt wurde, zumindest was den Lack angeht, gab es hier einiges zutun. So fackelte ich dann auch nicht lange und spendierte dem Wagen erst einmal die obligatorische Zwei-Eimer Wäsche. Hier stellte sich dann schnell heraus das besonders in den ganzen Ritzen sehr viel Dreck hängt. Hier leistete der Hochdruckreiniger gute Dienste und alleine dafür versenkte ich fast 10€ in die Wäsche. Nach der Wäsche bekam der Wagen noch eine Behandlung mit Knete was dem Lack insofern gut getan hat das diverse Dreckablagerungen schon einmal runtergingen. Das Ganze dauerte dann auch entsprechend lange bei einem Auto von dem Format.

 

Da der Lack oberflächlich schon stellenweise stark verwittert war, beschloss ich dem Wagen noch eine One-Step Politur zu verpassen. Da der Wagen Unilack ohne extra Klarlackauftrag hat musste man darauf achten den Wagen aufzuteilen. Ich fing erst mit den schwarzen Stellen an, da sich die abgetragenen Lackpartikel im Pad ansammeln und es dann unschön wird wenn man mit dem schwarzen Pad auf einem weißen Lack weitermacht ;)

 

So Knöpfte ich mir Bauteil für Bauteil langsam vor. Erst die Motorhaube, dann die Kotflügel, dann die vordere Stoßstange. Zwischendurch wurden die Pads natürlich immer wieder gewaschen! Besonders weil sich bei den verwendeten Lake Country Force Pads die Politur immer mittig um das Kühlloch sammelt. Nach der xten Padwäsche ging es mit dem Heck weiter, auch hier wieder Teil für Teil. Angefangen bei der Kofferraumklappe, über die hinteren Kotflügel wieder bis hin zur Heckstoßstange. Bei der Politur fiel schon auf das aus dem Lack noch einiges rauszuholen ist. Die Patina in Form der ganzen kleinen Lackabplatzer, tieferen Kratzer und Risse im Lack bleibt dabei voll erhalten. So wurde genau das Ergebnis erzielt das ich haben wollte :cool:

 

Da es schon spät wurde beschloss ich mit dem Rest am nächsten Tag weiterzumachen. Davon ab mussten die Pads ja auch wieder in die Waschmaschine und das dauert eben immer ein wenig. So startete ich am nächsten Tag durch und fing mit den Türen an. Wie auch sonst beim polieren sollte man hier immer segmentweise vorgehen, dies erleichtert auch ein sauberes Arbeiten. Ich fing mit dem Teil unter dem Fenster an und teilte mir diesen in eine linke und eine rechte Hälfte auf. Danach kam der Teil unterhalb der Sicke bzw. der Zierleisten dran. So verfuhr ich mit jeder Tür. Danach war das Dach und die C-Säule dran. Hier war das Arbeiten aufgrund der großen Flächen wieder etwas einfacher.

 

Schlussendlich kam noch der kleine Stützteller mit den 75mm Pads zum Einsatz um die A-Säule und die Dachleisten zu polieren. Die Spiegel bekamen bei der Gelegenheit auch gleich noch Ihre Behandlung. Damit war der Wagen dann auch fertig und somit bereit für das anbringen der Decals :)

 

Wie man auf den Bildern sehen kann hat die ganze Arbeit dem Wagen deutlich gut getan, besonders die vorher/nachher Bilder sind da schon sehr beeindruckend auch wenn es in Natura noch schlimmer war.

 

Das ist aber eine Geschichte für den anderen Blog ;)

 

Und jetzt viel Spaß mit den Bildern :cool:

 

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09.06.2020 12:41    |    Dynamix    |    Kommentare (0)

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Exzenter mit Zwangsrotation nehmen wie im ersten Artikel bereits erklärt eine Zwischenstellung ein.

 

Die Auswahl ist hier nicht sonderlich groß und es gibt auch nur wenige Hersteller die so etwas überhaupt im Programm haben. Diese sind namentlich Flex, Makita, Rupes und Festool.

 

Flex

 

 

Zu Flex muss man wohl nicht mehr viele Worte verlieren, schließlich ist flexen das Synonym für Trennschleifer geworden. Die Schwaben haben eine feine Auswahl an Schleif- und Polierwerkzeugen für den Profi. Die Maschinen zeichnen sich durch die gute Dauerhaltbarkeit, den guten Service von Flex-Tools und die guten Ergebnisse aus. Das alles hat seinen Preis und so sind die Flex Maschinen nicht günstig. Trotzdem haben sich die Maschinen einen guten Ruf unter Enthusiasten erarbeitet und auch Profis greifen gerne auf Flex Maschinen zurück.

 

 

 

 

 

Flex XFE3401

 

Die XFE 3401 gibt es schon ein paar Jahre, gehört aber bis heute noch zu den besten Ihrer Zunft. Von Profis geschätzt und von Enthusiasten geliebt hat sich diese Maschine Ihren Platz in diversen Firmen und Garagen definitiv verdient. Der kleine Hub von gerade mal 5mm macht Sie zu einem idealen Partner für Finisharbeiten. Man könnte meinen dadurch würde Sie einiges an Biss einbüßen, dies wird allerdings durch den Zwangsantrieb mehr als kompensiert.

 

Polierhub: 5mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 3200 - 9600 opm

Stütztellergröße: 140 mm

Preis: 300-400 €

Besonderheiten:

 

 

 

 

 

Rupes

 

 

Ähnlich wie Flex sind auch die Italiener von Rupes nicht nur im Bereich der Poliermaschinen unterwegs. Die Firmengeschichte reicht dabei ähnlich weit zurück wie die von Flex und so wurde die Firma bereits 1947 gegründet. Rupes hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als edle Alternative zu den Flex Polierern erarbeitet die bei Erscheinen der Konkurrenz bei gewissen Details immer einen Tick voraus waren. Neben einer ganzen Bandbreite an Exzenter- und Rotationspolierern hat Rupes auch einen Zwangsexzenter im Angebot. Rupes bietet neben den Maschinen auch ganze rundum sorglos Pakete an. Darunter fallen eigene Pads sowie eigene Polituren. Alles Gründe warum sich die Maschinen auch bei professionellen Aufbereitern großer Beliebtheit erfreuen. Das alles hat seinen Preis und so gehören die Rupes Maschinen zu den teuersten ihrer Art. Edles aus Italien war eben immer schon etwas teurer ;)

 

 

 

 

Rupes Bigfoot LK900E Mille

 

Die LK900E Mille ist Rupes Beitrag zu den Zwangsexzentern. Mit 5mm ist der Hub ähnlich klein wie bei der Flex Maschine. Die Besonderheit der LK900E ist das Sie mit 2 Stütztellergrößen ausgeliefert wird und das Sie mit 9m Kabel eine der längsten Kabel aller Poliermaschinen hat.

 

Polierhub: 5mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 265-535 u/min

Stütztellergröße: 125 mm und 150mm

Preis: 500-700 €

Besonderheiten: 2 Stützteller im Lieferumfang, 9m langes Kabel

 

 

Makita

 

 

Der japanische Hersteller ist wohl am besten für seine Elektrowerkzeuge bekannt. Darunter fallen auch Poliermaschinen. Die interessanteste für den Aufbereiter ist sicherlich die PO Serie die aus der PO5000 und der PO6000 besteht. Der einzige Unterschied zwischen den beiden Maschinen ist die Größe des Stütztellers. Die 5000er hat einen 125mm Teller, die 6000er einen 150mm Teller. In Sachen Preis und Qualität lässt sich Makita in der Mittelklasse einordnen. Qualitativ einen ordentlichen Schritt über den typischen Anfängermaschinen, aber doch noch mit gewissem Abstand zu den Profimaschinen von Flex und Rupes.

 

 

 

 

 

 

 

 

Makita PO5000

 

Unter den Zwangsexzentern nimmt die Makita eine Sonderstellung ein! Sie hat nämlich den Vorteil das Ihre Zwangsrotation zuschaltbar ist. Man hat also auf Wunsch eine ganz normale Exzentermaschine oder aber eben einen Zwangsexzenter. Viele Enthusiasten haben Sie schon alleine wegen dieses Features bereits in Ihr Herz geschlossen. Definitiv eine Maschine für den Enthusiasten und Anfänger die mehr wollen als das typische Einsteigergerät.

 

Polierhub: 5,5mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 180-790 u/min (Zwangsexzentermodus) 1.600-6.800 opm (Exzentermodus)

Stütztellergröße: 125 mm

Preis: Ca. 280 €

Besonderheiten: Zuschaltbare Zwangsrotation

 

Makita PO6000

 

Die PO6000 unterscheidet sich von der PO5000 einzig und allein durch den Stützteller.

 

Polierhub: 5,5mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 180-790 u/min (Zwangsexzentermodus) 1.600-6.800 opm (Exzentermodus)

Stütztellergröße: 150 mm

Preis: Ca. 280 €

Besonderheiten: Zuschaltbare Zwangsrotation

 

 

Festool

 

Die deutsche Firma Festool ist wohl am ehesten für seine Druckluft- und Elektrowerkzeuge bekannt. Somit hat auch Festool einige Maschinen im Programm die sich für Polierarbeiten eignen. Die bekanntesten dürften die Maschinen der Rotex Serie sein zu der die RO 125 und die RO 150 gehören.

 

 

 

 

 

 

 

Festool Rotex RO 125

 

Die Rotex RO 125 ist ein Exzenter mit zuschaltbarem Zwangsantrieb im kompakten Format. Die Maschinen verfügen über eine Drehzahlkonstanthaltung und ein abnehmbares Kabel mit Bajonettverschluss. Dies ist praktisch da man so das Kabel besser aufbewahren kann ohne es an der Maschine selbst abzuknicken. Ein weiteres praktisches Detail ist der Anschluss für den Staubsauger. Dieser ist zwar für die Politur nicht zwingend nötig, ist aber praktisch wenn man die Maschine auch für andere Arbeiten einsetzen möchte wo wirklich Material abgetragen werden soll.

 

Polierhub: 5mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 300-600 u/min (Zwangsantriebmodus), 3000-6000 u/min (Exzentermodus)

Stütztellergröße: 125mm

Preis:

Besonderheiten: Zuschaltbarer Zwangsantrieb, abnehmbares Kabel

 

Festool Rotex RO 150

 

Die RO 150 hat erstmal die gleichen Vorteile wie die RO 125, trotzdem gibt es ein paar Unterschiede. Die 150er hat mit 720W Leistungsaufnahme etwas mehr Punch als die 125er. Dazu liegt Ihr Drehzahlband im Zwangsantriebsmodus zwischen 320 und 660 u/min. Im Exzenterbetrieb zwischen 3300 und 6800 u/min. Auch hier lässt der Name einen Rückschluss auf die Stütztellergröße zu, in diesem Falle also 150mm.

 

Polierhub: 5mm

Leistungsaufnahme: 720W

Drehzahl: 320 – 660 u/min/opm (Zwangsantriebmodus), 3300 – 6800 u/min (Exzentermodus)

Stütztellergröße: 150mm

Preis:

Besonderheiten: Zuschaltbarer Zwangsantrieb, abnehmbares Kabel

 


Dino Kraftpaket

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch Dino Kraftpaket hat seinen Beitrag zu den Zwangsexzentern. Mit einer Maschine artet die Auswahl aber nicht ganz so aus wie bei den reinen Exzentern ;)

 

Exzentermaschine mit Zwangsrotation 8mm 710 Watt

 

Wie man an den technischen Daten sehen kann hat man sich hier das Exzentermodell genommen und den Antrieb entsprechend auf Zwangsrotation umgebaut.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 710 Watt

Drehzahl: 800-4200 u/min

Stütztellergröße: 150mm

Preis: Ca. 180€

Besonderheiten: Zwangsantrieb, 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

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23.11.2019 16:09    |    Dynamix    |    Kommentare (0)

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Wie im ersten Artikel angekündigt knöpfen wir uns zum Anfang die Exzenterpolierer vor, da Sie die typischen Anfängermaschinen sind. Hier gibt es auch mit Abstand die größte Auswahl und die größten Preisspannen. Hier wird jeder, vom Anfänger über den Enthusiasten bis zum Profi, fündig!

 

Die Übersicht ist nach Hersteller sortiert um einen besseren Überblick darüber zu geben welcher Hersteller welche Maschinen im Programm hat. In dieser Übersicht geht es mit den teuren Maschinen weiter. Diese eignen sich besonders für Nutzer welche die Maschinen oft und lange im Einsatz haben, also Enthusiasten welche die Fahrzeuge der halben Verwandschaft polieren oder professionelle Aufbereiter.

 

Die bekanntesten Hersteller sind hier Flex, Rupes und zukünftig wohl auch LC Power Tools, der Poliermaschinenableger von Lake Country.

 

Flex

 

Flex ist vielen wohl als Hersteller von Trennschleifern ein Begriff. „Flexen“ hat sich als Synonym für das trennschleifen eingebürgert wie „Tempo“ für Taschentücher. Der schwäbische Hersteller ist aber auch in anderen Bereichen sehr aktiv. Dazu gehören die Poliermaschinen. Wie alle Flex Maschinen sind die Poliermaschinen besonders hart im Nehmen und preislich auch nicht gerade billig. Damit richten Sie sich besonders an Profis die Ihre Maschinen wirklich täglich über mehrere Stunden hart rannehmen. Aufgrund Ihrer Robustheit und Ihrer guten Leistungen erfreuen sich die Maschinen aber auch bei Enthusiasten im Privatbereich großer Beliebtheit.

