Wo haltet ihr blitzen gerechtfertigt?
Da der letzte Thread vom Mod geschlossen wurde, hier der neutrale Nachfolger.
Haltet ihr Blitzen an jeder Stelle (also auch unübersichtlichen) für gerechtfertigt oder sollte man nur dort blitzen, wo es eine offensichtliche Gefährdung gibt?
Darf man sich rein rechlich im Gebüsch verstecken oder muß der Blitzer "sichtbar" sein?
Zum Abschluß noch eine Entschuldigung an DieDicke1300, das war im Eifer des Gefechts wieder schneller geschrieben, als gedacht.
Beste Antwort im Thema
Da Raserei nirgendwo zu rechtfertigen ist, sind Geschwindigkeitskontrollen im Umkehrschluß logischerweise überall gerechtfertigt.
253 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Counderman
... bei solchen Leuten würde nur der Freiheitsentzug eine wirkliche Strafe darstellen (Führerscheinentzug bringt auch nichts weil die e nichtmehr selber fahren)
...
😕
Soll jetzt der zu schnelle Fahrer in den Knast, weil der Fahrgast reich ist, oder soll der reiche Fahrgast in den Knast, weil der Fahrer zu schnell ist?
Ich will auch nochmal meinen Senf dazugeben 🙂
Hier mal ein Beispiel, dafür was passiert, wenn wirklich jedes "Vergehen" zur Anzeige gebracht würde:
Teil 1:
http://www.youtube.com/watch?v=r_mrVKGj8qU
Teil 2:
http://www.youtube.com/watch?v=84z5QTLi_ig&feature=related
(hoffe wurde noch nicht genannt).
Dann noch eine Anmerkung:
Vor dem größten Wohnhaus Europas (steht in Köln) gilt Tempo 70. Keine Begrenzung zur Straße, man kann ohne Probleme in den fließenden Verkehr laufen.
Schräg gegenüber befindet sich eine Schule, vor der ebenfalls 70 gefahren werden darf.
Beides wohlgemerkt IN der Stadt.
Selbe Stadt, Technologiepark:
In dieser Bürowüste ist Tempo 30 vorgeschrieben, wieviele gefährdete Kinder in den Büros wohnen, kann sich jeder selbst ausrechnen.
Die Tempolimitierung wird nach Geldbeutel und Einflussreichtum der entsprechenden Anrainer angeordnet und nicht wie es für den Verkehrsfluss am sichersten/besten wäre.
Interessant ist übrigens mal hinter der Polizei herzufahren, mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit bleibt man da in Köln nicht dran, die Polizei fährt einem davon, wohlgemerkt ohne aktuellen Einsatz.
Blinken usw. für die Herren in grün auch oft ein Fremdwort.
Naja, so ist eben die Praxis, wie immer ein großer Unterschied zur Theorie.
Dem letzen Beitrag von Donwforze 94 meine volle Zustimmung.
Zitat:
Original geschrieben von Hadrian
Das Problem sind vielmehr die ganzen defizitären Persönlichkeiten, die auch in diesem Thema wieder alle aus ihren Löchern gekrochen kamen, und die vom Staat fordern das mit allen Mitteln zu verhindern.
Und? die Verkehrsassi`s sind auch immer die Selben!
Du verdrehst aber mal wieder die Tatsachen!
Es fordert keiner, dass der Staat irgendwas mit allen Mitteln durchsetzt, es wird nur gefordert sich nicht über geltendes Recht zu stellen sondern konstruktiv damit umzugehen und den Rechtssweg zu bestreiten wenn einen eine Vorschrift stört.
Dafür fehlt aber dann doch der Schneid und die Überzeugung.
Lieber weiter selbst die Regeln bestimmen, gelle 🙄 und bei solchen ignoranten Id.... wird tatsächlich härteres Durchgreifen gefordert. Bis zum endgültigen Ausscheiden aus dem Verkehr.
