Wie viel Rabatt ist möglich?
Hallo,
ich habe mich mal bisschen bei meinem Opel Händler umgeschaut und mal einen Opel Astra J Probegefahren. Es handelte sich um den Biturbo Diesel mit 195 PS.
Jetzt wollte ich mal fragen ob jemand weiß wie viel % Rabatt ich auf jedenfall auf dieses Auto bekommen sollte. Da ich mich mit Autokauf noch nicht wirklich gut auskenne.
Ich habe mir schon mal ein Angebot ausstellen lassen.
Listenpreis wäre mit überführung bisschen über 34000€ und mit Rabatt sind es noch 29200€ das sind so circa 15% habe ich mir ausgerechnet. Denkt ihr das ich da noch was wegbekomme? wie sollte ich da am besten anfangen zu Handeln? Ich hoffe Ihr könnt mir helfen 😉
Beste Antwort im Thema
Hallo Zusammen,
wie ich dieses Thema liebe! Und es kommt in JEDEM Forum und STÄNDIG wieder daher.
Seid Ihr Rabattkäufer oder Autokäufer?
Ich liebe es wenn Kunden rein kommen und bevor sie überhaupt sich nach einem Fahrzeug erkundigen als erste Frage stellen "Wieviel Rabatt bekomme ich bei Euch?" Ganz ehrlich, was soll das? MACHT DAS EINER VON EUCH IM MEDIA MARKT, SATURN, MÖBELHAUS, ALDI & CO?!
NEIN, sicher nicht, denn da traut man es sich nicht. ABER IHR DÜRFT ES DORT GENAUSO! Aber macht das mal und achtet drauf wie die dort reagieren. Die sagen, so oder gar nicht. Ende. Und das obwohl es das Recht hergeben würde, aber es traut sich niemand dort verbissen zu handeln. Warum ist das nun bei uns im Autohaus so? Weil die nette Presse, allen voran ein gewisser Professor einer Universität, ständig dazu bemüßigt fühlt, überall rumzuposaunen, bei Marke XY sind bis zu 30% Rabatt möglich, Leute handeln!!! Dass es sich dabei aber fast immer ausschließlich um die weiter oben mal angesprochenen Aktionsmodelle, Vorführwagen, Ex-Mietwagen, alte und schlechte Ausstattungen, Langsteher o.ä. handelt erwähnt er mit keinem Wort. Und natürlich kommt bei der Bevölkerung an, ICH BEKOMME BEI MARKE XY JEDES FAHRZEUG MIT 30% Rabatt!
Hat denn schon irgend einer mal an den Händler an sich gedacht? Das Thema Werkstattertrag und Verkaufsertrag ist auch so ein spezieller Fall für sich. Klar denken viele (Mechaniker, Meister) was interessiert mich der Verkäufer und ob der was verkauft, aber ein wenig über den Horizont weiter denken tun die wenigsten. Denn wenn wir nichts verkaufen bleiben über kurz oder lang auch die Werkstattkunden aus und somit der Ertrag der Werkstatt was im Endeffekt widerum bedeutet, dass irgendwann der Händler aufgeben muss. Und dies wird zusätzlich mit genau diesen Rabattkäufern beschleunigt. Ich sage nur leben und leben lassen. Denkt mal darüber nach wenn es um Euer Geld gehen würde und jemand bei Euch etwas kaufen möchte. Wollt ihr da auch alles herschenken?
Mal so eine kleine Insiderinformation. Wenn ein Fahrzeug verkauft wird, und sagen wir mal, ca. 4-5% Marge daran hängen bleiben (was schon ein ordentlicher Ertrag ist, oftmals < 3%) ist dies für den Händler längst kein Ertrag in Höhe von 5%. Da hängen ja noch deutlich mehr Kosten dran. Zum einen muss der Händler an sich leben, sein Verkäufer will was verdienen, seine anderen unproduktiven Mitarbeiter (Buchhaltung, Servicemenschen, Fahrzeugaufbereiter - die an sich keinen Ertrag erwirtschaften aber SEHR WICHTIG SIND!) wollen etwas verdienen, Pachtkosten, Baukosten, Energiekosten und letzten Endes auch die Zinsaufwendungen (Fahrzeuge die beim Händler stehen sind oftmals auch schon bezahlt oder kosten den Händler Zinsen!) Da bleibt am Ende pro verkauftem Fahrzeug ein Deckungsbeitrag von weniger als 1% übrig.
