ForumFahrzeugtechnik
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Motoröl bei Dieselpartikelfilter

Motoröl bei Dieselpartikelfilter

Themenstarteram 27. März 2018 um 1:39

Hi, Freuinde,

eine wichtige Frage: Darf ich für meinen GolfIV TDI mit Dieselpartikelfilter unbedenklich das Castrol 0W-30 verwenden? Besten Dank! Sandy

Beste Antwort im Thema

Der Zusammenhang ist ganz einfach: ein bisschen Motoröl drückt sich immer am Kolben vorbei und verbrennt dann mit im Brennraum. Auf diese Weise beeinflusst auch das Motoröl die Zusammensetzung der Abgase. Und alle Abgase des Motors gehen ja dann durch den Dieselpartikelfilter (geschlossenes System) oder zumindest teilweise (offenes System).

Motoröle mit Freigabe für die Verwendung in Fahrzeugen mit Dieselpartikelfilter verbrennen aschearm genug. Diese Motoröle setzen also auch bei Verbrennen der geringen Mengen Motoröl den DPF nicht zu. "Aschen" sind solche Stoffe, die man auch mit Hitze und Verbrennenwollen (das passiert im DPF) nicht verbrannt bekommt.

30 weitere Antworten
Ähnliche Themen
30 Antworten

Du musst gucken, welche VW-Ölfreigaben dein Golf braucht (steht im Handbuch). Ich würde denken, VW 507.00, aber ich weiß es nicht. Dann musst du auf die Öldose schauen, ob es die entsprechende(n) Norm(en) hat.

@ chrisdash,

warum schreibt man diese Zeilen, wenn man es nicht weiß? Das ist meiner Ansicht nach Kokolores.

 

@ sandy,

deine Frage lässt sich so nicht beantworten! Da kommt es halt auf das Motorenkonzept an.

Partikelfilter u. Golf IV kann nur nachgerüsteter offener Filter sein und somit bleibt es bei der vom Hersteller vorgesehenen Ölnorm.

Motor technisch kommen hier 2 Varianten in Frage:

1.) PD- Motor --> Motoröl nach VW 50501, Visko von 0-5/W40 ist alles möglich.

2.) VEP- Motor --> Motoröl nach VW 50501, Visko von 0-5/W40 ist alles möglich oder auch eins nach VW 50500

Zukünftig bitte ordentliche Fahrzeugdaten angeben!

 

Gruß

 

Ich verstehe den zusammenhang Partikelfilter-Motoröl nicht.

Der chrisdash hat es doch gewusst, er hat doch geschrieben es steht im Handbuch und auf der Öldose.

Der Zusammenhang ist ganz einfach: ein bisschen Motoröl drückt sich immer am Kolben vorbei und verbrennt dann mit im Brennraum. Auf diese Weise beeinflusst auch das Motoröl die Zusammensetzung der Abgase. Und alle Abgase des Motors gehen ja dann durch den Dieselpartikelfilter (geschlossenes System) oder zumindest teilweise (offenes System).

Motoröle mit Freigabe für die Verwendung in Fahrzeugen mit Dieselpartikelfilter verbrennen aschearm genug. Diese Motoröle setzen also auch bei Verbrennen der geringen Mengen Motoröl den DPF nicht zu. "Aschen" sind solche Stoffe, die man auch mit Hitze und Verbrennenwollen (das passiert im DPF) nicht verbrannt bekommt.

Deswegen haben Diesel mit DPF üblicherweise ein ACEA "C" Profil Öl (Low SAPS), während Diesel ohne DPF und Benziner ein A/B Profil haben. Das ist ein "anderes" Additivpaket.

Obwohl der Motor eigentlich 50501 Freigabe hat, würde ich bei nachgerüstetem DPF unbedingt Öle mit der 507 Freigabe kaufen. Damals als der Golf 4 aktuell war, war das Thema DPF nicht vorhanden und die 50501 Freigabe hat gereicht. Einfach mal vw 507 bei Google eingeben und ein Namhaftes Öl aussuchen und gut ist.

 

Du kannst aber auch alle Öle, die in dieser Liste auftauchen bedenkenlos verwenden:

 

https://bevo.mercedes-benz.com/bevolisten/229.51_de.html

Ich kann Dir nur raten, dass Du genau die Freigaben vom Hersteller befolgst, diese sind in der Anleitung und auf dem Ölkanister zu lesen.

Ich persönlich behaupte, dass es keinen Unterschied macht (sofern Dein Motor nicht übermäßig Öl verbraucht) - denn das Grundöl ist bei allen Motorölen der gleichen Marke, Viskosität und "Art" identisch.

