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DeepBlueGalants Blog

Japanischer Reisauflauf mit ein paar deutschen Kartoffeln.

24.07.2015 15:28    |    DeepBlueGalant    |    Kommentare (26)    |   Stichworte: EA0, Galant, Mitsubishi

Auch meine zweite Blog-Reihe, die ich meinem Galant widme, führe ich nach langer Zeit mal wieder fort. Nachdem es in meinen ersten beiden Artikeln darum ging wie ich zu Mitsubishi gekommen bin (Teil1) und wie ich den Galant gekauft habe (Teil2), möchte ich diesen Blog-Beitrag einmal den Problemen und Umbauten widmen. Wer hier neu einsteigt, dem empfehle ich erst einmal die ersten beiden Episoden zu lesen.

 

Die Tricks der Händler

 

Das Geld war angezahlt und der Kauf war mündlich vereinbart worden. Der Wagen sollte mir nach hause geliefert werden. Sehnsüchtig wartete ich auf mein erstes selbst bezahltes Auto. Aber die Ernüchterung folgte dann, als der dubiose Autohändler mit seinen Helfern bei mir auftauchte. Der Wagen sollte "von privat" verkauft werden - also mit Ausschluss der gesetzlichen einjährigen Sachmängelhaftung. Inzwischen weiß ich, dass viele Händler das machen, da sie sich auch gar nicht leisten können für ein mehr als zehn Jahre altes Auto zu haften. Bei einem ehrlichen Auto wäre das ja auch kein Problem...

 

Sollte immer dabei sein: 3x Schlüssel, Funkfernbedienung, Anleitung und ServiceheftSollte immer dabei sein: 3x Schlüssel, Funkfernbedienung, Anleitung und Serviceheft Zunächst protestierte ich, aber der Händler drohte mir den Wagen dann nicht zu verkaufen und ihn wieder mitzunehmen. Alternativ hätte ich 800€ zusätzlich zahlen sollen, um eine Zusatzgarantie zu bekommen. Dazu sei angemerkt, dass in dem Inserat NICHTS von "Verkauf als privat" stand.

Leider hatte ich mich bereits in den "Galli" verliebt - und Liebe macht bekanntlich blind. :(

Zähneknirschend stimmte ich also den Kauf für 2000€ von privat, unter Ausschluss der Sachmängelhaftung zu.

 

Kurz nach dem Kauf fiel mir auf, dass die Rechnungen und das Serviceheft, die laut Verkäufer eigentlich beiliegen sollten, nicht dabei waren. Das war mir leider nicht rechtzeitig aufgefallen. Ein Telefongespräch mit dem windigen Verkäufer ergab, dass die Rechnungen und das Serviceheft noch in Düsseldorf lagen. Den Gefallen mir die Dokumente per Post zu schicken wollte er mir nicht erweisen.

Ob der Verkäufer wohl mit allen seiner Kunden so umgeht? Jedenfalls durfte ich dann nochmal nach Düsseldorf gurken, um mir die Dokumente abzuholen.

 

Das böse Erwachen

 

Im Laufe der ersten Tage merkte ich immer wieder im Sonnenschein wie stark der Rauchgeruch wurde.

Noch schlimmer wurde es, wenn ich das Gebläse einschaltete. Dann hatte man das Gefühl einen Aschenbecher zu inhalieren. Mitsubishi bietet einen 15 jährige Mobilitätsgarantie, wenn das Fahrzeug regelmäßig gewartet wurde. Da der 130.000er Intervall noch ausstand, hatte ich sowieso geplant eine Inspektion durchzuführen. Der Rauchgeruch sollte dabei gleich mit bekämpft werden. Ich fuhr also zum örtlichen Mitsubishihändler und dann ging der Spaß erst richtig los...

 

Protokoll meiner Werkstatt auf das Wesentliche zusammengefasstProtokoll meiner Werkstatt auf das Wesentliche zusammengefasst Ihr erinnert euch, dass ich im letzten Beitrag erwähnt hatte, dass der Galant vor dem Kauf eine lockere Handbremse hatte und der Verkäufer TÜV und Handbremse für den TÜV richten sollte?