Und genau darum ist es immer schwieriger für die deutschen Autohändler (MARKENÜBERGREIFEND) ordentlich zu wirtschaften und zu leben, wenn alles in Richtung Internet abwandert und dann den Verkäufer mit der Pistole auf der Brust an die Wand stellt und sagt, entweder Du gibst mir auch den Nachlass oder ich kaufe im Internet. Somit wird das Händlersterben, welches sowieso seit Jahren schon sehr stark reium geht, immer weiter getrieben und es wird nicht aufhören, bis nur noch die großen Mehrmarkenhändlerbetriebe mit 5 und mehr Filialen übrig sind, wo der Kunde kein Kunde sondern nur noch eine Nummer und somit ersetzbar ist.
Ganz ehrlich, wollt ihr das?!?
Nicht von ungefähr kommt es, dass viele Kunden vor allem in ländlichen Gegenden, plötzlich 50 und mehr Kilometer fahren müssen, um zu einem Fachhändler/Werkstatt ihrer Marke zu kommen, die es früher mal in fast jedem größeren Ort gab, aber mittlerweile komplett aussterben. Das ist eine absolut traurige Entwicklung.
So, ich wollte nur mal, dass Ihr auch mal die andere Seite der Medaille seht und Euch vielleicht auch mal mit diesem Thema auseinander setzt. Es sollte KEIN PERSÖNLICHER ANGRIFF GEGEN IRGENDWEN HIER SEIN, einfach mal ein DENKANSTOSS!
Grüße
118 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von ViperQ
Um Deiner Aussage @Astradruide einmal etwas entgegen zu bringen, von wegen ob ich da nicht auch mit Rabatten einkaufe im MM, Saturn, Möbelhäusern etc. ein ganz klares NEIN!
Selbst Schuld. Denn gerade bei einigen der großen Ketten wurde schon häufig offen geleget das man dort mit überalterten UVP's wirbt bzw. darauf angebliche Discountangebote gibt, wo der Rest der Welt selbst da noch drunter liegt.
Zitat:
Ich suche spezielle Beratung und wenn die gut ist kauf ich und wenn sie schlecht ist geh ich woanders hin.
Du hast bzgl. der Beratung, bei vielen Produkten völlig recht. Die muß bezahlt werden. Das schliesst dennoch ein Preisgefeilsche nicht aus!
Zitat:
Wenn aber wir in unserem Autohaus eine Anfrage, generiert auf der OPEL.DE Seite NICHT binnen 4 h beantworten (außer bei Anfragen über Nacht und WE - 8 h Zeit) bekommen wir in unserem System eine gelbe Karte und bei Widerholung Margenabzug.
Ich erspare Dir/uns die Erfahrungen meines Berufsleben in ähnlichen Situationen. Nur soviel, mit solchen Anfragen schlage ich mich selten in Deutsch rum. Jeder hat seinen Streß ....
@Walter4
Zitat:
Es spricht nix dagegen, preisgünstig einzukaufen. Aber was mich richtig nervt sind die Leute, die schön zum Fachhändler gehen, sich dort umfassend beraten lassen (2-3 Stunden) eine Probefahrt durchführen, oftmals organisiert man noch von einem anderen Händler ein passendes Fahrzeug, da man nicht alle Motoren-Getriebe-Fahrzeugkombinationen da haben kann, und dann nach all der Arbeit geht der Kunde und bestellt sich das Auto im Internet. Mit allem drum und dran locker ein halber Tag Arbeit umsonst. Geht in einigen Bereichen (Elektronik) vielen kleinen Händlern in den Städten genauso, aber im Fahrzeughandel ist es extrem durch den deutlich höheren Beratungsbedarf.
