Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
107321 Antworten
@Oldie
Du suchst dir selektiv die Informationen heraus, die dir dein E10 ablehnendes Weltbild bestätigen und ignorierst alle anderen. Viel Spaß dabei, gegen eine kognitive Dissonanz ist logisch nicht anzukommen.
Frag den ADAC nach den Quellen dieser Pressemeldung. Vielleicht glaubst du es dann.
Zitat:
Original geschrieben von GaryK
@OldieDu suchst dir selektiv die Informationen heraus, die dir dein E10 ablehnendes Weltbild bestätigen und ignorierst alle anderen. Viel Spaß dabei, gegen eine kognitive Dissonanz ist logisch nicht anzukommen.
Für das Thema E10 gibt es hier mittlerweile gefühlte 100 Threads. Aber Oldie hat recht: bei Gegenüberstellung aller "Argumente" welche die Regierung zur Einführung dieses Produkts in den Ballsaal geworfen hat, bleibt keines übrig, welches für E10 spricht!
Das Problem ist, dass er E10 eine Ölschädigung unterstellt und es keinerlei Hinweise auf Ölschädigung durch E10 gibt. Es gibt nicht mal eine Quelle, die E10 einen höheren Kraftstoffeintrag ins Öl bescheinigt wie normalem Kraftstoff.
Edit: Auch diese Quelle (http://www.p2pays.org/ref/36/35015.pdf) zeigt in Abbildung 3.7 klar, dass E10 stärker flüchtig ist wie ein normaler Krafstoff, ein Kraftstoffeintrag ins Öl daher reduziert. Höherer Dampfdruck = geringere Kondensationsneigung.
Hallo allerseits,
vor Jahren, als es den Sterndoktor noch gab, habe ich hier mal ab und zu "quergelesen". Da ich aber jetzt schon sehr, sehr lange nicht mehr hier reingeschaut habe und über die SuFu leider nichts gefunden habe, hätte ich eine kleine Frage an Euch Spezialisten.
Ich fahre schon seit eh und je das Mobil1 0W40 und habe eigentlich nur die besten Erfahrungen mit dem Öl gemacht, gerade auch hinsichtlich der Reinigungseigenschaft dieses Öls. Dies wurde sehr deutlich, als ich nach dem Kauf meines Audis diesen von Longlife auf Mobil1 0W40 umölte. Der Motor war vorher total verkokt und voller brauner Ablagerungen. Dies war sehr deutlich am Ölmessstab zu erkennen. Nach dem Umölen auf das Mobil 1 konnte man bei jedem Ölwechsel zugucken, wie die Ablagerungen abgebaut werden. Da hat das Mobil1 schon eine riesen Leistung erbracht.
Jetzt möchte man ja doch etwas für die heimische Wirtschaft tun und den Ölmultis nicht das Geld in den Rachen werfen. Daher meine Frage: Wie schneidet das Liqui Moly Synthoil Energy 0W40 im Vergleich zum Mobil1 0W40 ab? Ist es vergleichbar, schlechter, besser und ist ein problemloses Umölen von Mobil1 auf Liqui Moly möglich?
Vielleicht kann der ein oder andere mir ja ein paar Tipps geben oder bei der Entscheidung helfen.
Ich danke Euch für Eure Mühe und Antworten.
Gruß
Sven
Ähnliche Themen
An GaryK
Hier kommt noch eine Bestätigung für mein "Weltbild".
Anmerkung: Allerdings hat mir mein Autohersteller sowieso verboten E10 zu fahren.
BMW und Daimler wollen gemeinsam Tests durchführen und die Langzeitwirkung von E10 auf das Motoröl untersuchen. (Zitat aus SWR vom 10.3.11).
Wie gesagt, schreib deine Meinung an die Redaktion der MTZ und berichte uns über den Inhalt der Antwort. Für dein "Weltbild" hast du noch niemand benennen können.
Wie viel Wasser entsteht bei der Verbrennung von E10 im Vergleich zu Benzin?
Der Wasserstoff im Kraftstoff wird durch die Luft zu Wasser oxidiert.
Bei der Verbrennung von 1 l E10 entstehen 966 ml Wasser.
Weil uns weder von der Politik reiner Wein noch von der Mineralölindustrie reines Agrarethanol eingeschenkt wird, ist der Mindestwassergehalt von 4 % hier beim Agrarethanol eingerechnet.
Bei der Verbrennung 1 l Benzin entstehen 868 ml Wasser.
Bei der Verbrennung von E10 (mit echten 10 % Ethanol) entsteht also 11 % mehr Wasser.
