Welches Motoröl für Focus ST Mk3
Hallo ihr Schrauber!
da ich noch kein Handbuch zur Hand habe kann ich leider nicht nachkucken was Ford für den Focus ST MK3 an Motoröl empfielht.
Ich habe allerdings schon gelesen, dass das Motoröl, das bei Auslieferung des Fahrzeuges drin ist (Neuwagen) qualitativ eher nicht so gut sein soll!
Ich will bei Abholung des Fahrzeugs gleich mal was ordentliches einfüllen!
Nun ist also die Frage was?!!
Von Castrol hört man nur gutes bis jetzt was ich so mitbekommen habe ..
Aber was ist zu viel des guten? Das geht ja bist zur Empfehlung für Supersportler (CASTROL EDGE 10W-60)
Was empfehlst ihr, als Experten, für diesen Motor? Entfällt die Garantie wenn man das Motoröl wechselt und nicht das nimmt das Ford empfiehlt, obwohl das neu eingefüllte Öl besser ist?
Danke für eure Hilfe!!
Beste Antwort im Thema
Ein Ölwechsel nach der Auslieferung ist unnötig, wie kommt ihr immer auf so einen Driss dass da minderwertiges Öl eingefüllt wird ??
Da ist genau das drin was rein gehört, wahrscheinlich auch noch vom Markenhersteller Castrol wie Ford selber empfiehlt.
219 Antworten
Ich beschäftige mich auch regelmäßig mit dem Thema Öl.
Aber bspw. mein alter MK1 ist nicht wegen Öl abgestoßen worden, sondern wegen eines elektronischen Problems + verschlissener Kupplung. Von den 260.000Km hat das Fahrzeug ca. 200.000Km das 5w30 nach Ford Spezi gesehen.
Ich möchte das auch nicht in Frage stellen ob ein anderes Öl verträglicher wäre/ist aber ist es auch messbar?? Also relevant messbar oder in einem vernachlässigbarem Bereich.
Ich hinterfrage so etwas gerne aus der technischen Sicht. 😉
Es kommt sicher auch drauf an wie man das Auto/Motor beansprucht!Jemand der oft und viel Autobahn heizt wird sicher eher Probleme kriegen als der gemeine Alltagsfahrer!Mittlerweile sind an den Ecoboost angeblich sogar ab Werk Ölkühler verbaut um das Öl nicht thermisch zu überlasten?!
Prinzipiell ist alles verträglich was der Hersteller empfiehlt, aber in diesen Rahmen gibt es halt enorme Qualitätsunterschiede. Es gibt Öle mit einer Basenzahl von 12 und schlechte Öle mit 6. Das bedeutet , das ein halb verbrauchtes Öl des Typ's A immer noch so gut ist wie ein Neues des Typ's B.
Nur als Beispiel . Desweiteren zählen noch zahlreiche andere Faktoren eine Rolle .
Um zu sehen wie sich die Öle im Motor anhand des Verschleißes unterscheiden , müsste man regelmäßig Ölanalysen durchführen und dort sind Unterschiede definitiv ersichtlich !
Das Problem bei kleineren Motoren ist , das diese nur eine kleine Ölmenge besitzen. Umso kleiner der Inhalt , desto empfindlicher ist das Öl auf Einflüsse .
Eine hohe Öltemperatur ; <100 Grad, ist auch nicht gesund und führt zu einen drastischen Verschleiß der Additive. Ein Ölkühler ist immer eine lohnenswerte Investition.
Im 1Liter Ecoboost sind immerhin 4.6l Öl drin!Im 1.6er lustigerweise nur 4Liter!Für nen 4 zylinder Benziner normale Mengen würd ich sagen!
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Zitat:
@Renegolf347 schrieb am 2. Februar 2016 um 20:11:53 Uhr:
Prinzipiell ist alles verträglich was der Hersteller empfiehlt, aber in diesen Rahmen gibt es halt enorme Qualitätsunterschiede. Es gibt Öle mit einer Basenzahl von 12 und schlechte Öle mit 6. Das bedeutet , das ein halb verbrauchtes Öl des Typ's A immer noch so gut ist wie ein Neues des Typ's B.
Was bitte ist die Basenzahl?? Manno-mann...Der ST ist ein Benziner und da macht es wirklich wenig Sinn mit solchen "Fremdwörtern" zu argumentieren.