Als man den Wagen auf die Bühne hob, traute man seinen Augen kaum: Die Bremsbacken waren verschlissen/verbrannt und die Bremsleitung hing durch. offenbar war jemand längere Zeit mit angezogener Handbremse gefahren. Weswegen mir das nicht direkt nach dem Kauf aufgefallen war, dass die Handbremse immer noch nicht in Ordnung ist? Der windige Verkäufer hatte die Handbremse einfach ein paar Zähne weitergestellt, sodass der Hebel sich anfühlte, als ob da richtig Zug hinter wäre. Ich frage mich wie der Wagen mit dieser Bremsanlage die HU bestanden hat. Irgendwie kann es da nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Das hätte dem Prüfer doch auffallen müssen.

 

Eigentlich hätte ich spätestens an dieser Stelle einen Anwalt einschalten sollen - das war vorsätzlicher Betrug. Leider hatte ich wie gesagt die rosarote Brille auf und irgendwie die Angst den Wagen evtl. wieder abgeben zu müssen. Also habe ich - wider aller Vernunft - den Schaden auf mir sitzen lassen.

Letzten Endes ist mir das eine Lehre geworden. Ich bin heute viel vorsichtiger beim Autokauf, lasse mir wenn möglich auch den Wagen von unten zeigen und vertraue auf meine innere Stimme, wenn ich den Händler als unseriös einstufe.

 

Ein Wagen mit Geschichte

 

Durch die Rechnungen, die ich mir in Düsseldorf abgeholt hatte, konnte ich den ehemaligen Besitzer ermitteln. Denn ich wollte wissen, ob der Wagen noch weitere schwere Mängel hat, die man versucht hatte zu vertuschen bzw. wie zufrieden der Vorbesitzer generell war. Auf einer der Rechnungen war auch die Telefonnummer des Vorbesitzers vermerkt. Ich griff also zum Telefon und hatte einen sehr netten älteren Herren in der Leitung. Herr D. war pensionierter Mathematiklehrer, der sich gegen Ende seines Arbeitsleben auch mal einen Sechszylinder gönnen wollte.

 

Außerdem war er trotz seines Alters noch sehr aktiv und fuhr jedes Jahr zum Ski fahren in die Alpen (Daher der Skiträger). Dazu wurde bis einschließlich 2011 auch mein Galant genutzt. Abgegeben hatte er den Wagen bei einem Renaulthändler, der ihn mit einem Gegenwert von 1400€ für einen neuen Renault im Zahlung nahm. Das ist relativ interessant. Ihr erinnert euch? Ich hatte für den Wagen 2000€ bezahlt. Dazwischen war der Wagen aber von dem Renaulthändler an meinen windigen Händler übergegangen. Die Gewinnspanne dürfte nicht all zu groß sein. Positiv war, dass ich durch das Telefonat relativ sicher wusste, dass mein Galant keine längere Standzeit als 1-2 Monate bei meinem Händler hatte.

 

Richtig interessant wurde es aber, als er mir erzählte wie er an den Wagen gekommen war. Er war in einem Mitsubishi-Autohaus, bei dem er schon vorher Fahrzeuge gekauft hatte und sah den Galant als Vorführwagen im Ausstellungsraum. Zu dem Zeitpunkt war der Galant bereits zwei Jahre alt und der Mathelehrer musste den Besitzer des Autohauses überreden ihm den Wagen zu verkaufen, denn der Galant war der Hochzeitswagen des Autohausbesitzers und wurde mit in die Flitterwochen genommen. Herr D. lies den Wagen also am 20.11.2000 zu. Als der Lehrer den Wagen abgeben wollte, hatte der Besitzer des Mitsubishi-Autohauses Interesse den Wagen zurück zu kaufen. Jedoch hatte der Lehrer den Wagen bereits beim Renaultautohaus in Zahlung genommen.

 

Wir vereinbarten, dass ich ihn einmal besuchen würde wenn ich in der Nähe wäre. Das ist jetzt drei Jahre her. Leider ist es nie dazu gekommen (Siehe nächster Beitrag).

