Wieder stirbt eine Legende
Auch Ford Amerika muß sparen und wird 15 Werke dicht machen. Darunter auch das in Michigan wo der Lincoln Town Car seit den 80er Jahren gebaut wird.
Mit nur noch 47.000 verkauften Modellen wird die Produktion eingestellt. Und das letzte große Modell mit ca. 5,5 m länge stirb auch aus, schade, war ein schönes Fahrzeug.
Umgerechnet in Euro ca. 35.000,- wahnsinn!!!
Die typischen amerikanischen Limousinen mit großen Namen verschwinden alle samt: Town Car, Caprice, Park Avenue....
Die neuen Modelle sehen immer europäischer bzw. asiatischer aus. Die Trucks und Van`s mal außen vor......
88 Antworten
@ moparisti:
Eigentlich hättest Du recht mit der Aussage zum Focus, nur hat sich Ford mit genau diesem Modell total ins Abseits gebracht. Die Chefs dachten, da der Euro-Focus so gut ist, kann man die Produktion ruck-zuck hier hochziehen. Die bewährten 2-Liter Motoren aus dem US-Escort wurden eingebaut und liefen auch gut. Die ersten 2 Jahrgänge des US-Focus waren jedoch solch miserabler Qualität, dass sie mehr in den Werkstätten standen als auf der Strasse fuhren. Benzinpumpen, Elektrikprobleme zu Hauf und defekte Zündschlösser, welche das Starten verhinderten. Damit war das Schicksal des Focus besiegelt. Gebrauchte sind billig und Neue gehen nur mit grossen Rabatten weg.
Das ist das grosse Problem der US-Hersteller. Die Qualität ist einfach nicht vorhanden. Ich meine damit nicht Optik und Haptik, wo einzelne Bemühungen sichtbar werden, sondern ganz einfach die Zuverlässigkeit. Wenn an einem Massenmodell wie dem Malibu Bremsen schon nach 10'000 km im Eimer sind, Aufhängungen wie beim ersten Audi A4 quietschen und Lenkungen kaputtgehen, dann hat eben auch der nordamerikanische Kunde die Schnauze voll. Dass er dann halt bei den Europäern und Japanern schaut, ist wohl verständlich.
Was die Daewolet's angeht, leider ist das die Zukunft im Autobau wobei allerdings GM Daewoo gekauft hat und nicht umgekehrt. Es lohnt sich nicht mehr, im gleichen Konzern 5 verschiedene Modelle im gleichen Segment zu entwickeln, also wird Badging betrieben. GM ist da klar in einer Vorreiter-Rolle, da der General die meisten Marken hat. Zukünftige Saturn werden Opel sein (der Vectra wird als Aura hier verkauft, der Astra kommt im Herbst als Saturn hierher mit anderem Grill und anderen Rädern, wird aber in Antwerpen hergestellt). Schau mal den Chevy Trailblazer an, den gabs als Oldsmobile Bravada, gibts als GMC Envoy und Buick Rainier. Den neuen GMC Acadia gibts als Saturn Outlander und bald als Buick Enclave. Plattform-Recycling ist nicht nur bei VW/Audi/Skoda/Seat in, das machen auch Ford, GM und DCX. Der Vectra hat die gleiche Bodengruppe wie der Saab 9-3 und der Chevy Malibu. der Chrysler 300 ist nichts anderes als eine alte E-Klasse mit neuen Kleidern und der Ford (US-) Fusion ist ein Mazda 6 mit anderer Optik. Der 300 ist ein gutes Beispiel wie man es nicht machen sollte. Der Plastikhaufen ist fürchterlich in der Qualität, wenn eine E-Klasse so gebaut wäre, dann wären die Taxis in Europa längst von einer anderen Marke.
Ja abder das Plattform-Recycling gabs doch schon immer ! Oder nicht ?
Mein Olds ist ja auch ein Cadillac Eldorado.
Ford Flex
Wo habe ich bloß die Front des Flex schon mal gesehen???
Hier vielleicht?
Eigenständiges Design ist mal wieder Fehlanzeige. Aber wie denn auch? Durch die kreuz und quer Verbandelung der Hersteller wird alles zu einem Einheitsbrei verkocht und die Fahrzeuge gleichen sich wie ein Ei dem Anderen.
BTW: Den Flex finde ich recht ansprechend, auch wenn er nicht ganz meinen Geschmack trifft. Hoffentlich hilft er der FoMoCo weiter und irgendwann werden wieder "klassische" Amis gebaut.
Zitat:
Original geschrieben von a3_canadian
@ moparisti:
Schau mal den Chevy Trailblazer an, den gabs als Oldsmobile Bravada, gibts als GMC Envoy und Buick Rainier.
...und als Isuzu Ascender und Saab 9-7....
Zum Focus muss ich sagen dass er nicht so schlecht war. Wir hatten einen 2001er Focus Wagon und hatten so gut wie keine Probleme. Haben ihn nur aus Platzgruenden eingetauscht. Aber die Qualiataet war deutlich schlechter als die von Ford in Europa.
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Zitat:
Original geschrieben von Harhir
Aber die Qualiataet war deutlich schlechter als die von Ford in Europa.
Ja, und der Preis ist ja auch bei weitem nicht so hoch wie der in Europa...
