Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von 507.00
...
aber das der tatsächlich tribologe ist hab ich aus den threads nicht entnehmen können.
...
was er alles so zusammen geschrieben hat okay ganz gut aber auch ziemlich naheliegend.
Nur "naheliegend"? Du siehst mich (d. h.
seheneher doch nicht 😉) verständnislos den Kopf schütteln ...
Zitat:
Original geschrieben von 507.00
nur wenn mir jemand empfiehlt von den vorgaben der fahrzeughersteller abzuweichen dann ist für mich erstmal stop.
Ich glaube ihm ja auch nicht mehr jede Behauptung, aber
dashat er nicht gemacht. Er hat explizit gesagt, dass er keinem die Verwendung eines nicht freigegebenen Öls empfiehlt - nur dass diese Verwendung manchmal durchaus und gut begründet möglich wäre (siehe
-> hier; Zitat):
"Oder eben das vollsynth. 5W-40er von Meguin. oder eins der Mobil "1"er. Bei diesen (aber auch nur bei diesen) hätte ich auch keine Bedenken was die Belastungen des Ventiltriebs bei einem PD betrifft. Also rein aus technischer Sicht. Will ich aber nicht wirklich empfehlen, weil das halt mit den VW-Freig. nicht konform ist."Zitat:
Original geschrieben von 507.00
ich geb hunter auch völlig recht mit seinen aussagen aber nur weil ein motor nach 200tkm mit dem "eigentlich" falschen öl nicht kaputt ist heisst das ja noch lange nicht das es auch richtig oder gut war.
Was heißt schon "eigentlich falsches" Öl? Es ging hier um ein Öl, das "nur" nicht die notwendige Freigabe 505 01 von VW hatte. Sei es, weil es daraufhin nie getestet wurden (z. B. aus Marketinggründen, denn welcher Porsche-Fahrer möchte schon mit dem gleichen "Hochleistungsschmierstoff" wie gewöhnliche, stinkende Rumpel-Düse-Motoren fahren?) oder weil auch nur ganz banal die Viskositätsklasse über die in der Norm vorgeschriebene hinausragt (beim Mobil 1: 0W-40; in der VW-Ölnorm 505 01 festgelegt: 5W-40).
Da die mögliche Erfüllung der 505 01 durch ein solches Öl dann aber normalerweise nur Spekulation bleibt, würde ich normalerweise vorsichtshalber Abstand von solchen Experimenten nehmen. Es sei denn, mir kann jemand begründet (also glaubhaft) versichern und herleiten, warum es die Ansprüche dieser Norm sicher erfüllen würde ... 😉
Zitat:
Original geschrieben von 507.00
da würden auch die nächsten 1000 seiten nicht reichen das zu diskutieren.
Mindestens. Ich bin hier aber auch nicht auf irgendeinem Kreuzzug für irgendwas oder irgendwen, insbesondere da ich mein Experiment ja schon wegen eigener Zweifel beendet habe. Aber interessant ist das (bisherige) Ergebnis trotzdem. 😉
Schönen Gruß
Zitat:
Original geschrieben von 507.00
was er alles so zusammen geschrieben hat okay ganz gut aber auch ziemlich naheliegend. nur wenn mir jemand empfiehlt von den vorgaben der fahrzeughersteller abzuweichen dann ist für mich erstmal stop.
Hat er ja nie generell,abgesehen von den Ölen nach A1/B1 hat er immer nur Empfehlungen gegeben die sich auf eine konkrete Frage bezogen,also nie generell von Herstellerfreigaben abgeraten.😁 Ausser bei Ford, bzw bei VW vom LL2 da das auch einen abgesenkten HTHS-Wert hat. Aber er hat die Empfehlungen immer technisch begründet.
Zum Thema PD, da hat er erwähnt das VW deswegen eine spezielle Norm formulierte da ihr bisheriges Öl schlicht zu schlecht war. Auch wies der darauf hin das hoch drehende Sportwagenmotoren im Ventiltrieb das Öl teilweise stärker belasten als es die PD-Motoren machen und diese Motoren mit hochwertigen 0W40 oder im Falle AMG mit 5W50 M1 betrieben werden,und einige M-Motoren bei BMW mit dem 10W60 TWS weil Castrol nichts passenderes im Angebot hatte.