Der Punkt geht ganz klar an Dich. Das ist ein No-Go. In Zukunft also nur noch Probefahrten gegen cash-mit-Kaufgutschrift.
Letztens einen Bericht gesehen wo einige Einzelhändler den riskanten Schritt eine Beratungsgebühr einzuführen gewagt haben.
Zitat:
Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich mache diesen Job seit 17 Jahren und von der Pike auf, und es macht mir rießig Spaß, mit Kundschaft zu sprechen, zu beraten und letztendlich abzuschließen und einen wirklich zufriedenen Kunden zu haben der sich danach auch noch sehr deutlich für die tolle Beratung bedankt. Sowas stellt einen als Verkäufer sehr zufrieden und zeigt, dass dies der einzig richtige Weg ist.
Das sei Dir unbenommen. Mir ist es aber schon (mehrfach) passiert das ich nach einem Vergleichsangebot gefragt habe, selbst nach meinem bisherigen Angebotsstand gefragt wurde und der aktuelle lediglich sagt (herrschte) "Sie wollen mich verarschen!" -statt zu sagen "Tut mir Leid. Das kann/will ich nicht halten".
Da kann ich mir vorstellen wenn einige Käufer in spe dem aus dem Weg gehen und gleich online kaufen!
Zitat:
Und da solche Kunden dann eben häufig noch die "Selber-Öl-Mitbringer" und "Ersatzteile-bei-Ebay-Käufer" sind, bringen die für die Werkstatt auch keinen Gewinn mehr.
Mir kam vorhin in dem Sinn das genau das eigentlich nicht das eigentliche Argument sein kann. Auch nicht die Reparaturketten, denn früher gab es an
jeder Eckeeine Tanke mit laufender Werkstatt.
Das Problem müssen doch irgendwelche anderen Kostenträchtigen Veränderungen in (Fach-)Werkstätten sein.
Zitat:
Ich habe es selbst erlebt, wie schnell die Spirale in Richtung Insolvenz sich drehen kann.
Völlig unbenommen. Das kennen auch viele gekündigte AN.
Zitat:
Da beißt sich die Katze in den Schwanz.
Ich habe mir erlaubt, wegen Konformität, das ganz hervor zu heben.
Zitat:
Und ganz ehrlich, ich weiß ja was man als Verkäufer vor 10-15 Jahren noch verdient hat und wie es im Moment aussieht.
Du meinst die Zeit als selbst Zitronenverkäufer sich von den Margen privat noch Zuffenhausener (und andere) Autos kaufen und Häuser bauen konnten? Heute reichts noch für die 120m²-Wohnung und dem Auto auseigenem Haus? (bei letzterem habe ich noch kein Mitleid).
Zitat:
Und ja, teilweise sind die Probleme gerade vom Hersteller auch hausgemacht. Wie kann es denn sein, dass ein deutscher Hersteller seine Fahrzeuge im europäischen Ausland billiger anbietet als in Deutschland?
Wenn Du gelernter Kaufmann bist, solltest Du das doch am ehesten wissen oder Ergründen können. Über ähnliche Probleme/Sachverhalte grübeln auch Handwerker, Viehzüchter ect.. Da wird oft genug in beiden Richtungen geshippert.
Zitat:
Dadurch wird genau dieser EU-Import gefördert.
EU, das wissen wir heute, heißt noch lange nicht das wir
EINLand, mit gleichen Steuer- und Sozialsystemen bei gleichem Lohniveau sind. Der Weg dahin ist noch sehr weit. Für alle Branchen!
Zitat:
Leute kaufen im Ausland deutlich billiger ein, und verkaufen in Deutschland immer noch unter dem Preis der deutschen Händler. So etwas darf eigentlich nicht sein, aber was wollen wir da machen?
Nach Brüssel gehen?! Denen dort aufzeigen das es wichtiger Harmonisierungsprobleme gibt als Form und Länge einer Gurke für alle zu definieren?
... spätestens wenn in Italien die selben Gurken verkauft werden (müssen) wie das Zeugs hier, mach ich dort keinen Urlaub mehr.
