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Der Bikertreff-Forumstreffen-Blog

Treffen und gemeinsame Ausfahrten des Bikertreff-Forum

02.06.2013 17:51    |    Lewellyn    |    Kommentare (44)

Tja, als ich dieser Tour den Namen "Die harte Tour" gab, bezog ich das lediglich auf die Länge der Tour. Das dieser Frühling sich alle Mühe gab, dem Namen der Tour gerecht zu werden, war irgendwie nicht geplant. Aber der Reihe nach...

 

Mittwoch, 09.00 Uhr: Der Himmel ist trüb, der Regen der Nacht hatte sich nach Süden verzogen. Ein Blick aufs Wetterradar verriet mir, das Camion-Rebel (fortan CR) und Hubi das ganze Wasser sozusagen direkt ins Gesicht bekommen würden, während es für unsere Strecke eigentlich ganz gut aussah.

 

Nach einer letzten Luftdruckprüfung verließen Wolfi und Ich gegen 09.20 Uhr die heimatlichen Gefilde. Mutig wie wir waren, nahmen wir die kürzere Route über die A45 durchs Sauerland. Das sich durchgehend nieselig neblig bei etwa 3 Grad als wenig Moppedfreundlich entpuppte. Nun ja, dachte ich mir, wenigstens wird's nicht mehr kälter. Dachte ich. Ein erster Tankstop war noch ungemütlich. Danach, mit erreichen der Frankfurter Ebene kam sogar mal kurz die Sonne raus. Keine Staus, alles lief flüssig und wir waren pünktlichst um 12.30 Uhr am verabredeten Treffpunkt mit Sinan, dessen Anreise aus dem Kölner Raum ähnlich flüssig verlief. 50km vor dem Hotel bekamen wir aber dann doch noch einen massiven Schauer ab.

 

Planmäßig erreichten wir gegen 15.30 Uhr Ötlingen. CR und Hubi waren kurz vorher angekommen und bestätigten meine Vermutung, dass sie das Regengebiet tatsächlich 4 Stunden lang direkt in die Fr... durchfahren mussten. Hubis Laune tendierte gegen Null. Eine Aprilia Tuono ist halt wetterschutztechnisch nicht so der Hit. Aber das musste Hubi noch häufiger feststellen. Der "Ochse" ist eine urige Gaststätte mit einer tollen Terrasse mit Blick über Weinberge und Basel, was aber angesichts der Temperaturen und des Wetters selbst in Moppedklamotten zu ungemütlich war.

 

Donnerstag: Nettes Frühstück morgens mit gutem Service, die Sonne schien auch und verhieß eine Entschädigung für den ersten Tag. Angesichts der anstehenden, 460km langen Landstrassenetappe fuhren wir gegen 08.00 Uhr pünktlich los. Direkt nach Frankreich rüber erreichten wir nach kurzer Zeit die ersten Kurven. Strassen trockneten aber nur zögerlich. Nach dem Wechsel ins Schweizer Jura wurden die Strassen auch trockener, ein paar schöne Kurvenstrecken lagen auf der Route. Das Damoklesschwert der Schweizer Bussgelder drosselte aber den Spass ein bischen. Schön ist das nicht, immer penibel aufs Tempo achten zu müssen. Gegen 11.00 Uhr machten wir in einem kleinen Schweizer Ort Kaffeepause. Angesichts der strahlenden Sonne konnten wir sogar schön draußen sitzen. Die Laune aller hob sich sichtlich. Hubi hatte auch an diesem Tag Geburtstag.

 

Beim Durchfahren von La Chaux-de-Fonds, was sich als ausgewachsene Stadt entpuppte, touchierte CR beim Stopandgo Wolfis Koffer mit seinem, kam aus dem Gleichgewicht und legte ein Pirouette auf seinem Seitenkoffer hin, nachdem er vor Schreck die Kupplung kommen ließ und das Gas ungewollt aufriss. Außer ein paar Kratzern ging das aber sehr glimpflich ab.

 

Nach diesem Event und der schönen Kaffeepause erkannte ich, das wir dem Zeitplan deutlich hinterherhingen. Es war schon nach 12 und wir hatten noch nicht mal 1/3 der Strecke. Also strich ich für die nächsten 2 Stunden die Raucherpausen und wir fuhren bis zum geplanten Mittagessen- und Tankort Saint Claude durch. Kurz vor Schluss gabs dann kurventechnisch schon mal eine Vorgeschmack auf die kommenden Kurven. Sehr schöne Strecke. Gab zwar hinterher Gemecker, aber das ist halt das Los des Tourguides. Nachher mussten mir auch alle recht geben, dass die Entscheidung richtig war.

 

Gegen 15.00 Uhr war dann auch die Pause und das Tanken zu Ende. Ein Blick aufs Regenradar verhieß nichts Gutes. Wir würden nass werden. 190km standen noch auf dem Navi. Nach etwa 40km setzte dann auch der Regen ein, der entgegen meiner Schätzung laut Regenradar auch nicht mehr aufhörte. Er ging nur auf den hohen Etappen in Schneeregen über. Regen auf der Autobahn ist ätzend. Regen auf unbekannten Strecken in den Bergen ist megaätzend. Der Fahrschnitt sinkt dramatisch. Das Ganze noch garniert mit Temperaturen zwischen 2 und 6 Grad, da sinkt der Fahrspass noch deutlich unter die Temperaturgrenze.

