Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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hallo Leute, ist mobil 0W40 immer noch die nummer 1??? und kann man einfach bei ebay kaufen? oder verkaufen die da altes öl? also ladenhüter dinger?

gruss

rookiekiller

Hi,

@Jan:

Zitat:

Da steht, dass die Fahrzeughersteller dieses Öl empfehlen, nicht, das Mobil dieses Öl empfiehlt. Kleiner Unterschied.

Ja das steht genau so da. (Übrigens habe ich nicht geschrieben, dass _Mobil_ das Öl empfiehlt!)

Aktuell: "Mobil 1 0W-40 wird von den folgenden Herstellern empfohlen"
Früher: "Mobil 1 0W-40 ist freigegeben gemäß"

Warum das "freigegeben" durch "empfohlen" ersetzt wurde, ist mir schleierhaft. Und wie Du aus dem aktuellen Wortlaut schließt, dass es sich um eine "Lupenreine Freigabe" handelt, ist mir vollkommen unklar. Ganz im Gegenteil: Immer wieder war auf den vergangenen 800 Seiten oft die Rede davon, dass nur wenn "Freigabe" draufsteht, auch "Freigabe" drin ist!

Gruß
Micha

Vielleicht wird es Dir ja klar, wenn Du das Wort "approval" nachschlägst, und das englische Datenblatt gegencheckst, welches sowieso immer aktuell gehalten wird, während das deutsche manchmal viele Monate hinterherhinkt. Letzteres sehe ich mir normalerweise gar nicht mehr an. Daher auch der Irrglaube hier im Forum, es gäbe irgendetwas neues beim Mobil 1. Die letzte Änderung ging wie gesagt mit dem neuen Etikettendesign einher, und da war Sterndocktor noch hier.

Und auch im dt. Datenblatt steht natürlich "Freigaben" drin. Und die Überschrift bezieht sich nicht nur auf den ersten Kasten, sondern auf alle folgenden, bis zur nächsten Überschrift.

P.S.: Denkt hier wirklich jemand, Porsche und AMG stünden jetzt ohne freigegebenes Erstbefüllöl da?

P.P.S.: Und würde ein Kfz-Hersteller ein Öl empfehlen, das er nicht freigegeben hat? 😉

So la la auf eon neues habe heute nochmals telefoniert , erst hatte ich den gleichen am telefon wie gestern dem ich dann erklährte das das M1 die 504.00 nicht erhalten kann . Er hat jedenfalls steif und fest behauptet doch doch das geht und bla und blub . War übrigens ein Mitarbeiter aus dem Marketing bereich . ( da geht ja eh immer alles ) 

Na längerem hin und her hatte ich dann jemand dran der wirklich ahung hatte . 

Die Feigabe 503.01 fällt dauerhaft weg und eine 504.00 wird und kann es bei dem Öl nicht geben . Er selbst will sich den Mitarbeiter nochmals zu Brust nehemen man hat sehr gut rausgehört das diese Kompetente Mensch sehr halsig über diese falsche Aussage war .

Die 503.01 wr übrigens eine Freigabe fürn audi TT und wird es aktuell nicht mehr geben . Warum jetzt ausgerechnet Audi TT weis ich auch nich sind da auch nicht näher drauf eingegangen . 

Auch wurde mir versichert das es sich absolut um Freigaben handelt und keinenfalls um Empfehlungen !!! 

Das 5W50 ( da sind wir durch zufall drauf zu sprechen gekommen ) wird nicht abgeschaft als insidertipp sage er mir das gerade die BMW Diesel Modelle mit diesem Öl Top werte auf den Prüfständen erziehen würden . Natürlich nicht im Verbrauch sondern in sachen verschleis und Haltbarkeit der Motoren . Aber auch generell fährt er pesönlich nur das 5W50 weil es im hochtemp bereich den besten Motorschutzt bietet den man bekommen kann .

Was ich auch noch gesagt bekam ist das das M1 noch verbessert werden soll auf jeden fall wird dran gearbeitet da die Motren Ansprüche ständig steigen . Auch wird es höchstwarscheinlich bald ein 0W20 von M1 geben da die welle aus Amerika immer weiter nach Deutschland schwappt . Natürlich müssen die Motoren daruf ausgelegt sein der Trend bei den neuen Motoren neigt aber immer mehr zu 0W20 ölen . 

Das Formula ESP 5W30 ist übrigens eines der besten HC öle von Mobil ( wurde mir versichert ) und ernhält einen hohen anteil PAOs und ein wirklich ausergewöhnlich gutes Additivpaket was den Motor sehr gut vor allem schüzt 

So viel erst mal dazu wenn noch fragen sind kann ich ja gerne nochmal Telefonieren . Aber ich denke nicht mehr . Das mit der 504.00 hätte mir gestern auch einfallen können aber der Streß auf der Arbeit hat mich das irgentwie nicht richtig wahrnehemen lassen . 

