Zahnriemen - tickende Zeitbombe?
Liebe Freunde,
ich hatte bislang fast ausschließlich nur Autos mit Steuerkettenmotoren. Ich wusste allgemeinhin, dass die Ketten theoretisch "ein Autoleben lang" halten. Sie müssten quasi nur ab und an nachgespannt werden.
Bei Zahnriemen ist es ja so, dass sie gewechselt werden müssen. Reißt ein alter Zahnriemen, droht ein Motorschaden. Irgendwie will in meinem Kopf nicht der Gedanke ruhen, dass so ein kleines Stück Gummigurt den gesamten Motor zerlegen kann, wenn er mal hinüber ist.
Ich habe gelesen, dass ein Zahnriemen aus unterschiedlichen Schichten Metallgitter, Kunststoffen und sonst nicht was für Stoffen besteht. Klang schon robust, aber dennoch, irgendwie komisch das Gefühl.
Frage: kündigt sich das Lebensende eines Zahnriemens irgendwie an? Wird er lauter? Macht er komische Geräusche? Oder reißt er einfach, wenns soweit ist und ich kann meinen Motor in die Tonne kloppen? Klingt schon fast nach einer tickenden Zeitbombe.
Ein Fahrwerk z.B. machts ja auch langsam nach und nach nicht mehr. Da fangen Dinge an zu klackern, zu schlagen oder zu krächzen. Mir fällt ja während der Fahrt nicht die Karosserie auf den Boden. Gruselig vorzustellen, dass der Zahnriemen einfach irgendwann mal Peng macht und over.
Gibt es Zahnriemen, die eine Art "Schutz" eingebaut haben? Eine Komponente, die selbst beim Zahnriemenriss unter Minimallast bis zur Werkstatt fahren lässt? Oder gibt es vielleicht sogar komplett wartungsfreie Zahnriemen?
Zusatzfrage:
Kann man das Leben eines Zahnriemens verlängern? Ich denke, Fahrweise ist einer der Hauptpunkte?
225 Antworten
Zitat:
@Hinnerk1963 schrieb am 23. Oktober 2021 um 18:12:34 Uhr:
Was soll'n das sein, ein Opel 2.7T?
Vectra C als OPC, V6 Turbo. War ein GM Motor, der auch in den hochmotorisierten Saabs verbaut war. Genau wie bei den Audi 4.2ern kommt da irgendwo zwischen typisch 100.000 und 200.000 die Steuerkette. Was bedeutet "Motor oder Getriebe raus".
Bei Mercedes war der M272 und M273 (V6 und V8) betroffen, da haben sich die Nockenwellenräder abgenutzt - was aber am Ende das selbe ist. Zugegeben - bei Benz kein Dauerzustand, da hat Mercedes schnell reagiert. und das Problem zudem in den Griff bekommen. Wer sich als Kontrukteur für Steuerkette entscheidet, der sollte sich auch nach den Sparaktionen des qualitativ dreistesten (und damit dümmstmöglichen) Einkäufers sicher sein dass die übers Autoleben hält. Weil sonst wirds richtig teuer.
Mal Positiv erwähnt: Die berüchtigten Opel Ecotec mit 60.000 km Zahnriemenintervall. Ist gefühlt keine 100€ Material und 30 min Arbeit einer Vertragswerkstatt. Weil sehr leicht zu tauschen. Gegenbeispiel: Audi V6 mit zahnriemen. 600€ Material plus fast nen Tag Arbeit - also deutlich über 1000€.
Oder der damalige Butter und Brot Sauger von VW 1,4l. 2 Zahnriemen. Alle 90.000km für 600-700€… dagegen ist der aktuelle 1,4l Tsi mit über 200.000km nix.
Zitat:
Oder der damalige Butter und Brot Sauger von VW 1,4l. 2 Zahnriemen. Alle 90.000km für 600-700€
Das beste an der Zahnriemen Konstruktion sind die Plastikrollen auf dem der Zahnriemen läuft und gerne mit der zeit porös werden und brechen. Dann hält auch der beste zahnriemen nix. 😁
Ich habe noch kein Auto mit Laufrollen aus Kunststoff gesehen.
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Zitat:
@Diabolomk schrieb am 24. Oktober 2021 um 11:37:30 Uhr:
Oder der damalige Butter und Brot Sauger von VW 1,4l. 2 Zahnriemen. Alle 90.000km für 600-700€… dagegen ist der aktuelle 1,4l Tsi mit über 200.000km nix.
Wobei das hypothetisch ist, weil viele 1.4 TSI diese Laufleistung nicht erreichen.
Zitat:
@Matsches schrieb am 24. Oktober 2021 um 16:00:42 Uhr:
Zitat:
@Diabolomk schrieb am 24. Oktober 2021 um 11:37:30 Uhr:
Oder der damalige Butter und Brot Sauger von VW 1,4l. 2 Zahnriemen. Alle 90.000km für 600-700€… dagegen ist der aktuelle 1,4l Tsi mit über 200.000km nix.Wobei das hypothetisch ist, weil viele 1.4 TSI diese Laufleistung nicht erreichen.