 

Bei einem kurzen Halt unter dem Dach einer stillgelegten Tankstelle wrang Hubi seine neuen Winterhandschuhe aus, aus denen das Wasser in erstaunlicher Menge herauslief und steckte seine blaugefrorenen Hände in die Ersatzhandschuhe (Sommer/Racing). Da ich noch mein Paar alte Gummiüberzieher dabei hatte und sowohl über dichte Handschuhe, Windschutz durch die Spiegel, als auch eine Griffheizung verfügte, brauchte ich die nicht und gab sie Hubi. Zum ersten Mal lief meine Griffheizung längere Zeit auf Stufe 2, die normalerweise die Hände kocht. Aber, es muss wohl nur kalt und feucht genug sein.

 

Hubi meinte dann auch, nachdem wir gegen kurz vor 20 Uhr im Schneeregen das Hotel in Rencurel erreichten, das wäre die härteste Tour seines Lebens gewesen. Auf einer Tuono war sie das bestimmt. Auf meiner Telefonzelle gings. Ich bin immer wieder sehr angetan davon, wie einfach und komfortabel mich die RT auch unter widrigsten Bedingungen durch die Kurven dieser Welt trägt.

 

Abends gabs dann auch noch einen Geburtstagskuchen für Hubi, der diesen Geburtstag nach eigener Aussage niemals vergessen wird.

 

Freitag: Wir sind mit Titus und seiner Truppe in Clelles verabredet. Um 11 Uhr. Das Wetter sieht nicht sehr freundlich aus und kalt ists auch. Ich streiche die Kurvenetappen aus der Tour und verlege den Abfahrtszeitpunkt von 09.00 auf 09.45. Leicht nieselig fahren wir in die Regenklamotten gehüllt los. Schon nach 10km stehen wir vor der Vollsperrung der Bourneschlucht. Das ist jetzt doof, weil es keinerlei zeitlich akzeptable Alternativroute gibt. Die Umleitung führt über den höchsten Pass des Vercors, angesichts der Temperaturen keine Alternative.

 

Also Umplanen und quasi von hinten über den Col de Menee zum Treffpunkt. Wir werden zwar 1 Stunde zu spät kommen, aber wir fahren ihnen entgegen und wenn sie die geplante Route fahren, müssten wir sie treffen. Zunächst müssen wir dafür aber über den Col de Roussette. Der Niesel ging in Regen über und mit jedem Höhenmeter wurde es kälter. Oben fuhren wir dann im Schneetreiben über den Pass, dessen eigentliche Passhöhe ein Tunnel ist (im Tunnel gings, dafür war Eis drin). Auf der Südseite erkannte ich durchs Schneetreiben Die, die Hauptstadt der Region, und da schien es heller zu sein.

 

Nachdem wir zunächst mit dem bisher uns unbekanntem Phänomen der Schneeansammlung auf dem Visier konfrontiert wurden, wurde es dann mit jedem Höhenmeter wärmer, der Schnee ging rasch in Regen über und hörte noch vor Erreichen von Die ganz auf.

Dort kam sogar die Sonne durch. Der Plan, über den Col de Menee Titus entgegen zu fahren, scheiterte an dem Schild „FERME!“. Pass war gesperrt. Das Treffen würde also wohl nicht zustande kommen. Ich entschied dann erstmal, das wir zum geplanten Mittagessenort „Le Clapse“ fahren, dort einen Cafe trinken und dann mal gucken. Die Sonne schien, es war nur sehr windig. Da die Tourplanung sowieso für die Tonne war, fuhren wir anschließend eine kleine Tour von Le Clapse aus über 4 Pässe aus meinem Gedächtnis. War auch schön. Und vor allem sonnig und trocken.

 

Gegen kurz nach 14.00 Uhr trafen wir wieder in Le Clapse ein, wo wir nicht nur mit Titus Truppe eigentlich Mittagessen wollten, sondern wo auch der TDIBIKER dazustossen wollte. Aber auch ihm hatte das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und es kam nicht dazu. Das Bistro hatte mangels Gäste mittlerweile geschlossen.

 

Wir wechselten also in den nahegelegenen Ort, wo wir windgeschützt und bei strahlender Sonne auch nix zu essen bekamen, da es nach 14.00 Uhr war. Da kennen die Franzosen nix. Da sitzen die Wirtsleute selber beim Essen und daher gibt’s nur Cafe. Sobald aufgegessen ist. Immerhin hatte das dann wirklich schon einen südfranzösischen Moment. Wärme, Sonne, guter Milchkaffee.

Der Rückweg gestaltete sich trocken und nach Erreichen des Hotels entschieden Daniel und ich nochmal die spektakuläre Anfahrt zum Hotel vom Vortag zu fahren, die wir im strömenden Regen am Tag zuvor nicht würdigen konnten. Ein donnernder Wasserfall direkt neben der Strasse und spektakuläre Klippen mit fantastischer Aussicht waren den Abstecher wirklich wert.

 

Samstag: 09.00 Uhr. 5cm Neuschnee. Die geplante Vercorstour, ein echtes Highlight der gesamten Tour, fällt nicht ins Wasser, sondern in den Schnee. Gegen Mittag ist der Schnee weitgehend weggetaut. Dafür regnets. Mal mehr, mal weniger, mal nicht. Poolbilliard vertreibt die Zeit. Teile der Truppe sind schon mittags beim Rotwein. Daniel und ich geben die Hoffnung nicht auf, dass es gegen Nachmittag besser werden könnte. Gegen 16.00 Uhr erst zeigt sich eine größere Lücke. Wir beide schwingen uns auf die Moppeds und fahren zumindest zur Route de Combe de Laval. Das klappt auch auf halbwegs trockenen Strassen. Dort oben sehen wir bei dem fantastischen Weitblick übers Rhonetal den nächsten Schauer kommen. Also wieder runter ins Tal und auf den letzten Kilometern vor der nächsten Tanke erwischt es uns schon. Nachdem wir dann den Schauer unter dem Tankstellendach abgewartet haben, fuhren wir wieder ind Hotel zurück, welches wir pünktlich vor dem nächsten Schneeregenschauer erreichten. Damit war der Samstag tourtechnisch mit 78km abgehakt.