Habt ihr mit eurem tollen Vorschlag mit freier Tempowahl z.B. zwischen 40 und 60 auch jeder andere Idi meint er könne und müsse 60 fahren? Selbst wenn das ansonsten vieleicht auch vernünftig genutzt werden würde gäbe es wieder andere Idi die meinen, dass sie es besser wüssten und könnten und dann 70 fahren und so weiter.Die argumentieren dann wieder genauso wie hier bislang.
Es ist einfach erbärmlich sich für Besser, Klüger, Wichtiger, Freier zu halten wobei man nicht mal in der Lage ist seinen Fuß zu kontrollieren und dafür dann versucht hirnrissige Ausreden zu texten und andere als minderbemittelt hin zu stellen.
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Zitat:
Original geschrieben von der-schrittmacher
Und? die Verkehrsassi`s sind auch immer die Selben!Zitat:
Original geschrieben von Hadrian
Das Problem sind vielmehr die ganzen defizitären Persönlichkeiten, die auch in diesem Thema wieder alle aus ihren Löchern gekrochen kamen, und die vom Staat fordern das mit allen Mitteln zu verhindern.Du verdrehst aber mal wieder die Tatsachen!
Es fordert keiner, dass der Staat irgendwas mit allen Mitteln durchsetzt, es wird nur gefordert sich nicht über geltendes Recht zu stellen sondern konstruktiv damit umzugehen und den Rechtssweg zu bestreiten wenn einen eine Vorschrift stört.
Dafür fehlt aber dann doch der Schneid und die Überzeugung.
Lieber weiter selbst die Regeln bestimmen, gelle 🙄 und bei solchen ignoranten Id.... wird tatsächlich härteres Durchgreifen gefordert. Bis zum endgültigen Ausscheiden aus dem Verkehr.Habt ihr mit eurem tollen Vorschlag mit freier Tempowahl z.B. zwischen 40 und 60 auch jeder andere Idi meint er könne und müsse 60 fahren? Selbst wenn das ansonsten vieleicht auch vernünftig genutzt werden würde gäbe es wieder andere Idi die meinen, dass sie es besser wüssten und könnten und dann 70 fahren und so weiter.Die argumentieren dann wieder genauso wie hier bislang.
Es ist einfach erbärmlich sich für Besser, Klüger, Wichtiger, Freier zu halten wobei man nicht mal in der Lage ist seinen Fuß zu kontrollieren und dafür dann versucht hirnrissige Ausreden zu texten und andere als minderbemittelt hin zu stellen.
Ich denke ein Regelerotiker Deines Schlages, wird die Kernaussage des users Hadrian nie verstehen (wollen)...🙄
Wer beim Thema Regeln/Gesetze und deren Sinn/Einhaltung immer nur reflexartig nach buchstabengenauer Regelbefolgung schreit, "Gesetz ist Gesetz" und "Jawoll" nölt und vermutlich noch (virtuell) die Hacken zusammenschlägt, dem ist eine davon abweichende Denkweise wohl auch gar nicht vermittelbar...
NIEMAND hat bisher hier die Abschaffung sämtlicher (Verkehrs)Regeln und deren Kontrolle gefordert, lediglich die "Dosis" wird von Menschen die des kritischen Denkens noch fähig sind ab und an in Frage gestellt.
Der zweite Diskussionspunkt ist Verhältnismäßigkeit von Überwachungsdichte & Sanktionierung, auch hier sollte eine vernunfbegabter Mensch in der Lage sein differenziert zu denken und nicht nur "Hängt ihn höher" von sich zu geben...🙄
Zum eigentlichen Thema:
Ich wiederhole nochmal meine Ansicht der Dinge...
Weitegehende Abschaffung der stationären und mobilen "Momentaufnahmen-Blitzer", im Gegenzug vermehrter Einsatz von Providafahrzeugen, um eben eine Verkehrssituation/ ein Fahrprofil eines potentiellen Delinquenten über einen längeren Zeitraum zu beobachten und dann entsprechend den Umständen angemessene Maßnahmen zu ergreifen, bzw. auch mal Fingerspitzengefühl zu beweisen und harmlose Regelverstöße ungeahndet zu lassen.