So, es geht aber noch weiter. Bei der Verbrennung im Automotor kann nur der Heizwert eingesetzt werden, weil das Wasser als Dampf aus dem Auspuff nutzlos entweicht. Benzin hat einen Heizwert von 31,5 MJ/l, Agrarethanol dagegen nur von 19,4 MJ/l. Der Verbrauch von Agrarethanol ist daher 1,6-fach höher als bei Benzin.
Bei der Verbrennung von 1 l E10 und der gleichen Fahrstrecke entstehen also 11 % x 1,6 = 18 % mehr Wasser als bei Benzin. Ergibt die Menge von 156 ml Wasser.
Dieses Wasser entweicht nicht nur aus dem Auspuff, sondern ein kleiner Teil davon gelangt durch die Blow-By-Gase auch ins Motoröl.
Zitat:
Original geschrieben von Vilent
Wenn man den PDF-Dokument Seite 6 "TITAN XTL Motorenoele" von Fuchs anschaut (auch als Anhang), dann ist der Bezug klar: TITAN GT1 PRO FLEX SAE 5W-30, der mit gleichen ÖL aber mit XTL ™ - Technologie verglichen wird.
Der Bezug gilt aber nur für Startzeit und Durchölungszeit.
Alle anderen Vergleiche wie Kraftstoffverbrauch, Viskositätsanstieg werden wieder auf "konventionelles 5W30" ohne weitere Angabe bezogen.
Und ganz allgemein: ohne Beschreibung des Testablaufs sind derartige Aussagen wertlos.
Fuchs-Öle sind sicher konkurrenzfähig und von guter Qualität, aber das Rad erfindet man bei Fuchs auch nicht immer neu.
@Oldie
Die Aussage "Bei der Verbrennung von 1 l E10 entstehen 966 ml Wasser." ist inhaltlich falsch. Keine Ahnung wo du das abgeschrieben hast, aber die Quelle hat ein Problem. Das mag für Brennspiritus (95%) stimmen, aber nicht für Ethanol im Kraftstoff. Da gelten die üblichen Krafstoffnormen und die gestatten keine 5% Wasser. 1% ist in E85 maximal zugelassen, siehe http://www.afdc.energy.gov/afdc/pdfs/41853.pdf. Bei E10 ist daher unter 0.1% eingeschleppter Wasseranteil realistisch.
Damit bleibt nur noch der aus dem Wasserstoffanteil resultierende Unterschied übrig. Ethanol ist C2H5OH, Molmasse 46 g/mol, Dichte 0.79 kg/l. Also je Liter Ethanol mit 6/46stel Wasseranteil 103 Gramm Wasserstoff, was bei 100% Ethanol maximal 927g Wasser je Liter ergibt. Mit 1% erlaubtem Wasseranteil im Bioethanol wären wir bei 937g.
Iso-Oktan als C8H18 liegt bei 18/114tel und damit 15,7 wt% Wasseranteil. Bei einer Dichte von 0.7 kg/l sind das 109 g Wasserstoff bzw. 989g Wasser. Huch, das wäre ja mehr und würde bei 100 Oktan sogar als "Racing VPowerplus" für teuer Geld verkauft. Die im Benzin beigemengten Aromaten haben weniger Wasserstoff, bis zu 40% Aromatenanteil sind erlaubt. Ethylbenzol mit C2H5-C6H5 als Vertreter wäre bei Molmasse 106 zu suchen, davon 9.4 wt% Wasserstoff. Dichte 0.87 g/l des Ethylbenzols, somit 736g Wasser je Liter. MTBE als Oktanbooster hat eine Molmasse von 88g/mol, 0,74 g/l, 13.6wt% Wasserstoff und somit 905g Wasser je Liter.
Kommt daher stark auf den "Blend" an, wieviel Wasser beim Verbrennen von Benzin erzeugt wird. Weniger Aromate = mehr Wasser, mehr Oktanbooster = mehr Wasser. Zudem müsste man nun nach dem unteren Heizwert wichten, darauf kommts aber wirklich nicht mehr an.
Ich gebs auf mit dir zu diskutieren. Dampfdruckkurven aus mittlerweile DREI verschiedenen und wissenschaftlich zitatfähigen Quellen, die alle E10 eine höhere(!) Flüchtigkeit bescheinigen wie dem Basisbenzin? Wird konsequent von dir ignoriert. Stattdessen deutest du Fahrversuche mit E85 und Dauerkaltbetrieb wie es dir gerade passt. Du hinterfragst deine Quellen nicht, die oben vorgerechneten Zahlen kann jeder Zehntklässler mit Wikipedia nachprüfen. Aber wozu wenn eine "Quelle" deine bereits festgelegte Meinung bestätigt.
Dagegen ist kein Ankommen. Deine Quellen sind die Welt, die Bild und das Bauchgefühl. Viel Spass, ich klinke mich aus. Dem Öl geht E10 am Arsch vorbei.