 

Sonntag: Transfertour ins nächste Hotel. Mit 360km nicht besonders kurz, darin aber 30km Abstecher nach Notre Dame de la Salette. Zunächst feuchtkalt und auf dem Pass runter nach Grenoble auch noch mit ein bischen Schneeregen garniert, wird das Wetter mit jedem Kilometer südlich zusehends besser. Notre Dame de la Salette ist auch für Nichtgläubige unbedingt einen Abstecher wert, da die Strasse da hoch von feinster Kurven- und Asphaltqualität ist und es einfach ein besonderer Ort ist.

Die weitere Anfahrt über den Lac de Serre Poncon und die Clue der Barles war sehens- und fahrenswert.

Abends erreichten wir dann müde aber zufrieden bei gutem Wetter Beauvezer und bezogen unsere neuen Zimmer.

 

Montag: Wetterbericht verheißt strahlende Sonne von morgen bis abends. Ich entscheide, das wir das gute Wetter für eine „Erholungstour“ nutzen und den Grand Canyon du Verdon umrunden. Mit 262km die kürzeste Tour (planmäßig). Und tatsächlich wird es ein traumhaft schöner Tag mit ebenso spektakulären Ausblicken wie Kurven. Endlich hab ich mal wieder Zeit, die Südstrecke des Verdon zu fahren. Endlose Kurven und spektakuläre Schluchtenblicke. Würde man an jedem Aussichtspunkt halten, benötigte man bestimmt 2 Tage für die Tour. Die reine Runde um den Canyon ist 108km lang. Und das quasi Geradenfrei.

 

Dienstag: Der morgendliche Blick aufs Wetter verheißt nur begrenzt gutes. Da es zur Küste hin besser werden soll, fahren wir also die Tour zum Mittelmeer. Die Entscheidung war wettermäßig richtig, aber schön war ist anders. Cote d´Azur ohne Sonne verliert auch viel an Attraktivität. Zumindest trocken sind wir bis Castellane unterwegs. Dort entscheiden Wolfi und CR, direkt zum Hotel zu fahren. Bei mir steht noch planmäßig der Col du Defend auf dem Plan, der ist eher etwas abseits gelegen und entpuppt sich als grossteils üble Huckelstrecke. Leider war über diesen Pass nix im internet an Iinfos zu bekommen, so dass ich keine Ahnung hatte, was uns erwartet. Hubis Laune ist schon finsterer als der Himmel. Der dann auf den letzten 15km die Schleusen öffnet und echte Wassermassen auf uns los läßt. Um dem ganzen dann die Krone aufzusetzen, laufen wir auf eine Schafherde auf. Von hinten. Kein Durchkommen, Starkregen von oben, schmierige Schafscheiße von unten. Ein perfekter Tourabschluss.

Hubis Gesichtssausdruck beim Abendessen war noch finsterer als das Wetter. Die anderen Truppen im Hotel bestätigten zumindest meine Entscheidung, zur Küste zu fahren. Die waren fast nur im Regem unterwegs.

 

Mittwoch: Hubis skeptischer Blick auf meine Beteuerungen, es würde sonnig werden, wurde von der über der Berg kommenden Sonne bei blauestem Himmel weggebrannt. Col de Turini stand eigentlich auf dem Programm. Aber irgendwie sind das neue Navi Zumo350LM und ich noch nicht auf einer Wellenlänge. Jedenfalls fiel der Teil mit dem Col de Turini weg. Machte aber nichts. Ein eigentlich als Nebenziel geplanter Ort wurde zum absoluten Highlight. Madonna d´Utelle. Ein unbedingtes Muss als Ziel in den Seealpen, bei Bikern noch ziemlich unbekannt. Ein unglaublicher 360 Grad Ausblick auf die Seealpen, Hochalpen und das Mittelmeer mit Cannes und Nizza. Vorher fuhren wir noch durch die Daluis- und Cianschlucht, von welcher der Col de la Sinne abzweigt, der seinerseits mit einem spektakulärem Panorama glänzen kann. Dafür aber wahrscheinlich zu den am wenigsten befahrenen Pässen der Seealpen gehört, weil er in der Garmindatenbasis als teilgeschottert aufgeführt ist, was aber nicht stimmt. Und auch in der Cianschlucht nicht wirklich ausgeschildert ist.

 

Leider nutzte die von Hubi für die Madonna angezündete Kerze zumindest für die Aprilia nix. Der Starter verweigerte ab dort den Dienst. Einen 1000er-V2 in so einem leichten Motorrad anzuschieben, ist verdammt nicht einfach. Nach einmal Anschieben nach Tankstopp (Zweitschlüssel mitnehmen, schreib ich immer wieder, aber nicht jeder macht es, gell Hubi?), fuhren wir über den letzten Pass zum Hotel, als uns auf der Passhöhe ein regelrechter Schneesturm überraschte, so dass wir für die restlichen 20km doch noch die Regenkombis rausholen mussten. Nachdem wir eine Stunde zuvor bei 25 Grad und strahlender Sonne unterwegs waren, war es dort nur noch knapp über Null.

 

Donnerstag: Hubi hat über Nacht entschieden, die Tour abzubrechen und nach Hause zu fahren. Ohne Reparatur. CR konnte ihn dann auch nicht alleine fahren lassen, denn zu zweit anschieben ist schon schwer, alleine eigentlich unmöglich. Die beiden sind dann Donnerstag morgen die knapp 900km nach Hause gefahren und es hat leidlich funktioniert. Sie sind jedenfalls angekommen.