Nur weil einige sehr gute Öle keine Freigabe von VW haben bedeutet das nicht das sie die Vorgaben nicht erfüllen würden, das Problem ist nur das sich VW bei den LL2 auf 0W30 und bei den aktuellen LL3 auf 5W30 festgelegt hat, was bedeutet das selbst ein superduper 0W30 aktuell keine Freigabe von VW bekommen könnte, wie auch die ganzen 0/5W40. Es spricht aber nichts dagegen das die die Anforderungen der Normen bei VW nicht erfüllen würden hätte VW nicht die beknackte Viskositätsvorgabe.
Wie dem auch sei, man liest nirgens das ein Motor kaputtging nur weil Herstellervorgaben mißachtet wurden, so lange das verwendete Öl hochwerig ist. Eher finden sich Berichte über kaputte Motoren obwohl die Ölvorschriften penibel beachtet wurden.
Bei den Autoherstellern wird so manches vor Kreisen bestimmt die von der Technik keine Ahnung haben, und die Techniker können es dann ausbaden.
Das Problem ist halt auch, dass der Wald und Wiesen KFZ-Mechaniker wenig bis gar keien Ahnung vom Schmierstoff hat und auch nicht weiß, wie wichtig ein guter Schmierstoff sein kann. Entsprechend kippt man dann die letzte Plörre in Motoren, weil man damit etwas mehr Geld verdienen kann - oder der Besitzer kein hochwertiges Öl möchte.
Auch kann es passieren, dass das Öl dann mal viel zu lange im Motor bleibt, was dann auch einen höheren Verschleiß bis zum Motorschaden zur Folge hat (sehe ich gerade wieder bei meiner Mutter und dem Skoda, der sehr viel Kurzstrecke erleben darf).
Hallo Leute!
ich hab grad gelesen, dass die LKW Motoren von MercedesBenz gegenwärtig ein Ölwechsel-Intervall von 120.000 km haben.
Mit der nächsten Generation der R6-Motoren mit bis zu gut 510 PS wird das Intervall auf 150.000 km ausgedehnt.
WIE das - die benutzen doch auch das handelsübliche Öl!
Wieso ist das Intervall dort so groß und wie diskutieren angestrengt, welches von den handelsüblichen Ölen denn gut ist und ob wir starr nach 15.000 km oder flexibel bis zu nach 30.000 km wechseln ...
Irgendwie kann das doch nicht der Stand der Technik sein, was uns da von unseren PKW-Herstellern als HIGH-TECH Motoren geboten wird : grad mal 1/10 der Laufleistung ..... im Vergleich zu modernen LKW-Motoren ....
mfg
peter
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Das dürfte daran liegen, dass ein LKW einmal eine größere Menge Öl besitzt und zum anderen auch wesentlich mehr bewegt wird.
Ein LKW wird z.T. nur einmal am Tag angeworfen und läuft dann den ganzen Tag durch, bis er abends abgestellt wird (natürlich muss der Fahrer zwischendurch kurze Pausen machen). Die 120tkm Kilometer beim LKW können daher in der Praxis 3-6 Monate, eventuell auch 12 entsprechen.
Du kannst doch LKW-Motoren nicht allen Ernstes mit PKW-Motoren gleichsetzen.
Die großvolumigen Diesel laufen permanent im optimalen Temperatur- und Drehzahlbereich und spulen Langstreckenkilometer runter. Ganz zu schweigen von der großen Ölmenge (teilweise mit Nebenstromfiltern) und dem, im Vergleich zum PKW, äusserst geringen Drehzahlniveau.
Frag doch mal an, was so ein moderner LKW-Motor kostet und wieso der so teuer ist. Demzufolge ist er auch auch auf den gewerblichen Einsatz hin (Lange Lebensdauer, hohe Wirtschaftlichkeit) optimiert und konstruiert.
Zitat:
Original geschrieben von Stefan Payne
Das Problem ist halt auch, dass der Wald und Wiesen KFZ-Mechaniker wenig bis gar keien Ahnung vom Schmierstoff hat und auch nicht weiß, wie wichtig ein guter Schmierstoff sein kann. Entsprechend kippt man dann die letzte Plörre in Motoren, weil man damit etwas mehr Geld verdienen kann - oder der Besitzer kein hochwertiges Öl möchte.