Damit wäre auch die alleinige Fixierung auf die Geschwindigkeit als zu ahndenden Regelverstoß hinfällig, man könnte vielmehr Fahrer sanktionieren (ggf. auch aus dem Strassenverkehr entfernen), die meinen Aggressionen, (Lebens)frustration & Komplexe im Strassenverkehr abbauen zu müssen... DAS sind nämlich die whren Gefährder auf unseren Strassen, egal ob dies durch "Raserei" oder Rechthaberei/Oberlehrerverhalten ausgelebt wird...
Und sicher wird es auch den ein oder anderen Alki erwischen...
Das eine zeitnahe Konfrontation mit einem Verstoß zudem zu einem effektiverem Lerneffekt führt setze ich mal als allgemein bekannt vorraus.
Zitat:
Original geschrieben von downforze94
40-60 stellen meiner Meinung nach einen guten Kompromis dar, das Recht verkehrsbedingt nach unten und oben auszuscheren.
99% der Beschilderung erlaubt 30 50 70 usw und keine Bereiche und verbunden mit der Heckenschützentaktik der Blauen hüpft mein Herz ohne Gleichen.
Du hast meine Aussage glaube ich nicht verstanden. Das was du forderst gibt es heute schon. Überall und auf jedem Tempolimitschild.
Wenn du ein Schild hast wo 50 draufsteht, steht es dir frei (solange du keinen behinderst) beliebig schnell zwischen 10 und 50 km/h zu fahren. Das darfst
Du Dir selberaussuchen.
Zitat:
Original geschrieben von downforze94
Und in den Zitaten wird das Verhalten der Bevölkerung beschrieben, nicht die Staatsform.
Das eine hängt mit dem anderen zusammen. Das Verhalten von Bürgern ist auch abhängig von der Staatsform. Oder glaubst du, die Menschen die in einer Diktatur leben, verhalten sich so wie Bürger in einem Anarchiestaat?
Zitat:
Original geschrieben von downforze94
Ohne Überregulierung fühlt sich der Deutsche nicht wohl. Hat schon seinen Grund, daß wir 5 x so viele Regulierungen haben wie andere Industrieländer.
Tempolimits sind also Überregulierung? Wo ist denn der Unterschied zwischen einer Regel die sagt "Fahr max. 50 km/h" oder einer die sagt "Fahr zwischen 40 und 60 km/h"?
MfG Zille
Zitat:
Original geschrieben von letzterlude
Ich denke ein Regelerotiker Deines Schlages, wird die Kernaussage des users Hadrian nie verstehen (wollen)...🙄Wer beim Thema Regeln/Gesetze und deren Sinn/Einhaltung immer nur reflexartig nach buchstabengenauer Regelbefolgung schreit, "Gesetz ist Gesetz" und "Jawoll" nölt und vermutlich noch (virtuell) die Hacken zusammenschlägt, dem ist eine davon abweichende Denkweise wohl auch gar nicht vermittelbar...
wer es wohl nicht verstehen will und mal wieder mit denunzierenden Texten versucht Meinungen zu schaffen bist DU
Ich schrieb nichts von der Abschaffung sondern von entsprechendem Umgang mit vermeintlich falschen Regelungen. Aber das ist wohl zu viel verlangt und zu hoch für manchen.
Es hat nichts mit abweichender Denkweise zu tun, wenn man für sich einen gewissen nicht vorhendenen Gesetzesspielraum für richtig hält, Anderen diesen aber nicht im entferntesten einräumt (zum Beispiel den langsamfahrern)
Wer jedoch meint er sei wichtiger als vermeintlich falsche Vorschriften und diese einfach missachtet der gehört abgestraft. Geht er dagegen rechtlich die richtigen Schritte, wird er bestimmt hoch gelobt, also wo ist das Problem? Kommt er mit seiner Begründung rechtlich nicht durch, wird er wohl einsehen müssen, dass ein limit hier und da gegen welche er vorgehen wollte wohl doch berechtigt sein werden.