Der Unterschied liegt hier nur in den beigemischten Additiven, welche sich nach einer gewissen Zeit auch vollständig aufbrauchen. Manche Additive früher, manche später.

Der Unterschied wird hier sein, dass das Öl für den den DPF ein paar Additive beigemischt hat, die das Rußen etwas unterdrückt/mindert.

Ob das im Alltag wirklich viel bringt oder nur Marketing ist - das will ich nicht bewerten.

Das ist aber - wie gesagt - meine persönliche Einschätzung und basiert nicht auf Laborauswertungen oder ähnliches.

Und generell würde ich bei Turbo-Motoren keine "Ultra-Leichtlauföle" (wie 0W30 oder 5W30) empfehlen, sondern eher Öle mit einer W40-Endung. Da diese Öle bei höheren Temperaturen und hohem Stadtverkehranteil, bei Betriebstemperaturen mehr "Sicherheitsreserven" bieten.

Je hoher die zweite Zahl, desto "dickflüssiger" im warmen Zustand, was einen "dickeren Schmierfilm" bei hohen Temperaturen garantiert (wie: 0W40 oder 5W40).

Also, mit "dickflüssiger" meine ich nicht dass es hier einen Unterschied, wie schwarz und weiß gibt - aber etwas langsameres abfließen eben, in diesen höheren Belastungen und bei kurzen Abstellpausen, was schon einen Unterschied machen kann.

Aber hierzu solltest Du auch nochmals in der Betriebsanleitung lesen, was hier freigeben ist.

Das sehe ich anders, die alten PD Motoren kommen mit 5w30 sehr gut zurecht. DPF Öle wurden entsprechend kastriert, damit keine Asche entsteht.

Zitat:

@Otako schrieb am 27. März 2018 um 11:08:16 Uhr:

Das sehe ich anders, die alten PD Motoren kommen mit 5w30 sehr gut zurecht.

ist ok.

Zitat:

Der Unterschied wird hier sein, dass das Öl für den den DPF ein paar Additive beigemischt hat, die das Rußen etwas unterdrückt/mindert.

Um Rußen zu unterdrücken, kann man nix hinzufügen, man muss die Anteile rausnehmen, die nicht sauber verbrennen. Aber ersetzen durch Ersatzstoffe, die weiter ihre Nutzfunktion im Additiv erfüllen.

Zitat:

Und generell würde ich bei Turbo-Motoren keine "Ultra-Leichtlauföle" (wie 0W30 oder 5W30) empfehlen, sondern eher Öle mit einer W40-Endung. Da diese Öle bei höheren Temperaturen und hohem Stadtverkehranteil, bei Betriebstemperaturen mehr "Sicherheitsreserven" bieten.

Auf Kurzstrecken (und so sieht Stadtverkehr ja aus) kommst du aber gar nicht auf die 100°C, bei der der hintere Wert der Viskosität gemessen wird. Dann sind diese Öle so dick, dass es ewig und drei Tage braucht, bis der Motor wirklich warm ist, diese Öle dünn genug sind, dann auch überall hinkommen können (z.B. die Turboladerwelle) und dann überhaupt schmieren. Also der Tipp ist für die Tonne.

Der zweite Wert dort ist interessant für scharfe Autobahnfahrt, denn da braucht es mächtig Leistung und ist lange mächtig heiß. Und HTHS noch dazu.

Zitat:

@Slash_182 schrieb am 27. März 2018 um 11:01:56 Uhr:

Ich persönlich behaupte, dass es keinen Unterschied macht (sofern Dein Motor nicht übermäßig Öl verbraucht) - denn das Grundöl ist bei allen Motorölen der gleichen Marke, Viskosität und "Art" identisch.

Ich behaupte das Gegenteil! Sonst wüsste ich nicht, wozu wir bei uns im Werk ca. 80 Grundöltanks haben! Ein großer würde dann ausreichend sein. Und die Unterschiede in Visko, Farbe, Geruch... Alles meine Einbildung?

MfG

Ein PD Motor wird kaum warm, im Stadtverkehr schon mal gar nicht.

Die Angaben von Slash182 stimmen alle nicht, am besten alles ausblenden. Hier gibt es genug Öl-Experten, bitte die Information vernünftig filtern.

Nachtrag zum obigen Beitrag:

Longlifeöl VW 50700 (0 o. 5W/30) kann man natürlich auch verwenden, eine Empfehlung gibt es hierzu von mir nicht.

Einen Ölwechsel jährlich bei ca. 15 km mit 5W/40 nach VW50501 und der Bursche kann in Ruhe alt werden. :)

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Motoröl bei Dieselpartikelfilter