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Der Bikertreff-Forumstreffen-Blog

Treffen und gemeinsame Ausfahrten des Bikertreff-Forum

23.09.2013 17:34    |    Lewellyn    |    Kommentare (56)

Dienstag morgen, 08:50 Uhr, Shell-Tankstelle am Ende von Dortmund. Als ich aufs Tankstellengelände rolle, ist muhmann bereits beim tanken und Titus & seine beiden Kumpel Thomas & Christoph sind bereits abreisefertig. Das trifft sich gut, da Wolfgang aus beruflichen Gründen erst Donnerstag nachkommen kann. Können wir also gleich weiter fahren.

 

Bei wenig Verkehr und teilweise leichtem Niesel erreichen wir rasch das Ende der Autobahn in Bestwig und schwingen uns nun durch die ersten Kurven der Tour durchs Sauerland Richtung Winterberg, um beim dortigen Schachtelwirt eine erste Kaffeepause zu machen.

 

Weiter geht's durchs östliche Sauerland in ziemlicher gerader Richtung Südost auf kleinen und größeren Strassen. Immerhin haben wir ab Bestwig 313km Landstrasse zu fahren. Mittagessen gabs in einem kleinen Gasthof in der Nähe von Schlitz. Der Verkehr war, von diversen Treckern abgesehen, erfreulich gering.

 

Nachdem wir Fulda nördlich passiert hatten, fuhren wir quer durch die Rhön und statteten auch der Wasserkuppe einen kurzen Besuch zwecks Kaffee ab.

 

Das Wetter wurde über den Tag zusehends besser und die Tour verlief beinahe wie geplant, so dass wir auch zur avisierten Uhrzeit (18.00 Uhr) den Brauereigasthof Kundmüller in Weiher erreichten.

 

Michi & Hubert waren kurz vor uns angekommen, so dass wir dann nach dem Bezug der Zimmer und einem kurzen frisch machen mit der gebuchten Brauereibesichtigung starten konnten.

 

Als erstes gabs mal für jeden einen Humpen Bier in die Hand, damit die Führung nicht so trocken verliefe. Das dortige Rauchbier mit einer leichten Schinkennote ist ungewöhnlich, aber sehr lecker.

Lisa und wirLisa und wirUnter kundiger Führung von Biersommelieuse Lisa zog sich die Brauereiführung ziemlich in die (unterhaltsame) Länge. Anschließend gabs eine fürstliche Brotzeit für alle und Bier in (gefühlt) all you can drink. :cool:

Biergarten KundmüllerBiergarten Kundmüller

Uns hat das da so gut gefallen, das wir das 10. MTBTFT wohl komplett dahin legen werden. Wir müssen schließlich noch die eigentliche Bierprobe mit Lisa nachholen. :)

 

Mittwoch ging es nach üppigem Frühstück pünktlich gegen 09:00 Uhr los zur 400km-Etappe nach Kufstein. Durch abwechslungsreiche Gegenden, unterbrochen von zahllosen Tankstopps für die Vmax, sammelten wir um 12 auch noch den Marodeur ein, der schon etwas in der gleißenden Mittagssonne geschmort hatte.

 

Mittagessen im niederbayerischen Nirwana. Mittagessen NiederbayernMittagessen NiederbayernDer Wirt hatte die Küche quasi schon zu, aber für ne bayerische Version einer Currywurst mit Pommes reichte es noch. Unvergesslich seine Antwort auf Huberts Frage nach einem Kuchen zum Nachtisch: "Da muss ich mal in der Küche gucken, was weg muss..." Das Ganze auf niederbayerisch. *Brüller* :D

 

Michi und Hubi klinkten sich nach dem Mittagessen aus der Tour aus, da Michis Fahrlicht nicht mehr funktionierte und er noch seinen Händler in Rosenheim vor Geschäftsschluss erreichen wollte.

 

Der Rest machte noch eine Kaffeepause am sonnenüberfluteten Chiemsee, ChiemseeChiemseewobei wir in den Moppedklamotten etwas neidisch den im Wasser planschenden zuguckten.

 

Danach gings dann zügig die letzten 70Kilometer Richtung Süden, wo wir dann gegen 18.00 Uhr pünktlich zu Bier und leckerem Schnitzel im Gasthof Neuhaus eintrafen. Die letzten 2km zum Gasthof Neuhaus sind eine gar winklige und schmale Bergstrecke mit einer interessanten Doppel-S-Kurve mit ohne Sicht am Hang.Gasthof NeuhausGasthof Neuhaus

 

Ein wirklich uriger Gasthof mit vielen toten Tieren an der Wand in ziemlich einmaliger Lage allein im Bergwald.

 

Donnerstag morgen, das Wetter strahlt mit der Laune um die Wette. Die geplante Tour über Bandenberg, Zillertaler Höhenstrasse in voller Länge, Schlegeisspeicher und zurück über Achensee und Sudelfeld ist für so eine Gruppe sehr ambitioniert. Das war mir schon bei der Planung klar. Aber sollten wir zeitlich hängen, können wir die Tour deutlich abkürzen, indem wir einfach die deutschen Alpen links liegen lassen. Im wahrsten Sinne des Wortes.VorfahrerVorfahrer

 

Michis Stieftochter möchte auch mitfahren und da sie kurvenfest ist und meine LT für den Soziusbetrieb prädestiniert ist, fährt sie (überwiegend) bei mir mit. Klappte auch super.

 

Die Brandenberger Runde, zu Anfang von einem Kaffee unterbrochen, ist ein bisschen ein Geheimtipp in Tirol, da wenig Verkehr und meist guter Fahrbahnbelag an geiler Strecke. Liegt aber etwas abseits und ist eben eine Runde, führt wieder an den Ausgangspunkt zurück.

 

Danach wechselten wir unter Hubis Führung auf kleinen, asphaltierten Wirtschaftswegen ins Zillertal, die schon mal einen Vorgeschmack auf die ZHS (Zillertaler Höhenstrasse) gaben.ZHSZHS

 

Ein bischen Sorgen mache ich mir schon, ob die grosse Truppe heile über die ZHS kommt, da diese an manchen Ecken doch sehr anspruchsvoll und wenn dann noch Gegenverkehr da ist, dann wirds auch schnell mal haarig.