Geht raus und sorgt für Veränderung aber übertretet nicht eigenmächtig geltendes Recht. Stiller Protest (Trotz) ist assozial und nichts weiter.
Neben gewissen Rechten hat man eben auch Pflichten, auch wenn ihr das nicht gerne einsehen wollt.
Es geht auch nicht immer nur um Gefährdung sondern auch um Umwelt und Natur, sowie Lärm und weiteres.
Das Argument Nachts um 3 mit 140 auf der Landstraße sei Sicher ist ein Witz, denn wie willst du auch nur annähernd zum stehen kommen, wenn du nicht mal siehst was vor dir liegt? Hast du Strahler die mehrer hundert Meter ausleuchten?
Nicht zuletzt wird so manch ein "sicherer" Fahrer nachts auf der Landstraße mal durch eine, wenn auch falsch abgestellte, Wechselbrücke geköpft.
Zitat:
Original geschrieben von zille1976
Wo ist denn der Unterschied zwischen einer Regel die sagt "Fahr max. 50 km/h" oder einer die sagt "Fahr zwischen 40 und 60 km/h"?
zumal diese jenigen welche, die 40 für Sich für Richtig halten, gleich wieder denunziert werden, die Wirtschaft aufhalten und belasten, für gefährliche Manöver der Anderen sorgen und am besten zu Hause bleiben sollten.
Zitat:
Original geschrieben von letzterlude
Wer beim Thema Regeln/Gesetze und deren Sinn/Einhaltung immer nur reflexartig nach buchstabengenauer Regelbefolgung schreit, "Gesetz ist Gesetz" und "Jawoll" nölt und vermutlich noch (virtuell) die Hacken zusammenschlägt, dem ist eine davon abweichende Denkweise wohl auch gar nicht vermittelbar...
Es geht nicht darum, ob man blinden Gehorsam vor dem Gesetz an den Tag legt oder nicht, sondern einzig und allein darum auf welche Weise man versucht sein Recht als freier Bürger durchzusetzen.
Und da gibt es hier halt zwei Herangehensweisen:
1. Die Methode "Demokrat"
- Ich finde ein Tempolimit unsinnig
- Ich nutze die mir als Bürger zustehenden Mittel und sorge für eine Überprüfung des TL
- Solange das TL besteht, halte ich mich als guter Bürger daran
- Sollte das TL wirklich überflüssig sein, wird es abgeschafft und ich habe meine Recht durchgesetzt ohne ein Gesetz zu übertreten
- Sollte sich rausstellen, dass das TL seinen Sinn hat, muss ich mir eingestehen, dass ich nicht so schlau bin wie ich dachte und mich in Zukunft an das TL halten.
2. Die Methode "Systemkritiker"
- Ich finde ein Tempolimit unsinnig
- Ich ignoriere das TL und fahre so schnell wie ich es für richtig erachte
Wie du siehst ist bei beiden Methoden der erste Schritt identisch "Ich finde ein Tempolimit unsinnig".
Wie kommst du also nun darauf, dass die User die Methode 1 bevorzugen, sich keine Gedanken über Gesetzte und Vorschriften machen und den Gesetzen blind zustimmen?
Auch die Verfechter von "Ich habe ein Hirn zum selberdenken" müssten hier eigentlich erkennen, welche Methode zu bevorzugen ist. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass Methode 2 gar nicht dazu geeignet ist, gegen ein unsinniges Gesetz vorzugehen. Und das möchten doch so viele hier. Ihre Freiheit bewahren und selber entscheiden dürfen, weil sie sich von unserem Staat so eingeschränkt fühlen. Und das tun sie indem sie Methoden anwenden, die keine Änderung zum Ziel haben. Ganz schön unlogisch finde ich.