...
Genau dieses Wissen über Motoröl wird ja oft selbst von denen, die es eigentlich wissen müssten, nur als unnötiger Ballast angesehen. Die Herstellerfreigaben machen es einem ja auch schön einfach.
Das war natürlich auch einer der Gründe, warum die überhaupt eingeführt wurden: In den immer komplexer werdenden Anforderungen sollte sich schnell und sicher das passende Öl für einen Motor finden lassen - ganz so, wie in den bekannten Listen der Scheibenwischerhersteller: Fahzeug (bzw. Motor) + Baujahr => Öl xy.
Dieses fehlende Grundwissen zum Thema Motoröl begünstigt, dass sich alte Öl-Mythen weiter halten ("vollsynthetisches Motoröl quillt durch die Dichtungen wieder heraus", "... ist viel zu dünn", etc.). So kommt es, dass es auf viele sachliche Ölfragen schnell Antworten auf Stammtisch-Niveau gibt.
Das Hauptverdienst von Sterndocktor war wohl, dass er mit einigen dieser Mythen (zumindest unter den Lesern dieses Threads 😉) aufgeräumt hat. So war, als wir den 93er Vento 2003 mit 53.000 km auf dem km-Zähler aus Renternhand kauften, auch ich der Meinung, das das VW-Autohaus, das den letzten Ölwechsel mit einem 0W-40er von Aral durchgeführt hatte, die alten Herrschaften damit wohl über den Tisch gezogen hatte: "Vollsynthetisches 0W-40er Öl im AAM (1,8 l, 55 kW), dem Feld-, Wald- und Wiesenmotor von VW. Völlig überzogen!"
Wir bewegten ihn dann die nächsten 100.000 km mit einem in meinen Augen passenderen 10W-40er von Liqui Moly (damals: VW-Norm 500 00 und 505 00, MB 229.1, ACEA-A3-98 und B3-98).
Dann stieg ich mit dem Wissen aus diesem Thread im Kopf auf das Mobil 1 0W-40 (VW 502 00 und 503 01, MB 229.5) um - und machte damit das gleiche, was das VW-Autohaus schon immer gemacht hatte: Kein Risiko eingehen und das optimale Öl für alle möglichen Betriebsbedingungen auswählen. Noch bestehende, leichte Zweifel beseitigte das Öl dann quasi von selbst: Der Ölverbrauch bleib weiter sehr gering. Und bei einer späteren Auswertung meiner Buchführung glaube ich sogar einen Kraftstoff-Minderverbrauch seit dem Umstieg auf das vollsynthetische Öl festgestellt zu haben, der die höheren Anschaffungskosten locker wieder wett machte (siehe -> hier nach dem letzten Zitat).
Wenn mir jetzt einer etwas von den o. g. Mythen erzählt, kann ich nur noch verständnislos den Kopf schütteln. Keine Ahnung haben, aber dann den Mist, den irgendwer mal irgendwo behauptet hat überall als eigenes Wissen verkaufen und andere Nichtwissende damit verunsichern. 😠
Schönen Gruß
Die LKW Öl sind auch anders ausgeleht wir reen da nicht von PKW Ölen sonder von LKW ölen die auch anderes Additivpaket haben .
Zu dem kommen hier Ölfüllmengen von rund 35 - 50 Liter zusammen was das gnaze wesentlich haltbarer macht . Die Drehzahlen sind auch nicht höher als 1500 - 2000 upm wenn die mit 80 über die Bahn schleichen . Darüberhinaus macht so ein LKW 800 Km am tag manche mehr da müststest du ja einmal im Monat Ölwechsel machen wer soll das bezahlen ? Ausserdem ist das Öl ja ständig auf betriebstemp. was die Ölanterung susätzlich verlängert . Dann wie Prowe schon schrieb die Nebenstromfilter die das Öl viel feiner filtern .
Würdest du mit deinem PKW 30000 Km im Monat machen könntest du das Öl auch 60000 Km drinne lassen .
Soweit ich mich errinern kann gab es mal einen Test mit einem Subaru der 100000 Km auf einer Testsrecke non Stop Tag und nach am Stück gefahren worden ist mit einer Ölfüllung . Danach haben die den Motor auseinander genommen und das Ergabniss war so gut wie kein Verschleis .
