Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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@Sir Donald

zwischen E85 und reinem Benzin kann ich keinen UNterschied der Öltemperatur feststellen. Fzg ist mit einem zus. Steuergerät umgerüstet.

Zitat:

Original geschrieben von HL66



Irgendwas im Öl thermisch zersetzt / am Ende ?

Unverträglichkeit mit Ethanol ? Fahre seit 2 Wochen wieder E85

Ethanol als Treibstoff hat sein Tücken ... noch stärker als ins Öl kondensiertes Benzin bei Kurzstreckenverkehr bzw. in Warmlaufphasen kann Ethanol den Schmierfilm verdünnen. Man könnte Ethanol auch dazu benutzen, völlig fett- und ölfreie Oberflächen herzustellen ...

Eine weitere mögliche Erklärung für Deine Probleme könnte das Oxidationsverhalten des Ethanols liefern. Bei unvollständiger Verbrennung kann aus Ethanol durch Aufoxidierung Acetaldehyd (oder Ethanal nach IUPAC) entstehen und evtl. ins Motoröl eingetragen werden.

Nette Info: Acetaldehyd ist u.a. auch für den "Kater" nach ausschweifendem Alkoholgenuß verantwortlich 😛

Aldehyde reagieren schwach sauer, verringern also zusätzlich die TBN und können durch vorhandene Basen in der sog. "Aldolreaktion" mit anderen Aldehyd- oder Ethanolmolekülen weiterreagieren. Ein weiteres Oxidationsprodukt eines Aldehyds wäre dann die entsprechende Carbonsäure (im Falle Ethanols dann Oxidation über Ethanal zu Ethansäure, die man auch unter dem Namen "Essigsäure" kennt).

Wer Ethanol fährt, sollte sich dessen bewußt sein, daß eine ganze Reihe aus dem Benzinbetrieb ungewohnter Reaktionen auftreten können, denen das Motoröl gewachsen sein muß. Von daher verwundert es nur wenig, daß Ford halbierte Wechselintervalle beim Betrieb mit E85 vorschreibt.

Mal eine Frage: wer denkt dabei eigentlich an CO2-Bilanz und Umweltschutz mit dem ach so nachhaltigen E85?

Zitat:

Original geschrieben von W. Dohl



Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


Wenn ein vollsynthetisches Grundöl verwendet wird, sind dadurch keine VI-Verbesserer mehr notwendig, um z.B. eine x-40 oder x-50 Viskosität zu erzielen.
Dazu:
"Auch wird diesen [vollsynthetischen Motorölen] zusätzlich ein VI-Verbesserer zugesetzt, um die SAE-Klassen 5W-50 oder 0W-40 einzustellen." (Richard van Basshuysen, Fred Schäfer: Handbuch Verbrennungsmotor, Seite 802) - Aus gleicher Quelle geht hervor, dass bspw. auch vollsynthetische 5W-40er nicht ganz ohne VI-Verbesserer realisierbar sind, da PAOs einen VI von <150 haben.

Ich habe aber nicht von 0W-40 oder 5W-50 Ölen gesprochen, sondern von vollsynthetischen Motorradölen. Und diese haben meist die Viskositätsklassen 10W-40 oder 15W-50. Und bei dieser Spanne dürften tatsächlich keine VI-Verbesserer mehr notwendig sein. Wie z.B. auch im Autobereich bei 5W-30er Ölen ... Beim Castrol Motorradöl GP 10W-50 sind wohl VI-Verbesserer notwendig, da breitere Viskositätsspanne.

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp



Zitat:

Original geschrieben von W. Dohl



Dazu:
"Auch wird diesen [vollsynthetischen Motorölen] zusätzlich ein VI-Verbesserer zugesetzt, um die SAE-Klassen 5W-50 oder 0W-40 einzustellen." (Richard van Basshuysen, Fred Schäfer: Handbuch Verbrennungsmotor, Seite 802) - Aus gleicher Quelle geht hervor, dass bspw. auch vollsynthetische 5W-40er nicht ganz ohne VI-Verbesserer realisierbar sind, da PAOs einen VI von <150 haben.
Ich habe aber nicht von 0W-40 oder 5W-50 Ölen gesprochen, sondern von vollsynthetischen Motorradölen. Und diese haben meist die Viskositätsklassen 10W-40 oder 15W-50. Und bei dieser Spanne dürften tatsächlich keine VI-Verbesserer mehr notwendig sein. Wie z.B. auch im Autobereich bei 5W-30er Ölen ... Beim Castrol Motorradöl GP 10W-50 sind wohl VI-Verbesserer notwendig, da breitere Viskositätsspanne.