Oder geht es am Ende gar nicht darum gegen unsinnige Regelungen vorzugehen, seine Freiheit zu entfalten, oder sein Recht aus Selbsbestimmung wahrzunehmen? Geht es vielleicht doch nur darum, sich vorsätzlich über bestehende Regeln hinwegzusetzen um sein Ego zu befriedigen und anderen zu Zeigen was für ein toller Hecht man ist, weil man sich nicht "vom System unterdrücken lässt".
MfG Zille
Alles nach dem Motto: " Boäh, jetzt bin ich statt 100 120 gefahren. Denen habe ich es aber jetzt gezeigt".Deutschland? Deutschland. 🙄
Zitat:
Original geschrieben von zille1976
1. Die Methode "Demokrat"- Ich finde ein Tempolimit unsinnig
- Ich nutze die mir als Bürger zustehenden Mittel und sorge für eine Überprüfung des TL
- Solange das TL besteht, halte ich mich als guter Bürger daran
- Sollte das TL wirklich überflüssig sein, wird es abgeschafft und ich habe meine Recht durchgesetzt ohne ein Gesetz zu übertreten
- Sollte sich rausstellen, dass das TL seinen Sinn hat, muss ich mir eingestehen, dass ich nicht so schlau bin wie ich dachte und mich in Zukunft an das TL halten.
Schau mal, ich finde das allgemeine Limit von 100 km/h außerorts
NICHTunsinnig. Allerdings habe ich festgestellt, daß es auf bestimmten Strecken und unter bestimmten Umständen verantworbar ist, auch mal etwas schneller zu fahren. Also mache ich das einfach - wo bitte ist da jetzt das Problem?
Zitat:
Original geschrieben von Drahkke
Das wäre der erste Schritt auf dem Weg in die Anarchie. Nicht umsonst haben einige Staaten die Null-Toleranz-Doktrin eingeführt, um der ausufernden Kriminalität Herr zu werden. Die Erfolge, die dabei erzielt wurden, zeigen, daß man den richtigen Weg eingeschlagen hat.Zitat:
Original geschrieben von downforze94
Deshalb hätte ich ja gerne Schilder, die einen Spielraum lassen.
Schon klar, der gesamte Paragraph 1 der STVO, der ja den Verkehrsteilnehmern eine eigenverantwortliche Einschätzung der Verkehrslage aufbürdet, ist die Grundlage der Anarchie schlechthin!
Und "Zero Tolerance" bezieht sich auf 30-Zonen, wo ja bekanntlich die meisten Kriminellen unterwegs sind (und zwar mit Tempo 32...).
Genauer gesagt: Wenn am 01.05. eine Tempo 30-Zone eingeführt wird, dann waren die 50-Fahrer bis zum 30.04. noch vorbildliche Bürger, ab dem 01.05. aber gemeingefährliche Verbrecher.
Mir fällt zu dem ganzen Thema nur noch eines ein, was sich die Regelungsfanatiker einmal durch den Kopf gehen lassen: Die härtere Auslegung von Gesetzen wird oft von denen beklatscht, die sich davon nicht betroffen sehen. Doch eines Tages wird der Staat auch bei diesen Leuten sinnlos zuschlagen, und dann wird das Geschrei groß sein.
Schaut euch mal den Film "Die Welle" an. Seit 1945 ist es eigentlich in der deutschen Tugend veranlagt, der urdeutschen Begeisterung für Gehorsam und Ordnungsliebe mit einer gewissen Skepsis gegenüber zu treten, da man damals die Folgen der brutalen Durchsetzung von Obrigkeitshörigkeit am eigenen Leib hatte spüren müssen und fortan umzudenken begann. Mir wurde diese Skepsis schon als Kind beigebracht, vor allem aber von den Lehrern an unserer Schule.
Deshalb fahre ich nicht automatisch schneller als erlaubt, und ich ziehe auch immer hübsch meinen Parkschein, halte am Stopschild, gurte mich an, halte am Zebrastreifen, fahre auch nachts nicht über rote Ampeln und halte mich strikt an die Alkoholgrenze.