Zitat:
Und leider ist es wirklich so dass, seit dem Herr Prof. seine Äußerungen so massiv in der deutschen Presse und TV verbreitet, diese Spirale deutlich an Fahrt gewonnen hat.
Wenn er dann aber mal sagt das die Deutsche Automobilindustrie eine sehr Leistungsfähige ist/war und man sich auf diese Tugenden hinsichtlich Entwicklung und Qualität weiterhin besinne soll, ist das kein Lob?
Ich erwarte von einem Universitätsprof. keinen Industrielobbyismus - im Gegenteil. Vielleicht kann man froh sein das er nicht (mehr) reiner Volkswirt ist Bedingungslos für eine stabilen Sozialstaat eintreten muß, denn dann würde er wohl die Automobilindustrie (und EU) völlig zerreißen müssen. In den letzten 30 Jahren in denen er in der Automobilindustrie und auch damit verbunden Lehrstühlen gearbeitet hat, wird er sicher auch positives gemacht haben.
Ob der Herr Prof. den FOH beigebracht hat die 5L Öl für 100€ auf die Rechnung zu setzen?
Zitat:
Original geschrieben von Gleiterfahrer
[Und wenn man den Markt drauf anspricht, hat der Fernseher sicherlich ne Sonderausstattung, von welcher du keine Ahnung hattest.:-)
"Dieses Gerät bieten wir Ihnen, im Gegensatz zu anderen, mit integrierter 3-Jahres-Obsolenszenz an!" 😎
Niemand, der hier -gottlob überwiegend intelligent- mit diskutiert, wird auch nur ein Jota an der Entwicklung ändern! Das preiskritische Verhalten der Kunden beim Kauf hochwertiger Ware wird sich noch verstärken. Verlockende Preise in den Medien, aber auch anderswo, machen das Rennen gegenüber althergebrachten Verkaufsmechanismen (-siehe Möbelhaus und Waschmaschine!) und vermehren sich rasant.
Das Herumreiten auf Beratung mit teurem Fachpersonal , mit Wahnsinnskosten, die der Kunde natürlich zahlen muss, ist so ein Irrweg, der den Umsatz eher mindert als fördert. Wer keine Beratung braucht, wird auch keine bezahlen. Die Umsatzzahlen allenthalben zeigen die Tendenz.
Es geht so oft um einzusparendes Familien-Budget gegenüber althergebrachtem Geldausstreuen, weil man als Kunde zu lange zu faul oder unfähig war, den Markt insgesamt zu analysieren, -und das kann man heute, dem Internet sei Dank.
Appelle für ein mitleidsvoll-fürsorgliches Verhalten gegenüber darunter leidendem Verkaufspersonal sind zwar verständlich, haben aber etwas gespenstisch Unrealistisches. Alles was hier auf hohem Niveau bejammert wird, ist unabänderlich.
Das zu erkennen wäre ja auch ein Zeichen von Vernunft, nicht wahr.
MfG Walter
und es ist auf beiden Seiten so.
Man kann in vielen unternehmen sehen wie Großkunden (insbesondere) die Automobilindustrie völlig unverblümt den Preiskampf führt. Folgen:
- teils Wegfall/Komplettstreichung gewisser Sozialzulagen (Urlaubsstütze für Familien)
- Kürzung/Wegfall von Weihnachtsgeld
- Kürzung/Wegfall von Umsatzbeteiligungen (Einmalzahlungen) oder hochschrauben der Maßlatte
- Streichung von Überstunden bei anziehen von "Schlagzahlen"
- Kürzung/Streichung on Betriebsrenten bei Neuverträgen
.... jeder hat so seine Problemchen. Die Zeiten von altgedienten Kundenbeziehungen sind weitgehend vorbei. Jeder guckt über den Tellerand - wenn oft auch nur mit kurzfristigen Vorteilen ....
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Die Automobilindustrie muss sich leider mal bewusst werden, daß im gesättigten Markt in Europa nicht mehr viel zu holen ist auf herkömmlichen Weg.