 

 

 

XFE 7-12 80

 

Die XFE 7-12 80 ist eine Exzentermaschine für kleinere Bereiche. Solche Maschinen bieten sich besonders für Bereiche wie Stoßstangen, Einstiege oder Säulen an.

 

Polierhub: 12mm

Leistungsaufnahme: 700W

Drehzahl:

Stütztellergröße: 80mm

Preis: 300-400€

Besonderheiten: 4m Kabellänge, für kleinere Bereiche konzipiert.

 


XFE 7-15 150

 

Die XFE 7-15 150 ist eine Großhubexzentermaschine. Wie bei der XFE 7-12 80, so gibt auch hier der Name einen Hinweis auf die technischen Daten. Mit Ihren 15mm gehört die Flex zu den Großhubexzentern.

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 710W

Drehzahl:

Stütztellergröße: 150mm

Preis: 400-500€

Besonderheiten: Großhubexzenterpolierer, erhältlich in einem Set mit diversem Zubehör.

 

 

 

 

 

 

Rupes

 

Rupes ist ein italienischer Hersteller von professionellen Poliermaschinen. Dabei deckt Rupes die gesamte Bandbreite an Antriebsarten und Größen ab, weshalb die Übersicht auch etwas größer wird. Am bekanntesten dürfte die BigFoot Serie sein die mit einer schier unübersichtlichen wirklich jeden Bereich abdeckt die sich ein Aufbereiter wünschen kann. Rupes hat sich mit kleinen Innovationen einen Namen unter professionellen Aufbereitern und Enthusiasten gemacht. Rupes Maschinen bestechen durch Ihr besonders ausgeklügelte Balance und lauter kleinen Details bei denen man den professionellen Aufbereiter im Blick hat. Dies lässt sich Rupes auch fürstlich bezahlen. Die Maschinen liegen preislich noch über den Profimaschinen von Flex. Man macht das Ganze also entweder besser beruflich oder ist ein besonders ausgeprägter Pflegeenthusiast. Für einen Anfänger der nicht sicher ist ob er das Hobby auf Dauer betreibt lohnen sich die Maschinen aufgrund Ihres Preises nicht.

 

 

Rupes BigFoot LHR75E

 

Die BigFoot LHR75E ist eine kleine Exzentermaschine die für den Einsatz an engen Stellen konzipiert wurde. Diese Maschinen eignen sich besonders für kleine/enge Stellen oder für die isolierte Bearbeitung von vereinzelten Lackdefekten.

 

Polierhub: 12mm

Leistungsaufnahme: 400W

Drehzahl: 4000-5500 u/min

Stütztellergröße: 75mm

Preis: 300-400€

Besonderheiten: Erhaltlich in Sets mit reichhaltigem Zubehör

 

 

 

 

 

 

 

Rupes BigFoot LHR75

 

Die LHR75 ist wie Ihre Schwester, die LHR75E, ein Polierer für kleinere Stellen. Der Unterschied liegt im Antrieb. Während die E über einen Elektromotor verfügt wird die LHR 75 mit Druckluft angetrieben.

 

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 6 bar

Drehzahl: 0-11.000 u/min

Stütztellergröße: 75mm

Preis: 250-350€

Besonderheiten: Pneumatischer Antrieb

 

Rupes BigFoot LHR12E Duetto

 

Die LHR12E Duetto gehört zu den regulären Exzenterpolierern aus der Rupes Kollektion. Mit Ihrer Größe, dem 12mm Hub und dem 125mm Stützteller gehört Sie zu den Allzweckwaffen im Rupes Programm.

 

Polierhub: 12mm

Leistungsaufnahme: 400W

Drehzahl: 4000-5500 u/min

Stütztellergröße: 125mm

Preis: 300-400€

Besonderheiten: Erhältlich in Sets mit verschiedenem Zubehör

 

 

 

Rupes BigFoot LHR15ES

 

Die LHR15ES gehört mit Ihren 15mm Hub zu den Großhubexzentern. Auch Sie kommt mit einem 125mm Stützteller.

 

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 2000-5000 u/min

Stütztellergröße: 125mm

Preis: 300-400€

Besonderheiten: Erhältlich in Sets mit verschiedenem Zubehör

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rupes BigFoot LHR15 Mark II

 

 

Die Mark II ist die Weiterentwicklung der LHR15ES, welche sich besonders durch einen kräftigeren Motor und einen niedrigeren Stromverbrauch auszeichnet. Wie bei seinen anderen Maschinen, so legt Rupes auch hier Wert auf eine gute Ergonomie und ein gutes Handling der Maschine. Durch den Hub von 15mm kann man mit der Maschine noch gut Meter machen, hat aber immer noch genug Sicherheit um auch als Anfänger den Lack nicht zu schädigen. Durch den Preis und Ihre Eigenschaften richtet sich die Mark II eher an Profis, ist allerdings auch unter ambitionierten Enthusiasten sehr beliebt.

 

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 2500-5300 u/min

Stütztellergröße: 125mm

Preis: 400-500€

Besonderheiten: Erhältlich in Sets mit verschiedenem Zubehör

 

 

 

 

Rupes BigFoot LHR 15 Mark III

 

Die Mark III ist das neueste Update der LHR15. Die Maschine wurde auf der SEMA 2018 vorgestellt und ist der neueste Ableger der Bigfoot Familie. Wie alle Bigfoots, gibt es auch die Mark III in verschiedenen Hubgrößen. Hier haben wir es mit dem 15mm Ableger zutun. Die Mark III Reihe besticht durch effizientere Motoren die mehr Drehmoment bei niedrigerer Leistungsaufnahme bieten und gleichzeitig durch ihre ausgewogene Ergonomie und Laufeigenschaften bestechen. Als nettes Schmankerl verfügen die Mark III Modelle über einen Gasgebeschalter mit dem man innerhalb des eingestellten Geschwindigkeitsbereiches noch einmal das Tempo feinfühlig regulieren kann.

 

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 3000-5200 u/min

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ca. 480€

Besonderheiten: Erhältlich in Sets mit verschiedenem Zubehör, Gasgebeschalter

 

 

 

 

 

Rupes BigFoot LHR 21ES

 

Die BigFoot LHR 21ES ist etwas für Leute die richtig „Meter machen“ müssen. Durch den riesigen Hub von 21mm schafft man deutlich mehr Abtrag in der selben Zeit. Definitiv der Hammer unter den Rupes Exzentern.

 

Polierhub: 21mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 2000-4200 u/min

Stütztellergröße: 150mm

Preis: 300-400€

Besonderheiten: Maximale Padgröße von 180mm; Erhältlich in Sets mit verschiedenem Zubehör

 

 

 

 

 

 

Rupes BigFoot LHR 21 Mark II

 

Die Mark II ist die Weiterentwicklung der ES. Sie unterscheidet sich hauptsächlich durch die höhere Drehzahl von Ihrer Vorgängerin.

 

Polierhub: 21mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 2500-4700 u/min

Stütztellergröße: 150mm

Preis: 400-500€

Besonderheiten: Maximale Padgröße von 180mm; Erhältlich in Sets mit verschiedenem Zubehör

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rupes BigFoot LHR 21 Mark III

 

Nicht nur die LHR 15, auch die LHR 21 mit Ihren 21mm Hub hat hat ein Update spendiert bekommen. Wie schon beim kleineren Schwestermodell trägt dieses Update den Namen Mark III. Die Mark III Reihe besticht durch effizientere Motoren die mehr Drehmoment bei niedrigerer Leistungsaufnahme bieten und gleichzeitig durch ihre ausgewogene Ergonomie und Laufeigenschaften bestechen. Als nettes Schmankerl verfügen die Mark III Modelle über einen Gasgebeschalter mit dem man innerhalb des eingestellten Geschwindigkeitsbereiches noch einmal das Tempo feinfühlig regulieren kann.

 

 

Polierhub: 21mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 3000 – 4500 u/min

Stütztellergröße: 150mm

Preis: Ca. 520€

Besonderheiten: In verschiedenen Sets erhältlich, Gasgebeschalter

 

 

LC Power Tools

 

LC Power Tools ist neu auf dem Markt und hat auch noch keine eigenen Maschinen am Markt. Allerdings steckt hinter LC Power Tools die bekannte Marke Lake Country, bekannt für seine Pads die zu den Besten Ihrer Art gehören! Man darf von Lake Country also einiges erwarten, besonders weil LC einiges an Erfahrung im Bereich Poliermaschinen mitbringt da die Pads natürlich auf die jeweiligen Maschinentypen abgestimmt werden müssen. Man hat eine ganze Serie mit Maschinen angekündigt von denen allerdings noch niemand weiß welche das sein werden, da bisher nur die UDOS angekündigt ist.

 

 

LC Power Tools UDOS

 

Die erste eigene Poliermaschine aus der Schmiede von Lake Country Power Tools! Lake Country produziert schon seit Jahren Pads für alle namenhaften Hersteller von Poliermaschinen, entsprechend groß und eng ist die Zusammenarbeit mit den Herstellern. Somit hat man genug Erfahrung gesammelt um sich an eine eigene Serie mit Maschinen zu wagen. Bei Lake Country wusste man das eine eigene Poliermaschine nicht einfach nur gut sein muss, sondern auch einzigartig sein muss um sich von der etablierten Konkurrenz vom Kaliber Flex und Rupes zu unterscheiden.

 

Ich denke dies ist mit der Idee hinter der UDOS schon ganz gut gelungen. Die UDOS ist nicht einfach nur irgendein Exzenterpolierer, sondern aufgrund Ihrer Eigenschaften etwas ganz besonderes. Statt einfach nur einen normalen Exzenterpolierer auf den Markt zu bringen hat man sich bei Lake Country überlegt welche Features an einer Maschine für Profis Sinn machen würden. Dabei kam man auf die Idee eines variabel einstellbaren Hubs. Anstatt also für jede Hubstufe immer eine Maschine an der Hand haben zu müssen, kann man bei der UDOS den Hub über einen Ring am Getriebe einstellen. Damit entfällt das lästige wechseln der Maschine. Du brauchst ordentlich Hub für hohe Abrasivität? Stufe 4 hilft! Du willst am Ende ein sauberes Finish fahren? Einfach auf Stufe 1 stellen.

 

So hat man über Jahre getüftelt und hat ein System entwickelt womit sich der Hub in 4 Stufen verstellen lässt. Laut den Infos die es momentan gibt wird die Maschine folgende Hubstufen abdecken:

 

Stufe 1: Schleifmodus (vermutlich 8mm Hub)

Stufe 2: 12 mm

Stufe 3: 15mm

Stufe 4: 21mm

 

Das war aber noch nicht alles! Die Maschine befand sich über mehrere Monate in der Testphase in der man sich auch das Feedback von mehreren Profis eingeholt hat. Dabei gab es immer wieder eine Frage die den Entwicklern gestellt wurde: Warum hat die Maschine keinen Rotationsmodus? Nun, die Entwickler haben zugehört und der UDOS genau dieses Feature verpasst. Damit deckt die Maschine nahezu alle Einsatzzwecke ab. Sollte die Maschine halten was Sie verspricht kann sich die Konkurrenz warm anziehen. Auch wenn die Maschine teuer wird ist Sie unterm Strich doch ein Schnapper da man eben statt 5 Maschinen im Bereich von 300-500€ nur eine Maschine kaufen muss.

 

Weiterhin soll die Maschine einen sehr kräftigen Motor bekommen (1200W), leise sein und eine sehr gute Balance bieten. Die Maschine soll damit nicht nur in der Lage sein zu polieren, sondern bei Bedarf auch als Schleifmaschine einsetzbar sein. Mit der Maschine sollte sich also auch Lacknebel abtragen oder sehr hartnäckige Defekte wegschleifen lassen :) Die Maschine richtet sich damit vornehmlich an Profis und Enthusiasten weshalb man viel Wert auf die vorher genannten Punkte legt um ein möglichst einfaches und ermüdungsfreies Arbeiten zu ermöglichen. Wie bei Rupes legt man hier auch besonderen Wert auf eine gute Ergonomie. Deshalb wird die UDOS auch mit 3 verschiedenen Griffen für den Maschinenkopf verfügbar sein. Die Stütztellergröße soll anfangs 125mm betragen. Auf Nachfrage bei LC Manufacturing bekam ich die Antwort das man weitere Größen bringen wird von denen man noch nicht genau weiß welche das sein werden. Kann auch sein das man sich ein paar Dinge für andere Maschinen aufheben möchte. Eine Art Rupes iBrid Klon oder eine Art Mini Udos im 75mm Bereich wäre denkbar. Wenn man sich das Produktvideo ansieht scheint das Backing Plate ähnlich speziell zu sein wie bei Exzentern mit Zwangsantrieb.

 

Die Einführung in den USA war für das erste Quartal 2019 angepeilt, aufgrund von Verzögerungen und der neu entwickelten Features soll Sie März 2020 auf den Markt kommen. Die Einführung in Europa war für 2020 angepeilt, es ist allerdings möglich das sich durch den verspäteten USA Start auch der Europastart verzögert. Die Maschine wird also eine eigene 220V Version für Europa bekommen, womit man schon mal nicht auf irgendwelche Adapter angewiesen ist :)

 

Sobald die Maschine auf dem Markt ist wird es in diesem Blog einen eigenen Artikel dazu geben!