Dennoch sind mir Menschen, die bei der Vorstellung der Total-Regulierung unserer täglichen Abläufe über Gesetze, Polizei und Strafen einen schieren Freudenwahn zu erleben scheinen, grundlegend suspekt. Ich persönlich sehe in diesen Leuten nicht aufgeklärte Staatsbürger, die die gesellschaftliche Ordnung ausschließlich als Rahmen von Pflichten, nicht aber als Garant von Freiheiten verstehen.
So, als hätten sie den zweiten Teil eines zweiteiligen Krimis noch nicht gesehen, erzählen aber schon lauthals, wer der Mörder sein muss.
Sicherlich ist es übertrieben, die simple Frage der Verkehrsüberwachung derart gesellschaftspolitisch auszulegen, aber ich habe damit ja auch nicht angefangen.
Gruß
Uli
P.S.: Den Regelungsfanatikern wünsche ich, dass ihr gesamtes Wohngebiet im Umkreis von 5km von einem idiotischen Ordnungsamt-Angestellten plötzlich zu einer Spielstraße ernannt und mit entsprechenden Blitzern versehen wird. Demokratischer Widerspruch: Nicht vorgesehen. Ihr würdet in politisch korrekt gefahrenem Schrittempo dann ca. 1 Stunde brauchen, um von Eurem Haus auf eine reguläre Straße zu kommen, und euch deshalb hoffentlich für die endgültige Abschaffung Eurer Autos entscheiden. Die Verkehrsdichte wird es euch danken.
Verkehrsberuhigte Zone evlt mit Kinder, die rumspielen: Max 30 eher weniger!
Stadt, 2 Spurig mit unmittelbaren Bürgersteig oder FuZo max 50 eher weniger
Stadt, mehrspurig mit abgegrenzter Fahrbahn: 60 bis max 100 (in München nicht selten der Fall), je nach Verkehrslage 🙂
Außerhalb: 80 bis 120 je nach Witterung und Verkehr!
Ich persönlich nehme die Schilder als Richtwert wahr und verhalte mich je nach Situation unterschiedlich (Bsp Müde-Langsam Fahren, Starker Regen-Langsam Fahren usw...).
Habe es mir aber stets angewöhnt nie mehr als 20 über die vorgegebene Geschwindigkeit zu fahren (Wenn es gefahrlos möglich ist natürlich).
Auf manchen Strecken wünsche ich mir aber auch eine Reduzierung der Geschwindigkeit, damit man nicht als Verkehrshinderniß wahrgenommen wird 🙂 (Bsp 50 bei einer Straße ohne extra Radfahrerweg)
HTC
ja genau, wo hast du denn außer, wenn überhaupt, in Großsstädten ein Wohngebiet mit 5Km Radius?
Ja bin dann dafür das eigene Auto abzuschaffen, denn in Berlin z.B. kommst du bestens ohne eigenes Auto zurecht.
Den obigen Beitrag von Beethoven verstehe ich nicht ganz. Aaaalsoooo: Das soll hier ja eine " Demokratie " sein. " Demokratie " heißt "Volksherrschaft". Also werden die pösen Regeln vom " Volk " gemacht. Ergo stellen sich " Regelbrecher " gegen das " Volk " . Oder sehe ich da was falsch ? 😕
Ein positives Beispiel, daß es irgendwie doch funktioniert habe ich auf der letzter 123er Tour erlebt. So sind denn in Hessen mit dem politischen Wechsel etliche 120er Schilder auf den Autobahnen offenbar auf den Müll gewandert. Geht doch, man muß nur wollen und lange genug meckern😛 .
Alles in allem auch mal wieder typisch deutsch. Entweder werden die Hacken zusammengehauen und stramm gestanden oder jeder meint machen zu können was er will. Ein vernüftiges Mittelmaß ist hierzulande wohl unmöglich.