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MOTORTESTS.de - Test und Erfahrungsberichte aus der MOTOR-TALK Community

14.06.2011 18:00    |    der_Derk    |    Kommentare (14)

Testfahrzeug Suzuki Jimny FJ 1.3
Leistung 82 PS / 60 Kw
Hubraum 1328
Aufbauart SUV/Geländewagen/Pickup
Kilometerstand 100000 km
Getriebeart Handschaltung
Erstzulassung 6/2002
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als 3 Jahre
Gesamtnote von der_Derk 2.5 von 5
weitere Tests zu Suzuki Jimny FJ anzeigen Gesamtwertung Suzuki Jimny FJ 2.5 von 5
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Einleitung

Getestet wurde über einen Zeitraum von etwas über 3 Jahren (2007-2010), von km-Stand 59000 bis 100000. Auch wenn ich die Zusammenfassung am Ende bereits als Blogartikel geschrieben habe, hier noch einmal das Ganze in der Test-kompatiblen Version - enfach mal um zu testen, wie komfortabel die neue Test-Beitragsfunktion ist ;).

Galerie

Karosserie

2.0 von 5

Obwohl der Jimny alleine durch den längs eingebauten Motor und die damit verbundene lange Haube viel Platz verschenkt, ermöglicht die Innenraumhöhe ganz passable Platzverhältnisse, in den Kofferraum passen bei voller Bestuhlung immerhin zwei Getränkekisten. Hinten sitzen ist aber naturgemäß nicht ganz einfach, wobei dies auch andere Kleinwagen dieses Formates nicht besser hinbekommen. Die Übersichtlichkeit ist der Würfelform zum Dank nahezu perfekt.

Die Materialien im Innenraum sind eher preiswert gehalten, wohnlicher wird es erst mit dem Facelift ab 2005 - dann muss man jedoch Abstriche bei der Variabilität machen. Vor dem Facelift war die Beifahrerlehne noch umklappbar und sowohl Sitzfläche- als auch Lehne hinten geteilt, nach dem Facelift ist der Beifahrersitz zu groß zum umklappen und die Sitzfläche hinten in einem Stück und unbeweglich.

Beim Jimny immer dringlichst zu kontrollieren ist die Werkzeugwanne im Kofferraumboden (kaum zu glauben, aber dafür war noch Platz): Hier befindet sich der Punkt am Fahrzeug, der nach Ablauf der Durchrostungsgarantie garantiert durchgerostet ist, bedingt durch das unglückliche Aufeinandertreffen von ungeschützen Blechfalzen und Schweißpunkten. Generell schadet keine nachträgliche Konservierungsmaßnahme, gerade wenn das Herstellungsland Spanien war.

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Gute Böschungswinkel
  • + Sehr übersichtlich
  • + Durchaus variabler Innenraum
  • - Stufe nach Umklappen der Rückbank
  • - Hinten nur kleinen Leuten zumutbar
  • - Verbesserungswürdige Rostvorsorge

Antrieb

2.0 von 5

1.3 Liter Hubraum ohne Aufladung reißen naturgemäß keine Bäume aus. Es geht zwar voran, aber wirklich schnell ist man nie - auch wenn man den aus dem Suzuki Ignis entliehenen 1.3er zwiebelt. Das macht ihm zwar nichts aus, schließlich wurde er als kurzhubige Drehorgel entworfen, bringt aber nicht viel außer erhöhtem Verbrauch. Auf Langstrecke kommt man an hohen Drehzahlen ohnehin nicht vorbei, im fünften Gang geht der Drehzahlmesser bei 100 km/h schon langsam auf die 4000 Touren zu. Während man sich den letzten Gang länger übersetzt wünscht, wäre es schön wenn die Untersetzung kürzer ausgefallen wäre, so beträgt die rechnerische Steigfähigkeit nur vergleichsweise geringe 40 Grad.

Die Schaltung soll nach dem Facelift besser geworden sein - vor 2005 jedoch entschleunigt sie das Fahren nachhaltig. Schnelle Gangwechsel scheitern einfach am Gegenhalt des Schalthebels. Immerhin hat man nicht das Gefühl, etwas kaputt machen zu können.

