Yamaha XJ 900 - Höchsgeschwindigkeit 110km/h

Yamaha XJ 900

Vielleicht könnt ihr mir helfen. Meine Yamaha XJ 900 A31 Baujahr 1983 wurde etwas umgebaut und hat erfolgreich TüV bekommen. Nun habe ich folgendes Problem. Das Motorrad fährt nur ca. 100km/h -110km/h, dann ist Schluss. Drehzahl kann ich nicht sagen, weil der Drehzahlmesser nicht mehr vorhanden ist. Zündspule, Steuergerät, Zündkabel, -Stecker und Zündkerzen wurden erneuert. Vergaserbank wurde Ultraschall gereinigt und mehrfach überprüft. Tacho ist nicht original. Krümmer sind warm und Motorrad wurde auch synchronisiert. Sie läuft eigentlich ganz gut bis auf die Geschwindigkeitsausbeute. Habt ihr vielleicht eine Idee woran es liegen könnte?

80 Antworten

Bist du dir sicher das du hier einen Seriösen Kauf gemacht hast, will das Bike jetzt nicht Schlechtreden.
Durch den Tüv heißt gar nichts, Oldtimer Status da ist egal was hinten rauskommt, auskennen tun sich die wenigsten und bei Umbauten kann alles sein!
Wenn du selbst nicht die nötigen Kenntnisse über diese Maschinen und z.B. Werkstattbuch hast führen die guten Ratschläge der User ins leere.
Selbst wenn wir dir hier erklären wie ein Motor zu prüfen ist, zerlegen ohne Plan?
Es ist zwar ein simpler Aufbau trotzdem müssen die Maße und Einstellungen genau passen sonnst wird das nichts bis zur neuen Saison.

Zitat:

@GermanTwath schrieb am 12. Oktober 2024 um 09:23:10 Uhr:


Wenn der Ventildeckel schon ab ist, würde ich als Erstes bei jedem Ventil das Ventilspiel kontrollieren! Bei einem Viertaktmotor sollte die Kompression min. über 8 Bar sein, ein guter Motor sollte zwischen 10 u. 12 Bar haben und die Differenzen zwischen den Zylindern, sollten kleiner als 10% des Durchschnittsdruckes sein. mfg.

Es ging jetzt primär um die Steuerzeiten, diese sollten kontrolliert werden und das ist offenbar noch nicht erfolgt.

Pitting, also kleine Ausbrechungen der Nockenoberfläche, führen nicht zu dem zugrunde liegenden Leistungsmangel. In der geringen Zahl quasi bedeutungslos.

Hier geht es um wesentlich größere Parameter, wie Steuerzeiten, Dichtheit im Bereich Zylinder und Vergasertyp und Bestückung und dergleichen.

re

Der leidende TE hatte ja nach Meinungen zum Zustand der Nockenwellen gefragt. Bei meiner GSX-R waren die Wellen und Schlepphebel schon leicht angefressen. Das habe ich beim Ventileeinstellen festgestellt. Ab da dauerte es keine 500km, bis der Motor sich durch starke Vibrationen und Leistungsverlust meldete.
Die von dir vermutete Fehlstellung der Steuerzeiten drängt sich aber auf, das kann leicht passieren, wenn man beim Zusammenbau des Motors nicht aufpasst. Ein versetzter Zahn bringt die Ventile nicht zu nah an die Kolben, eine Kollision wie beim Reißen eines Zahnriemens ist normalerweise nicht gegeben.
Die Überschneidung der Ventilstellung stimmt aber nicht mehr, es sind dann evtl. Ein- und Auslass zu lange gleichzeitig offen= wenig oder keine Kompression

Suzuki hat schmale Schlepphebel (jedenfalls meine), ergo hohe Flächenpressung, die XJ hat Tassenstößel mit relativ breiter Auflagefläche (ewiges Leben). Die Bilder lassen wegen des Verschleiß' keinen derartigen Kompressionsverlust erwarten. Wenn hier die/eine Ursache läge, dann in fehlerhaften Steuerzeiten.

re

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@ remanuel Deshalb auf jeden Fall das Ventilspiel prüfen, ob es sich im vorgeschriebenen Toleranzbereich ( Auslass 0.15-0.20 / Einlass 0.10-0.15) befindet. Zu wenig Spiel kann auch Druckverlust bedeuten. Den linken Seitendeckel wird er ja sicherlich auch abgenommen und die Markierungen in Übereinstimmenung gebracht haben. OT Punkt am ersten Zyl. prüfen, mit Ermittlungsdorn/o. Messuhr. mfg.