 

Die Klimaanlage fällt aus... bei 39°

 

Das erste Problem - mal abgesehen von der Handbremse und dem Rauchgeruch - trat im Sommer des selben Jahres auf. War ja mal wieder klar - wann fällt die Klimaanlage aus? Natürlich an den 3,4,5 warmen oder heißen Tagen im Jahr, die wir hier in Deutschland haben. Zur Problembeseitigung war ich bei einem Bekannten, der diverse Galantteile auf Lager hatte. Der Klimakompressor lief zwar an kalte Luft kam aber im Innenraum nicht an. Was wir probierten:

 

  • Andere Klimasteuergeräte (2 Stück) probiert: Kein Erfolg, der Schlauch war zwar vom Steuergerät abgerutscht aber offensichtlich nicht die Ursache
  • Anderen Gebläsemotor probiert: Kein Erfolg, ging auch nicht an
  • Meinen Gebläsemotor direkt an eine Batterie angeschlossen: Motor lief, daher war mein Motor wohl in Ordnung
  • Sicherungen im Motorraum und im Innenraum geprüft: Sahen alle okay aus
  • Stromprüfung an Stecker zum Gebläsemotor: Strom lag an (Lampe leuchtet)

Auf den tatsächlichen Übeltäter, den Vorwiderstand wurden wir im Internet aufmerksam gemacht.

 

Holland in Not

 

Kaum war das Hitzeproblem dann behoben hatte ich ein Feuchtigkeitsproblem. Erst nur ganz leicht. "Mhh ist da etwa Wasser an meinen Füßen?" bis es dann eindeutig wurde. Zusätzlich ging irgendwann die Airbag-Kontrollleuchte an. Wer es nicht weiß - wenn die Kontrollleuchte angeht sind die Airbags in der Regel außer Funktion. Es ging also erstmal in die Mitsubishi-Vertragswerkstatt. Die berechneten mir einige Euros nur für das Auslesen des Steuergeräts und klemmten dann ein Diagnosegerät an meinen Wagen, konnten aber keinen Fehler feststellen.

 

Wenn jetzt der Einwand kommt ich hätte die Daten ja selbst mit einem OBD-II Adapter auslesen können, so sei erwähnt, dass der Vorfacelift-Galant EA0 zwar einen OBD-II Stecker besitzt, aber leider nur das proprietäre MUT-2 Protokoll spricht. Ein MUT-2 Diagnosegerät ist leider für einen Normalverbraucher nicht rentabel (Gebraucht etwa 500€).

 

Um ehrlich zu sein brachte mich die AKtion der Werkstatt keinen deut weiter - sie kostete nur Geld. Der Fehler bzw. der Grund für die Probleme wurde nicht gefunden. Hilfe bekam ich ich stattdessen im "Mitsubishi Fan Forum" (MFF). Dort berichtete ein User von ganz ähnlichen Problemen. Bei ihm war es ein verstopfter Ablaufnippel im Motorraum.

 

So auch bei mir. Der Ablaufnippel wurde gereinigt, der Innenraum trockengelegt und mit Teppichreiniger wieder in einen akzeptablen Zustand gebracht und die Airbag-Meldung zurückgesetzt.

Das Problem ist nie wieder aufgetreten.

 

Warum man müde nicht fahren sollte...

 

... musste ich in einer kalten Oktobernacht feststellen. Ich war müde und hatte noch versprochen ein paar Freunde nach hause zu fahren. Der Galant stand zu diesem Zeitpunkt auf einer abschüssigen Straße. Die Sicht nach hinten heraus war dadurch sehr schlecht. Schon beim Einsteigen hätte mir jedoch die rote Mitsubishi Eclipse auffallen müssen, die dort im Halteverbot stand. Beim Rückwärtsfahren war sie jedenfalls nicht mehr sichtbar. Das Ende vom Lied war, dass ich die komplette Seitenwand der Eclipse eingedrückt hatte. Die Stoßstange des Galants war lediglich vermackt und irgendetwas stimmte bei den Spaltmaß zwischen Stoßstange und Heckklappe nicht mehr.

Dazu muss man wissen, dass sich hinter der Kunststoffschürze des Galant ein Hohlraum befindet, sodass die Karosserie bei einem leichten Unfall nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Meine Werkstatt diagnostizierte, dass sowohl Heckklappe als auch Stoßstange getauscht werden müssten.

 

Ich organisierte mir also Heckklappe und Stoßstange eines Spenderfahrzeuges. Nach dem Tausch der Heckschürze zeigte sich allerdings, dass die Heckklappe nichts abbekommen hatte. Nun hatte ich also eine Heckklappe in Reserve. Später sollte sich zeigen, dass ich sie noch gut gebrauchen konnte....