Es hat sich z.B beim 100.000 km-Test gezeigt, dass der Motor OK war und keinen Verschleiß zeigte....
.....Die TBN Basenzahl gibt an wieviel Säuren Neutralisiert werden kann. Bei der Verbrennung von Öl, Treibstoff, Additive etc entstehen Säuren die sehr aggressiv auf das Material wirken. Unter anderen kann im schlimmsten Fall der Motor von innen Rosten. Dieser Wert sollte in allen Fällen sehr hoch sein !! Da gibt es keine Ausnahmen .......
Zitat:
@Renegolf347 schrieb am 17. Januar 2016 um 20:01:22 Uhr:
Wie hoch ist denn der Öldruck im St ?😉
So pi mal Daumen :
kalt
Leerlauf ca. 2 bar - 3 bar, je nach Aussentemperatur.
kurz über Leerlauf Druck ansteigend bis ca. 4,5 - 4,8 bar.
warm Temperatur ca. 80-100 Grad
Leerlauf ca. 1 - 1,2 bar
kurz über Leerlauf Druck ansteigend auf ca. 2 - 2,5 Bar
warm Temperatur ca. 140 Grad
Leerlauf ca. 0,8-1 bar
kurz über Leerlauf bis Höchstdrehzahl ca. 2 - 2,5 bar.
Werte bei Shell Helix Ultra 0W40 ACEA A3/B3 - A3/B4 MB Freigabe 229.5
Öle mit Ford typischer 5W30 Visko unterscheiden sich bei den Werten nicht wirklich.Habe aktuell ein offizielles Ford Öl aufgrund der Jahres - Inspektion drauf. Allerdings kann ich bei diesem Öl nichts zu den Werten im Hochtemperatur Bereich berichten.
Wenn du es genauer Wissen möchtest, müsste ich eine Temperatur / Drehzahlabhängige Statistik während der Fahrt aufstellen... ich schau aber lieber auf die Strasse 😁
Und aus meiner Sicht alles gesund, so wie es sein soll.
Der ST Ecoboost Motor besteht im Block und Kopf aus Aluminium und besitzt eine Plasma Laufbuchsen Beschichtung + beschichtete Kolben und Kolbenringe. Von daher sollte der Motor bei normaler Nutzung auch mit HTHS gesenkten Ölen keinen Mehrverschleiss gegenüber "normalen" Ölen aufweisen bzw. damit gut zurecht kommen. Bei den Pleuel und Kurbelwellenlager sollte der Öl - Druck ausreichen, um genügend Öl in die Lager zu befördern, damit diese Ihren inneren Öldruck und Schmierkeil für Gleitreibung aufrecht erhalten können. HTHS hin oder her. Ein von der vorgesehenen Viskosität abweichendes Öl, so wie ich es fahre, beruhigt mein Gewissen und macht theoretisch nur Sinn, wenn man näher an die konstruktiven Grenzen der Bauteile und Lager durch Leistungssteigerung heranrückt und zum Beispiel in die Gefahr läuft, die konstruktiv vorgesehenen Temperaturbereiche eines Lager bei Vollast zu verlassen. In diesem Fall kann ein Öl mit höherer Temperatur Viskosität den Gau vielleicht etwas verschieben.... vielleicht vermeiden.
Reell weiß man es eh nicht .... und es knallt .... oder eben nicht 😉
Die meisten Motoren sterben früh wegen Materialfehler, Konstruktionsfehler, übertriebener Leistungssteigerung oder später wegen unzureichender Wartung und daraus resultierenden Folgeschäden.
Wer ein Öl nach Hersteller Vorgabe nutzt und sich an die Wartungsintervalle hält macht nichts falsch. Wer viel Kurzstrecke fährt sollte die vorgeschriebenen verkürzten Intervalle des Hersteller beachten... dann macht er auch nichts falsch. Wer sein Gewissen beruhigen möchte, pfeift auf die Garantie und nimmt ein Öl mit abweichender Viskosität und aktuellem ACEA das der Hersteller Vorschrift am nächsten kommt. Mit oder ohne gesenktem HTHS ..... Wer seinen Motor Leistungs steigert wendet sich an einen renommierten Tuner, beruhigt sein Gewissen mit anderem Öl und pfeift auf die Garantie 😉
Sehe ich genau so. Das Ölthema geht seit Jahrzehnten an mir vorbei. Fahre das, was vom Hersteller freigegeben ist. Basta!