Der Verbrauch ist absolut gesehen für den kleinen Motor mit ca. 8 Litern hoch, und lässt sich bei genügend sportlicher Fahrweise auf 10 Liter erhöhen. Relativ gesehen ist der Jimny damit immer noch der sparsamste Benziner-Geländewagen am Markt. In Verbindung mit dem 40-Liter-Tank schafft man dennoch sichere 400 km, bevor das Vertrauen in die nicht angezeigte Reserve schwindet. Die Tankskala bildet wie schon im SJ lediglich 32 Liter ab, Suzuki hat 8 Liter Reserve eingeplant.

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Drehfreudiger Motor
  • - Reduktion zu lang übersetzt
  • - Letzter Gang zu kurz übersetzt
  • - Störrisches Getriebe

Fahrdynamik

2.5 von 5

... sollte man bei einem Geländewagen mit zwei Starrachsen und gerade mal 2,2 Metern Radstand nicht erwarten. Die Kugelumlauflenkung filtert zuverlässig alle Stöße weg und profitiert von einer sehr üppig bemessenen Servounterstützung, nur genau das macht sie auf der Straße gefühlt sehr indirekt und schwammig. Die Bremsen könnten besser sein, die Seitenneigung in Kurven ist groß, die Beschleunigung reißt auch niemanden vom Hocker. In nassen oder anderweitig rutschigen Kurven neigt das unbeladene Heck zum Ausbrechen, und so etwas wie einen Geradeauslauf gibt es (ebenfalls den Starrachsen zum Dank) eigentlich gar nicht. Wer sich auf der Straße vom Allradantrieb Unterstützung erhofft, sollte den Gedanken gleich wieder verwerfen: Dem zuschaltbaren Allrad fehlt das Mitteldifferential, er ist daher nicht permanent nutzbar.

Man sollte bei aller Kritik aber im Hinterkopf behalten, dass die Straße nur das zweite Zuhause für den Jimny ist - abseits befestigter Straßen fährt er Kreise um deutlich größere und schwerere Offroader, und ist nicht umsonst nach dem SJ auf vielen Trialveranstaltungen zu sehen. Durch die Starrachsen hält er auch in verworfenem Terrain lange alle Viere am Boden und ist selten auf - leider nicht vorhandene - Achssperren angewiesen.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Kleiner Wendekreis
  • + Unempfindliche Lenkung
  • + Gute Verschränkung
  • - Unempfindliche Lenkung...
  • - Schlechter Geradeauslauf
  • - Verbesserungswürdige Bremsen

Komfort

3.0 von 5

Ich sollte es sicherheitshalber nochmal dazu schreiben: Der Jimny ist von der Grundfläche her nicht größer als ein Fiat Panda, und ist technisch aufgebaut wie ein LKW. Entsprechend verhält es sich mit dem Fahrkomfort... Federung - ja, ist vorhanden, mehr als beim blattgefederten Vorgänger, komfortabel wird es dadurch jedoch nicht. Besonders diagonale Querfugen zittern den Insassen die Füllungen 'raus und zwingen zum Neujustieren der Lüftungsdüsen. Das Auto hält das aus, die Passagiere jedoch sollten nach Möglichkeit kein Bandscheibenleiden haben.

Der Vierzylinder wird schon bei mittleren Drehzahlen kernig laut, wer jedoch richtig gefoltert werden möchte sollte zum Diesel greifen.

Immerhin - die Bedienung gibt wirklich keine Rätsel auf, und weder Heizung noch Klimaanlage haben Probleme, den kleinen Innenraum auf die gewünschte Temperatur zu bringen.

Testkriterien
Federung (sportlich): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Einfachste Bedienung
  • + Gute Lüftung und Klimatisierung
  • - Keine nennenswerte Federung
  • - Kein nennenswerter Abrollkomfort
  • - Keine signifikante Geräuschdämmung

Emotion

4.0 von 5

Tja - wie Design, Image und Temperament gelagert sind, liegt immer im Auge des Betrachters. Für einen rustikalen Offroader ist das Design eigentlich zu niedlich, man kann jedoch die Anlehnung an den SJ noch gut erkennen. Bezieht man die Temperamentfrage auf den Einsatz abseits befestigter Straßen, so kann man das nur positiv beantworten: Es gibt wenig Geländewagen, die bereits im Serienzustand so weit kommen.

Das einzige Image was man ihm nachsagen kann wäre das des typischen Fahrzeugs für Förster und Jäger - falls diesen der Niva eine Spur zu rustikal ist. Die Meisten werden in grün verkauft, Suzuki bietet auch spezielle Rabatte für diese Klientel an. Im Privatgebrauch findet sich zumeist die Nutzung als Zugfahrzeug für den Wochenend-Holzfäller, und ganz selten wird er vielleicht einfach nur aus Spaß gefahren - als das rollende Schweizer Messer für den kleinen Geldbeutel.