 

Mein Daily-Driver zur Uni

 

Im Jahr 2012 veränderte ich mich beruflich und begann nicht mehr hauptberuflich zu arbeiten, sondern zu studieren. Mein Galant begleitete mich von nun an jeden Tag zur Uni und zurück - was zugegebenermaßen sehr kostspielig war. Im Februar 2013 hatte der Wagen nach einem Jahr in meinem Besitz mit 156.000KM auf dem Tacho gute 23.000KM innerhalb eines Jahres zurückgelegt.

 

Was mit dem Galant danach passierte erfahrt ihr im nächsten Artikel

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24.07.2015 15:49    |    golffreiburg

Hab da auch so eine tolle, zwei wochen alte Geschichte auf Lager. Ganz knapp erzält:

 

- Beetle von 2000 Gekauft - angeblich alles Einwandfrei!

- Einen tag Später mega Geräusche im 1. gang - laut Ford Werkstatt (hatte am Samstag noch offen) Getriebeschaden

- Ich also zu einer Freien Werkstatt, ihm das erzählt - er soll mal nachsehen

- Wieder einen tag später seine Antwort (ich musste anrufen) - auch er meint Getriebeschaden.

- Ich ein Getriebe Online Bestellt (Motor- und Getriebecode passen 1zu1)

- Der Wagen stand 2 Wochen bei Ihm jedesmal musste ich anrufen und nachfragen ...

- nach 1 1/2 Wochen rufte ich an - er sagt "Getriebe passt nicht, ich solle noch eins bestellen" HALLO ? Gleichzeitigt sagte er das müsse innerhalb einer Woche passieren ...

- Da der Wagen noch mehr Mängel hat, hab ich gefragt ob er Ihn eventuell Ankaufen würde, wir einigten uns auf 900 Euro.

- Nichtmal einen tag später steht das Auto in Mobile in "einwandfreiem" Zustand zum verkauf für stolze: 2000 Euro!

 

 

Eines steht fest: Ab sofort nur noch vom Deutschen Händler. Sorry ...


24.07.2015 16:07    |    Ascender

@golffreiburg:

 

Bist du das Auto nicht probegefahren?


24.07.2015 16:19    |    LubbY-HST

Bitter.

 

Bestes Beispiel dafür, dass ich mich selbst um Meine Fahrzeuge kümmer.

 

Mein 15 Jahre alter Space Star ist in einem Top Zustand und wird noch ewig durch die Gegend rollen.

Und dabei kostet er quasi nix :)


24.07.2015 16:31    |    golffreiburg

Bist du das Auto nicht probegefahren?

 

 

Doch bin ich, keine 24 Stunden davor. Ich weiß wirklich nicht, was der "Verkäufer" - welchem ich keinen Vorwurf mache - in der Nacht zur Abholung gemacht hat, bei der Probefahrt war nix! Beim abstellen danach auch nicht, aber am nächsten Tag war es da ohne zutun - ohne das das Auto zwischendrin nochmals bewegt wurde. Die "Werkstatt" finde ich aber das schlimmste an der Geschichte, ich bin der Meinung, dass die einfach nur Billig das Auto wollten und mir einen Bären aufgebunden haben - von wegen Getriebe passt nicht, das wird wahrscheinlich gar nicht das Getriebe gewesen sein ...


24.07.2015 16:32    |    DeepBlueGalant

@golffreiburg: Ich würde das jetzt nicht auf ausländische Händler reduzieren, denn unseriöse Händler gibt aus auch bei den Deutschen. Aber man sollte sich an sein Bauchgefühl halten. Wenn das sagt: Der Typ ist unseriös - dann auch darauf hören!! Auch bei ausländischen Händlern kann man übrigens nen guten Kauf machen. Meine Mutter hat bei einem Türken 2007 einen Astra gekauft mit dem sie bis heute zufrieden ist.

Ärgerlich, dass man dich auch so über den Tisch gezogen hat.