 

Aber, es klappte alles wunderbar. Niemand ging verloren, auch die schwierigen Passagen wurden von der doch sehr heterogenen Gruppe von 34 - 150PS, vom Sportler bis zum Cruiser, sauber gemeistert.ZHS2ZHS2

 

Oberhalb des Zillertales machten wir auf der "Alm" Mittagessen, Mittagspause ZHSMittagspause ZHSZillertal von obenZillertal von obenMittagspause ZHSMittagspause ZHSinklusive wunderbaren Ausblick. Von dort gings dann wieder runter über zahllose Kurven und Kehren und 1400 Höhenmeter ins Zillertal und von da aus weiter südlich Richtung Schlegeisspeicher. SchlegeismautstelleSchlegeismautstelle

 

Mit 7,80 € Maut (Als Gruppe nur € 7,--) pro Kilometer wahrscheinlich eine der teuersten Mautstrassen, dafür auf ein paar Kilometern im Einbahnstrassenbetrieb, so dass man mal "die Kuh" so richtig fliegen lassen konnte. Bis auf einen (anscheinend lebensmüden) Radfahrer, der das ranbrausende Motorengedonner anscheinend nicht ernst nahm und unbeirrt als "Geisterfahrer" fuhr. Christoph konnte jedenfalls nur knapp ausweichen. Warten auf GrünWarten auf GrünSchlegeisspeicherSchlegeisspeicherAm TunnelAm Tunnel

 

Oben am Schlegeisspeicher gabs dann phantastisches Gebirgspanorama und Apfelstrudel mit Vanilleeis. :)

Am Schlegeisspeicher endet die Strasse auch. Ein Wanderweg führt von dort aus weiter über den nächsten Pass und dann ist man bereits in Südtirol.

 

Zurück ging es dieselbe Strasse wieder runter, wo Calle dann auch seine "Felswandfotos" geschossen hat.

 

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit kürzte ich dann die Tour, wie am Morgen schon angedacht, entsprechend ein und wir fuhren dann (meist hinter irgendwelchem Verkehr) direkt wieder nach Kufstein. Wolfgang war bereits gegen 15.00 Uhr eingetroffen. 7 Stunden für 730km ist ein super Reiseschnitt, den man wahrscheinlich nur alleine oder in einer Kleingruppe hinbekommt. Und ohne eine Vmax. ;)

 

Abends hatte das Gasthaus Ruhetag und so fuhren wir per Taxi nach Kiefersfelden, wo es lecker Pizza/Nudeln beim Italiener gab. Eine bemerkenswerte Taxifahrt beendete den Abend. ;)

 

 

Freitag sollte ein denkwürdiger Tag werden. An diesem Tag habe ich viel gelernt. Vor allem hinsichtlich meines demnächstigen Nebenjobs als Tourguide für bezahlte Touren.

gruppenbild2gruppenbild2

Was so alles schief gehen kann auf einer geführten Tour. Nachdem der Donnerstag trotz einiger stiller Bedenken doch so gut gelaufen ist, hab ich es Freitag etwas schlurren lassen.

 

Was bei mir falsch gelaufen ist:

- Ich habe die Strecke als solches unterschätzt. Da es nahezu ausschließlich über Hauptstrassen ging, habe ich da keine Probleme gesehen.

- Ich bin nicht vorgefahren. Und hab mich von den beiden, die vorgefahren sind, dann mitziehen lassen. Dadurch zog sich das Feld an einigen Stellen viel zu sehr auseinander.

- Ich habe jemanden auf Tour mitgenommen, über den ich keine weitergehenden Informationen hinsichtlich Fahrkönnen hatte und auch keine Zeit hatte, mich mit demjenigen mal kurz zu unterhalten.

- Im vorhinein hätte ich ein Briefing für alle hinsichtlich fahren in Gruppen machen müssen. Aber da (eben fast) nur Wiederholungstäter oder Leute, mit denen ich jetzt schon ein paar Tage unterwegs war, dabei waren, hab ich das auch geschlurrt.

 

Aber, ich lerne ja gerne dazu. Vielleicht nicht immer gerne so gehäuft.

 

Im Detail:

 

Während wir noch beim Frühstück saßen, tauchte von den beiden noch angekündigten Mitfahrern Alex als erstes auf. Dafür mit gerissenem Kupplungszug. Aber ein Anruf beim weltbesten Hubi und er tauchte 20 Minuten später mit einem Repsatz auf, den Alex auch flugs verbaute.

08.45 Uhr. Tiguan_Fan (fortan TF) ruft an, er kommt ne Viertelstunde später als geplant. Geplant war 09.00 Uhr. Wir beschließen, pünktlich loszufahren, jedoch nur zur nahen Tanke, wo alle, die noch tanken müssen, Sprit fassen und wir sozusagen nach der Ankunft von TF nahtlos weiterfahren. Letztlich hätte ich TF eigentlich gar nicht mitnehmen sollen, da er als Fahranfänger (was mir nicht klar war) von so einer Tour leicht überfordert wird. Morgens von Ulm nach Kufstein und anschließend dann so eine Tour ohne Alpenerfahrung, das geht schon an die Grenzen. Noch dazu auf einem neuen Motorrad. Aber da habe ich in dem Moment keinen Gedanken dran verschwendet.

 

TF kommt wie angekündigt und wir fahren dann mit 14 Motorrädern auch umgehend los. Zunächst quer durch Kufstein und auf vollen Strassen weiter Richtung Kitzbühl.

 

Kurz vor Kitzbühl machen wir noch eine kurze Pause.

 

Im gehobenen Stop-and-Go geht’s durch Kitzbühl, wo man schon mal sich fragt, warum dieser Ort mit dem Charme (an der Durchfahrtsstrasse) von Bottrop Innenstadt so einen Ruf hat.

 

Nach Kitzbühl kommt der Pass Thurn. Im Wechsel dreispurig und von autobahnähnlicher Qualität, zieht das Tempo vorne mächtig an. Eine andere Motorradgruppe wird sozusagen „integriert“, was die Übersichtlichkeit nicht erhöht.

 

Am Ende des Pass Thurn kommt ein Kreisverkehr. Wir nehmen die 3. Ausfahrt Richtung Zell am See/Grossglockner und halten an der unmittelbar dahinter folgenden Tankstelle, um die Truppe wieder zu sammeln. Nach kurzer Zeit sind auch alle da. Zumindest sieht es so aus, da Michi, der „Lumpensammler“ auch da ist. Aber bei genauerem Hinsehen fehlen doch 2. Titus Kumpels Christoph und Thomas.