 

So waren wir also nur noch zu viert. Der Col de Turini war immer noch offen auf meiner Liste, von daher fuhren wir die Alternativtour dafür, die ich noch mit hatte. Die Seealpen sind wirklich unglaublich kurvig. Leider auch sehr zersiedelt im südlichen Teil. Wir fuhrendann den Col de Turini von Süden her, da ist er eher unspektakulär. Oben war eigentlich Mittagessen geplant, aber das Wetter hatte sich ziemlich zugezogen, dunkle Wolken quollen ringsum und kalt war es auch. Also fuhren wir weiter die Nordrampe, die wirklich sehr sehr kurvig ist und schön zu fahren. Aber runter ist halt nicht ganz so schön wie hoch.

Auf dem nächsten Pass, dem Col de St. Martin gab es oben auf 1500m ein Skigebiet mit auch jetzt offener Restauration und die Sonne schien auch gerade. Also machten wir dort Mittagessen. Allerdings war die Sonne schon nach dem Hinsetzen weg. Wenigstens war es windgeschützt beim draußen sitzen. Das dicke Ende kam dann beim Losfahren. Wolfis Hinterreifen war bar jeden Luftdrucks oberhalb des atmosphärischen. Eine Holzschraube hatte es sich im Mantel bequem gemacht.

 

Als vorbereiteter Tourguide fuhr ich seit Jahren eine Dose Reifenpilot für Motorräder durch die Gegend. Jetzt sollte ihre Stunde kommen. Sollte. Leider entpuppte sich die Dose ausreichend für einen halben Vorderreifen aber niemals, auch nicht im Ansatz nicht für einen 160er Hinterreifen.

 

Also doch den ADAC anrufen. Der vermittelte dann nach einigen Schwierigkeiten („Sie stehen aber schon etwas abgelegen…“) einen Einsatz eines in der relativen Nähe ansässigen Pannendienstes. Sollte 1,5 Stunden dauern. Das wäre fix. Vor Jahren haben wir schon mal 4 Stunden gewartet. Aber das war auch Sonntags. Da Wolfi mit Cafe und einem warmen Plätzchen versorgt war und es eh unklar war, was weiter passiert (Repversuch oder Aufladen), kamen wir dann nach einiger Zeit überein, das der Rest zum Hotel zurückfährt, da egal, was gemacht wird, wir eh nicht helfen können. Navi hatte Wolfi, so dass er auf jeden Fall zum Hotel zurückfinden konnte und eigentlich war es auch nach dem Pass eigentlich nur noch Hauptstrassen zurück. Für die, die sich auskennen: Runter ins Val de Tinee (wo es auch zum Bonnette hochgeht) Richtung Nizza, dann rechts an der Var entlang Richtung Entrevaux/Digne.

 

Der Pannendienst kam auch unerwartet schnell, pumpte den HR mit 2 Dosen Reifenpilot voll und Wolfgang konnte uns folgen. Leider versuchte sein Navi, warum auch immer, ihn über irgendwelche Ziegenpfade zu führen. Nach telefonischer Einweisung war er aber auf dem richtigen Weg. Auf den letzten Kilometern zum Hotel kreuzte noch ein kleines Reh seinen Weg, das Bremsmanöver und die anschließende Kollision mit dem Seitenspiegel der K100 überstanden K und Reh nur leicht lädiert.

Das Reh entschwand und den Spiegel konnte man mit etwas Tape fixieren. Leider zeigte auch Wolfis rechter Simmerring Konditionsschwäche und pumpte schon länger fleißig Gabelöl von innen nach außen.

 

Freitag: Transfertag wieder zurück nach Rencurel. Die geplante Route musste ich wieder adhoc umplanen, da der erste Col, der Col de Corobin, ebenfalls gesperrt war. Wolfi trennte sich wieder von uns, da wir noch einen weiteren Pass auf dem Plan hatten und der für seine nun unterdämpfte Gabel nicht so gut gewesen wäre. Treffpunkt war die Domaine de Fombeton, wo wir uns dann wieder trafen und von Maitre Moritz aufs herzlichste begrüßt wurden (ich war schon 5 mal da). Selbst der Kaffee war spendiert. Danach fuhr Wolfgang auf direktem Weg ins Hotel, während Daniel, Sinan und ich noch zwei Pässe zusätzlich einschoben, darunter endlich den Col de Grimone, der eigentlich jedes mal auf der „zu fahren“ Liste stand, aber nie rein passte. Und er entpuppte sich als wirklich netter Pass mit schöner Schlucht. Nix spektakuläres (für die Ecke), aber sehr nett. Dafür gab auf dem Weg dahin richtig schönen Sturm in den Tälern, dass man das Mopped kaum auf der Spur halten konnte.

Je näher wir ans Hotel kamen, desto nasser wurden die Strassen und das Le Marronier empfing uns wieder mit Regen.

 

Samstag: Wetterbericht und Wolkenradar zeigte die Rückroute weitgehend regenfrei. Allein am Le Marronier nieselte es. Und diesig war es auch. Nach dem losfahren mussten wir über den naheliegenden Pass und auf dem Weg dahin verschluckte uns die Wolkendecke. Wie bereits im Sauwetterthread geschildert, Nebel mit Sichtweite 2m. Grob geschätzt. Die Ränder der 1,5 Spuren breiten Strasse waren teilweise nicht zu sehen. Sie hatte auch weder Mittelstreifen noch Randmarkierung. Instrumentenfahrt nach Navi. Scheibe, Brille, Visier alles vollkommen beschlagen. Ich fuhr dann mit Visier hoch und Brille runter. Daniel meinte noch zu mir über Interkom, dass ich zu weit links fahren würde (es gab sporadischen Gegenverkehr, den man vieleicht 20m vorher erkennen konnte). Bevor ich ihm Antworten konnte, dass ich nicht der Meinung bin, weil ich den linken Straßenrand erahnen konnte, war der Parkstreifen, den er irrtümlich für die Strasse gehalten hatte, zu Ende und er befand sich "Offroad". Gottseidank kam er ohne Sturz wieder auf den Asphalt. Auf einem Pass im Hochgebirge ist das Verlassen der Fahrbahn meist eher nicht gut.