Was in anderen Branchen bereits selbstverständlich ist, Online-Preisvergleich usw.., hier hinkt die Motion nocht weit hinterher. Klar wird das bei einer S-Klasse und der gleichen nicht passieren, aber der Rest wird oder sollte sich immer mehr auf Preis/Leistung konzentrieren und das geht nur mit Onlinehandel und Preiskampf.
Autoverkauf wird zum Diskont bzw. zum Internethandel werden. Auslieferung und Service über die Servicepartner/Werkstätten.
Es wird dem Autohandel so ergehen wie den Elektromärkten.
Zitat:
Original geschrieben von Michi_Ti
Autoverkauf wird zum Diskont bzw. zum Internethandel werden. Auslieferung und Service über die Servicepartner/Werkstätten.Es wird dem Autohandel so ergehen wie den Elektromärkten.
Und da Autos (noch) keine Wegwerfartikel sind wird der Service zwangsläufig teurer, vielleicht auch noch schlechter. Und wie früher, dann schraube ich eben selbst, ist in vielen Fällen sowieso nicht mehr so einfach bzw gar nicht mehr möglich.
MfG
Manni
Nein, manniZ, durchaus nicht!
Eher wird der Service besser als schlechter! Wir meinen sicher damit das Gleiche: Lohnarbeit und nicht gratis Gnadenerweise. Einfach, weil sich Murks und Gelusche nicht halten können, die Leute gehen einfach woanders hin und zahlen nicht mehr einen Haufen Geld für überteuerten Pipifax. D.h. Werkstätten müssen gut und preiswert sein. Einfaches Abzocken wird nicht mehr lange reichen.
Thema Pipifax: Interessant eine Aufstellung in der letzten Autobild mit den Handreichungen einer Inspektion und der Bewertung ihrer Schwierigkeit für Selbermacher. Was mir dabei nichts neues ist: 80% der Punkte sind einfache Sachen, bewertet mit einem Schraubenschlüssel, die jeder der nicht gerade zwei linke Hände hat, selber erledigen kann. Lediglich zwei oder drei Pünktchen haben das Drei-Schraubenschlüssel-Symbol, meint: Schwieriger! Besser die Werkstatt machen lassen! (Beispiel Ölwechsel bei der Getriebe-Automatik). Der Rest, -wie gesagt "Pipifax".
Wer Probleme haben wird, bzw. schon lange hat, sind die Autohäuser, -mit meist anhängendem teuren Glashaus. Weil die eigentlich keiner wirklich braucht, -ganz im Gegensatz zu einer guten Werkstatt. Und die braucht eben keinesfalls der Fortsatz eines defizitären Autohauses sein, das sie oft nur mit durchfüttern muss.
Übrigens braucht man für die "Auslieferung" auch kein Autohaus, wozu auch? Mein letzter Internet-Kauf kam per Frei-Haus-Transporter vor meine Haustür...😉 🙂
MfG Walter
Zitat:
Original geschrieben von Walter4
Nein, manniZ, durchaus nicht!
Eher wird der Service besser als schlechter!
Vielleicht, aber auf jeden Fall teurer, weil der Betrieb, der ja immer aus einer Mischkalkulation besteht, den entfallenden Gewinn aus den Neuwagenwerkäufen ja irgendwie kompensieren muß.
Zitat:
die Leute gehen einfach woanders hin und zahlen nicht mehr einen Haufen Geld für überteuerten Pipifax.
Die Frage ist, wohin, wenn immer mehr Händler aufgrunddessen aufgeben müssen?
Zitat:
Thema Pipifax: Interessant eine Aufstellung in der letzten Autobild mit den Handreichungen einer Inspektion und der Bewertung ihrer Schwierigkeit für Selbermacher. Was mir dabei nichts neues ist: 80% der Punkte sind einfache Sachen, bewertet mit einem Schraubenschlüssel, die jeder der nicht gerade zwei linke Hände hat, selber erledigen kann.