Mit der Fühlerlehre komme ich mit den 0,10 aber nicht 0,15 (heiß irgendwas dazwischen) bei 6 Ventilen durch, ausser bei den Einlassventilen 2 und 3. Da komme ich nicht mal mit der 0,05 Lehre durch. Ich werde aber trotzdem mal Rat in einer Werkstatt holen, da mir das zu heiß ist und ich auch nicht weiß ob der mein Spendermotor was taugt.

<0.05 ist sicher zu knapp, der Rest ist nicht optimal, sollte aber nicht die Ursache sein. Korrigieren würde ich schon auf das korrekte Maß. Dazu ist ein Niederhalter und eine Tabelle nebst Shims erforderlich. Bei der Messung standen die Nockenspitzen gegenüber den jeweiligen Shims? D h am Grundkreis gemessen. Shims gibt es auch bei Ford, diese Größe wurde bei einigen Motoren verwendet. Bei Yamaha sind die Recht teuer, aber es gibt auch andere Quellen.

re

Ja, habe es gemacht, wie manche das bei Yout. erklären und bin auch nach Werkstatthandbuch gegangen. Denke auch dass das Problem tiefer liegt. Kann ich eigentlich, wenn ich den Krümmer abbaue, die Kolben/-ringe sehen?

Zitat:

@dealex99 schrieb am 17. Oktober 2024 um 17:12:20 Uhr:


... Kann ich eigentlich, wenn ich den Krümmer abbaue, die Kolben/-ringe sehen?

@dealex99

Oha! Nimm es mir bitte nicht krumm, aber wer solch einer Frage stellt, der sollte meines Erachtens besser nicht selbst Hand an einem Viertaktmotor anlegen. 🙁

Gruß Wolfi

PS: YT-Videos und ein passendes Werkstatthandbuch reichen bei Weitem nicht aus, um ein erfolgreicher Schrauber zu sein.

Jetzt habe ich auch mal das Werkstattbuch aufgeschlagen.

Verdichtung 9,6 : 1
Vergaser (58L) Mikuni BS 36
Ventilspiel Einlass: 0,11 - 0,15
Ventilspiel Auslass: 0,16-0,20

D.h. mit der 0,10er Lehre musst Du bei allen Einlassventilen durch kommen
,mit der 0,15 bei allen Auslassventilen. Also muss der Shim bei 2+3 raus und durch einen dünneren ersetzt werden.

Wahrscheinlich liegt das Hauptproblem an den Zylindern/ Kolben, aber das Ventilspiel muss eh gemacht werden. 0 Ventilspiel kann durchaus Leistungsverlust und Motorschaden bedeuten.

Ich hoffe es ist dem TE klar, dass er das Ventilspiel nicht in einer einzigen KE Stellung prüfen kann, sondern immer im OT des jeweiligen Zylinders …

Zitat:

@rolandkiefer schrieb am 17. Oktober 2024 um 19:53:46 Uhr:


Ich hoffe es ist dem TE klar, dass er das Ventilspiel nicht in einer einzigen KE Stellung prüfen kann, sondern immer im OT des jeweiligen Zylinders …

Dann wäre er bei den anderen Zylindern gar nicht mit der Fühlerlehre durchgekommen.

Oooch, mit ein wenig Gewalt geht das schon 😁

Zitat:

@Alex1911 schrieb am 17. Oktober 2024 um 17:58:00 Uhr:



Zitat:

@dealex99 schrieb am 17. Oktober 2024 um 17:12:20 Uhr:


... Kann ich eigentlich, wenn ich den Krümmer abbaue, die Kolben/-ringe sehen?

@dealex99

Oha! Nimm es mir bitte nicht krumm, aber wer solch einer Frage stellt, der sollte meines Erachtens besser nicht selbst Hand an einem Viertaktmotor anlegen. 🙁

Gruß Wolfi

PS: YT-Videos und ein passendes Werkstatthandbuch reichen bei Weitem nicht aus, um ein erfolgreicher Schrauber zu sein.

Ich hatte ja schon mehrmals erwähnt, das mir das zu heiß mit dem Motor ist und ich mal in einer Werkstatt vorsprechen werde. Was heute passiert ist und nun werde ich mir mal Gedanken über die Zunkunft des Krads machen müssen. Zum Glück ist die Saison zu Ende...

Wenn der Rest ordentlich ist, lohnt sich ein "Aufbau" - eigentlich überwiegend eine Abstimmung - sicher. Die XJ ist auch heute noch eine hervorragende Reisemaschine. Mit ABS und Kat versehen, brauchte sie sich im Reigen der heutigen Maschinen nicht zu verstecken. Zudem gibt es gebrauchte Motoren in nicht geringer Zahl.

re

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