 

Polierhub: Variabel, 8mm (auch zum schleifen geeignet), 12mm, 15mm, 21mm

Leistungsaufnahme: 1200W

Drehzahl: ???? rpm/opm

Stütztellergröße: 125mm, weitere Folgen

Preis: Ca. 699$ (von LC Power Tools angepeilter Preis in den USA)

Besonderheiten: In 4 Stufen verstellbarer Hub, zuschaltbarer Rotationsmodus, 3 verschiedene Haltegriffe, Tragetasche

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07.08.2019 13:47    |    Dynamix    |    Kommentare (3)

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Nachdem wir nun geklärt haben welche Maschinentypen es gibt und wie diese funktionieren, knöpfen wir uns zum Anfang die Exzenterpolierer vor. Sie sind die typischen Anfängermaschinen und in dieser Kategorie gibt es auch mit Abstand die größte Auswahl und die größten Preisspannen. Hier wird jeder, vom Anfänger über den Enthusiasten bis zum Profi, fündig!

 

Die Übersicht ist nach Hersteller sortiert um einen besseren Überblick darüber zu geben welcher Hersteller welche Maschinen im Programm hat. In dieser Übersicht fangen wir mit den günstigen Maschinen an. Bitte sehr es mir nach wenn ich nicht alle Maschinen hier abgehandelt habe. Ich bin mir sicher das in der Zeit in der ich diesen Artikel vorbereitet und geschrieben habe schon wieder 5 neue Modelle auf dem Markt sind.

 

Dodo Juice

 

Dodo Juice ist als Hersteller eher für seine Pflegeprodukte bekannt. Aber wie einige andere Hersteller von Pflegeprodukten, so hat auch Dodo Juice ein umgelabeltes DA-900 Derivat im Programm.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dodo Juice Buff Daddy

 

Die Buff Daddy war die erste Maschine im Arsenal. Sie basiert auf der DAS-6 und somit teilt Sie sich auch die Leistungsdaten mit diesen Maschinen. Die Buff Daddy ist damit eine typische Anfängermaschine mit welcher man schon ordentliche Ergebnisse erzielen kann ohne das man Gefahr läuft das morgen Peter Zwegat vor der Tür steht.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 550W

Drehzahl: 2500 – 6500 opm

Stütztellergröße: 75mm oder 125mm (75mm Teller im Zubehör erhältlich)

Preis: Ca. 150€

Besonderheiten: 75mm Stützteller im Zubehör erhältlich, Erhältlich im Set mit Tasche, Werkzeug und Ersatzkohlen.

 

Dodo Juice Buff Daddy Pro DA-900

 

Die Buff Daddy Pro ist die stärkere Version der DAS-6. Diese zeichnet sich hauptsächlich durch Ihren stärkeren Motor aus. Ansonsten sind die Maschinen identisch.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 880W

Drehzahl: 2500 – 6500 opm

Stütztellergröße: 75mm oder 125mm (75mm Stützteller im Zubehör erhältlich.)

Preis: Ca. 200€

Besonderheiten: Stärkerer Motor als die reguläre Buff Daddy

 

 

Krauss

 

Krauss ist ein Hersteller von Anfängerpoliermaschinen und bietet eine gute Auswahl zu fairen Preisen. Wer nur ab und an ein Auto poliert wird mit den Maschinen seine Freude haben. Krauss hat 2 Serien. Die alte DB Serie und die neue Shinemaster Serie. In Ihren Eigenschaften und Ihrer Optik ähnelt die Shinemaster Serie den Lupus Maschinen. Die DB Serie ist ein typischer DAS-6 Ableger.

 

 

 

 

Krauss DB5200

Die DB5200 ist ein typischer DAS-6 Ableger. Entsprechend sind dann auch die technischen Daten. Wie die ganzen anderen Derivate eine gute Anfängermaschine.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 2500 – 6500 opm

Stütztellergröße: 75mm oder 125mm (75mm Teller im Zubehör erhältlich)

Preis: Ca. 130€

Besonderheiten: 75mm Stützteller im Zubehör erhältlich

 

Krauss DB5800S

 

Auch die DB5800S ist ein typischer DAS-6 Ableger, in diesem Falle von der Pro Version mit dem stärkeren Motor mit dem Schmankerl einer Drehzahlkonstanthaltung wie Sie alle Ableger der DAS-6 Pro haben. Wie alle anderen Derivate eine gute Anfängermaschine für alle die etwas mehr Bumms brauchen.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 880W

Drehzahl: 2500 – 6500 opm

Stütztellergröße: 75mm oder 125mm (75mm Teller im Zubehör erhältlich)

Preis: Ca. 160€

Besonderheiten: 75mm Stützteller im Zubehör erhältlich

 

Krauss Shinemaster S8

 

Die Shinemaster Serie ist der Nachfolger der DB Serie und hat wie alle DAS-6 Nachfolger ein deutlich ergonomischeres Gehäuse. Gerade für Anfänger nicht verkehrt da sich die Maschinen besser führen lassen. Das Geschwindigkeitsdrehrad in Daumenreichweite erleichtert die Bedienung.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 2500 – 6800 opm

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ca. 160€

Besonderheiten: -

 

Krauss Shinemaster S15

 

Wie der Name es schon erahnen lässt ist die S15 eine Exzentermaschine mit 15mm Hub. Bis auf die Drehzahl unterscheidet sich die Maschine aber nicht großartig von Ihren Schwestern.

 

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 2500 – 4800 opm

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ca. 170€

Besonderheiten: -

 

 

 

 

Krauss Shinemaster S21

 

Die S21 ist die 21mm Hubversion der Shinemaster Serie. Hier wurde die Drehzahl wegen des großen Hubs noch einmal ein wenig abgesenkt.

 

Polierhub: 21mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 1800 – 4800 opm

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ca. 170€

Besonderheiten:

 

 

 

 

 

 

Krauss Shinemaster S75

 

Die Shinemaster S75 gehört zu den kleinen 75mm Exzentern und eignet sich entsprechend für kleine und enge Stellen.

 

Polierhub: 12mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 2500 – 5500 opm

Stütztellergröße: 74mm

Preis: Ca. 150€

Besonderheiten: 74mm Stützteller

 

 

 

 

Meguiars

 

 

Wie Dodo Juice hat auch Meguiars „eigene“ Maschinen im Angebot. Diese Serie wird bei Meguiars mit MT und einer Zahl im 300er Bereich bezeichnet. Die Maschinen sich primär an Anfänger und Enthusiasten. Preislich schon eher im oberen Segment dieser Klasse angesiedelt sind die Maschinen eher was für Fans. Die Maschinen sind durchaus solide, sind aber nicht besser als Maschinen die gerne mal 100€ weniger kosten. Hier zahlt man definitiv für den guten Namen mit. Ist also eher was für Fans der Marke Meguiars.

 

 

 

 

MT300 Dual Action Polisher

 

Sie ist die Vorgängerin der MT310.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 3000-7500 opm

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ca. 300€

Besonderheiten: -

 

 

 

 

 

 

 

MT310 Dual Action Polisher

 

Die Nachfolgerin der MT300.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 500W

Drehzahl: 3000 – 7500 opm

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ca. 300€

Besonderheiten: -

 

 

 

 

 

 

Liquid Elements

 

Liquid Elements ist ein Hersteller von Anfängermaschinen im untersten Preisbereich. Die Maschinen überzeugen neben Ihrem äußerst günstigen Preis auch mit ordentlichen Ergebnissen an denen selbst Enthusiasten nichts auszusetzen haben! Genau das richtige für den Einsteiger der die Ausgaben gering halten will.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Liquid Elements T2000

 

Die „kleine“ von Liquid Elements ist die T2000. Sie hat alle Eigenschaften die eine brauchbare Anfängermaschine ausmachen. Mit Ihrem Preis ab 99€ ist die Maschine außerordentlich günstig und somit eine Maschine für Anfänger die möglichst wenig ausgeben möchten und dazu nicht so oft polieren. Die Alternativen in dem Preisbereich lohnen sich meist nicht da die T2000 preislich schon in einem Bereich wildert wo sich für gewöhnlich die unbrauchbaren Billigmaschinen tummeln. Drunter würde ich definitiv nicht anfangen!

 

Polierhub: 9mm

Leistungsaufnahme: 650W

Drehzahl: 2000 – 6400 opm

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ab 99€

Besonderheiten: 75mm Teller erhältlich

 

Liquid Elements T3000

 

Die T3000 bringt alles mit was eine moderne Poliermaschine können muss. Ein kräftiger Motor, ein ordentlicher Hub und ein fast schon unschlagbar niedriger Preis sind die Argumente für die T3000.

 

Polierhub: 10mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 2500 – 6500 opm

Stütztellergröße: 125mm

Preis: Ca. 130€

Besonderheiten: 75mm Teller erhältlich

 

Dino Kraftpaket

 

Dino Kraftpaket bietet die volle Bandbreite an Poliermaschinen die sich auch schon im ein oder anderen Praxistest bewährt haben. Diese Maschinen richten sich vornehmlich an private Anwender was sich auch in den moderaten Preisen wiederspiegelt. Dino Kraftpaket bietet eine ganze Fülle an DAS-6 Derivaten an, incl. des Nachfolgemodells. Von der 75mm Maschine für kleine Engstellen bis zum Großhubexzenter mit ordentlich Druck bekommen hier Anfänger die ganze Bandbreite aus einer Hand. Welche Maschine es im Endeffekt wird entscheidet hier ganz das eigene Gusto sowie der angedachte Einsatzbereich. Nicht über die merkwürdige Produktbezeichnung wundern, auf der Webseite von Dino Kraftpaket steht es auch nicht anders ;)

 

Exzenter Poliermaschine 8mm, 600 Watt

 

Die typische Anfängermaschine und optisch der alten DAS-6 Maschinen nachempfunden besticht die Maschine hauptsächlich durch Ihren günstigen Preis.

 

Polierhub: 8mm

Leistungsaufnahme: 600W

Drehzahl: 1500 – 6800 opm

Stütztellergröße: 150mm

Preis: Ca. 130€

Besonderheiten: 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

 

 

 

 

Exzenter Poliermaschine 9mm, 650 Watt

 

Technisch sehr nahe an der 8mm/600Watt Maschine ist diese hauptsächlich etwas kräftiger und vor allem günstiger als die "kleinere" Maschine.

 

Polierhub: 9mm

Leistungsaufnahme: 650W

Drehzahl: 1600 – 6400 opm

Stütztellergröße: 150mm

Preis: Ca. 100€

Besonderheiten: 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

Exzenter Poliermaschine 12mm, 710 Watt

 

Diese Maschine ist eine typische Vertreterin der 75mm Klasse. Besonders gut geeignet für kleine und enge Stellen.

 

Polierhub: 12mm

Leistungsaufnahme: 710W

Drehzahl: 1500 – 5000 opm

Stütztellergröße: 74mm

Preis: Ca. 170€

Besonderheiten: 75mm Teller, 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

 

 

 

 

Exzenter Poliermaschine 21mm, 720 Watt

 

Hier haben wir es mit einem Großhubexzenter zutun. Empfiehlt sich besonders dann wenn man sehr große Flächen bearbeiten muss.

 

Polierhub: 21mm

Leistungsaufnahme: 720W

Drehzahl: 2100 – 5000 opm

Stütztellergröße: 150mm

Preis: Ca. 160€

Besonderheiten: 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

Exzenter Poliermaschine 9mm, 900 Watt

 

Technisch ein Ableger der DAS-6 Pro, also die Version mit dem 900 Watt Motor. Abgesehen vom Hub von 9mm so ziemlich das Gleiche in Grün ääähhhh, Grau!

 

Polierhub: 9mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 1600 – 4200 opm

Stütztellergröße: 125/150mm

Preis: Ca. 130€

Besonderheiten: 125mm und 150mm Stützteller erhältlich, 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

 

Exzenter Poliermaschine 15mm, 900 Watt

 

Die 15mm Version der 9mm Maschine.

 

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 1600 – 4200 opm

Stütztellergröße: 125/150mm

Preis: Ca. 130€

Besonderheiten: 125mm und 150mm Stützteller erhältlich, 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

 

Exzenter Poliermaschine 21mm, 900 Watt

 

Auch hier haben wir es wieder mit einem DAS-6 Pro Ableger zutun, nur dieses mal in der 21mm Version. Technisch mit Ihren 9mm und 15mm Schwestern verwandt.

 

Polierhub: 21mm

Leistungsaufnahme: 900W

Drehzahl: 1600 – 4200 opm

Stütztellergröße: 125/150mm

Preis: Ca. 130€

Besonderheiten: 125mm und 150mm Stützteller erhältlich, 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

Exzenter Poliermaschine 15mm, 950 Watt

 

Im Prinzip das Selbe wie die anderen Maschinen, nur mit dem moderneren und ergonomischen Gehäuse und etwas mehr Leistungsaufnahme. Auch hier haben wir es wieder mit einem Großhubexzenter zutun. Genau die richtige Größe für alle die etwas mehr Biss brauchen und nicht gleich die schweren 21mm Kaliber auffahren wollen.

 

Polierhub: 15mm

Leistungsaufnahme: 950W

Drehzahl: 1500 – 4800 opm

Stütztellergröße: 150mm

Preis: Ca. 160€

Besonderheiten: 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

 

Exzenter Poliermaschine 21mm, 950 Watt

 

Identisch mit der 15mm Maschine, außer eben dem Hub. Wie bereits öfters erwähnt eignen sich die 21mm Maschinen für echte Härtefälle und/oder große Flächen.