 

@LubbY-HST: Mache ich mittlerweile auch - und bin Mitsubishi auch bis heute treu geblieben. Davon aber mehr in den weiteren Teilen ;)


24.07.2015 16:44    |    golffreiburg

denn unseriöse Händler gibt aus auch bei den Deutschen

 

ja klar, allerdings habe ich da wesentlich mehr Vertrauen, wenn das Auto z. B. von einem großen VW Autohaus kommt, auch wenn es mehr kostet. Und Gewährleistung kennen Die dort auch, da wird sich nicht rausgeredet von wegen "von Privat" .. pfff. Wie gesagt, ich schieb es nicht auf den "Händler", allerdings war es das erste und das letzte mal.

 

aber nun wieder zurück zu deinem Blog :D Meine Story gehört hier nicht her.


24.07.2015 16:52    |    Ascender

Ich glaube das ist eher ein Problem der "Fähnchenhändler" - also eher die Genossen, die einen Baucontainer auf einem Schotterparkplatz als Autohandel betreiben.

Das hat mit Ausländern wenig zu tun. Findige Händler und Betrüger gibt es überall auf der Welt.


24.07.2015 17:59    |    tartra

So dramatisch finde ich das nicht. Du schreibst ja selber das der wahre Vorbesitzer 1400 EUR bekommen hat, 2 Monate später du für 2000 EUR, nicht zu vergessen das da wenigstens der Renault Händler weiterverkauft hat.

 

Also den Verkäufer da irgendwie bei 200 oder 300 EUR Gewinnmarge groß Betrug zu unterstellen finde ich unpassend. DEr wusste wahrscheinlich auch nicht so genau was mit dem Wagen ist.

Ich sehe bei alten Wagen + Gewährleistung aber eh immer zwiegespalten, wie soll da auch ein Händler Sinnvoll Gewährleistung geben ohne sich zu ruinieren. Da müsste der Wagen schon 4000 kosten, dann kauft aber auch keiner.

 

Für 2000 haste doch eigentlich einen guten Wagen gefunden, oder. Und heyj ich will nicht wissen bei wievielen alten Kisten die Klima bei 39° aussteigt.

 

Bei Airbag Fehlern such mal in englischen Foren, oftmals können die Fehlercodes bei diesen Baujahren "ausgeblinkt" werden. So zumindes bei Toyota möglich. Frag ja nicht in deutschen Foren nach Diagnose am Airbag-System, als Antworten wird kommen fahr in der Werkstatt, für den privaten verboten Sprengstoffgesetz blablabla....:D

 

Hier mal ein Beispiel, obn da jetzt die Airbag dabei sind weiß ich nicht einfach mal selber suchen:D

 

Mitsubishi Diagnose ohne Tester

 

weitere Troublecods


25.07.2015 01:14    |    DeepBlueGalant

@tartra: Ich habe doch geschrieben: "Der windige Verkäufer hatte die Handbremse einfach ein paar Zähne weitergestellt". Ich hatte den Wagen probegefahren (Siehe Teil 2) und dabei eine nicht funktionierende Handbremse festgestellt sowie ihm gesagt, dass er das beheben soll, damit ich den Wagen nehme. Das war eine zwingende Kaufbedingung und die Reperatur war mündlich (unter Zeugen) vereinbart. Wer die Zähne einfach nur weiterstellt - sorry der verschleiert einen Schaden und das IST Betrug. Da gibt es meines erachtens gar nichts zu diskutieren. Oder nicht!? Zumal wenn der Wagen auf der Bühne ist war der Schaden nicht zu übersehen. Wie der Wagen damit eine HU bekommen konnte ist mir schleierhaft.

 

Die Sache mit der Klimaanlage und mit dem Wassereinbruch: Das trat ja erst Monate nach dem Kauf auf. Da habe ich ja dem Verkäufer doch gar keine Schuld gegeben. Aber danke für deinen Link. Das könnte mir tatsächlich bei Fehlersuchen weiterhelfen. :)

 

@Ascender: Genau so sieht es aus!

 

@ golffreiburg: Bei den Fähnchenhändlern kann man dafür schonmal nen 200€ Auto kaufen - für manche soll das ja reichen. Hat halt alles so seine Vor- und Nachteile.


25.07.2015 03:39    |    chris230379

Den Galant hab ich auch schon seit langem als Gebrauchten auf´m Schirm,

 

bin aber nie über das BMW-Fan sein hinweg gekommen

 

außer mit einem Hyundai S-Coupe

 

als Winterauto.


25.07.2015 03:49    |    chris230379

"Ich frage mich wie der Wagen mit dieser Bremsanlage die HU bestanden hat."