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Fährt dahin, wo kein Abschleppwagen hinkommt
  • + Schafft dies zu den geringst möglichen Unterhaltskosten
  • - Kein Designwunder

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr bis 100 Euro
Verbrauch auf 100 km 8,0-8,5 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 100-300 Euro
Gebrauchtwagengarantie 12 Monate
Werkstattkosten pro Jahr bis 200 Euro
Versicherungsregion (PLZ) 32657
Haftpflicht bis 200 Euro (40%)
Teilkasko 50-100 Euro
Außerplanmäßige Reparaturkosten Fahrwerk/Rost - Kugel-/Trag-/Führungsgelenk (200 €)

Gesamtfazit zum Test

  • + Weitaus geländetauglicher als die Meisten ihm zumuten werden
  • + Günstig in Unterhalt und Reparaturen
  • + Japanisch-typische Zuverlässigkeit
  • - Unkomfortabel
  • - Unsportlich
  • - Nicht wesentlich Rost-resistenter als seine Vorgänger
Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Die Gesamtwertung wird meinem persönlichen Fazit eigentlich nicht gerecht - denn der Jimny ist beileibe kein schlechtes oder auch nur mittelmäßiges Auto. Er ist lediglich auf einen zumeist nicht-alltäglichen Anwendungsfall zugeschnitten, und erfordert daher im normalen Straßenverkehr ein paar Kompromisse. Dafür hat man die Gewissheit, bei allen Straßen- und Wetterverhältnissen überall hin zu kommen. Das bieten zwar andere Geländewagen auch, aber eben nicht im Format eines Kleinwagens.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Langstreckenfahrzeug? Familienauto? Sportlich und temperamentvoll? "Premium"? Das alles ist der Jimny nicht. Bei allen Bemühungen, wie ein halbwegs normaler Kleinwagen erscheinen zu wollen, ist er immer noch ein vollwertiger Geländewagen, und daher eben kein perfekter Straßenfahrzeug. Wer nicht gewillt ist sich damit zu arrangieren oder diese Fähigkeiten nicht braucht - der ist mit einem normalen PKW sicher besser beraten.

Sicherheitsfanatiker dürften ebenfalls nicht glücklich werden - denn die Anzahl an Airbags ist überschaubar (2), ABS war nicht Serie, ESP gibt es bis heute nicht, und wie schon geschrieben sind die Bremsen nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Dummerweise scheint der Optimierungsdruck auf Suzuki kaum messbar zu sein, da es nach wie vor keinen echten Konkurrenten gibt.

Gesamtwertung: 2.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 2.5 von 5 möglichen Sternen
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09.02.2012 14:04    |    Kunipfuhl

Ich finde den Bericht gut !

Ich habe als Zweitwagen ebenfalls einen Jimny, Baujahr 2006, also schon modellgepflegt. Das einzige was mich an dem Wägelchen stört ist der Benzindurst, mein Durchschnittsverbrauch über 28000 Kilometer liegt bei 9,3 Liter pro 100 Kilometer, überwiegend Kurzstreckenverkehr, aber mit ökonomischer Fahrweise, also keine hohen Drehzahlen.

Ich habe das Sondermodell "Snow", mit allem drin ausser Automatikgetriebe.

Man muß sich darüber im klaren sein was man von einem derartigen Fahrzeug erwarten darf. Der Jimny hat keinen direkten Wettbewerber und auf seine Art ist er ein wirklich gutes Auto. Dem Rostproblem sollte man bereits beim Neuwagen vorbeugen dann gibt es über viele Jahre keine Probleme.

 

Gruß aus Oberbayern

Franz


09.02.2012 15:52    |    der_Derk

Moin Franz,

 

Freut mich wenn's gefällt :)

Im Stadtverkehr lag ich mit dem alten Motor (ohne VVT) auch bei gut 9 Litern, im Schnitt gingen dann meistens 8-8,5 Liter durch. Unter 8 war er aber auch mit sehr leichtem Gasfuß und gutem Zureden nicht zu bewegen. Immerhin, der Wechsel der Bereifung auf die 235er hat sich auch nicht messbar ausgewirkt.