Verschwunden aus der Mitte der Gruppe heraus. Einzig Wolfgang meinte, sie noch so eben entschwinden gesehen zu haben, als sie statt der 3. im Kreisverkehr die 2. Ausfahrt Richtung Felbertauerntunnel genommen hätten.

 

Nach kurzer Beratung bleibt Michi erstmal an der Tanke zurück, während die Truppe nach Zell am See weiterfährt zum nächsten Tankstopp. Dort angekommen, telefonieren wir mit Michi, der ein gutes Stück Richtung Felbertauerntunnel gefahren ist, jedoch keine Spur der beiden gefunden hat. Titus entscheidet sich aus echter Sorge um seine Freunde, ebenfalls zurück zu fahren, um gemeinsam mit Michi zu suchen. Wir können uns keinen echten Reim darauf machen, wie und wo die verschwunden sind.

 

Exkurs: Das Verschwinden von Christoph und Thomas

 

Durch eine andere Motorradgruppe, die Richtung Felbertauern abbog, waren die Beiden etwas irritiert und bogen ebenfalls dorthin ab. Anstatt nun irgendwann, nachdem vom Rest keiner mehr zu sehen war, einfach anzuhalten, fuhren die Beiden unverdrossen weiter, bis sie schließlich die Mautstation vom Felbertauerntunnel erreichten. Da sie auch da niemanden antrafen und Wenden direkt vor der Mautstation schwierig war, kauften Sie also für je € 20,-- ein Ticket und fuhren durch. Da auf der anderen Seite auch niemand war, drehten sie (nun endlich), kauften noch ein Ticket für je € 20,-- und fuhren wieder zurück zum Kreisverkehr mit der Tanke. Immerhin 2 tolle Aufkleber für je € 20,--.

Das dauerte allerdings insgesamt solange, dass Michi und der mittlerweile an der Tanke am Kreisverkehr eingetroffene Titus das Suchen eingestellt hatten und zurück Richtung Hotel gefahren waren, in der Überlegung, dass die Betroffenen vielleicht ebenfalls aus irgendeinem Grund umgekehrt sind. Was sie natürlich nicht waren. Michi und Titus fuhren dann schließlich zum Chiemsee weiter und verbrachten dort einen schönen Tag. Allerdings war Titus hauptsächlich mitgefahren, um den Grossglockner zu fahren. Was natürlich schade für ihn war.

Christoph und Thoma jedenfalls folgten dann den Schildern zum Großglockner und lösten an der dortigen Mautstation je ein Ticket für € 23,--. Dann fuhren Sie die Großglocknerhöhenstrasse (GGHS) hoch und trafen später...

Blick von Mautstelle am GotthardBlick von Mautstelle am Gotthard

Nachdem Titus dann alleine zur Suche aufgebrochen war, starteten wir auch die Anfahrt zur Mautstelle der GGHS. Dort angekommen hatten wir das Problem, das es für ein 10er Ticket für Motorradgruppen je 3 Euro Rabatt gab, wir auch 10 waren (2*2 fehlen bis jetzt), Nyah aber bereits ein Ticket hatte und uns somit einer fehlte. Half alles beratschlagen nix, mussten wir halt jeder 3 Euro mehr bezahlen.

Als Treffpunkt für alle nannte ich noch die Edelweißspitze, den höchsten Punkt der ganzen GGHS und wies auf die ensprechenden Schilder "Edelweißspitze" und "Biker Point" hin. Dort war Mittagessen geplant. Ansonsten war nun freies Blasen angesagt. Wäre mir klar gewesen, das TF sich gerade an die ersten Kehren seines noch jungen Motorradfahrerlebens heranwagte, hätte ich ihn hinter mir fahren lassen. Aber so...

 

Marodeur hatte sich mit der Mauttante verquatscht, deren Schwiegermutter aus dem selben Dorf wie er kommt (man muss seine Fahrzeugpapiere vorlegen) und kam daher erst raus, als unsere Motoren schon liefen.

 

Von Marodeur abgesehen, starteten Tini (meine Sozia) und ich als Letzte, arbeiteten uns aber peu a peu wieder nach vorne. Nur an Hubi und Alex, da kamen wir dann nicht mehr heran. Die waren dann schon oben, als ich und der vermeintliche Rest auf eine elend langsame Harleytruppe in den letzten Kopfsteinpflasterkehren zur Edelweißspitze aufliefen. Nachdem wir dann oben im Parkplatzchaos geparkt hatten, viel dann auf, das wir irgendwie auffällig wenig waren.

GGHS von der Edelweißspitze2GGHS von der Edelweißspitze2GGHS von der EdelweißspitzeGGHS von der Edelweißspitze

Es fehlten Wolfgang, Marodeur und TF. Da wir akut daran nichts ändern konnten, warteten wir einfach mal ab und bestellten schon mal was zu essen. Nach etlichen Minuten (das Essen war gerade gekommen) tauchte dann Marodeur auf und berichtete, er habe TF in Kehre 8 liegen sehen, wie das Gesetz es befahl gefunden, als er sich schon wieder aufgerappelt hatte. Nur das Mopped lag noch im Weg. Er hat dann geholfen, die Kawa zur Seite zu räumen. Nachdem klar war, dass TF sich bei dem Ausrutscher nichts getan hatte und ein dort zufällig (samt Familie) parkender Mechaniker aus Holland sich schon mal der lädierten Bremshebel/Fussrasteneinheit angenommen hatte, fuhr Marodeur dann zu uns hoch, um Bescheid zu sagen.

 

Alex und Hubi erklärten sich spontan bereit, zurückzufahren und zu gucken, wie man die an beiden Bremshebeln wunde Kawa wieder soweit auf die Räder bekommt, dass man sie zumindest außerhalb der Mautzone bringen kann.

 

Hatten wir das zumindest halbwegs geklärt. Wo war nun Wolfgang? Niemand wusste es.

 

Einschub: Die zahllosen fruchtlosen und die wenigen erfolgreichen Handytelefonate und wer keins oder die Nummer von wem nicht hatte, wessen Handyakku leer war und welches sich tot stellte, lasse ich bewusst weg. Das würde den Rahmen sprengen.