Ich rede mal nicht von einer simplen Inspektion, sondern davon wenn es ernster wird, Zahnriemenwechsel, kann ich bei meinem Astra G fast blind und ohne Anleitung machen, Austausch eines Scheinwerfers ebenso, mach das mal bei einem mit AFL, Navi-Bildschirm kaputt, was tun?, die Liste läßt sich beliebig fortsetzen, in den heutigen Autos wird doch immer mehr an Ausstattung gefordert und diese ist eben komplizierter als früher und auch immer mehr vernetzt, sodaß die meisten Selbstschrauber schon mit der Fehlerdiagnose überfordert sind.
Zitat:
Wer Probleme haben wird, bzw. schon lange hat, sind die Autohäuser, -mit meist anhängendem teuren Glashaus.
Die mit den Glaspalästen haben eben keine Probleme, das sind nämlich die sogenannten Premiummarken. Alle umliegenden Opel-Händler haben jedenfalls keine übermäßig große Präsentationsräume.
Zitat:
Übrigens braucht man für die "Auslieferung" auch kein Autohaus, wozu auch? Mein letzter Internet-Kauf kam per Frei-Haus-Transporter vor meine Haustür...😉 🙂
MfG Walter
Dann laß das Auto doch auch im Internet warten, ist bestimmt um einiges günstiger.
Sorry, dafür habe ich wenig Verständnis, billig kaufen und wenn´s Probleme gibt, dann darf sich der Händler vor Ort darum kümmern.
MfG
Manni
Sehr interessante Diskussion.
Mich verwundert nur dass viele Dinge als Re-Import noch um einiges günstiger sind als die Waren hier im Inland, vor allem auch Autos.
Fragt mal einen Automobil Flottenverkäufer da bekommt ein Unternehmen für einen Astra oder die neue E-Klasse schon mal 29% und mehr.
Das Sterben der Autohäuser ist zum größten Teil der Hersteller zu verdanken. Den Händlern wird die Pistole auf die Brust gesetzt und vorgeschrieben wie die neuen Verkaufsräume zu gestalten sind, schaut euch nur man VW und Audi an z.B.
Die Hersteller schnüren Pakete mit 5 Jahren Garantie oder bis 100.000 Km all inkl. und der Händler bekommt dafür ein Appel und ein Ei.
Kunden wird mit Verfall der Garantie gedroht wenn Sie nicht zur Vertragswerkstatt gehen und deren Stundenlöhne Zahlen, die nicht so Teuer sind weil die Händler das Wollen, sondern von den Herstellern vorgeschrieben bekommen ebenso wie die Ersatzteile.
Deutschland ist ein Hochpreisiges Land und die Preise in Deutschland sind extra so hoch damit es in anderen Ländern günstiger sein kann und die Gewinne der Konzerne trotzdem steigen.
Ich habe mal in einem Unternehmen gearbeitet und den GF Deutschland beim Kick Off gefragt warum die Preise in Deutschland denn bis zu 40 % höher sind als im Ausland die Antwort war "Weil Deutschland ein hochpreisiges Land ist"
Viele Der "Probleme" werden von oben nach unten diktiert um dann die Argumentation der schlechten Umsatzzahlen in der Presse breit zu treten um im Ausland günstiger zu produzieren damit nicht noch mehr Arbeitsplätze in Deutschland verloren gehen.
Das hat alles System.
Es gibt auch keinen riesigen Fachkräftemangel in Deutschland!
Der Facharbeiter und Ingenieur ist sich seiner Leistung bewusst und verlangt das entsprechende Gehalt, doch dies ist den deutschen Managern / Firmen zu teuer!!!
(Bei uns erhalten Manager die eine Profitabilität vom +0,5% zu Ihrem Budget erwirtschaften gleich 150% Zielerreichung dieses Teilziels)
Da holt man sich lieber Fachpersonal aus dem Ausland, die sind bereit für das wesentlich geringere Gehalt zu arbeiten. Wenn dies dann genug tun, kann man damit die internen auch wieder schön unter Druck setzen. Das ist alles gewollt und beabsichtigt.
In einem Interview in 3 Sat sagte ein Österreichischer Wissenschaftler mal "Die Spaltung von Mittelschicht und Unterschicht ist in Deutschland gewollt. Deutschland hat gelernt und lässt keine repräsentative Mehrheit mehr zu die dem Regime gefährlich werden könnte"
Wir machen alle mit weil wir nicht absteigen wollen!!!