Das einzige was ich in Sachen Öl betreibe: Jeden Sonntag wird der Ölstand kontrolliert und ein Jährlicher Ölwechsel wird durchgeführt.
Du hast bereits schön erwähnt, "Von daher sollte der Motor bei normaler Nutzung auch mit HTHS gesenkten Ölen keinen Mehrverschleiss gegenüber "normalen" Ölen aufweisen bzw. damit gut zurecht kommen. ". SOLLTE !
Weißt du es denn ? Ford ist das egal, die haben das nur gemacht um 0,001g CO2 und 0.001l Treibstoff auf 100km/h zu sparen. Ich wähle deshalb ein Öl, was hinsichtlich Scherstabilität und Druckbelastung etwas mehr Reserven bietet.
Desweiteren reden wir doch hier nicht nur um Tribologie. Wir reden auch von, Peptisierung, Solubilisierung und Oxidation. Weißt du eigentlich welche enormen Anforderungen heutzutage an ein Öl gestellt werden ? Du kannst das nicht mit einem früheren W50 vergleichen, welcher mit allen was etwas schmierte betrieben wurden konnte.
Also wähle ich doch zwischen vielen Freigegeben Ölen, das beste aus was eventuell sogar noch günstiger sein kann, als ein Ford Öl. logisch!
so ist es, während Ford bei der 931-C stehengeblieben ist und schon jahrelang unverändert ist, finden bei anderen Herstellerfreigaben ständig Weiterentwicklungen beim Öl statt.
Und das Öle nicht gleich Öle sind, und die Ford Norm auch nichts besonderes an Anforderungen erfüllt zeigt der Vergleich:
Vergleich für Benziner Norm Ford 913-C vs MB 229.5
Zitat:
@Renegolf347 schrieb am 7. Februar 2016 um 11:33:27 Uhr:
Du hast bereits schön erwähnt, "Von daher sollte der Motor bei normaler Nutzung auch mit HTHS gesenkten Ölen keinen Mehrverschleiss gegenüber "normalen" Ölen aufweisen bzw. damit gut zurecht kommen. ". SOLLTE !
Weißt du es denn ?
Weisst du es denn ?
Entgegen jedem Unkenruf zum elendig schlechtem Ford Norm Öl mit gesenktem HTHS Wert befand sich der 1 Liter Eco Boost Motor mit 5W20 Öl bei seinen Verschleißwerten nach 100.000 Kilometer im Neuwert Bereich. Wenn man hier den Öl Thread verfolgt, bekommt man den Eindruck, das kann anhand der vielen "Wissenden" gar nicht funktionieren. Klar gibt es auf dem Datenblatt bessere Öle. Im Normalfall macht man mit einem anderen Öl nichts falsch, wenn man Sie auf den ST 2 Liter Eco Boost kippt. Es beruhigt jedoch mehr das Gewissen und schont meist den Geldbeutel. Eine Garantie, das damit der Motor länger hält, gibt im Gegenzug keiner. In der Garantie Zeit ist man sogar dazu verdonnert, Ford Norm Öle einfüllen zu lassen. Hat man eine Flate Rate gebucht, ist es im Paket für die nächsten Jahre eh dabei. Die Werkstatt füllt das Öl auf.
Wir reden hier nicht von extrem verlängerten Wechsel Intervallen bei unserem ST.
Somit sollte das Öl auch keine Probleme im Bereich der Peptisierung, Solubilisierung und Oxidation bekommen, wenn man sich an die Vorschriften des Hersteller zum Wechselintervall hält.
Also 1 Jahr oder alle 20.000 Kilometer. Bei vermehrter Kurzstrecke und oder besonderen täglichen Belastungen des Fahrzeug gibt es entsprechend verkürzte Wartung- Vorgaben. So wie bei jedem Hersteller.
Ich habe manchmal das Gefühl, das den Ingenieuren der Autohersteller in dieser Disziplin öfter einmal Unfähigkeit unterstellt wird. Bei der Norm 913-C werden die Ford Leute durch die Stadt getrieben.