 

So waren von 14 Motorrädern jetzt noch 6 übrig. Der Rest verteilte sich in Einzelfahrer und Kleingruppen über Tirol. Geile Tour. Wir warteten erstmal bei bestem Wetter auf der Edelweißspitze auf Nachricht bezüglich TF. Die kam dann, Hubert wollte die Kawa runter fahren, Alex dann TF hinten drauf mitnehmen und schließlich wollten wir uns am Parkhaus am Franz-Josef-Gletscher treffen.

gletschergletscher

Mittlerweile hatte ich Wolfgang über Handy errreicht, der keine Schilder gesehen hatte und mittlerweile am besagtem Parkhaus angekommen war. Bevor ich ihm sagen konnte, er solle da warten, legte er schon wieder auf und ging auch nicht mehr dran. Nun ja. Wir fuhren dann los Richtung Parkhaus an der Kaiser-Franz-Josef-Höhe und trafen dann auch Wolfgang auf dem Weg, der aber keinen Bock mehr hatte mit zurück zu fahren und sich stattdessen an das Gasthaus an der Anfahrt zur Edelweißspitze zwecks Mittagessen hocken wollte. Wir fuhren gerade wieder an, da fuhren Thomas und Christoph an uns vorbei.

GletscherGletscher

Kurzes Hallo und sie fuhren dann zu Wolfgang weiter, da sie auch schon am Gletscher gewesen waren und wollten dort auf uns warten. Wir fuhren dann wie geplant zum Kaiser-Franz-Josef-Gletscher. Der Tipp von Hubert, ins Parkhaus und dann bis nach ganz oben zu fahren, war super. Statt unten im volksfestähnlichen Trubel hatte man ruhiges Örtchen mit traumhaften Bergpanorama.

 

Nachdem wir dann länger gewartet hatten, aber kein Hubert/Alex/TF auftauchte, fuhren wir wieder nach unten und warteten dort vor dem Parkhaus noch mal. es war aber niemand zu sehen. Nach kurzer Beratung entschieden wir dann, zu den wartenden Drei zu fahren, da die kommenden Drei uns ja zwangsläufig entgegenkommen mussten. DAS war wahrscheinlich der Augenblick, an dem wir uns verpasst hatten, als die Drei ins Parkhaus und wir raus gefahren sind. So begegneten wir uns nämlich nicht auf dem Rückweg.

 

Kurz vor Erreichen des Abzweigs zur Edelweißspitze kamen wir dann an die Vollsperrung der Nordseite GGHS wegen eines Oldtimerbergrennens. Das stand auf dem Zettel, den man uns zusammen mit dem Ticket an der Mautstelle gegeben hatte. Hatte nur irgendwie keiner gelesen. 500m vor dem Abzweig zur Edelweißspitze, wo Wolfgang, Thomas und Christoph auf uns warteten, ging nix mehr.

Sperrung GGHSSperrung GGHS

Gegen 16.15 Uhr wurde die Sperrung dann aufgehoben und wir kamen endlich zumindest mit den 3en zusammen. TF erreichten wir über Handy, der saß beim späten Mittagessen, Alex und Hubi waren noch mal alleine unterwegs, Kurven kratzen. Michi und Titus waren am sonnigen Chiemsee, eigentlich war bis auf die lädierte Kawa an der Mautstelle alles wieder im halbwegs grünen Bereich.

 

Also fuhren wir ohne die Drei die Tour planmäßig weiter Richtung Kufstein. Vor einem Abzweig der Strecke hatte sich die Truppe etwas auseinandergezogen. Während die ersten vier abbogen und kurz hinter der Abbiegung anhielten, fuhren die letzte vier ohne uns eines Blickes zu würdigen geradeaus weiter.

 

Marodeur erklärte sich dann bereit, hinterher zu fahren. Wolfgang, muhmann und ich warteten dann. 5 Minuten. 10 Minuten. 20 Minuten. Nix. Ich entschied dann, das wir drei auch hinterher fuhren, weil der Zeitplan eh mittlerweile für den Popo war und wir in der Richtung auch nach Kufstein kommen würden.

 

Nach wenigen Kilometern kam uns dann Marodeur mit Thomas und Christoph entgegen, Calle und Nyah hatten das Umdrehen wohl mitbekommen, wollten aber nicht mehr umdrehen. Oder was auch immer.

Jedenfalls waren die weg und zurückfahren zum Abzweig hatte ich jetzt auch keinen Bock mehr als fuhren wir dann auch diese denkwürdige Tour auf Hauptstrassen zu Ende.

 

Am Hotel waren dann schon Michi, Titus, Calle und Nyah. Hubert und Alex mit TF hinten drauf kamen dann auch noch vor dem abendlichen Schweinebraten am Hotel an, so dass (an manchen Zeitpunkten des Tages wider Erwarten) doch noch alle abends beim Essen fröhlich zusammen saßen.

 

Halleluja!

 

Samstag morgen hieß es erstmal, Titus (derdenGrossglocknernichtsieht), Thomas, Christoph und Alex Richtung jeweiligen Hause zu verabschieden. Während Titus und Co. sich erst auf die Moppeds und dann auf die Bahn schwangen, fuhr Alex mit Calle und Nyah Richtung Sudelfeld. Twindance hatte erfreulicher weise am Freitag abend angerufen und wir hatten ein Treffen zwischen Ihm und Calle/Nyah in Schliersee verabredet. Mit auf die Wiesn wollte er irgendwie nicht. Mit Mopped auch eher blöd.

 

Alex musste sich aber vorher schon ausklinken. Der Rest hatte heute Pause. Die Rosenheimer Wiesn wartete auf den Besuch des Restes der Truppe.

 

Muhmann und ich nutzen die Zeit bis zur geplanten Abfahrt auch noch für eine Fahrt zum Sudelfeld, wo wir am Kaffee Kotz noch ganz kurz Alex und die beiden Kücken trafen.

 

Hubert hatte seinen geplanten Samstagsablauf komplett über den Haufen geworfen und zusammen mit TF die Kawa von der Mautstation geholt und noch die Reparatur organisiert, so dass TF dann nachmittags anrief, um seine glückliche Ankunft zu Hause zu vermelden. Fettes DANKE noch mal dafür an Hubert.

 

Muhmann und ich kamen pünktlich wieder zurück, warfen uns kurz in den leichten Bíeranzug und dann gings zum Bahnhof. Leider war der erste Zug so voll, dass wir gar nicht mitkamen. Die Stunde bis zum Nächsten verbrachten wir im nahegelegenen Biergarten. Der Zug tats dann und wir erreichten die Festwiese, ergatterten sogar noch ein schattiges Plätzchen und fuhren mal nicht Motorrad.

Rosenheimer Wiesen1Rosenheimer Wiesen1Prost!Prost!