Zitat:
Original geschrieben von GaryK
@Oldie<p sizcache="4" sizset="54">Die Aussage "Bei der Verbrennung von 1 l E10 entstehen 966 ml Wasser." ist inhaltlich falsch. Keine Ahnung wo du das abgeschrieben hast, aber die Quelle hat ein Problem. Das mag für Brennspiritus (95%) stimmen, aber nicht für Ethanol im Kraftstoff. Da gelten die üblichen Krafstoffnormen und die gestatten keine 5% Wasser. 1% ist in E85 maximal zugelassen, siehe www.afdc.energy.gov/afdc/pdfs/41853.pdf. Bei E10 ist daher unter 0.1% eingeschleppter Wasseranteil realistisch.
Ich glaube du hast da ein kleines Verständnisproblem.
Oldie schreibt vom bei der Verbrennung entstehenden Wasser und nicht vom Wasseranteil der sich im Sprit befindet. Ist ein kleiner aber relevanter Unterschied.
Auch wenn der Staat versucht den Wasseranteil im Sprit zu begrenzen hat er doch keinen Einfluß darauf wieviel Wasser bei der Verbrennung des Kraftstoffs entsteht und diese nun höhere Wassermenge könnte ein Problem werden. Ob es das wird kann man mangels Langzeiterfahrungen aus dem Autofahreralltag dummerweise noch nicht sagen.
Zitat:
Original geschrieben von msdeichmann
Jetzt möchte man ja doch etwas für die heimische Wirtschaft tun und den Ölmultis nicht das Geld in den Rachen werfen. Daher meine Frage: Wie schneidet das Liqui Moly Synthoil Energy 0W40 im Vergleich zum Mobil1 0W40 ab? Ist es vergleichbar, schlechter, besser und ist ein problemloses Umölen von Mobil1 auf Liqui Moly möglich?
Mobil 1 0W40 hat die Mercedes 229.5, welche Freigabe hat das LM? Ist sie niedriger ist davon auszugehen das es auch schlechter ist.
@SirDonald
Die vorgerechnete Menge ist die durch die Verbrennung entstehende Menge zuzüglich ggf. der, die durch den Kraftstoff bereits "mitgebracht" wurde.
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Mobil 1 0W40 hat die Mercedes 229.5, welche Freigabe hat das LM? Ist sie niedriger ist davon auszugehen das es auch schlechter ist.Zitat:
Original geschrieben von msdeichmann
Jetzt möchte man ja doch etwas für die heimische Wirtschaft tun und den Ölmultis nicht das Geld in den Rachen werfen. Daher meine Frage: Wie schneidet das Liqui Moly Synthoil Energy 0W40 im Vergleich zum Mobil1 0W40 ab? Ist es vergleichbar, schlechter, besser und ist ein problemloses Umölen von Mobil1 auf Liqui Moly möglich?
Hallo SirDonald,
danke für Deine Antwort/Hilfe. Das LM hat die Mercedes 229.3-Freigabe. Ist es dann sooooo viel schlechter, weil es nämlich auch die selbe VW-Freigabe hat, wie das Mobil1 0W40, nämlich die VW 502 00/505 00. Und die Porsche Freigabe ist auch identisch. Was ist der Unterschied zw. der Mercedes 229.3 und der 229.5 Freigabe?
Gruß Sven
Zitat:
Original geschrieben von msdeichmann
Was ist der Unterschied zw. der Mercedes 229.3 und der 229.5 Freigabe?Gruß Sven
- Nochmals Verbesserter Verschleisschutz beim Kaltstart grade im Kurzstreckenverkehr
- Nochmals verbesserte Kolbensauberkeit
- Verbessertes Spriteinsparpotenzial .
Aber ums mal anders zu sehen , was würdest du den für das LM 0W40 bezahlen ?
@ msdeichmann
Wenn Du gern LM kaufen möchtest, bist Du mit dem deutlich moderneren Leichtlauf High Tech 5W-40 (MB 229.5) besser bedient.
Zitat:
Original geschrieben von Hunter123
- Nochmals Verbesserter Verschleisschutz beim Kaltstart grade im KurzstreckenverkehrZitat:
Original geschrieben von msdeichmann
Was ist der Unterschied zw. der Mercedes 229.3 und der 229.5 Freigabe?Gruß Sven
- Nochmals verbesserte Kolbensauberkeit
- Verbessertes Spriteinsparpotenzial .
Aber ums mal anders zu sehen , was würdest du den für das LM 0W40 bezahlen ?
Hallo Hunter123,
danke für die Antwort. Ich habe noch nicht genau nach dem Preis geschaut, aber das LM ist wohl deutlich teurer, als das Mobil1.
Gruß Sven