 

Aber der Hammer kam wenig später. Diese undurchsichtige Nebelsuppe befand sich auch im folgenden, unbeleuchteten Tunnel. Fahrlicht sah man nix, war zu funzelig. Fernlicht gab eine gelbweisse Wand. Der Tunnel war einspurig mit Ausweichbuchten und sogar mit Kurve. Echter Blindflug in dunkler Höhle. Nach etlichen Höhenmetern kamen wir endlich unter die Wolkenhöhe und man konnte wieder was sehen.

 

Die von mir geplante Route führte uns auf geradester Linie nach Norden, die ersten 120km Überland. Dadurch umgingen wir 3 Mautstationen und sparten etwa 50km Strecke. Schneller war es wahrscheinlich nicht, aber billiger. Nach dem Erreichen der Autobahn fing meine Elfe plötzlich an rumzuzicken. Das Fahren glich mehr und mehr einem Rodeoritt. Als würde jemand am Killschalter rumspielen, brach die Leistung im Sekundentakt ein und wieder an. Ich bekam dann raus, dass sie am besten unter Last lief, beim Gas wegnehmen am schlimmsten ruckelte. Nun kann man in Frankreich nicht ständig Vollgas fahren, aber wir waren dann sehr zügig und ich sehr ruckelnd unterwegs.

 

Nach der Tankpause lief sie erst besser, dann kam das Ruckeln wieder. Na toll. 700km ruckeln, dachte ich so. Bei Dijon verabschiedete Daniel sich Richtung Karlsruhe, wir (ich) ruckelten weiter Richtung Luxemburg. An der Mautstelle bei Nancy standen wir dann in der Schlange und die RT wurde richtig warm. Bis die Lüfter anliefen. Nach der Mautstelle war das Ruckeln deutlich weniger geworden und ich hatte rausbekommen, das ich das Restruckeln auch durch Kupplungziehen und einige Sekunden Leerlauf wieder besänftigen konnte.

 

Für sachdienliche Hinweise auf mögliche Ursachen bin ich sehr dankbar.

 

38km vor der Heimat sorgte der schlagartige Druckverlust meines Hinterreifens bei 150 auf der linken Spur noch für einen unplanmäßigen Stop. Der ADAC war schnell da und so endete die Reise leider auf dem ADAC-Transporter.

 

Wie ich immer sage:

Bei einer guten Motorradtour kommen alle gesund wieder. Bei einer excellenten Motorradtour kann man die Motorräder hinterher weiterverwenden. Dieses war eher eine gute Tour. :D

 

Mein Dank an alle Teilnehmer, für die diese Tour sicherlich auch unvergesslich bleiben wird.

 

Bis zum nächsten Mal…:cool:

 

 

Nachtrag: Videos

 

Col de la Sinne Teil 1: http://youtu.be/eXiW7wQv2QE

Col de la Sinne Teil 2: http://youtu.be/RsRSes1Hyfc

Col de Rousset: http://youtu.be/fHQXv6fMV6U


02.06.2013 20:16    |    muhmann

Klingt auf jeden Fall nach einer abenteuerlichen Tour, die man so schnell nicht wieder vergisst!

 

Für die Ruckelei würde ich erstmal alle Steckverbindungen auf Feuchtigkeit untersuchen. Scheint es ja genug von gegeben zu haben. ;)


02.06.2013 20:36    |    Mercy19

Super Bericht. Trifft den Nagel auf den Kopf:)


02.06.2013 20:38    |    camion-rebel

Der Dank gebührt Dir mein Bester für die exzellente Planung der gesamten Tour:).

Wir Teilnehmer sind Dir ja nur nachgefahren und haben von Deinem Engagement und der Liebe zum Motorradfahren profitiert:p.

 

Wichtig war das keinem was passiert ist und alle gesund wieder in der Heimat eingelaufen sind. Leichte Verluste am Material sind problemlos zu ersetzen!

 

Ich bin bei der nächsten Tour wieder dabei:cool:.

 

PS. Du hast in Deinem Bericht die mehr als fragwürdige "Ententerrine" unterschlagen:eek::(;).


02.06.2013 20:51    |    Lewellyn

Von den abendlichen Details berichte ich nie. Das bleibt unter den Teilnehmern. ;)


02.06.2013 20:56    |    camion-rebel

Diese "Terrine" fällt nicht unter abendliche Details, sondern eher unter die Merkwürdigkeiten der französischen Küche:(.

Ich kann mich noch gut an ein Gericht aus 2010 erinnern das übersetzt so ungefähr "die Ohren vom Esel aus dem Tal" hieß:eek::rolleyes:.

Rotwein war aber immer gut;).


02.06.2013 22:23    |    kandidatnr2

Glückwunsch zur gelungenen Tour. Fürs Wetter kann ja keiner was. Für Reifenschäden auch nicht.


02.06.2013 22:54    |    KawaDirk

Dann seid Ihr also wieder gut daheim angekommen ... und kommt vom sprichwörtlichen Regen in die Traufe hinsichtlich des Wetters und seiner Folgen. :(


03.06.2013 13:16    |    titus95

Marcus, schöner Tourbericht. Da habt ihr ja ganz schön ins Klo gegriffen. Und ich dachte schon, dass 1,5 Regentage und 18 grad schlecht seien.