 

Ich kann mich täuschen, aber wir haben auf der Arbeit einen Tüv-Prüfer...

 

sollte dieser unsere privaten Fahrzeuge und Firmen-Fahrzeuge nicht

 

nach unserem Sinne behandeln, könnte man darüber nachdenken

 

sich nach einem anderen Tüv-Prüfer umzusehen.

 

Es ist jedoch lediglich eine Vermutung

 

eines Gefälligkeits-Tüv

 

des Verkäufers.


25.07.2015 09:21    |    tartra

"Ich habe doch geschrieben: "Der windige Verkäufer hatte die Handbremse einfach ein paar Zähne weitergestellt". Ich hatte den Wagen probegefahren (Siehe Teil 2) und dabei eine nicht funktionierende Handbremse festgestellt sowie ihm gesagt, dass er das beheben soll, damit ich den Wagen nehme. Das war eine zwingende Kaufbedingung und die Reperatur war mündlich (unter Zeugen) vereinbart. Wer die Zähne einfach nur weiterstellt - sorry der verschleiert einen Schaden und das IST Betrug. Da gibt es meines erachtens gar nichts zu diskutieren. Oder nicht!? Zumal wenn der Wagen auf der Bühne ist war der Schaden nicht zu übersehen. Wie der Wagen damit eine HU bekommen konnte ist mir schleierhaft."

 

Was erwartest du von so einem Verkäufer mit einer Marge von 200 EUR? Da ist es wirtschaftlich nicht mal sinnvoll auch nur eine reguläre KFZ-Mechaniker-Stunde zu investieren. Und die Handbremse direkt am Bowdenzug zu verstellen ist doch selbst von Hersteller so vorgesehen.

 

Meine Meinung mit soetwas muss man immer in der Preisklasse rechnen und du hast für 2000 einen (auf den Fotos) gut dastehenden V6 bekommen, was erwartest du da? Ich verstehe das nicht, dann kauf doch neu wenn du ein perfektes Auto möchtes, dann reichen aber 40`000 wohl nicht:confused:

 

Und zur HU, die ist gut für das Gewissen, selbst auf den kleinsten Dörfern sind Werkstätten mit Prüfern befreundet. Der letzte Preis den ich mal bekommen habe ist 160 EUR für Stempel, Prüfbericht und Plakette ohne das ein Prüfer jemals am Auto war.:eek:

 

Darüber kann man jetzt entsetzt sein oder es einfach akzeptieren, man sollte aber wissen das die Möglichkeit besteht. Geld regiert die Welt.;) Es steht ja jedem Käufer frei einen unabhängigen Gebrauchtwagencheck vor Kauf durchzuführen oder den Kauf zu lassen.


25.07.2015 10:17    |    knüppel74

Nur weil das vielleicht viele so machen, ist es noch lange nicht erlaubt oder moralisch nicht verwerflich, ganz im Gegenteil, wer soetwas bei der HU einfach durchwinkt, gehört vor Gericht gestellt, zumal es sich um ein sicherheitsrelevantes Bauteil handelt!


25.07.2015 10:37    |    tartra

Ich sage ja wer was Fehlerfreies wünscht soll doch bitte zum Neuwagen oder jungen Gebrauchten vom AH greifen, muss man halt moralisch betrachtet ein paar Scheine mehr auf den Tisch packen, die wolen ja auch leben.

 

Alle anderen können zur untersten Preisliega greifen und vor Kauf prüfen oder akzeptieren, dass der ein oder andere Mangel noch auftaucht und behoben werden muss.

 

So dramtisch überlebenswichtig ist die HB nun auch nicht, sieht man daran dass es zum "bestehen der HU" nur 50% syncron sein muss, ganz zu schweigen von der schwachen Bremswirkung auf der HA. Sollten da die zwei Bremskreise + Motorbremse versagen, kommt es auf die HB auch nicht mehr drauf an.

 

Und ja die Welt ist gemein und die Natur kennt auch keine Moral schon gar nicht wenn es um Geld geht.


25.07.2015 13:20    |    knüppel74

Bist Du solch ein dubioser "Fähnchenhändler"??