Gruß Huter  

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Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Die 503.01 wr übrigens eine Freigabe fürn audi TT und wird es aktuell nicht mehr geben . Warum jetzt ausgerechnet Audi TT weis ich auch nich sind da auch nicht näher drauf eingegangen .

Hi,

ich vermute man hat sich beim TT auch um die Werks/Erstbefüllung beworben.

Grüße

PS Danke für deine Bemühungen 😁

sauber. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Christian_1985


stimmt. da sind ein paar Werte anders.

HTHS hoch auf 3,7 (von 3,6)
VI runter auf 186 (von 187)
Visko bei 40°C runter auf 78,3 (von 80)
Visko bei 100°C runter auf 14 (von 14,3)
Flammpunkt runter auf 230°C (von 236°C)

Wenn die Unterschiede in den angegebenen Werten tatsächlich nicht größer sind, kann man sie getrost vergessen. Zwei Lieferungen des gleichen Produkts unterschiedlicher Herstellungs-Chargen können stärker abweichen.

LG Kurt Radowisch, Wien
k.radowisch@a1,net

Hunter macht wieder Nägel mit Köpfen und fordert Klartext - finde ich ein Lobenswertes Unterfangen im Dienste der Community *Daumenhoch*

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Die 503.01 wr übrigens eine Freigabe fürn audi TT und wird es aktuell nicht mehr geben . Warum jetzt ausgerechnet Audi TT weis ich auch nich sind da auch nicht näher drauf eingegangen .

Ich

KÖNNTE

mir denken, das liegt daran, daß die aufgeladenen Ottos überwiegend im TT verbaut sind. Klar gibt es die auch anderswo, aber soweit ich weiß, war der TT zum Erscheinen der 503 01 das einzige Modell wo die 4 Zylinder-Ottos ALLES aufgeladen waren, die "schärfsten" Versionen sogar exklusiv im TT (225PS 1,8T) bzw S3 (210 PS) waren. Die jüngeren 6-Ender lasse ich mal außen vor.

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Das 5W50 ( da sind wir durch zufall drauf zu sprechen gekommen ) wird nicht abgeschaft als insidertipp sage er mir das gerade die BMW Diesel Modelle mit diesem Öl Top werte auf den Prüfständen erziehen würden . Natürlich nicht im Verbrauch sondern in sachen verschleis und Haltbarkeit der Motoren .

Dieser Geheimtipp steht ja "ein bischen" dem Entgegen, was der SD mal empfohlen hat, nämlich daß für DIESEL das 0W-40 M1 "besser" sei, da Diesel eher mit Öleindickung zu kämpfen hätten. Für mich als Laien klingt das auch nachvollziehbar.

Unbestritten, bietet das 5W-50 sicherlich weiterhin eine hervorragende Perfomance - ich fahre es auch im Sommer-Auto, und habe mich dort bewusst für das 50er und gegen das 40er Öl entschieden, weil eben eine "antiquierte" Gemischaufbereitung beim Benziner auch bei guter Einstellung eher zur Ölverdünnung durch Kraftstoffeintrag neigt.

Zitat:

Original geschrieben von Kurt Radowisch



Zitat:

Original geschrieben von Christian_1985


stimmt. da sind ein paar Werte anders.

HTHS hoch auf 3,7 (von 3,6)
VI runter auf 186 (von 187)
Visko bei 40°C runter auf 78,3 (von 80)
Visko bei 100°C runter auf 14 (von 14,3)
Flammpunkt runter auf 230°C (von 236°C)

Wenn die Unterschiede in den angegebenen Werten tatsächlich nicht größer sind, kann man sie getrost vergessen. Zwei Lieferungen des gleichen Produkts unterschiedlicher Herstellungs-Chargen können stärker abweichen.

LG Kurt Radowisch, Wien
k.radowisch@a1,net

genau, das wollte ich auch noch sagen, denn die 3.7 ist in wirklichkeit vielleicht nur eine 3.68 und die 3.6 eine 3.63.

das mit dem diesel, ja, merkwürdig... zumal diesel ja auch nicht so warm werden.

edit: wobei gerade mir die 'unterschiede im fahrgefühl' beim 5w50vs10w60tws- vergleich bekannt sind.

Zitat:

original von hunter


Auch wird es höchstwarscheinlich bald ein 0W20 von M1 geben da die welle aus Amerika immer weiter nach Deutschland schwappt . Natürlich müssen die Motoren daruf ausgelegt sein der Trend bei den neuen Motoren neigt aber immer mehr zu 0W20 ölen .

kann es sein, dass ein motor doch auf eine bestimmte viskosität ausgelegt sein kann, wie z.b. der toyota von "aygo club" auf eine für einen benziner sowieso viel zu niedrige?