Zitat:
Original geschrieben von Prowe
....Demzufolge ist er auch auch auf den gewerblichen Einsatz hin (Lange Lebensdauer, hohe Wirtschaftlichkeit) optimiert und konstruiert.
Ach - unsere PKW-Motore sind NICHT auf lange Lebensdauer und hohe Wirtschaftlichkeit konstruuiert???
Also ist all das, was unsere Hersteller uns über die tollen Qualitäten der PKW's erzählen nur hohle Luft?
BMW machtefür die Zulieferer die strikt einzuhaltende Vorgabe, dass schon für letzten 7er (E65) alle Teile MINDESTENS 320.000 Km halten müssen - wobei aber 400.000 km anzupeilen sind!
Und das ist für den aktuellen Typ noch einmal hochgesetzt worden!
Wenn man sich die Technolgie, die sich in den modernen LKW-Motoren findet, betrachtet, dann kann man die sehr wohl mit den PKW-Motoren vergleichen.....
... mit sehr gemischten Ergebnissen!!!!!
Und warum haben wir im PKW nicht diese bessere Nebenstrom-Ölfilterung?
Sehr viele PKW-Fahrer kaufen sich das Fahrzeug doch grad für den gewerblichen Einsatz - schon seit ewigen Zeiten.
Die Zahl der reinen "Hobby"-Autofahrer hält sich doch sehr in Grenzen!
Welches Weltbild habt ihr eigentlich ?????
mfg
peter
Ich glaube, du bringst zum einen einiges durcheinander und zum anderen weißt du gar nicht was "gewerblicher Einsatz" bedeutet, oder?
Ausgerechnet BMW anzuführen, was Langzeitqualität angeht, geht schon in Richtung Realsatire (Angerissene Hinterachsen, im Zeitraffertempo verschleissende Dreieckslenker etc.).😁
Nein, die Wirtschaftlichkeitsrechnung bei der Konstruktion von PKws und Lastkraftwagen unterscheidet sich ganz erheblich, lass dir das mal gründlich erklären, hab im Moment keinen Trieb auf Tastaturorgien...
Zitat:
Original geschrieben von peterpaul2550
Welches Weltbild habt ihr eigentlich ?????
mfg
peter
Ähm lieber Peter , nochmal für dich du vergleichst hier Äpfel mit Birnen .
Du kannst einen PKW Motor nicht mit nem LKW Motor gleich setzten in keine fall .
Du hast das auch ein wenig falsch verstanden was prowe geschrieben hat , ich kann einen PKW auch für gewebliche Zwecke einsetzten , wenn ich mich an die Wartungsintervalle meines Fahrzeugs halte wird der auch 500000 Km laufen nur ich komme eben nicht drum rum öfter zu wechseln . Nochmal LKW Motor : 50 Liter Ölfüllmege , upm max 2500 , Nebenstromfilter , Beste nur erdenkliche Betriebsbedingungen .
Das erreichst du doch mit deinem PKW nicht . Mit deinen 3,5 Litern Öl und 1, 8 oder 1,6 Literchen an Hubraum . Das sind 2 total verschieden Welten . Korrigiere mal dein Weltbild und frage die die es hier wissen und dir zu erklähren zu versuchen nicht welches Weltbild wir haben
Zitat:
Original geschrieben von unbrakeable
Wenn mir jetzt einer etwas von den o. g. Mythen erzählt, kann ich nur noch verständnislos den Kopf schütteln. Keine Ahnung haben, aber dann den Mist, den irgendwer mal irgendwo behauptet hat überall als eigenes Wissen verkaufen und andere Nichtwissende damit verunsichern. 😠
Schönen Gruß
Das ist ja grade das Problem und das nächste ist man braucht es denen gar nicht erst zu erklähren oder damit anzufangen du stoßt auf taube Ohren .
Ich merke das immer wider wenn ich Kart fahren bin , 2 meiner besten Kumpels die auch fahren Arbeiten als Automechaniker der eine bei Opel der andere bei ATU . Jetzt bekommst du diskusionen über Öl mit so Sätze wie : 10W40 reicht völlig auch für deinen 6 zylinder alles andere ist zu dünn , oder 10W40 reicht in De so kant wirds hier nicht ....