 

Polierhub: 21mm

Leistungsaufnahme: 950W

Drehzahl: 1500 – 4800 opm

Stütztellergröße: 150mm

Preis: Ca. 170€

Besonderheiten: 5m Kabel, Drehzahlkonstanthaltung

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21.07.2019 18:44    |    Dynamix    |    Kommentare (14)

Heute gibt es mal einen etwas anderen Aufbereitungsbericht. Dies hat mehrere Gründe. Der offensichtlichste: Es handelt sich dieses mal um ein Zweirad. Der nicht ganz so offensichtliche: Der Lack soll nicht nur poliert sondern geschliffen werden. Der Hintergrund ist das der Vorbesitzer glaubte den Coolnessfaktor der armen Vespa zu erhöhen indem er Sie mit mattschwarz aus der Dose verschönert :(

 

 

Beim Kauf war mir das damals relativ egal, schließlich hat das Ding auch nicht die Welt gekostet. Da ich mittlerweile aber wieder motivierter bin die Vespa zum Leben zu erwecken habe ich mich neben dem einkreisen des Fehlers auf das konzentriert was ich mittlerweile ganz manierlich beherrsche: Fahrzeuge wieder hübsch machen ;)

 

Die Idee: Mit etwas Nitroverdünnung, etwas Politur und der Maschine auf Vollstoff sollte sich da was machen lassen. Also zum Baumarkt und erstmal die gute Chemie besorgt. Ein Wunder das bisher noch nicht das BKA vor meiner Tür stand, ich wette mit all den lustig riechenden Flüssigkeiten kann man sich nicht nur vortrefflich in eine andere Umlaufbahn schießen sondern auch eine ordentliche Bombe bauen :D

 

Weiter im Text: Als Testspot musste das Beinschild herhalten. Das ich mir da scheinbar die Stelle ausgesucht habe die am dicksten mit der Dose übergejaucht wurde habe ich erst später bemerkt. Nach dem Testspot bemerkte ich das meine Theorie haltbar war. Der "neue" Lack ging ab ohne den Originallack zu verkratzen oder zu zerstören. Hmm, da sollte was gehen! Mal davon ab das mir die Aktion eine riesenmenge Geld für eine neue Lackierung spart. Dauerhaft sollte die Vespa nämlich nicht so bleiben. Am Tag danach besorgte ich mir erst einmal ein paar harte Pads, das mittelharte 75mm Pad das ich für den Test verwendet hatte litt mehr als ordentlich unter dem Test. An einem sturmfreien Wochenende widmete ich mich dann dem abschleifen des Sprühlacks. Die zu bearbeitende Fläche großzügig mit Nitroverdünnung eingerieben und danach mit der Maschine drüber. Das funktionierte erstaunlich gut, war aber natürlich deutlich zeitaufwändiger als eine normale Politur. Allerdings zeigt es auch welches Potenzial der originale Lack gehabt hätte wenn man Ihn nicht einfach übergejaucht hätte. Naja, ich versuche das Beste rauszuholen. Nach den ersten Anläufen auf dem Beinschild war ich schon ganz zufrieden, allerdings gibt es da ein paar grobe Stellen die ich nicht ganz wegbekomme. Sieht halt etwas nach feiner Orangenhaut aus aber alles ist besser als mattschwarz. Nachdem ich das Beinschild zur Hälfte durch hatte kamen die Embleme ab. Zum einen müssen die eh neu da übergejaucht und da die Embleme aus verchromten Plastik bestehen gibt es auch keine Chance die Embleme zu retten ohne die Chrombeschichtung gleich mit in den Tod zu reißen. Also ab damit! Einmal kurz mit dem Schraubenzieher angehoben, das Hebelwerkzeug darunter und einmal kräftig gehebelt. Danach demontierte ich noch diverse andere Karosserieteile, darunter Blinker, Rücklicht und anderen Kleinkram der im Weg stehen könnte. Die Chromteile sind leider so gut wie alle nicht zu retten. Da muss auf Dauer wohl für alles mal Ersatz her. Zum Glück gibt es die Teile alle noch und die Optik wäre es mir wert.

 

So zogen zwei Tage ins Land in denen ich mich Stück für Stück vorarbeitete. Zum Glück waren die Seitenteile scheinbar deutlich dünner besprüht worden. Auffällig war das auf dem Lack ordentlich Hitze entstanden ist die man auf einem gut gepflegten Lack tunlichst vermeiden sollte da es zu Schäden kommen kann. Da dies aber in dem Falle der Sinn und Zweck der Übung war kam mir der Effekt in dem Falle mehr als Recht ;) Stunden später stand die Vespa schon viel besser da. Und eins möchte ich an dieser Stelle festhalten: Schwarz Uni IST die Königsdisziplin unter den Lacken. Man sieht wirklich JEDEN Mist und leider bekomme ich auch nicht den kompletten Lacknebel runter. Sieht man aber nur wenn man wirklich ganz genau hinsieht. Scheinbar sollte die Dosenlackierung auch dazu dienen ein paar Schrammen am Seitendeckel zu kaschieren. Mich persönlich stört es nicht so wirklich, der Roller selbst ist auch schon fast ein Youngtimer. Ein bisschen Patina darf es haben und falls es mich doch stört kann man die paar Stellen ausbessern auch ohne sich in den finanziellen Ruin zu stürzen. Auf jeden Fall war es eine gute Übung!

 

Die verwendeten Pads sind natürlich im Eimer, dass letzte fing sogar an sich unter der Belastung aufzulösen. Das diese jetzt pechschwarz statt bunt sind muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden ;)

 

Danach fing ich an die Vespa zumindest teilweise wieder zusammenzubauen. Die unlackierten Plastikteile kommen später, diese werde ich definitiv mal feucht abwischen und dann mit Koch Chemie Nano Magic Plast Care behandeln. Erstmal ist das Blech dran! Sieht mit den ganzen Anbauteilen doch schon mal gar nicht so verkehrt aus :cool: Die Chromspiegel waren definitiv eine gute Investition. Nicht nur das diese deutlich besser aussehen, Sie verbessern auch noch die Sicht nach hinten. Die Originalspiegel sind viel zu kurz als das ein Mensch von meiner Statur da was sehen könnte.

 

Sollte die Vespa doch irgendwann mal wieder laufen werdet Ihr im anderen Blog davon lesen. Ich habe da schon ein paar Ideen die ich gerne umsetzen würde, vor allem weil an dem Teil noch genug Baustellen sind. Aber das ist, wie schon gesagt, etwas für den anderen Blog :)

 

 

 

 

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21.07.2019 18:04    |    Dynamix    |    Kommentare (0)

Heute gibt es mal wieder einen Bericht zu einer Aufbereitung auf die ich mich lange gefreut habe. Nicht weil der Wagen jetzt sonderlich spektakulär wäre, sondern weil das Auto schon lange in der Familie ist und der Wagen in die Familie kam kurz bevor ich meinen Führerschein gemacht habe. Lang ist es her :) Mit dieser Reihe möchte ich besonders Anfängern zeigen was man alles so aus einem alten Lack rausholen kann und damit auch ermutigen sich ruhig selbst mal an so etwas heranzutrauen.

 

Fangen wir mit dem Bericht an:

 

Was haben wir hier eigentlich? Nun, unschwer zu erkennen haben wir es hier mit einem Golf Plus in Reflexsilber metallic zutun. Der Wagen hat mittlerweile fast 260.000km auf dem Tacho und hat entsprechend seine Macken aber für die Laufleistung und die Tatsache das der Wagen auch als Familienauto herhalten musste ist er gut in Schuss, vor allem technisch. Aber eben weil der Wagen schon etwas in seinem Leben gesehen hat und nie aufbereitet wurde habe ich mich auf die Aufbereitung gefreut, auch wenn es genau deshalb eine Herausforderung war. So holte ich den Wagen eines Abends bei meinem Bruder ab und stellte Ihm meinen Caprice vor die Tür. Geht nicht anders, ich kann keine 2 Autos gleichzeitig fahren ;) Die Gelegenheit hat er dann auch offensichtlich genutzt, standen bei Rückgabe doch über 50 Kilometer auf der Uhr als für den Hin und Rückweg nötig gewesen wären ;) Zusätzlich hat der Wagen bei seinen Nachbarn für große Augen und erhöhtem Gesprächsbedarf gesorgt. Es sei Ihm gegönnt :)

 

Auf der Fahrt nach Hause im alten Recken wurde schnell klar das der Innenraum auch etwas Liebe vertragen könnte. Der Innenraum ist jetzt nicht total zugemüllt, aber es sind halt schon die typischen Spuren eines Familienautos vorhanden. Verschmutzte Einstiege und Türverkleidungen sind da völlig normal. Dazu noch der ein oder andere Kekskrümel des Neffen, Eltern dürften an der Stelle eine Dejavu haben :D Äußerlich sah es ganz okay aus, wobei silber in der Hinsicht eine echt dankbare Farbe ist. Feine Ablagerungen sieht man so gut wie nicht. Gleiches gilt für Swirls oder Kratzer die auf Silber schwieriger zu sehen sind als auf einem schwarzen Lack.

 

Am nächsten Morgen packte ich meine Sachen zusammen und legte mit der Wäsche los. Wie bei jeder Aufbereitung steht am Anfang die Wäsche. Da ich noch ein paar ältere Mittelchen hatte die weg könnten und bei dem Verschmutzungsgrad sicherlich nicht schaden, habe ich ein paar Sachen wie einen Insektenreiniger und einen Vorreiniger mit eingepackt. Dieses mal habe ich dem Wagen zwei Vorwäschen verpasst, gerade weil man auf Silber den Dreck so gut wie kaum sieht und weil es in Anbetracht der anstehenden Politur sicherlich nicht schadet. So wurde der Wagen erst vom groben Dreck mit der Lanze befreit, danach durften der Insektenkiller und der Vorreiniger zeigen was Sie konnten. In der Zwischenzeit bereitete ich die Wascheimer und die Sprüher vor. Einen zum einschäumen und den anderen für das Gleitmittel. Da mir der Detailer bereits ausgegangen ist musste ich mich mit der Super Soap Lösung behelfen. Ein paar gut gemeinte Spritzer haben da bereits gereicht und funktionieren tut es ganz gut.

 

Nach dem Vorreiniger wurde der Wagen noch einmal abgekärchert und danach der Schaum aufgetragen welcher ebenso ein bisschen Zeit zum einwirken bekommen hat. Die gründliche Vorwäsche hat definitiv Wirkung gezeigt, da ich von dem Wagen dann beim eigentlichen Waschen gar nicht mal mehr so viel Dreck herunterbekommen habe.

 

Nach der Wäsche stand das Kneten an, hier war ich überzeugt das ich hier noch einiges reißen dürfte und ich wurde nicht enttäuscht. Gerade die typischen Stellen wie Dach und Haube förderten noch einige Ablagerungen zutage. Der Wagen sah sauber aus und damit schon mal gar nicht so schlecht! Um die Politur kommt der Wagen trotzdem nicht herum ;) Da ich wusste das VW gerne harten Lack verwendet habe ich die ganz harten Pads ausgepackt. Die waren stellenweise auch nötig, da gerade am Dach die Pads noch einiges runtergeholt haben. Entsprechend haben sich die Pads zugesetzt, hier war dann nach jedem Bauteil auswaschen angesagt. Das Ganze hat dann auch ein paar Stunden in Anspruch genommen, aber das Ergebnis konnte sich schon sehen lassen. Da die Ultimate Compound eine brauchbare One Step Politur ist konnte ich mir den Zwischenschritt in dem Falle sparen. Der lack hatte keine sichtbaren Swirls oder Kratzerchen mehr, außer natürlich die welche auch eine Politur nicht mehr richtet. Bevor ich aber mit dem letzten Polierschritt anfing kümmerte ich mich erst einmal um den Innenraum. Einmal aussaugen und durchwischen brachten schon eine spürbare Verbesserung. Weiterhin bekamen die Scheiben ihre Aufmerksamkeit. Die Ablagen habe ich ebenso ausgesaugt und geputzt. Zum Glück lassen sich die Gummieinlagen in der Mittelkonsole alle rausnehmen. In all den Jahren hatte sich da in den Ritzen doch einiges gesammelt.

 

Nach dem Innenraum war der Lack wieder an der Reihe. Jetzt bekam der Lack eine kleine Massage mit dem weichen Pad und dem Ultimate Polish. Damit war der Wagen jetzt bereit für den Lackschutz. Ich entschied mich in dem Falle für eine Versiegelung, da der Wagen nicht geschont wird und die Standzeit einfach besser ist. Leider habe ich nur eine Schicht geschafft, da jede Schicht 24h aushärten muss, aber die Schicht sollte ein paar Wochen halten und in der Zwischenzeit kann man problemlos nachlegen.

 

Das Ergebnis kann sich trotzdem sehen lassen wie ich finde :)

 

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09.06.2019 21:35    |    Dynamix    |    Kommentare (7)

Hallo meine Putzteufel,

 

der Blog soll ja nicht nur als Anlaufstelle für Anfänger dienen, sondern auch als Ort für meine Aufbereitungsberichte fungieren. Ich wollte schon lange mal die Autos aus der eigenen Verwandtschaft in Angriff nehmen, aber bisher scheiterte es immer an der Zeit :(

 

Jetzt sollte es aber soweit sein! Keine Termine, stabiles Wetter und ein dreckiges Auto das auf mich wartet. Perfekte Voraussetzungen :cool: Mein "Opfer" ist der geliebte Ford Ka meiner Mutter. Den Ka hatte Sie vor ein paar Jahren von meiner Schwester übernommen die dank Nachwuchs auf etwas größeres umgestiegen ist. Der Ka hat den 1.3 8V mit 70PS und gehört mit Erstzulassung Juli 2008 zu den wirklich allerletzten seiner Art, da im Oktober 2008 der Ka MK II in die Autohäuser kam. Zu erwähnen sei das der Ka für einen Ka gar nicht mal so spartanisch ausgestattet ist. Drehzahlmesser, lackierte Stoßfänger, Alufelgen (gut, waren momentan nicht montiert), Klimaanlage (auch nicht gerade häufig!) und ein CD Radio mit Aux Anschluss. Gar nicht mal so schlecht, da hab ich schon deutlich spartanischere Ka's gesehen. Das auffälligste Merkmal an dem Ka ist aber sicherlich seine knallige Farbe in "Tango metallic", ein sattes Orange mit schönem metallic Anteil. Ein wunderbarer Farbklecks im Verkehr, in Zeiten wo Leute die Farbe nach dem Wiederverkaufswert aussuchen :) Die Farbe war auch der Hauptgrund warum ich den Wagen unbedingt aufbereiten wollte. Ich war mir sicher das eine ordentliche Aufbereitung einiges aus der Farbe herauskitzeln sollte.