Mich würde mal interessieren, ob man das 5W-50 für den aktuellen Corvette Motor zugelassen ist. Weiß das jemand?

Zitat:

Original geschrieben von skynetworld


Mich würde mal interessieren, ob man das 5W-50 für den aktuellen Corvette Motor zugelassen ist. Weiß das jemand?

Nein, eine Freigabe hat es nicht.

Welchen aktuellen Corvettemotor meinst Du denn?

Grundsätzlich gibt es für die Corvette die GM4718M, allerdings ist das dieses
http://www.mobil.com/USA-English/Lubes/PDS/GLXXENPVLMOMobil1_5W-30.asp

und nicht wirklich empfehlenswert meiner Meinung nach auf Grund der "inneren" Werte.

Seit einiger Zeit haben die in Deutschland ausgelieferten Modelle mit LS2/LS7 Motor (LS3 habe ich bisher noch nicht gesehen) diesen Aufkleber in der Tür (die meisten Corvettewerkstätten/händler verwenden das Mobil 1 0W-40 schon lange), obwohl es offiziell keine Freigabe hat.

Gruss Mad

Die VW 503.01 war die Longlife-Norm für die
VAG-Benzin-Motoren VR6 FSI, W8 und  W12.

kleine Korrektur, offiziell bezeichnet die 503 01 eine "Norm für aufgeladene PKW-Benzinmotoren mit Wartungsintervallverlängerung (WIV) /HTHS >3,5 mPas" (zB Audi S3, TT)

findet man einmal in diversen Übersichten über Ölnormen (zB Fuchs) auch bei VW direkt "Volkswagen Norm 503.01 für Otto-Turbo-Motoren" klick

Es ist natürlich Sache von VW, welche ihrer zahlreichen Normen sie für bestimmte Motoren fordern -speziell für die W8/W12 designed wurde die 503 01 wohl nicht....(aufgeladene Motoren)

Ich hab mal eine kleine Gedankenspielerei.

Wenn ich einen Saugmotor auf Turboaufladung umrüste und dann ein passendes Öl suche, worauf muss da besonders achten?

Konkretes Beispiel: der R32
ich kenne jetzt schon jede Menge Leute, die den R32 auf Turbo oder bi-Turbo umgebaut haben.
der eine Tuner nimmt nur M1 0w-40, der andere Castrol 10w-60.

jetzt hab ich mir schon ein paar Tage den Kopf darüber zerbrochen wie man technisch richtig erklärt warum welches Öl für den Turboumbau mit 500PS ausreichend ist.
Dass Porsche und AMG das M1 nehmen weiss ich, aber in wie weit kann man die Motoren mit einem VR6-T vergleichen? Die hochdrehenden Porsche Motoren liegen mit der Kolbengeschwindigkeit zwar etwas über der vom R32, sind aber Kurzhuber.
Solange die Drehzahl gleich bleibt, ändert sich auch die Koblengeschwindigkeit nicht. was sich ändert, ist der Druck auf Kolben, Pleul, und Kurbelwellenlager. da werden dann Sputterlager verbaut, der Rest bleibt Serie.

Also habe ich im Grunde 2 Kriterien, die sich bei einem Umbau ändern.
einmal die Drücke in den Lagern und dann die Temperatur im Motor, was aber durch Zusatzkühler wieder angefangen werden kann.

Die Kolbengeschwindigkeit liegt beim R32 ja schon bei hohen 19,5m/s.
Lässt sich irgendwie bestimmen welche Drücke das Öl in den Lagern aushalten muss (Serie und mit Turbo)... um mal mit anderen, ähnlich leistungsstarken Motoren vergleichen zu können.

Danke

Gruß Christian

Das kritische Moment liegt nicht bei der Kolbengeschwindigkeit oder in den Drücken in den Lagern (Sputterlager) , sondern bei der Temperaturbeständigkeit des verwendeten Motoröls im Wellenlager der Turbine.
Bei Turbodieselmotoren haben die Abgase ca 600- 750 °, während bei Benzinmotoren die Abgase bis zu 1050 °C erreichen. Entsprechend erhitzen sich die Schraufelräder und die Wellen bzw das Motoröl im Wellenlager.
Ein temperaturbeständiges Motoröl ist daher unabdingbar.

Daten aus dem Gedächtnis -lt sterndoc -
Temperaturbeständigkeit bevor einzelne Moleküle zerfallen:
Mobil 1 356 °
Fuchs Supersyn 5W40 343 °
Megol Superleichtlauf= Liqui Moly Synthoil 330 °

http://motorlexikon.de/?I=6501&R=T

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