Yamaha XV 750 SE Schwenksattelbremse

Yamaha XV 750

Hallo zusammen,
Ich habe mir gerade wieder ein Winterprojekt angelacht. Seit heute morgen stehen zwei XV 750 SE in derGarage. Einmal Bj. 1984, einmal Bj. 1985, um die 80‘000 km und 110‘000 km. Beide Möps sind in akzeptablem Zustand, aber es gibt trotzdem viel zu tun. Neben den alten Reifen und allen Flüssigkeiten die zu wechseln sind, gibt es aber noch ein paar andere Baustellen. Die Gabel fühlt sich extrem weich an, die Vorderräder drehen vorwärts schwer und rückwärts gar nicht. Ich werde also mit der Front beginnen.
Die Bremse ist eine Schwenksattelbremse, ähnlich oder gleich wie bei den alten Zweitaktern RD250/400.
Ich habe nirgendwo Rep Kits gefunden für die Bremsen (Geberkolben, Nehmerkolben, Manschetten, etc.) Stahlflex ist kein Problem. Aber die ganze Konstruktion begeistert mich nicht wirklich, soll auch nicht sonderlich gut bremsen.
Gibt es da einfache Upgrade Möglichkeiten von anderen Yams? (Bei der SR kann ja zum Beispiel recht einfach auf andere Zangen/ Armaturen oder gleich auf Doppelscheibe umgerüstet werden). Meine letzte Fahrt auf einer XV liegt schon eine Weile zurück, und seitdem bin ich Bremsen seitig etwas verwöhnt (japanische Vierzylinder und BMWs).
Wie komme ich zu einer akzeptablen Bremsleistung?
Was mache ich mit der Front (Federn Wilbers, With) welches Gabelöl empfiehlt ihr?
Ich weiss, dass das kein Rennmoped ist, sondern ein 40 jähriges gemütliches Bike, aber wenn Dinge mit vertretbarem Aufwand verbessert werden können, wäre das cool.
Lieben Gruss Roland

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54 Antworten

Hi,
Ich habe schon gesucht, aber nix richtiges gefunden.
Gibt es irgendwo eine Zeichnung, die den Unterschied zwischen Schwimm- und Schwenksattel deutlich macht?

Bei Festsattelbremsen ist der Sattel fest verschraubt und Bremskolben drücken von beiden Seiten auf die Scheibe, die oft schwimmend gelagert ist.
Bei Schwimmsattelbremsen ist die Scheibe fest, der Kolben drückt nur von einer Seite und der Sattel ist seitlich beweglich. Das ist wie bei einer Schraubzwinge, von einer Seite drückt es und die andere Seite hält dagegen. Bei der Schwenksattelbremse ist das ähnlich, nur ist der Sattel nicht seitlich verschiebbar, sondern verdrehbar. Deshalb sind die Beläge asymetrisch angeschrägt.
Wiegesagt, seltsame Konstruktion, hatte ich vorher auch noch nie gesehen…

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Man muss sich das vorstellen wie die eine Seite eines Scharniers. Befestigt mit einem Bolzen parallel der Gabel, dreht sich der Sattel praktisch um diesen Bolzen. Ein Belag wird gegen die Scheibe gedrückt, dreht den Sattel nach außen, wodurch der andere Belag ebenfalls die Scheibe " berührt".

Und genau so bremsten die Dinger damals auch....

Einfach mal BMW R90S Bremssattel googeln

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Immerhin hatte die 90s als Krone deutscher Ingenieurskunst damals eine Doppelscheibe …

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Vaseline ist ein Mineralölprodukt und auch Bremsenreiniger darf nicht an Dichtmanchetten kommen.
Das spezielle Dichtmaterial EPDM an Bremsen darf nur mit Produkten auf Silikonbasis und Bremsflüssigkeit in Berührung kommen.z.B.DOT4, Bremskolbenpaste ATE

DOT 4 ist aber nicht auf Siliconbasis., sondern glykol/glykolether Basis.
Und warum sollte etwas, was sich Bremsenreiniger nennt, schädlich für Teile von Bremsen sein.