 

Die Wahl der Waffen

 

Bevor ich loslegte musste ich erst einmal darüber nachdenken was alles so gemacht werden sollte und welche Produkte und Werkzeuge ich dafür nehme. Der Wagen war als ich Ihn das letzte mal sah wirklich schmutzig, so stand die 2-Eimer Wäsche eh schon mal fest. Eine Runde kneten sollte auch nicht schaden, so wird der Ka als Testobjekt für die blaue Petzoldts herhalten die eigentlich auf dem Mii eingeweiht werden sollte. Da ich den Lack unbedingt mal polieren wollte musste die Poliermaschine natürlich auch mit. Einen Schutz sollte der Lack natürlich am Ende auch noch bekommen.

 

So wanderten folgende Dinge in meinen Kofferraum:

 

- 2 Wascheimer

- 2 Waschhandschuhe

- Mein komplettes Arsenal an Microfasertüchern

- Poliermaschine

- 2 Lake Country Force Pads Orange

- 2 Profi Polish Pads mittel gelb

- 2 Profi Polish Pads weich schwarz

- Meguiars Ultimate Compound

- Meguiars Swirl Remover

- Meguiars Ultimate Polish

- Nigrin Shampoo Kirsche (muss weg und für die Dailys nehme ich das ganz gerne)

- Petzoldts Magic Clean Knete blau

- Petzoldts Spezial Detailer

- Tuga Aluteufel grün

- Victoria Wax Deep Cleanse

- MF-Applikator Pad

- Victoria Wax Hybrid Wax

- Applikatorschwamm

 

Damit bewaffnet sollte es losgehen. Erst einmal die lange Fahrt zu meinen Eltern hinter mich bringen, dank dem Caprice und keinem Verkehr kein Problem :) Angekommen erst einmal klingeln und eine verdutzte Mutter an der Tür begrüßen die nicht so früh mit überhaupt jemandem gerechnet hatte :D Kurz geschnackt und dann den Autoschlüssel geschnappt, es gab schließlich genug Arbeit ;) Die Fahrt mit dem Ka war gar nicht mal so uninteressant. Ein Kumpel hatte selbst mal einen der aber spartanischer ausgestattet war. Irgendwie fuhr sich der hier was anders, kann aber auch am anderen Motor liegen. Mit den 70 PS fühlt sich der Wagen auch gar nicht mal so lahmarschig an, was natürlich auch dem geringen Gewicht geschuldet ist. Aber davon ab dreht der Zetec auch befreiter als die Endura Motoren die es im Ka ja auch gab. Bei der geringen Größe eigentlich verwunderlich das der Wagen auf der selben Plattform steht wie der Fiesta MK IV der am Ende auch nur ein leicht angepasster MK III ist. Genug über das Testobjekt sinniert, es soll ja auch mal losgehen!

 

Erstmal waschen

 

An der Waschstraße angekommen traf ich die üblichen Vorbereitungen. Die beiden Eimer wurden befüllt und so wanderten neben Wasser in einen der Eimer auch 3 Verschlußkappen von dem Shampoo. Den Wagen kärcherte ich vorher noch einmal ordentlich ab um schon mal den groben Schmutz zu lösen und den anderen Schmutz ein wenig einzuweichen. Dabei hielt ich den Strahler auch mal in die Radkästen, da kam schon was an Dreck raus. Danach folgte das übliche Waschprozedere. Schön von oben nach unten waschen und immer schön regelmäßig den Waschhandschuh abstreifen und auswaschen. Zwischendurch auch die Felgen nicht vergessen ;) Dabei auch immer an so Stellen wie die Einstiege denken, dass sind richtige Schmutznester. Danach fiel mir auf das an den Blechen der Wagenheberaufnahmen immer noch genug Dreck klebte. Also wieder den HDR genommen und gezielt drauf gehalten. Gar nicht so einfach an so einer tiefen Stelle. Gerade beim Ka sollte man genau darauf achten das man beim waschen so gut wie möglich die Schmutznester säubert, da der Ka ein kleiner Roster ist und solche Schmutznester ein idealer Nährboden für Rost sind. Wo diese sich noch überall befinden, sollte ich später noch lernen. Es waren nach der Wäsche noch einige fiese Schmutzpickel übrig, also ein Fall für die Knete. Da ich mir sicher war das der Wagen noch nie eine Aufbereitung oder ähnliches bekommen hatte griff ich hier zur blauen Petzoldts. Wie sich im Verlauf des Knetens zeigte eine gute Wahl! Während des Knetens konnte man förmlich sehen wie sich der Dreck in der Detailer Flüssigkeit sammelte und dann vom Lack ablief. Während des Knetens fiel mir auf das sich die blaue Knete etwas schwieriger in Form bringen lässt als die weiße. Aus der weißen ließ sich sehr einfach ein schöner Teller formen, die blaue dagegen wollte in einer Art Wurstform verbleiben. Funktionieren tun beide :) Danach den Wagen noch fix mit dem großen MFT abgetrocknet und den ganzen Kram wieder ins Auto. Damit ging es auch schon wieder zurück zum elterlichen Haus, es warteten schließlich noch ein paar Schritte auf mich.

 

Polieren

 

Eine kurze Begutachtung zeigte das der Wagen in seinem Leben schon ein paar Kampfspuren (Kratzer, Klarlackplatzer etc.) erlitten hat, aber der Wagen ist ja jetzt auch schon wieder 11 Jahre alt. Nach der Wäsche sah der kleine Ka schon deutlich besser aus, aber ich wollte ja noch polieren. Ich knöpfte mir zuerst das Dach vor. Zum Einsatz kamen meine Buff Daddy mit den orangenen Lake Country Force Pads und dem Meguiars Ultimate Compound. Zuerst die Politur schön verteilen und einfahren, danach schön auf Stufe 5 ausfahren. Der Ka hat keinen besonders harten Lack, da muss es nicht gleich vollgas sein. Nachdem ich die erste Hälfte des kleinen Dachs fertig hatte war ich arg erstaunt. Das Pad war sehr dreckig und schon arg zugesetzt. So heftig und das bereits nach der Hälfte des Daches? An der Stelle ärgerte ich mich das ich nicht mehr Pads mitgenommen hatte, aber was solls. Ich wusch das Pad sofort aus und machte mit dem anderen weiter. Auch hier nach der zweiten Hälfte das selbe Spiel. Pad zugesetzt und schmutzig. Um den beiden Pads etwas Zeit zum trocknen zu geben entschloss ich am Dach gleich mit Feinschliff und Hochglanzpolitur weiterzumachen. Das ging dann auch relativ zügig und so war ich nach einer guten Stunde mit dem Dach durch. Blöderweise waren die Pads jetzt alle feucht und ich konnte jetzt schlecht den ganzen Tag warten bis diese wieder trocken waren. Auch wenn sich daran die Geister scheiden, entschied ich mich für die schnelle Methode des Trocknens. Pad auf die Maschine kletten und dann Vollgas :D Das drückt zuverlässig jeden noch so kleinen Tropfen Wasser aus dem Pad :D Dabei sollte man nur darauf achten es an einer Stelle zu machen an der ein bisschen Wasser kein Problem ist, ansonsten hat man zuverlässig alles im Umkreis von 20m erfolgreich eingesaut :D

 

Nach dem Dach ging es dann mit der Haube und den vorderen Kotflügeln weiter. Nach dem ersten Kotflügel stellte ich fest das mir die Ultimate Compound ausgeht :eek: Mist, wo soll ich das jetzt so schnell herbekommen? An einem Samstag?! Mitten in der Pampa?! :eek: Ohne kann ich die weitere Aufbereitung vergessen :( Ich schaute schnell auf der Meguiars Seite wo der nächste Vertriebspartner sitzt. Hmm, die ersten Einträge waren mit gut 30km zu weit weg. Aber was war das? Ein Händler der Meguiars vertreibt und dann keine 20 km entfernt ist? Da fahre ich hin! Dort angekommen erstmal das Meguiars Regal gesucht. Was hatten wir denn da, Sonax, Sonax, Nigrin aber kein Meguiars :confused: Nochmal umgedreht und eine einsame Flasche 3M Hochglanzpolitur im Litergebinde für 80€ gesehen aber das kann ich auch nicht gebrauchen. Dann nochmal zurück zum Eingang und dort das gesuchte Regal gefunden. Bei der Gelegenheit auch gleich festgestellt das nur noch eine Flasche UC da war, dass wird meine! Die Nummer hatte mich jetzt zwar eine Stunde gekostet aber noch war Zeit und der Ka ist wie gesagt nicht sonderlich groß. So kämpfte ich mich Stück für Stück über die Seiten bis zum Kofferraum vor. Zwischendrin immer wieder die Pads gereinigt. Interessanterweise setzten sich die Pads am Rest des Autos nicht so stark zu. Weiterhin lösten sich durch die Vibrationen beim polieren noch tonnenweise Schmutzreste aus den Radkasten. Entweder hatte ich da mit der Lanze nicht alles erwischt oder durch die Vibrationen löste sich der Dreck an einer Stelle wo das Wasser gar nicht hinkommt. Wie auch immer, besser der Dreck geht so raus als das er da ewig in allen Ritzen hängt. Der Ka ist auch so schon rostanfällig genug :(

 

Damit war der grobe Schliff schon einmal erledigt. Nervig war der ständige Pollenflug der pünktlich zu dem Zeitpunkt einsetzte an dem ich mit dem polieren anfing :rolleyes: Naja, dafür habe ich genug MFTs zum abwischen dabei. Jetzt folgte der Feinschliff mit dem Swirl Remover und den gelben, mittelharten Pads. Diese haben einen etwas größeren Durchmesser und so lassen sich ein paar Meter mehr in der gleichen Zeit machen im Vergleich zu den etwas kleineren Lake Country Pads. Die Pads sind auch deutlich dicker was Ihre Aufnahmefähigkeit für Politur erhöht, dafür lassen sich diese auch nicht ganz so präzise wie die LC Pads führen. Erfreulich: Die dicken Pads lassen sich aufgrund Ihrer Struktur wunderbar einfach und rückstandsfrei auswaschen. Gut, die werden jetzt auch nicht so beansprucht wie die gröberen Pads. Der Nachmittag verging und ich war endlich mit allen Polierarbeiten fertig. Sah schon richtig gut aus der kleine, so rausgeputzt kommt die Farbe mal RICHTIG gut zur Geltung :)

 

Jetzt fehlte noch die Konservierung des Lacks. Ich hatte überlegt ob ich das Liquid Glass oder doch lieber ein Wachs auftragen soll. Am Ende entschied ich mich für das Wachs, da durch den warmen Glanz des Wachses die Farbe noch eine Nuance besser zur Geltung kommen sollte. Aber vor dem Wachsen stand erst einmal die Vorreinigung mit dem Deep Cleanse an. Wie auf der Flasche beschrieben wird dieses dünn auf alle Bauteile aufgetragen und nach ein paar Minuten wieder abgenommen. Dies dient zur Vorbereitung auf das Wachs. Jetzt war das Wachsen an der Reihe: Das Hybrid Wachs riecht herrlich nach Sauerkirsche und mit dem richtigen Applikator lässt sich dieses auch schön leicht und vor allem ergiebig auftragen :) Es reicht den Schwamm nur kurz in das Wachs zu tunken um mehrere Bauteile zu wachsen. Zuviel Wachs erschwert den Abtrag nur unnötig und ist davon ab Verschwendung. Der Auftrag war schnell erledigt und nachdem alles wieder abgenommen war strahlte der Lack wunderschön in der Sonne :) Ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen ;)

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21.05.2019 09:14    |    Dynamix    |    Kommentare (0)

Poliermaschinen – Eine Übersicht für Anfänger

 

Nachdem wir uns um das Thema waschen gekümmert haben und mal auf die gängigsten Lackdefekte eingegangen sind ist es an der Zeit über das Thema polieren zu sprechen. Eine Politur wird immer dann "nötig" wenn der Lack starke Swirls, diverse Kratzer oder Verwitterungen aufweist. Dafür greift man bevorzugt auf Poliermaschinen zurück da das Ganze von Hand doch ziemlich aufwendig wird. Wer genug Zeit hat und seine Arme trainieren möchte kann diesen Artikel getrost überspringen ;) :D

 

Im Pflegeforum taucht immer wieder die Frage nach der „richtigen“ Poliermaschine auf. Berechtigte Frage, allerdings ist das Thema wahnsinnig umfangreich! Das Angebot an Poliermaschinen ist groß und es gibt mehrere Arten von Poliermaschinen. Eins vorweg: DIE Poliermaschine gibt es nicht. Jeder Maschinentyp und jede Maschine hat Ihre Vorzüge und Nachteile im Vergleich zu anderen Maschinen und Maschinentypen. Stellt euch das Ganze wie bei Autos vor. Da gibt es auch nicht DAS Auto sondern eben Autos die für einen bestimmten Einsatzbereich gut geeignet sind. Ein Chevy Camaro ist nicht gerade das perfekte Familienauto, dafür ist er ein spaßiger Sportwagen. Auf der anderen Seite ist ein Chevy Suburban ein Auto mit sehr viel Platz, um es mal salomonisch auszudrücken, aber eben kein ausgeprägter Dynamiker.