Schöne Grüße
Zitat:
Original geschrieben von Walter4
....die Leute gehen einfach woanders hin und zahlen nicht mehr einen Haufen Geld für überteuerten Pipifax. D.h. Werkstätten müssen gut und preiswert sein. Einfaches Abzocken wird nicht mehr lange reichen.....Wer Probleme haben wird, bzw. schon lange hat, sind die Autohäuser, -mit meist anhängendem teuren Glashaus. Weil die eigentlich keiner wirklich braucht,....
ganz genau. So sehe ich das auch. Von aussen sehen die Autohäuser spitze aus, und die Werkstätte sieht noch aus wie vor 20 Jahren.
Ich will kein Glashaus / Statussysmbol beim Autokauf mitfinanzieren, das bringt keinem was.
Zitat:
Original geschrieben von AstraJ165D
Die Hersteller schnüren Pakete mit 5 Jahren Garantie oder bis 100.000 Km all inkl. und der Händler bekommt dafür ein Appel und ein Ei.
Ich habe zwar keinen Einblick in die Geschäftsbeziehung zwischen Fachhändler und Hersteller, aber ist es nicht so, dass Garantieleistungen grundsätzlich vom Hersteller getragen werden? Die Herstellergarantie kann man schließlich bei jedem Vertragshändler einlösen und wird nicht zu "seinem" Händler weggeschickt damit sie nicht draufzahlen müssen.
Ich für meinen Teil habe den Offline-Kauf größtenteils aufgegeben. Zwei Beispiele: Einen Ratschenkasten und Drehmomentschlüssel von Proxxon sollte es werden. Kurz recherchiert: Online-Preise liegen bei 50 € für den Kasten und 60 € für den Schlüssel. Nachdem ich mich in s Auto gesetzt und beim 4. (!) Händler endlich das gewünschte Werkzeug fand, kostete der Kasten 80 € und der Schlüssel 100🙄
Ich wäre bereit gewesen pro stück 10 € mehr zu zahlen, aber das ist einfach nur Wucher.
Zweites Beispiel: Die Inspektion stand an und um mir nicht 15 €/l für popeliges 5W30 abknöpfen zu lassen, wollte ich das Öl Online bestellen. Den 5 l Kanister Mobil 1 0W40 New life für 39 € + 7 € Versand macht 46 € ohne, dass ich meinen Hintern aus dem Stuhl erheben muss.
Dann kam leider Ostern dazwischen und ich habe verpennt, rechtzeitig zu bestellen, der Shop gehört leider nicht zu denen, die innerhalb von 36 Stunden liefern (Anmerkung: Das ist mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme!) Darum beschloss ich wieder vor Ort zu kaufen. Laden Nummer 1 (Stahlgruber) hatte das gewünschte Öl vorrätig, Preis: 65 € für den Kanister🙄 Klasse, na mal sehen ob es dass nicht woanders günstiger gibt... Nach 5 weiteren Läden, von denen 4 das Öl nicht hatten und einer sogar 80 € haben wollte, bin ich wieder zurück zu Stahlgruber und hab es zähneknirschend für 65 € mitgenommen. Bilanz: 30 km gefahren, 1,5 Stunden Zeit verplempert und 20 € mehr bezahlt... typisch.
Ich hätte nichts dagegen, wenn mir meine Werkstatt die 65 € für den Kanister abgenommen hätte, das wäre es mir wer, wenn ich mich dafür nicht drum kümmern muss, doch leider zocken sie einem da für schlechteres Öl als billige Fassware noch den doppelten Preis gegenüber meines besseren Öls als Kleinmenge ab - nein danke.
Das Auto würde ich trotzdem nur vor Ort kaufen, weil ich mir im Autohaus alles anschauen, angrapschen, Probesitzen und -fahren kann. Und solche Leistungen sind mir den Aufpreis wert. Leben und leben lassen, dafür kommt man mir dann auch mal entgegen, wenn was mit dem Auto nicht stimmt.