Für Irritationen sorgte nur der Anruf von Twindance, dass Calle und Nyah nicht am vereinbarten Treffpunkt aufgetaucht sind. Da sie ja schon am Sudelfeld waren und von da aus nach Schliersee es kaum mehr als ein Katzensprung ist, konnten wir uns keinen Reim darauf machen. Aber, nach dem gestrigen Freitag und nach den ersten 2 Maß konnte uns eh nichts mehr erschüttern und wir waren dann am frühen Abend wieder im Hotel, wo die Beiden schon länger da waren.

 

Irgendwie muss es ein Missverständnis gegeben haben und sie dachten, das Treffen würde ausfallen.

 

Sonntag hatte auch das (wettermäßig auf jeden Fall) schönste MTBTFT ein Ende und die noch Verbliebenden schwangen sich unter Verabschiedung durch die (extra früh aufgestandenen) Einheimischen auf ihre Moppeds und dann ging es mehr oder weniger lang nach Hause.

 

Außer Calle, der noch das ausgefallene Treffen mit Twindance nachholen wollte.

 

Meinen abschließenden Dank an alle Teilnehmer, die, jeder auf seine Art ihren Beitrag zum gelingen dieses bemerkenswerten Treffen geleistet haben.

 

Es war ein gutes Treffen. Kein excellentes (dann müssten neben den Teilnehmern auch alle Moppeds heile geblieben sein), aber ein sehr gutes Treffen.

 

Der Gasthof Neuhaus war eine urige Unterkunft, preiswert im Sinne des Wortes und vieleicht machen wir ja mal wieder ein Treffen dort. Gäbe noch ein paar Ziele von da...;)

 

Ansonsten dürfen alle gerne wieder beim nächsten MTBTFT dabei sein. :)

 

Aller Voraussicht nach in der Nähe von Bamberg. Näheres in Kürze...


23.09.2013 17:37    |    Lewellyn

Paar Bilder fehlen noch.

 

Ich warte auf die Videos von ZHS und GGHS, liebe Kücken...;)


23.09.2013 21:03    |    fate_md

Interessant zu lesen!

 

Kurze, nicht inhaltsbezogene Frage: in welcher Auflösung hast du MT eingestellt? Bei mir werden Text und Bilder total zerhackstückelt, die Umbrüche passen nicht. Das lässt die ganze Geschichte optisch unharmonisch wirken. Läuft hier gerade am 15" Laptop mit 1300irgendwas Auflösung MT testweise auf M bzw. L gestellt, beides mitdemselben Ergebnis.

 

Inhaltsbezogene Frage: 7€ Maut pro Kilometer?! Wie lang war die Strecke dann?


23.09.2013 21:19    |    Lewellyn

Mach mal die MT-Einstellung auf M. Ganz unten.

 

Die Strecke war ~ 7km lang. Also im Grunde 1 €/km.

 

Teuer, aber, hat Spass gemacht. ;)


23.09.2013 21:28    |    fate_md

Egal ob M oder L, sieht immer gleich vermurkselt aus :confused:

 

Das mit der Maut hatte ich dann oben falsch verstanden, dachte es waren 7€ / km.


23.09.2013 21:35    |    Lewellyn

Ansonsten einfach auf "alle Artikel" oben klicken, dann sind im Text keine Bilder. Allerdings ist dann wieder der Artikel zum 4. MTBTFT aus unerfindlichen Gründen erster. Bischen nach unten scrollen.


23.09.2013 21:36    |    muhmann

Schöner Bericht von einer schönen Tour.

Vor allem, wenn man zu den 30% der nicht verloren gegangenen Moppeds gehört hat... ;)

Ich bin gern wieder dabei.


23.09.2013 21:57    |    CalleGSXF

Interessanter Bericht.

Ich habe aber nochmal eine Anmerkung bzgl. des Treffens mit twindance:

 

Christina(?)*, Alex und ich hatten das so verstanden, dass sich die gesamte Truppe am Samstag mit twindance trifft. Jedoch fiel das dann (laut Aussage am nächsten Morgen) ins Wasser, weil ja die Wies'n auf dem Plan stand und sich somit eine zeitliche Überschneidung ergeben hätte. Mein Gedanke war dann, dass du (du = Marcus) das am Telefon vergessen hattest.

Deswegen war ich an dem besagten Morgen auch ziemlich geknickt, weil ich den twindance gerne mal kennen lernen wollte.

So kam es dann, dass ich Christina sagte, das Treffen würde ins Wasser fallen, weil die anderen zur Wies'n fahren und das am Vorabend nicht bedacht hatten. Die Konsequenz war dann, dass Christina und ich dem Alex Richtung Deutschland hinterher fuhren und unsere eigene Runde drehten. twindance fand uns dann nicht mehr.

 

Hätte twindance meine Telefonnummer gehabt, wären diese Probleme vermutlich am selben Tag noch geklärt gewesen.

 

Missverständnisse können passieren. Trotzdem tat und tut es mir nach wie vor Leid, dass das Treffen in die Hose gegangen ist.

Auch wenn es dafür am Folgetag doch noch etwas wurde. Hat superviel Spaß gemacht und gelernt habe ich auch etwas. Aber das habe ich ja schon mehrfach erwähnt.

 

Marcus, für diesen durchaus selbstkritischen Bericht ziehe ich meinen Hut.

Mir hat es trotzdem wieder viel Spaß gemacht und es war sicher nicht das letzte MTBTFT. Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal halt wirklich eine kleine Lagebesprechung vor der Fahrt abhalten.

 

Das Wichtigste ist doch, dass alle heile nach Hause gekommen sind und trotzdem etwas Spaß hatten.

Beides sollte der Fall sein. :)

 

 

 

* Bin mir nicht sicher, ob Christina es auch so verstanden hatte oder einfach wieder den Kopp zugemacht hat...?! :confused:


23.09.2013 22:04    |    muhmann

Das lustige ist, dass du mir 5 Minuten bevor ihr losgefahren seid, noch erzählt hast, dass ihr euch mit Twindance trefft. Die Erkenntnis muss euch also quasi in letzter Sekunde getroffen haben.


23.09.2013 22:08    |    CalleGSXF

Jup, war auch so.

Ich stand bei Marcus am Topcase und habe dann erfahren, dass daraus offensichtlich nichts wird.

 

Christina, Alex und ich hatten schon die volle Montur an. Mein Zündschlüssel steckte schon.


23.09.2013 22:46    |    KawaDirk

Wirklich ein sehr schöner und interessant zu lesender Bericht mit wunderschönen Fotos.