 

Und genau weil das Thema umfangreich ist, werden wir auch nicht alles in einem Artikel durchziehen können sondern in ganz vielen Artikeln. Allein der Entwurf dieses Artikels mit ALLEM umfasste über 18 Seiten, macht euch also auf eine etwas längere Reihe gefasst ;)

 

Hier soll es erst einmal darum gehen welche Maschinentypen es überhaupt gibt und wo die jeweiligen Vor- und Nachteile liegen. In den nächsten Artikeln gehen wir dann ins Detail und schauen uns die typischen Vertreter jedes Typs an, inclusive technischer Daten. Mit diesen Infos sollte sich jeder Anfänger ein Bild darüber machen können welche Maschine für Sie am sinnvollsten ist.

 

Exzentermaschinen - Was ist das und wofür benutze ich Sie?

 

Exzentermaschinen sind klassische Anfängermaschinen was nichts schlechtes bedeutet! Exzentermaschinen werden gerne für Anfänger empfohlen da diese gut zu handeln sind. Eine Exzentermaschine verdankt ihren Namen der exzentrischen Bewegung des Stütztellers bzw. des Pads. Heißt also, dass die Maschine keine klassisch runde Bewegung hat wie eine Rotationsmaschine. Ich habe das mal versucht, so gut es mir möglich war, in der Grafik darzustellen. Wie man sieht bewegt sich die Maschine in mehreren elliptischen Bahnen. Diese Bewegung wird bei Exzentermaschinen über ein Gewicht erzeugt welches eine Unwucht erzeugt welche zur gewünschten Hubbewegung führt. Dadurch läuft die Maschine auch nie in den selben exzentrischen Bahnen. Das ist wichtig wenn wir gleich zu den Zwangsrotierern kommen ;)

 

Durch die exzentrische Bewegung wird der Lack geschont und die Temperatur beim Polieren ist niedriger als bei der Politur mit einem Rotationspolierer. Dies geht zwar auf Kosten des Abtrags, ist dafür aber eben etwas schonender zum Lack. Dies hat den netten Nebeneffekt, dass man bei der abschließenden Finishpolitur mit bessere Ergebnisse erzielt als mit einer Rotationsmaschine. Mit einer Rotationsmaschine kann es schnell mal passieren das man sich ein paar feine Swirls in den Lack poliert. Aus dem Grund benutzen einige Aufbereiter gerne einen kleinhubigen Exzenter für Finisharbeiten. Damit kommen wir auch schon zu einem der wichtigsten Eigenschaften die man beim Kauf eines Exzenterpolierers beachten sollte, dem Polierhub.

 

Polierhub - Was ist das und welcher ist der "richtige"?

 

Eine Eigenschaft die bei Exzentermaschinen nicht übergangen werden sollte ist der Polierhub. Aber was ist das überhaupt? Schaut euch noch einmal die Zeichnung von der Exzenterbewegung oben an. Das Grundprinzip habt Ihr jetzt also verstanden. Der Hub gibt an wie weit sich der Stützteller mit dem Pad in seiner Hubbewegung vom Mittelpunkt wegbewegt. Eine Maschine mit 8mm bewegt sich also 8mm vom Mittelpunkt weg, ein 12mm Polierer eben 12mm und so weiter und sofort. Die gängigsten Hubgrößen sind 8mm, 15mm und 21 mm. Es gibt auch Maschinen die 5mm, 10mm oder 12mm haben. Soweit so gut, aber warum ist das so wichtig? Im Prinzip gar nicht mal so schwer: Je größer der Hub, desto größer die Abtragsleistung und der polierte Bereich pro Bahn. Soweit so logisch, da der Teller bei einem großen Hub natürlich auch mehr zu allen Seiten "wandert".

 

Je kleiner der Hub, desto schonender die Politur. Ein kleiner Hub bietet sich, wie bereits erwähnt, besonders bei Finisharbeiten und engen Stellen geradezu an. Ein großer Hub macht Sinn wenn man große Flächen hat und man „Meter“ machen muss. Den "richtigen" Hub gibt es also nicht. Es kommt wie so oft im Leben immer auf den Einsatzzweck an. Ihr kennt euer Auto am besten. Habt Ihr ein großes Auto mit vielen geraden Flächen und wenig Engstellen? Dann macht ein Großhubexzenter tatsächlich Sinn wenn Ihr etwas Zeit sparen wollt. Grundsätzlich lässt sich sagen das Anfänger mit einer Maschine im Bereich zwsichen 8mm und 12mm nicht viel falsch machen. Damit ist man variabel genug für die meisten Fahrzeuge. Auf Zeit kommt es beim Anfänger, im Gegensatz zum professionellen Aufbereiter, weniger an. Entsprechend kann hier mit ruhigem Gewissen zu einem kleineren Hub gegriffen werden. Ein Umstand der die Entscheidung bei den meisten erleichtern wird ist die Tatsache das die meisten günstigen Polierer im Bereich zwischen 8mm und 10mm Hub liegen ;)

 

Zu beachten ist das es sich nicht empfiehlt kleine Stützteller auf Großhubexzenter zu schnallen da das Ganze schnell unkontrollierbar wird. Aus dem Grund gibt es für die Rupes Großhubexzenter erst gar keine kleinen Stützteller. Besonders für Anfänger wichtig ist das die Maschine eine Drehzahlkonstanthaltung hat. Diese sorgt dafür das die Maschine die Drehzahl automatisch ausgleicht sollte sich durch Druck oder andere Umstände die Drehzahl der Maschine verringern. Aber auch dieses Feature haben die meisten günstigen Maschinen mittlerweile, die teureren Modelle sowieso. Warum ist das wiederum so wichtig? Ganz einfach, sollte die Drehzahl beim polieren irgendwie durch Druck einbrechen gleicht die Maschine das automatisch bis zu einem gewissen Grad aus. Damit ist eine gleichbleibende Leistung gewährleistet. Stellt euch vor Ihr poliert, drückt etwas fester auf und plötzlich bricht die Drehzahl der Maschine ein. Was macht man instinktiv? Richtig, man gibt mehr Stoff! Sobald der Druck aber nachlässt dreht die Maschine ja deutlich schneller, wir haben schließlich so richtig auf die Tube gedrückt. Ein Phänomen das man besonders bei den ganzen Billigmaschinen beobachten kann. Auch diese Maschinen besitzen zum Teil eine Drehzahlkonstanthaltung, diese ist aber meist so grottig das man trotzdem von selbst nachregelt. Drei mal dürft Ihr raten was passiert wenn die Konstanthaltung einschreitet. Richtig, Sie gibt noch mehr Stoff als Ihr es selbst schon getan habt. Sowas ist nicht nur nervig, sondern kann auch zu unerwünschten Ergebnissen bei der Politur führen.

 

Kleiner Hinweis bevor wir mit den Exzenterpolierern abschließen:

 

Bei vielen Herstellern findet sich bereits in der Produktbezeichnung ein Hinweis auf die Spezifikationen! Sei es die Hubgröße, die Wattzahl des Motors oder die Stütztellergröße. Achtet mal darauf ;)

 

Kommen wir zur nächsten Kategorie, den Exzenterpolierern mit Zwangsrotation.

 

Exzenterpolierer mit Zwangsrotation - Der Mittelweg

 

Dieser Maschinentyp ist eine Art Zwitter aus Exzenter- und Rotationspolierer. Technisch immer noch eine Exzentermaschine, durch Ihren sogenannten Zwangsantrieb aber näher an einer Rotationsmaschine als der klassische Exzenter. Die Zwangsrotation sorgt dafür, dass die Maschine immer in einer festen exzentrischen Bahn läuft wodurch die Maschine etwas mehr Biss hat. Ein weiterer Vorteil ist das die Maschine nicht so schnell stehenbleibt wenn man etwas zu viel Druck ausübt. Die Zwangsrotierer sollen also die Vorteile aus beiden Welten vereinen. Von vielen Aufbereitern wird die Flexibilität dieser Maschinen geschätzt da Sie brauchbaren Biss mit der Möglichkeit eines guten Finish vereinen.

 

Die Bewegung wird im Gegensatz zu einem normalen Exzenterpolierer über ein Getriebe realisiert welches auch die feste Laufbahn erklärt. Dies hat in der Theorie den Nachteil das gerade Anfänger so mehr Schaden anrichten könnten. Allerdings ist dies bei einer ordentlichen Führung der Maschine nicht zu erwarten.

 

Da die Maschinen vom Antrieb her etwas aufwändiger sind gibt es in diesem Bereich auch nicht wirklich viel Auswahl. Hier bieten lediglich Flex, Rupes, Makita und Festool überhaupt eine Maschine an, also alles Hersteller im gehobenen bzw. Profibereich.

 

Rotationsmaschinen - Die Königsklasse

 

Hier stoßen wir schon in den Profibereich vor. Rotationsmaschinen drehen sich im Gegensatz zu Exzentern in einer fixen kreisförmigen Bahn. Dadurch haben die Maschinen deutlich mehr Biss als Ihre exzentrischen Kollegen. In kundiger Hand kann man mit einer Rotationsmaschine gute und vor allem schnelle Ergebnisse erzielen, Eigenschaften auf die es vor allem bei professionellen Aufbereitern ankommt. Aber auch bei fortgeschrittenen Enthusiasten erfreuen sich Rotationspolierer großer Beliebtheit. Einige nutzen ihre Rotationsmaschine „fürs Grobe“ während eine Exzentermaschine ergänzend für das Finish genutzt wird. So nutzt man die Vorteile der jeweiligen Maschinentypen für sich aus. Beim Handling einer Rotationsmaschine muss man stärker auf die Hitzeentwicklung achten als bei einem Exzenterpolierer, dafür muss man sich aber ehrlicherweise schon ziemlich dämlich anstellen. In der Praxis kann man mit einem Rotationspolierer die Lackschicht verbrennen/durchpolieren. Dafür muss man aber die Maschine schon auf Vollgas mit einem sehr aggressiven Pad laufen lassen damit das überhaupt passiert. Wer schon mal poliert hat oder gesehen hat wie ein Profi poliert wird nicht den Fehler machen die Maschine mit Vollstoff eine halbe Minute lang auf der selben Stelle zu halten ;)

 

Hier habe ich mal ein Video verlinkt was nötig ist um sich durch den Lack zu brennen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=wEuz-ZbD7q4

 

Heißt im Klartext: Solange Ihr die Maschine in einem angemessenen Tempo wandern lässt, die Maschine nicht gleich auf Vollstoff laufen lässt und nicht gleich das aggressivste Pad draufschnallt was Ihr in die Finger bekommt, könnt Ihr nicht all zu viel falsch machen. In dem Video wird ja wunderschön gezeigt wie man es NICHT macht! ;)

 

Fazit:

 

Auch als Anfänger kann man sich durchaus an eine Rotationsmaschine rantrauen, allerdings ist man mit dem Rotationspolierer weniger flexibel. Eine Besonderheit gilt es bei den Pads zu beachten. Je größer das Pad desto stärker der Biss der Maschine.

 

Das war es fürs Erste mit der Übersicht. In den nächsten Artikeln knöpfen wir uns dann die typischen Maschinen selbst einmal vor. Den Anfang machen die Exzentermaschinen! Ich hoffe das der Artikel schon einmal geholfen hat zu verstehen welche Unterschiede die einzelnen Maschinentypen ausmachen.

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05.05.2019 11:17    |    Dynamix    |    Kommentare (5)

[Werbung wegen Markennennung]

 

Nachdem wir das Waschen und Kneten abgehakt haben kommen wir zum polieren. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt das polieren ein optionaler Schritt ist und ganz von eurem Lackzustand abhängig ist! Es besteht also keineswegs die Pflicht nach jeder Wäsche das Auto zu polieren. Man muss auch immer bedenken das man durch polieren immer auch ein bisschen vom Lack abträgt. Im extremsten Falle fangt Ihr also nach dem x-ten Politurvorgang an den Decklack abzutragen.

 

Bevor wir mit dem polieren anfangen sollten wir aber die üblichsten Defekte kennen und erkennen können um zu wissen wann eine Politur überhaupt Sinn macht. Nicht jeder Lack benötigt gleich viel Aufwand. Fangen wir deshalb mit den typischen Lackschäden an. Anhand dessen könnt Ihr dann am besten abschätzen wie viel Liebe euer Lack wirklich braucht.

 

Defektarten

 

Hologramme

 

Hologramme sind Spiegelungen im Lack die durch feinste Kratzer entstehen die das Licht unterschiedlich brechen. Sie können aber auch durch simple Rückstände auf dem Lack entstehen. Dies kann Fett oder auch Politurreste sein die nicht vernünftig abgenommen wurden. Diese Defekte lassen sich mit einer sanften Politur bereits beseitigen. Eine milde Politur reicht hier meist völlig aus. Von weitem sehen Hologramme meistens aus wie Wolken auf dem Lack.