Anfangs bin ich noch dazwischen und habe versucht aufklähring zu betreiben mir wurde auch zugehört aber nicht wirklich was verstanden . Da hört man nur Opel hat doch vorschrifen das machen wir schon immer so , gleichzeitig hört du von gerissenen Steuerketten die total verschmammt sind . Das liegt aber alles nicht am Öl das sind Produktionsfehler aut meinem Kumpel.
Ich sage da auch nix mehr weil es keinen Sinn hat dazu müste ich denen hier den Thread an herz legen das sie kapieren das die sache nicht immer so einfach ist wie sie scheint . Ich muß aber immer lachen wenn ich auf der Kartbahn bin will mein Kumpel immer wieder meinen 16 Jahre alten Motor sehen der mit nem 5W40 läuft weil er immer noch die Hoffnung hat es läuft aus alles Löchern . Ich habe mal ein Bild in Anhang gehänt wies wirklich ist der Motor ist ungeöfnet hat 152000 Km gelaufen und ausser ein mal ein 10W40 immer nur Vollsynt öle gesehen . Möchte betonen das ich keine Motorwäsche gemacht habe seid dem ich in habe das ist jetzt ein Jahr
Gruß Hunter
WOW, sauber...*neid*
Das ist ja schon fast unnormal wenn man bedenkt, dass es bei so manchem VW-Motor diesen Baujahres völlig normal ist, dass der etwas Öl aus der Ventildeckeldichtung drückt...
Hab ich mit meinem 5W-40 HC-Öl was falsch gemacht 😉
Naja, es läuft ja bei mir auch noch nicht so raus, dass man Tröpfchen unterm Auto sehen würde oder gar Ölverbrauch festzustellen ist...
Zitat:
Original geschrieben von gromi
WOW, sauber...*neid*Das ist ja schon fast unnormal wenn man bedenkt, dass es bei so manchem VW-Motor diesen Baujahres völlig normal ist, dass der etwas Öl aus der Ventildeckeldichtung drückt...
Hab ich mit meinem 5W-40 HC-Öl was falsch gemacht 😉
Naja, es läuft ja bei mir auch noch nicht so raus, dass man Tröpfchen unterm Auto sehen würde oder gar Ölverbrauch festzustellen ist...
Also laut Scheckheft und dem bekanntem den ich schon lange kenne von dem ich das Auto habe ist noch nicht mal die VDD gemacht worden ( ist bei dem aber eine Gummi VDD keine Kork ) bist jetzt . Er hat um die Ecke von seinem Haus gearbeitet so das das Auto nur am We oder zum einkaufen aus der Garage kam . Motormässig muß ich sagen läuft er auch so wie er aussieht , leise sauber und Power wie am ersten Tag .
Aber am HC Öl kanns nicht liegen ich habe dieses Auto ja auch Jahre lang gewartet und der bekam auch Castrol 5W40 rein und manchmal hat mein Bekannter ein 0W40 aus der Firma mitgebracht . Eigentlich sollte das Auto Abgewrakt werden da ich ihm aber ein Neuwagen günstig empfohlen habe und er durch mich noch % bekommen hat , hat er mir das Auto für 1500 € überassen mit neuen Bremsen , Auspuff , Zahnriehmen , Stoßdämpfern und Klima und Bremmsflüssigkeisservice . Ich würde sagen da habe ich auch mal ein Schnapp gamecht
Zitat:
Original geschrieben von Hunter123
Die Drehzahlen sind auch nicht höher als 1500 - 2000 upm wenn die mit 80 über die Bahn schleichen.
Hm, jetzt wo du es sagst, fällt mir wieder ein, dass diese riesigen Motoren eine sehr geringe Drehzahl haben. Hier ist ein Bereich von 300 bis 1000 Drehungen nicht ungewöhnlich...
Wohingegen ein PKW Motor mit bis zu 4000 Drehungen (Diesel) laufen kann. Ein Benziner kann natürlich noch mal 'nen ganzes Stückerl weiter drehen...
Auch ist es ein gewaltiger Unterschied, ob man beim Ölwechsel von 'einmal 500km am Stück, ohne Motor abkühlen zu lassen' oder 'Brötchenholen' ausgeht. Bei ersterem hält das Öl wesentlich länger als bei letzterem, entsprechend könnte es (theoretisch) länger drin bleiben.