Man kann ein Mehrbereichs-Motoröl nicht ohne VI-Verbesserer realisieren; über die Höhe der Beimischung kann man gern diskutieren, aber es wird nicht ohne funktionieren. In diesem Zusammenhang empfehle ich eine Gegenüberstellung der ISO-VG mit den SAE-Klassen (kann man googlen, bei Bedarf stelle ich so ein Schaubild hier ein)...

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zwischendrin vielleich zur Auflockerung eine Frage zu den VW-Normen😁

brandaktueller Golf 6 TSI (gestern ausgeliefert) - die BA sieht für longlife die Normen 503 01 und 504 00 vor, was ja nicht weiter verwundert.

Ohne longlife wird für die TSI-Motoren die 502 00 angegeben, was immer noch nicht verwundert UND die 505 01 - also die "alte Pumpe-Düse-Norm"....was zumindest mich auf den ersten Blick verwirrt.

Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann



Man kann ein Mehrbereichs-Motoröl nicht ohne VI-Verbesserer realisieren; über die Höhe der Beimischung kann man gern diskutieren, aber es wird nicht ohne funktionieren. In diesem Zusammenhang empfehle ich eine Gegenüberstellung der ISO-VG mit den SAE-Klassen (kann man googlen, bei Bedarf stelle ich so ein Schaubild hier ein)...

Das meinst Du jetzt aber nicht im ernst, oder???

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp



Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann



Man kann ein Mehrbereichs-Motoröl nicht ohne VI-Verbesserer realisieren; über die Höhe der Beimischung kann man gern diskutieren, aber es wird nicht ohne funktionieren. In diesem Zusammenhang empfehle ich eine Gegenüberstellung der ISO-VG mit den SAE-Klassen (kann man googlen, bei Bedarf stelle ich so ein Schaubild hier ein)...
Das meinst Du jetzt aber nicht im ernst, oder???

🙄 ...doch, das ist mein ernst... Nun aber Butter bei die Fische...!!! Erklär es bitte...!!! Ich habe das auch schon mal vor einigen 100 Seiten dargestellt...aber erklär es bitte der wissenshungrigen Allgemeinheit, warum ein Mehrbereichsmotoröl nach SAE ohne VI-Verbesserer auskommt...!!!

Herzlichen Dank.

Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann

Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann



Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


Das meinst Du jetzt aber nicht im ernst, oder???

🙄 ...doch, das ist mein ernst... Nun aber Butter bei die Fische...!!! Erklär es bitte...!!! Ich habe das auch schon mal vor einigen 100 Seiten dargestellt...aber erklär es bitte der wissenshungrigen Allgemeinheit, warum ein Mehrbereichsmotoröl nach SAE ohne VI-Verbesserer auskommt...!!!

Herzlichen Dank.

Ich zitiere z.B. (ähnliche Erklärungen findet man aber in großer Vielzahl in www):

"Polyalphaolefine
Unter dieser Verbindungsklasse versteht man paraffinähnliche, flüssige Substanzen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen und infolge der Kettenlänge, des Verzwei-gungsgrades und der Position der Verzweigungen eine bestimmte Viskosität, einen hohen Viskositätsindex und einen tiefen Pour Point besitzen."

Siehe http://www.castrol.com/.../genericarticle.do?...

Man beachte die Formulierung: "hoher Viskositätsindex";
diese Erläuterung bezieht sich auf PAO, die ja das Grundöl herkömmlicher vollsynthetischer Motoröle darstellen.
(in der Praxis: PAO-Grundöle: VI ca. 150; herkömmliche mineralische Grundöle: VI ca. 100)

Zitat:

Original geschrieben von GMPFV6



Auf der Suche nach einem gescheiten 0W-40 Öl (dessen Verfügbarkeit und Preis auch akzeptabel sind), sind mir folgende Öle unter die Lupe gekommen:
-Valvoline Synpower / 0W-40
(ACEA A3/B3/B4, API SJ/CF, MB 229.3, BMW LL-04, VW 502.00/503.01/505.00, Porsche)

-Mobil 1 SuperSyn / 0W-40
(ACEA A3/B3/B4, API SL/CF, VW 502.00/505.00, BMW LL-01, MB 229.1/229.3/229.5, Porsche, Opel GM-LL A-025/LL-B-025)