 

Swirls

 

DER Klassiker unter den Lackdefekten. Swirls sind kleinste Kratzer die schon tiefer gehen als Hologramme. Schaut man sich die Swirls im Detail an erinnern diese an Kreise oder Spinnenweben. Besonders auf dunklen Lacken sieht man Swirls sehr gut! Schaut euch mal euer eigenes Auto, natürlich möglichst gewaschen, im Sonnenlicht an. Besonders wenn euer Auto schwarz ist und sonst nicht sonderlich gepflegt wurde, solltet Ihr den Effekt sehr schnell beobachten können. Hier reicht meistens ein Politurdurchgang mit einer mittelstarken Politur und einem mittelharten Pad aus.

 

 

Kratzer

 

Die kennt wohl jeder Autobesitzer ;) Kratzer sind Vertiefungen im Lack die durch äußere Einwirkung entstehen. Grob erklärt entstehen Kratzer wenn an einer Stelle eine oder mehrere Lackschichten beschädigt oder gar abgetragen werden. Hier muss man schon härtere Geschütze auffahren. Ein hartes Pad und eine harte Politur sind hier die Waffen der Wahl. Allerdings lassen sich naturgemäß die Kratzer nur abschwächen. Was nicht mehr da ist lässt sich eben nicht "aufpolieren" ;) Wenn euer Kratzer also bis aufs Blech geht hilft nur der Besuch beim Lackierer. Kratzer im Klarlack lassen sich durch eine Schleifpolitur aber durchaus korrigieren bzw. abschwächen!

 

Verwitterter/Ausgeblichener Lack

 

 

Tritt besonders gerne bei alten und ungepflegten Unilacken auf. Ein Klassiker ist die Farbe Rot die bei fehlender Pflege früher sehr gerne ausbleichte. Sieht allerdings wüster aus als es ist! Sowas bekommt man mit einer ordentlichen Politur problemlos wieder hin. Allerdings gilt zu beachten das man dabei massig Pads verbraucht da diese sich schnell mit dem toten Lack zusetzen. Haltet für solche Aktionen also Unmengen an Pads bereit oder Ihr poliert in Etappen und wascht die Pads nach jedem Bauteil gründlich aus.

 

Um das mal zu verdeutlichen habe ich mal ein Bild aus meinem privaten Fundus angehangen. Das helle auf der Haube sind keine Rennstreifen sondern die Stellen wo ich den Lack abgeklebt habe um den Vorher/Nachher Effekt zu verdeutlichen ;)

 

Jetzt haben wir die typischen Lackdefekte einmal gesehen, jetzt kommen wir zur Wahl der Waffen. Ich habe bei den Defekten ja schon angedeutet was man am besten womit behandelt. Neben der Maschine ist auch die richtige Padwahl und die richtige Politur wichtig. Die stärkste Maschine bringt nichts wenn die Politur und das Pad zu schwach sind. Hier ist Teamwork angesagt, nur wenn alle 3 Faktoren (also Maschine, Pad und Politur) zum Einsatzzweck passen wird man die gewünschten Ergebnisse erzielen.

 

Bevor wir damit anfangen was man am besten wozu verwendet noch kurz ein paar allgemeine Hinweise:

 

Wenn Ihr euch eine Erstausrüstung zulegt, seht zu das Ihr von jeder benötigten Padart 4-6 Stück besorgt. Wie viele Ihr benötigt hängt dabei von der Größe eures Autos ab. Wenn Ihr jetzt einen Bus oder Sprinter habt solltet Ihr noch mehr Pads pro Sorte einkalkulieren. Welche Pads Ihr benötigt hängt davon ab wie stark euer Lack angegriffen ist und wie weit Ihr bei der Politur gehen wollt. Dazu aber später mehr. Bei den Polituren reichen normale Gebindegrößen völlig aus wenn Ihr nicht gerade 20 Autos pro Jahr poliert. Einige Hersteller bieten Gebindegrößen von einem Liter und mehr an, diese sind aber eher für gewerbliche Aufbereiter interessant. Der Hobbypolierer braucht Jahre um so eine Flasche zu leeren.

 

Da wir mit den harmlosen Lackdefekten angefangen haben fangen wir auch mit den harmlosen Sachen an :)

 

Die Bilder sollen nur als Beispiel dienen wie so ein Pad aussehen kann und wie die Hersteller unterschiedliche Farben verwenden um die Härtegrade zu differenzieren. Ihr seid in der Wahl eurer Pads natürlich frei und Ihr solltet euch die Pads passend für eure Maschine und euren Einsatzzweck aussuchen!

 

Hochglanz-/Anti- Hologramm Politur

 

Hochglanzpolituren gibt es von allen möglichen Herstellern in allen möglichen Formen und Farben. Diese Polituren zeichnen sich durch einen sehr niedrigen Anteil an Schleifmitteln in der Politur aus. Sie sind deshalb auch die beste Wahl wenn es um harmlose Lackdefekte geht. Besonders beliebt um dem Lack das letzte Quentchen Glanz und Glätte zu verleihen. Anti-Hologramm Polituren eignen sich besonders für dunkle Lacke da man auf ihnen naturgemäß mehr Lackdefekte sieht als auf anderen Lackfarben. Aus dem Grund gilt unischwarz auch als Königsklasse unter den zu polierenden Farben. Auf unischwarz sieht man wirklich ALLES!

 

Eine Aufzählung aller Produkte würde hier wirklich den Rahmen sprengen. Als Anfänger macht man mit Meguiars oder Menzerna nicht viel falsch, Profis greifen gerne zu Koch Chemie oder 3M aber es gibt natürlich noch deutlich mehr Hersteller wie Geyon, Chemical Guys und so weiter und sofort. Hier hilft nur sich wirklich mal alle Hersteller anzusehen. Die gängigen Online Shops vermitteln schon ein gutes Bild von den üblichen Produkten :)

 

 

Pads für die Hochglanzpolitur

 

Für eine Hochglanzpolitur greift man für gewöhnlich zu einem weichen Pad. Auch hier gibt es alle möglichen Hersteller die Ihre Härtegrade mit verschiedenen Farben kennzeichnen. Wer Qualität will sollte zu Herstellern wie Lake Country greifen, aber auch die Hexlogic von Chemical Guys haben sich bewährt. Wenn man sich einmal für einen Hersteller entschieden hat macht es Sinn sich mit dem Programm vertraut zu machen. So wie es verschiedene Maschinentypen gibt, so gibt es auch die entsprechenden Pads dazu. Lake Country hat das wunderbar übersichtlich in seinem Katalog dargestellt. Da steht auch welche Padserie sich für welche Maschine eignet und wie hoch der Grad an Glanz und Abtrag bei den einzelnen Pads ist. Bei diesen Arbeiten empfiehlt sich ein Exzenterpolierer! Eine Hochglanzpolitur wird behutsam auf einer niedrigen Stufe verarbeitet. Da die Hochglanzpolitur wenig bis gar keine Schleifanteile mehr enthält und dem Lack auch eher noch den letzten "Schliff" in Sachen Glanz verleihen soll reicht eine niedrige Stufe mehr als aus.

 

 

Feinschleifpaste

 

Der nächste Schritt ist die Feinschleifpaste. Diese Politurart war gemeint als beim Thema Swirls von einer "mittelstarken" Politur die Rede war. Sie eignen sich wunderbar zur Entfernung von Swirls und sind nicht zu aggressiv zum Lack. Auch hier bieten fast alle Hersteller wieder was an und somit hilft wieder nur: Anschauen, vergleichen, entscheiden! :)

 

Pads für den Feinschliff

 

Beim Feinschliff greift man gerne auf Pads von mittlerer Härte zurück. Mittelharte Pads sind sowas wie der Allrounder und können bei den meisten Lackdefekten angewendet werden solange Sie sich in einem "normalen" Rahmen bewegen. Der Feinschliff erfolgt, je nach Maschine, auf einer mittleren Stufe. Bei den meisten Maschinen mit 6 Stufen wären das, abhängig von der Lackhärte und natürlich der Kraft der Maschine, die Stufen 3-4. Wer vorher eine Runde mit der Schleifpaste und harten Pads gedreht hat wird unter Umständen nach diesem Durchgang nochmal eine Glanzsteigerung sehen. Ein Feinschliff empfiehlt sich bei leichten Lackdefekten eigentlich immer und wird schon einiges dazu beitragen dem Glanz wieder etwas Beine zu machen ;)

 

 

 

 

 

 

Schleifpaste

 

Hier kommen wir schon zu den schweren Geschützen. Schleifpasten sind am besten für tiefe Kratzer im Klarlack oder verwitterte Lacke geeignet. Ihr Schleifmittelanteil ist sehr hoch, diese Pasten werden auch gerne schon einmal als Lackreiniger bezeichnet. Ein Klassiker in dieser Kategorie, der auch gerne Anfängern empfohlen wird, ist das Ultimate Compound von Meguiars da es neben dem hohen Schleifgrad auch mit einem guten Finisch nach der Schleifpolitur glänzen kann. Aber auch hier gibt es wieder unzählige Produkte. Menzerna beispielsweise bietet ganze Systeme an die für jede der drei genannten Politurarten ein eigene Produkte in kleinen Abstufungen anbieten. Passend dazu bietet Menzerna auch gleich die farblich passenden Pads an. Dies ist sehr einsteigerfreundlich da man so sofort weiß welche Pads man für welche Produkte nimmt. Rote Pads für rote Poituren, gelbe Pads für gelbe Polituren und so weiter ;)

 

Bei allen Schleifpolituren gilt es zu beachten das nach deren Anwendung ein weiterer Polierschritt mit einer Hochglanz oder Feinschleifpolitur kaum zu vermeiden ist. Durch die harten Pads und den hohen Schleifmittelanteil bleiben nicht selten Hologramme oder andere kleine Lackdefekte im Lack zurück. In dem Falle der Schleifpolitur darf dann auch gerne der Rotationspolierer zum Einsatz kommen!

 

 

 

 

Pads für die Schleifpolitur

 

Hier kommen wir zu den harten Pads. Auch hier ist die Auswahl bei den Herstellern sehr groß. Mittlerweile haben sich die Schaumstoffpads im Hobbybereich durchgesetzt. Aber das klassische Lammfell ist nicht tot. Es gibt genug Profis die für die harten Fälle noch das Fellpad auspacken. Der Vorteil von Fellpads ist das diese noch einmal eine höhere Abtragsleistung wie die harten Schaumstoffpads bieten. Für den Hobbybereich in den meisten Fällen aber eher uninteressant. Bei einer Schleifpolitur bieten sich Exzentermaschinen an, da wie bereits erwähnt, nach der Schleifpolitur eh Hologramme übrig bleiben die in einem weitern Durchgang entfernt werden müssen.

 

Eine Sache die auch beachtet werden muss ist die Lackhärte. Besonders deutsche Hersteller neigen dazu knüppelharte Lacke zu verwenden, da komme ich bei meinem Mii teilweise schon an die Grenzen meines Equipments. Amerikanische Hersteller haben eher weiche Lacke genutzt. Dies erhöht zwar die Anfälligkeit für Kratzer, dafür lassen sich selbige auch von Anfängern gut polieren. Da brauch es für die Schleifpolitur auch nicht gleich eine Politur vom Kaliber der Ultimate Compound. Ich bin mit sanfteren Scratch X 2.0 damals sehr gut hingekommen :)

 

Bei sichtbaren Kratzerchen ist die harte Tour quasi Pflicht. Erfahrene Polierer variieren auch schon mal die Kombination aus Pad und Politur. Einige nehmen für das Finish auch schon mal ein mittleres Pad oder fahren eine härtere Politur mit einem mittleren Pad. Das ist aber eine Sache der Erfahrung. Damit wären wir auch schon mit dem Artikel durch. Falls Ihr euch gefragt haben solltet wofür eigentlich der ganze Aufwand, hier ein paar Bilder warum man sich die Arbeit macht ;)

 

 

Wem da nicht das Herz aufgeht hat kein Herz für Autos ;)

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14.04.2019 14:58    |    Dynamix    |    Kommentare (11)

[Dauerwerbeblog]

 

Der wichtigste Punkt an der Fahrzeugpflege ist natürlich die Autowäsche selbst, irgendwie logisch ;) Wer seinen Lack möglichst schonen will sollte einige Punkte beachten! Wo wir schon beim Stichwort schonend sind, wer seinem Auto etwas gutes tun möchte wäscht von Hand. Nein, ich werde jetzt nicht anfangen die Waschanlagen zu verteufeln wegen der ganzen Swirls und Waschanlagenkratzer.

 

Mir geht es hierbei um einen ganz anderen Punkt:

 

Wie viele von euch haben ein Heidengeld für die Fahrt durch die Geisterbahn gelöhnt nur um dann festzustellen das der Karren 20€ später immer noch nicht 100%ig sauber ist? Na? Sicherlich einige, ich auf jeden Fall ;) Leider erwischen selbst die besten Waschanlagen nicht alle Ecken. Wozu bezahle ich für eine Wäsche das Äquivalent einer halben Tankfüllung wenn der Wagen danach immer noch lauter dreckige Stellen hat an welche die Bürsten nicht rankommen? Eben! Besonders an den Stoßstangen, der Heckklappe, Sicken und Kanten sowie den Felgen bleibt eigentlich immer was hängen.

 

Selbermachen sorgt dafür das man hier auf jeden Fall alle Ecken erwischt und der Wagen danach auch wirklich sauber ist. Man muss zwar deutlich mehr Zeit investieren, spart aber auch Geld. Wer es schafft beim selberwaschen 20€ in der SB-Box zu versenken hat meinen Respekt :D

 

Eine regelmäßige und schonende Wäsche sorgt auch dafür das euer Lack lange schön ansehnlich bleibt. Weil es sich so schön angeboten hat wird mein Caprice hier als Demonstrationsobjekt festhalten. Der Wagen wurde schon einmal mehrstufig poliert und der Wagen trug vor der Wäsche noch eine Schicht Wachs.