Autos dürfen nicht mehr so lange halten:
https://youtu.be/j5v8D-alAKE
Zitat:
@Matsches schrieb am 24. Oktober 2021 um 16:00:42 Uhr:
..
Wobei das hypothetisch ist, weil viele 1.4 TSI diese Laufleistung nicht erreichen.
Es ging um aktuelle TSI und die haben Wechselintervalle von 220 bzw. 240 tkm.
Woher will man heute bereits wissen, dass "viele" dieser 1.4 TSI keine solche Laufleistung erreichen 😕?
Diese Fahrzeuge sind doch erst 1-3 Jahre auf dem Markt und wer fährt schon mehr als 70-100tm p.a., schon das können kaum "viele" sein und von denen sollen dann nochmal "viele" bereits vor 220tkm einen Motorschaden erlitten haben?
Hat wohl der Frisör berichtet 😁
Es wird immer bekloppter hier mit den Pauschalaussagen auf MT zur Qualität bestimmter Modelle und bestimmter Motorarten.🙄
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 24. Oktober 2021 um 16:35:34 Uhr:
Zitat:
@Matsches schrieb am 24. Oktober 2021 um 16:00:42 Uhr:
..
Wobei das hypothetisch ist, weil viele 1.4 TSI diese Laufleistung nicht erreichen.Woher will man heute bereits wissen, dass "viele" dieser 1.4 TSI keine solche Laufleistung erreichen 😕?
Die Vergangenheit lehrt es.
@Cet
Mit so einer Argumentation könnte man selbst EBV, die gar keinen Zahnriemen haben, in die Tonne treten, denn die Vergangenheit vor 100 Jahren lehrte, dass diese gegen Verbrenner mit Zahnriemen oder Steuerkette keine Chance hatten und vom Markt, dem sie damals beherrschten, innerhalb von 5 Jahren verdrängt wurden.
Technik entwickelt sich Gott sei Dank aber weiter - auch im Motorenbau.
Was soll sich denn am neuen TSI geändert haben? Ich wüsste nicht, womit VW sich Vorschusslorbeeren verdient hätte.
Na, z B. arbeitet der EA211 EVO nun nach dem Miller-Brennverfahren und u.a. werden im Motorraum nun teilweise andere Legierungen eingesetzt.
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 24. Oktober 2021 um 17:33:48 Uhr:
Na, z B. arbeitet der EA211 EVO nun nach dem Miller-Brennverfahren und u.a. werden im Motorraum nun teilweise andere Legierungen eingesetzt.
Ah OK, verstehe.
Wobei, der EA211 evo hat doch 1,5 l Hubraum, irre ich?
Oben war doch klar die Rede von 1,4 l TSI.
Der EA211 evo kann da - wenn's kein Schreibfehler war - nicht gemeint gewesen sein.
Sollte es also um den EA211 gehen, so gibts den nicht wie Du vermutest seit 1-3 Jahren, sondern seit 2011.
Nö, es war die Rede von "aktuellen" 1.4 TSI-Motoren.
Ich kenne kein neues Modell der VAG, welches noch den alten EA211 in dem 1.4 TSI eingebaut bekommt, aber vielleicht habe ich da ein Modell nicht auf dem Schirm.
Bei VW ist der im Öl laufende Zahnriemen "der neue heisse Scheiss". Nachdem VW mit der Steuerkette damals ziemlichen Mist gebaut hatten. Konzeptionell gefällt mit der 1.5er TSI als Miller, ob der hält wird sich zeigen. Viele haltbare Motoren hatte VW/Audi ja nicht gebaut. Siehe die 1.4 TSI der ersten Generation, die 2.0 RDIs mit rundgedrehten Ölpumpenmitnehmern, die 2.5 TDIs mit gleich drei Bauarten von Nockenwellen die nicht taugen oder eben die 4.2er mit dem Nockenwellenthema. Plus die 2.0 TFSI, die ganz ohne AGR an zugesottem Ansaugbereich leiden. Oder die 1.8 TFSI mit den zu klein dimensionierten bzw. durch "Longlife" zukokenden Ölabstreifringen.
Nein, die sind nicht die einzigen. Nur es häuft sich bei denen.... Du kannst halt das beste Motorenkonzept kaputtsparen und ganz ohne den margenstarken Abgasbetrug hat das VW mehrmals geschafft. Siehe den robusten 1.8T, der mit Longlife GEN! und 2GEN nebst Ölschlamm an zugesifften Ölsieben eingegangen ist. Was AFAIK ausschließlich am Einheitsöl gelegen hat, was für Benziner schlicht nicht viel taugte. Einheitsöl nebst Longlife spart halt ein paar Euro im Leasing....
Zitat:
@GaryK schrieb am 24. Oktober 2021 um 18:30:33 Uhr:
... Longlife spart halt ein paar Euro im Leasing....
Beim Öl spart man immer am falschen Ende. Immer.