Mal schauen, wie es mit der 913-D oder 948-B (5W20) weiter geht ...
Im Gegenzug zu deiner Theorie, das Ford diese Öle einsetzt, damit 0,01 % CO2 oder etwas Sprit in der Flotte gespart werden kann... Schon mal Gedanken zum Kaltstart und den EURO und oder CARB Abgasgrenzwerten in Kalifornien gemacht ? Ich denke da ist der Ansatz zu sehen, das die Hersteller immer mehr Öle mit immer niedrigeren Kaltviskositäten nutzen. Die Kaltlaufphase muss zeitlich immer weiter reduziert werden, damit die Abgasnormen eingehalten werden können. An dieser Stelle hilft ein Öl mit niedriger Viskosität im Kaltzustand viel mehr, als im reellen Leben in der Stadt oder auf der Autobahn und im Warmzustand.
Wenn du ein Öl nach abweichender Norm auffüllst, so wie ich im Normalfall auch , so machst du definitiv nichts verkehrt. In diesem Fall pfeifst du auf eventuelle Garantie Ansprüche. Ob man diese "Reserven" jemals braucht.... ? Im Lotto kann man seinen Gewinn auch nicht voraussagen ;-)
Zitat:
@Focus_1999 schrieb am 7. Februar 2016 um 15:50:47 Uhr:
Anbei das Datenblatt vom 5W20
Für Diejenigen, die etwas damit anfangen können 🙂
Das Öl wird lt. Ford TSI gar nicht mehr für den Eco Boost ST Motor eingefüllt.
Aktuelle Norm für diesen Motor ist die 913-C mit 5W30.
Somit für die normale Wartung obsolet.
Auszug Bedienungsanweisung zum 2 Liter :
Motoröl - 5W-30 - WSS-M2C913-C
Und :
"Falls kein Motoröl mit der Spezifikation WSS-M2C913-C verfügbar sein sollte, muss ein SAE 5W-20 Motoröl verwendet werden, das die ACEA A5/B5-Spezifikationen erfüllt. Beachte: Verwenden Sie nicht mehr als 1 L zwischen geplanten Wartungsintervalle."
Zitat:
@cnc-meister schrieb am 2. Februar 2016 um 19:55:14 Uhr:
Es kommt sicher auch drauf an wie man das Auto/Motor beansprucht!Jemand der oft und viel Autobahn heizt wird sicher eher Probleme kriegen als der gemeine Alltagsfahrer!Mittlerweile sind an den Ecoboost angeblich sogar ab Werk Ölkühler verbaut um das Öl nicht thermisch zu überlasten?!
Nicht nur angeblich, sondern es befindet sich oberhalb des Ölfilter ein Ölkühler, der mit Kühlwasser umspült wird. Dieser sorgt nicht nur dafür, das Öl gekühlt wird, sondern auch während der Warmlauf Phase durch das Kühlwasser zusätzlich erwärmt wird.
Das ist auch nicht ST Motor typisch. Das haben viele aktuelle Motoren aller Leistungsklassen so verbaut.
Zitat:
@AlexSikes schrieb am 3. Februar 2016 um 02:47:36 Uhr:
Sehe ich genau so. Das Ölthema geht seit Jahrzehnten an mir vorbei. Fahre das, was vom Hersteller freigegeben ist. Basta!Das einzige was ich in Sachen Öl betreibe: Jeden Sonntag wird der Ölstand kontrolliert und ein Jährlicher Ölwechsel wird durchgeführt.
Genau so ist es, es sei denn man treibt extrem - Spielchen wie fanatic aus dem Focus - ST Forum 😉 Dafür sind die Hersteller Vorgaben zum Öl dann nicht mehr ausgelegt.
Die Rad Leistung des Fahrzeug liegt lt. seiner Aussage mittlerweile bei ca. 400 -415 PS und Drehmoment rechnerisch zwischen 500-540 NM. Anderer Turbo, mittlerweile andere Kolben und Kolbenringe, Pleuel etc. ...
Wer den ST Motor chipped und die Mehr - Leistung regelmäßig ausnutzt, sollte sich dann unter anderem auch Gedanken zum Öl machen. Für alle anderen reicht es aus, das die Werkstatt des Vertrauen das richtige Öl auffüllt. :-)