 

Fangen wir aber erst einmal mit den benötigten Utensilien an. Ich persönlich empfehle folgende Utensilien

 

1-2 Waschhandschuhe

2 Wascheimer

Mindestens einen Grit Guard

Autoshampoo

Knete/Clay Bar

Gleitmittel/Detailer

Trockentücher

Glasreiniger

Waffeltücher

 

Optional:

Pumpsprüher

Snow Foam

Hochdruckreiniger (Falls Wäsche in der eigenen Einfahrt erlaubt!)

Foameraufsatz für Kärcher (Falls Autowäsche in der eigenen Einfahrt erlaubt!)

 

Im folgenden erkläre ich kurz wozu Ihr den ganzen Kram überhaupt braucht. Das Maß aller Dinge bei der Autowäsche ist die 2 Eimer Handwäsche. Warum 2 Eimer? Nun, da sich bei der Wäsche viel Schmutz im Handschuh ansammelt sollte man den Handschuh zwischendrin immer mal wieder auswaschen. Eimer 1 dient dabei als Wascheimer. Eimer Nummer 2 dient zum auswaschen. Hier wird der Grit Guard eingesetzt. Das soll verhindern das der ganze Dreck im Wasser von Eimer 1 landet, Ihr wollt den ganzen Dreck schließlich nicht über den Lack ziehen. Wer einmal so einen Auswascheimer ausgekippt hat wird schnell merken das diese Methode Ihre Berechtigung hat. Stellt euch vor Ihr würdet die ganzen kleinen Schmutzpartikel beim waschen über den Lack ziehen! Keine schöne Vorstellung, vor allem da dies Kratzer verursacht die man als fürsorglicher Autofahrer natürlich vermeiden will. Gerade bei Neuwagen lohnt sich diese Methode da der Lack hier noch frei von Defekten ist.

 

Die Waschhandschuhe haben grundsätzlich den gleichen Sinn wie die 2 Eimer-Methode, die Vermeidung von Kratzern! Sie sind nicht nur schonender zum Lack, Sie nehmen den Schmutz auch besser auf. Nebenbei lassen Sie sich besser halten und fallen nicht so schnell aus der Hand wie ein harter Schwamm. Vergesst diese ganzen "Autoschwämme" am besten.

 

Den Grit Guard benötigt Ihr zum einen um den Handschuh auszuwaschen. Geht zwar auch anders, aber der Grit Guard erleichtert die Arbeit ungemein. Weiterhin hat er die angenehme Eigenschaft Verwirbelungen am Eimerboden zu verhindern die wiederum dafür sorgen würden das beim auswaschen der aufgewirbelte Dreck im Wasser wieder im Schwamm hängen bleibt. Wer es etwas komfortabler haben möchte besorgt sich einen dieser schrägen Auswascheinsätze die man auf die Grit Guards klipsen kann. Ist aber wirklich nur aus ergonomischen Gründen ratsam, wirklich brauchen tut man die Dinger nicht.

 

Als nächstes solltet Ihr ein gutes Autoschampoo besorgen. Hier ist die Auswahl schier unüberschaubar! Schaut euch bei den gängigen Autopflegeshops im Internet mal um was es da alles so gibt. Ich persönlich habe noch eine alte Flasche Sonax Shampoo das ich erst einmal aufbrauche. Ansonsten hab ich noch eine Flasche Chemical Guys welche ich geschenkt bekommen habe und auch für dieses Tutorial genutzt habe. Die kommt bei den Lieblingen zum Einsatz und schlussendlich hab ich noch eine Flasche Super Soap von Victoria Wax. Diese lässt sich gut mit Wasser verdünnen und zu einem Gleitmittel für Knete umfunktionieren. Falls Ihr einen Lackschutz auf dem Auto haben solltet ist ein ph neutrales Shampoo empfehlenswert da es Shampoos gibt die aggressiv genug sind um eure liebevoll aufgetragene Wachsschicht runterzuholen. Solltet Ihr eh vorhaben den Lack zu polieren oder neu einzuwachsen dann geht auch ein aggressiveres Shampoo da der Effekt hier gewünscht ist ;)

 

Für die Felgen ist ein Felgenreiniger empfehlenswert sollten diese stark verschmutzt sein. Auch hier gibt es einige Angebote, ich persönlich nutze den Tuga Grün. Er bietet ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, ist nicht zu aggressiv und hat einen Wirkindikator. Felgenreiniger mit Wirkindikator verfärben sich wenn Sie mit dem Dreck reagieren. So sieht man schnell wo der Dreck sieht und wo man noch einmal nacharbeiten muss. Tuga bietet auch noch einen roten Felgenreiniger an, dieser ist deutlich aggressiver und hat keinen Wirkindikator. Den würde ich nur bei wirklich stark verschmutzten Felgen auspacken. Aber auch hier gibt es wieder verschiedene Marken und Sorten, hier dürfen der eigene Geschmack und Geldbeutel entscheiden.

 

So, wie fängt man aber jetzt an? Zuerst einmal schadet es nicht den Wagen einmal mit dem Hochdruckreiniger abzuspritzen um grobe Verschmutzungen zu entfernen und die feineren die auf dem Lack liegen schon mal ein wenig anzuweichen. Idealerweise immer von oben nach unten, schließlich will man sich den Dreck von unten nicht nach oben kärchern nur um Ihn dann wieder von oben nach unten zu spritzen ;)

 

Danach macht es Sinn den Wagen mit einem Snow Foam zu behandeln. So wird der noch vorhanden Schmutz besser angelöst und man bekommt den Dreck auch besser ab. Das Ganze lässt man dann etwas einwirken damit der Schaum seine volle Wirkung entfalten kann :cool: Die Mischungsverhältnisse sind eine Wissenschaft für sich und hängen auch massiv von eurem Pumpsprüher und dem gewählten Mittel ab.

 

Weiter geht es dann mit dem Akt des Waschens selbst. Ihr habt also jetzt eure 2 Eimer und euren Waschhandschuh. Beide Eimer füllt Ihr mit sauberem Wasser. Am besten besorgt Ihr euch einen Eimer mit mindestens 4 Gallonen Fassungsvermögen. Wenn beide Eimer mit Wasser gefüllt sind gebt Ihr in einen davon euer Shampoo und rührt das Ganze mit der Hand ein wenig um. Das ist nun euer Wascheimer. Der Eimer mit dem klaren Wasser wird euer Eimer zum auswaschen. Ihr wascht immer von oben nach unten, heißt Ihr fangt mit dem Dach an und arbeitet euch von dort weiter nach unten. Den Eimer wascht Ihr regelmäßig in dem Eimer mit dem klaren Wasser aus. Nehmt den Grit Guard zur Hilfe und streift den Handschuh ordentlich an dem Gitter ab. So lösen sich die Dreckpartikel im Handschuh und Ihr reibt euch diese nicht in den frisch gewaschenen Lack. Das macht Ihr jetzt idealerweise so lange bis Ihr alle Stellen am Auto gewaschen habt ;)

 

Danach nehmt Ihr noch einmal den Hochdruckreiniger und sprüht den Wagen mit klarem Wasser solange ab wie keine Seifenreste mehr auf der Karosserie sind. Nach kurzem abtropfen könnt Ihr schon anfangen den Wagen mit dem Trockentuch zu trocknen. Das geht nicht nur schnell, sondern verhindert auch die Bildung von Wasserflecken. Gerade an warmen Tagen bilden sich Wasserflecken schneller als einem lieb ist ;)

 

Es ist ärgerlich wenn man den Wagen frisch geputzt hat und kurze Zeit später Wasserflecken auf dem Lack hat. Seht einfach zu das Ihr ein hochwertiges und vor allem großes Tuch nehmt. 1-2 sollten für die meisten Autos ausreichen. Damit bekommt Ihr euer Auto nicht nur fleckenfrei sauber, es geht auch relativ zügig da die Tücher nicht selten im ersten Anlauf schon das gesamte Wasser streifenfrei aufsaugen.

 

Ist der Wagen sauber gilt es herauszufinden ob es Sinn macht den Wagen noch einmal zu kneten. Nicht jeder Schmutz lässt sich mit einer einfachen Wäsche entfernen. Diverse aggressive Rückstände aus der Umgebung (Abgase etc.) setzen sich auf dem Lack fest. Diesen rückt man am besten mit einer Knete oder einem Clay Block zuleibe. Damit das ganze gut flutscht ist es unabdingbar einen guten Detailer oder eine spezielle Knetflüssigkeit zu kaufen. Auch hier gibt es einiges an Auswahl.

 

Zum Kneten sprüht ihr den frisch gesäuberten Lack mit dem Detailer ein. Beim Kneten könnt Ihr ruhig ordentlich Flüssigkeit nehmen. Die Knete muss ordentlich über den Lack gleiten. Wenn Ihr Knete nutzt ist jetzt der Zeitpunkt Sie einzusetzen. Holt die Knete raus, reißt euch ein ordentliches Stück ab und formt die Knete zu einem flachen Teller. Mit diesem flachen Teller wischt Ihr jetzt über die Stellen die Ihr vorher mit dem Detailer eingesprüht habt. Nach ein paar Mal wischen solltet Ihr schon sehen das sich Dreck in der Knete angesammelt hat. Sollte es soweit sein solltet Ihr einmal umkneten da Ihr sonst auch hier wieder den ganzen Dreck in den Lack drückt und Ihn so nur unnötig zerkratzt. Dies heißt Ihr knetet euren Teller so durch das wieder eine saubere Fläche entsteht. Wenn Ihr damit durch seid spritzt Ihr den Wagen noch einmal ab und trocknet entsprechend ab. Wieviel Dreck auf so einem Lack sein kann verdeutlicht das folgende Bild ganz gut.

 

 

Jetzt sollte euer Auto schon einmal ordentlich strahlen :cool:

 

Wie es weitergeht hängt jetzt von eurer Lust und dem Zustand eures Lacks ab :) Findet Ihr diverse Defekte, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine vernünftige Politur, den Punkt handeln wir aber in einem anderen Artikel ab da dies den Rahmen sprengt. Seid Ihr mit dem Lackbild zufrieden könnt Ihr euch an den Lackschutz machen, aber auch das ist ein Thema das den Rahmen hier sprengen würde.

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29.01.2019 21:18    |    Dynamix    |    Kommentare (11)

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Heute schlage ich ein für mich neues Blogkapitel auf. Heute eröffne ich nach langer Vorbereitung meinen Zweitblog, die Detailing Garage! Wie einige bereits in meinem Hauptblog gemerkt haben, hat sich bei mir die Fahrzeugpflege als neues Hobby etabliert. Alles fing vor gut 1,5 Jahren an als ich den dreckigen und stellenweise verwitterten Lack meines Caprice nicht mehr ertragen konnte. Da hatte ich bereits so viel Geld, Schweiß, Nerven und auch Blut in die Technik gesteckt und dann hat der Wagen einen angeranzten Look? Das geht gar nicht!

 

So fing ich an mich über das Thema schlau zu machen, das Pflegeforum auf MT und die FAQ waren hier eine gute Hilfe. Habe ich dieses Hobby früher eher belächelt haben mich die Ergebnisse an meinen Autos überzeugt. Besonders die erste eigene Politur war ein Moment der mich angefixt hat. Wo vorher ein matter Film auf dem Lack lag gab es plötzlich Glanz und Glätte. Wow! So fing alles an und mit der Zeit habe ich mich immer weiter in das Thema eingelesen und ausprobiert. So verfüge ich selber mittlerweile über ein Arsenal an allen möglichen Pflegeprodukten für außen und innen.

 

Dieser Blog verfolgt mehrere Ziele:

 

1. Ich möchte den Pflegeteil aus meinem Hauptblog ausgliedern da ich selber nicht so ganz damit zufrieden bin das der Pflegeteil Einzug in selbigen erhält. In meinem Kopf will das thematisch nicht ganz so zusammenpassen, vor allem weil das Pflegethema viel Raum einnimmt. Würde ich das alles im Hauptblog behandeln hätte ich schnell das Problem das die US-Cars da schnell verdrängt werden. Dazu weiß ich das sich nicht jeder für das Auto Fahrzeugpflege interessiert. Eine räumliche Trennung macht also Sinn :)

 

2. Mit diesem Blog möchte ich Anfänger an die Hand nehmen die mal so angefangen haben wie ich. Ich möchte der Community damit etwas zurückgeben und einen Leitfaden für Anfänger geben die das Thema schnell, aufgrund der schieren Masse der Informationen, wieder zu den Akten legen.

 

3. Der Blog soll auch dazu dienen Produkte die ich getestet habe einmal kurz vorzustellen.

 

Der Blog soll also Aufbereitungsberichte, Produkttests, Tutorials sowie Berichte über Nehheiten enthalten. Alles in gewohnt lockerer Art und Weise :cool: Wer sich dafür interessiert ist hiermit also herzlich eingeladen dem Blog zu folgen! :)

 

Gezeichnet,

Eure Blogputze ;)

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Oberputze

Dynamix Dynamix

Ivar, Ivar!Shelving unit!


Als Autonarr geboren und bei US-Cars hängengeblieben, so könnte man meinen automobilen Werdegang wohl am besten beschreiben ;) Meine Leidenschaft gehört allen US-Cars, meine wahre Liebe aber gehört neben meiner Liebsten der letzten Generation B-Bodys von General Motors. Anders lässt es sich auch nicht erklären das man gleich zwei Caprice besitzt :D

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