 

Die mieseste Fahrt hatten wir auf der Treffentour zu euch, dabei mussten wir im Schneeregen über den Col de haute Croix. Die Jungs haben mir dabei den allergrössten Respekt abgezollt, denn angesichts solch einer Wetterlage hätte es mich auch nicht gewundert wenn einer hätte abbrechen wollen, aber nichts dergleichen.

In Clelles angekommen waren wir ziemlich nass, es regnete immer noch und es hatte im Ort ganze 3° Grad. Zum Glück hatte ein Cafe auf und wir konnten uns dort aufwärmen. Nach unserem Telefongespräch und der nicht mehr vorhandenen Aussicht auf das Treffen haben wir uns dann auch lieber wieder in Richtung Süden auf den Weg gemacht, auf dem wir aber auch am südlichen Einstieg zum Col de Menee vorbeigekommen sind.

 

Bis auf die Regentage, die wir im Fombeton verbrachten und die Fahrt nach Clelles hatten wir aber zum Grossteil blauen Himmel und Sonne, allerdings immer deutlich unter normal gewohnten Temperaturen, immerhin 7 Tage. Sogar am Mittelmeer, im Badeort La Ciotat, hatten wir gerade mal 19°. Sieht schon komisch aus, wenn die Schönheiten in Minirock und Pelzjacke am Strand herumlaufen, aber sonst auch ein sehr schöner Ort mit sehr schönem Badestrand.

 

Der Tipp mit dem Signal de Lure und dem Mont Ventoux war auch klasse, super Fernsicht von beiden Berggipfeln. Nur das berühmte 42km Kurvenschild haben wir verpasst. Allein auf dem Mont Ventoux war es ganz oben auf der Spitze dunstig, aber es gab genügend Stellen unterhalb, die einen grandiosen Ausblick boten.

Bilder von gutgelaunten Bikern und sonnigen Landschaften stell`ich besser keine ein, sonst springt mir der Hubert mit dem nackten A…. ins Gesicht. Hauptsache, alle sind heil nach Hause gekommen.


03.06.2013 13:50    |    Lewellyn

Ich hab noch 4 T-Shirts zu vergeben. ;)

 

Müssen wir mal gucken, wann wir uns hier mal Treffen. Erstmal muss die Elfe einen neuen HR bekommen.

 

Angesichts des Berges Papier im Büro kann's aber noch was dauern.


04.06.2013 11:44    |    titus95

Achja, die T-Shirts. Wenn du sie loswerden willst kannst du sie mir p. Post zuschicken. Geld würde ich selbstverständlich vorher überweisen.

 

Mit Treffen sieht es diesen Monat eher schlecht, da in 2 Wochen die nächste einwöchige Flussradtour ansteht. Und Anfang Juli sind die Saarländer Biker ein WE bei uns zu Besuch ( Campieren am RAG-Bootshaus Marl). Vielleicht könnte es ja da klappen........


04.06.2013 12:18    |    TDIBIKER

Bravo für die bestandene Tour. Diese Wetterverhältnisse sind absolut anormal und nicht vorhersehbar.

Mittlerweile ist es schön in Südfrankreich. Hoffe, ihr kommt nächstes Jahr zu mir - natürlich nur wenn's nicht zu sehr schneit :). Und im Nachhinein gilt für bestandene Abenteuer: Je härte, desto besser!

 

Im Zentralmassif sind durch die dauernden Regen - und Schneefälle zahlreiche kleinere Erdrutsche

entstanden, die z.T. auf der Fahrbahn gelandet sind. Mittlerweile sind diese wieder behoben, bzw. ausgeschlidert. Wenn man nichtsahnend, bei schlechter Sicht, da rein fährt, ist der Sturz fast garantiert.


04.06.2013 12:55    |    Lewellyn

Also das Vorbeikommen bei Dir steht fest. Ich grübel noch an der Art und Weise.

 

Angedacht war ja wieder die letzte Maiwoche. Ich hoffe einfach mal, dass dieser "Frühling" nicht zur Regel wird. Mal gucken. Ist ja noch ein bischen Zeit.


04.06.2013 13:01    |    TDIBIKER

Und Lew:

 

Schau mal nach den Enden der Zündkabel, wo sie in die Spule gehen.

Die oxidieren manchmal auf längeren Touren im Regen.

 

Erlebt bei R 80 GS. Dieselben Symptome.


04.06.2013 13:46    |    moppedsammler

Schöner Bericht, chapeau, Marcus.

 

Ähnliche Ruckeleien bei meiner K 1100 LT waren nach Austausch des Kraftstofffilters im Tank weg.


04.06.2013 18:02    |    Hase62

Den Bericht hast Du toll geschrieben Lew.:)

Du hättest aber ruhig aus der Kinderstube plaudern können:D wir kennen sie doch die Chaotentruppe :confused:


04.06.2013 19:05    |    blackhawk3k

Sehr schöner Bericht! Die Widrigkeiten sind doch das schönste, da erinnert man sich noch lange dran ;)

 

Es fehlen noch die Berichte über schlafende Riesen und fast Herzinfarkte während des CL-Finales :D

 

Und vielleicht sollte ich mal den Wirt nach dem Rezept für Ententerrine fragen und an Hase weiterleiten, ich bin sicher der camion-rebel würde das zuhause auch gerne essen *duck und wech*


04.06.2013 19:13    |    camion-rebel

Schlafende Riesen:confused::rolleyes:;).

 

Das mit dieser Terrine lässt Du lieber:eek:. War der einzige Abend an dem ich gerne mit Dir getauscht hätte:(.


04.06.2013 22:58    |    ricco68

Schöner Bericht - die Eindrücke über Madonne d´Utelle kann ich sehr nachvollziehen - da war ich vor zwei Wochen selbst auch - unbeschreiblich schön und schön einsam dort.