Gestern bin ich einen Caliber 2.0CRD gefahren. Schaltung in einem Ami geht nicht - macht keinen Spaß. Der VW-Diesel ist sowas von unharmonisch. Erst geht nix und dann bricht ein Feuersturm los. Die Sitze waren mir ne Nr. zu straff, wie auch die Federung. Kein wippen und wanken. Eben wegen dem Wippen und Wanken will ich ja nen Ami. Das einzigste, das da noch bleibt ist die Optik und der Innenraum. Anhand der beiden Punkte kann man noch erkennen, dass er ein Ami ist. Aso der Preis ist auch amilike. Ab 15990€ für 4,41m Auto. Ist sehr fair, denke ich. 😉
Das hätte ich nicht erwartet - die Legende, die wir erst vor 4 Wochen ``erfahren`` dürften wird eingestellt?! Für uns war das Towncar ein zuverlässiger Begleiter auf unserem Trip durch Florida. Trotz der hohen Anzahl von SUV's und japanischen Limousinen ( vorallem Nissan Altima ), war der Lincoln kein Unikat. Gerade viele Senioren wissen den Platz und den Komfort eines Towncars zu schätzen. Sicher, mir als Europäer wird es schon mulmig, wenn die eben durchfahrene Bodenwelle noch 10 Sekunden nachwirkt ( Stichwort - Wipp, Wipp 😁 ) aber dies gehört für mich ebenso zum ``American Way`` ( of driving ) wie Softicecream, V8 oder 24h opening im W***mart.
Ich kann jedenfalls behaupten, daß der Urlaub ohne das Towncar eine Attraktion ärmer gewesen wäre.
Zitat:
Original geschrieben von LB-Saratoga
Ja, und der Preis ist ja auch bei weitem nicht so hoch wie der in Europa...
Yep, das stimmt. Aber das gilt fuer alle Autos in USA. Sogar die Deutschen.
Harhir, der Preis ist zwar tiefer, so sind aber auch die Löhne und Lebenshaltungskosten. Hier in Kanada gibt es viele Leute, welche von CA$ 27,000 oder weniger im Jahr leben, und das brutto. Netto kommen da ca 1'200 Euros im Monat rein (nach Steuern). Bei einer Miete von ca 600 EUR für eine 2-Zimmer Wohnung bleibt nicht mehr so viel übrig für den Focus/Caliber/Cobalt. Es ist also alles im Verhältnis. Wären die Preise auf Europäischer Höhe, wären Autos schlichtwegs unbezahlbar. Die Preisgestaltung sollte aber keinen Einfluss auf die Qualität haben.
a3_canadian
Dazu kommt, dass die Fahrzeuge in USA viel einfacher ausgestattet sind.
Serienmaessig hat der Focus weder ABS noch Seitenairbags. Und auch keine Kopfstuetzen hinten und hinten nur Trommelbremsen.
Von Extras wie Traktionskontrolle ganz zu schweigen.
Eben ganz primitiv.
Und das ist bei anderen Fahrzeugen dieser Klasse aehnlich.
Bin heute noch ueber einen anderen Bericht gestolpert. Ich vermute, dass auch die Tage der Crown Victorias gezaehlt sind.
Fast 10% aller Taxis in NYC sind mittlerweile Toyota Siennas.
http://home2.nyc.gov/html/tlc/downloads/pdf/state_of_taxi.pdf
Sind wohl auch erheblich zuverlaessiger als die Ford, sparsamer und dazu noch viel billiger.
Und da NYC immer mehr behinderten gerechte Taxis anbieten will geht das auch nur mit Vans. So wie diesem:
http://news.com.com/2300-11389_3-6173811-6.html
Nun ja aus rationalen Gründen muss man sagen gut so ... Schiebetüren sind ein grosses Plus im NYC Verkehr
Schade ist nur dass die klassische grosse Limousine verschwindet und eher hässliche Vans kommen... aber für öffentliche Verkehrsmittel muss halt gelten dass hier die Nutzbarkeit auch für Leute im Rollstuhl oder mit Krücken usw. höchste Priorität haben muss, und nicht Design, deshalb finde ich das einen guten Trend.
Aber um's TownCar ist es wirklich schade, das war ja noch am ehesten das klassische amerikanische "Schiff"
Das die US-Focus so schlecht sind, wusste ich nicht. Aber dann hat Ford auch selber Schuld. Schon komisch das die US-Fordler nicht in der Lage sind einen vorhandenen europäischen Ford (nach)zubauen - extras wie ABS usw hin oder her. Auf die Qualität in Hinblick auf die Verarbeitung/Materialien und Zuverlässigkeit sollte die Anzahl der weniger eingebauten Extras keinen Einfluss haben.
Aber ich bleibe dabei: Wenn die US-Hersteller ihre Modellpaletten mit Fahrzeugen versehen, die sich Massenhaft verkaufen UND bewähren (zuverlässigkeit), dann können sie überleben.
ABS, Traktionskontrolle, Seitenairbags oder gar ESP, wenn ich das schon lese... Die ganzen "aktiven Sicherheitsmerkmale" braucht ein normaler Fahrer sowieso nicht, das brauchen nur die Wahnsinnigen, die ständig meinen am Limit fahren zu müssen.
Und Seitenairbags... was soll das bitte in so nem kleinen Auto wie einem Focus bringen, wenn man da einen schweren Unfall hat ist es eh vorbei, egal ob man vorher noch kurz nen Luftsack von der Seite an den Schädel kriegt oder nicht.
abs und esp haben mir schon des öfteren einen unfall erspart bzw. den arsch gerettet, ich sehe diese überflüssigen sachen als must have in einem alltags-auto an.
wenn du so argumentierst können wir uns knautschzonen, kopfstützen und gurte auch schenken 😉
An deiner Stelle würde ich eher über meine Fahrweise nachdenken anstatt diese technischen Helferlein als must-haves zu bezeichnen.