Falls ja, weiß ich jedenfalls, bei wem ich definitiv niemals ein Auto kaufen würde!^^

 

Nein, man muss absolut nicht mit solch unlauteren Mitteln "arbeiten", um Geld zu verdienen mit dem Autohandel und nein, man muss nicht gleich einen Neuwagen oder Jahreswagen kaufen, um ein ehrliches Auto zu bekommen, bei dem die HU nicht gekauft wurde, auch wenn dies jetzt Dein Weltbild insgesamt erschüttern wird!^^


25.07.2015 14:55    |    tartra

Nein kein Autoverkäufer:D Alle meine Privatautos im unteren Preisbereich veräußere ich ausnahmslos an Export Hänlder, da ich leider die Erfahrung gemacht habe, dass die Privatkäufer bei billigen und alten Gebrauchtwagen die höchsten Ansprüche stellen und ich darauf kein Bock mehr habe.;) Da soll der 15 Jahre alte Dampfer mit 300000 km Neuwagenzustand haben, jeder Furz wird bemängelt, Probefahrt am besten 3 Stunden und Selbstwartung (ohne Nachweis) bzw. freie Werke geht ja mal gar nicht.

Ne ich weiß auch nicht was da los ist, liegt evtl. daran das alle DEnken Sie sind Autoexperten und schauen zu viel Det und Panakotta:D:D

 

Und zu den Mogel-HU´s gut finde ich es nicht!! Ändert aber nichts daran das es das gibt, also Augen auf beim Autokauf oder im Nachhinein nicht rumheulen!;)


25.07.2015 19:15    |    chris230379

Wenn ich für 1000 Euro ein großes Auto mit neuem Tüv kaufe,

 

weiß ich von vornherein, dass das fast nur schief gehen kann.


25.07.2015 19:17    |    chris230379

Wenn ich mir einen neuen Dacia kaufe hab ich zwar sicher 3 Jahre Tüv,

 

komme aber ebenfalls um teuere Verschleißreparaturen kaum herum...


25.07.2015 19:18    |    chris230379

Kaufe ich mir einen neuen VW, BMW, Audi usw.

 

hab ich meist wirklich auch 3 Jahre meine Ruhe.

 

Wird niemals passieren!

 

;)


25.07.2015 20:58    |    omi_caravan

Zitat:

Kaufe ich mir einen neuen VW, BMW, Audi usw.

 

hab ich meist wirklich auch 3 Jahre meine Ruhe.

Nein, leider auch dann nicht :D!


26.07.2015 10:44    |    tommy1181

Eigentlich ganz logisch, dass in der Preisklasse keiner ein durchrepariertes Auto verkauft, daher einfach den Kaufpreis nochmal an Reparaturen einkalkulieren.

Und bezüglich TÜV habe ich auch schon meine Erfahrungen gemacht, dass man einer neuen Plakette nicht so einfach trauen sollte, außer du warst direkt dirket dabei.

Viele freie Werkstätten haben Ihre Stammprüfer und kennen die seit Jahren und dann wird halt auch ab und an getrickst...


26.07.2015 19:47    |    British_Engineering

Ich denke, manches, was der User tartra hier beschreibt, ist schon wahr und man muss als Käufer preiswerter Gebrauchtwagen ein Stück weit lernen damit umzugehen. Geht mir selbst auch so.

 

Das vorwiegend von mir gefahrene Fahrzeug ist ein 2005er Fiat Punto, den ich vor zwei Jahren auch bei einem Fähnchen-Händler gekauft habe. Die Garantie wollte mir der Verkäufer auch erst ausreden. Ich habe sie dann zwar bekommen, aber gegen Aufpreis. Dies war allerdings ganz klar in den Verkaufbedingungen geregelt. Da will ich jetzt dem Händler keinen Vorwurf machen.

 

Was mich aber ärgerte, war die Sorglosigkeit des Händlers beim Beschreiben des Fahrzeugs im Internet. Das Baujahr war mit 2006 statt 2005 angegeben. Das Auto wurde als scheckheftgepflegt verkauft, dabei endete das Serviceheft schon im Jahre 2007, zwei Jahre nach Erstzulassung. Und zwei Beulen in der linken Seite hatte der Händler auch noch verschwiegen. Die sah ich erst vor Ort. Okay, er kam mir preislich gut entgegen und das Fahrzeug war billiger als die meisten Punto aus dem gleichen Baujahr mit vergleichbarer Laufleistung.