Beim Col de Turini finde ich immer noch den Col de Braus am spektakulärsten.


05.06.2013 17:38    |    camion-rebel

Heute wurde der Dreck der "harten Tour" vom Motorrad gewaschen. Allein um die hintere Felge sauber zu bekommen, habe ich fast eine Stunde gebraucht:(. Nie wieder ein Bike mit Kette:mad:.

Am rechten Sturzbügel muss ein wenig lackiert werden. Folgen dieses grandiosen Stunts in der CH:rolleyes:.

 

Ich will endlich ein Motorrad mit Kardan:(. Die wäre nicht übel http://suchen.mobile.de/.../179100576.html?...

Mal schaun was die so für die CBF zahlen würden:). München ist ja nicht weit;).

 

Edit: Schon verkauft die schöne XT1200Z:(.


05.06.2013 20:57    |    Lewellyn

Feierabend für heute. Ich komm zu nix, moppedmässig. Elfe steht unberührt seit Samstag Abend in der Garage.

 

Die XTZ hat mir gut gefallen. Bis auf die mangelnde Schräglagenfreiheit. Fährt sich Superhandlich. Schön komfortable Sitzposition. Motor ist untenrum gedrosselt. Merkt man aber nur bei Vollgas und dann daran, dass er bei etwa 5000 plötzlich deutlich zulegt.


06.06.2013 07:41    |    camion-rebel

Es kommen nur die Crosstourer oder die XTZ für mich in Frage! Liegt am Händler und seiner hervorragenden Werkstatt.

 

Optisch gefällt mir die XTZ einfach besser. Ich kaufe ja eher danach. Für meine Fahrkünste reichen beide. Eine solche Enduro ist einfach mehr als bequem für lange Touren.

Wenn z.B. die Tour im Frühjahr 2014 so bleibt wie Du es planst, dann sind es zum ersten Treffpunkt ja schon um die 900km. Da wird auch auf der CBF das sitzen langsam anstrengend.

Selbst Hubert denkt nach Frankreich ernsthaft über ein anderes Bike nach. Mit der Tuono war die Tour wirklich eine Tortur.

 

Das Thema mit Anhänger hat sich für mich endgültig erledigt. Zum einen ist mir die Investition für Anhänger + Anhängerkupplung zu hoch (der Hänger steht ja fast nur rum) und, wie auch Sinan mal schrieb, ist die Anfahrt schon der halbe Spaß.

Wenn wir bei Deinen Touren des öfteren den Standort wechseln, würde mir das ewige auf/abladen auf die Nüsse gehen. Auto + Hänger irgendwo abstellen schränkt auch irgendwie ein.

 

Also ist die beste Lösung eine der zwei genannten Enduros.


06.06.2013 08:26    |    Lewellyn

Die XTZ gibt's vergleichsweise günstig. Aber auch die Crosstourer ist nicht so der Markterfolg. Der Hype um die neue GS hält die Preise jung Gebrauchter Alternativen niedrig. Die 1000er Versys ist auch nett, hat aber Kette.

Obwohl das mit der Feststoffschmierung jetzt auch erheblich problemloser sein kann.

Alle 6000km neuen Graphitblock einsetzen, feddich.


06.06.2013 08:35    |    Mercy19

Die XTZ gefällt mir auch sehr gut, besser als der Crosstourer. Das einzige ist, mag Speichenräder nicht so gerne, aber bei der XTZ sieht das echt gut aus. Ich glaube aber ich bin zu klein für ein solches Gefährt und mit meiner F800 auch immer noch sehr zufrieden.

Denke auch das sich ein Anhänger nicht wirklich rentiert, wenn man die 1-2 Touren im Jahr macht. Alleine aus den von dir genannten Gründen. Sone Anfahrt zum Tourenbeginn kann ja auch ganz lustig sein und ist immer irgendwie hinzubekommen. Egal wie weit die Strecke ist.

 

Für den Hubert wäre es echt mittlerweile das beste sich ein neues bzw. anderes Moped anzuschaffen. Ist für die Zukunft und anstehenden Touren einfach angebracht und sinnvoll. Dann flucht er vielleicht nicht mehr gar so viel.. :D;)


06.06.2013 08:51    |    Mercy19

Ich überlege für meine ST eine Lenkererhöung vorzunehmen. Selbst bei meiner ST habe ich nach 10 Tagen gemerkt, das die eigentlich recht bequeme position auf Dauer doch anstrengend wird, weil ich dauernd die Arme durchgestreckt habe und der Oberkörper doch noch zu sehr nach vorne geneigt ist.

Dachte z.B. an sowas hier

http://www.mv-motorrad.de/...ike+Rohrlenkeradapter+fuer+BMW+F800ST.htm


06.06.2013 10:09    |    Lewellyn

Die MV-Sachen sind alle ziemlich durchdacht und hochwertig.

 

Und zur Sitzposition: Je aufrechter und lockerer man den Lenker halten kann, desto länger kann man fahren.

 

Ich muss auch feststellen, dass ich die 4200km doch recht locker ertragen hab.

 

Windschutz ist was ausgesprochen feines, je länger die Fahrt dauert.

 

Das Airhawk-Kissen ist eine wirkliche Erleichterung bei langen Touren. Es ist nicht so, dass man da 10 Stunden regungslos drauf sitzen kann und es ist immer noch wie in der ersten Minute. Aber, es eliminiert die Vibrationen und der Popo wird nicht taub. Und saubequem ist es auch. Und hält den Hintern bei Regen trocken, da das Wasser zwischen den Luftkissen abläuft und man nicht in der Sitzbankkuhlenpfütze sitzt.

 

Es sieht schräg aus, aber es steigert den Langstreckenkomfort erheblich. Möchte nicht mehr ohne fahren.