-Rheinol SYNERGIE VS / 0W-40
(ACEA A3/B3/B4, API SJ/CF, VW 500.00/505.00, MB 229.1, BMW)

-Addinol Ultra light MV 046 / 0W-40
(ACEA A3/B4, API SM/CF, VW 502 00/505 00, MB 229.3, BMW LL-98, GM-LL-B-025)

-Rowe HIGHTEC SYNTH RS / 0W-40
(ACEA A3/ B3/ B4, API SL/ CF, MB 229.1, VW 502.00/505.00, BMW LL-98, PORSCHE)

-Meguin megol Motorenoel Super Leichtlauf Driver / 0W-40*
(ACEA A3/B3, API SJ/CF, MB 229.1)

-GAR1 Synthetic-Motorenöl / 0W40**
(ACEA A3/B3/B4, API SM/CF, MB 229.3, VW 503.01, BMW LL-01)

-***

* Ist es wirklich 1 zu 1 identisch mit dem 0W-40 von Liqui-Moly ?
**Bei CAR1 handelt es sich um eine "scheinbar neue Trendmarke" von COPARTS Autoteile GmbH, jedenfalls wurden in letzter Zeit viele Fachgeschäfte mit deren CAR1-Produkte ausgestattet.
***Öl-Marken die man nur an einer Tankstelle XY bekommt, habe ich absichtlich weg gelassen, die Preise an der Tanke kann man sich wohl gut vorstellen. Oder habe ich noch Hersteller, die die o.g. Kriterien erfüllen vergessen ?

Speziell bei den letzten FÜNF genannten (günstigeren) Ölen, würde ich gerne mal stumpf einen Spezi hier fragen, was er von ihnen hält !???
Also so im direkten Vergleich zu Mobil 1 und Valvoline.
(Wieso werden Autos, Reifen und Pflegeprodukte von namenhaften Medien bis zum erbrechen getestet aber nicht mal öfter Öle ?)

Gruß
Mike

Also ich würde nur ein Öl nehmen, daß die MB 229.5 erfüllt. MB229.3 geht gerade noch, wenn auch nicht optimal, 229.1 würde ich nicht nehmen, da es sich dabei wahrscheinlich um veraltete Additivierung handelt. Ansonsten ist die Viskositätslage 0W-40 meines Erachtens für ein Alltagsöl ideal.

Was nun, beim High Star ist 229.3 mehr als ausreichend und nun ist es grade noch so ok ?

Zitat:

Original geschrieben von HL66


Was nun, beim High Star ist 229.3 mehr als ausreichend und nun ist es grade noch so ok ?

Falls ich gemeint sein sollte: Hilf´mir auf die Sprünge, ich weiß nicht was Du meinst?

(kann es sein, daß Du mich mit jemandem anderen hier verwechselst?)

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


...
Also ich würde nur ein Öl nehmen, daß die MB 229.5 erfüllt. MB229.3 geht gerade noch, wenn auch nicht optimal, 229.1 würde ich nicht nehmen, da es sich dabei wahrscheinlich um veraltete Additivierung handelt. Ansonsten ist die Viskositätslage 0W-40 meines Erachtens für ein Alltagsöl ideal.

Ok, danke für die Antwort.

Nur wie sieht es mit dem immer wieder beschworenen Additivpaket bei den o.g. 229.3 Ölen der verschiedenen Hersteller aus ?

Das High-Star Öl vom Praktiker bzw. Leuna/Addinol...
(ACEA A3/B3/B4, API SL/CF, VW 502.00/505.00, MB 229.3, BLW LL-98, Porsche)
...ist natürlich vom Preis her unschlagbar, damit versuchen sich sogar einige Ebay-Händler.
Aber auch hier die Frage, wie sieht es mit den Additiven aus !?

Der Herr Sternendoktor (ist er hier eigentlich noch im Forum ?) hat immer das Wynns Öl-Leck-Stop beschworen, um Dichtungen wieder frisch zu machen bzw. es einfach dem Öl bei zu geben . . . so ein Additiv gibt es ja auch von LiquiMoly, taugt das auch was ?

Gruß
Mike

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp



Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann

Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp



Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann


🙄 ...doch, das ist mein ernst... Nun aber Butter bei die Fische...!!! Erklär es bitte...!!! Ich habe das auch schon mal vor einigen 100 Seiten dargestellt...aber erklär es bitte der wissenshungrigen Allgemeinheit, warum ein Mehrbereichsmotoröl nach SAE ohne VI-Verbesserer auskommt...!!!

Herzlichen Dank.