An "Abwechslung", egal welcher Art auch immer, hat es Euch dann ja wirklich nicht gefehlt. ;)


24.09.2013 07:40    |    Lewellyn

Streng genommen hatte ich Dir beim Telefonat mit Twindance am Abend schon gesagt, dass IHR euch mit ihm trefft, weil WIR ja nach Rosenheim fahren. Von MIR oder dem Rest war keine Rede. Aber sei's drum, es war, wie es war.


24.09.2013 08:53    |    CalleGSXF

Es war spät, es war laut, wir hatten Alkohol im Blut.

Da kann man sich auch mal missverstehen. :D


24.09.2013 10:12    |    kandidatnr2

Ihr könnt Sachen machen ... :D:D:D


24.09.2013 10:13    |    CalleGSXF

*hust*

Ich frage mich nur, was an meinem Text wieder so verwerflich war... :eek:


24.09.2013 10:17    |    Lewellyn

Da staunste, wa? :D

 

Auf einer Strecke, auf der man, nüchtern betrachtet, 2 * links und 2* rechts abbiegt, eine komplette Gruppe in kleinste Teile aufzusplittern, das gelingt nicht jedem...;)


24.09.2013 10:18    |    kandidatnr2

Ich meinte nicht speziell Dich (Calle), sondern DAS GANZE :D:D:D

Deshalb sind meine Gruppen nicht viel größer als sechs Motorräder.


24.09.2013 10:18    |    X_FISH

Schön zu lesen und für mich auch nachvollziehbar da ich ja zwischen Ulm und Rosenheim pendle und erst dieses Jahr mit der XJ auch auf der GGHS war.

 

Grüße, Martin


24.09.2013 10:20    |    CalleGSXF

@k2: War mir schon klar. Es bezog sich auch nur das "*hust*" auf deinen Beitrag. Der Satz darunter war eher allgemein formuliert... Lew klang so streng. :(


24.09.2013 10:26    |    kandidatnr2

Eine sicher erlebnisreiche Tour im Ergebnis. Wenn man zwischen den Zeilen liest, waren aber wohl nicht alle sehr glücklich und zwischendurch dürfte der ein oder andere auch mal die Nerven verloren haben. Da lesen sich die Frankreich-Touren harmonischer ... obwohl, die letzte Tour war ja auch ... :D Wird Zeit, dass die Saison 2014 beginnt. :D


24.09.2013 10:38    |    Lewellyn

Wie Dir die nicht verloren gegangenen Schäfchen bestätigen können, war ich (fast immer) die Ruhe selbst.

 

Wir waren ja nicht in den franz. Alpen, wo keiner deutsch spricht und auf den Strassenschildern nur immer "Autres Direction" steht. Kufstein war weiträumig ausgeschildert und die Masse der Einheimischern könnte bei "Wo gehts nach Kufstein?" helfen. Was auch immer, keiner würde wirklich verloren gehen.

 

Ich habe das ganze wirklich so ein bischen unter "professionellen" Gesichtspunkten von "außen" betrachtet und mir schon mal innerlich eine Liste gemacht, was und warum schief gelaufen ist und wie man das beim nächsten mal verhindern kann.

 

Wobei das natürlich ein bischen Augenwischerei ist, weil, beim nächsten mal ist alles anders. ;)

 

Das ist ja das Spannende, wenn man mit so einer Truppe unterwegs ist und irgendwie ist das für mich auch ein starker Anreiz, sowas immer wieder zu machen. Langweilig ist das nie... :)


24.09.2013 11:02    |    kandidatnr2

Ganz oben auf der Liste steht immer: Personen- und Sachschäden vermeiden. Danach kommt erst mal eine ganze Weile gar nichts. Aber ich hab auch immer ein oder zwei Spezis dabei, die weder eine Karte, noch ein Navi mithaben und eigentlich überhaupt nicht wissen, wo sie eigentlich sind. Das ärgert mich manchmal, weil wir eigentlich ein recht gutes "briefing" am Frühstückstisch machen. Aber wenn es keinen Spaß machen würde, würde man es ja nicht mehr machen .... :D


24.09.2013 11:22    |    fate_md

Wieviele km / Stunden habt ihr täglich gemacht?


24.09.2013 11:40    |    Lewellyn

Die beiden Haupttouren ZHS und GGHS waren je knappe 300km lang.

 

Dienstag und Mittwoch waren jeweils etwas über 400km, wobei da immer ~100km AB dabei waren. Sonst artet das mit so einer Truppe in Arbeit aus.

 

Rückweg je nach Teilnehmer bis zu 750km.

 

Und im Grunde waren das dann immer 09.00-18.00 Uhr-Touren. Egal, wie lang.

 

Ich bin exakt 2.209km gefahren.


24.09.2013 11:43    |    fate_md

300km ist dann aber auch 8h / tagesfüllend bei der Strecke (incl. 2-3 längeren Pausen)?

Wie kriegt man es hin, dass alle Fahrertypen (Anfänger bis jahrelange Erfahrung, Streckengenießer bis Rastenschleifer) auf ihre Kosten kommen und jeder gefördert aber nicht überfordert wird?

 

 

EDIT

 

Deine Zeitangaben kamen erst, nachdem der Text oben schon stand.


24.09.2013 12:05    |    Lewellyn

Ich habe bei den MTBTFTs nicht den Anspruch, den Teilnehmern was beizubringen.

 

Bei mir gehts um den Fahrspass. Wollte ich was beibringen, müsste der Langsamste hinter mir fahren.

 

Hinter mir fährt aber der Schnellste und dann abfallend. Das Auseinanderreißen der Gruppe auf kurvigen Strecken ist gewollt. Es soll jeder so schnell fahren, wie er möchte und ohne, dass er sich von hinten gedrängt fühlt. Dafür nehme ich auf den Geraden und in Orten Tempo raus, damit die Hinteren aufschließen können. Und warte an jedem Abzweig, bis alle da sind.

 

Das klappt nicht immer perfekt, aber im großen und ganzen funktioniert es. An besagten Freitag kamen eine ganze Reihe interner und externer Faktoren zusammen, die das weitgehend verhinderten.

 

Ein nicht unerheblicher Faktor war auch der österreichische Verkehr. Bisher hatte ich noch nie eine so große Gruppe in so starkem Verkehr über so lange Distanzen. Sonst fährt man mal durch eine Stadt durch und dann ist wieder frei. Das war in Tirol zum Großglockner anders. Mir war das zwar vorher bewusst, aber ich hatte die Auswirkungen unterschätzt.