 

Zum notieren: Nächstes Jahr hab ich in meinem Terminkalender die "Wir besuchen den TDIBIKER"-Tour für die letzte Mai-Woche eingetragen. Das ist dann über Vatertag. Also vor Pfingsten.

 

Ich bin mir nur noch nicht im klaren, ob wir dann wirklich in die Pyrenäen weiterfahren sollen oder ob wir das quasi von Fombeton aus machen sollen. Hätte auch seinen Reiz. Erfordert aber gewisse Nehmerqualitäten der Teilnehmer. Wir würden dann Donnerstag zu Moritz fahren. Sonntag dann rüber fahren. Mittwoch wieder zu Moritz. Samstag nach Hause.

 

Aber:

 

a) Müssen wir halt zu Moritz. Sind noch mal knappe 2 Stunden länger zu fahren für die Westfraktion als jetzt.

b) Sind es von Moritz zu Jo ~ 500km. Landstrasse. Die auch nur schlecht durch Autobahn (Umweg, etliche Mautstellen) zu ersetzen sind.

 

Müssten wir mal drüber tippen...


06.06.2013 10:15    |    camion-rebel

Hältst Du die Dinger nicht für etwas teuer:eek:. Ich habe auch den Lenker erhöht, aber mit den Teilen von "Sw-Motech".

Gibt es auch für Deine F800 (glaube ST:confused:) http://shop.sw-motech.com/cgi-bin/cosmoshop/lshop.cgi

Die sind gut und haben eine ABE.


06.06.2013 10:26    |    camion-rebel

Wenn ich das richtig verstehe geht die Tour am 29.05.14 los und endet am 07.06.14, also Pfingstsamstag.

Wäre für mich ok:). Sind von hier zu Moritz 840-850km. Da hat der Westen doch einige mehr.


06.06.2013 11:07    |    Lewellyn

Eigentlich eher am 22. los und am 31.05. wieder da.

 

Ich gehe einfach davon aus, das extreme Wetterlagen wie heuer nicht jedes Jahr vorhanden sind. Ich müsste das aber sowieso noch mit Moritz abklären, wann die ihre Endurowoche haben, weil da mit Zimmern meist Essig ist.

 

Zumal dann die Variante ohne Pyrenäen auch keinerlei Pässe über 1500m erfordert.


06.06.2013 11:54    |    blackhawk3k

Terminplanung klingt gut, ich trage es schon einmal in meinen Kalender ein ;)

 

Obwohl man bei meiner S mit Stummellenker etwas vorgebeugter sitzt, muss ich sagen, dass ich mit der Strecke zumindest von der Länge keine Probleme hatte. Denke die Bagster tut da auch ihr Übriges. Aber gut, hatte zum einen etwas weniger An- und Abreise und zum anderen bin ich ja doch ein paar Jahre jünger :)


06.06.2013 12:01    |    Mercy19

Mir ist es eigentlich fast egal wohin und wie wir fahren, ich mache fast alles mit.. ;)

 

Das was mir bei der Lenkererhöung von MV zusagt ist, das der Lenker nicht nur erhöht wird, sondern wohl noch ein eine leichte Neigung zum Fahrer hin zugesagt wird. Wäre auch nochmal ganz nett. Weiß nicht ob das bei dem Produkt von SW-Motech auch so ist. Der Preisliche Unterschied ist sicherlich nicht zu verachten.


06.06.2013 12:33    |    Lewellyn

Den Günther Verholen, Senior Chef von MV kenne ich persönlich. Alles, was die verkaufen ist selbst entwickelt, selbst getestet und zum Teil auch selbst gebaut. Kostet etwas mehr. ist aber qualitativ top.

 

Kannst du auch hinfahren. Angucken, anfassen, beraten lassen. Ist nicht weit von Köln.


06.06.2013 13:34    |    camion-rebel

Deine Planung ist aber für den Arbeitnehmer nicht gut:eek:.

Bei meiner Variante bekommt man mit 13 Urlaubstagen 3 Wochen Urlaub zusammen:). Bei Deiner braucht man 14 Urlaubstage für das Gleiche:(. Typisch Unternehmer;).

Aber gut! Für eine Tour nach F opfere ich sogar einen Tag mehr von meinem kostbaren Urlaub:).


06.06.2013 14:00    |    Lewellyn

Habt ihr keinen Vatertag?


06.06.2013 15:01    |    camion-rebel

Natürlich haben wir auch hier in Bayern Vatertag. Das ändert aber nichts an der Tatsache das man als unterbezahlter und überbeschäftigter Arbeitnehmer 14 Urlaubstage opfern muss.

Der Pfingstmontag fällt ja nicht mehr in die 3 Wochen!

 

Aber wie gesagt! Damit kann ich leben:).


06.06.2013 20:52    |    Mercy19

Viel schlimmer als der eine Urlaubstag mehr ist, das der Termin erneut ins Champions Leauge Finale fällt. Dann muss ich mir das Finale mit den Bayern ja wieder mit Französischem Kommentar anschauen..

 

@Lew: Wo in der nähe von Köln soll das denn sein? Kann man da einfach so auftachen, ohne Vorankündigung bzw. Termin oder so?


06.06.2013 20:56    |    camion-rebel

CL-Finale:confused:. Hab ich nichts von mitbekommen:rolleyes:. War das in Frankreich;).


06.06.2013 20:59    |    Mercy19

Es reicht wenn du dich noch an mein Siegerwein und meine Siegerfaust erinnern kannst.. ;)


06.06.2013 21:29    |    Lewellyn

In Viersen, Energiestr. 3

 

Einfach mal vorbeifahren.

 

Bei Moritz habe ich schon WM-Spiele gesehen. Auf deutsch. ;)


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