 

Richtig deftig war aber, dass der Wagen mit neuem TÜV verkauft werden sollte. Da ich das Auto aber sofort kaufen wollte und rund 350km vom Händler weg wohnte, nahm ich den Punto ohne frischen TÜV mit und ließ alles an meinem Wohnort machen. Und da stellte sich raus, dass erstmal rund 650 Euro an Verschleißreparaturen nötig waren, um überhaupt eine neue Plakette zu bekommen. Der Händler hätte also zu 100% auf krummen Wegen eine Plakette beschafft und sie mir an den Fiat gepappt. Diese Reparaturkosten waren im Leben nicht einkalkuliert bei dem Verkaufspreis. Und der ganze Laden machte ja schon einen komischen Eindruck.

 

Um hier nicht falsch verstanden zu werden: Ich hätte natürlich einen vergleichbaren Wagen für ein paar Euro mehr woanders kaufen können oder auch ein neueres, teures Auto. Wollte ich aber nicht und der Punto hat sich im Nachhinein als recht zuverlässig und guter Kauf herausgestellt. Von diesem Händler und seinen Praktiken bin ich aber schon einigermaßen geheilt.


27.07.2015 10:08    |    pico24229

Dem Händler ist mmn nur vorzuwerfen, dass er die Bordliteratur hätte nachschicken sollen.

 

Sonst ist das einfach normal bei günstigen Gebrauchten.

 

Ich würde nicht immer zu Mitsubishi sondern lieber zu einem günstigen Hinterhofhschrauber fahren, damit das ein günsitges Auto bleibt.

 

Die Geschichte mit der Hochzeit ist doch schonmal eine schöne Sache :D Positive Energie im AUto :D oder schon geschieden? :D

 

PS: die Aero-Wischer gehen ja gar nicht! :eek::p


28.07.2015 12:01    |    PhNxx

Ich habe letztens einen 2001er Audi TT von einem türkischen Mitbürger mitten im Ruhrpott gekauft. Da hat man "natürlich" (im ersten Moment) erstmal etwas Zweifel. Mit ihm zusammen dann den Wagen abgegangen, er hat alle (!) offensichtlichen Mängel aufgezählt und gesagt, dass er mir ja keinen Schrott verkaufen will. Sind uns dann noch einig bzgl des Preises geworden da ich doch noch ein paar Kleinigkeiten hatte. Gut, mein Verkäufer war nun eine Privatperson und kein Fähnchenhändler, trotzdem zeigt es dass so manche Vorurteile ziemlicher Schwachsinn sind.

Ich habe irgendwann mal als Faustregel gelernt, dass man bei solch alten Fahrzeugen locker 50% des Fahrzeugwerts nochmal einplanen soll für etwaige Reparaturen - zumindest wenn man wie die meisten heute nicht mehr selber schraubt.


31.07.2015 08:23    |    chris230379

@ British_Engineering

 

Meiner Meinung nach muss der Händler nicht jede einzelne Delle in die Beschreibung mit aufnehmen

geschweige denn ein Foto davon online stelllen

 

und ob da jetzt BJ 2005 oder EZ 2006 drin steht, es bleibt ein "alter Bock" Gebrauchtwagen.


04.08.2015 21:13    |    WhiteSlift

Interessanter Blog....der Galant ist meiner Meinung immer noch ein sehr elegant-seriöses Auto, was auch mit der finster dreinblickenden Front zu tun hat - deutlich "charakterstärker" als die Passate aus denselben Baujahren. Ich habe selbst noch eine gewisse Bindung zu Mitsubishi behalten, weil ich in irgendwie mit der Marke aufgewachsen bin - mein Onkel war damals Mechatroniker bei einem Mitsu-Händler, und so fuhr lange Zeit lang meine ganze Familie Mitsus, darunter mehrere Galant, mehrere Colt, ein Space Runner, ein Space Star und ein Pajero, und natürlich habe ich dazu als Kleiner viele Stunden mit den Evos bei Gran Turismo verbracht. Heute fahren wir zwar alle andere Autos, aber die Marke Mitsubishi wird sicher noch lange in meinem Herzen bleiben...und wenn sie irgendwann von den "Toten" auferstehen und wieder ein interessantes Modell herausbringen wird (wie einen neuen Galant), dann könnte ich sicher schwach werden. ;)


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