Ich zitiere z.B. (ähnliche Erklärungen findet man aber in großer Vielzahl in www):

"Polyalphaolefine
Unter dieser Verbindungsklasse versteht man paraffinähnliche, flüssige Substanzen, die nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen und infolge der Kettenlänge, des Verzwei-gungsgrades und der Position der Verzweigungen eine bestimmte Viskosität, einen hohen Viskositätsindex und einen tiefen Pour Point besitzen."

Siehe http://www.castrol.com/.../genericarticle.do?...

Man beachte die Formulierung: "hoher Viskositätsindex";
diese Erläuterung bezieht sich auf PAO, die ja das Grundöl herkömmlicher vollsynthetischer Motoröle darstellen.
(in der Praxis: PAO-Grundöle: VI ca. 150; herkömmliche mineralische Grundöle: VI ca. 100)

Also gut, ich opfere meine Zeit und erkläre es dir: der VI-Index ist eine berechnete Größe, die dir nichts über die kinematische Viskosität welche nach SAE innerhalb der einzelnen Visko-Klassen gefordert ist, aussagt.

Anbei ein Datenblatt eines typischen Grundöls (PAO 6). Vergleich die Daten mit den lt. SAE geforderten Werten für die Viskosität bei 100°C (von mir aus auch die Low. Temp. Visko.) und erklär bitte der ge- und verehrten Leserschaft, wie die Viskosität für das fertige Öl eingestellt wird...

Zitat:

Original geschrieben von GMPFV6



Zitat:

Original geschrieben von wastlsepp


...
Also ich würde nur ein Öl nehmen, daß die MB 229.5 erfüllt. MB229.3 geht gerade noch, wenn auch nicht optimal, 229.1 würde ich nicht nehmen, da es sich dabei wahrscheinlich um veraltete Additivierung handelt. Ansonsten ist die Viskositätslage 0W-40 meines Erachtens für ein Alltagsöl ideal.
Ok, danke für die Antwort.
Nur wie sieht es mit dem immer wieder beschworenen Additivpaket bei den o.g. 229.3 Ölen der verschiedenen Hersteller aus ?

Das High-Star Öl vom Praktiker bzw. Leuna/Addinol...
(ACEA A3/B3/B4, API SL/CF, VW 502.00/505.00, MB 229.3, BLW LL-98, Porsche)
...ist natürlich vom Preis her unschlagbar, damit versuchen sich sogar einige Ebay-Händler.
Aber auch hier die Frage, wie sieht es mit den Additiven aus !?

Der Herr Sternendoktor (ist er hier eigentlich noch im Forum ?) hat immer das Wynns Öl-Leck-Stop beschworen, um Dichtungen wieder frisch zu machen bzw. es einfach dem Öl bei zu geben . . . so ein Additiv gibt es ja auch von LiquiMoly, taugt das auch was ?

Gruß
Mike

Zum Highstar gibt es Experten bzw. Vertreter hier im Forum, vielleicht sollten die sich dazu äußern. (Außerdem findes Du schon ausreichend Postings hier im Thread, google mal nach ...)

Wynns Ölleckstop dürfte immer noch die erste Wahl sein. Das LM-Additiv ist weniger geeignet, da es auch die Hochtemperatur-Viskosität des Motoröls erhöht (und nicht nur die Dichtungen pflegt wie das Wynns).

Sternendocktor ist nicht mehr hier und sein Name ist auch hier bei manchen Postern ziemlich verpönt (aus welchen Gründen auch immer). Tu´Dir was Gutes und erwähne seinen Namen lieber nicht mehr (damit habe ich mir auch schon einige Rüffel eingehandelt ... Du kannst ja die einstigen Streitereien hier nachlesen - google dazu einfach mal)

Zitat:

Original geschrieben von GMPFV6


Der Herr Sternendoktor (ist er hier eigentlich noch im Forum ?) hat immer das Wynns Öl-Leck-Stop beschworen, um Dichtungen wieder frisch zu machen bzw. es einfach dem Öl bei zu geben . . . so ein Additiv gibt es ja auch von LiquiMoly, taugt das auch was ?

Zu genau dieser Frage gab es vor langer Zeit

unterschiedliche Angaben.

Es wurde dann eine Erklärung nachgereicht, wonach sich das LM-Mittel mit seinen VI-Verbesserern eher für Fahrzeuge eignen soll, die unter erhöhtem Ölverbrauch wegen verschlissener Kolbenringen leiden. Im Normalfall also das Wynn´s nehmen.

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