 

Gruß

 

Derk


30.10.2013 17:59    |    stuesser

Leichtes Offroad Video beim freien Fahren des ORC Grenzland

http://youtu.be/ZT25_HAwIJQ


30.01.2015 10:09    |    Trackback

Kommentiert auf: Offroad:

 

Pick Up für Langstrecke und Jagd

 

[...] Langstrecken Fahrten aus? Und welche Möglichkeiten bietet er zum Transport. Also nicht nur für den Jäger, sondern auch im Alltag?

Der Jimny ist immerhin komfortabler als sein Vorgänger Samurai - den Langstreckenkomfort [...]

 

Artikel lesen ...


11.06.2015 09:53    |    onlinemotor

Videobilder von der Abenteuer Allrad 2015 in Bad Kissingen. Hier wühlt/fühlt sich der Jimny wohl :-)

 

https://www.youtube.com/watch?v=dKYaqGAjJ5Y


29.04.2016 09:34    |    UliBe43

Eigentlich bin ich mit meinem Jimny Bj. 2013 zufrieden. Wenn man sich einen jimny kauft sollte man vorher wissen das man einen Geländewagen bekommt und keinen PKW und wo bei beiden die Unterschiede sind. Einzig der Gurtwarner und der linke Fensteheber der automatisch ganz runterfährt wenn man den Schalter zu lange betätigt nerven auf Dauer. Desweiteren hätte man im Rahmen der Modellpflegen in der Vergangenheit dem Innenraum schon ein paar Zentimeter mehr in der Breite oder Länge geben können. Die Rücksitzbank macht eigentlich nur Sinn wenn man kleine Kinder hat, ansonsten könnte man sie sich zu Gunsten eines vernünftigen Kofferaumvolumens sparen. Selbst für Hunde ist es m.E. besser die Sirtzbank auszubauen und dafür eine Wanne einzubauen. Eigentlich ist der Jimny nur als Zweisitzer nutzbar. Der Rostschutzt soll besser geworden sein, aber Vertrauen ist gut - Kontrolle ist hier ganz bestimmt besser. Der Jimny ist gewiss kein High-Tech Gefährt, obwohl die Inspektionskosten meiner Suzuki Werkstatt das vermuten lässt, aber die vorhandene Technik ist normalerweise robust und gut zu warten.


22.10.2017 00:44    |    monza3cdti

Da dieser Bericht amüsant+gut und dennoch sachlich gehaltvoll rüber kommt, erspare ich mir einen eigenen Testbeicht.

Das meiste kann ich genau so bestätigen. :)

Ein bisschen tat sich bei einem späteren FL dann aber offensichtlich doch noch (war wohl um 2014??, weiß ich nicht sicher),

jedenfalls haben jüngere Modelle (meiner ist MJ2017, also einer der letzten, nun 6TKM gelaufen) keine Mühe beim Verbrauch eine 7 vor dem Komma zu halten. Konkret schwanke ich nachgerechnet zwischen 7,2L und 7,8L.

Je nach Feld- und Forstweg-Anteil.

Auch bei der Dämpung hat sich ein bisschen was getan, das "Nachzittern" ist nach Querfugen wesentlich geinger als bei früheren Modellen. Etwas hat davon der Geradeauslauf ebenfalls profitiert, im Ansatz gibt es jetzt einen ;)

Bei all seiner Schrulligkeit, oder evtl. gerade deswegen, macht er im Betrieb (zumindest mir) unglaublich viel

Spaß.

Ach ja: Bei der Über- bzw. Untersetzung hat sich offenbar auch nochmal etwas getan.

Meiner dreht bei 100 im 5ten Gang deutlich unter 4000 Up/M

Aus dem Gedächtnis hätte ich jetzt 3500 Up/M. Muß ich direkt nochmal nachprüfen wie es genau ist.

Die Untersetzung erwies sich im Gelände hingegen immer als kurz genug, jedenfalls musste ich niemals die Kupplung quälen.


22.10.2017 13:33    |    der_Derk

Danke :).

 

Der Verbrauch sollte mit der VVT-Version des M13 besser geworden sein, den gab es aber erst ab 2005 - und ich denke mal, für die 5er Euro-Norm wurde auch der VVT noch etwas überarbeitet. Meiner war ein 2002er Baujahr, insofern besteht da nicht nur im Verbrauch ein kleiner Unterscheid zum aktuellen Modell.