Weil im Bremsenreiniger sämtliche aggressiven Lösungsmittel z.B. Aceton vereint drin sind um eine Bremsscheibe oder andere blanke Metallteile zu entfetten.
An Dichtungsgummis der Kolben wirst du ja das Zeug nicht sprühen wollen?

Also mein Bremsenreiniger ist Acetonfrei und enthält auch kein Isopropanol. Das wäre auch nicht gut bei einem Bremsenreiniger. Das lässt sich ja fast nicht vermeiden, dass das Zeug mit Gummi in Berührung kommt. Bei meinen Fahrzeugen befinden sich viele Gummiteile in der Umgebung der Bremsen: Bremsschläuche, Antriebsmanschetten, Fahrwerkslagerungen, Bremskolbenmanschetten, Entlüftungsnippelgummis, etc.

Auszug aus Wikipedia Bremsenreiniger:
Mittlerweile mache ich mir Sorgen falls du noch WC-Reiniger im Haushalt hast und den ähnlich universell einsetzen möchtest!

-20221116

Zitat:

@rolandkiefer schrieb am 15. November 2022 um 08:44:58 Uhr:



Zitat:

@turbonelli schrieb am 14. November 2022 um 23:51:32 Uhr:


Wahnsinn.
Was bitte hat Bremsenreiniger an Dichtgummis einer Bremsanlage zu suchen ?!?

Wenn Bremsenreiniger die Dichtgummis von Bremsen angreift, würde das bedeuten, dass man vor dem Reinigen die Gummis entfernen müsste?

Genau..
Bremse komplett zerlegen. Die Kolben bekommt man mit Druckluft raus. Bei superhartnäkigen fällen Pressluft und Kolben drehen.
Wennde denn alles auseinander hast Gummis entfernen. Jetz kannste deinen Bremsenreiniger benutzen.
Danach darfste dann den Bremsenreiniger rückstandsfrei entfernen, die gereinigten odda neuen Gummis widda einbaun.
Dafür gibt,s ATE Bremszylinderpaste odda eben einfach Brmsflüssigkeit, jene die du in deinem Bremssystem verwendest.

Ich nutze Presto:

Presto Power Bremsenreiniger mit effektiver Reinigungswirkung zum Entfernen von Öl, Fett, Schmutz an Bremsen, Zylindern oder Kupplungsteilen, ohne O-Ringe oder Simmerringe anzugreifen und ohne Reste zu hinterlassen.

grosse Lösekraft
Aceton- und Aromatenfrei
hinterlässt keine Rückstände
greift O-Ringe und Bremsschläuche nicht an
stark entfettend und wasserverdrängend
mechanische Reinigung durch konzentrierten Sprühstrahl
enthält keinen chlorierten Kohlenwasserstoff
lüftet sehr schnell rückstandsfrei ab
nicht korrosiv
nicht leitend

Stark entfettende Chemikalien schädigen immer Gummi, viele Kunststoffe, Lacke, egal welche Werbeversprechen auf der Dose stehen.Es ist die mögliche Gefährdung durch den Ausfall der Bremse nicht wert, lerne fachgerecht zu arbeiten.

Aceton- und Aromatenfrei ist kein Werbeversprechen sondern ein Aussage über die Inhaltsstoffe. Die älteren Bremsenreiniger und vermutlich auch die billigen waren oder sind halt nicht Aceton und Aromatenfrei. Isopropylalkohol führt bekannterweise zu Versprödung.
Lerne fachgerecht zu arbeiten ist eine harte Ansage … was machst du beruflich das es dir erlaubt solche Vorwürfe zu platzieren?

Getriebetechnik.

Die Werkstatt möchte ich sehen, die ohne bremsenreiniger arbeitet.
Und denen unterstelle ich eine gewisse Ahnung.
Ausserdem sollte man die Kirche im Dorf lassen. Einsprühen und bald wieder abwischen ist was anderes als die Teile im reiniger zu baden.

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