24.09.2013 12:14    |    fate_md

Funktioniert dann aber nur, wenn jeder das nächste Etappenziel kennt und findet? Oder war´s trotz "zerrissener" Gruppe immer noch "auf Sicht", also dass eigentlich jeder seinen Vordermann noch gesehen hatte und nur stumpf hinterherfahren muss?

Grübele halt schon, wie wir das nächstes Jahr machen in unserer Runde, da sind von ganz frisch und unerfahren bis sicherer und begeisterter Schnellfahrer so ziemlich alle Abstufungen bei und es soll ja 1) keiner wegen Überforderung flöten gehen oder den Spaß verlieren und 2) aber auch niemand gelangweilt in der Gruppe rumbömmeln.

Bei den bisherigen Touren kannte aber z.B. nicht jeder die genaue Tour, glaub nur der Erste und der Letzte, die anderen fuhren auf Sicht und somit mit gemeinsamem Gruppentempo, was für die "Heizer" eben manchmal ruhig ein wenig mehr hätte sein können.


24.09.2013 12:39    |    Lewellyn

Das kommt auch aufs Fahrgebiet an.

 

Auf einer 20km langen Passetappe reißt das schon mal weit auseinander, was aber nichts macht, da i.d.R. es ja auch keine Abzweigungen gibt.

 

In den deutschen Mittelgebirgen sollten Lücken über 1km die Ausnahme sein.

 

Kurvenstrecke - Gaaas

Ende der Kurvenstrecke - Tempo deutlich rausnehmen und sammeln lassen.

 

Es wird an jeder Abbiegung auf alle gewartet. Vorfahrtstrassen werden nicht "alleine" verlassen.

 

Sollte jemand sich unsicher sein an einer Kreuzung und niemand ist zu sehen: Anhalten. Helm ab. Kippe raus. Nicht raten und eigenmächtig weiterfahren. Den Fall hatte ich auch mal. Eine ganze 3er-Gruppe ist falsch gefahren an einer Stelle, wo ich sie a) dran wähnte und b) eigentlich der Streckenverlauf logisch war. Für mich.

 

Was ich neu hinzufügen werde ist eine Telefonliste, auf der jeder seine Handynummer einträgt und die vorher jeder bekommt. Du glaubst gar nicht wer am Freaky Freitag alles mit wem sprechen wollte.

 

Und ich werde mein Handy in mein Interphone einschleifen, so dass ich auch beim fahren telefonieren kann. Falls es akut abreißt, erster Griff zum Handy und Tourguide anrufen.

 

Erwarte nicht von den Teilnehmern, dass sie eine Ahnung davon haben, wo es hingeht. ;)


24.09.2013 12:40    |    kandidatnr2

@ Lew

Du bist ja, wie ich auch, KEIN Reiseveranstalter. Wir organisieren ja nur für Freunde ein paar nette Tage. Es entsteht ja zwischen den Teilnehmern und dem Organisator kein Vertragsverhältnis – oder doch?

Das treibt mich schon all die Jahre um, wie ein Gericht entscheiden würde, wenn man z. B. eine Tour drei Tage vorher absagt (aus welchem Grund auch immer), die anderen aber bereits Aufwendungen getroffen haben (z.B. Bahnkarten) und diese nun erstattet haben wollen. Oder der Tourverlauf entspricht nicht dem angekündigten oder versprochenen Erlebnis (z.B. war ein Blick aufs Matterhorn versprochen, die Tour wurde aber anders gefahren).

Sagst Du da einen Haftungsausschluss an, oder lässt Du Dir gar was unterschreiben, dass Du aus jeglicher Haftung raus bist?

Es müssen ja auch nicht die Teilnehmer sein, die Ansprüche haben ... vielleicht kommt ja eine Krankenversicherung drauf, mal nachzufragen, bei welcher Gelegenheit der Unfall passiert ist und ob der Organisator den Schwierigkeitsgrad oder die Schotterpiste vorher angesagt hatte. ... Man weiß ja nie, auf welche Gedanken die da alle kommen können.


24.09.2013 12:57    |    Lewellyn

Die Haftungsausschlusserklärung ist so ein Ding, was ich immer virtuell mit mir rumschleppe.

Da werde ich vor dem nächsten mal noch intensiv drüber nachdenken.

 

Eigentlich müssten alle eine Unterzeichnen. Aber, solange man kein Geld dafür nimmt und jeder seine Zimmer selbst bezahlt, ist das ein Graubereich, der dann im Zweifel der richterlichen Entscheidung unterliegt.

 

Wenn natürlich so Dinge wie Zugbuchungen (oder Fähren) für hunderte Euros dazukommen, wirds in der Tat schwierig. Da würde ich wirklich zur Haftungsausschlusserklärung tendieren.

 

Sähe dann so aus:

 

Haftungsausschluss

 

Die Beteiligung an den Motorradtouren/Veranstaltung der „Wohinauchimmer-Tour“ geschieht auf eigene Gefahr.

Jeder Teilnehmer ist für seine Fahrweise und Streckenwahl, sowie für alle seine Tätigkeiten während der Motorradtour selbst verantwortlich, auch wenn er einem Tourguide folgt.

Ihm sind die Risiken, die mit einer Motorradtour/-reise verbunden sind, bekannt.

Der Tourguide haftet nicht für Schäden vor, während und nach der Tour. Insbesondere nicht für Schäden an Motorrad und/oder gesundheitlichen Schäden, die durch Unfall, Verlust, Einfluss Dritter und/oder elementare Einflüsse entstanden sind.

Die Tourguides sind in keiner Weise für die persönliche Sicherheit der Teilnehmer und deren Eigentum verantwortlich.

Ansprüche Dritter, resultierend aus Schäden der Teilnehmer vor, während und nach der Tour, können bei dem jeweiligen Tourguide nicht geltend gemacht werden.

Eine Haftung ist daher ausgeschlossen.

 

1. Jeder Teilnehmer ist allein für sein Verhalten verantwortlich.

 

2. Die Tourguides sind berechtigt, die Fahrtauglichkeit der Teilnehmer zu überprüfen und die betreffende Person, bei Fahruntauglichkeit (zum Beispiel verursacht durch Drogen, Alkohol...) auszuschließen.