 

2015 war die letzte wesentliche Überarbeitung, da gab es auch so nette Dinge wie das ESP und eine Traktionskontrolle, ich muss nochmal nachsehen ob auch die Übersetzung geändert wurde - wiederum, bei meinem 2002er gab es das nicht, da kostete sogar das ABS noch Aufpreis. Führte übrigens zu der lustigen Situation, dass der TÜV-Prüfer die oben gezeigte Bereifung erst nicht eintragen wollte, weil bei der Testfahrt das ABS nicht in den Regelbereich kam. Hat ein wenig gedauert, bis er davon überzeugt war dass meiner halt diese Bremshilfe gar nicht hatte...


24.10.2017 00:30    |    monza3cdti

...naja, es stimmte ja, das kein ABS in den Regelbereich kam :D

 

Habe derweil nochmal genau geschaut, der Tacho geht freilich vor, bei GPS 100 KM/h

sind es 3600 Up/M, bei Tacho 100 sind es 3500 Up/M.

In Relation zur Gesamtleistung / Verlauf passt das gut so, finde ich.

Wichtig ist die Räder von Zeit zu Zeit auch von Profildreck/Steinen zu befreien, die Auswirkung auf Rundlauf (auch Lenkungszittern) wird von manchen offenbar noch immer unterschätzt.


24.10.2017 23:52    |    der_Derk

Des Jimnies Übersetzung unterscheidet sich wohl zwischen "Knüppelallrad" und "Knöpfchenallrad".

 

Gefunden habe ich noch die Werte von 2012 und 2015, dazwischen sehe ich keine Änderung der Übersetzung beim Jimny - das wäre die elektrisch angesteuerte Version (JB43). Letzter Gang ist 1.00:1 übersetzt, VTG High ist 1.00:1, Achsübersetzung ist 4,30:1 - macht auf 205/70R15 überschlägig 3520 U/min für 100 km/h.

 

Vor 2005 (JB33, JB34, meinen mit eingeschlossen) war die Achsübersetzung dann aber 3,909:1, die des fünften Gangs 0,864:1, und das VTG hatte 1,32:1 in High - macht dann 3650 U/min. Der alte Jimny dreht tatsächlich im letzten Gang etwas höher, Tacho knapp über 100 steht man dann wie beschrieben kurz vor 4000 U/min. Selbst der alte SJ413 war länger übersetzt, und der kam nur mit Mühe und Not überhaupt spürbar über 100 km/h hinaus ;).

 

Die maximale Untersetzung (1. Gang, VTG Low) liegt bei den Modellen nach 2005 bei 38,1:1, die alten Jimny kommen nur auf 32,1:1 - da hat sich also tatsächlich was verbessert (auch in Verbindung mit dem flacheren Drehmomentverlauf des VVT-M13).


25.10.2017 14:05    |    monza3cdti

Danke für die Recherche.

:)


03.12.2017 16:05    |    monza3cdti

Juhui habe ich beim derzeitigen Schnee ne Freude mit dem Ding :)

Es gibt für das Modell Alu-Unterfahrschutz. > sehr sinnvoll+zu empfehlen.


05.12.2017 17:56    |    der_Derk

Ich gebe zu, mich kurzzeitig mal wieder bei der Überlegung ertappt zu haben, nach dem X3 wieder downzugraden... Nicht nur bei der Witterung.

 

Unterfahrschutz... Kann man beim Verteilergetriebe machen, kostet aber natürlich etwas Bauchfreiheit. Und dran denken: Bei der Alu/Stahl-Verschraubung ist der Aluminium-Teil die Opferanode (-> Kontaktkorrosion, gerade im Winter) ;).


06.12.2017 12:05    |    Kunipfuhl

Ein anständiger Unterfahrschutz wäre beim Jimny wirklich angebracht. Ich fahre mit meinem gelegentlich in den Wald, dafür habe ich ihn gekauft. Vor ein paar Monaten blinkten die Allrad-und Geländegang- Anzeigelämpchen.

Der Werkstattmensch endekte den Fehler sofort als er unters Auto sah: Ein Ast stellte sich beim Drüberfahren auf und traf genau den Stecker am Verteilergetriebe. Gottseidank konnte der repariert werden sonst wärs teuer geworden.


06.12.2017 15:03    |    monza3cdti

Genau wegen solcher möglichen Bauchverletzungen hat meiner den Unterfahrschutz, einmal mittig großflächig

und ein kleiner noch beim Tank. Den gab es damals bei meinem Suzuki Händler in Stahl oder Alu. Ich entschied mich für die Alu Variante, da die bei seinen Jägern schon zahlreich verbaut wurde, passt an original Aufnahmepunkten und es gab bis dato mit denen auch noch keine Korrosionsprobleme.


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