Zitat:
Original geschrieben von Walter4
Übrigens braucht man für die "Auslieferung" auch kein Autohaus, wozu auch? Mein letzter Internet-Kauf kam per Frei-Haus-Transporter vor meine Haustür...😉 🙂
Oh man, der würde in unserer Straße kaum reinkommen 😛
Nebenbei steht die Kiste dann auch oft noch unversichert (unangemeldet) im öffentlichem Raum.
Aber irgendwann werden wir feststellen das man 10t€ bis 50t€ (bei Opel) nicht blind wird ausgeben wollen. Heißt, man will das Auto wirklich von innen und außen sehen und möglichst mal fahren wollen bevor man einen Vertrag in der Größenordnung abschließt.
Vielleicht haben wir irgendwann mal einen verbleibenden Rest Händler die einen Ausstellungsraum nur noch gegen Eintrittsgeld vorhalten! Dann zieht man halt das 2 Stundenticket für 'nen 10er - oder bucht gleich per Handy-App, Kreditkarte, bit-coins ect. und bekommt einen Gutschein für den hausinternen Kauf.
ManniZitat:
Original geschrieben von manniZ
Vielleicht, aber auf jeden Fall teurer, weil der Betrieb, der ja immer aus einer Mischkalkulation besteht, den entfallenden Gewinn aus den Neuwagenwerkäufen ja irgendwie kompensieren muß.Falsch. Es ist doch so, dass die meisten Autohäuser im Verkauf fast nichts verdienen und von den Werkstätten durchgefüttert werden müssen! Daher die hohen Preise dort, -nicht umgekehrt.Zitat:
Original geschrieben von Walter4
Nein, manniZ, durchaus nicht!
Eher wird der Service besser als schlechter!
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-----------------------------------------------------------------------------------Zitat:
Original geschrieben von manniZ
Die Frage ist, wohin, wenn immer mehr Händler aufgrunddessen aufgeben müssen?Zitat:
die Leute gehen einfach woanders hin und zahlen nicht mehr einen Haufen Geld für überteuerten Pipifax.
Nicht die Werkstatt wird aufgeben müssen, solange sie gute Arbeit leistet, sondern der Händler mit seinem defizitären Autohandel.
Dann laß das Auto doch auch im Internet warten, ist bestimmt um einiges günstiger.
Sorry, dafür habe ich wenig Verständnis, billig kaufen und wenn´s Probleme gibt, dann darf sich der Händler vor Ort darum kümmern.
MfG
Manni
, dein Verständnis des beschriebenen Sachverhaltes geht leider an den Fakten vorbei:
Der
Autohändlerwird überflüssig, nicht der Werkstattinhaber mit seiner Mannschaft! Dass dies meist noch ein und derselbe Mensch ist, bleibt dabei unerheblich, -wir reden von zwei Paar Schuhen. Und natürlich darf sich eine Werkstatt für gutes Geld um Probleme kümmern, -das ist ihr Geschäft und keine wohltätige Mission, obschon immer so getan wird. Und Garantie-Leistungen bezahlt ohnehin das Werk, und nicht die Werkstatt.
MfG Walter
@GT-Brom: 20% Rabatt für einen Opel (Endpreis oder ÜF-Kosten-Phantasie noch draufgemogelt?) sind in Ordnung, aber keineswegs Spitze, sondern eher Untergrenze für Verhandlungen. Über weniger reden wir erst gar nicht. 😉 🙂
Zitat:
Original geschrieben von Astradruide
Oh man, der würde in unserer Straße kaum reinkommen 😛Zitat:
Original geschrieben von Walter4
Übrigens braucht man für die "Auslieferung" auch kein Autohaus, wozu auch? Mein letzter Internet-Kauf kam per Frei-Haus-Transporter vor meine Haustür...😉 🙂
Nebenbei steht die Kiste dann auch oft noch unversichert (unangemeldet) im öffentlichem Raum.
Wo ist das Problem? Ich hatte die Papiere vorab bekommen und die abgestempelten Nummernschilder im Haus. Nach zehn Minuten waren die dran...😉 🙂
MfG Walter