 

3. Der Teilnehmer versichert, das er im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist, sich sein Fahrzeug in Technisch einwandfreiem Zustand befindet und ordnungsgemäß zugelassen/versichert ist.

 

4. Der Teilnehmer nimmt auf eigene Verantwortung an den Veranstaltungen teil. Er trägt die alleinige zivil-und strafrechtliche Verantwortung für alle von ihm und dem von dem Teilnehmer benutztem Motorrad verursachten Schäden, soweit diesbezüglich kein Haftungsausschluss vereinbart wurde.

 

5. Der Teilnehmer erklärt seinen Verzicht auf Ansprüche jeder Art für Schäden, die im Zusammenhang mit der Veranstaltung entstehen, und zwar gegen die Tourguides, die Eigentümer des jeweiligen Fahr-/Parkgeländes, Behörden und allen anderen Personen, die mit der Organisation der Veranstaltung in Verbindung stehen.

 

6. Der Haftungsverzicht gilt für alle Ansprüche aus jeglichem Rechtsgrund, insbesondere sowohl für Schadensersatzansprüche aus Vertraglicher als auch außervertraglicher Haftung und auch für Ansprüche aus unerlaubter Handlung.

 

7. Jeder Teilnehmer tritt sein Recht am eigenen Bild (auch Bildnisrecht) an Bildern/Videos jeglicher Art und Anfertigung ab und gibt die Nutzung dieser Bilder frei.

 

 

Wobei man über Punkt 7. noch diskutieren könnte.


24.09.2013 13:38    |    kandidatnr2

In meinem "Prospekt" steht folgendes:

Dies ist die Beschreibung meiner Motorradtour. Gültig ist die letzte Fassung. Ich bin kein Reiseveranstalter. Zwischen den Mitfahrern und mir entsteht kein Vertragsverhältnis. Jeder Teilnehmer fährt auf eigene Kosten und eigenes Risiko mit und ist als Individualreisender für sich selbst verantwortlich. Das gilt auch für die Planungsphase. Es besteht kein Anspruch darauf, dass die Reise tatsächlich wie beschrieben durchgeführt wird. Änderungen und Absagen auch nach der Buchung sind jederzeit ohne Angabe von Gründen möglich und begründen keinen Anspruch auf Kostenerstattung gegen mich. Die angegebenen Preise für Hotel und Benzin sind Rechenbeispiele, die von der Wirklichkeit abweichen können. Ich hafte nicht für die anderen Teilnehmer der Reise. Auch Krankheiten, Unfälle, Pannen, schlechtes Wetter, Naturkatastrophen, Streiks und andere Unwägbarkeiten hat jeder Teilnehmer für sich selbst zu verarbeiten. Aber lasst Euch hierdurch nicht die Vorfreude vermiesen.

Urheberrechte und Datenschutz:

Mit dem gegenseitigen Tausch der Fotos und Videos haben alle Teilnehmer die Urheberrechte für alle Fotos und Videos. Jedes getauschte Foto und Video kann wie ein eigenes genutzt werden, es sei denn, es werden andere Wünsche ausgesprochen. Für die Veröffentlichung im Internet (Foren, soziale Netze) gilt die Genehmigung als erteilt für alle Fotos und Videos, auf denen die Gesichter bzw. personenbezogene Daten (z.B. KFZ- Kennzeichen) nicht erkennbar sind. Sollen Fotos und Videos im Internet veröffentlicht werden, auf denen Gesichter bzw. Daten erkennbar sind, sind diese unkenntlich zu machen oder es sind vorher die Genehmigung(en) der betroffenen Person(en) einzuholen.


24.09.2013 16:24    |    muhmann

Sind eigentlich Punkte, die ich bei einer Tour, wo ich keinem Guide oder so etwas bezahle, als selbstverständlich erachte. Aber wie immer, beim Geld hört die Freundschaft auf. Da könnte ich schon verstehen, wenn sich jemand wie Lew absichern will. Idioten und Arschlöcher gibts immer wieder. Gerade, wenn da Leute dabei sind, die man nicht wirklich kennt, ist die Gefahr immer latent vorhanden, an jemanden zu gelangen,der beide Eigenschaften vereint und Ärger macht.

Derjenige bekommt dann zwar wahrscheinlich kein Recht und kann auch keine Schadensersatzanaprüche geltend machen. Aber warum sollte man nicht von vorn herein jede Diskussion ausschließen?


24.09.2013 16:44    |    kandidatnr2

Es geht meist gar nicht um die Leute, die mitgefahren sind, sondern um Ansprüche Dritter. Das kann eine Krankenkasse sein, aber auch der Arbeitgeber eines Verunfallten, der die Lohnfortzahlung wieder haben will. Wenn dem "Veranstalter" da grobe Fahrlässigkeit in der Planung vorgeworfen werden kann ... oder permanente Verkehrsverstöße wegen Überschreitens der Höchstgeschwindigkeit (Vorsatz) ... ich denke, das kann haarig werden.


24.09.2013 16:53    |    Lewellyn

https://docs.google.com/.../edit?usp=sharing

 

Ich hab da mal was zusammengestellt. Ist im wesentlichen wie oben + die Fahrregeln. Hätte ich gerne Meinungen zu.

 

@K2 Das ist übrigens auf mein GoogleDrive hochgeladen.


24.09.2013 17:00    |    kandidatnr2

sehe nur die Überschrift

 

geht nicht. sehe nur die Überschrift

 

nix, vier anonyme Tiere, sonst nix


24.09.2013 17:06    |    Lewellyn

Versuch noch mal...


24.09.2013 17:12    |    kandidatnr2

Das Hauptfeld bleibt grau. Da öffnet sich nix.

 

Jedesmal, wenn ich öffne, kommt ein grünes anonymes Tier dazu

 

... immerr noch nicht

 

Im Quelltext steht, dass ich Java Skript installieren muss.


24.09.2013 20:26    |    Mercy19

Wenn man bei deinem Haftungsausschluss Punkt 2 liest, Lew, dann dürfte morgens keiner zum Start der Tagestour aufbrechen.. ;):D


24.09.2013 20:43    |    Lewellyn

Danke. Ich kann schlecht probieren, ob es geht. Bei mir geht's immer.;)

 

Da steht ja "berechtigt". Nicht "verpflichtet".;)


24.09.2013 21:12    |    kandidatnr2

Öffnen kann ich es immer noch nicht. Er meint Punkt 2 deines Beitrages hier


Deine Antwort auf "9. MTBTFT Kufstein - Im Rückspiegel betrachtet..."